Linda Giese: Die Geheimnisse der Heiligen Geometrie

Untertitel: Die Sprache der Schöpfung

Kleine Einführung (3)


Aller guten Dinge sind DREI. Nachdem ich das Buch von Jeanne Ruland „Die Entfaltung der Blume des Lebens“ (2010) (> mehr) und von Andreas Beutel „Die Blume des Lebens in dir“ (2012) (> mehr) besprochen habe, kommt jetzt ein drittes und ganz aktuelles Buch von Linda Giese hinzu: „Die Geheimnisse der Heiligen Geometrie“ (2017). Das Buch hat wieder einen anderen Zugang (die Freie Ur-Energie) und stellt noch mehr den Aspekt der Heilung mit energetischen Kraftfeldern und Symbolen in den Mittelpunkt. Es behandelt das Thema noch umfassender als die ersten beiden.

Das Buch

Die Autorin geht in einer großen Gesamtschau wissenschaftlicher und philosophischer Konzepte in einer herzlichen Unbekümmertheit an, die überaus sympathisch ist. Sie zeigt Zusammenhänge auf, ohne auf Details dann im einzelnen einzugehen. Ihr Ansatz als energetische Heilerin und Künstlerin zu Heiligen Geometrie ist die Urenergie, die „Freie Energie“. Dazu gibt es mehrere Ansätze:

  • die Orgon-Energie
  • die Nullpunktenergie
  • Tachyonen
  • Biophotonen

All das erwähnt sie, wie diese unterschiedlichen Theorien jedoch selbst wieder miteinander und untereinander in Einklang zu bringen sind, das überlässt sie anderen, die sich dafür berufen fühlen. Und das finde ich sehr sympathisch! Es geht jetzt vor allem um die gesamte Vision, Einzelheiten können mit der Zeit geklärt werden.

Mir hat inhaltlich die Darstellung des Torus als pulsierende Energie besonders gefallen. Wir dürfen uns die Heilige Geometrie nicht einfach nur als schönes Bild auf einem zweidimensionalen Blatt vorstellen, sondern immer auch die dritte Dimension mit wahrnehmen, die Schwingung, die Bewegung, die Pulsation. Am Anfang allen Lebens ist der Puls, das Ausdehnen und das Wiederzusammenziehen. Als energetische Heilerin hat die Autorin diese Energiequalität in der Heiligen Geometrie besonders schön heraus gestellt.

Ihr Zugang als energetische Heilerin und Künstlerin zeigt sich vor allem darin, dass sie besonders die „Platonischen Körper“ und die Yantras (Mandala-Bilder) heraus stellt. Die Verbindung der Heiligen Geometrie mit den hinduistischen Yantras bringt noch eine besondere Tiefe in das Buch.

Die Autorin lädt uns zu einer Reise ein, „dich mit einem der spannendsten Themen in der spirituellen Arbeit zu beschäftigen“ (S. 9) und schreibt im Vorwort weiter (S. 10):

Das Wissen um die Heilige Geometrie, die Freie Energie und die Kraft der Symbole ist essentiell für das energetische Arbeiten. Im Zusammenhang betrachtet, leiten sie uns auf den Weg zu einer ganzheitlichen Erkenntnis. Meiner Ansicht nach spielen diese Themen für die friedliche Entwicklung der gesamten Menschheit eine tragende Rolle.

Alle drei Bücher über die Blume des Lebens und die Heilige Geometrie sind reichlich bebildert uns sehr ästhetisch aufgemacht. Die Bücher selbst repräsentieren in ihrer Form die Schönheit des Themas.

Das Buch der Künstlerin Linda Giese berührt den Leser in seiner Form noch einmal ganz besonders. Auch der energetische Zugang zur Heiligen Geometrie ist sehr zeitgerecht. Hier machen die „5 Jahre Altersunterschied“ zu den anderen beiden Bücher die allgemeine Bewusstseinsentwicklung deutlich. Das Buch der Autorin hat eine gute Chance, die Blume des Lebens und die Heilige Geometrie aus einem „Nischen-Bewusstsein“ heraus zu heben und größeren Kreisen zugänglich zu machen. Nicht zu vergessen: Das Buch hat einen sehr umfangreichen Anhang an Quellennachweisen und Anmerkungen. Es lädt damit zur Vertiefung des Themas ein. Mir fällt besonders auf, dass die Quellenverweise nicht einfach nur Bücher sind, sondern ganz im Sinne der Neuen Medien auf Internet-Seiten und YouTube-Videos verweisen – auf der Wellenlänge der jungen Generation.


 Linda Giese:
Die Geheimnisse der heiligen Geometrie: Die Sprache der Schöpfung
(Klick mich)


 

Andreas Beutel: Die Blume des Lebens in dir

Kleine Einführung (2)

Andreas Beutel vom Pythagoras-Institut in Dresden ist sicherlich in Deutschland DER EXPERTE für die Heilige Geometrie und die Blume des Lebens. Nun ist auch von seiner Seite nahezu im gleichen Format wie das Buch von Jeanne Ruland (> meine Rezension) ein kleines Taschenbuch (A6) zur Blume des Lebens erschienen. Obwohl es beiden Autoren um DAS EINE geht, sind beide Bücher grundverschieden, kaum zu vergleichen. Der Zugang zum gleichen Thema könnte in der Darstellung kaum unterschiedlicher sein. Doch genau das macht den Vergleich zwischen beiden Büchern so faszinierend: ein Thema – zwei so unterschiedliche Zugänge. Ich bin geneigt von einem weiblichen Zugang über die eigene bewusstseinserweiternde Erfahrung und einem männlichen Zugang über ein faszinierendes Wissen zu sprechen.

Das Buch

Das Buch von Andreas Beutel ist sehr wissenschaftlich-philosophisch gehalten. Es gibt einen Einblick über all die Zusammenhänge der „Logik der Schöpfung“ aus der Sicht der Heiligen Geometrie. Es liest sich spannend wie ein Krimi. Und am Ende gibt es wirklich ein paar verblüffende Auflösungen von Rätseln wie „die Quadratur des Kreises“.

Bei Andreas Beutel beginnt alles (die Schöpfung) in der Dunkelheit. Die ersten sechs Lichtstrahlen der Schöpfung erschaffen vom Mittelpunkt aus den Raum: nach oben, nach unten | nach rechts, nach links | nach hinten, nach vorne. Das göttliche Bewusstsein bewegt sich durch das Licht vom ersten Kreis der Dunkelheit in den zweiten Kreis der Helle. Das berühmte „Vesica Pisces“ (Fischblase) ist erschaffen, die Schnittmenge zweier Kreise, der Bezug zum Yin-Yang-Symbol ist offensichtlich.

Themen, die das Buch zusammen bringt:

  • die Mysterienschulen und die Heilige Geometrie
  • der lichtvolle Raum-Oktaeder mit einer ihn begrenzenden „Membran“
  • die Omnipräsenz des „Vesica Pisces“ in unserem Körper und in der Natur
  • die Zahl 3 als stabile „Tribüne“ für die Schöpfung
  • der Torus als universelles einheitliches Feld
  • die Saat und das EI des Lebens und die Embryologie
  • die Entfaltung der Ei-Struktur in Farbe, Musik, Chemie, dem chinesischen I Ging
  • die Blume und der Baum des Lebens mit 10 Kreisen / Kugeln wie in der Kabbala und den 22 Linien (an die „große Arkana“ des Tarot erinnernd)
  • die Frucht des Lebens und der Metatron-Würfel
  • die Platonischen Körper
  • der goldene Schnitt (die Zahl Phi) und seine Omnipräsenz
  • die Fibonacci-Reihe
  • das unendliche Netz der Blume des Lebens und die Mer-Ka-Ba
  • die Illusion der Wahrnehmung
  • die Quadratur des Kreises

Es ist kaum zu fassen, dass diese Thematik in ein kleines Büchlein von kaum mehr als 100 Seiten passt. Andreas Beutel ist es gelungen. Es kommt mir vor wie die Grundthesen einer spirituellen Wissenschaft basierend auf der Heiligen Geometrie.

Wenn man in die Thematik der „Blume des Lebens“ eintauchen will, dann empfehle ich unbedingt beide von mir besprochenen Bücher zu lesen, das von Jeanne Ruland (> Link) und das von Andreas Beutel. Es ist wie ein Paar und „als Paar“ für sich wieder sehr symbolträchtig.


Andreas Beutel:

Die Blume des Lebens in dir (Klick mich)


 

Jeanne Ruland: Die Entfaltung der Blume des Lebens

Untertitel: Praktische Anwendung und neue Zugänge

Kleine Einführung (1):

Die Entdeckung der „Blume des Lebens“ ist für mich selbst ein Schlüssel, wie geistige Mächte in unser Leben durch hohes Wissen und Förderung des Bewusstseins eingreifen. 

Der amerikanische spirituelle Lehrer Drunvalo Melchizedek ist vor mehr als 40 Jahren durch ein hohes Geistwesen (Thot) auf die Existenz dieser „Blume des Lebens“ per „Channeling“ aufmerksam gemacht worden. Drunvalo hat darauf hin viele Studien unternommen und die ganze „Heilige Geometrie“ enthüllt. Seitdem gehört dieses Symbol zu den zentralen Mustern, die die Logik der Schöpfung symbolisch verständlich machen. Das ist „Atlantis-Wissen“, an das wir uns mit Hilfe der geistigen Welt wieder erinnern können.

Das Buch:

Das Buch von Jeanne Ruland gehört zu den vielen inzwischen veröffentlichten Büchern, die die Blume des Lebens „populär“ machen. Die Stärke dieses Büchleins liegt darin, eine sehr praktische Einführung  über die Blume des Lebens zu eigenen Bewusstseinserweiterung zu bieten. Die Sphären der Schöpfung werden erfahrbar; wir erinnern uns, „wie Schöpfung geht“. Der Sinn der ersten sieben Kreise (der innere und 6 äußere) wird Kreis für Kreis und Schritt für Schritt mit vielen Übungen und Meditationen erschlossen. Man ist beim Lesen fasziniert, wie wir uns durch eigene Erfahrung in die Ordnung, Symmetrie und Harmonie der Schöpfung neu einschwingen. Damit wird die Blume des Lebens als Schlüssel für das eigene Schöpferdasein benutzbar.

Ich kann der Autorin nur zustimmen, wenn sie gleich im Vorwort schreibt:

„Mit diesem Büchlein möchte ich Ihnen … neue Impulse geben, mit deren Hilfe Sie ihr Leben neu ordnen und gestalten können. Sie erfahren, wie Sie die Blume des Lebens entfalten und so vom Opfer zum Schöpfer werden können. … Die Heilige Geometrie ermöglicht uns einen anderen Zugang zur Quelle, zu Gott, zur Einheit und zum Einssein mit allem. …   Nicht Gott muss zu uns kommen, denn wir sind es, die sich der Einheit wieder zuwenden müssen. Durch die Arbeit mit der Heiligen Geometrie können Dinge in ihre ursprüngliche Harmonie zurückgebracht werden, und wir können so Kraft, Heilung, Gesundheit und Frieden auf allen Ebenen des Seins erlangen. (S. 7-8)

Mein Fazit: Das Buch gehört zu den kleinen geistigen Schätzen, die im Leben viel verändern können. Ich denke dabei an den anderen Schatz von Doreen Virtue „Wie oben so unten“, die auch von Thot gechannelt und die 7 Grundgesetze des Lebens enthüllen (> Meine Buchbesprechung). Ich kann dieses Buch von Jeanne Ruland nur jedem empfehlen, der sich von der Schönheit und Harmonie der Schöpfung ergreifen lassen und in sich selbst wie eine Blume zu Entfaltung kommen lassen will. Auch junge Menschen (Pubertät aufwärts) werden schon einen leichten Zugang zum Büchlein und zur Blume des Lebens in sich und in der Welt finden.


Die Entfaltung der Blume des Lebens – Praktische Anwendung und neue Zugänge – (neue Auflage) (Klick mich)


 

Diana Cooper | Tim Whild: Der Aufstieg von Erde und Menschheit

Untertitel: Kosmische Schlüssel für dein Leben in der fünften Dimension

Das Buch richtet sich an ganz besondere, alte Seelen: Menschen, die sich daran erinnern können, erleuchtete Seelen auf Atlantis gewesen zu sein. Unter den Esoterikern nennt man sie „Lichtarbeiter“. Das Buch will ihre Erinnerung an diese höheren Dimensionen erwecken.

Damals (vor über 10.000 Jahren) haben sie eine Ausbildung auf Atlantis gemacht, die für den heutigen Aufstieg der Menschheit ins Goldene Zeitalter des Wassermann sehr hilfreich ist. Die Autoren erwarten, dass die Menschheit bis ins Jahr 2032 den Aufstieg bis in die 5. Dimension erreicht hat. Die Atlander haben bereits in dieser 5. Dimension gelebt, die heutige Menschheit ist in ihrem Bewusstsein weitestgehend noch in der 3. Dimension gefangen (die nur oberflächlich-grobsinnliche Wahrnehmung der Wirklichkeit). Die Autoren glauben, dass jetzt viele alte Seelen inkarniert sind, deren Aufgabe es ist, diesen Aufstieg der Erde und Menschheit jetzt zu vollziehen. Das Buch soll sie an ihre Aufgabe und ihr verborgenes Wissen erinnern. [Es ist ist sicher auch kein Zufall, dass die Wissenschaft heute dabei ist, das Rätsel zu lösen, wo Atlantis gelegen hat und warum es untergegangen ist. Favorisiert ist das Gebiet um die heutige griechische Insel Santorin, dem Rest einer gewaltigen Vulkaneruption einige Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung, Anmerkung JS]

Meister Kuthumi als neuer Weltenlehrer

Lichtarbeiter wissen um „Aufgestiegene Meister“. Gemäß der Autoren hat Meister Kuthumi (inkarniert beispielsweise als Pharao Tutmosis III, Pythagoras, Franz von Assis, Shan Jahan, Erbauer des Tadsch Mahal) jetzt die Führung als Weltenlehrer übernommen. Er hat schon als irdische Inkarnation Mysterienschulen gegründet und bietet eine solche Mysterienschule der Ätherischen Welt für Menschen an, die Meisterschaft und Erleuchtung erreichen wollen.

Das Buch bietet an, das erweiterte 12-Chakren-System zu aktivieren und dann die 12 Hallen des Lernens von Kuthumi zu durchlaufen. Die Lektionen sind: Ausgeglichenheit, Glückseligkeit, Einsichten in die Kristalltechnologie, Wahrheit, verborgene Codes, bedingungslose Liebe, höhere Wahrnehmung, umfassende Einheit, freudvolles Dienen, höhere Dimensionen, das göttlich Weibliche, das neundimensionale Meisterlicht.

Weitere Hilfen großer Meister

Das Buch stellt auch die Schulungsabteilungen anderer Aufgestiegenen Meister und Meisterinnen dar, die spezielle Lektionen übermitteln wie Meister Wuslu, Saint Germain, Jesus, Mutter Maria, Maria Magdalena, Lady Nada, Theresa von Avila und andere. Auch die Hilfen aus dem Reich der Einhörner und Drachen wird dargestellt.

Mein Fazit: Das Buch ist sicher etwas für „Eingeweihte“, die es ernst meinen mit der Entfaltung ihrer Meisterschaft und Erleuchtung, sich berufen fühlen, ihren Beitrag als „Alte Seelen“ zur Anhebung der Schwingung des Planeten Erde in den nächsten Jahren zu leisten. Das Buch ist eine Art Lehrplan für diesen Weg. Es enthält viele Übungen zu den einzelnen Lektionen. Mich selbst hat es wie magisch angezogen, vieles in dem Buch Angesprochene habe ich wiedererkannt (meine besondere Affinität zu Pythagoras, Mutter Maria, Jesus, Maria Magdalena, Franz von Assisi).

Die Berufenen werden dieses Buch finden.


 

Der Aufstieg von Erde und Menschheit: Kosmische Schlüssel für dein Leben in der fünften Dimension (klick mich)


 

Monnica Hackl: Kraftquelle Ahnen

Untertitel: Wie wir uns mit den Vorfahren versöhnen und ihren Schutz und Beistand gewinnen


Wir sind uns heute bewusst, dass die meisten Krankheiten ihre Ursache in der Seele und im Geist haben, sich diese Konflikte im Körper nur als Symptome ausdrücken. Für diese seelisch-geistige Sichtweise liefert die Autorin noch eine ganz andere, weitgehend unbedachte Dimension: unsere seelische Verbundenheit zu unseren Ahnen, die Seele Verstorbener. Mehr noch: Manche Krankheiten oder Belastungen sind gar nicht anders zu verstehen und auch nur auf dieser Ebene der Ahnen zu heilen. Der bewusst gesuchte Seelen-Kontakt zu unseren Ahnen kann uns stärken (Wir sind Zwerge, die auf den Schultern von Riesen stehen), aber auch belasten, wenn wir diese seelischen Beziehungen nicht geklärt haben.

Der erste Teil des Buches macht diesen Zusammenhang so eindringlich bewusst, dass es unmittelbar einleuchtend ist, dass eine ganzheitliche Heilung der Seele die – wie die Autorin es nennt – „Stammbaumheilung“ einschließen sollte.

Und so leben auch die verstorbenen Ahnen weiter, allerdings nicht in der stofflichen Form, die wir kennen, sondern eher in einer energetischen, feinstofflichen. Seit alters her sprechen die Menschen daher von den Verstorbenen nicht unbedingt als Toten, sondern als Seelen. (S. 20) …

Wenn wir uns mit ihnen versöhnen und uns gut mit ihnen stellen, geben sie uns beinahe so etwas wie eine Garantie für ein glückliches und erfolgreiches Leben. (S.12)

So wie wir eine „Renaissance der Seele“ erleben, so auch all der Themen, die mit der Seele zusammen hängen, damit auch einen neuen Zugang zu unseren Ahnen und: einem immer populärer werdenden seelischen Heilungsweise, die sich diesem Thema verschieben hat: dem Schamanismus (die Autorin ist eine schamanische Heilerin aus Süddeutschland).

Techniken der „Stammbaumheilung“ (ab S. 88)

Während einer schamanischen Reise hat die Autorin eine unangenehme Beziehung zu einer Verwandten mit einem Geistführer klären können. Sie hat dieses Ritual dann so weit modifiziert, dass es auch ohne lange schamanische Ausbildung für jeden praktikabel ist. Es bedarf dazu eines feinfühligen Menschen (der „Schamane“), eines Klienten und 2 bis 3 Helfer, die dieses Ritual gemeinsam durchführen. Genaue Beschreibung im Buch S. 95 – 104

Die tiefe Bedeutung des Rituals erklärt die Autorin mit den Worten einer befreundeten Ärztin:

Durch dieses Ritual wird all die Liebe wieder zugeführt, die einem Menschen verweigert worden ist. (S. 108)

Dieses Ritual steht im Mittelpunkt, doch die Autorin beschreibt noch weitere Hilfen:

  • „Die heilige Magie der Säulen und Pfeiler“ von z.B. gotischen Kirchen
  • Andere Seelen intuitiv „erspüren“
  • Eine (selbst initiierte) schamanische Reise durchführen
  • Eine Begleitung von professionellen Schamanen selbst
  • Die Seelenreise zu den eigenen Kindern
  • Die schamanische Arbeit mit dem Zellgedächtnis
  • Die Stammbaumheilung (nach Dr. Kenneth MacAll)
  • Die Arbeit mit den magischen Pflanzen der Schamanen
  • und nicht zuletzt: „Selbst zu guten Ahnen werden“

Zur Bedeutung dieser Heilung der Seelenbeziehung zu den Ahnen schreibt die Autorin:

Meiner Erfahrung nach ist es nur ein- bis zweimal im Leben nötig, diese Zeremonie zu zelebrieren. … Ein bis zwei tief greifende schamanische Behandlungen im Leben verändern die seelische Konstitution so positiv, dass es wieder möglich wird, gestärkt durchs Leben zu gehen und auch schwierige Probleme unbeschadet zu überstehen. Psychologen würden dazu sagen, dass der Betreffende eine gesunde Resilienz aufbauen konnte. Der Begriff bedeutet die seelische Widerstandskraft, Krisen zu überstehen, und die Eigenschaft, trotz widriger Ereignisse seinen Lebensmut zu behalten. (S. 109)


Mein Fazit: Was mich an dem Buch vielleicht am meisten fasziniert ist die Leichtigkeit, mit der die Autorin das Thema behandelt. Es gibt dort keine großen „esoterischen Geheimnisse“ oder „wilde schamanische Praktiken“. Alles ist unaufgeregt dargestellt, so dass jeder einen leichten Zugang zur Thematik bekommen kann und angeregt ist, die verblüffend einfachen Heilungstechniken „einfach“ einmal auszuprobieren. Nicht zuletzt machen viele unglaubliche „Fallgeschichten“ das Buch so lebendig, dass man den Eindruck bekommen kann, die Ahnen schauen einem beim Lesen über die Schulter. Das Buch schafft einen leichten Zugang zu einer sehr vernachlässigten Welt, deren Heilung so bedeutsam sein kann. Wunder-voll!


 

Kraftquelle Ahnen: Wie wir uns mit den Vorfahren versöhnen und ihren Schutz und Beistand gewinnen (Klick mich)


 

Hasselmann/Schmolke: Junge Seelen – alte Seelen

Untertitel: Die große Inkarnationsreise des Menschen

Das Buch ist wohl das vorläufig letzte und der Höhepunkt eines Lebenswerkes von Varda Hasselmann und Frank Schmolke: die Entwicklung eine ganze Buch-Reihe über das Wesen der menschlichen Seele, publiziert in einem Zeitraum von etwa 20 Jahren über acht Bücher (ohne die Romane).

Es ist für mein Verständnis das beste und umfassendste einer „neuen Seelelehre“, die wir Menschen so dringend brauchen. Und es ist überhaupt kein Wunder, dass diese Lehre aus der „Kausalen Welt“ (ein hoher Bereich der „Geistigen Welt“) übertragen („gechannelt“) wird: Aus keiner anderen Perspektive ist die Größe der menschlichen Seele zu übersehen wie aus der kausalen Welt, weil sie bis in diese Sphäre hineinreicht.

Die Autoren vermuten, dass es 500 Jahre dauern kann, bis diese Lehre die ganze Menschheit erfasst hat. Ich will von mir auch nicht behaupten, dass ich alles „verstanden“ hätte (was für eine Anmaßung wäre dies!). Doch ich weiß wohl, dass ich bisher nichts Umfassenderes gelesen habe – und mein eigenes Denken über die Seele hier mehr als genügend Raum findet.

Die letzte große Seelenlehre in unserem Kulturkreis ist aus meiner Sich die von Pythagoras (von ca. 2.500 Jahren), die aber nur sehr bruchstückhaft überliefert ist. Für mich ist die Buchreihe der Neuen Seelenlehre von Hasselmann/Schmolke eine wunderbare Brücke zu Pythagoras zurück und für diesen Zeitraum menschlicher Evolution in der Größe angemessen. Ich glaube, wir können aus dieser Neuen (und alten!) Seelenlehre heraus vieles besser verstehen.

Die Struktur des Buches:
5 Seelenalter mit 35 Inkarnations-Stufen

Grundsätzlich sind Seelen unterscheidbare Energie-„Körper“. Das Besondere an uns Menschen ist, dass unsere Seele einen individuellen Aspekt hat, wir unsere „In-Dividualität“ über die Inkarnationen hinweg nicht verlieren. Der Mensch (als homo sapiens sapiens) ist ca. 40.000 Jahre alt. Wir müssen in diesem „Inkarnationszeitraum“ denken – und vielleicht leben Menschen „der ersten Generation“ noch unter uns, natürlich als sehr alte und nahezu königliche Seelen. Und selbst wenn es „nur“ Menschen der letzten 2.000 Jahre wären! Wir müssen uns bewusst sein, dass wir in der Welt der Seelen mit diesen „Seelen-Zeiträumen“ rechnen müssen.

Das Buch unterscheidet 5 Inkarnationsalter:

  • die Säuglings-Seele
  • die Kind-Seele
  • die Junge Seele
  • die Reife Seele
  • die Alte Seele

Jedes Seelen-Alter kann in 7 universelle Grundenergien differenziert werden (ich verwende hier die Adjektive statt der Berufe, also „heilend“ statt „Heiler“; ich denke, es beschreibt die Qualität einer Energie besser als ein kulturell misszuverstehender „Beruf“ wie Heiler oder gar König):

  • Energie 1: heilend
  • Energie 2: künstlerisch
  • Energie 3: kriegerisch
  • Energie 4: gelehrsam
  • Energie 5: weise
  • Energie 6: priesterhaft
  • Energie 7: königlich

Eine Säuglings-Seele geht dann 7 Inkarnationsstufen durch, bis sie zu einer „Kind-Seele“ wird:

  • Säugling 1 (lies: Säuglings-Seele mit der dominierenden Grundenergie 1 = heilend)
  • Säugling 2 (lies: Säuglings-Seele mit der dominierenden Grundenergie 2 = künstlerisch)
  • und so weiter

Zu Ende gedacht ergibt das 35 Inkarnationsstufen (5×7). Die Autoren differenzieren noch weiter: Jede Inkarnationsstufe hat in der Regel ein Früh-, Mittel- und Endstadium, so dass wir rein rechnerisch auf 105 Inkarnationsstadien kommen (35×3). Das ist schon eine „Hausnummer“, mit der wir die Inkarnation von menschlichen Seelen über Jahrtausende „klassifizieren“ können. Das Buch enthält Beispiele von Persönlichkeiten von „Jung 1“ (lies: Junge Seele mit der Grundenergie 1) bis „Alt 7“ (lies: Alte Seele mit der Grundenergie 7), also wie Paris Hilton (S. 534) bis Jesus und Sokrates (S. 539).

Was mich besonders beeindruckt hat:

Das ist natürlich abhängig von meinem Bewusstseinsstand und ganz subjektiv:

  • Dass der Menschen ein „Kind von Mutter Erde und Vater Himmel“ ist, hat für mich eine neue Bedeutung bekommen: Die Evolution von Mutter Erde hat uns KÖRPERLICH zum „homo sapiens“ geführt. Das ist unser (beseelter!) Mutter-Anteil. Wenn diese Wesen sich dann mit einem väterlichen Seelenvolk (Energie 2) vom Himmel verbunden haben, dass ist das eine Hochzeit von Mutter Erde und Vater Himmel, irdischer und himmlischer Seele, die uns Menschen als „homo sapiens sapiens“ hervorgebracht hat. „Die Seele“ ist also nicht einfach nur weiblich: sie ist weiblich in ihrem mater-ialistischen Aspekt (die „Mater“), sie ist männlich in ihrem himmlischen Aspekt.
  • Endlich auch eine für mich schlüssige Erklärung, warum der Neandertaler ausgestorben ist:  Es war eine Verbindung von Frühmenschen mit einem anderen Seelenvolk, das ihre Mission offensichtlich erfüllt hat.
  • Alleine die Unterscheidung zwischen menschlicher und tierischer Seele im Anhang des Buches lässt wissen, dass wir das Thema SEELE nicht „anthropozentrisch“ mit der „menschlichen Seele“ identifizieren dürfen, und erahnen, dass DIE SEELE ein noch viel umfangreicheres FELD letztlich ALLER ENERGIEN ist. Denken wir nur beispielsweise an „die Seele der Galaxien“ oder „die Seele der Universen“ (auch jenseits des uns bekannten). Das bedeutet: Das Buch (die ganze Buchreihe) ist KEINE „universelle Seelenlehre“, sondern „nur“ eine Lehre der menschlichen Seele auf dem Planeten Erde. Das ist doch schon „allerhand!“.
  • Was ich an dem Buch vielleicht nach dem ersten Eindruck am meisten bewundere (ich habe es noch lange nicht „verdaut“), ist die feinsinnige Sprache und die Sprache der angemessenen Analogie: Wir müssen uns beim Lesen des Buches immer gewusst sein, dass hier (mindestens 35) unterschiedliche Energiequalitäten in Sprache ausgedrückt („verbalisiert“) werden. Man darf beim Lesen des Buches nicht an der Oberfläche der Worte bleiben, sondern muss die Energiequalität dahinter (über-) sinnlich erfahren. Dass dies so gut gelingen kann, ist schon Ausdruck einer hohen Qualität des Buches! Das Buch ist in diesem Sinne „energetisch packend“!

 

Mein Fazit: Ich kann nur Bewunderung für dieses Buch (und die ganze Buch-Reihe) zum Ausdruck bringen und bin dankbar, dass uns diese neue Seelenlehre in der turbulenten Zeit der menschlichen Evolution und Geschichte als Orientierungsrahmen vor liegt.

Ich will zustimmend die letzten Worte zitieren: „Versucht, das Gesagte zu verstehen, bevor ihr tiefer und gegebenenfalls mit anderen Methoden in diese Zusammenhänge eindringt.“ (S. 526)

Mich selbst hat das Buch um Meilensteine voran gebracht. Es wird alle Seelen erreichen, die jetzt reif dafür sind und unser Wirken koordinieren.


 

Junge Seelen – Alte Seelen: Die große Inkarnationsreise des Menschen (klick mich)

Angelika Gulder: Der Seelen-Navigator

Untertitel: In 7 Schritten zu deinem wahren Lebensplan

Das Buch gefällt mir sehr gut! Ich kann vieles aus meinem eigenen Seelenweg bestätigen. Mehr noch: Es hätte mir das eine und andere erleichtert, wenn ich das Buch schon vor 5 Jahren hätte lesen können.


Das Buch spricht Leser in einer bestimmten „Übergangsphase“ an, Menschen, die nicht mehr im Ego-Leiden verstrickt sind, sondern ihr Leben so weit in Ordnung gebracht haben, so dass sie jetzt frei sind, ihre Potenziale (aus der Seele) bewusst leben zu können. Vielleicht ist es besonders für „Erdenengel“ gedacht (die Autorin schätzt, dass dies 10% der Menschheit sind), also Menschen, die als Engel auf der Erde inkarniert sind, um der Menschheit zu helfen, diese kritische Phase in der Evolution schöpfungsgerecht zu transformieren. Hier hilft das Buch sehr, auf seinen Seelenweg und seine Bestimmung zu kommen, ohne noch große Umwege gehen zu müssen. Es ist nicht nur für Erdenengel gut, dass es dieses Buch gibt!

Das Buch ist sehr praktisch orientiert, keine „Lese-“ , sondern ein Arbeitsbuch.

Der erste Teil „Die Geistige Welt“ ist zwar ein „theoretischer Teil“, führt in das Wissen ein, das unbedingt notwendig ist, um sich im großen Raum der Seele orientieren zu können. Er ist eine grobe Orientierungshilfe für den „Sternenhimmel“ von „Grundannahmen“ bis zu „Seelenfamilien“. Es geht nicht um eine philosophisch untermauerte „Seelenlehre“, sondern ein grobes Zurechtfinden im Raum der Seele.

Der zweite Teil „Der Seelen-Navigator“ präsentiert ein in sich schlüssiges Konzept, seinen Seelen-Navigator zu finden, um bei den großen Entscheidungen des Lebens sich von der Seele führen zu lassen. Die Autorin konzentriert sich dabei auf Methoden, die schnell zielführend sind wie die Kombination aus Numerologie, Tarot und die Stadien einer mythologischen Heldenreise.

Am Ende dieses „Durcharbeitens“ (das vielleicht nur einmal im Leben in dieser Tiefe notwendig ist und dann nur noch modifiziert werden muss) steht das Selbst-Bewusstsein über:

  1. die eigene archetypische Seelenrolle (von insgesamt sieben) „über alle Leben hinweg“
  2. die archetypische Seelenrolle für das jetzige Leben (aus denn 22 Themen des Tarot numerologisch berechnet)
  3.  die Formulierung des eigenen Genius (sein „Schöpfungsgeist“) in wenigen Sätzen (Was kann ich in meiner Kreativität am besten?)
  4. Die Formulierung der eigenen Berufung in wenigen Sätzen
  5. Die noch anstehenden 5 Hauptaufgaben („Big Five“) der Seele für den Rest dieser Inkarnation
  6. die Lernaufgabe in dieser Inkarnation zu verstehen (Welche Schattenthemen sind zu erleuchten?) und
  7. den so gefundenen „Seelen-Navigator“ in den Alltag zu integrieren.

Der dritte Teil „Den Weg der Seele gehen“ gibt noch drei wesentliche Hilfen mit auf den Weg:

  • Erkenntnisse in Ziele umwandeln
  • die Visualisierung des Seelen-Navigatore (Bild-Collagen)
  • die geistige Welt um Hilfe bitten (Meditationen)

Die Autorin schreibt über ihren Seelen-Navigator (S. 177 f.):

Alles, was du dir vornimmst, kannst und solltest du mit deinem Seelen-Navigator vorab überprüfen. So verhinderst du, dass du Ziele verfolgst, die aus dem Ego stammen und dich von deinem Seelenweg eher entfernen, und kannst stattdessen deine ganze Energie auf die Ziele richten, die wirklich zu dir und deiner Seele passen. Je bewusster du mit deiner Seele in Verbindung bist und ihren Weg gehst, desto glücklicher und erfolgreicher wirst du sein. Das ist es, wonach sich alle Menschen tief im Innersten sehnen. Du hast es jetzt in der Hand.

Die Autorin schreibt vieles aus ihrer eigenen Lebenserfahrung. Als Leser muss man mit dieser „Hommage der Autorin an sich selbst“ (ich war die erste, die …) umgehen können. Doch es sind alles sehr hilfreiche Beispiele aus ihrem Leben, um das weitgehend konzeptionelle Buch insgesamt doch sehr anschaulich zu halten.

Mein Fazit: Das Buch ist ein Werkzeug für den Herz-Verstand (ein vom Herzen geführter Verstand), den Weg im engen Kontakt mit der Seele zu gehen. In diesem Sinne ist er sehr praktisch und EINFACH – auch umzusetzen. Einfach genial!

Wenn ich sage, das Buch ist sehr geeignet für eine Übergangsphase, dann meine ich damit (aus eigener Erfahrung), dass wir nach der Übergangsphase keinen Navigator IN die Seele mehr brauchen, sondern mit dem NAVIGATOR DER SEELE SELBST verbunden sind. Dann ist unser Leben aus der Seele nicht mehr indirekt (über das Konzept eines Seelen-Navigators), sondern wir können DIREKT und „konzeptionsfrei“ aus der Seele selbst leben. Eine „Übergangszeit“ dahin (den eigenen Seelenweg zu finden und ihn sicher zu gehen) ist kaum zu vermeiden. Und dafür ist das Buch super!


Der Seelen-Navigator: In 7 Schritten zu deinem wahren Lebensplan (Klick mich)

Die Goldenen Verse des PYTHAGORAS

Untertitel: Lebensregeln zur Meditation
Herausgegeben und eingeleitet von Inge von Wedemeyer


Ich habe dieses kleine Büchlein (1983 wohl erstmals erschienen) erst sehr spät entdeckt, doch es war gleich „Liebe auf´s erste Lesen“.

Inge von Wedemeyer hat mehr als nur ein Vorwort und eine Einleitung geschrieben (S. 1-12), sondern die Verse auch sehr einfühlsam und kenntnisreich interpretiert (S. 23 – 56) Das Literaturverzeichnis selbst (S. 57 – 60) zeichnet wichtige Spuren zu dem „großen Lehrmeister der Griechen, ja des Abendlandes“ (S. 1) auf.

Die 71 „Goldenen Verse“ sind durch Gerda von Gerlach aus dem Griechischen übersetzt und in eine zeitnahe Sprache gebracht (S. 13 – 22), und das ist wahrlich eine Kunst!

„Bei Pythagoras bilden Religion, Leben und Wissenschaft eine Einheit“ (S. 1)

Das ist für mich einer der Kernsätze von Inge von Wedemeyer, der klar auf den Punkt bringt, was an Pathagoras für die heutige Zeit so faszinierend ist. Wenige Seiten weiter schreibt sie: „Glauben, Wissen und Leben bilden eine dynamische Einheit.“ (S. 5) Genau auf der Suche sind wir heute in der völlig desintegrierten Welt wieder.

Von Pythagoras ist – anders als bei Platon – im Grunde kein authentisches Schrifzeugnis hinterblieben. Es war nicht nur die „Geheimlehre“ seiner Mysterienschule, deren Lehre nur mündlich an einen engen Kreis weiter gegeben wurden. Es gab sicher auch Bücher von ihm, und von Platon ist die Aussage bekannt, dass er für die Bücher von Pythagoras ein Vermögen ausgeben wollte, so groß war seine Wertschätzung ihm gegenüber.

Die Goldenen Verse sind das, was noch am authentischsten von Pythagoras ist, unabhängig, ob die Verse von ihm selbst aufgezeichnet wurden oder von seinen Schülern. Sie beinhalten vor allem geistige Lebensregeln für die Pythagoreer, vergleichbar mit den 7 Lebensprinzipien, die Hermes Trismegistos zugeschrieben werden. Die Goldenen Verse erinnern mich auch an das Tao Te-King des Lao-Tse.

Es ist (neben der Übersetzung durch Gerda von Gerlach) eine Kunst von Inge von Wedemeyer, die Grundzüge der Lebensphilosophie von Pythagoras aus den Goldenen Versen heraus gearbeitet zu haben:

  • Das Universum ist eine Einheit (S. 31 – 32)
  • Die Seele ist unsterblich (S. 32 – 33)
  • Der Weg zur Vollkommenheit und Unsterblichkeit (S. 33 – 35)
  • Schicksal und freier Wille (S. 35 – 37)
  • Die Lehre von der Freundschaft, von den Entsprechungen und von den Elementen (S. 37 – 41)
  • „Alles ist Zahl“ (S. 41 – 47)
  • Musik und Heilkunst (S. 47 – 52)
  • Halte Maß! Erkenne dich selbst! (S. 52 – 56)

Gründer der abendländischen Esoterik

Man hat in der wissenschaftlichen Forschung Inge von Wedemayer vorgeworfen, sie sei zu „esoterisch“. Richtig! Genau das ist das Problem – und dieses Problem zu verstehen ist gleichzeitig der Schlüssel, um überhaupt einen tiefen Zugang zu Pythagoras zu finden. Pythagoras selbst war es, der in seiner Mysterienschule die „Novizen“ unterschied von den „Adepten“. Die Novizen waren die „Anfänger“, die oft 5 Jahre und mehr im „äußeren, exoterischen Kreis“ seiner Schule verbrachten, die Adepten hatten sich als Schüler qualifiziert und gehörten zum „inneren, esoterischen Kreis“.

Ein Esoteriker zu sein, war für Pythagoras also eine Auszeichnung. Und so schreibt Inge von Wedemeyer auch zur „Einsicht des Interpreten“:

Und wenn es um die großen Persönlichkeiten der Vergangenheit geht, kommt hinzu, daß sie eigentlich nur von Menschen gleichen Formats verstanden werden können. (S. 2)

Mit anderen Worten: Nur ein Esoteriker kann einen Esoteriker erkennen. Oder mit etwas für die heutige Zeit unverfälschteren Begriffen: Nur ein Mystiker kann einen Mystiker erkennen. Und das war Pythagoras mit Sicherheit.

So ist auch der Hinweis von Inge von Wedemeyer zur Übersetzerin Gerda von Gerlach gut zu verstehen: „Es ging der Übersetzerin sowohl um sprachliche als auch um esoterische Genauigkeit.“ (S. 11)

Was an den Pythagoras zugeschriebenen Weisheiten ist wirklich authentisch?

Inge von Wedemeyer geht auch der Frage nach, ob all die Pythagoras zugeschriebenen Erkenntnisse (wie der „Satz des Pythagoras“) wirklich von ihm sind oder älteren ägyptischen, babylonischen oder indischen Ursprungs. Ihre Antwort ist sehr weise:

Man sagt, er habe an den bedeutendsten heiligen Stätten in Phönizien, Ägypten, Babylon und Griechenland hohe Einweihungen empfangen, vielleicht auch in Indien. Man sagt, er habe alles Wissen und alle Weisheit seiner Zeit in sich aufgenommen, und bezeichnet ihn als einen „universellen Geist von welthistorischem Format“. (S. 4) …
Die Bedeutung des Pythagoras liegt nicht darin, ob er diese oder jene Lehre als erster gebracht hat … Die Bedeutung und Universalität der Geistesheroen liegt in ihrer Fähigkeit, ihr hoch entwickeltes Bewusstsein schöpferisch einzusetzen und damit nicht nur auf die Mitwelt und Nachwelt zu wirken, sondern die Menschheit in ihrer Evolution auf eine neue Stufe zu heben.“ (S. 6)

Der österreichische Philosoph, Mathematiker und Schriftsteller Egmont Colerus (1888 – 1936) sieht in Pythagoras sogar den Geburtshelfer für „Die Geburt des Abendlandes“.

Mein Fazit: Sich Pythagoras authentisch zu nähern, setzt selbst ein gewisses spirituelles Bewusstsein voraus, das über das streng rationale Bewusstsein der „objektiven Wissenschaft“ weit hinaus geht. Jeder in diesem Bewusstsein hat mehr Chancen, Pythagoras authentisch zu verstehen als mit einem wissenschaftlich begrenzten Horizont.

Das Buch von Inge von Wedemeyer ist beides: eine Prüfung für dieses erweiterte Bewusstsein (hast du Zugang zu diesem Büchlein?) und – dies vorausgesetzt – ein Generalschlüssel zum Verständnis des Wirkens von Pythagoras, den ich in eine Reihe wie Buddha und Lao-Tse stelle.



Die Goldenen Verse des Pythagoras (Klick)

Omraam M. Aivanov: Hommage an Meister Peter Deunov

Omraam Mikhaël Aïvanhov ist wohl der bekanntest Schüler von Meister Peter Deunnov. Diese Hommage an seinen Meister, dem er als 17-Jähriger erstmals begegnet ist, ist keine Biographie und man findet hier auch keine sensationellen Enthüllungen, wenn man dies erwartet hat. Was mich an diesem Buch am meisten fasziniert hat, ist diese eindrückliche Liebe und Verehrung seinem Meister gegenüber, die wirklich aus dem Herzen kommt. Es ist überhaupt ein schönes Büchlein über ein Meister-Schüler-Verhältnis. Wer hat heute schon noch „seinen Meister“? Der esoterische Markt ist so groß, dass sich ständig neue „Erleuchtete“ als Wegweiser anbieten. Doch einen lebendigen Meister zum Anfassen, den man Jahre und Jahrzehntelang begleitet? Das ist wohl immer mehr zur Ausnahme geworden.

Aber ich war glücklich, denn ich fühlte mich reich, sagenhaft reich; reich, weil ich wusste, dass es meinen Meister gab. Ich hatte das Gefühl, dass mein Kopf und mein Herz alle Schätze des Universums enthielten. Einen Meister zu haben, begreift ihr das! Ich wusste, dass ich durch ihn Himmel und Erde besitzen würde, dass ich die mir kostbarsten Wünsche verwirklichen würde. (S. 11 f.)

Es sind nicht die Worte und Lehren eines Meisters (die man auch über ein Buch oder ein Video aufnehmen kann), sondern seine Präsenz.

Das Wichtigste, das war nicht die Lehre, die er uns durch das Wort vermittelte. Das Wichtigste, das war die intensive Schwingung seines Geistes, die uns erfüllte. (S. 26) …
Die Schüler sind mit dem Meister verbunden, wie der Fötus mit der Mutter. Wenn der Meister Kräfte des Himmels empfängt, so profitiert der Schüler davon. Auf diese Weise habe ich mich jahrelang beim Meister ernährt. (S. 34)

Omraam Mikhaël Aïvanhov predigt wahrlich nicht die Abhängigkeit von einem Meister. Solange man Schüler ist, ist ein gewisser Gehorsam im eigenen Interesse wichtig (wie der von Kindern den Eltern gegenüber). Er schreibt selbst, dass er der Aufforderung seines Meisters im Jahr 1937, nach Frankreich zu gehen, um die Lehre im freien Westen weiter zu führen, gehorsam gefolgt ist (S. 43)

Natürlich ist es gut, einen weisen und liebevollen Meister zu haben, aber vergesst niemals, dass ihr selbst das Wichtigste dabei seid, denn letztlich zieht man immer die Dinge an, die dem entsprechen, was man in seinem Kopf und seinem Herzen trägt. (S. 51)

Noch ein Zitat aus der Hommage an seinen Meister:

Universelle Weiße Bruderschaft, diese Wörter geben zu verstehen, dass auf der ganzen Welt alle Menschen Brüder und Schwestern sind, Söhne und Töchter des Himmlischen Vaters und der Göttlichen Mutter, der Natur, und dass sie eine gemeinsame Arbeit zu verrichten haben, eine Arbeit für das Gute, für das Licht. Denn das ist die Bedeutung des Wortes „weiß“, eine spirituelle Bedeutung: das Gute, das Licht. (S. 69)

Das Büchlein enthält einige schöne Anekdoten und Lehrgeschichten. Das Wichtigste aber: Einen wahren Meister macht nicht die Anzahl seiner Schüler aus, sondern die Anzahl der Meister, die er hervorgebracht hat. Und Omraam Mikhaël Aïvanhov ist sicher ein herausragender Schüler, der selbst zum Meister geworden ist. Das dokumentiert auch diese „Hommage“ auf eindrucksvolle Weise.


Hommage an Meister Peter Deunov (Izvor) (Klick)

Peter Dânov: Der Weg des Schülers

Untertitel: Das Wort  der hohen, universellen Brüderschaft


Peter Dânov (oder Peter Deunov oder Beinsa Douno) ist ein in Bulgarien bekannter spiritueller Lehrer (1864 – 1944). Seine spirituelle Einweihung hat er während seiner 7-jährigen Studienzeit in Amerika erhalten (1888 – 1895), er studierte dort Theologie und Medizin und hatte Kontakt auch zur Theosophischen Gesellschaft (H.P. Blavatzki). Die TG hatte hohe Ziele, die auch Peter Dânov faszinierten: 1. Die Herstellung der Einheit der Weltreligionen, insbesondere Christentum, Hinduismus und Buddhismus, 2. Die Herstellung der Einheit von Religion, Philosophie und Wissenschaft, 3. Die Einheit der Menschheit in Freiheit unter ihrer geistigen Führung der „Weißen Bruderschaft“.

Nach seinem Amerika-Aufenthalt  hatte Peter Dânov nur das eine Ziel: Er wollte geistiger Lehrer in seinem Heimatland Bulgarien werden. (S. 238) Hier hatte er mit der Zeit einen Namen und war angesehen wie bei uns Rudolf Steiner oder Krishnamurti (die auch beide aus der TG hervorgingen). 1900 begann er die ersten Schüler zu lehren, von 1922 bis 1944 betreute er seine Schule. Seine Gemeinschaft umfasste in Bulgarien zeitweise 40.000 Mitglieder.

Peter Dânov prophezeite, dass die neue Wissenschaft eine Wissenschaft des Lichtes sei. Und so unterschiedlich dann Einsteins Relativitätstheorie im Makro- und die Quantenphysik nach Max Planck im Mikrokosmos auch waren: beide sind Aspekte einer Wissenschaft des Lichtes. Einstein sagte einmal: „Die ganze Welt verbeugt sich vor mir, doch ich verbeuge mich vor Peter Deunov von Bulgarien.“

Dieses Buch „Der Weg des Schülers“ (wobei ER dieser „Schüler Gottes“ ist) ist eine Art Essenz seiner Lehre. Es ist wahrlich kein leicht zu lesendes Buch, eher eine „esoterische Offenbarung“ der großen Geheimnisse und will Satz für Satz studiert werden. Ich las „zufällig“ seinen Beitrag „II. Die Seele“ (S. 14 – 20) und war von der Tiefe seiner Gedanken augenblicklich fasziniert. Seitdem begleitet mich das Buch als Inspiration bei den Grundfragen des Lebens.

Es macht wenig Sinn, etwas aus dem Buch zu zitieren. Jeder spirituell offene Mensch wird darin seine Botschaft finden, hier nur die 21 Themen des Buches:

  1. Das Leben
  2. Die Seele
  3. Die Wahrheit
  4. Die Liebe
  5. Die Weisheit
  6. Die Gerechtigkeit
  7. Gott
  8. Der Mensch
  9. Der Geist
  10. Das Gute
  11. Die Freiheit
  12. Das Licht
  13. Der Kern der Göttlichen Lehre
  14. Die lebendige Natur
  15. Die hohe, universelle Brüderschaft
  16. Die vier Dinge
  17. Der Meister
  18. Der Weg des Schülers
  19. Das heilige Feuer
  20. Der Körper der Liebe
  21. Christus

Der Verlag schreibt zum Buch (Text der Rückseite): „Ein Buch, welches die Seele erfrischt – ein Geschenk Bulgariens an den westlichen Menschen!“ So soll es sein!


Der Weg des Schülers: Das Wort der hohen universalen Bruderschaft (Klick)

1 2 3