Doreen Virtue | Robert Reeves: Nähre deine Intuition

Untertitel: Mit den Ernährungstipps der Engel die spirituellen Sinne stärken

Das Buch war für mich ein „intuitiver Fehlkauf“. Damit meine ich: Ich wollte das Buch gar nicht kaufen! „Eigentlich“ wollte ich das ähnlich gestaltete Buch von Doreen Virtue über KREATIVITÄT erwerben. Das Buch hier lag in einem dicken Stapel in einer Buchhandlung, also dachte ich: Das ist das Neue von Doreen Virtue! Erst als ich das Buch fast gelesen hatte, fiel mir auf, dass das neue Buch noch gar nicht veröffentlicht ist! Meine Intuition hatte mir einen gewaltigen Streich gespielt und mich so zu diesem spannendem Buch geführt. [Ich führe diese kleine persönliche Geschichte nur an, weil es vielleicht Sinn macht, sich Gedanken darüber zu machen, wie das Buch zu einem gekommen ist. Da könnte schon eine Menge „Intuition“ im Spiel gewesen sein.]

Doch mehr noch: Ich halte mich für einen ziemlich ernärhungsbewussten Menschen. Meine ersten Schritte in eine vegetarische Ernährungsweise liegen über 20 Jahre zurück. Ich habe selbst einige Ernährungsweisen erprobt. „Fastfood“ ist nur noch selten Notbehelf, bin auch mit der Thematik „Superfood“ vertraut. Um so mehr hat mich das Buch gepackt! Bisher dachte ich: Physisch wertvolle Nahrung für den Körper, mental wertvolle Nahrung für den Geist, seelische Nahrung für die Seele. Das Buch jedoch öffnet eine Welt, mit bestimmten physischen, hochschwingenden Nahrungsmitteln die Seele zu nähren. Um genauer zu sein: Es geht darum, uns durch eine bewusste und bestimmte Ernährungsweise der Intuition zu stärken, die schon immer Teil von uns ist. Auch unpassende Ernährung lässt uns unsere Intuition nicht wahrnehmen. Das Buch hat mir eine noch einmal neue Sichtweise zur physischen Nahrungsaufnahme geschenkt. Und ich denke: Es kommt bei mir genau zur richtigen Zeit! Ich spüre selbst, dass ich vor einem neuen Bewusstseins-Sprung stehe, doch mein intuitiver Kanal dafür noch nicht genügend „freigeputzt“ ist. Mit anderen Worten: Das Buch, das sich mir aufgedrängt hat und ich JETZT in den Händen halte und rezensiere, ist not-wendig, um diesen Bewusstseins-Sprung jetzt vollziehen zu können! Das ist gelebte Intuition!

Was ist überhaupt „Intuition“?

Die Autoren weisen darauf hin, dass Intuition für jeden etwas anderes sein kann, weil bei jedem ein anderer intuitiver Kanal dominant sein kann. Hier die „Definition der Engel“ (S. 21):

Intuition ist deine Fähigkeit, göttliche Heilung und Botschaften für deine Lebensreise zu empfangen und zu interpretieren. Intuition verleiht dir die Klarheit zu erkennen, dass du auf dem richtigen Weg bist und verstehst, welche Veränderung du in deinem Leben vornehmen musst.

Intuition ist nicht einfach nur der „6. Sinn“. Es ist eine ganz andere Art von Sinn. Die Autoren unterscheiden bei der „Übersinnlichkeit“:

  • Hellfühlen
  • Hellsehen
  • Hellhören
  • Hellwissen

Hormone und Chakren (Chakras)

Ich habe in letzter Zeit schon öfter Bücher gelesen und rezensiert, die auf den Zusammenhang zwischen Hormonen und Chakren aufmerksam machen. Hormone werden von Drüsen ausgeschüttet – und Drüsen stehen in einem engen Zusammenhang mit den Chakren. Drüsen und Chakren sind offensichtlich die Schnittstelle zwischen dem physischen und energetischen Körpersystem. Das Buch bearbeitet dieses fundamentale Thema auf neue und umfassendere Weise als alles andere, die ich bisher gelesen habe.

Indem Sie Ihre Drüsen- und Nervensysteme mit der richtigen Ernährung unterstützen, sorgen Sie dafür, dass Ihre Intuition klar und deutlich bleibt. Und umgekehrt reduzieren Sie Ihr Stresslevel, indem Sie auf Ihre Intuition hören, da Ihr Bauchgefühl Sie führen und dafür sorgen wird, sich gar nicht erst in stresserzeugende Situationen zu begeben.
Außerdem kann Ihre Intuition Sie zu einem Stressbewältigungs-Programm führen, das genau auf Ihre Interessen, Ihren Zeitplan und Ihr Budget abgestimmt ist. (S. 29)

Hier kurz der Zusammenhang zwischen Drüsen und den 7 Haupt-Chakren:

  • Wurzel-Chakra: Nebennierendrüse
  • Sakral-Chakra: Eierstöcke / Hoden
  • Nabel-Chakra: Bauchspeicheldrüse
  • Herz-Chakra: Thymusdrüse
  • Kehl-Chakra: Schilddrüse
  • Stirn-Chakra: Hypophyse / Hypothalamus
  • Kronen-Chakra: Zirbeldrüse

Im Buch werden die 7 bekannten Haupt-Chakren um 2 wichtige Systeme erweitert: die Ohr-Chakren und die Hand-Chakren. Das ist sofort einleuchtend. Viele feinfühlige Menschen nehmen Energien über ihre Hände wahr, die Handchakren sind das Organ dafür. Und wer hellhörig ist, der braucht dafür die Ohr-Chakren als „spirituelles Organ“. Beide korrespondieren wohl nicht mit endokrinen (Hormon-bildenden) Drüsen. Bei den Händen sind es aber Schweißdrüsen. Mit anderen Worten: Das Buch ist schon auf der Ebene der „Physiologie der Intuition“ (Teil 1) bahnbrechend.

Intuitive Nahrungsaufnahme für die Intuition

Der 2. und Hauptteil des Buches zeigt, wie der Leser lernen kann, INTUITIV die für ihn richtige Ernährung zu finden, die auch die jeweilige bevorzugte Art der Übersinnlichkeit fördert.

Man darf sich dazu nicht von Süchten leiten lassen: nicht zu essen, wonach es einem „gelüstet“, sondern was der Körper wirklich braucht. Intuitive und süchtige Impulse zu unterscheiden ist schrittweise zu lernen. Das Buch gibt dazu alles von „Leitprinzipien der Ernährung“ bis zu Kräutertees. Es ist mehr als ein „Rezeptbuch“ und schon gar nicht ein „Du darfst ab jetzt nur noch …“. Es sind Bausteine, „Zutaten“ für eigene sich mit der Zeit auch ändernde intuitive Selbst-Rezepte, um Schritt für Schritt nach der Intuition des Körpers die ideale „Nahrung für die Seele“ zu finden. Es ist nichts „Exotisches“ dabei, alles für den eigenen Haushalt anzuwenden. Dazu gehört unter vielem anderen auch, sich Nuss- und Samengetränke wie „Mandelmilch“ selbst herzustellen.

Der dritte Teil des Buches gibt Anregungen, sich zu entgiften und die Chakren zu reinigen. Das 11. und letzte Kapitel regt an, die tägliche Lebensweise den Rhythmen der Seele anzupassen. Jeder Tag von Montag bis Sonntag hat seine energetische Signatur. Einige weichen deutlich von dem ab, was unsere Gewohnheit glaubt. So ist der Montag energetisch gar nicht so geeignet, neue Projekte zu starten, sondern … Okay, das steht dann im Buch.

Das Buch ist bahnbrechend für die Verbindung von physischer Ernährung über hauptsächlich pflanzlicher Nahrungsmitteln und der Entwicklung von Intuition und Seele. Es ist wahrscheinlich ein zu großer Sprung von Fastfood zu „Ernährung für die Intuition“ und setzt schon eines entwickelten Gesundheitsbewusstseins und gesunde Ernährungsweise für den Körper voraus. Man sollte wenigstens schon etwas Sympathie für vegetarische und vegane Ernährung haben.

Für mich schließt sich mit diesem Buch der große Kreis der EINHEIT von Körper, Geist und Seele, was auch das Titelbild schön zum Ausdruck bringt. Eine dringende Empfehlung für Menschen, die sich spirituell weiter entwickeln wollen. 


 

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Amy B. Scher: Heile dich selbst, wenn es sonst keiner kann

Untertitel: Ganzheitliche Energieheilung bei inneren Blockaden, Stress und gesundheitlichen Beschwerden

Heute ist immer mehr Menschen bewusst: Jeder tiefgehende und nachhaltige Heilungsverlauf ist vor allem auch ein Selbstheilungsprozess. Heilung kann man nicht einfach „machen lassen“. Echte Heilung ist fast so etwas wie eine selbstverantwortliche Lebensaufgabe, zu sich selbst zu finden, sein WAHRES SELBST zu finden. Der Körper heilt aus der Kraft gesunder Gedanken, einem offenem Herzen, angemessener Selbstliebe und die Führung der Seele. Es gibt wunderbare Bücher von Menschen, die ihren ganz persönlichen und oft wundervollen Weg der Selbstheilung beschreiben. Oft werden Menschen, die den Weg der Selbstheilung konsequent gehen, zu Experten der Heilung, selbst Heiler mit einem eigenen Klientel (wie auch die Autorin selbst). Doch häufig sind die Umstände und die verwendeten Methoden der Selbstheilung zu speziell, um sie für den eigenen „Fall“ einfach 1:1  nachmachen zu können: „Bei dem Autor mag es funktioniert haben, doch nicht bei mir …“ sind dann die resignierenden Einschätzungen.

Ich glaube, das Buch von Amy B. Scher schließt hier eine große Lücke, um Anleitung für nahezu JEDEN Fall der Selbstheilung zu geben. Sagen wir es erst einmal so: Es wäre doch stark, wenn es ein Buch gäbe, einen Werkzeugkasten, der alles enthält, was man braucht, nichts fehlt für eine eigenverantwortliche Selbstheilung. Das Buch der Autorin ist ein solcher „Werkzeugkasten der Selbstheilung“, der offen lässt, wie man damit arbeitet. Jeder kann damit seinen ganz persönlichen Plan zur Selbstheilung erstellen.

Der Weg der Heilung von Amy B. Scher

Die Autorin ist an Lyme-Borreliose erkrankt (Auswirkung eines Zeckenbisses).

Da meine Krankheit nicht korrekt diagnostiziert und daher über lange Zeit unbehandelt geblieben war, hatten die Schäden an meinem Körper ein gigantisches Ausmaß angenommen. … (S. 32)
Nachdem einige Jahre verstrichen waren, an denen sich eine Fehldiagnose an die andere reihte und ich Behandlungen über mich hatte ergehen lassen, die mich beinahe umbrachten, erhielt ich – endlich! – meine korrekte Diagnose. Im Leben eines chronisch erkrankten Patienten ist das sozusagen der Sechser im Lotto mit Zusatzzahl. (S. 33)

Noch einmal: eine korrekte Diagnose als Sechser im Lotto mit Zusatzzahl! 

Es folgt eine unendlich lange Geschichte der Selbstfindung und Selbstheilung. Ihr wird bewusst, dass körperliche Beschwerden nicht durch „körperliche Reparatur“ beseitigt werden, sondern um etwas ganz anderes geht, nämlich sich selbst an Seele, Geist und Körper (etwa in dieser Reihenfolge) zu heilen.

Die Autorin schreibt:

Ich möchte Ihnen mit meinem Leben und meiner Lebensführung wirklich ein Beispiel für Ihre eigene Heilung geben. (S. 49)

Diese „coolste Reise des Lebens“ ist nicht weltabgewandt und asketisch, im Gegenteil, geprägt von wachsender Lebensfreude und zunehmenden Glücksmomenten. Der Schlüssel ist das, was man heute „Energie-Medizin“ nennt. Dazu bedarf es keines großen Fachwissens, sondern eine Handvoll energetischer Techniken und vertrauensvolle Heilungsdisziplin (also Durchhaltevermögen und Geduld).

Für den Heilungserfolg brauchen wir nur eines zu tun: unsere innere Arbeit machen. Auch wenn wir uns obendrein die Unterstützung durch die Medizin oder alternative Heilweisen sichern, den Löwenanteil des Prozesses müssen wir selbst bewältigen. Daran führt kein Weg vorbei. (S. 67)

Im Gegenteil: Damit fängt erst der einzigartige Weg der eigenen Heilung an! Der Weg ist einzigartig, auch wenn er allgemeinen regeln folgt:

  1. Widerstände auflösen und wieder in den Fluss des Lebens kommen
  2. innere Blockaden aufspüren (wie innere emotionale Muster aus der Vergangenheit) und lösen
  3. angstbesetztes Stressverhalten auflösen

Der Werkzeugkasten der Selbstheilung

1.1 Sich dem Prozess des Heilens hingeben statt zu kämpfen durch

  • singen (chanten)
  • wohlgesetztes Bitten (Gebet)

1.2. Die energetische Heilungsgrundlage schaffen durch

  • Ausrichtung der Energiepole des Körpers (erden)
  • Rechts-Links-Balance (Augen-Acht)
  • Thymusdrüse aktivieren (klopfen)
  • Gedanken und Gefühle optimieren (Selbstbeobachtung)

2. Innere Blockaden aufspüren und lösen durch

  • unbewusste Programmierungen erkennen (Muskeltest)
  • die Sprache des Körpers (Symptome) verstehen (Chakren und Organe)

3. Stressverhalten ändern durch

  • unverarbeitete Erlebnisse klären (EFT-Klopfakupunktur)
  • schädliche Grundüberzeugungen loslassen
    (energetische Reinigung „The Sweep“ / Chakra-Punkte beklopfen)
  • ungesunde emotionale Verhaltensmuster umwandeln (3 Herzen-Methode)
  • Ängste ausräumen (die gelernten Methoden kombinieren)

4. Den eigenen Heilungsleitfaden erstellen (der Baum der Heilung)

Der eigene Heilungsplan darf nicht kompliziert sein und sich so leicht wie „Zähneputzen“ in den Alltag integrieren lassen. Der „Baum der Heilung“ ist dabei eine gute Orientierungshilfe.

Was aber noch wichtiger ist, die „Logik der Heilung“ zu kennen, um nicht zu früh aufzugeben. Wie Krankwerden einem Muster folgt, so auch die Heilung:

Vergessen Sie nicht: Zu dem Zeitpunkt, als ihr Körper die ersten sicht- und spürbaren Symptome produziert hat, waren Ihre energetischen Dysbalancen ja schon (mindestens) eine ganze Weile vorhanden! Dasselbe gilt für das Offenbarwerden der physischen Heilung: Die „Reparaturarbeiten“ in Ihrem Körper sind oft schon längere Zeit im Gang, bevor sich irgendwelche Veränderungen zeigen.“ (S. 346)

Sie erkennt letztlich in ihrem Heilungsprozess, was ihre Ärztin ihr zur Aufgabe gegeben hat:

Sie müssen Ihren Daseinszweck für sich finden. Wenn Sie das geschafft haben, werden Sie heilen. Wenn Sie Ihrem Herzen folgen, ,werden Sie heilen. (S. 364)

Mein Fazit: Alle geniale Lösungen müssen leicht einsehbar und irgendwie einfach zum Umsetzen sein. Das ist bei diesem Buch der Selbstheilung bestimmt der Fall! Der Schlüssel ist die energetische Neuausrichtung aus der Seele (die Seele ist ein großes Energiefeld).  Die Autorin weist auch ausdrücklich darauf hin, dass nicht alle Werkzeuge benutzt werden müssen. Vielleicht reicht auch eine EINZIGE, die mit der richtigen Hingabe durchgeführt wird. Bei allem ist es auch wichtig, Hilfe zu suchen und um Hilfe zu bitten. Das geht bis hin zu Anregungen von „Heile dich selbst“-Gruppen und wie sie mit dem Buch arbeiten können.


 

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Ronny Tekal: Sorry, das waren die Hormone

Untertitel: Was uns im Leben wirklich steuert


Hormone sind offensichtlich die Schaltstelle zwischen Körper und Gefühlen. Sie werden in ihrer Bedeutung als „Steuerzentrale“ für ein ausgeglichenes Leben immer mehr erkannt. Da tut AUFKLÄRUNG gut. Und Aufklärung muss immer auch kritisch sein. Das leistet der Autor, Arzt und Medizinkabarettist Ronny Tekal in seinem Buch auf sehr humorvolle Weise – mit auch viel Selbstironie. Wortspiele wie: „Hormone – als Boten des Glücks hieven sie uns in himmlische Gefilde, als ‚Des-Boten‘ machen sie unser Leben zur Hölle.“ (S. 13) – wahrlich am laufenden Band. Er spricht in einem ganzen Kapitel vom „Hormon-Business“ (201 ff) und schließt sich dabei gar nicht aus: „Und irgendwelche Menschen verdienen einen Haufen Geld mit ihnen (wie auch der Autor des Buches).“ (S. 10)

Inhaltlich ist zu dem Buch nicht viel zu sagen. Hier sind keine medizinischen Sensationen zu erwarten. Es liefert „allgemein anerkanntes“ Basis-Wissen über Hormone, doch das nicht nur humorvoll verpackt. Es hilft dem Leser, dem ganzen Hormon-Hype („Jungbrunnen“ …) nicht unkritisch auf den Leim zu gehen.

Das Buch soll Ihnen eine kleine Orintierungshilfe sein, mit der Sie sich im dichten Hormondschungel zurechtfinden, und um zu erfahren, wann Sie sich wirklich auf Ihre Hormone herausreden können. (S. 10)

Und so bedanken wir uns bei dem Autor für das Schreiben „eines Jahrhundert-Standardwerkes für die kommenden Generationen“ (S. 9) Man muss bei dem Autor stets auf der Hut sein, ob er sich selbst auf die Schippe nimmt, den Leser veräppelt, oder etwas wirklich ernst meint. Und genau dieses Spiel ist es, das den Lesern neben dem Schmunzeln und Lachern wirklich wach hält und nachdenken lässt. Es regt an, sich selbst eine Meinung zu bilden. Und das ist ja der tiefe Sinn von Aufklärung.

„Am Ende“ dann ein paar Seiten „Kurzanleitung: So beeinflussen Sie Ihre Hormone“ (S. 218 – 223), auch hier nichts Aufregendes, was man irgendwie schon immer gewusst hat. Und wenn diese Tipps für ein hormonell ausgeglichenes Leben nicht ausreicht und hormonelle Störungen wirklich massiv werden, dann rät der Autor doch letztlich auch (sehr pauschal und unkritisch) zum Arztbesuch. Die „Grauzone“ dazwischen, die Selbsthilfe bei einem hormonell beeinflussten Gefühlschaos, bedient das Buch nicht.

Bei der Frage, steuert unser Körper (vermittels von Hormonen) unser Denken und Verhalten „oder“ steuert unser Denken und Verhalten (vermittels von Hormonen) unsere Gefühle, lässt das Buch recht humorlos im Dunklen. Mit vielen Lacheffekten „verkauft es uns“ den – sage ich jetzt einmal – den Mythos, die Hormone würden unser Leben steuern. Um am Ende doch zuzugestehen: Ich kann mich glücklich denken – und dieses Denken schüttet dann die Glückshormone aus:

Und ein Mensch, der aus vollem Herzen so tut, also ob er glücklich sei, hat bessere Chancen darauf, es wirklich zu werden. Nach dem Motto: „Hallo, Glückshormone, wo seid ihr? Ich bin schon da!“ (S. 223)

r-pfeil-reMein Fazit: Wer ein Buch sucht, das in die ganze Thematik der Hormone einführt, wer Basis-Wissen sucht – und das nicht auf fachlich unverständliche oder verbissene Weise, der ist mit dem Buch gut beraten. Die Rolle der Hormone wird nicht als Heilsbringer überbewertet. Das Buch lehrt, locker mit dem Thema der Hormone umzugehen und sich durch vielversprechende Werbesprüche nicht in die Irre führen zu lassen.
Wer darüber hinaus will, wird durch das Buch nicht bedient (das hat es sich auch nicht zur Aufgabe gemacht). Das spannende lebensphilosophische Thema des Zusammenspiels zwischen Denken und Gefühlen wird in dieser Tiefe nicht behandelt, genauso wenig wie die eigenverantwortliche Selbsthilfe bei hormonellen Problemen.

 

Elisabeth Buchner: Wenn Körper und Gefühle Achterbahn spielen

Untertitel: Hormone natürlich ins Gleichgewicht bringen


Die Autorin Elisabeth Buchner sieht sich in der Tradition des großen amerikanischen Arztes Dr. John R. Lee (verstorben 2003), der weltweit auf das „Natürliche Progesteron“ aufmerksam gemacht hat (> meine Buchbesprechung). Er hat der Frauengesundheit mit einer alternativen, natürlichen „Hormon-Therapie“ eigen großen Dienst erwiesen. Sie schreibt im Vorwort selbst: „Er hat uns mit seinen letzten Vorträgen in Deutschland, in der Schweiz und Frankreich den „Staffelstab“ überreicht. Nun ist es unsere Aufgabe, die Arbeit fortzuführen und weiter zu entwickeln.“ (s. 12) Mit dem Buch Lee/Buchner „Wie Männer stark bleiben“ (> meine Buchbesprechung) hat sie diesen Schulterschluss auch in einem Buch über „natürlichen Hormonausgleich bei Männer“ demonstriert.

Hier ist sie selbst zu einer leidenschaftlichen Pionierin für alternative und natürliche Frauengesundheit im deutschsprachigen Raum geworden. Sie ist weder Ärztin noch Heilpraktikerin, doch hat sie mit ihrem Thema „Hormone natürlich ins Gleichgewicht bringen“ ein anerkennenswertes Lebenswerk geschaffen, einschließlich ihrer Internet-Plattform „Hormonselbsthilfe.de

Das Buch gliedert sich in 3 Teilen:

  1. Grundlagen (S. 8 – 110)
  2. Problembereiche (S. 111 – 220)
  3. Hilfen (S. 221 – 327)

Ich will darauf kurz eingehen, um die ganze Bandbreite des Buches auzuzeigen

Grundlagen

Hier geht es um Basiswissen zur Thematik der Hormone, speziell der Geschlechtshormone und das insbesondere bei der Frau. Sehr klar und anschaulich wird der Einfluss der Hormone auf den weiblichen Zyklus dargestellt. Viel Platz nehmen die Auslöser von Hormonstörungen ein. Am Ende dieses Teils werden Diagnosehilfen gegeben und Tests bei Hormonstörungen.

Problembereiche

Ich benenne sie so, wie sie im Buch aufgeführt sind:

  •  Pubertät und Kinderjahre
  • Bauchkrämpfe
  • Empfängnisregelung
  • Wenn die Wiege leer bleibt
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Sex mit Hormonknick
  • Rund um die Wechseljahre
  • Osteoporose
  • Psychosomatik und Hormone
  • Hormonale Depression
  • Kopfschmerzen
  • Krebs

Hilfen

Dieser Bereich gefällt mir besonders gut, weil die Thematik hier wirklich ganzheitlich gesehen wird, wieder gemäß der Kapitelüberschriften:

  • Hilfe durch Aufzeichnungen
  • Hilfe durch Umdenken
  • Hilfe durch Ernährung
  • Hilfe durch Entschlackung
  • Hilfe durch neue Gewohnheiten
  • Hilfe durch Naturheilkunde
  • Hilfe durch Arzt und Medikamente
  • Hilfe durch den Partner
  • Hilfe durch Familie-Freunde-Gruppe
  • Hilfe in anderen Dimensionen (gemeint: religiös-spirituelle)


Mein Fazit: Für mich ist dieses Buch nach wie vor das Standardwerk im deutschsprachigen Raum zum Thema hormonelle Balance, insbesondere der hormonellen Selbsthilfe mit natürlichen Methoden für Frauen (ein entsprechendes Männerbuch wäre wünschenswert). Das Buch ist sehr umfangreich und umfassend und doch für Laien verständlich geschrieben. Dazu kommen viele Erfahrungen aus den angeschlossenen Selbsthilfegruppen. Hormonalle Dysbalance ist „Alarmstufe ROT“, doch oft noch im Bereich der Prophylaxe angesiedelt. Auch wenn das Eingreifen auf hormoneller Ebene sicher sehr viel Achtsamkeit bedarf und letztlich auch Unterstützung durch Heilpraktiker oder Naturmediziner erfordert, so ist eine Eigenkompetenz für den Laien doch überaus wichtig. Und das liefert dieses Buch in fundiertem Maße.

 

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Dr. Lee und E. Bucher: Wie Männer stark bleiben

Untertitel: Natürlicher Hormonausgleich für Männer

Das Buch hat zwei Autoren. Die Übersetzerin und Co-Autorin Elisabeth Buchner hat das Buch nach dem Tod von Dr. Lee am 17. März 2003 mit eigenen Ergänzungen 2005 im Selbstverlag herausgegeben. Der Teil von Dr. Lee ist eine gute und vor allem notwendige Ergänzung zu seinem Hauptwerk „Natürliches Progesteron“ (> meine Buchbesprechung). Doch anders als das Buch in seinem Titel nahe legt, geht das Buch nicht um die hormonelle Verbesserung männlicher Potenz, sondern viel allgemeiner um Prostata-Probleme des Mannes und seine Krebsursachen. Dieses Thema kam in Dr. Lees Hauptwerk zu kurz und wäre eine gute Ergänzung zu diesem geworden, die Erweiterung um ein wichtiges Kapitel.

Dr. Lee geht in dem Buch drei große Themen und medizinische Missverständnisse an:

  • Testosteron rufe Prostatakrebs hervor (Quatsch!)
  • erhöhte Progesteron-Werte in der Prostata seien verantwortlich für Prostata-Krebs (Unsinn!)
  • die häufige Fehlinterpretation des PSA-Tests (Tumormarker) bei Prostata-Krebs (nicht zu Ende gedacht)

Darüber hinaus empfiehlt er gewisse Nahrungsergänzungen (Vitamine und Mineralien).

Ein weiteres großes Thema ist eine möglichst genaue und eher zurückhaltende Dosierung natürlicher Geschlechtshormone, immer mit dem Ziel, die Eigenproduktion anzuregen.

Zitate aus dem Buch zu Östrogendominanz auch bei Prostata-Krebs:

Es gibt beachtenswerte, neue Beweise dafür, dass besonders diejenigen Männer, die von Prostatakrebs betroffen sind, einen hohen Östradiolspiegel und niedrige Testosteronwerte haben. (S. 27)

Zum Progesteron bei Prostata-Krebs:

Also ist das Progesteron nicht die Ursache des Krebses, sondern ein wichtiger Notfall-Mechanismus vom Körper, um zu retten, was zu retten ist. (S. 59)

Als Schlussfolgerung daraus schreibt Dr. Lee:

Ein gesundes Gleichgewicht von Testosteron und Progesteron sollte das Ziel sein für jede vorbeugende und behandelnde Therapie im Kampf gegen Krebs schlechthin.
(S. 72 f.)

Die ergänzenden Texte von Frau Elisabeth Buchner

Lobenswert: Die Einfügungen und Ergänzungen von Frau Buchner sind schon vom Schriftbild her deutlich unterschieden. Sie machen – mit etwas naiven und überflüssigen Zeichnungen – gut die Hälfte des Buches aus. (Bei den Zeichnungen habe ich den Eindruck, ich werde als Mann für doof gehalten, dem man Bildchen malen muss, damit er überhaupt etwas kapiert). Ich schätze die Arbeiten von Frau Buchner sehr (> siehe meine Buchbesprechung). Ihr Beitrag zum „natürlichen Hormonausgleich für Männer“ (Untertitel) liest sich dann auch eher wie eine Ergänzung zu ihrem eigenen sehr empfehlenswerten Buch „Wenn Körper und Gefühle Achterbahn spielen“.

Dieses Buch „Wie Männer stark bleiben“ ist ein erster und unausgeglichener Beitrag für „männliches Hormonbewusstsein“. Als Ansatz sehr begrüßenswert, doch noch nicht wirklich gelungen, eher selbst unausgeglichen (2 Autoren, 2 mal Ergänzungscharakter).

Mein Fazit: Auch wenn das Buch durch die Ergänzungen von Frau Buchner an wissenschaftlicher Qualität eingebüßt hat, empfehle ich es doch. Es ist eine notwendige Ergänzung zum Hauptwerk von Dr. Lee „Natürliches Progesteron“. Hier wird vor allem das Thema der hormonellen Dysbalance bei Männern besprochen. Einen hormonellen, natürlichen Ausgleich zu schaffen, ist nicht nur für Frauen (Stichwort: PMS und Wechseljahre), sondern auch für Männer (Prostata-Probleme, Potenz) für die Gesundheit überaus wichtig. Und hier ist das Buch überaus hilfreich, auch mit sinnvoller Dosierung und Richtwerten von Dr. Lee. Ich kenne nichts Besseres, auch wenn der Titel eher irreführend ist.


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David Wolfe: Superfoods – die Medizin der Zukunft

Untertitel: Wie wir die machtvollsten Heiler unter den Nahrungsmitteln optimal nutzen


„In der Welt der Ernährung bricht ein neuer Tag an.“ (S. 9) Mit diesen Worten beginnt das Buch über Ernährung als Medizin der Zukunft. Es klingt fast so, als breche jetzt der 8. Schöpfungstag an. Nach den Höllenfahrten der Menschheit ermöglicht uns eine neue Ernährung, das Paradies wieder auf die Erde zu bringen. SUPERFOOD ist sozusagen paradiesische Nahrung, die kraftvolle Antwort auf unsere denaturierte, hohle Industrie-Ernährung, die innerlich längst tot ist, Ursache vieler Krankheiten – und keine Energienahrung mehr für die Zukunft.  Die Zeit ist überreif für eine WENDE, für einen NEUEN TAG in der Ernährung der Menschheit; der Autor ist ein weltweit anerkannter Ernährungs-Experte.

Was ist Superfood?

Grob gesagt liegen die Superfoods im Nahrungsspektrum ZWISCHEN Nahrungsmitteln und Heilpflanzen. Mit anderen Worten: Sie können Teil der täglichen Ernährung mit starkt heilsamen Kräften werden. Ganz wie Hippokrates schon gemahnt hat: Eure Nahrung möge eure Medizin und eure Medizin eure Nahrung sein. Es ist Zeit, diese Vision dieses großen Arztes des Altertums Wirklichkeit werden zu lassen.

Sie nähren uns im tiefsten Sinne des Wortes und sind deshalb die denkbar beste Ernährung für den heutigen „Superhelden“. (S. 11)
Mit Superfoods werden Sie Ihren Körper entschlacken und ohne große Willensanstrengung zu einer gesunden Ernährungsweise wechseln. Und schließlich ersparen die Superfoods Ihnen auch noch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln aus toten Vitaminen und Mineralien. (S. 12)

Eine zentrale Eigenschaft von Superfoods ist ihre Nährstoffdichte. Sie sind sozusagen keine Monokultur, sondern ein natürlicher Nahrungskomplex von Eiweißen Mineralstoffen, Antioxidanzien, essentielle Amonisäuren, Vitamine, Enzyme, essentielle Fettsäuren Polysaccharide und mehr. 

Sie ermöglichen eine gesundheitliche Wende im Leben (oft nach chronischen Schmerzen), bauen das Immunsystem neu auf, helfen zu entgiften, zu entschlacken zu entsäuern und langfristig und nachhaltig abzunehmen. Kurz: Sie sind die ideale Ernährung in der heutigen Zeit.

Die 17 Superfoods

Der Autor David Wolfe (im heldenhaften Kampf gegen den Goliath der Nahrungsmitzelindustrie – Lebensvergiftungs-Industrie?) bespricht 10 plus 7 Superfoods, die Top 10 und die in der zweiten Reihe:

Die Top Ten:
  • Goji-Beeren
  • Kakao
  • Maca
  • Bienenprodukte (die Ur-Superfoods)
  • Spirulina
  • die blaugrüne Alge AFA
  • die Urnahrung vom Lake Klamath in Oregon
  • Meeres-Phytonplankton
  • Aleo vera
  • Hanfsamen
  • Kokosnuss
Die zweite Reihe:
  • Acai
  • Camu-Camu-Frucht
  • Chlorella-Algen
  • Physalis
  • Kelp
  • Noni
  • Yacon

Das Buch ist voll von Rezepten und auch Anbau, wo es klimatisch möglich ist. 

Mein Fazit: Das Buch ist ein Super-Buch, so dicht an geistiger Nahrung wie die besprochenen Superfood-Geschenke von Mutter Natur selbst.

Jedes besprochene Superfood macht in seiner Wesens-Darstellung und Rezeptideen Appetit auf eine fundamentale Nahrungsumstellung, die wirklich an die WURZELN unserer heutigen Fehlernährung geht.

Der umfangreiche Anhang ist sozusagen der dritte Teil des Buches: wissenschaftliche Studien, Auswertung der Inhaltsstoffe, Rezeptzutaten, Bezugsquellen.

Ich bin sicher, das dieses Buch bald ein Standardwerk über Superfood werden wird. Es hat das ganze Potenzial dazu.


 


David Wolfe: Superfoods – die Medizin der Zukunft: Wie wir die machtvollsten Heiler unter den Nahrungsmitteln optimal nutzen (Klick)

 

Ursula Erbacher: Vernetzte Phythotherapie

Untertitel: Eine Synthese von moderner Forschung und überlieferter Erfahrung


Das Buch ist zwar schon 2006 erschienen, scheint mir aber in seinem Bereich nach wie vor ein Klassiker zu sein, war seinerzeit jedenfalls bahnbrechend.

Die Kräuterheilkunde der Traditionellen Abendländischen Medizin (TAM) bekommt in unserer Zeit endlich wieder die Anerkennung, die ihr gebührt. Und dazu hat dieses reichlich bebilderte Büchlein sicher auch seinen Beitrag geleistet. Es ist kein Lehrbuch, sondern ein Handbuch, das nicht nur in der grundsätzlichen Einleitung, sondern auch in er Kurzcharakteristik der einzelnen Heilpflanzen essentiell auf den Punkt kommt. Insofern ist es auch in für den (der Spagyrik oder Anthroposophie gegenüber aufgeschlossenen) Laien hilfreicher Wegbegleiter.

Die Synthese

Jede Kultur hat ihre Urväter, in unserer abendländischen Kultur ist es zweifellos HERMES Trismegistos, der dreifache Meister. Er war eine Legende in der ägyptischen Kultur, manche verbinden ihn mit dem biblischen Namen „Moses“ und war auch im klassischen Altertum als der Götterbote Hermes oder Mercurius hoch angesehen. Es war wohl vor allem Paracelsus, der als Universalgenie diese alchemischen Lehren in die Neuzeit gerettet und weiterentwickelt hat. Bei ihm waren Medizin, Alchemie und Astrologie noch eins. Daran knüpft das Buch an und verbindet diese traditionelle Weisheit mit moderner Phytotherapie.

Ganz im Sinne der Alten werden in diesem Buch die Heilpflanzen nicht nur mit ihrer pharmakologischen Wirkungsweise, Botanik und Herkunft betrachtet, sondern nach ihrer Zuordnung zu den Denksystemen

 

  • der Signaturenlehre,
  • der Planetenkräfte,
  • der Keimblattentwicklung und
  • dem biosynthetischen Ansatz (S. 10)

Für mich herausragend (richtig spannend) war hierbei der Zusammenhang der Keimblattentwicklung im Sinne von embryologischen Organisationsprinzipien und der biosynthetischen Sichtweise. Kostbarkeiten!

Die 20 besprochenen heimischen Heilpflanzen:

Jede dieser Heilpflanzen wird punktgenau in ihren Aspekten besprochen
(einschließlich eines tabellarischen Überblicks über die „Systematik der Wirkprinzipien“):

  • Botanik und Herkunft
  • Inhalt und Hauptwirkstoffe
  • Pharmakologie und Toxizität
  • Wirkung und Anwendung
  • Keimschicht und Organe (!)
  • Signatur und Wesen
  • Planetenkräfte und Qualität
  • Dosierung und Rezepturen

Ein sehr schöner Reiseführer auf unserm Seelenweg, der uns auf Seelenebene mit den wichtigsten heimischen Heilpflanzen verbindet:

  • Birke
  • Brennnessel
  • Efeu
  • Gänsefingerkraut
  • Holunder
  • Johanniskraut
  • Kamille
  • Lavendel
  • Löwenzahn
  • Mariendistel
  • Mistel
  • Schachtelhalm
  • (bittere) Schlefenblume
  • Steinklee
  • Süßholzwurzel
  • Tausendgüldenkraut
  • Thymian
  • Wachholder
  • Weißdorn
  • Wermut

Die Widmung der Autorin für mich möchte ich an alle Leserinnen meiner Rezension weiter geben:

„Mögen sich die Geheimnisse des Lebens durch das Wesen und die Signaturen von Pflanzen, Menschen und Dingen erschließen.“

Der Verlag hat – und das ist der vollständigkeitshalber auch zu erwähnen – zu einzelnen Heilpflanzen kontextbezogene Produktwerbung geschaltet. Nachdem ich – nach erster Irritation – dann die Schätze des Buches entdeckt hatte, wurden die werbenden Hinweise für mich eher ein guter Kundenservice für den Leser. Denn wer hier etwas für sich entdeckt hat, der findet in seiner Apotheke sicher schnell ein apothekenpflichtiges, pharmakologisches Produkt zur „Selbstmedikation“ in Absprache mit dem Apotheker.

Es sollte dann aber auch erwähnt sein, dass es auch entsprechende spagyrische und homöopathische Heilpflanzen-Essenzen gibt, die es dann aber eher selten in der Apotheke um die Ecke gibt.


Ursula Erbacher: Vernetzte Phytotherapie: Eine Synthese von moderner Forschung und überlieferter Erfahrung (Klick)

Flor G. Schmidt: Wildkräutermärchen

Untertitel: Von Sonnenhut, Augentrost und vielen anderen (Mit 15 Kräuterportraits), illustriert von Sibylle Schäfer

Ein wundervolles, märchenhaftes Buch. Ich weiß jetzt schon: Mein Lobpreis des Buches in höchsten Tönen wird ihm immer noch nicht gerecht werden können.

Die Autorin stellt 9 bekannte Heilpflanzen in der Form eines Märchens dar: der Rote Sonnenhut, der Salbei, die Engelwurz, die Arnika, die Kamille, der Baldrian, der Wehrmut, der Augentrost und die Wildrose. Jedes dieser bekannten Heilpflanzen wird uns in einem Märchen dargestellt, das seine Wesenseigenschaften deutlich heraus stellt. Das ist nicht nur ein „literarischer Trick“, die Autorin ist wirklich eine begnadete Märchenerzählerin. Mir waren an vielen Stellen die Tränen in den Augen.

Die Autorin schreibt dazu:

Das Wort „Märchen“ kommt aus dem mittelhochdeutschen „maere“ und wird mit „Kunde, Nachricht“ oder „Bericht“ übersetzt. … Sie sind die Sprache der Seele, die eine allumfassende Wahrheit aufweist. Kinder lassen sich davon berühren, da sie der geistigen Welt im allgemeinen noch näher verbunden sind. Erwachsene finden meist erst wieder dahin zurück, wenn sie sich auf die Suche begeben und sich aufs neue für diese Welt öffnen. Märchen sind wahrhaftig, jedoch auf einer anderen Ebene. Sie sind die Essenz einer Spiritualität, die sich durch ihre Inhalte allgemeinverständlich auszudrücken weiß. (S. 8)

Das Buch befragt und enthüllt die Seele der Heilpflanzen und ordnet sie in das energetische Chakrensystem ein. Es ist also mehr als nur ein Märchenbuch. Neben den oben genannten werden weitere 6 in der Kurzcharakteristik der Kräuterportrains aufgenommen, die mehr als nur lexikalisch formuliert sind. Es enthält sogar Anregungen aus der „Rezeptewelt“.

Zur Verbindung der Heilpflanzen mit dem System der Chakren schreibt die Autorin:

Meine Motivation, eine Pflanze mit einem Chakra in Verbindung zu setzen, besteht darin – ähnlich wie im feinstofflichen Bereich, beispielsweise der Heilimagination -, die Kräfte einer Pflanze bei einer energetischen Behandlung gedanklich mit einzubeziehen. (S. 8)


Mein Fazit: Ich kann mir kaum ein besseres Buch vorstellen, Kinder über dieses Märchenbuch mit der Welt der Heilkräuter vertraut zu machen. Jedes einzelne der acht Märchen regt durchaus die Phantasie an, sich die Märchen weiter zu erzählen.
Ja, es gehört in die Hände von Kindern, gerade kranke Kinder, die z.B. „Echinacea“ bei einer Erkältung verschrieben und dann das Märchen vom „Roten Sonnenhut“ vorgelesen bekommen. Vollkommen! So können Kinder gleich vom Wesen einer Phythotherapie märchenhaft ergreifend eingeführt werden.
Auch Erwachsene, die bestimmte Heilessenzen nicht einfach nur „schlucken“, sondern sich mit dem Wesen der Medizin verbinden wollen, sind diese „Wildkräutermärchen“ eine vollkommene Hilfe. Erst nachdem dieses Buch erschienen ist, ahnen wir, dass es eine schon lange existierende Lücke im Regal unserer Kinder und Enkel, in unser Hausapotheke füllt. Herzlichen Dank, Flor!

 

Die Internetseite der Autorin (Klick)

Die Leseprobe des Verlags (Klick)

 

 


Flor G. Schmidt: Wildkräutermärchen: Von Sonnenhut, Augentrost und vielen anderen – Mit 15 Kräuterportäts (Klick)

Lackner / Strasse: Spagyrik in Balance

Band 2 mit dem Titel: Hormone in Balance

 

Das kleine Büchlein der Autoren Roland Lackner und Olivier Stasse hat es doch in sich! Es ist der zweite Band einer Reihe „Spagyrik in Balance“ und behandelt das immer dringender werdende hormoneller Dysbalance und die Möglichkeiten der Spagyrik zur Wieder-Harmonisierung.

Das Buch ist eng gekoppelt an die Firma Phylak Sachsen als Hersteller der hier empfohlenen spagyrischen Mischungen, ohne eine reine Werbebroschüre zu sein. Das ist für mich verständlich, da mehr noch als in der Homöopathie die spagyrischen Essenzen nicht nur von der Rezeptur abhängen, sondern auch vom Hersteller und dem Herstellungsprozess selbst. Sie sind Teil des alchemischen Prozesses und entscheidender Teil seiner Qualität.

Das Motto der Autoren, die schon einige Bücher in dieser Thematik zusammen geschrieben haben (siehe unten):

Hormonstörungen haben extrem zugenommen im täglichen Praxisalltag. Der Mensch, der aus seinem inneren (hormonellen) und äußeren Gleichgewicht gekommen ist, ost Symbol für eine Gesellschaft, die nicht mehr in Zusammenhängen denken kann, und deshalb stark gefährdet ist, fatalistisches Gedankengut als „normal zu betrachten. Der Mensch als Einheit von Körper, Geist und Seele wird dann ebenso wenig wahrgenommen wie der Mensch als Teil des kosmischen Ganzen, dessen Handeln Auswirkungen auf die ganze Welt und letztlich wieder auf sich selbst hat. (S. 5)

Die Autoren thematisieren die hormonelle Balance nicht nur vom körperlichen Aspekt her, sondern auch vom geistigen und seelischen. Klar, das ist ja das Kennzeichen der auf Paracelsus zuruck führenden Spagyrik, Körper, Geist und Seele als Einheit zu behandeln. Die Autoren kombinieren deshalb spagyrische Impulse mit Kineseologie-Übungen zur Aktivierung von Hormondrüsen und ihre Chakra-Aktivierung. Und wie es schon in der Homöopathie bekannt ist, ist die Dosierung entscheidend, auf welcher Ebene sie wirksam ist.

Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Dosierung, desto feinstofflicher die Wirkung. (S. 12)
Wenn Sie der Meinung sind, Sie bräuchten eine stärkere Wirkung, wird hier die Frequenz der Gabe erhöht und nicht die Dosierung. (S. 11)

Alle Themen des Buches sind angenehm kurz zusammengefasst, so dass es auch unabhängig von der Spagyrik eine gute Einführung in die Thematik hormoneller Dysbalance ist.

Die Themen sind (einschließlich der Einführung):

  • Spagyrik als von Paracelsus begründete traditionelle abendländische Heilmethode
  • Geistige und seelische Aspekte von Krankheiten nach Dr. Zimpel
  • Dosierungs-Schlüssel (auch in der Fibonacci-Folge)
  • Invocatio Dei (Anrufung Gottes) im spagyrischen Heilungsprozess
  • Kinesiologie als flankierende Maßnahme
  • Die Entsprechung von Hormondrüsen – Pflanzen – Chakren
  • Die wichtigsten energetischen Themen bei hormonellen Störungen
  • Die Befreiung aus Abhängigkeiten und „Sklaverei“ (Opferhaltung)
  • Die Schilddrüse als „launisches Organ“
  • Autoaggressionskrankheiten einschließlich Hashimoto
  • Burn-out auch als hormonelles Problem
  • Die Erfüllung es Kinderwunsches
  • Wechseljahres-Beschwerden „energetisch und körperlich gut begleiten
  • Siebenjahres-Zyklen und die Öffnung der Chakren

Die Autoren plädieren unbedingt für einen ganzheitlichen Ansatz. Selbst die Vorstellung, gegen alle Malässen sei ein Kraut gewachsen, ist zu einseitig.

Die Symptome einfach wegzuzaubern mit Phytohormonen ist eher kontraproduktiv, da auch hier wieder eine Illusion geschaffen wird, dass alles in Ordnung ist. Und die Symptome, die ja auch Botschaften Ihres Körpers sind, nicht mehr gehört werden können. (S. 79)

r-pfeil-reMein Fazit: Ein sehr kompaktes Büchlein mit vielen essentiellen Aussagen – in seiner Art ganz „spagyrisch“.
Es ist hilfreich für sehr bewusste Patienten, die bereits einen Zugang zur Alchemie und Spagyrik haben. Obwohl die Autoren von einer unbedachten Selbstmedikation bei massiven hormonellen Störungen dringend abraten. Im Zweifelsfalle sei immer ein therapeutisch ausgebidete Kraft zu Rate zu ziehen.
Ich schätze, das Büchlein ist vor allem eine gute Einstiegslektüre für Heilpraktiker, die sich auch aufgefordert fühlen, ihren Beitrag zur Wende gegen das Elend hormoneller Entgleisungen leisten wollen. Es gibt gerade hier Alternative zu den ausschließlich Ärzten vorbehaltenen „bioidentischen Hormonen“. Die Spagyrik ist dabei ein kaum noch erkannte Möglichkeit, bestimmt so wirkungsvoll wie die Homöopathie. Sie sind seelenverwandt, die Spagyrik eher die ältere, große Schwester. Noch hat die Spagyrik nicht ernst zu nehmende Narrenfreiheit von Seiten der Schulmedizin.


Roland Lackner und Olivier Stasse: Spagyrik in Balance – Band 2: Hormone in Balance (Klick)

Die Hompage der Autoren (Klick)


Meine eigene Arbeit zur Yamswurzel

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und einer spagyrisch veredelten Yamscreme

„Das Natur-Wunder Yamswurzel (Yams)“

  • ihr Natur-Geschenk als Kultur-Pflanze und Grund-Lebensmittel
  • ihre Wieder-Geburt als alte Heil-Pflanze in der Frauenheilkunde
  • ihre biomedizinische Ver-Wendung gegen Progesteron-Mangel
  • ihre spirituelle An-Erkennung als Licht-Wurzel
  • ihr Durchbruch in der natürliche Gesundheits-Vorsorge

PDF, 9 Seiten

> zum Download (Klick)

Hartkemeyer: Die Yams Dioscorea batatas

Untertitel: Geschichtliche, botanischer und gesundheitliche Aspekte der Lichtyamswurzel


Es war nicht einfach, dieses Kleinod der Autoren Dr. Tobias und Julia Hartkemeyer aufzustöbern.
Bei meinen eigenen Arbeiten über die Yamswurzel (mein Artikel siehe unten) war ich auf der Suche nach wissenschaftlich fundiertem Hintergrundwissen zur Yams. Ich war einigermaßen erstaunt, zu dieser großen Kulturpflanze der Menschheit so gut wie kein Buch zu finden, um so wichtiger also dieses Kleinod als offensichtlich weit und breit kompetentestes! Es hat auch ein beeindruckendes Literaturverzeichnis und scheint mir das aktuelle wissenschaftliche Standardwerk zu sein.

Im Grunde gibt es traditionell zwei große YAMS-Zentren der Welt: der südamerikanische Raum mit der vor allem medizinisch verwendeten Yams und der asiatischen Yams als Grundnahrungsmittel.

Auch wenn die Autoren sich auf die spezielle asiatische Art der Yamswurzel „Dioscorea batatas“ spezialisiert haben, gibt es auch sehr interessante allgemeine Informationen über Ursprung und Ausbreitung der YAMS.

Die Zukunft der Lichtwurzel im Anbaugebiet Europa

Die Autoren reflektieren in dem Buch auch die ganze Ernährungspropblematik und die Möglichkeit des ökologischen Anbaus in Europa mit klaren Qualitätskriterien, einschließlich der Frage, was wirkliche LEBENS-Mittel sind.

Die Autoren beziehen sich auf Äußerungen des Anthroposophen Rudolf Steiner, der 1924 empfohlen hat, dass die YAMS die Kartoffel aus Hauptnahrungsmittel ersetzen möge, weil sie als Lebensmittel über ein ganz anderes spirituelles Potenzial verfügt. Im weiteren entfalten die Autoren die Thematik „aus anthroposophischer Sicht“. Das Buch stellt dabei auch die „pharmakologische Bedeutung“ der Yams Dioscorea batatas heraus, ihre Wirkung also als Heilpflanze.

Inzwischen ist der Begriff „Lichtwurzel“ von der Ludolf Andreas GmbH (Andreashof) für den biodynamischen Anbau der Anthroposophen (wie für DEMETER) warenrechtlich geschützt.

Bezug: > Der Andreashof in Überlingen (Klick)


Dr. Thobias und Julia Hartkemeyer: Die Yams Dioscorea batatas: Geschichtliche, botanische, und gesundheitliche Aspekte zur Lichtyamswurzel (Klick)


Meine eigene Arbeit zur Yamswurzel:

„Das Natur-Wunder Yamswurzel (Yams)“

  • ihr Natur-Geschenk als Kultur-Pflanze und Grund-Lebensmittel
  • ihre Wieder-Geburt als alte Heil-Pflanze in der Frauenheilkunde
  • ihre biomedizinische Ver-Wendung gegen Progesteron-Mangel
  • ihre spirituelle An-Erkennung als Licht-Wurzel
  • ihr Durchbruch in der natürliche Gesundheits-Vorsorge

PDF, 9 Seiten

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