Angelika Gulder: Der Seelen-Navigator

Untertitel: In 7 Schritten zu deinem wahren Lebensplan

Das Buch gefällt mir sehr gut! Ich kann vieles aus meinem eigenen Seelenweg bestätigen. Mehr noch: Es hätte mir das eine und andere erleichtert, wenn ich das Buch schon vor 5 Jahren hätte lesen können.


Das Buch spricht Leser in einer bestimmten „Übergangsphase“ an, Menschen, die nicht mehr im Ego-Leiden verstrickt sind, sondern ihr Leben so weit in Ordnung gebracht haben, so dass sie jetzt frei sind, ihre Potenziale (aus der Seele) bewusst leben zu können. Vielleicht ist es besonders für „Erdenengel“ gedacht (die Autorin schätzt, dass dies 10% der Menschheit sind), also Menschen, die als Engel auf der Erde inkarniert sind, um der Menschheit zu helfen, diese kritische Phase in der Evolution schöpfungsgerecht zu transformieren. Hier hilft das Buch sehr, auf seinen Seelenweg und seine Bestimmung zu kommen, ohne noch große Umwege gehen zu müssen. Es ist nicht nur für Erdenengel gut, dass es dieses Buch gibt!

Das Buch ist sehr praktisch orientiert, keine „Lese-“ , sondern ein Arbeitsbuch.

Der erste Teil „Die Geistige Welt“ ist zwar ein „theoretischer Teil“, führt in das Wissen ein, das unbedingt notwendig ist, um sich im großen Raum der Seele orientieren zu können. Er ist eine grobe Orientierungshilfe für den „Sternenhimmel“ von „Grundannahmen“ bis zu „Seelenfamilien“. Es geht nicht um eine philosophisch untermauerte „Seelenlehre“, sondern ein grobes Zurechtfinden im Raum der Seele.

Der zweite Teil „Der Seelen-Navigator“ präsentiert ein in sich schlüssiges Konzept, seinen Seelen-Navigator zu finden, um bei den großen Entscheidungen des Lebens sich von der Seele führen zu lassen. Die Autorin konzentriert sich dabei auf Methoden, die schnell zielführend sind wie die Kombination aus Numerologie, Tarot und die Stadien einer mythologischen Heldenreise.

Am Ende dieses „Durcharbeitens“ (das vielleicht nur einmal im Leben in dieser Tiefe notwendig ist und dann nur noch modifiziert werden muss) steht das Selbst-Bewusstsein über:

  1. die eigene archetypische Seelenrolle (von insgesamt sieben) „über alle Leben hinweg“
  2. die archetypische Seelenrolle für das jetzige Leben (aus denn 22 Themen des Tarot numerologisch berechnet)
  3.  die Formulierung des eigenen Genius (sein „Schöpfungsgeist“) in wenigen Sätzen (Was kann ich in meiner Kreativität am besten?)
  4. Die Formulierung der eigenen Berufung in wenigen Sätzen
  5. Die noch anstehenden 5 Hauptaufgaben („Big Five“) der Seele für den Rest dieser Inkarnation
  6. die Lernaufgabe in dieser Inkarnation zu verstehen (Welche Schattenthemen sind zu erleuchten?) und
  7. den so gefundenen „Seelen-Navigator“ in den Alltag zu integrieren.

Der dritte Teil „Den Weg der Seele gehen“ gibt noch drei wesentliche Hilfen mit auf den Weg:

  • Erkenntnisse in Ziele umwandeln
  • die Visualisierung des Seelen-Navigatore (Bild-Collagen)
  • die geistige Welt um Hilfe bitten (Meditationen)

Die Autorin schreibt über ihren Seelen-Navigator (S. 177 f.):

Alles, was du dir vornimmst, kannst und solltest du mit deinem Seelen-Navigator vorab überprüfen. So verhinderst du, dass du Ziele verfolgst, die aus dem Ego stammen und dich von deinem Seelenweg eher entfernen, und kannst stattdessen deine ganze Energie auf die Ziele richten, die wirklich zu dir und deiner Seele passen. Je bewusster du mit deiner Seele in Verbindung bist und ihren Weg gehst, desto glücklicher und erfolgreicher wirst du sein. Das ist es, wonach sich alle Menschen tief im Innersten sehnen. Du hast es jetzt in der Hand.

Die Autorin schreibt vieles aus ihrer eigenen Lebenserfahrung. Als Leser muss man mit dieser „Hommage der Autorin an sich selbst“ (ich war die erste, die …) umgehen können. Doch es sind alles sehr hilfreiche Beispiele aus ihrem Leben, um das weitgehend konzeptionelle Buch insgesamt doch sehr anschaulich zu halten.

Mein Fazit: Das Buch ist ein Werkzeug für den Herz-Verstand (ein vom Herzen geführter Verstand), den Weg im engen Kontakt mit der Seele zu gehen. In diesem Sinne ist er sehr praktisch und EINFACH – auch umzusetzen. Einfach genial!

Wenn ich sage, das Buch ist sehr geeignet für eine Übergangsphase, dann meine ich damit (aus eigener Erfahrung), dass wir nach der Übergangsphase keinen Navigator IN die Seele mehr brauchen, sondern mit dem NAVIGATOR DER SEELE SELBST verbunden sind. Dann ist unser Leben aus der Seele nicht mehr indirekt (über das Konzept eines Seelen-Navigators), sondern wir können DIREKT und „konzeptionsfrei“ aus der Seele selbst leben. Eine „Übergangszeit“ dahin (den eigenen Seelenweg zu finden und ihn sicher zu gehen) ist kaum zu vermeiden. Und dafür ist das Buch super!


Der Seelen-Navigator: In 7 Schritten zu deinem wahren Lebensplan (Klick mich)

Julia Cameron: Der Weg des Künstlers

Untertitel: ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität

Wie bespricht man ein Buch, das schon ein Vierteljahrhundert alt ist und nach wie vor ein Bestseller? Was gibt es da noch zu sagen? Ich bin in der merkwürdigen Lage, meine Buchbesprechung zu rechtfertigen, bevor ich sie überhaupt begonnen habe. Das Buch ist längst entdeckt, ich brauche keinen Beitrag zu seiner Entdeckung mehr zu leisten. Vielleicht liegt der Sinn meiner Buchbesprechung darin, meine ganz subjektive Erfahrung mit dem Buch zu beschreiben.
Manchmal verwende ich in meinen Buchbesprechungen große Worte wie „Pflichtlektüre für jeden, der …“ Dieses Buch ist wirklich eine Pflichtlektüre. Weniger im Sinne eines Lehrbuches als im Sinne eines Reiseführers: Wer sich auf die Abenteuerreise seines kreativen Selbst begeben will, der ist gut beraten, das Buch als Reiseführer für den spirituellen Pfad zu nutzen, um Fallen zu entgehen und den Pfad sicher zu meistern, den Pfad des Lebenskünstlers sozusagen.

Mein Zugang und meine Erfahrung

Ich habe das Buch schon seit über 10 Jahren unberührt in meinem Regal. Jetzt hat es sich mir aufgedrängt und mich gleich auf einer „Seelenreise von Frankreich nach Deutschland zurück“ gepackt, einer Reise mit Flugzeug, Bus und Bahn. Ich habe es in vier Tagen gelesen und gleich mit den verordneten „Morgenseiten“ begonnen. Und gleich am zweiten Tag mich zum „Künstlerteffen“ verabredet. Ich habe mein ganzes Leben noch nicht so intensiv „Tagebuch“ geführt wie mit dem Lesen dieses Buches. Es ist mir alles SOFORT einsichtig. Viele Autoren, die sich im Literaturverzeichnis angibt, gehören zu meinen Lieblingsautoren: Melody Beattie, Betty Edwards, Shakti Gawain, Susan Jeffers, Ken Keys, Alice Miller, Sheila Ostrander und Lynn Schroeder, M. Scott Peck, Sanaya Roman und Duane Packer, nicht zuletzt: Anne Wilson Schaef. Ich fühle mich längst als Teil dieser Seelenfamilie.

Das Buch trifft mich zu einer Zeit, da ich mein Leben um die SEELE neu formiere:

  • Kreativität ist für mich eines der wichtigsten Facetten der Seele. Das Buch behandelt diesen Aspekt der Seele wie kein anderes.
  • Ich überarbeite meinen Workshop und meinen eKurs „spirituelles Schreiben“ in meiner Autorenschule und habe hier ein Buch in den Händen, das hohe Maßstäbe setzt, an denen ich mich selbst messen lassen will.
  • Mein eigenes Schreiben bereitet sich auf ein neues Niveau vor. Das ist das Buch, das mir diese Transformation (früher hieß es „Quantensprung“) ermöglicht.

Nach dem ersten Lesen habe ich sofort mit dem zweiten Durchgang begonnen. Ich habe mich verpflichtet, es in 12 Tagen (statt 12 Wochen) so durchzuarbeiten, dass ich das für mich jeweils Wichtigste jedes Schrittes erfasse und mir erarbeiten kann. Das geht auch! Gleich beim ersten Tag habe ich meine größte Blockade als „Schattenkünstler“ erkannt und sinnvolle Schritte zur Heilung begonnen. Gleichzeitig habe ich mir vorgenommen, in diesen 12 Tagen kein neues Buch mehr zu lesen, um meine Lesesucht zu besänftigen.

Niemandem wird es beim Lesen des Buches so ergehen wie mir. Es „trifft mich“ in einer einzigartigen Situation mit einer ganz speziellen Hilfe. Doch jeder kann mit dem Buch seinen Schatz finden, so wie ich ihn in diesem Buch gefunden habe. 

Gehe unbeirrt und geführt deinen Pfad

Wenn das Buch dir in die Hände fällt, dann hat es eine tiefe Bedeutung. Ich scheue mich nicht zu sagen: eine heilige Bedeutung. Es ist nicht nur eine Aufforderung, deinen Weg zu gehen, sondern ist auch ein Führer, ihn unbeirrt und vertrauensvoll gehen zu können. Deine Seele kann dir kaum deutlicher eine Botschaft überbringen. Mit diesem Buch bist du auf dem Pfad deiner Seele. JEDER von uns ist ein Künstler, wenn er aus seiner Seele lebt. JEDER ist ein Schöpfer, je mehr er sich mit seinem kreativen Selbst identifiziert. Das Buch ist für jeden geeignet, der in seine Seele erwacht. Du wirst deine Blockaden erkennen und lösen, deine Potenziale frei legen, das Leben leben, für das du bestimmt bist. Das Buch wird es dir nicht leicht machen, sondern die Arbeit mit ihm einfordern. Doch es wird dir Freude bereiten mit jeder Seite des Buches, die du in dein Leben integrierst. Das Buch ist nicht ohne Grund ein Bestseller. Es liegt an dir, dass es DAS BUCH deines schöpferischen Lebens wird, wie es für viele andere Menschen auch schon geworden ist. 



Julia Cameron:
Der Weg des Künstlers. Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität (klick mich)


 

In meinem wp.Seele.blog habe ich zwei Beiträge zu diesem Buch geschrieben:

  • eine kurze Buchbesprechung (> MEHR)
  • eine ausführliche Besprechung als „Seelen-Geschenke“ mit vielen Zitaten (> MEHR)

 

Heike Engel-Wollenberg: Die eigene Berufung finden

Untertitel: Positionierungsmarketing auf den Kopf gestellt.
Ein Leitfaden für Selbstständige und Gründer

Berufung und Karriere scheinen zwei Welten zu sein: Bei der Berufs-Karriere geht es darum, die Leiter schnell aufzusteigen und „Geld zu machen“. Am Ende der Karriere steht „mein Haus, mein Boot, mein Sportwagen“. Häufig allerdings auch der Herzinfarkt oder Burnout. Karriere ist außenorientiert, will Geld und Erfolg.

Berufung dagegen ist innenorientiert: Hier geht es um die Befriedigung der eigenen Seele, das Zufriedensein mit dem, was man durch seine Talente mit der Gesellschaft teilt. Jeder hat ein Potenzial und lebt es aus, unabhängig von dem, wie es bezahlt wird. Die berufene Arbeit selbst ist der Gewinn, die Zufriedenheit, die Sinnerfüllung

Das Problem: Häufig leben Menschen, die von ganzem Herzen ihre Berufung leben, in ständigen Geldnöten. Karriere oder Berufung sind eine ähnlich unglückliche Trennung (Dichotomie) wie Geld oder Liebe. Kann es ein Ausweg aus diesem Dilemma geben? Die Frage ist um so dringlicher, weil immer mehr Menschen eine sinnerfüllte Arbeit suchen. Mehr noch: Wie kann man gleich mit der Gründung des eigenen Unternehmens seine Berufung erfüllen und gleichzeitig das Geschäftskonto füllen?

Das Buch von Heike Engel-Wollenberg (mit einem richtungsweisenden Vorwort von Kurt Tepperwein) bringt diese scheinbar unversöhnlichen Seiten in eine harmonische Balance:

  • Wer von seiner Berufung fürstlich leben will, muss sich und seine Arbeit ernsthaft vermarkten. Nicht im Elfenbeinturm der Selbstverliebtheit, sondern auf dem Markt der Dienstleistungen wird Geld gemacht.
  • Interessant im Marketing ist das Positionierungs-Marketing: sich in einer klar begrenzten „Nische“ wie ein Leuchtturm zu positionieren.
  • So wird das karrieristisch orientierte Positionierungs-Marketing sozusagen „umfunktioniert“, auf den Kopf und in den Dienst gestellt für eine markt- und geldorientierte Arbeit in der eigenen Berufung.

Mehr als ein Leitfaden

Das Buch ist ein  Handbuch für Menschen, die sich nicht halbherzig selbstständig machen, sondern sofort in ihrer Berufung der Lebensaufgabe dienen wollen:

  • Es verbindet Schritt für Schritt sinnvolle mit erfolgreicher Arbeit, die auch nachhaltig ist und eine Zukunftsperspektive aufweist.
  • Nicht Probleme stehen im Vordergrund, sondern Lösungen.
  • Über die anregenden Übungen kann die eigene Lebensaufgabe erkannt und als Berufung, als Mission formuliert werden.
  • Das Buch legt großen Wert auf das Bewusstsein, lies: Weltanschauung, Philosophie, eine klar formulierte Vision (die Autorin geht dabei mit gutem Beispiel voran).
  • Der wichtigste Erfolgsfaktor ist die Persönlichkeit, die persönlicher Weiterentwicklung über die erfolgreich gelebte Berufung. Doch auch andere „Erfolgskatalysatoren“ werden genannt, vor allem das Handeln, das TUN.
  • „Scheitern“ gehört einfach dazu, um immer „gescheiter“ zu werden, aus Fehlern schnell und grundlegend zu lernen. Die Autorin geht offen und ehrlich auch mit ihrem „freien Fall“ um, macht es zu einem Lernbeispiel.
  • Das Buch bleibt immer auch spielerisch und ist sehr locker geschrieben (der Leser wird geduzt und persönlich angesprochen). Es ist gefüllt von wundervollen Weisheitssprüchen (alleine diese sehr hilfreiche Zusammenstellung ist das Buch schon wert).
  • Nicht zuletzt enthält das Buch ein sehr ausführliches Literaturverzeichnis für die Leser/innen, die noch tiefer in die Thematik eintauchen wollen.

Kurz: Das Buch der Autorin ist inhaltlich sehr umfangreich und gleichzeitig fokussiert auf das Wesentliche. Hier kommt der Autorin ihre langjährige Berufserfahrung als Heilpraktikerin und Psychotherapeutin zugute.

Mein Fazit: Das Buch ist eine neue Generation von Büchern zur Berufung. Hier wird nicht nur die Frage beantwortet, wie man seine Berufung (Lebensaufgabe, Seelenplan) findet, sondern sich auch auf dem Markt sinnvoll mit seiner Berufung positioniert, um für sich Wohlstand aufzubauen. 

Das Buch ist bestens geeignet auch für Menschen, die in einer ersten Berufs-Krise stecken, wenn die Seele streikt und zu sinnvoller Arbeit anregen will. Die Arbeit mit dem Buch kann helfen, die Berufs-Krise zu verstehen und in gelebte Berufung zu transformieren. Ja, der Weg vom Beruf zur Berufung ist auch ein Weg der Heilung. Die Autorin hat sich hat sich auf diesem Weg selbst profiliert und positioniert.

Ich bin sicher, dass Menschen im Bewusstsein ihrer Berufung genau die Hefe im Sauerteig sind, die unsere Wirtschaften zum Wohle aller transformieren werden. In diesem Sinne wünsche ich dem Buch viel Erfolg und der Autorin einen segensreichen Weg! (Kurt Tepperwein, S. 6)


 

Die eigene Berufung finden – Positionierungsmarketing auf den Kopf gestellt: Ein Leitfaden für Selbständige und Gründer (budrich Inspirited) (Klick)


 

Die Homepage der Autorin:

http://engel4success.de/

Rainer Lammers: Mein Weg zum Heiler

„Du kannst das doch auch.“

Mit diesem Satz „Du kannst das doch auch.“ beginnt das Buch im ersten Kapitel und mit diesem Satz beginnt das Resumé. Es ist das Motto des Buches. Und diese Ermutigung gilt sicher nicht nur für den Autor des Buches selbst, sondern für jeden Menschen, der das Selbstheilungs-Potenzial in sich entdeckt.

Darin sehe ich die Stärke des Buches. Ein Mann findet seine Berufung als Heiler und beschreibt die Meilensteine seines Weges. Er ist kein Heiliger oder Auserwählter, sondern könnte ein Freund aus der Clique sein. Er ist einer „wie du und ich“.

Meilensteine vom Beruf zur Berufung

Am Anfang wehrt sich der Autor auf seinem Werdegang noch, seine klar erkannten übersinnlichen Fähigkeiten für seine Berufung zu nutzen. Er will sich ein stabiles Lebensfundament schaffen. In familiären Notsituationen ist er gefordert und findet in seiner Familie Unterstützung. Er geht zunächst seinem Beruf in der Baubranche nach. Doch wenn sich die eigenen Heilungspotenziale entfalten, dann machen sie auch vor dem beruflichen Umfeld nicht halt. Der Autor wirkt auch im Beruf mit seinem Energiefeld harmonisierend. So machen ihn auch berufliche Mobbing-Situationen nur stärker und bewusster. Weiterlesen

Lutz von Werder: Spirituelles Schreiben

Das Buch ist überaus faszinierend, der Titel deutet nicht annähernd die Tiefe des Buches an. Es geht um Mystik und Schreiben. Es gibt weit mehr mystische Poesie als Rumi oder Meister Eckhart. Das Buch sucht in der modernen Literatur die Mystiker heraus und würdigt sie. Doch das Buch stellt auch heraus, dass der Urgrund des Philosophierens selbst auf die Mystik zurückzuführen ist. Auch Philosophen sind „schreibende Mystiker“. Das Buch regt aber vor allem den Leser „auf dem direkten Weg“ an, zum Schreiben zu greifen, sich schreibend selbst zu heilen und ein mystisches Erleben in Worte zu fassen.

1. Teil: Die mystische Philosophie der Moderne und die Literatur

Das Buch greift bestimmte Autoren der modernen Literatur auf, die ihre Poesie mit Mystik verbinden:

Diese Philosophie ist im Kern die Mystik – und gemäß der heutigen Zeit – die gottlose Mystik. Was macht diese Mystik so geheimnisvoll? Sie spricht im Verborgenen. Sie spricht über das, worüber sich das Schweigen breitet. Sie wird von Dichtern und Dichterinnen geschaffen, die Inspiration besitzen. Diese Mystik ist oft pan-theistisch. Die Gottheit ist unbegreifbar. Jedoch ist die Seele nicht ganz von ihr getrennt. Schon Platon, der den Orphikern und Pytagoreern anhing, kennt die mystische Einheit von Gottheit und Seele: Die unio mystica. (S. 15)

Die „gottlose Mystik“ meint entweder den Pan-Theismus (Spinoza) oder das Unpersönliche Alleine, ähnlich dem Buddhismus. Der PERSÖNLICH „Gott ist tot“, wie Nietzsche schon sagte. Doch diese EINHEIT kann mystisch erfahren werden und „Ekstatiker müssen reden, das heißt dichten“ (S. 19)

Die Philosophie hat ihren Ursprung in der intuitiven Erfahrung der Einheit, aus der alle Vielheit erspringt. Allen Vertretern philosophischer Mystik ist die Erkenntnis eigen, dass die mystische Erfahrung schwer oder gar nicht zu artikulieren ist. So sagt Ludwig Wittgenstein: „Über das Mystische kann man nur schweigen.“ Aber kein Mystiker schweigt. Es werden viele Wege gesucht, über die mystische Erfahrung doch zu sprechen. Die hauptwege heißen: Negative Theologie, um alles zu verneinen, was Seiendes ist; Stufen-Mystik, die vom Konkreten zum Abstrakten aufsteigt; Intuition, die mit einer plötzlichen Einsicht und ihrer Verschriftlichung arbeitet. Ein weiterer wichtiger Weg ist die spirituelle Poesie, das heißt mystische Literatur. (S. 18 f.)

Übrigens: „In der Moderne beginnt das Philosophieren über die mystische Philosophie bei Hegel. (S. 19) Ihm war auch RUMI (gestorben 1273) schon bekannt, über den Hegel schreibt: „Der Dichter erblickt das Göttliche in allem und gibt sein eigenes Selbst dagegen auf. Damit erweitert er sein inneres Ich und eröffnet eine schwelgerische Seligkeit.“ (S. 19) Lutz von Werder bespricht dann Heidegger, Karl Jaspers und Martin Buber als mystische Philosophen und ihren Einfluss auf die Poesie.

Eines der Kersätze des Buches, um seinen (pädagogischen) Sinn zu verstehen:

In unserem Buch kommt es daher darauf an, das Lesen und Schreiben mystischer Texte so zu präsentieren, dass sie zum Schreiben spiritueller Texte anregen. (S. 29)

2. Teil: Dichter der spirituellen Philosophie in der Moderne

Dies ist der Hauptteil. Manche Poeten sind keine Überraschung, wie Rainer Maria Rilke oder Hermann Hesse. Andere wie Bert Brecht als „marxistischer Mystiker“ eine Offenbarung. Das Buch enthält eine geniale Zusammenfassung, die ich einfach nur zu zitieren habe (S. 363 f.):

Sehen wir uns den neuen Reichtum der Bilder an, die auch in der Moderne vom All-Einen als Quelle von Allem entwickelt worden sind:

Schon Friedrich Hölderlin spricht im Sinne Spinozas vom All-Einen als Natur, die jeden Streit aufhebt.

Walt Whitman fordert das starke Ich, das selbstbewusst vor Galaxien stehen kann, weil es Teil des All-Einen ist.

Rainer Maria Rilke lehrt, dass das All-Eine ein Lied ist oder das frischer Obst, das Orpheus reicht.

Hermann Hesse zeigt: Das All-Eine ist die Aufhebung des Ichs in der ewigen Flut.

Elsse Lasker-Schüler zeigt, wie das All-Eine in allen Stufen der jüdischen Mystik immer lebendiger wird.

Gottfried Benn führt uns mit C. G. Jung zur erfahrung des Selbst im kollektiven Unbewussten, das dem All-Einen am nächsten kommt.

Bertholt Brecht will, dass das All-Eine in der Zukunft eine Gesellschaft ist, wo der Mensch dem Menschen ein Helfer ist.

Albert Camus zeigt, dass der Heilige ohne Gott ein Heiliger des zärtlichen und zugleich gleichgültigen All-Einen ist.

Jack Kerouac macht klar, das All-Eine ist die Leeere, das Nirwana.

Rose Ausländer spricht vom All-Einen als einen Kristall aus Licht.

Ingeborg Bachmann macht klar, ist die Flucht aus dem Vielen.

Für Nelly Sachs ist das All-Eine das Universum, das in ihrer Küche kniet.

Hilde Domin kennt das All-Eine als eine Rose, die Halt gibt.

Thomas Tranströmer spricht vom All-Einen der zen-buddhistischen Lehre.

Paulo Coelho erkennt im All-Einen die universelle Energie, die nie vergeht.

Peter Handke begegnet, in der Natur wanderend, dem All-Einen am heutigen Tag.

Zusammenfassend: „Dieses Schreiben verhilft zur Ekstase und zur Erleuchtung. Oder? Seitdem Gott tot ist, spricht durch die Dichter das All-Eine. Religion wird durch Mystik und Spiritualität ersetzt. Die eigene Religion ist das Produkt des eigenen kreativen Schreibens.“ (S. 364)

Der 3. Teil ist kurz und zeigt den „Grundkurs des spirituellen Schreibens des Lehers H.“

Mein Fazit: Es gibt viele Methoden zu mystischen Erfahrungen, zur Erfahrung der EINHEIT: lieben, meditieren, …. Eine „verblüffende Methode“ ist DAS SCHREIBEN. Warnte Laotse doch: Das ausgesprochene und geschriebene TAO ist nicht das wahre TAO. Doch ein Mystiker kann nicht anders, als seiner Erfahrung Worte und Schrift zu verleihen. Die mystische Poesie und die Philosophie selbst beruhen darauf. Dieses bewusst zu machen, ist ein großes Verdienst des Buches. Doch es regt auch an, das SCHREIBEN als Methode des direkten Weges zur Mystik für sich selbst zu erproben.

Bestellung bei AMAZON: Spirituelles Schreiben: Ein Praxisbuch für Einzelne und Gruppen

Paul Ferrini: Die Gegenwart der Liebe

Untertitel: Die Vollendung des Kurses in spiritueller Meisterschaft

Dies ist der dritte Band im „Kurs für spirituelle Meisterschaft“
(>> mehr zu Teil 1 und 2).
Das Buch wendet sich nun an „Lehrer, Heiler und Führer“, die sich wirklich berufen fühlen, an der Transformation des Planeten Erde teilzunehmen.
„Meine Freunde, die Zeit für eine separate, individuelle Spiritualität ist vorbei. Von jetzt an betreiben wir unsere Heilung nicht alleine, sondern miteinander.“ (S. 37)
Der „Kurs für spirituelle Meisterschaft“ ruft seine Schüler auf, selbst Lehrer, Heiler und Führer zu werden.

Viele von euch lesen meine Worte seit Jahren, aber ihr habt euch davor gefürchtet, euer Licht scheinen zu lassen. Meine lieben Freunde, eure Vorbereitungsphase ist beendet. Jetzt ist es an der Zeit, euer Licht scheinen zu lassen und die Lehre selbst zu verkörpern. Es ist Zeit aufzustehen und der Welt eure Gabe zu schenken. (S. 46)

Ja, ich fühle mich selbst angesprochen! Und ich fühle, dass das Leben mich in der Zwischenzeit (nach dem mersten Lesen des Buches) an meinen Ort der Heilung geführt hat: inmitten meiner Familie in Südfrankreich, inmitten der wilden Natur (Cévennen), inmitten eines sehr vereinfachten Lebens, inmitten von Herz und Stille.

Das Buch hat eine merkwürdige Mischung starker Poesie (ein Autor hat Paul Ferrini einmal mit Khalil Gibran verglichen) und dem Aufruf zum Handeln eines heiligen Revolutionärs: Er ruft die „Fußsoldaten Gottes“ für die „heilende Armee“ zusammen
(S. 7). Oder verwendet ein anderes Bild: „Willkommen in der Baubrigarde des goldenen Tempels. Deine Bewerbung war beeindruckend, also lass uns sehen, was du auf die Beine stellen kannst.“ (S. 12)

Dies ist die letzte Menschengeneration, der es möglich ist, voller Selbstsucht und Gier auf diesem Planeten zu leben. Es ist die letzte Generation, die in der Lage ist, die Luft und das Wasser zu verpesten. Wenn wir unsere Herzen nicht füreinander öffnen und zu guten Hütern des Planeten werden, müssen wir die allmähliche Erniedrigung und schließlich den Niedergang der Menschheit auf der Erde miterleben. (S. 8 )

Das Buch hat 3 Teile:

  1. Den Ruf hören
  2. Unsere Göttlichen Eltern
  3. Den Ruf beantworten

Teil 1: Den Ruf hören

Die „Gegenwart der Liebe“ erfahren wir – verblüffend, oder? – in der Gegenwart. Ängste dagegen kommen aus der Vergangenheit oder richten sich auf die Zukunft.
Gegenwärtig zu sein ist schon ein Teil der Heilung. Denn Liebe kann nur im Hier und Jetzt fließen.
Jeder empfängt irgendwann einen „Weckruf“. Heute ist es so, dass sich dieser Weckruf nicht nur an einzelne richtet, sondern an die ganze Menschheit. „Die Erde erlebt zurzeit ihre kollektive Kreuzigung, ihrer dunkle Nacht der Seele, und wir sind mit von der Partie. Wir werden vor die Wahl gestellt, entweder mit Angst zu reagieren oder mit Liebe.“ (S. 33)
„Wenn du willens bist, strömt die Heilung für dich und andere durch dich hindurch, und du wirst zu einem Instrument der Liebe.“ (S. 38)
„Die Botschaft der Meister“ ist, „dass das Endspiel-Szenario auf der Erde begonnen“  (S. 45) hat. Was ist das Rettende? „Das menschliche Bewusstsein ist reif für die Rückkehr zum Weiblichen. Die weibliche Essenz verkörpert die Energie der bedingungslosen Liebe.“ (S. 47) Bei allem geht es eigentlich nur im EINE Frage: „Bist du breit? Bist du breit, der Liebe die Führung in deinem Leben zu überlassen?“ (S. 52)

Die Lehrer des neuen Paradigmas ermöglichen die Heilung und demonstrieren die Lehre an ihrem eigenen Beispiel. Sie verkörpern Liebe und Akzeptanz. Sie sind kooperativ, offen und bereit, das Beste im anderen zu sehen. … Sie wissen, dass wir nie alleine heil werden und setzen sich für den Aufbau einer heilenden Gemeinschaft ein – für sich selbst ebenso wie für die anderen. (S. 55)

„Dann wirst du zum Meister. Wenn du ehrlich auf den Ruf antwortest, wird dir Herzensstärke gegeben und die erhältst die Werkzeuge, die du brauchst, um dein Lebenswerk auf Erden zu erfüllen.“ (S. 60)

Teil 2: Unsere Göttlichen Eltern

Ich kenne kein anderes spirituelles Buch, dass das Göttliche als „Göttliche Mutter“ und „Göttlicher Vater“ so klar und deutlich sieht und unsere „Göttlichen Eltern“ wieder zusammen wirken lässt. Alleine diese Rückkehr des Göttlichen als ELTERN ist überaus heilsam, der Abschied vom alleinigen „Gott Vater“. „Dies ist das Geheimnis, meine Lieben: Ihr könnt nicht zum Vater kommen, es sei denn durch die Mutter.“ (S. 73)

Der Weg der planetaren Heilung ist „die Rückkehr zum Weiblichen“. „Wir haben nicht vor, das maskuline Prinzip schlecht zu machen. … Aber zuerst müssen wir uns mit der Liebe der Mutter verbinden. Dann, und nur dann werden unsere Handlungen nützlich und heilsam für uns selbst und andere sein.“ (S. 75) Das weibliche Prinzip ist vom Urteilen zum Akzeptieren zu wechseln. Das mütterliche Prinzip akzeptiert jedes ihrer Kinder so, wie es ist.
Auf unserem Weg der Heilung ist es auch wichtig, unsere „Wunden in Bezug auf die Mutter“ zu heilen, Wunden, die aus zu wenig Mutterliebe oder übermächtiger Mutterliebe resultieren. „Wir müssen lernen, die bedingungslose Liebe und Akzeptanz der Göttlichen Mutter anzunehmen. Wir müssen lernen, uns selbst die Mutterliebe zu geben.“ (S. 88)

Deshalb müssen wir atmen, Geduld üben und wissen, dass das Küken genau dann geboren wird, wenn es soweit ist, und keine Minute früher. Wer Meisterschaft erlangen will, muss lernen, dem Prozess zu vertrauen. Er oder sie muss mit der Mutter verweilen, bis die Schutzschicht des Ego von selbst aufzubrechen beginnt. (S. 91)

„Der Geburtsprozess ist endgültig, unaufhebbar und einzigartig. Zweifel und Ängste treten beiseite und die Macht der Liebe wird manifest. Der strahlende Vogel des Geistes wird geboren und ist bereit zu dienen. Das ist der Moment, auf den der Göttliche Vater gewartet hat. Jetzt wird die Fackel von der Mutter an den Vater weitergereicht. Die Zeit der nährenden Obhut ist zu Ende. Die Zeit der Ermächtigung ist gekommen.“ (S. 92)

Während die Mutter mit Liebe und Akzeptanz zu tun hat, geht es beim Vater um Arbeit und Dienen. Die Mutter verkörpert das Sein, der Vater das Tun. Die Mutter ist das Empfängliche, der Vater das Gebende. (S. 93)

Es gibt auch Vater-Wunden, und wie bei der Mutter-Wunde auch zwei Varianten: „Menschen, denen es schwer fällt, ihr Lebenswerk zu manifestieren, sind in Bezug auf den Vater verwundet.“ (S. 102) Solche Männer bleiben im warmen Nest der „liebenden Mutter“ verstrickt. Sie ziehen „dominante Frauen“ an, die sie nie wirklich lieben können.

Um unsere Wunde in Bezug auf die übermächtige Mutter und den fernen Vater zu heilen, müssen wir die dominanten Frauen in unserem Leben auf Abstand halten und auf Männer zugehen, die uns sanft aus unserem Nest stoßen und uns lehren, unseren Flügeln zu vertrauen. (S. 106)

Unsere Heilung liegt in der „Synergie der mütterlichen und väterlichen Energien“. „Von der Mutter lernen wir, uns selbst anzunehmen. Vom Vater lernen wir, uns selbst zu verwirklichen.“ (S. 110) Und „in Jesus haben sich die mütterliche und die väterliche Energie auf außerordentliche Weise die Waage gehalten.“ (S. 111) „Die Mutter- und Vaterenergie ergänzen sich am besten, wenn wir wissen, dass wir zwar nichts erzwingen können, die Dinge aber auch nicht von alleine passieren.“ (S. 113)

Es ist nicht nur wichtig, unsere Mutter- und Vaterwunden mithilfe unserer Göttlichen Eltern zu heilen, sondern um göttliche Führung zu bitten. „Du musst tägliche fragen, in jeder Situation: ‚Gott, was wünschst du, was ich hier tun soll?‘ Fang an zu fragen, und du wirst die Führung erhalten, um die du bittest.“ (S. 116) So werden wir Diener der Liebe: „Du tauchst einfach als Instrument auf, und alles wird durch dich getan.“ (S. 119)

Teil 3: Den Ruf beantworten

Wenn wir durch die Gnade der Göttlichen Eltern geheilt sind, dann gilt es, wirklich Verantwortung zu übernehmen. „Wir müssen Verantwortung übernehmen: Für unsere körperliche,, emotionale und geistige Gesundheit, für die Gesundheit unserer Gemeinschaften und die Gesundheit unseres Planeten, auf dem wir leben.

Wir müssen vor allem „den Ruf der Kinder“ beantworten. Sie selbst ermächtigen, einen Beitrag zur Heilung des Planeten zu leisten. Wir müssen die Verbrechen an Frauen und Kindern beenden, Missbrauch jeglicher Art.

Das alte System liegt im Sterben. Es kann nicht länger aufrecht erhalten werden. Wir müssen es sterben lassen und unsere Energie darauf verwenden, eine neue Vision für das menschliche Leben auf dieser Erde zu entwickeln.  (S. 146)

„Wie unsere göttlichen Eltern sind auch wir Schöpfer. Es liegt in unserer Natur, auszudrücken, wer wir sind. Es ist unser Wesen zu teilen, zu verkünden, zu bauen. Doch wir dürfen mit dem Schöpfungsakt erst beginnen, wenn wir der Liebe erlaubt haben, in unserem Herzen Einkehr zu halten – die Dinge, die wir erschaffen, werden sonst niemandem nützen. Wenn wir schöpferisch tätig sind, müssen wir es immer nur aus Liebe tun. Wir dürfen nur erschaffen, was für uns und andere gut ist.“ (S. 162)

Mein Fazit: Für mich ist das Buch von Paul Ferrini das klarste, das tiefste, das heilsamste, das liebevollste, das prosaischste Buch, das ich von ihm gelesen habe (habe ich mich jetzt beim Werten erwischt?). Ich fühle meine tiefsten Wunden erkannt. Kein anderes Buch hat mich so tief berührt – auch in der Aufforderung, „aufzutauchen“ und loszugehen. Für vieles, was ich seit Jahrzehnten aufnehme, ist die Zeit jetzt reif! Ich fühle mich verstanden, akzeptiert, wie ich bin und geliebt. Es ist mir sehr bewusst geworden, dass ich selbst in einem „Heilungsbiothop“ lebe, Verantwortung trage und durch mein SEIN einen Ort der Liebe mitgeschaffen habe.

Ich wünsche, dass das Buch noch viele andere Menschen in diesem Sinne anspricht und wir uns auf dem gemeinsamen Weg irgendwann und irgendwo begegnen.

Bestellung bei AMAZON: Die Gegenwart der Liebe: Die Vollendung des Kurses in spiritueller Meisterschaft

Paul Ferrini: Die Gesetze der Liebe

Untertitel: In Harmonie mit der universellen Wahrheit leben

Das Buch ist der erste Teil einer ganzen Reihe von Paul Ferrini als „Kurs zur spirituellen Meisterschaft“. Die Einführung bezieht sich im Grunde auf den ganzen Kurs:
„Die in diesem Buch besprochenen zehn spirituellen Gesetze können dir helfen, dich mit deiner spirituellen Essenz zu verbinden und in Harmonie und Gleichheit mit anderen Menschen auf diesen Planeten zu leben. Jedes Gesetz verkörpert einen wichtigen Aspekt im Lehrplan des Lebens. Wenn du jedes dieser Gesetze verstehst und schließlich meisterst, erlangst du die Fähigkeit, deine Gaben zu entdecken und dein menschliches Potenzial vollständig zu verwirklichen.“ (S. 6)

Die zehn spirituellen Gesetze sind fast so etwas wie die zehn Gebote für die heutige Zeit! Diese Gesetze zu meistern, ist wirklich innere Arbeit. Überhaupt: Hier werden „Gesetze des Lebens“ zu unseren ethischen Gesetzen, nach denen wir uns richten können. (Ich gebe an dieser Stelle gleich zu, dass einige der folgenden Sätze in der kurzen Zusammenfassung bereits meine Interpretation der Gesetze sind. Es regt hoffentlich an, das Buch selbst zu lesen.)

Das erste spirituelle Gesetz: Einheit

Das spirituelle Gesetz der Einheit legt dar, dass alles, was von Gott kommt, Teil von ihm ist. (S. 9)

Wir sind „Kinder Gottes“, stehen in einem Eltern-Kind-Verhältnis zum Göttlichen und dürfen die „direkte Beziehung mit Gott“ (S. 13) wirklich beanspruchen und im Gebet verwirklichen. Unsere Wahrheit ist nur in der „heiligen Beziehung zu Gott“ (S. 15) zu finden. „Darum geht es bei jeder spirituellen Praxis. Sie ist die Vereinigung mit Gott in der Stille unseres Herzens. … Auf diese Weise gebären wir unsere Göttlichkeit.“ (S. 16)

Jeder Mensch, der mit Gott vereint ist, ist ein „Christus“.
„Denn ‚Christus‘ bedeutet: Ein Mensch, der mit Gott vereint ist.“ (S. 18)
Vom Christen zu Christus zu werden, ist der Weg der Mystiker.
Also: Finde den Christus in dir.

Das zweite spirituelle Gesetz: Gleichheit

Das zweite spirituelle Gesetz besagt, dass alle Menschen gleich sind und man nie einen Menschen auf Kosten eines anderen lieben kann. (S. 21)

Jesus war ein frommer Jude, doch er wollte das „Konzept des ‚auserwählten Volkes‘ außer Kraft setzen“ (S. 23). Es gibt keine Auserwählten oder nur „Besonderen“. Und hier der unerhörte Satz: „Jesus ging sogar noch weiter: Er erklärte, Hitler und Mutter Theresa seinen gleich. Er forderte uns auf, jeden Menschen lieben zu lernen, selbst den sadistischsten Kriminellen.“ (S. 21)

Nein, Ferrinis Kurs zur spirituellen Meisterschaft ist kein Schmusekurs! Es geht wirklich an die Substanz – mit ganz sanften, aber messerschaften Worten. Oder: „Kein Mensch ist spiritueller als ein anderer.“ (S. 25) Wir schaffen Frieden zwischen uns, wenn keiner für sich recht hat, aber jeder eine eigene Meinung haben warf. „Meine Idee ist ebenso wichtig und beachtenswert wie deine.“ (S. 29) Das sollte auch für Kinder gelten!

In der Gegenwart der Liebe löst sich jede Angst auf. Und kein Urteil kann bestehen, wenn wir uns der Praxis der Gleichheit verschreiben. (S. 32)

Das dritte spirituelle Gesetz: Spiegelung

Das dritte spirituelle Gesetz besagt, dass jeder Mensch, den wir treffen, uns etwas von uns selbst spiegelt. (S. 33)

Das Gesetz der Spiegelung scheint jedem vertraut zu sein. Doch Spiegelung meint ja, dass der andere unser „verdrängtes Selbst“, unseren Schatten spiegelt, er spiegelt unsere Bedürftigkeit, die co-abhängige Beziehung zu unseren Eltern, spiegelt das, was wir an uns ABLEHNEN. Deshalb lässt der andere uns nicht zur Ruhe kommen, im Gegenteil: irgendwann wird es wieder zum „Teufelskreis aus Angriff und Gegenangriff“ (S. 44) kommen.
Eigentlich müsste jeder erst gelernt haben, sich selbst zu lieben und zu unterstützen, bevor er eine liebevolle Beziehung zu einem anderen Menschen eingehen kann. Doch so funktioniert das Leben offensichtlich nicht. Wir brauchen den anderen, um unser verdrängtes Selbst erkennen zu können. „Ein Großteil des Sich-selbst-Kennenlernens muss also ‚innerhalb von Beziehungen‘ stattfinden.“ (S. 37)

Wir müssen darauf vorbereitet sein, im anderen „dem Teufel“ zu begegnen – und uns lieben „auf Teufel komm raus!“ Beziehungen sind eine Schule, den Ganzen „Sack voller Ängste, Sorgen, Wut, Unsicherheit und Wertlosigkeit“ (S. 39) anzuschauen und zu heilen.

Wenn du herausfinden möchtest, wie kraftvoll es ist, deine Fehler zuzugeben, fange einfach damit an. Nächstes Mal wenn du weißt, dass du im Unrecht bist, gib es zu. Entschuldige dich. Lenke ein. … Bitte um Vergebung. (S. 48 f.)

Das vierte spirituelle Gesetz: Manifestation

Im Prozess der Manifestation nehmen wir eine bislang ungeformte (nicht ausgedrückte) Energie oder Idee und bringen sie in Form (zum Ausdruck). Statt Manifestation könnte man auch Schöpfung sagen. (S. 51)

Das Ego würde gerne lernen, eine Welt zu manifestieren, die ihm zu Füßen liegt. Das vierte spirituelle Gesetz ist sozusagen eine „Zwischenprüfung“. Bücher über Manifestation sind sehr beliebt, es scheint alles ganz einfach zu sein – und oft ist genauso schnell die Schlussfolgerung gezogen: „Funktioniert nicht!“
Natürlich funktioniert das Gesetz der Manifestation, wenn es denn keine Ego-Manifestation ist, sondern eine Manifestation als Mitschöpfer, sich dem Göttlichen als Instrument zur Verfügung zu stellen.
Magisches Denken, Stolz, zu grandiose Visionen, Kontrollsucht sind solche Hindernisse. Hier können wir süchtig werden, den Boden unter den Füßen verlieren und Pseudolehrern auf den Leim gehen.

Kommen wir also zurück auf den Boden der Tatsachen. Je glamouröser deine spirituelle Praxis ist und je edler ihre Ziele sind, desto eher kann es sein, dass sie nur dein Ego füttert und die Taschen irgendeines Swamis, Hellsehers oder spirituellen Halsabschneiders auspolstert. Die Wahrheit hat keinen Preis. Sie hat kein Gesicht. Sie hat kein bestimmtes Aussehen. Sie ist nichts als Essenz. Darum ist sie auch so leicht zu übersehen. (S. 67)

Hatte ich schon erwähnt, dass die „Gesetze der Liebe“  kein Schmusekurs sind?

Das fünfte spirituelle Gesetz: Freier Wille

Das spirituelle Gesetz des freien Willens besagt, dass wir die Freiheit haben, zwischen Gut und Böse – oder wenn dir die Begriffe nicht gefallen, zwischen dem, was hilfreich ist, und dem, was schmerz – zu wählen. (S. 69)

Das Gesetz des freien Willens entscheidet, ob wir Opfer oder Schöpfer sind.

Wir haben die Wahl und wählen ständig. Die meisten unserer Wahlentscheidungen sind wohl unbewusster Art: abhängige oder zwanghafte Wahl (Suchtmuster), sich wiederholende Wahl (da werden wir zum „Gewohnheitstier“). „Als spirituelle Schüler haben wir das Ziel, alle unsere zwanghaften oder abhängigen Verhaltensweisen zu heilen. Für einige von uns bedeutet das eine umfangreiche Heilungsarbeit, die Jahre in Anspruch nehmen kann.“ (S. 72) So lernen wir, unserer Wahlmöglichkeit immer bewusster zu sein und in jedem einzelnen Fall bewusst zu wählen. Ja, wir machen Fehler und wir lernen daraus! „Freier Wille und Lernen gehen Hand in Hand.“ (S. 75)

Je mehr wir heilen und unsere Masken ablegen können, desto authentischer werden wir. „Authentische Menschen sind schwer zu manipulieren. Man kann sie nicht so leicht kontrollieren.“ (S. 80)

Beim fünften spirituellen Gesetz geht es um unsere Freiheit, zu sein, wer wir sind und darum, Entscheidungen zu treffen, die gut für uns sind. Es geht darum, uns selbst zu definieren und schlussendlich über unsere Selbstdefinition hinaus zu gehen. Es geht nicht darum, von anderen Menschen oder deren Erwartungen definiert zu werden. (S. 80 f.)

Das sechste spirituelle Gesetz: Mitgefühl

Das spirituelle Gesetz des Mitgefühls besagt, dass alle Menschen Liebe und Akzeptanz verdienen. (S. 83)

Die FAMILIE ist der Inbegriff der Verbundenheit, der Akzeptanz und der gegenseitigen Unterstützung. Was für ein Segen, wenn ein Kind in einer nährenden Familie aufgewachsen ist. Doch oft ist es so, dass die eigene Familie ein Ort des Missbrauchs und des Traumas, von Schuld und Scham ist. Das kann einen Menschen ein leblang in Abhängigkeit von Gruppen halten und ihre Macht abgeben lassen. Sie lassen andere ihre Wunden spüren.

Eine auf Mitgefühl basierende Gesellschaft unterstützt die physische, emotionale und mentale Gesundheit und das Wohlergehen ihrer Mitglieder. Auf diese Weise investiert sie kin die menschen und hilft ihnen, sich selbst zu verwirklichen.
Nur selbstverwirklichte Menschen haben der Gesellschaft, die sie ernährt hat, etwas zu geben. (S. 89)

Wir brauchen alle eine Familie.

Eine der großen spirituellen Krisen, mit denen wir es in der heutigen Zeit zu tun haben, beruht darauf, dass die Menschen ihre Familie sowie jedes Zugehörigkeitsgefühl zu etwas, das größer ist als sie selbst, verloren haben. (S. 93)

Wir sollten uns eine spirtuelle Gemeinschaft erschaffen, eine „Vertrauensgemeinschaft“ mit einer „Heil- und Vergebungskultur“ (S. 96).

Das siebte spirituelle Gesetz: Vollkommenheit

Das spirituelle Gesetz der Vollkommenheit … (hat) nichts damit zu tun, perfekt zu sein. Stattdessen hat es damit zu tun, unsere Talente und Fähigkeiten zu pflegen und sie auf die beste Weise auszudrücken, die uns möglich ist. (S. 99)

Manche sagen, wir müssten nichts ändern, es gäbe nichts in Ordnung zu bringen. Ja, in gewissem Sinne IST alles vollkommen. Das Göttliche ist nicht unvollkommen! Doch bei dem Gesetz der Vollkommenheit geht es darum, sein Potenzial vollkommen zu entfalten.

Wir machen uns nicht daran, uns zu verbessern, weil wir kaputt sind und repariert werden müssten, sondern weil wir ein sich entwickelndes Werk sind. Wir sind noch nicht, was wir sein könnten. Wir besitzen unerfüllte oder noch nicht verwirklichte Potenziale. Meisterschaft wird nur denen zuteil, die sich im Lernprozess engagieren. (S. 100 f.)

Doch letztlich ist die dadurch erreichte Fülle nicht ein Ergebnis schwerer Arbeit, sondern der Geduld und Gnade. Da wo wir uns im Einklang mit der Schöpfung vervollkommnen, da zeigt sich die Gnade, da geschehen Wunder.

… der Wille, unsere Fehler zu berichtigen, ist die Essenz der Vergebungspraxis. (S. 111)

Das achte spirituelle Gesetz: Heilung

Das achte spirituelle Gesetz betrifft die Heilung auf allen Ebenen. Es besagt, dass alles, was aus dem Gleichgewicht geraten ist, wieder in Balance kommen kann. (S. 117)

Wenn das Unheile darin liegt, aus dem Gleichgewicht geraten zu sein, dann ist das Geheimnis der Heilung, eine starke Mitte zu haben. „Je vielschichtiger dein Leben ist, je mehr du mit anderen Menschen und ihren Vorstellungen konfrontiert bist, ,desto wichtiger wird es, zu entspannen, still zu werden und auf die innere Führung zu lauschen.“ (S. 119).
Doch es geht nicht nur darum, immer wieder zu unserer Mitte zu finden, sondern Wunden wirklich zu heilen. „Jeder Mensch auf diesem Planeten hat eine primäre Wunde, und die Heilung dieser Wunde wird zur wichtigsten Herausforderung seines Lebens.“ (S. 122) Und dieses Gesetz der Heilung impliziert etwas sehr Überraschendes:

Du kannst den Sinn deiner Freude selbst wählen – den Sinn deines Lebens aber nicht. Du hast kein Mitspracherecht. Du musst ihm folgen. Du bist dazu verpflichtet. Es ist deine Gabe, und die musst du geben. … Du kannst deine Gabe nicht finden, solange du deine Wunde leugnest. (S. 125)

Ohne Heilung finden wir unsere Gabe nicht. „Alle Gaben sind Gaben der Liebe“. Heilung heißt auch, uns von „karmischer Schuld“ zu erlösen. „Das karmische Gesetz stellt sicher, dass unsere Schuld und Scham von uns anerkannt und zur Heilung an die Oberfläche gebracht werden.“ (S. 129) „Das ist ziemlich ernüchternd. Ja – ist es nicht im Grunde genau das, um was es bei wahrer Nüchternheit geht? Wirkliche Genesung von einer Sucht …“ (S. 131)

Unsere Heilkrisen und unsere Hilferufe bringen uns die Unterstützung, die wir brauchen. Sie bringen einen Freund, einen Therapeuten oder einen Sponsoren. Sie bringen uns vielleicht die therapeutische Gemeinschaft, in der andere dieselbe dunkle Nacht der Seele durchmachen. … Die Hände Gottes arbeiten überall in der Welt. Jeder, der von irgendeiner Wunde oder irgendeinem Schmerz genesen ist, kann anderen helfen, heil zu werden. (S. 133) Für alle vier Ebenen, auf denen Schmerz erfahren wird, müssen Heilhäuser eingerichtet werden. Wir brauchen Häuser für körperliche Heilung, emotionale Heilung, mentale Heilung und spirituelle Heilung. … Wir sprechen von einem Bereich fokus-sierten Bewusstseins und konzentrierter Erfahrung. (S. 135)

Das neunte spirituelle Gesetz: Individuation

Das spirituelle Gesetz der Individuation besagt, dass es jedem von uns bestimmt ist, zu werden, was er wirklich ist. Es ist unser Schicksal, unsere Essenz vollständig zu manifestieren. (S. 139)

Der Begriff der Individuation ist bekanntlich ein zentraler Begriff der Psychologie
von C. G. Jung, unsere Einzigartigkeit in unserem Leben zu verwirklichen. Auch wenn wir vom Wesen her alle gleich sind (2. Gesetz), so sind wir in unserer individuellen Ausformung doch jeder ein Original. „Um das gleich klar zu machen: Individuation bedeutet nicht, selbstsüchtig zu sein. Es geht dabei nicht um persönliche Macht. Es geht um die universelle Macht – die Macht Gottes – die sich durch einen Menschen manifestiert.“ (S. 140) „Wir geben unser Ego auf, aber nicht unsere Einzigartigkeit.“ (S. 142)

Nach dem vollendeten Individuationsprozess hat ein Mensch die Spaltung zwischen Schatten und Persona, spirituellen Erwachsenen und verletztem Kind in seinem eigenen Bewusstsein geheilt. (S. 146) Wenn du ein ernsthafter Schüler der Spiritualität bist, musst du mit der Arbeit des Loslassens und Vereinfachens beginnen. Deine Prioritäten müssen sich verschieben.
Die Neun ist die Zahl des wandernden Mystikers. (S. 151)

Das zehnte spirituelle Gesetz: Erleuchtung

Es ist schwer, über das Gesetz der Erleuchtung oder der Transzendenz zu sprechen, weil keine Worte ihm je gerecht werden können. Es muss reichen zu sagen, dass es dem letzten Schritt auf der spirituellen Reise entspricht. (S. 155)

Während die Zahl 1, oder genauer, die 01, für die Erschaffung (ADAMs) steht, repräsentiert die Zahl 10 die Wiederaufnahme des erwachten ADAM oder jeder anderen Monade oder singuläre Präsenz in die All-Einheit Gottes. Es ist eine Bewegung von der Vielfalt zurück in die Einheit. (S. 155)

„Wir befinden uns alle auf der Rückreise zu Gott. Das ist die gute Nachricht. Und es gibt noch mehr gute Nachrichten. Wir brauchen uns nicht zu beeilen. Wir brauchen nicht in Panik zu geraten. Wir müssen einfach nur einen tiefen Atemzug nehmen und genau hier, genau jetzt gegenwärtig sein.“ (S. 161) Das Tao ist die höchste Lehre auf dem Planeten. Darüber hinaus gibt es keine Worte oder Konzepte, nur unbeschreibliche Erfahrungen. (S. 165)

Alles das sind Aspekte der „vollkommenen Liebe“: die Liebe zu Gott, die Liebe zu mir selbst, die Liebe zum Nächsten, die Liebe zum Lebenspartner (von Sex war vorläufig keine Rede).

Mein Fazit: Diese Zusammenstellung ist überaus einleuchend. Wenn wir diese zehn Lektionen des Lebens gemeistern haben, ja, dann haben wir das ganze Leben gemeistert.
Was mir besonders gefällt: Hier wird nicht EIN Gesetz besonders heraus gestellt, sondern „das Ganze“ ist ein Komplex, die Zahlen-Mystik der ZEHN. Das erste Gesetz 01 (Einheit des Göttlichen) schließt sich mit dem letzten Gesetz 10 (Erleuchtung). „Dazwischen“ Schritte des erwachenden Bewusstseins und der wachsenden Liebe mit ALLEM. Ein heiliges Buch „voller Gnade“, wenn ich so sagen darf.

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Das „Vertiefungs- und Praxisbuch“ dazu

Wer die „Gesetze der Liebe“ nicht nur rein intellektuell aufnehmen will, sondern als Programm für eine spirituelle Meisterschaft, für den ist das „Vertiefungs- und Praxisbuch“ eine Pflichtlektüre; doch nicht nur als Lektüre, sondern als spirituelle Praxis über (mindestens) 10 Wochen.
Das Buch leitet an, jedes der 10 Gesetze über je eine Woche so zu praktizieren, dass sie zu einer wirklichen Tiefenerfahrung und Transformation werden.
Spirituelles Erwachen geht nicht ohne Disziplin – die für diese Übungen erforderliche Disziplin ist kaum mehr als ein Minimum;
„Exerzitien – light“ sozusagen.

Man könnte auch umgekehrt sagen: Die Existenz dieses Praxis-Buchs macht das Hauptbuch (Die Gesetze der Liebe) um so wertvoller.

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Hier das Buch zum 3. Teil
des „Kurses zur spirituellen Meisterschaft“

und >> meine Buchbesprechung dazu

Shakti Gawain: Entwickle Deine Intuition

Untertitel: Praktische Hilfen für das tägliche Leben

Intuition gilt als unser sechster Sinn. Doch kein Sinn ist in der heutigen Zeit dermaßen unterentwickelt wie unsere Intuition.
Dabei ist unsere Intuition als Kinder noch sehr ausgeprägt.
Kinder sind noch sehr „spürig“, vertrauen ihren Ahnung noch – bis sie sich dann irgendwann mehr nach den Erwachsenen richten als ihrer inneren Führung zu vertrauen.

Intuition ist in jedem Menschen angelegt. Und es bedarf nur weniger Übung, dass wir unsere Intuition wieder wahrnehmen können, immer mehr auf sie achten und unser Leben von ihr führen lassen können.

Das Buch von Sakti Gawain (2000 erstmals erschienen) macht uns wieder mit der Intuition vertraut und ist ein sehr praktisches Anleitungsbuch, die Intuition zu entwickeln.

Warum sollten Sie der Entwicklung Ihrer Intuition Zeit und Energie widmen? Ganz einfach deshalb, weil das vermutlich zum Wertvollsten zählt, was Sie überhaupt für sich tun können! (S. 11)

Das Buch ist sehr hilfreich, Intuition von ähnlichen Regungen zu unterscheiden:

  • Intuition und Instinkt
  • Intuition und mediale Fähigkeiten
  • Intuition und Bewusstheit
  • Intuition und körperliche Entspannung
  • Intuition und innere Führung
  • Intuition und Handeln bzw. „Nichts-tun“
  • Intuition und ihre Interpretation
  • Intuition und die anderen inneren Stimmen
  • Intuition und Emotion
  • Intuition in Liebe und Beruf
  • Intuition und die höhere Bestimmung (Lebensaufgabe)

Kurz: die ganze Bandbreite des Themas mit vielen meditativen Übungen.

Hilfreiche Zitate aus dem Buch

Intuition ist eine vollkommen natürliche Fähigkeit. Wir alle werden damit geboren. Kinder sind sehr intuitiv, was ihnen in unserer Kultur allerdings oft schon früh aberzogen wird. (S. 19)

Wenn wir einem echten intuitiven Gefühl folgen, entwickeln sich die Dinge in der Tegel gut (wenn auch manchmal auf ziemlich unerwartete und überraschende Weise). Wir fühlen uns energetisiert und belebt und haben den Eindruck, harmonisch im Fluss des Lebens dazugleiten. Folgen wir unserer Intuition dagegen nicht, fühlen wir uns hinterher oft etwas geschwächt, deprimiert oder betäubt. Wir haben den Eindruck, blockiert zu sein und uns ungeheuer anstrengen zu müssen, um vorwärts zu kommen. Es ist dann, als kämpften wir gegen die Strömung des Lebens an. (S. 34)

Das Verhaltensmuster, zu viel Macht an äußere Autoritäten abzugeben, verleitet manche nach persönlicher Entwicklung und spirituellem Wachstum strebende Menschen leider dazu, sich in eine übermäßige Abhängigkeit zu einem Lehrer oder Guru zu begeben. … Eine solche von Abhängigkeit gekennzeichnete Lehrer-Schüler-Beziehung kann in einem bestimmten Stadium des persönlichen Lernprozesses manchmal sinnvoll sein. Früher oder später müssen wir uns aber klar machen, dass letztlich nur unsere eigene angeborene Weisheit weiß, was wahr und richtig für uns ist. Wir müssen lernen, unserem eigenen „inneren Lehrer“ zu vertrauen, der uns mithilfe der Intuition den Weg weist. (S. 39 f.)

Unsere innere Führung gibt uns selten Langzeitinformationen. Meistens versorgt sie uns nur mit dem Wissen, das wir gerade im Moment benötigen. (S. 60)
In den meisten Fällen jedoch funktioniert unser intuitiver Sinn von Augenblick zu Augenblick, sodass wir nur genau den Informationshappen oder den energetischen Impuls erhalten, den wir momentan brauchen, um richtig zu handeln. (S. 68)

Zu den schwierigsten Aspekten bei der Entwicklung Ihrer intuitiven Führung gehört es, dass Sie lernen, Ihre Intuition von den anderen inneren Stimmen und Energien zu unterscheiden. (S. 76)

Unsere Intuition ist immer bestrebt, uns auf bestmögliche Weise in die Richtung zu führen, die uns bestimmt ist. Manchmal ist es dazu erforderlich, dass wir Dinge loslassen, an denen wir uns bisher festgeklammert haben. Dann kann es den Anschein haben, als würde unser Leben in tausend Stücke zerbrechen. (S. 79)

Je mehr Sie sich darin üben, Ihrer Intuition zu folgen, desto besser scheint sie zu funktionieren. Wenn Sie ihr dauerhaft mehr Aufmerksamkeit widmen, dringen die intuitiven Botschaften immer klarer und deutlicher in ihr Bewusstsein durch. (S. 82)

Jeder von uns kommt auf diese Welt, um Lektionen zu lernen und der Menschheit seine Gaben zu schenken. Je mehr wir lernen und uns weiterentwickeln, desto mehr wächst unsere Fähigkeit, diese natürliche Gaben zu entwickeln und mit unseren Mitmenschen zu teilen. Wenn wir unsere Intuition entwickeln, wird sie uns zur Erfüllung unserer höchsten Bestimmung in diesem Leben hinführen. Und diese höchste Bestimmung besteht, ganz buchstäblich, darin, dass wir der Welt unsere Gaben schenken. (S. 125)

Da die Intuition in unmittelbarem Kontakt zu unserer Seele und zur universellen Intelligenz steht, führt sie uns stets zu unserem höchsten Wohl und zugleich zum höchsten Wohl aller Beteiligten. (S. 135)

Mein Fazit: Wir können uns heute den „Luxus“ nicht mehr leisten, unsere Intuition unterentwickelt zu lassen. Wir sind längst an der Grenze des Rationalen angekommen, und manche sehen im kommenden Zeitalter schon das Intuitions-Zeitalter. Ohne entwickelte Intuition ist es nahezu so, also ob wir blind, taub oder stumm wären.
Das Buch von Shakti Gawain ist eine großartige Hilfe, diesen vielleicht sogar wichtigsten unserer Sinne zu erwecken und zu schärfen, um unserer inneren Führung, der Seele, folgen zu können.

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Möbius / Schache: Fragen, die das Herz bewegen

Dieses Buch gehört zum inneren Kreis meiner Lieblingsbücher.

Das Geheimnis des Buches besteht nicht darin, zu lesen, wie außergewöhnliche Menschen diese 13 Fragen beantwortet haben, sondern das eigene Herz mit diesen Fragen zu bewegen. Die Antworten anderer Menschen können eine Anregung sein. Und das Resumée (die Essenz) der beiden Autoren ist dabei sehr hilfreich.

Doch letztlich geht es darum, mit mir selbst ins Reine zu kommen, indem ich meine eigenen Antworten auf diese Grundfragen finde. Erst das macht das Buch wirklich spannend.

Die 13 Fragen:

  1. Was ist Ihr größter Traum in Ihrem Leben?
  2. Was bedeutet wahres Glück im Leben?
  3. Was ist für Sie das Wertvollste, das man nicht kaufen kann, und warum?
  4. Was sind die drei wichtigsten Tipps für dauerhafte Gesundheit?
  5. Was, glauben Sie, ist der Sinn des menschlichen Lebens?
  6. Wenn Sie wüssten, das morgen die Welt untergeht, was würden Sie heute tun?
  7. Was sind Ihrer Meinung nach die drei größten Fehler, die man im Leben machen kann?
  8. Was bietet Ihnen Trost in schweren Zeiten?
  9. Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, um fundamentale Dinge auf der Erde zu verändern, was würden Sie sich wünschen?
  10. Was kann der Einzelne zu einem friedlichen Miteinander beitragen?
  11. Angenommen, Sie treffen jemand, der zu jeder Frage die absolute Wahrheit kennt. Welche drei Fragen würden Sie ihm stellen?
  12. Welches Buch / welche Bücher haben Sie persönlich sehr beeindruckt und warum?
  13. Ihr wichtigster Ratschlag für Menschen, die auf der Suche nach einem erfüllten Leben sind?

Warum mich das Buch sehr beeindruckt hat

Es lässt mich nicht los. Ich schaue immer wieder hinein: Welche dieser Fragen bewegt mich heute? Welche neue Antwort habe ich inzwischen auf eine alte Frage gefunden?

Das Buch zeigt, dass es nicht DIE richtige Antwort für alle Menschen gibt. 32 unterschiedliche Menschen, 32 unterschiedliche Antworten.
Und das trifft auch für mich selbst zu: Meine Antworten wechseln mit der Zeit, mit meinem wachsenden Bewusstwerden.


Mein Fazit: Unser Leben sucht ständig nach ANTWORTEN. Und das hat sicher auch etwas mit VERANTWORTUNG zu tun. Es ist die Qualität unserer Antworten, die die Qualität unseres Lebens ausmachen. Doch die Qualität der Antworten ergibt sich aus der Qualität der Fragen. Das Buch führt uns an die wirklich großen Lebensfragen heran. Letztlich ist unser Leben eine Antwort auf diese Fragen. Je früher wir uns sie uns stellen, je bewusster wir mit ihnen umgehen, um so besser! Es ist ein Lebensbuch im besten Sinne des Wortes.

 

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Mihaly Csikezentmihalyi: Flow im Beruf

Untertitel: Das Geheimnis des Glücks am Arbeitsplatz

Mihaly Csikezentmihalyi ist weltweit bekannt geworden durch sein Buch
„FLOW. Das Geheimnis des Glücks“ (1990)

Vor zweitausenddreihundert Jahren kam Aristoteles zu der Schlußfolgerung, daß der Mensch vor allem Glück sucht. Glück wird um seiner selbst willen angestrebt, während jedes andere Ziel – Gesundheit, Schönheit, Geld oder Macht – nur geschätzt wird, weil man erwartet, daß es glücklich machen wird. (Flow, S. 13)

 

Kaum 3 Jahre später brachte der das Nachfolgebuch heraus „Dem Sinn des Lebens eine Zukunft geben“ (im Original: „The Evolving Self“ – 1993) mit dem anspruchsvollen Untertitel: Eine Psychologie für das 3. Jahrtausend.

Das Buch, das ich hier bespreche „Flow im Beruf“ ist erstmals 2003 erschienen, also wieder 10 Jahre später. In diesem Buch geht es nicht mehr um persönliches Glück oder Glück als Evolutionsfaktor, sondern die Entfaltung von Glück im Wirtschaftsleben, bei der eigenen Arbeit.


„Die berufliche Tätigkeit bestimmt unsere Lebensqualität in hohem Maße. Macht Sie das, womit Sie Ihren Lebensunterhalt verdienen, krank? Hält es Sie davon ab, sich persönlich weiterzuentwickelt? Schämen Sie sich dessen, was Sie an Ihrem Arbeitsplatz zu tun haben? Nur zu oft werden solche Fragen mit Ja beantwortet – und dabei müßte das gar nicht sein: Arbeit kann einen der erfreulichsten und befriedigendsten Aspekte unseres Lebens bilden. Ob sie das tun, das hängt von unserem kollektiven Handeln ab.“
(Flow im Beruf, S. 11)

 

Es ist ein in gewissem Sinne revolutionäres Buch, weil nun nicht mehr die „Gewinn-maximierung“ der Sinn eines Unternehmens ist, sondern das Erweitern des Glücks: in den Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens, für die Mitarbeiter der Unternehmen selbst.

Im ersten Teil des Buches wird der neueste Stand seiner Forschung über Flow und Glücksgefühl zusammengefasst.

Manche Leute sehen im höchsten Glückspegel – der Selbstverwirklichung – die Fähigkeit, alle dem Organismus innewohnenden Potenziale auszuleben. Es ist, als hätte die Evolution eine Sicherheitsvorrichtung in unser Nervensystem eingebaut, die uns uneingeschränktes Glück nur dann erfahren läßt, wenn wir zu hundert Prozent leben, wenn wir also die uns mitgegebene psychische und geistig-seelische Ausstattung voll und ganz nutzen. (S. 38)

Aus dieser Perspektive betrachtet, beschränkt sich das ‚gute Geschäft‘ nicht auf das Erzielen von Gewinn. Vielmehr schließt es Transaktionen ein, die tatsächlich zum Glück der Menschen beitragen, während das ’schlechte Geschäft‘ für Transaktionen steht, die dies nicht bewirken. (S. 40)

Glücksgefühle widerfahren uns nicht einfach … Vielmehr sind sie etwas, das WIR geschehen machen und das sich daraus ergibt, daß WIR unser Bestes tun. Das Gefühl des Erffülltseins, das sich einstellt, wenn und weil wir unsere Möglichkeiten ganz ausschöpfen, bewirkt Differenzierung und Weiterentwicklung. Das Aufgehen im eigenen Tun ist FREUDE UND GENUSS – das beschwingende Gefühl, ganz und gar lebendig zu sein.
(S. 56)

Es gibt 8 Merkmale, die anzeigen, im Flow zu sein (S. 63- 81):

  1. Das Ziel ist klar
  2. Die Rückmeldung kommt sofort
  3. Handlungsmöglichkeiten und Fähigkeiten entsprechen einander
  4. Die Konzentration steigt
  5. Was zählt, ist die Gegenwart
  6. Die Beherrschung der Situation
  7. Das Zeitgefühl verändert sich
  8. Das Aussetzen des Ich-Bewusstseins

Im Flow verändert sich die Rolle des ZIELS. Es ist das, was wir (ganz grob) bezeichnen als : Der Weg ist das Ziel. Alles findet sein Ziel in sich selbst, ist in sich wertvoll, ist „autotelisch“.

FLOW-Erfahrungen … vermitteln eine Vorstellung davon, was der ‚Rausch des Lebens‘ sein kann, und gegen in die Richtung eines eher seelenbestimmten Daseins. (S. 86)

Im FLOW befinden sich Fähigkeiten und Anforderungen im Leben oder im Beruf in einem optimalen Verhältnis: Wir sind sowohl konzentriert wie auch glücklich. Wir leisten unser Bestes und tun es in Freude. Davon unterschieden sich Gefühle von

  • Apathie
  • Langeweile
  • Besorgtheit
  • Entspanntheit
  • Angst
  • Kontrolle/Steuerung
  • Erregung

also sehr differenzierte Gefühle zwischen Burnout (Überforderung) und Boreout (Unterforderung). Das FLOW-Konzept ist sicher ein Ausweg daraus.

Im zweiten Teil geht es um den FLOW in Organisationen.

Hier knüpft der Autor an die Arbeitsethik von Calvin an. Demnach

war Arbeit nicht einfach etwas, das man tat, um seinen Lebensunterhalt zu sichern, sondern eine göttliche ‚Berufung‘, eine Aufgabe, die von Gott selbst erdacht worden war. …
Der großen Mehrheit ist diese Vorstellung von der Arbeit als Mittel der Heilsgewinnung heute allerdings ganz und gar fremd. (S. 134)

Der Autor thematisiert den Unterschied von Job, Karriere und Berufung. Und wie es möglich ist, Organisationen zu schaffen, in denen Menschen ihre Berufung leben können und zu Flow-Erfahrungen kommen können:

Der beste Weg, eine solche – ideale – Organisation aufzubauen, besteht darin, daß man die Bedingungen schafft, unter denen die Mitarbeiter für FLOW-Erlebnisse empfänglich werden. (S. 148)

Der Autor führt als Elemente auf:

  • das Engagement von seiten der Unternehmensführung
  • Klarheit über die Aufgaben der Organisation und aller Mitarbeiter
  • eine Kultur des Willkommenheißens von Fragen („Die einzig folgenreiche Frage ist eine Frage, die gar nicht erst gestellt wird.“ – S. 160)
  • gute Kommunikation mit Rückmeldung („Ohne Rückmeldung gibt es kein Lernen und kein Wachstum.“ – S. 176)
  • Fördern von „Learning by doing“
  • Gleichgewicht der Anforderungen und Fähigkeiten
  • Kontrolle der Tätigkeit und Zeit
  • Zurückweisung von Egozentrik

Im dritten Teil des Buches geht es um den Flow für die Menschen in Organsationen

Zu den spannendsten Themen des Buches gehören die Überlegungen des Autoren zur „Seele unternehmerischer Tätigkeit“.

So betrachtet, können wir ‚Seele‘ als überschüssige Energie ansehen, die sich in Veränderung und Transformation investieren läßt. In dieser Eigenschaft ist sie die Speerspitze der Evolution. (S. 197)

Die Seele als Speerspitze der Evolution! WOWWW!!!

Wenn Unternehmen von ‚Visionen‘ sprechen, dann beziehen sie sich in der Regel auf die Artikulierung von Seele. Anders ausgedrückt: Vision ist die Beschreibung einer Seinsform, die noch nicht existiert, die Antizipation eines künftigen Zustandsbildes der Organisation. … Vision kann also definiert werden als die antizipierte Entwicklung einer Organisation, die sich ihrer eigenen Potenziale bewusst geworden ist. (S. 198)

Wenn die Vision eines Unternehmensführers eines dieser Ziele einschließt …, dann gewinnt die Organisation selbst eine Seele.
(S. 207)

Die Organisation gewinnt selbst eine Seele! WOWWW!!!

Der Autor diskutiert den „Stoff, aus dem ‚große Seelen‘ sind:

  1. grenzenloser Optimismus und Vertrauen
  2. Integrität und Authentizität
  3. Ehrgeiz und Ausdauer
  4. Wissbegierde und Lernbereitschaft
  5. Empathie und wechselseitiger Respekt

Jede große Seele hat irgendwie ein Senundgsbewusstsein, das Gefühl, ausersehen zu sein, eine bedeutende Aufgabe zu erfüllen. Vielleicht in der Form eines Gebetes:

Also, Gott, was soll ich in dieser Inkarnation tun?
Sag mir, was mein Auftrag ist,
damit ich dir wirklich dienen kann. (S. 214)

Der Autor nennt Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit wir FLOW ins Leben / ins Berufsleben bringen:

  • wachsende Selbsterkenntnis: Wer bin ich?
  • Stärken entwickeln, eigene Möglichkeiten entdecken
  • den eigenen Platz finden
  • das eigene Bewusstsein steuern
    (durch Mental- und Bewusstseinstraining)

Die Wirtschaft ist immer ein Evolutiuonsfaktor ersten Ranges gewesen und so diskutiert der Autor am Ende des Buches, wie das Business als Evolutionsfaktor dem Glück der Gesellschaft dienen kann.

Auch die Geschäftswelt wird ihre Hegemoniestellung nicht wahren können, wenn sich heraus stellt, daß der Markt weiterhin als nichts anderes als eine Übereinkunft zugunsten der Wenigen wahrgenommen wird, die nichts zum Glück der Vielen beitragen. (S. 253)

Mein Fazit: Ich stimme mit dem Buch nicht in jedem Satz überein, doch es ist für mich ein wirklich bahnbrechendes Buch, das vielleicht grundlegendste menschliche Bedürfnis nach GLÜCK in unserem Leben zu verwirklichen

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