Paul Ferrini: Zusammen Wachsen

Irgendwann ist es so weit, da weißt du: Beziehungen funktionieren nicht „einfach so“. Im Gegenteil: „Einfach so“ funktionieren Beziehungen auf Dauer ganz und gar nicht. Förderliche Partner-Beziehungen brauchen Bewusstsein, brauchen ein Wissen um die Grundregeln, wie wir zusammen wachsen und zu einem WIR zusammenwachsen können.

„Eine Beziehung ist wie die Geburt eines neuen Wesens. Sie betrifft den Übergang vom gedanklichen Rahmen des ‚Ich‘ zum ‚Wir‘, ohne daß dabei Opfer gebracht werden müssen. So etwas geschieht nicht über Nacht. Es braucht Zeit und Geduld. Auch Klarheit ist vonnöten. Beide Partner müssen sich auf diese Erfahrung vorbereiten.“ (S. 9)

Ich kenne kein Buch, das dieses Thema dermaßen brillant und einfach, in wenigen und glasklaren Worten beschreibt wie Ferrinis kleines Brevier: Zusammen Wachsen. Ich liebe das Buch! Es begleitet mich nun schon über 10 Jahre, und immer wieder lese ich in ihm – und immer wieder fallen mir Schuppen von den Augen.

Das Buch unterteilt sich in drei Teile:

  • Vorbereitung einer Partnerschaft
  • Die sieben Schritte zu einer spirituellen Partnerschaft
    (der Hauptteil des Buches)
  • Veränderung der Beziehung

Das vielleicht größte Hindernis zu einer gesunden Partnerschaft ist unsere Beziehungssucht. Wir leben – ehrlich gesagt – in einer Suchtgesellschaft (siehe auch die Thematik von Anne Wilson Schaef). Ist es da ein Wunder, dass wir auch unseren geliebten Partner wie eine Droge missbrauchen? Ist es ein Wunder, dass missbrauchte Liebe verwelkt und zu einem Ort des offenen oder versteckten Partner-Krieges wird?

Im ersten Teil thematisiert Paul Ferrini diese vielleicht größte Falle für eine Beziehung (Beziehung als Sucht). Dieser Text ist dermaßen fundamental, dass ich ihn gerne und mit Dringlichkeit vorlese:

Der zweite Teil stellt die 7 Grundregeln und Schritte
einer gelungenen Partnerschaft vor:

Der erste Schritt: Verpflichtung.
Um in einer Beziehung über die Konflikte hinaus wachsen zu können, bedarf es einen RAUM DER SICHERHEIT. Das ist vor allem ein emotionaler Raum, dass ich alle meine Ängste, meine Wut und meinen Groll äußern darf, ohne dass ich Sanktionen von dir erwarten muss.

„Freiheit endet nicht dadurch, dass wir eine Verpflichtung eingehen. In Wahrheit müssen wir die Freiheit haben, unsere Verpflichtung jede Woche, jeden Tag und jeden Moment zu erneuern und zu überdenken, wenn sie echt sein soll. Ohne die Freiheit der Entscheidung können wir uns nicht verpflichten.“
(S. 59)

Der zweite Schritt: (Mit-) TEILEN
Nach der romantischen Phase, dem Verliebtsein (Verliebtsein ist wie eine Droge) beginnt die eigentliche Partnerschaft.

„In Wahrheit setzt der spirituelle Aspekt einer Beziehung erst dann ein, wenn das Paar das Ende der Romanze übersteht. Wenn sie einander dann (ohne Sterne in den Augen) anschauen, mögen sie das, was sie da vor sich haben? Können sie die dunkle Seite ihres Partners ansehen und sie ebenso mitfühlend annehmen, wie sie es bei sich selbst gelernt haben? Halten sie nach einem Menschen oder einem Heiligen Ausschau?“ (S. 63)

Der andere ist nicht mehr nur ein narzisstischer Spiegel meiner selbst, sondern ein ANDERES Wesen mit individuellen Eigenheiten. Das WIR entsteht, indem wir uns austauschen, miteinander teilen.

Der dritte Schritt: Wachstum
Die Beziehung kann als WIR nicht wachsen, wenn nicht jeder einzelne in der Beziehung einen eigenen Raum des Wachstums hat. Co-Abhängige Partner geben sich diesen Raum nicht. Sie klammern, vereinnahmen sich, überschreiten Grenzen des anderen.

„Grenzen sind in Beziehungen außerordentlich wichtig. Die Tatsache, dass wir ein Paar sind, bedeutet nicht, daß wir aufhören, Individuen zu sein. Paare, die zu sehr ineinander verstrickt und voneinander abhängig sind, legen die Saat für künftigen Streit. Keiner sollte sich selbst aufgeben, um mit einem anderen zusammenzusein. Tatsächlich kann die Stärke einer Beziehung daran gemessen werden, wie frei sich jeder der Partner fühlt, sich im Rahmen der Partnerschaft selbst zu verwirklichen.“ (S. 77)

Der vierte Schritt: Kommunikation
Die häufigste Form der Kommunikation in einer Partnerschaft ist der ANGRIFF: der Partner wird beschuldigt. Es findet dann auch kein offenes und mitfühlendes ZUHÖREN statt, sondern die VERTEIDIGUNG, die Rechtfertigung, der Gegenangriff.

„Eine gute Kommunikation vermeidet stets die Extreme, einen anderen entweder verärgert anzugreifen oder den Ärger zu unterdrücken. Weder Sadismus noch Masochismus tragen zum Frieden und zur Verständigung bei. Kommunikation ohne Schuldzuweisung ist eine Kunst, die jedes Paar lernen muss, wenn es sich wünscht, dass seine Beziehung wächst und gedeiht.“ (S. 98f.)

Der fünfte Schritt: Spiegelung
Der Weg in den Himmel führt durch die Hölle. Förderliche Beziehungen sind deshalb so heilsam, weil sie uns mit unseren inneren Dämonen konfrontieren. Wir können ihnen in einer Beziehung nicht ausweichen. Es geht um den Schmerz, die Wunden, das Leiden in einer Beziehung.

„Die Frage, die ich mir stellen muß, lautet nicht, ‚wer greift mich an?‘, sondern ‚warum fühle ich mich angegriffen?'“ (S. 111)

„Paare, die sich ihren Dämonen stellen und ihre Ängste überwinden, haben eine entscheidende Schlacht gegen die Ungewissheit gewonnen. Sie fallen auf den Boden der Tatsachen und erkennen, daß der einzige Grund für ihr Zusammensein darin besteht, einander zu lieben und anzunehmen. Das ist der Weg, der in den Himmel führt.
Es ist ein spirituelles Gesetz, daß alles, was uns an jemand anderem stört, der Teil von uns selbst ist, den wir nicht lieben und akzeptieren wollen.“
(S. 116)

Der sechste Schritt: Verantwortung übernehmen
Das WIR entsteht eigentlich erst in diesem Schritt. Jeder einzelne von uns wird wirklich ER-WACHSEN und so kann ein WIR WACHSEN. Wir müssen nicht nur unsere Eltern aus der Verantwortung für unser Leben entlassen, sondern auch unseren Partner (als Elternersatz). Jeder ist selbst verantwortlich.

„Wir sind niemals für die Erfahrungen unseres Partners verantwortlich, und unser Partner ist niemals für die unsrigen verantwortlich. Die Schönheit dieses spirituellen Gesetzes geht für diejenigen verloren, die ihre Partner für ihr Glück oder ihren Schmerz verantwortlich machen.“ (Seite 123)

„Das ‚Wir‘-Bewusstsein in eurer Beziehung ist entweder aus der Stärke und Integrität des ‚Ich‘-Bewusstseins entstanden, oder es ist eine Täuschung. Wenn du und dein Partner aufrichtig zueinander seid und die Verantwortung für eure eigenen Erfahrungen übernehmt, hat das ‚Wir‘ eine tiefgehende Bedeutung. Wenn Aufrichtigkeit oder Aufmerksamkeit fehlen, kann das ‚Wir‘ nur ein Verrat am Selbst sein.
Du kannst dir sicher sein, daß Gott Beziehungen nicht erschuf, damit wir uns selbst betrügen. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Der Zweck einer Beziheung ist es zu lernen, uns selbst treu zu sein.“ (S. 138f.)

Der siebte Schritt: Vergebung
Der Dünger für die Liebe ist die Vergebung. Ich mache Fehler. Du machst Fehler. Ich verletze dich. Du verletzt mich.

„Ihr seid beide Menschen. Das heißt, daß ihr zusammen die Höhen des Himmels und die Tiefen der Hölle erfahren werdet. In eurer Umarmung lieben Engel und Teufel und gehen gemeinsam mit euch auf eure beständige Reise in Richtung Selbstvergebung.
(S. 141)
„Um Vergebung zu bitten heißt nicht, zum anderen ‚Tut mir leid‘ zu sagen. Es heißt, dem anderen zu sagen, ‚das ist mit mir los. Ich hoffe, du kannst es akzeptieren und verarbeiten. Ich versuche mein Bestes.‘ Es geht darum, die eigene Situation zu akzeptieren, auch wenn es schwierig ist, und dem Partner die Möglichkeit zu bieten, sie zu akzeptieren, auch wenn es ihm oder ihr nicht leicht fällt. Wenn wir das, was uns geschieht, in dem Augenblick akzeptieren, in dem wir es bewerten wollen, vollzieht sich Selbstvergebung.“ (S. 146)

Der dritte Teil klärt „Veränderung der Beziehung“

Trennung in Würde und Liebe, Trauer (auch wenn ein Partner verstorben ist) und „Neu-Verpflichtung zur Liebe“ sind die Themen des letzten (dann nur noch sehr kurzen)  Teils.

„So schwer die Reise manchmal auch erscheinen mag, so gibt es doch Momente, die einfach atemberaubend sind. Der harte Panzer, der das Herz umgibt, beginnt aufzubrechen. Wo uns einst Furcht zurückhielt, lernen wir nun, kleine Schritte nach vorn zu machen. Wir gehen Risiken ein und überwinden unsere Ängste. Wir lernen, einander zu vertrauen.
Wir erleben eine Sanftheit, die aus dem Kampf geboren wurde, eine Süße, die aus Schmerzen entstand. In den Blicken, die sich begegnen, steht ein Funkeln, das über die Feierlichkeit des Begehrens hinausgeht. Es ist die innere Erkenntnis des Selbst und des anderen: eine Hingabe, die in das Herz und Anerkennung und Liebe führt.
Möge dir diese Gnade zuteil werden.“ (S. 14)

Mein Fazit: Wenn du dich mit deinem Partner der Liebe verpflichten willst (Was gibt es Höheres im Leben??!!), dann hast du in diesem Buch eine wundervolle Anleitung, die ans Herz geht und die Grundlage eures Liebesvertrags werden kann. (Gemeinsam lesen, bis ihr es auswendig kennt!)

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Zusammen Wachsen – Schritte zum liebevollen Miteinander

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Stephen R. Covey: Der 8. Weg. Mit Effektivität zur wahren Größe

Stephen R. Covey gehört zu den großen Führungspersönlichkeiten unserer Zeit.
Bekannt geworden ist der durch seinen 1989 erschienenen Managementklassiker
„Die 7 Wege zur Effektivität“:

Was ihn auszeichnet ist seine hohe moralische Kompetenz, seine prinzipiengeleitete Anschauung, seine christliche Spiritualität.

„Das Leben ist eine Mission, keine Karriere; der Zweck aller Bildung und Erziehung und allen Wissens ist, dass wir Gott besser repräsentieren und uns in seinem Namen und zu seinen Zwecken in den Dienst jener Lebensmission stellen können.“
(Der 8. Weg, S. 374)

Ich kenne – ehrlich gesagt – keinen anderen Autor, der modernes Business und Spiritualität so wunderbar verknüpft wie er: Business als Gottesdienst.
Oft ist es doch so, dass Menschen und Unternehmen mit hohen spirituellen Werten keine Gewinne machen; und umgekehrt, die Menschen und Firmen, die hohe Gewinne machen, sich mehr oder weniger unmoralisch verhalten. Dieser Konflikt, diese (scheinbare) Unvereinbarkeit von Spiritualität und Business droht unsere Welt zu zerreißen.

Steven R. Covey hat dies in seinem Lebenswerk diesen SCHMERZ angesprochen, das PROBLEM formuliert und eine umfassende LÖSUNG vorgestellt:

Es geht um die Herausbildung neuer Führungsperrsönlichkeiten, die ihre Verantwortung erkennen, auf ihre innere Stimme hören und einen großartigen Beitrag zur Lösung der Menschheitsprobleme leisten. SPIRITUALITÄT ist dieser Welt gegenüber verantwortlich – und das auch und gerade im Business.

Wir brauchen echte VISIONEN, die bis hin ins WEISHEITS-Zeitalter reichen (das Zeitalter, das nach Covey NACH dem Zeitalter der Information und Wissensarbeit kommt). Diese Visionen kommen von innen, aus der inneren Stimme – und leitet uns als spirituelle Intelligenz aus dem Gewissen.

Das Buch ist ein HANDBUCH, um seine innere Stimme zu finden (im Einklang mit dem Gewissen zu handeln), andere zu inspirieren, ihre innere Stimme zu finden (als Vorbild und Visionär, Koordinator und Coach), so dass wir die Welt transformieren können ins Zeitalter der Weisheit.

Ich sehe selbst, dass meine Worte bei dieser Buchbesprechung sehr pathetisch sind, fast schon abgehoben, unerreichbar. Doch es geht ums GANZE und dazu gehört die Leidenschaft des Herzens. Es bringt überhaupt alles in die Ganzheit! Wir brauchen eine höhere Perspektive, um die vielfältigen Probleme lösen zu können. Das Buch bietet Landkarten, um eine höhere Perspektive einnehmen zu können.

Das Buch spricht aber wahrlich nicht nur Menschen an, die als Führungspersönlichkeiten in der Wirtschaft „nach dem rechten Weg“ suchen. Es spricht auch jeden an, der über seine BERUFUNG einen Beitrag zur Lösung der dringenden Probleme leisten will – auch als Selbstständiger in einem Einpersonen-Unternehmen.

Fazit: Ich möchte dieses Buch gerade denjenigen empfehlen, die über die „7 Wege der Effektivität“ zu einer charakterstarken Persönlichkeit gefunden haben. Weiterhin denjenigen empfehlen, die über sein Einsteigerbuch „Vom Beruf zur Berufung“ (> meine Besprechung) den Entschluss gefasst haben, ihr Leben ihrer Berufung zu widmen. Ich empfange gerade die Essenz des Buches: Professionalisiere deine Berufung!
Klingt gut. Ja, ich glaube, das ist es.

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Der 8. Weg: Mit Effektivität zu wahrer Größe

Stephen R. Covey: Vom Beruf zur Berufung

Stephen R. Covey und Jennifer Colosimo holen mit diesem Buch das Thema BERUFUNG aus der esoterischen Ecke in die Karriereplanung. Heute, im Wissenszeitalter, ist eine großartige Karriere nur noch als gelebte Berufung möglich!

„Im Zeitalter der Wissensarbeit sind Kreativität und Beiträge die entscheidenden Erfolgsfaktoren.“ (S. 35)

Mir gefällt an diesem Buch, dass es BERUFUNG nicht einfach nur interpretiert als „dem Ruf des Herzens folgen“. Das auch, aber es geht um mehr: Es geht nicht nur um die innere Ausrichtung – die Welt braucht berufene Menschen!

„Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um Ihre großartige Karriere zu starten oder wieder aufleben zu lassen. Momentan passiert nämlich etwas noch nie Dagewesenes – eine welterschütternde Veränderung in der Geschichte der Menschheit, die Ihnen die Möglichkeit eröffnet, von denen Sie bisher nicht einmal zu träumen wagten.“ (S. 15)

Es ist der Wandel vom Industriezeitalter ins Wissenszeitalter, vom Paradigma der Abhängigkeit ins Paradigma der Freiheit, der Unabhängigkeit, der Selbstständigkeit. Es gilt nicht mehr, JOBS stellenbeschreibungs-technisch auszufüllen, sondern einen einzigartigen Beitrag zur Lösung dringender Probleme zu leisten.
Und  hier treffen sich die Anforderungen der Gesellschaft und das innere Bedürfnis, seine Potenziale zur Entfaltung zu bringen:

„Die wichtigste Frage aber lautet: Glauben Sie, dass Sie über mehr Intelligenz, Talente, Fähigkeiten und Kreativität verfügen, als ihr derzeitiger Job es jemals erfordern wird?
Falls Sie eine dieser Fragen mit Ja beantwortet haben, dürften Sie in einem der größten menschlichen Dilemmas unserer Zeit stecken. Das Dilemma ist die grenzenlose Verschwendung von menschlichem Potenzial.“ (S. 31)

Die Menschheit hat einen schier unüberschaubaren Haufen von Problemen, die der Lösung harren (Wir haben kein Mangel an ARBEIT, sondern ein Überfluss an Problemen!). Die Frage ist: Was ist DEIN ORIGINELLER BEITRAG, um die dringendsten Probleme unseres Gemeinwesens zu LÖSEN? Das ist der konkrete Weg deiner Berufung!

Das Buch gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil klärt die Frage „WAS ist mein Beitrag?“, der zweite Teil die Frage: „WIE leiste ich ihn?“

Das erste Teil klärt das Bewusstsein:

  • TALENTE: Welche einzigartigen Kenntnisse, Talente oder Fähigkeiten haben Sie, die Sie nutzen können, um Ihren ganz besonderen Beitrag zu leisten?
  • LEIDENSCHAFTEN: Welche Möglichkeiten und Chancen, die Ihnen Ihre Arbeit eröffnet, ergreifen Sie leidenschaftlich gern?
  • GEWISSEN: Wie sieht Ihre wirkliche Verantwortung gegenüber Ihrer Organisation, Ihren Kunden und Ihren Kollegen aus?
  • PROBLEMLÖSUNG: Was ist die Aufgabe, die hier gelöst werden muss, und warum kann nur ich sie lösen (zu einem Experten für eine Problemlösung werden)?
  • BEITRAGSLEITBILD: Wie ist mein Lösungsbeitrag griffig in ein Leitbild zu formulieren?

Der zweite Teil klärt die Umsetzung und
setzt das Unabhängigkeitsparadigma voraus:

  • Ich kann den Job kreieren, den ich wirklich will (in einem Unternehmen oder als Selbstständiger).
  • Ich kann mir ein „eigenes Dorf“, ein Netzwerk von Helfern aufbauen.
  • Mein Bewerbungs-Lebenslauf wird zum Problemlösungsplan einer Firma und ich weiß es wirkungsvoll zu präsentieren.
  • Ich zeige mich im INTERNET durch einen BLOG, Experten-E-Book, aktive Teilnahme an Social-Media, Foren usw.

Oft täuschen wir uns darin, dass gelebte Berufung ein Leben in einer paradiesischen Bequemlichkeitszone sei, Gott uns die Arbeit abnehme. (Der denkt nicht daran!) Da hilft uns das Buch zu einer realistischen Sicht.

„Karriereberater, die sagen: ‚Machen Sie das, was Sie lieben‘, haben nur zum Teil recht. Irgendjemand muss ja auch bereit sein, Sie dafür zu bezahlen. Und bei allen großen Karrieren gibt es Aufgaben, die man nicht unbedingt liebt, die aber erledigt werden müssen.“ (S. 38)

Meisterschaft sieht am Ende LEICHT aus, hat aber viel FLEISS vorausgesetzt:

„Klingt all das für Sie nach ziemlich viel Arbeit? Ja, da haben Sie recht. Doch genau ds macht den Unterschied: Erst durch dieses Engagement wird aus einer durchschnittlichen eine großartige Karriere!“ (S. 100)

Und nicht zu vergessen: Es geht um unsere Freude, unsere Leidenschaft, das BESTE aus uns heraus zu holen, Heldenleistungen zu vollbringen. Dafür wurden wir in diese Zeit geboren!

„Nur wenn Sie Ihre Arbeit als Berufung sehen, werden Sie die Leidenschaft dafür verspüren, die jede große Karriere auszeichnet.“ (S. 55)

Und: „Jede Berufung ist groß, wenn man sich ihr auf große Weise widmet.“ (Wendell Holmes) (S. 75)



Mein Fazit:
Wer seine Berufung mit einer einer großartigen Karriere in Einklang bringen will, der findet in diesem Buch die Schritte zur Verwirklichung.

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Vom Beruf zur Berufung: Wie Sie einen tollen Job und persönliche Erfüllung finden

Das Buch von Stephen R. Covey, das diesem zugrunde liegt, ist sein Lebenswerk
„Der 8. Weg“. Es vertieft die Thematik, und ich möchte auch dieses Buch dir ans Herz legen; >> hier meine Besprechung.

Paul Ferrini: Nach Hause kommen

Es ist ein ganz anderes Buch von Paul Ferrini. Fast hätte ich es verpasst! Es ist sehr persönlich, SEHR. Er lässt uns zu ihm „nach Hause kommen“:

„‚Nach Hause kommen‘ enthält einige Inspirationen und Einblicke, die ich erhielt, als eine wichtige Beziehung in meinem Leben endete und der Samen einer anderen gesät waren. Dieses Buch enthält auch einige Gedichte, die, wie ich hoffe, ein emotionales Gegenstück zu meiner Prosa liefern.
Ich habe schon immer in meinen intimen Beziehungen mehr als in irgendeinem anderen Bereich meines Lebens gelernt. Einige dieser Lektionen waren schwierig und schmerzhaft, aber am Ende haben sie mir alle dabei geholfen, mein Herz zu öffnen.“
(S. 7)

Das Buch war für mich eine große Befreiung! Paul Ferrini ist als spiritueller Meister ein Botschafter der Liebe und Partnerschaft, den ich SEHR schätze. Da stellt sich schon die Frage: Und wie „funktioniert es“ bei Paul Ferrini selbst?

Das Buch gibt EINBLICKE auch in SEINE schwierigen und schmerzhaften LEKTIONEN DER LIEBE. Nicht nur offenbart sich Paul Ferrini dadurch selbst zu einem an der Liebe leidenden Wesen. Das eigene Leiden relativiert sich; ich bin nicht so einer, der es wohl nie lernt.

Das Buch – anders als die anderen – enthält jetzt keine „12 Schritte zu …“ oder ein komplettes „Programm für spirituelle Meisterschaft“, auch kein Übungsprogramm.
Es komm leiser, tiefer und persönlicher. In 14 kleinen Prosa-Artikeln und 25 Gedichten berührt es unser Herz „für die Lektionen der Liebe“.
Was mich besonders freut: Ich habe Paul Ferrini bisher immer so verstanden, dass er nicht an die „Seelenpartner“ glaubt. Hier lese ich erste Bekenntnisse von ihm dazu. JA!

Das Büchlein (135 Seiten) darf „eigentlich“ von keinem Ferrini-Freund ungelesen bleiben,
sonst fehlt einem die „Innenseite“. Es eignet sich auch sehr zum gegenseitigen Vorlesen.

Gerne zitiere ich ein Gedicht als Anreiz:

Das Treffen

Ich wusste immer, dass du zu mir kommen würdest
und dass ich dich erkennen würde, wenn du kommst.

Ich wusste, ich würde mich selbst sehen,
wenn ich in deine Augen blicke,
und dein Herz schlagen hören,
wenn ich deine Hand in meine nähme.

Weißt du, für mich bist du keine Fremde.
Ich kenne dich seit Langem schon.

Und nun, durch eine außergewöhnliche Gnade,
kann ich kaum begreifen, dass du vor mir stehst.

Ich grüße dich, meine Liebe.
Ich feiere dieses Treffen von Innen und Außen,
von Herz und Verstand, von Körper und Geist.

Alles, was getrennt und auseinander war
ist nun wieder zusammen gefügt.
Zwei wurden zu Einem.

Himmel und Erde sind vereinigt.
Mensch und Gott berühren sich.
Was immer wahr gewesen ist, ist nun wahr in uns.

Wir danken.
Möge das, was uns segnet,
alle Lebenwesen segnen.

(Seite 133 f.)

Von NIRGENDWO jetzt also NACH HAUSE KOMMEN.

Eine kurze Lesung aus dem Buch:

 


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Paul Ferrini: Unterwegs nach Nirgendwo

Es ist mir ein besonderes Zeichen, dass sich mir bei der ersten Besprechung meines neuen Buch-Blogs Paul Ferrinis Buch „Unterwegs nach Nirgendwo“ angeboten hat!

Das kleine Büchlein (172 Seiten) ist durchaus von der Qualität des Buches JETZT!-Die Kraft der Gegenwart von Eckhart Tolle. Okay, ich werde jetzt nicht weiter vergleichen!
Es geht jedenfalls um das gleiche Thema: ganz und gar im AUGENBLICK zu leben, auf dem Weg nach NIRGENDWO (NOW HERE) zu sein, im JETZT und HIER.

„Ich gehe diesen Weg nur, weil er sich vor mir ausbreitet …
Ich bin mir nicht wirklich sicher, wohin er führt.“ (S. 9)
„Der ‚Weg ins Nirgendwo‘ ist der Weg zu deinem Herzen.“ (S. 11)

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Worte es bedarf (und Paul Ferrini ist dabei noch sehr zurückhaltend!), um den „Weg“ ins Hier und Jetzt zu beschreiben. Ist es wohl doch die „schwierigste“ und vielleicht auch einzig wahre spirituelle Übung, um in den Prozess des Lebens selbst zu kommen. Denn unser oberflächliches Leben spielt sich in der Vergangenheit (Verhaltensmuster, Wahrnehmungsfilter) und in der Zukunft (Befürchtungen) ab, nur nicht gelassen, entspannt und friedfertig in dem Augenblick, in dem das EIGENTLICHE Leben stattfindet.

Das Hindernis, einfach nur im Hier und Jetzt zu leben, ist das EGO, das „falsche“, getrennte SELBST. Das Leben aus dem EGO heraus aber kann nicht funktionieren! (Doch es gibt eine verblüffende Lösung:)

„Nichts funktioniert auf dem ‚Weg ins nirgendwo‘, außer, du gehst davon aus, dass es nicht funktioniert. Dann funktioniert es.“ (S. 20)

Ich habe kaum ein Buch gelesen, dass so sanft und liebevoll mit dem (in der spirituellen Szene so verhassten) EGO umgeht. Ja, Paul Ferrinis Buch kann man auch lesen als Aufforderung: Raus aus dem EGO-Spiel! Raus aus dem Selbstbetrug, der Lieblosigkeit, dem Starrsinn, der Scham, den Schuldgefühlen, der Wertlosigkeit, der Angst, den Urteilen, den (Partner-) Konflikten.

„Liebe dein Ego, dein wütendes verletztes Kind,
deinen inneren Teufel, deine Fähigkeit
zu lieblosen Gedanken und Taten –
sonst wirst du niemals Ganzheit erfahren.“
(Aus dem Kartenset mit Paul Ferrini „IST DIE TASSE VOLL …)

Der Ursprung des EGO ist der Schmerz der Trennung (letztlich von Gott). So ist die Überwindung dieser Trennung (das Ende des EGO als getrenntes Selbst) auch nicht der Weg in die Hölle, sondern ganz im Gegenteil:

„Sobald du die Wahrheit erreichst, stirbt das Ego, weil es nicht mehr Fuß fassen kann. Aber das Ego ist nicht ausgelöscht worden. Es stirbt und wird zur Wahrheit, es stirbt in die Wahrheit hinein. Es gibt auf. Das ist kein schmerzvoller Vorgang, sondern ein ekstatischer.“ (S. 53)

Ich habe eine Sammlung solcher Weisheits-Zitate aus dem Buch erstellt, die vielleicht einen „Geschmack“ auf die Tiefe seines Inhalts geben:

>> Weisheitszitate aus dem Buch (20 Seiten), zusammengestellt von Jürgen Schröter

Doch das Buch ist durch kein Exzerpt in seiner Essenz zu fassen. Es enthält kein Wort zu viel, ist ESSENZ SELBST. Das Buch ist eine Meditation. Jede Seite, jeder Abschnitt offenbart neue Lebens-Impulse für ein Leben im Hier und Jetzt, für den Weg des Lebens im PROZESS DES SEINS. Es ist nicht nur ein Buch in die Mystik des Lebens, sondern auch (nahezu) eine Pflichtlektüre für Menschen auf dem Weg ihrer Berufung:

„Hier sind meine Fähigkeiten.
Nutze sie, wenn du willst,
um dich um unser gemeinsames Wohl zu kümmern.
Ich vertraue dir völlig,
dass du mich fair und respektvoll honorierst.“ (S. 125)

>> Mehr über Paul Ferrini

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