Brian Swimme: Das Universumn ist ein grüner Drache

Das hier ist – ehrlich gesagt – eines meiner Lieblingsbücher. Wer ein Bewusstsein hat, das über den „Tellerrand“ hinausreicht, der wird das Buch LIEBEN! Mit „Tellerrand“ meine ich hier sogar unser Menschsein auf dem Planeten Erde: Es geht um den KOSMOS, den belebten Kosmos, unser Dasein im Universum selbst!

Wir erwachen zu einem globalen und planetaren Bewusstsein – und zynische Autoren erkennen die Menschheit dabei erschrocken als Fehlentwicklung, ja Missbildung der Natur. Wir neigen schon dazu, uns als Geschwulst oder Krebsgeschwür auf dem Planeten Erde zu sehen. So tief geht unsere Scham beim Erkennen der von uns verursachten Zerstörung der Biosphäre. Und beruhigen uns schon: Auch wenn die Menschheit sich selbst zerstören sollte, die Natur, die Erde werde überleben.

Brian Swimmes Sicht ist eine wohltuend andere: Wenn der Kosmos Jahresmilliarden gebraucht hat, um die Menschheit hervorzubringen, dann wird er der Menschheit einen Platz in der Schöpfung und Evolution zugedacht und sie einen Auftrag haben. Es gehe darum, unser anthropozentrisches modernes Zeitalter zu verlassen, um in das erwachende kosmozentrische Universum einzutauchen.

Wenn wir das Menschsein als eine Dimension des erwachenden Universums neu erfinden, werden wir entdecken, dass uns eine größere Rolle zugedacht ist. (S.14)

Uns erscheint die Erde wie ein Lebewesen, wir sprechen ehrfürchtig von „Mutter Erde“. Doch nicht nur die Erde lebt, sondern der ganze Kosmos. „Dies ist mit einem Satz das Herzstück unserer kosmischen Revolution.“ (S. 120)

Das Buch beschreibt „ein Gesamtbild der kosmischen Schöpfungsgeschichte“ in Dialogform und macht diese Letztheiten, „die erste und letzte Quelle aller Dinge“, in einer Sprache voller Poesie für jeden verständlich. Das Herz als sich erinnerndes Wissen weiß um diese tiefen Wahrheiten – und Brian Schwimme gelingt es in diesem Buch, sie zum Schwingen zu bringen. Die technisch-wissenschaftliche Weltsicht hat uns den Kosmos entzaubert, nur seine physische Dimension als Realität gelten lassen. Brian Schwimme verzaubert uns und das Leben wieder:

Du bist dieser Stern, in eine Lebensform gebracht, die es dem Leben ermöglicht, sich selbst zu erkennen. … Der Stern weiß um seine große Leistung, um seine Hingabe an die Verlockung, um seinen gewaltigen Beitrag an das Leben – aber nur durch seine nachfolgende Ausdrucksform, durch dich. (S. 51)

Wer das Universum studiert, studiert sich selbst. (S.97)

Brian Swimmes Antwort auf die Frage, was die letztendliche Bestimmung des Menschen auf der Erde sei, ist: „Liebe zu werden – in menschlicher Form.“ Es geht um unser Menschsein aus kosmischer Perspektive, die Aufgabe, zum Menschsein heranzureifen. Das Buch ist eine Liebeserklärung an das All, den Kosmos, das Universum – aber auch eine Liebeserklärung an die Menschheit und ihrer kosmischen Bestimmung.

Den größten Nachdruck legt das Leben darauf, dass du dich auf das Abenteuer einlässt, dich selbst zu erschaffen. (S. 103)

Die Erde braucht dich, um sich auf eine selbstbewusste Art neu zu organisieren, wie es vor dem Auftauchen der Menschheit nicht möglich war. Du bist ein Teil der neuen Selbst-Bildung der Erde.

Mein Fazit: Das Buch behandelt die Grundfrage unseres Lebens im Kosmos und kommt dem Sinn unserer menschlichen Existenz im Universum so nahe, wie ich es kaum woanders gelesen habe. Es ist Wissenschaft, Mystik (Spiritualität) und Poesie (Kunst) in EINEM – wie es einem solchen Thema angemessen ist.

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