Stephen Hawking: Eine wunderbare Zeit zu leben

Bei dem Besuch einer Sylter Buchhandlung sind mir zwei kleinen Büchlein in die Hände gefallen, die das große Denken der heutigen Zeit in sehr einfachen Worten, also leicht verständlich vermitteln: von dem bekanntesten Flüchtling der Welt (dem Dalai Lama und seinem Appell an die Welt; > meine Buchbesprechung) und dem bekanntesten „Behinderten“ dieser Welt, Stephen Hawking. Zwei geistige Giganten unserer Zeit.


Das Buch von Stephan Hawkings erschien zu seinem 75. Geburtstag am 8. Januar 2017. Es enthält ein paar kleine Auszüge aus seinem Leben und seinen wissenschaftlichen Arbeiten: Vier Artikel erzählen aus seinem Leben und seiner Erfahrung mit seiner Erkrankung (Kindheit / St. Albans / Oxford / ASL, S. 11 – 47), drei Artikel sind wissenschaftlicher Art (S. 49 – 92) und am Ende des Buches eine Resümé seines bisherigen Lebens „Keine Grenzen“ (S. 137 – 140).

Der Exkurs von Bernd Schuh „Die Haare der schwarzen Löcher. Stephen Hawking und die Erforschung der kosmischen Monster“ (S. 93 – 135) ist sehr wertvoll, da er hilft, das ganze theoretische Gebäude der Kosmologie von Stephen Hawking zu umfassen und zu verstehen.

 

Die biografischen Artikel

Hier gefällt mir besonders der stille (vielleicht britische?) Humor von Stephan Hawkins. Das Lesen seiner biografischen Auszüge zaubern dem Leser ein Lächeln ins Gesicht. Es ist einfach packend zu erfahren, wie aus einem „ganz normalen Jungen“ dann der „zweifellos berühmteste Wissenschaftler unserer Zeit“ (S. 7) geworden ist.

Beispiel für diesen süffisanten Humor:

Ich bin nie über einen mittleren Platz in der Klasse hinausgekommen. Meine Arbeiten machte ich sehr unordentlich, und mit meiner Handschrift brachte ich die Lehrer zur Verzweiflung. Doch meine Klassenkameraden gaben mir den Spitznamen „Einstein“, also sahen sie offenbar irgendwo Anlass zur Hoffnung. (S. 26 f.)

Es ist ein Glück, dass ich kein Beamter geworden bin. Mit meiner Behinderung hätte ich das nicht geschafft. (S. 36)

Was schreibt er zu seiner Krankheit ALS (amyotrophe Lateralsklerose, eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems)?

Die Erkenntnis, dass ich an einer unheilbaren Krankheit litt, an der ich wahrscheinlich in ein paar Jahren sterben würde, war ein ziemlicher Schock. …
Bevor meine Krankheit erkannt worden war, hatte mich mein Leben gelangweilt. Nichts schien mir irgendeiner Mühe wert zu sein. Doch kurz nachdem ich aus dem Krankenhaus gekommen war, träumte ich, ich solle hingerichtet werden. Plötzlich begriff ich, dass es eine Reihe wertvoller Dinge gab, die ich tun könnte, wenn mir ein Aufschub gewährt würde. In einem anderen Traum, der sich mehrfach wiederholte, opferte ich mein Leben, um andere zu retten. Wenn ich schon sterben musste, konnte ich noch etwas Gutes tun. (S. 40 f.)

Die wissenschaftlichen Artikel

Von dem Artikel „Was ist Wirklichkeit?“ (S. 49 – 70) war ich hellauf begeistert! Mit dem populärwissenschaftlichen Missverständnis der Quantenphysik gibt es sozusagen keine „objektive Wirklichkeit“ der Realisten mehr, jeder erschaffe sich seine Wirklichkeit selbst, der pure Subjektivismus oder gar Solipsismus.

Hawkins Begriff ist der „modellabhängige Realismus“:

Modellabhängiger Realismus umgeht all diese Streitereien zwischen der realistischen und antirealistischen Schule. (S. 57)
Modellabhängiger Realismus entspricht der Art und Weise, wie wir Objekte wahrnehmen. (S. 58)

Alleine dieser Artikel ist das ganze Büchlein wert. Der Artikel „Schwarze Löcher und Baby-Universen“ (S. 71 – 86) ermöglicht es auch einem wissenschaftlichen Laien eine Ahnung von dem, mit dem sich Stephen Hawkins zweit seines Lebens beschäftigt hat. Der Artikel behält auch für einen Laien seine Faszination. Der Artikel „Informationserhaltung und Wettervorhersage für Schwarze Löcher“ (S. 87 – 92) ist eine Kurzzusammenfassung („Abstract“) einer wissenschaftlichen Arbeit für das Fachpublikum. Muss man nicht verstehen. Man bekommt nur eine Ahnung, wie Astrophysiker miteinander kommunizieren. Dagegen scheint mir Chinesisch leichter verständlich zu sein. Diese wenigen Seiten durften im Buch aber auch nicht fehlen.

Das Resümé: keine Grenzen

Der Abschlussartikel müsste eigentlich vollständig zitiert werden. Hier nur die wichtigsten Sätze:

Meine Behinderung hat meine wissenschaftliche Arbeit nicht wesentlich beeinträchtigt. Tatsächlich war sie in mancherlei Hinsicht eher von Vorteil … (S. 137)
Ich hatte ein gutes und erfülltes Leben. Meiner Meinung nach sollten sich behinderte Menschen auf die Dinge konzentrieren, die ihnen möglich sind, statt solchen hinterherzutrauern, die ihnen nicht möglich sind. (S. 138)
Es war wunderbar in dieser Zeit zu leben und auf dem Gebiet der theoretischen Physik zu forschen. Falls ich etwas zum Verständnis unseres Universums beitragen konnte, wäre mein Glück vollkommen. (S. 140)

Mein Fazit: Ein Buch, das in jeder Oberstufe einer Schule und in der „Behinderten-Pädagogik“ gelesen werden sollte. Es führt leicht verständlich in die aktuelle Kosmologie ein – mit ihrer ganzen Relativität. Es gibt eine Ahnung davon, was wir wissen und was alles noch erforscht werden kann. Es ist sogar hilfreich für das „Alltagsbewusstsein“ und einer zentralen Grundfrage: „Was ist wirklich, was ist nur Schein?“ Das Buch macht vor allem Mut für die eigene Lebensvision und die Bestimmung im Leben. Wir Menschen haben ein dermaßenes Potenzial, dass die scheinbar größte körperliche Behinderung uns nicht davon abhalten muss, geistige Höchstleistungen zu erbringen.

 


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Omraam M. Aivanov: Das kosmische Gleichgewicht. Die Zahl 2

Dies ist meine 200. Buchbesprechung in meinem Buchblog. Sicher habe ich das zu diesem Anlass zu besprechende Buch bewusst ausgewählt. Es ist das Buch von Omraam M. Aivanov: „Das kosmische Gleichgewicht. Die Zahl 2“.
Ich möchte diese Buchbesprechung Elke widmen, mit der ich in der ZWEI lebe.

Warum es für mich so bedeutsam ist? Mich hat die Zahlenmystik nach Pathagoras im Mai 2010 gepackt und seitdem nicht mehr losgelassen. Dabei ist die Zahl 2 eines der vertracktesten Zahlen und wird leicht mit „Dualität“ und „Dualismus“ verbunden, sehr zwei-felhaft und zwie-lichtig verstanden. Doch wenn das Göttliche immer die EINS geblieben wäre, gäbe es keine Schöpfung. Erst in der ZWEI geht das Göttliche in die Schöpfung. Erst wenn wir zahlenmystisch der ZWEI einen Ehrenplatz zuweisen, kommen wir GEIST und SEELE der Schöpfung näher. 

Obwohl ich in der Zahlenmystik ganz gut zu Hause bin, hat mich das Buch von Omraam M. Aivanov: „Das kosmische Gleichgewicht. Die Zahl 2“ noch einmal sehr inspiriert! Er bezieht sich weder auf Pythagoras noch die Zahlenmystik selbst, doch „verehrt“ die Zahl 2 in den höchsten Tönen:

Die ZWEI entsteht zahlenmystisch nicht durch die Verdopplung der 1 (1 + 1), sondern durch die Polarisierung. Mit anderen Worten: Das Göttliche verdoppelt sich nicht, sondern polarisiert sich in das männliche und das weibliche Prinzip. Das Göttliche ist ein Paar. Alles Erschaffene unterliegt dem Gesetz der Polarität, der Anziehung der Gegensätze, dem Austausch zwischen dem Gegensatzpaar, dem Zusammenspiel zwischen Göttlichem GEIST und universeller SEELE, der NULL und der EINS.

Die beiden Prinzipien Männlich und Weiblich stehen am Anfang der Schöpfung. (S. 50)

Ein großes Symbol von Omraam M. Aivanov ist die Waage (auch als astrologisches Zeichen), das ausgleichende Prinzip. Sehr tief interpretiert er auch die 2. Tarot-Karte: die Hohepriesterin. Auch den Lebensbaum der Kabbala mit seinen 10 Elementen interpretiert er auf der Basis der ZWEI und der DREI. Weitere Symbole und Themen, die den Sinn der ZWEI verständlich machen: Adam und Eva / das Gute und das Böse / Symmetrie und Asymmetrie / der weiße und der schwarze Kopf in der Kabbala / Schlüssel und Schloss / Zepter und Reichsapfel / die VIER (das Kreuz), die ACHT, die Unendlichkeit / Tugend und Laster / die Schlange und der Äskulapstab / Leben und Tod / … und das ist noch nicht alles!

Dabei verleugnet der Autor nicht die „Schattenseite der ZWEI“: 

Die Zahl 2 ist die Zahl der Einswerdung. Die tiefgründigsten, komplexesten, gefährlichsten Fragen sind in der 2 enthalten, sogar das Geheimnis der Existenz des Teufels. Alles, was Bezug zur 2 hat ist schwierig. …
Die Zahl 2 ist die gefährlichste von allen Zahlen, denn in ihr befinden sich alle Möglichkeiten der Teilung, der Abzweigung. Dort beginnt also das Böse. (S. 25)

Polarität als Tanz und „Einheit der Gegensätze“ ist der Schlüssel. Das Übel ist, wenn sich diese Gegensätze bekämpfen, eines sich über das andere erhebt, sich trennen und verselbständigen.

Nur die Philosophie der Einheit erlaubt es uns, die Dinge so zu sehen, wie sie in Wirklichkeit sind. In Gott ist alles 1 und sogar, wenn es die 2 gibt, sollte man diese 2 vom Gesichtspunkt der 1 aus verstehen. Die Zahl 1 ist alles und erhält alles. (S. 110)

 

Mein Fazit: Ja, es macht viel Sinn über die Zahl 2 zu meditieren, wenn man einen Zugang zur Zahlenmystik, zur Zahlensymbolik, zur Numerologie und letztlich auch zur Zahlenmagie erhalten will. ZAHLEN sind die tiefste SYMBOLIK. Wer für sich die Zahl 2 meistert, der hat Zugang zur Tiefe der Zahlenmystik. Die ZWEI ist der SCHLÜSSEL zur Schöpfung, auch der eigenen.
Es ist mir ein besonderes Vergnügen, mit  Omraam M. Aivanov einen „alten Meister“ zu lesen und zu studieren, den man wahrlich nicht in die „New-Age-Esoterik“ einordnen kann, bei der das Spirituelle immer „einfältiger“ wird, weil die Schöpfungsmacht der ZWEI als „Dualität“ verteufelt wird. Doch die Verteufelung der ZWEI führt nur in Teufels Küche.

Die ZWEI ist das erste göttliche Schöpfungsprinzip.

 

Das kosmische Gleichgewicht: Die Zahl 2 (Izvor) (Klick)

Ursula Erbacher: Vernetzte Phythotherapie

Untertitel: Eine Synthese von moderner Forschung und überlieferter Erfahrung


Das Buch ist zwar schon 2006 erschienen, scheint mir aber in seinem Bereich nach wie vor ein Klassiker zu sein, war seinerzeit jedenfalls bahnbrechend.

Die Kräuterheilkunde der Traditionellen Abendländischen Medizin (TAM) bekommt in unserer Zeit endlich wieder die Anerkennung, die ihr gebührt. Und dazu hat dieses reichlich bebilderte Büchlein sicher auch seinen Beitrag geleistet. Es ist kein Lehrbuch, sondern ein Handbuch, das nicht nur in der grundsätzlichen Einleitung, sondern auch in er Kurzcharakteristik der einzelnen Heilpflanzen essentiell auf den Punkt kommt. Insofern ist es auch in für den (der Spagyrik oder Anthroposophie gegenüber aufgeschlossenen) Laien hilfreicher Wegbegleiter.

Die Synthese

Jede Kultur hat ihre Urväter, in unserer abendländischen Kultur ist es zweifellos HERMES Trismegistos, der dreifache Meister. Er war eine Legende in der ägyptischen Kultur, manche verbinden ihn mit dem biblischen Namen „Moses“ und war auch im klassischen Altertum als der Götterbote Hermes oder Mercurius hoch angesehen. Es war wohl vor allem Paracelsus, der als Universalgenie diese alchemischen Lehren in die Neuzeit gerettet und weiterentwickelt hat. Bei ihm waren Medizin, Alchemie und Astrologie noch eins. Daran knüpft das Buch an und verbindet diese traditionelle Weisheit mit moderner Phytotherapie.

Ganz im Sinne der Alten werden in diesem Buch die Heilpflanzen nicht nur mit ihrer pharmakologischen Wirkungsweise, Botanik und Herkunft betrachtet, sondern nach ihrer Zuordnung zu den Denksystemen

 

  • der Signaturenlehre,
  • der Planetenkräfte,
  • der Keimblattentwicklung und
  • dem biosynthetischen Ansatz (S. 10)

Für mich herausragend (richtig spannend) war hierbei der Zusammenhang der Keimblattentwicklung im Sinne von embryologischen Organisationsprinzipien und der biosynthetischen Sichtweise. Kostbarkeiten!

Die 20 besprochenen heimischen Heilpflanzen:

Jede dieser Heilpflanzen wird punktgenau in ihren Aspekten besprochen
(einschließlich eines tabellarischen Überblicks über die „Systematik der Wirkprinzipien“):

  • Botanik und Herkunft
  • Inhalt und Hauptwirkstoffe
  • Pharmakologie und Toxizität
  • Wirkung und Anwendung
  • Keimschicht und Organe (!)
  • Signatur und Wesen
  • Planetenkräfte und Qualität
  • Dosierung und Rezepturen

Ein sehr schöner Reiseführer auf unserm Seelenweg, der uns auf Seelenebene mit den wichtigsten heimischen Heilpflanzen verbindet:

  • Birke
  • Brennnessel
  • Efeu
  • Gänsefingerkraut
  • Holunder
  • Johanniskraut
  • Kamille
  • Lavendel
  • Löwenzahn
  • Mariendistel
  • Mistel
  • Schachtelhalm
  • (bittere) Schlefenblume
  • Steinklee
  • Süßholzwurzel
  • Tausendgüldenkraut
  • Thymian
  • Wachholder
  • Weißdorn
  • Wermut

Die Widmung der Autorin für mich möchte ich an alle Leserinnen meiner Rezension weiter geben:

„Mögen sich die Geheimnisse des Lebens durch das Wesen und die Signaturen von Pflanzen, Menschen und Dingen erschließen.“

Der Verlag hat – und das ist der vollständigkeitshalber auch zu erwähnen – zu einzelnen Heilpflanzen kontextbezogene Produktwerbung geschaltet. Nachdem ich – nach erster Irritation – dann die Schätze des Buches entdeckt hatte, wurden die werbenden Hinweise für mich eher ein guter Kundenservice für den Leser. Denn wer hier etwas für sich entdeckt hat, der findet in seiner Apotheke sicher schnell ein apothekenpflichtiges, pharmakologisches Produkt zur „Selbstmedikation“ in Absprache mit dem Apotheker.

Es sollte dann aber auch erwähnt sein, dass es auch entsprechende spagyrische und homöopathische Heilpflanzen-Essenzen gibt, die es dann aber eher selten in der Apotheke um die Ecke gibt.


Ursula Erbacher: Vernetzte Phytotherapie: Eine Synthese von moderner Forschung und überlieferter Erfahrung (Klick)

TOBIAS: Wir sind Engel auf Erden

Untertitel: Unsere Reise ins erwachte Bewusstsein

Gechannelt von Geoffrey und Linda Hoppe > MEHR

Wenn ich vorstellen darf: TOBIAS, der aus der Bibel bekannt ist, dem „Buch Tobit“ (700 – 600 v. Chr.), das dann allerdings mit der Reduktion auf die vier Evangelien herausgeworfen wurde. Er ist ein Geistwesen, das zwischen 1997 – 2009 von Geoffrey Hoppe gechannelt wurde.

Dieses Buch ist eine Zusammenfassung seiner Boschaften und auch in der deutschen Ausgabe eine Weltpremiere. „Tobias schickt heute Botschaften auf die Erde, um das zu begleiten, was er als „die größte Evolution des menschlichen Bewusstseins jemals“ bezeichnet hat.“ (S. 11)

Eine neue Genesis

Jedes Zeitalter entwickelt eine neue Genesis, eine neue Schöpfungs-Mythologie, eine neue Kosmologie. Mit jedem Zeitalter verstehen wir das „Wer bin ich?“ und „Wer sind wir?“ immer tiefer – und das Buch liefert eine nahezu vollkommene Antwort auf die Frage. Es ist zweifellos eine solche neue Schöpfungsgeschichte. Es ist eine GESCHICHTE, eine Metapher, fast würde ich sagen: ein Märchen über Engeln für Kinder gebliebene Erwachsene. Es ist die „Genesis der Engel“ – überaus spannend erzählt, ich konnte nicht anders als das Buch „in einem großen Atemzug“ bis zu Ende zu lesen. Ich weiß nicht, ob das Buch schon DIE Neue Kosmologie des Wassermann-Zeitalters ist (für mich sind auch noch einige Fragen offen), doch es ist ein grandioser Entwurf! Aus dieser Perspektive sind wir schon seit Äonen Engel auf Erden mit den vielen Erfahrungen über die Inkarnationen hinaus.

Ich traue keiner Schöpfungsgeschichte mehr, die nicht Gott-Vater-Mutter zum Ausgangspunkt hat. Im Wassermann-Zeitalter ist das Göttliche das Elternpaar.
Das Buch geht tiefer. Dieses Göttliche Elternpaar ist nicht einfach „von Anfang an“ da, sondern hat sich selbst erschaffen in einer alles umfassenden Liebe der gegenseitigen Selbsterkenntnis. Und dann kamen die „Kinder Gottes“, die Engel. Sie bekamen alle Freiheiten ihrer Eltern, alle Erfahrungen in dem Großen Spiel der Schöpfung zu machen.
Die ENGEL als „entlassene Kinder Gottes“ sind die eigentlichen Schöpfer. Ihr Spielplatz ist die Schöpfung, die Evolution. Was für ein grandioses Spiel.

Ich werde die Geschichte hier natürlich nicht nacherzählen. Sie ist berührend! Denn wenn wir sie mit dem Herzen lesen, dann ist es so, also ob wir uns erinnern. Es ist das, was die großen Meister immer „gepredigt“ haben: ERWACHEN ist ERINNERN, wer wir sind. Es gibt kein Zurück in den Urzustand – unsere große Sehnsucht. Doch wir sind schon als Engel ausgezogen, Pioniere der Schöpfung zu sein, Abenteurer. Das ist unsere Leidenschaft. Daran erinnert uns diese „Kosmogenese der Engel“, die lange vor dem Urknall (der großen Feuerwand) beginnt.

Spirit und Seele

SPIRIT ist das Ursprüngliche, das von allen Assoziationen befreite „Gott“, aber auch der „Göttliche Funke“ in uns, der KOKON, der darauf wartet, sich zu entpuppen.

Und so war es, jenseits von Zeit und Raum, dass es diese Sache gab, die man Spirit nennt. es war Einssein. Es war in sich selbst vollendet, vollständig, ganz. Spirit kannte nichts anderes als das eigene Selbst. Es existierte einfach. Es war einfach da. (S. 17)

ALLES hat Spirit, so auch die Sonne. Doch nicht alles hat SEELE.

Aufgrund dieses wunderbaren Vorgangs, sich gegenseitig zu lieben, was letztlich bedeutet, sich selbst und sein Selbst zu lieben, erschufen sie die Kinder Gottes. Das war der großartige Prozess des Gebärens der beseelten Wesen. Denn weißt du, selbst König und Königin, selbst Mutter-Vater-Gott sind keine beseelten Wesen. (S. 21)

Engel sind die beseelten Wesen. Die Sonne hat SPIRIT, aber keine SEELE.

Obwohl sie kein beseeltes Wesen ist, besitzt die Sonne ihre eigene Identität und Persönlichkeit, ihr eigenes Bewusstsein von sich selbst als Sonne. (S. 172)

Jesus war kein Engel – und damit auch kein beseeltes Wesen.

Yeshua war kein beseeltes Wesen. Er war die Manifestation des Bewusstseins einer Gruppe von Menschen, die erkannten, dass die Zeit reif war, die begriffen, dass die göttlichen Energien jedes einzelnen Engels auf Erden bald hereinkommen und sich mit dem betreffenden Menschen vereinen würden. (S. 174)

Das kosmische Drama

Auch wenn es in dieser Engelgeschichte keinen Luzifer, keinen Satan, keinen gefallenen Engel, keinen Teufel gibt (das ist bemerkenswert!), so gibt es doch ein großes Drama: Das ursprünglich expandierende Bewusstsein verlangsamt sich immer mehr und der große Rat der Engel (die Zusammenkunft der Engelorden) sucht eine Lösung, damit diese Energiewelle des expandierernden Bewusstseins nicht in sich selbst kollabiert. Es gibt 33 kosmische Experimente – und der Planet Erde ist eines dieser Experimentierfelder, um dieses kosmische Drama zu überwinden.

Die Erde, die Neue Energie, die Neue Erde

Eine neue Schöpfungsgeschichte erhält natürlich viele Überraschungen bereit. Die für mich größte Überraschung ist Rolle des Planeten Erde. Sie nimmt eine zentrale Rolle ein. Während unsere Astrophysik uns zu einem winzigen Staubkörnchen in einem unendlichen All degradiert – verzweifelt und seelenlos nach Leben suchend, geht die Schöpfungs-Mythologie dieses Buches eine ganz andere Richtung: Die Erde ist nicht nur für unser Sonnensystem, nicht nur für unsere Galaxie einzigartig, sondern für das Spielfeld der Engel im Kosmos überhaupt. Es ist DAS gelungene Experiment für die Erneuerung der Kosmischen Energien als BESEELTE ENERGIEN. Was hier über die Äonen gelernt wurde, steht andere „Erden“ zur Verfügung. Die Erde ist der PROTOTYP für eine neuartige Energie, einer Energie, die auf diesem Planeten erst erschaffen wurde. Eine Energie, die diesen Planeten auch verändern wird – zu dem Juwel, der sie ist.

Meisterschaft der Neuen Energie

Dieses Experiment bedarf auch neuer Meister, Schöpfer der Neuen Energie, die eng mit ihrer körperlichen Existenz verbunden sind. AUFSTIEG ist nicht mehr in ein Jenseits, sondern in ein höheres Bewusstsein in diesem Heiligen Körper.

Du kannst hier auf der Erde bleiben und dich entscheiden – nicht aus Angst, sondern aus Liebe -, 150 Jahre oder 200 Jahre lang zu leben. Das ist absolut möglich, wenn du dich selbst liebst. (S. 214)

[Der Satz hat mich persönlich erschüttert. Als ich 30 Jahre alt war, durchlebte ich meine bis dahin größte Lebenskrise und dachte: Jetzt habe ich die Hälfte meines Lebens schon hinter mir und stehe vor einem Scherbenhaufen. Ich beschloss – halb im Scherz , halb aus tiefer Weisheit – 300 Jahre alt zu werden … So hatte ich nicht mein halbes Leben schon verspielt, sondern erst 10% …]

Die Kernbotschaft des Buches, die ich hier zitieren will. Wenn sie dich anspricht, dann lies das Buch bitte vollständig:

Ich werde mit dabei sein am Beginn einer Ära der Neuen Energie. Ich werde jetzt wieder ein Pionier sein, der lernt, wie man mit der Neuen Energie arbeitet, während die meisten Menschen keinerlei Ahnung haben, was das überhaupt ist. Ich werde lernen, wie man von der Schwingungsebene (von Energie) auf die expansive Ebene geht (wo sich Energie einfach ausdehnt), während ich hier in meinem physischen Körper bin und das auf die intimste Weise erfahre, die möglich ist. Ich werde mich total in mein Selbst verlieben. (S. 216)

Mein Fazit: Ja, wir brauchen eine neue Kosmologie, eine, die unsere Weltanschauung völlig verändert. Dieses Buch repräsentiert in meinen Augen wie kein anderes diese neue Schöpfungs-Mythologie. Sie ist für mich an vielen Stellen überraschend, aber nicht fremd. Sie ist vor allem sehr hoffnungsvoll. Nein, es ist mehr: eine Vision, die größer nicht sein könnte. Hier auf unserem Planeten Erde ein (inszeniertes) kosmisches Drama zu einem Lustspiel, einer Komödie transmutieren zu können. Dieses Buch spricht den Meister in mir an, die NEUE ENERGIE für die NEUE ERDE zu nutzen, um das schon vollendete Werk sich manifestieren zu lassen. WOWWW.

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Bahar Yilmaz: Der Ruf der geistigen Welt

Untertitel: Wie Sie Ihre medialen Fähigkeiten aktivieren und nutzen
Das große Praxisbuch des Channelns

Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Buch ist großartig! Ich empfehle es jedem, der sich als „spirituell“ versteht.
Das Buch ist sozusagen eine Landkarte unserer himmlichen Heimat. Wir sind alle bereits Geisteswesen, die irdische Erfahrungen in einem Körper machen. Und da ist es ganz sinnvoll für die spirituelle Orientierung, eine Karte unserer geistigen Heimat zu haben. Vieles, was wir pauschal als „geistige Welt“ bezeichnen, wird in den Buch über die verschiedenen Dimensionen sehr differenziert dargestellt. Wir brauchen eine neue Kosmologie – und das Buch ist sicher ein Teil dessen.

Das Buch ist sehr locker geschrieben, es ist leicht zu lesen. Die Autorin duzt uns Leser, was nicht aufgesetzt, sondern absolut stimmig ist. Mir gefällt besonders, dass sie durchaus kritisch mit „ihrer Channel-Szene“ umgeht. Ich empfehle sogar, nach dem Vorwort gleich das letzte Kapitel (es sind nicht viele Seiten) zu lesen: „Prüfkriterien für ein Channeling“. Es hilft dem kritischen Verstand zu wissen, dass hier Spreu vom Weizen getrennt werden. Er darf die Kriterien auch gleich an das Buch selbst anlegen. Es ist sehr ehrlich und offen. Manchmal gibt die Autorin auch zu: „Ich habe zu einem bestimmten, speziellen Thema keine Ahnung.“

Ansonsten sollte man den kritischen Verstand ablegen (er ist ja mit „Prüfkriterien“ beschäftigt), es nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen lesen. Wenn man sich nicht schockieren lassen will, „was es alles so gibt“, dann sollte man das Buch erst einmal wie ein Sciencefiction lesen. Ich glaube, kaum jemand wird alles gleich beim ersten Lesen annehmen können. Unser Kosmos ist so gefüllt von Wesenheiten, dass es im ersten Moment richtig verwirrend ist. (Und unsere seelenlose Wissenschaft sucht immer noch verzweifelt nach Leben außerhalb der Erde!) Wenn man den  Sciencefiction-Teil dann hinter sich hat, sich einen Überblick verschafft hat, wird man das Buch ein zweites Mal lesen wollen – und dann auch all die 32 Meditatons-Übungen machen (zumindest, die einem aus dem Angebot wichtig sind). Dazu gibt es eine passende Meditations-CD bei der Autorin und ist für Übende sehr zu empfehlen > MEHR).
Ein Großteil des Buches beschäftigt sich darüber hinaus mit der Basis fürs Channeln, also dem Freimachen von Energiebahnen und Reinigungen verschiedener Art, der bewussten Erhöhung von Schwingungsfrequenzen.

Das Buch entmystifiziert das Channeln. Es nimmt ihm jeden Hokuspokus und grenzt sich auch von Pseudo-Canneling ab. Channeling wird zu etwas von jedem alltäglich Erfahrbarem. Es ist eine hochenergetische und heilsame Hilfe aus der geistigen Welt, aber kein Abhängigkeits-Programm. Wer sein Leben durch Channelings entscheiden lassen will, der hat etwas nicht verstanden. Viele Menschen channeln unbewusst: „Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie channeln, dass sie Energien aus höheren Ebenen weitergeben. Denn das ist ja mit ‚Channeln‘ gemeint.“ (S. 283). Man muss dabei kein „Medium“ für andere sein, wahrscheinlich ist ein solches Setting (Channel-Sitzung als Medium mit anderen) der weitaus geringste Teil des Channelns. Kurz: Das Buch vermittelt auch ein erfrischend neues Verständnis für Canneling überhaupt.

Dann kann es richtig losgehen, der Turbo unserer spirituellen Entwicklung ist eingeschaltet und führt uns zu einem Transformationssprung in unserem Bewusstsein: „Meistens erinnert es uns an unsere eigenen Göttlichkeit, und genau dies sollte ein ‚echtes‘ Channeling ja bewirken, ein Gefühl des All-Eins-Seins, von Erleuchtung und Göttlichkeit. (S. 283 f.)

Die Heilige Hierarchie

Vorweg: „Hierarchie“ bedeutete im Ursprung immer heilig (hieros, gr.), gemeint war die Führung und Herrschaft des Göttlichen über die verschiedenen Ebenen.

Um eine Ahnung über die Bandbreite des Buches zu geben, will ich hier die im Buch angegebenen Hierarchieebenen der 13 bzw. 14 Dimensionen aufführen (die dazugehörige Graphik ist auf S. 165):

  1. Dimension: die Wesenheiten der inneren Erde
  2. Dimension: die Naturgeister wie Feen, Elfen, Kobolde, Zwerge, Devas
  3. Dimension: die Welt der Menschen
  4. Dimension: der nichtmenschlichen und humanoiden Wesenheiten
  5. Dimension: planetare Wesenheiten (meist Lichtwesen)
  6. Dimension: der Rat der Weisen und die Akasha-Chronik
  7. Dimension: die Jenseitswelt der Verstorbenen und Seelenfamilien
  8. Dimension: die Welt der Geistführer und Geisthelfer
  9. Dimension: die Aufgestiegenen Meister, Lichtwesen, Atlantis/Lemuria
  10. Dimension: die Engel
  11. Dimension: die Erzengel, Seraphim
  12. Dimension: Elohjim („Götter“) als Schöpfererngel, „rechte Hand Gottes“
  13. Dimension: Höheres Selbst, Suprabewusstsein, Christus-Bewusstsein, Buddhanatur (alles ist eins mit unterschiedlichen Namen)
  14. „Dimension“: Quelle, Gott, Liebe

Diese Strukturierung existiert in dieser Form natürlich nicht. Es ist nur eine Hilfe für unseren Verstand, sich zu orientieren und zurecht zu finden. Der Begriff der Dimension auch auch nicht mit unsren 4 Dimensionen der Raumzeit zu verwechseln und auch nicht mit dem „Aufstieg in die nächste Dimension“. Wenn wir channeln, sollten wir einfach wissen, in welcher „Hierarchie-Ebene“ wir uns gerade aufhalten. Ich persönlich würde den Begriff „Reich“ vorziehen, also „das Reich der Engel“ usw.

Diese Hierarchien sind auch nicht so misszuverstehen, dass man in seinem Bewusstsein eine Dimension nach der anderen „hochklettern“ müsse. Es ist keine Leiter. Wir können hin- und her springen. Unser Höheres Selbst ist immer bei uns. Engel sind Wesen, die uns unmittelbar umgeben. Jeder hat wahrscheinlich einen Geistführer. Alle Dimensionen sind gleichzeitig präsent.

Zu manchen Dimensionen haben wir Resonanz, zu anderen nicht. Es kommt auf unseren Seelenplan an. Wie alle diese Wesenheiten eine spezielle Aufgabe in der Schöpfung haben, hat jeder einzelne von uns auch eine spezielle Aufgabe. Das Entscheidende ist unsere bewusste Verbindung zu unserem Höheren Selbst („Erleuchtung“) und die Erfüllung unseres Seelenplans. Dafür können die unterschiedlichen Wesen der verschiedenen Dimensionen zu Rate gezogen, um Hilfe und Heilung gebeten werden. Das Buch ist keine Anregung für einen „Channel-Tourismus“ in der Geistigen Welt, um die „Großartigkeit unseres spirituellen EGOs“ zu befriedigen.

EGO und Seele

Das für mich Innovativste im Buch sind die (heiklen) Themen Ego und Seele. Ich hatte hier die meisten AHA!-Erlebnisse und habe hier am meisten für mich gelernt.

Die Autorin nennt das Ego liebevoll den „inneren Wächter“. Ein Wächter schützt. Er ist so etwas wie eine Sicherung und schützt uns davor, von höheren Energien „durchgeknallt“ zu werden.Wenn man seine Aufgabe kennt, kann man mit ihm arbeiten. Er kommt dann auch angemessenen Aufgaben sinnvoll nach.

Das größte Highlight war für die die Unterscheidung von Seele und Höherem Selbst (S. 262). Traditioneller Weise gehen wir von der Unsterblichkeit der Seele aus (Pythagoras). Gleichzeitig entwickelt sich die Seele und kann sogar krank sein. Wie können Seelenanteile verlieren und wieder integrieren (Schamanismus). Wir sprechen auch davon, dass Menschen ihre Seele verloren oder verkauft haben (Faust bei Goethe). Doch all das sind wieder Kennzeichen des Sterblichen (was sich entwickelt, hat einen Anfang und ein Ende). Ich hatte mich damit beholfen, der Seele etwas Sterbliches wie auch Unsterbliches zuzuschreiben. Den unsterblichen Teil der Seele „Höheres Selbst“ zu nennen, ist für mich eine geniale Lösung. Der sterbliche Teil der Seele kann dann gerne in der Evolution des Kosmós (Kosmogenese) aufgehen. Das sind natürlich für unsere Vorstellungen unvorstellbare Zeitspannen, nahezu ewig – aber eben nur „nahezu“. Das uns bekannte Universum hat einen Anfang (13,8 Milliarden Jahre) und wird ein Ende haben, genau so wie seine Seele.

Hochinteressant ist die neue Sichtweise der Seelenanteile. Die individuelle (untrennbare) Seele ist ein hochkomplexes kosmisches Schwingungsfeld mit vielen Schwingungsanteilen. Der Seelenanteil unserer Seelenfamilie ist bekannt. Doch auch z.B. die „Seele des Wassers“ („Wassergeist“) ist ein Teil unserer Seele, weil unser Körper vor allem aus Wasser bestehen (S. 252). Das gilt auch für die anderen Elemente. Andre Seelenanteile können verstorbene Menschen sein, Aufgestiegene Meister, Planetare Wesenheiten, Engel, Elohjim (der Schöpferengel). Jetzt wird klar, wie wichtig Channeln für unseren Seelenweg ist, nämlich bewusst Kontakt zu den Wesen aufnehmen, die Teil unserer Seele sind. Zu ihnen haben wir die stärkste Resonanz, sie lassen sich am leichtesten channeln.

Zu der ganzen Thematik des Seelenfeldes gehört auch, dass wir die Gleichung aufgeben müssen „ein Körper = eine Seele“. Eine Seele ist immer eine Gruppenseele, die in verschiedenen Körpern inkarniert. Das kennen wir ja von vielen Tieren, die nur als Gruppe lebensfähig sind. Deshalb ist das Thema „Seelenfamilie“ auch für uns sehr wichtig.

Ich will in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt lassen, dass die Autorin von zwei neuen Seelentypen spricht: den Hybridseelen und Katalysseelen (S. 235 ff).

Um nicht missverstanden zu werden: Was ich hier aus meiner Sicht referiere, ist nur ein Bruchteil des Reichtums dieses Buches. Wie gesagt, es sollte jeder lesen, der sich „spirituell“ nennt und schauen, wo er mitschwingt (in Resonanz ist) oder Widerstand leistet.

Mein Fazit: Wir sind als Geisteswesen mit der geistigen Welt verbunden. Wir kommen aus dieser Welt und gehen in sie zurück. Unser Leben ist eine Reise durch geistige Welten und dafür ist eine Karte und ein Reiseführer sehr sinnvoll, um das Ziel zu erkennen und auf dem Weg zu bleiben. Es gibt in dem Buch sicher vieles, wozu wir keine „Resonanz“ verspüren. Aber das, was in uns eine starke Resonanz auslöst, ist sehr hilfreich auf unserem Seelenweg, zur Verwirklichung unseres Seelenplans. Im Grunde können wir nicht nicht channeln, wenn wir Channeln richtig versteht als Runter-Transformieren höherer Energien in die irdische Welt. Dafür sind wir da! Das Buch ist ein Grundlagenwerk wie auch Praxishandbuch.

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Interview mit Bahar Yilmaz in Mystica.TV
plus einer Übung auf YouTube
(zusammen 62 Minuten, sehr empfehlenswert!)

Alle drei Videos sind von mir auch
kommentiert. Viel Freunde, ein zauberhaftes Wesen, wirklich sehenswert.

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Nachwort

Wenn ich zu einem Buch ein Nachwort schreibe, liegt dem keine Kritik, sondern eine besondere Wertschätzung zugrunde. Ein Buch ist an meinen Grenzen und ich versuche eine genaue Grenzbestimmung, auch Grenzwerweiterung für mich. Meine vier dicken Themen zu dem Buch sind: 1. Teufel, 2. MARIA Mutter Gottes, 3. der direkte Weg, 4. Channeln als Autor und Künstler

Teufel: In meinem Weltbild gibt es keine Engel ohne Teufel (gefallene, dunkle Engel). Die Autorin geht auf das Thema am Ende durchaus ein und macht nachvollziehbar klar, dass man keine „dunklen, bösen Wesen“ channeln kann. Da passen einfach die Resonanz-Schwingungen nicht. Damit hat das Thema „Teufel und böse Wesen“ in einem Buch über Channeln nichts zu suchen. Ich stimme dem zu! „Besetzungen durch dunkle Wesen“ haben auch mit Channeln nichts zu tun und in einem solchen Buch nichts zu suchen. Worauf ich hinaus will: Die kosmische Karte der Autorin ist die Karte des Channelns (der höheren Wesensheiten, die sich channeln lassen). Es ist nur eine Teilkarte für eine holistische Karte der neuen Kosmologie, die dann auch die Schattenwesen, die „dunklen Mächte“ mit einbeziehen muss.

MARIA: Mir ist erst vor kurzem durch das Buch von Pia Gyger (> meine Besprechung) „Maria –  Tochter der Erde, Königin des Alls“ die Bedeutung von MARIA als Mutter Jesu für die neue Schöpfung bewusst geworden. Es gibt sicher schon Menschen, die Maria vor allem wohl im katholischen Umfeld „channeln“, ihre Botschaft von heute empfangen (wie es bei Pia Gyger sicher der Fall war). MARIA wir in dem Buch der Autorin namentlich gar nicht genannt, ist noch nicht in ihrem Resonanzfeld erschienen.
St. German scheint immer noch die „Hauptfigur“ als Aufgestiegener Meister (neben einigen Erzengeln) zu sein, die bevorzugt gechannelt werden. Ich sehe darin einen gewissen Entwicklungsstand unserer kollektiven menschlichen Seele. Heute geht es vor allem um NEUE ENERGIE, und dafür ist St. German wohl der Meister. Doch ich wage einmal eine „pythagoräische Prognose“: Sicherlich schon bald werden wir für das Schwingungsfeld von MARIA reif sein, und dann wird SIE vor allem gechannelt werden. Schöner Spruch?: Sage mir, wen du channelst und ich sage dir, wer du bist.

Der direkte Weg: Die alten Meisten haben ihre Schüler immer davor gewarnt, sich in der „Jenseitswelt“ zu verirren und zu verwirren. Entscheidend ist der DIREKTE WEG zum Christus-Bewusstsein, zur Buddhanatur. Es bedarf keines Mediums (Mittlers), um bewusst in Verbindung zu seinem Höheren Selbst zu sein. Die Autorin bezeichnet dies als „Königsweg“ (S. 263) oder auch „direkten Draht zu Gott“ (S. 261). Ich sehe das auch so. Der direkte Weg führt unmittelbar zur Offenbarung des Seelenplans. Channeln wird dann eher DANACH spannend, wenn es darum geht, den Seelenauftrag auszuführen. Dann sind wir bewusster Teil der Schöpfung und können, ja müssen uns für die Hilfen öffnen, die wir für unseren Seelenweg brauchen, denn der Seelenweg ist dann kein persönlicher mehr, sondern ein Gruppenweg einschließlich der Kooperatioonspartner der Geistigen Welt. Channeln VOR der „Erleuchtung“ durch den direkten Weg kann aber auch hilfreich im Heilungsprozess sein, um überhaupt einen Zugang zur „eigenen“ Seele zu finden. So gesehen passen für mich „der direkte Weg“ und „das Channeln“ doch wieder zusammen.

Channeln als Autor und Künstler: Die Autorin des Buches weist selbst darauf hin, dass das Channeln bei dieser Menschengruppe anders funktioniert. Bei Musikern und Malern werden die höheren Energien in die Kunstwerke DIREKT transformiert. Sie haben keine höheren Wesen angerufen, da muss niemand um etwas bitten oder Erlaubnis erteilen. Es ist sozusagen der umgekehrt DIREKTE WEG.
Channeln von Kunstwerken ist ihr künstlerische Alltag, ohne sich dessen bewusst sein zu müssen (oder es channeln zu nennen), Sitzungen vorzubereiten und sich in Trance zu versetzen. Ein spiritueller Autor selbst weiß, dass er „wie auf Diktat aus der geistigen Welt“ schreibt. Die Autorin lässt diese Tür des Channelns durchaus offen (sie ist in dieser Hinsicht ja selbst sehr erfahren). Es ist ein spezielles Thema, dem sie sich verständlicherweise hier nicht widmet. Doch wenn wir bedenken, dass diese Gruppe von „Channelern“ als Künstler und Autoren die weitaus größte Gruppe ist, gibt es hier sicher noch einiges zu ent-decken.

Fox / Sheldrake: Engel. Die kosmische Intelligenz

Wir erleben die „Rückkehr der Engel“. Nicht dass die Engel jemals weg gewesen wären. Die Menschheit hat nur durch die materialistische Weltsicht die Resonanz zu ihnen verloren, sie aus den Augen verloren; die säkularisierte Wissenschaft sowieso, doch auch in den Religionen wurden die Engel peinlich (vor allem als dickfleischige Babys dargestellt). Wir haben jetzt wieder ein Resonanzfeld für Engel. Vor allem Künstler nehmen diese Wesen wahr und malen sie.
In diesem Buch geht ein angesehener Theologe (Matthew Fox) und ein bekannter Wissenschaftler (Rupert Sheldrake) dem Phänomen ENGEL nach. Das Ergebnis ist atemberaubend!

Die neue Vereinigung von Wissenschaft und Spiritualität findet auch in der „Lehre von den Engeln“ (Angelologie) einen neuen Treffpunkt. Der Treffpunkt ist eine neue Kosmologie, eine Kosmologie, die den Kosmós als lebendig sieht. Was wäre, wenn all die Sterne, Sternsysteme, Galaxien und Galaxienhaufen lebende Wesen sind, die eine Seele, ein Geist, ein Bewusstsein haben?

Ich will es einmal so auf den Punkt bringen: Während unsere seelenlose Wissenschaft nach Leben außerhalb unseres Planeten mit Radiosignalen sucht und abhorcht (und nichts findet!), kommunizieren immer mehr Menschen direkt mit ihren Schutzengeln, lassen sich von ihrer Intuition leiten. So sind diese Engel die lebenden Wesen, mit denen wir längst kommunizieren. Die Wissenschaft ist für diese Art „exterrestrischer Kommunikation“ völlig blind. Sie hat den heiligen Himmel entzaubert und banale Sciencefiction haben (zum Schaden unserer Kinder) dieses Vakuum gefüllt. Das ist das Thema des Buches! Wir brauchen eine neue, heilige Kosmologie – und dazu gehören auch die Engel.

Die Autoren haben drei Kronzeugen der Angelologie als Mystiker befragt und deren Werke zu den Engeln ausgewertet: Dionysios Areopagia (6. Jh.), Thomas von Aquin (1225-1274) und Hildegard von Bingen (1098-1179). Mystiker konnten Engel wahrnehmen und haben Zeugnis abgegeben. Je mehr wir uns der Mystik wieder öffnen, desto mehr öffnen wir uns auch der Welt der Engel.

Das Wesen der Engel

Das Buch fasst das Wesen der Engel wie folgt zusammen (S. 19- 23):

  • Engel sind machtvoll und Ehrfurcht gebietend.
  • Engel sind verstehende Wesen, Experten im Verstehen.
  • Engel sind Meister der Intuition. „Intuition ist die Straße, auf welcher Engel sich bewegen.“
  • Engel sind Freunde der Propheten und Prophetinnen. Engel leiten Propheten.
  • Engel haben einen starken Willen.
  • Die Weisheit der Engel ist Herzwissen.
  • Engel zeigen sich in Lobpreis und Anbetung. Sie preisen die Schöpfung.
  • Engel machen Menschen glücklich. Denn Glück besteht darin, „etwas zu begreifen, das größer ist als wir selbst. Und Ehrfurcht, Staunen und die Macht der Engel sind von dieser Art. Sie rufen uns auf, selbst größer zu werden.“
  • Engel sind Mittler und Mitarbeiter von uns Menschen zur Verwirklichung der Schöpfung auf der Erde.
  • Engel verkünden göttliche Stille. Sie sind uns in Meditation und Kontemplation besonders nahe.

Manchmal schützen und verteidigen sie uns, manchmal inspirieren sie uns und verkünden uns eine große Botschaft: Sie bringen uns in Bewegung. Manchmal heilen sie uns, und manchmal führen sie uns in andere Bereiche, deren besondere Geheimnisse wir dann zurückbringen sollen. (S. 21)

Die gefallenen, dunklen Engel

Das Buch tabuisiert das Thema dunkle, gefallene Engel, Satan und Teufel nicht. Sie sind selbstverliebt in die eigene Macht und weigern sich zu lobpreisen und zu dienen.

Und schließlich hat die Sünde der gefallenen Engel mit Arroganz und dem Missbrauch von Wissen und Macht zu tun. … Repräsentieren nicht die dunklen Engel die Schattenseite der abendländischen Zivilisation, eine Seite, die die Arroganz und den Missbrauch von Macht und Wissen als normalen Lebensstil akzeptiert hat? (S. 22)

So gesehen sind die dunklen Engel die „Fürsten dieser Welt“. Um uns von dem Bösen zu befreien, sollten wir die hellen Engel, die Lichtwesen, in unserem Bewusstsein befreien, um wieder eine „heilige Erde“ zu schaffen. Das ist die große, die kosmische Botschaft des Buches.

Mein Fazit: Das Buch ist weniger dazu geeignet, persönlichen Kontakt zu Engel aufzunehmen. Dazu gibt es reichlich andere. Nein, in dem Buch geht es darum, das Phänomen ENGEL sowohl auch neuer spiritueller Sicht wie auch aus der Sicht einer neuen, wissenschaftlicher Kosmologie (als Resakralisierung des Himmels) zu begreifen. Und das ist den Autoren vorzüglich gelungen! Es gibt eine neue Angeologie als Lehre von den Engeln, und das Buch ist seine Geburtsurkunde.
Wir erschaffen einen neuen Himmel und eine neue Erde. In diesem „heiligen Projekt“ sind die Engel unsere Verbündeten.

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Hans Cousto: Die Oktave

Untertitel: Das Urgesetz der Harmonie

Seit Pythagoras wissen wir um die Harmonie der „Sphärenklänge“. Doch wie können wir sie wahrnehmen und warum nehmen wir dies als HARMONIE war? Was ist das Geheimnis der Harmonie? Es ist wohl der Autor Hans Cousto, der die mathematische Gesetzmäßigkeit der intuitiv empfundenen Harmonie erkannt hat. Mit dem achten Schritt (Oktave) in der Tonfolge beginnt eine neue Tonreihe der 7 Grundtöne der Tonleiter. Oktaven stehen in einem harmonischen Resonanzverhältnis. Das Geheimnis liegt nun darin, die kosmischen Bewegungen „in hörbare Rhythmen und Klänge wie auch in sichtbare Farben zu transportieren“. (S. 10)

In den für uns Menschen hör- und sehbaren Bereich transportieren heißt oktavieren. Dadurch, dass Oktaven in ihrem Resonanzverhältnis gleich klingen, kann Unhörbares in Hörbares „oktaviert“ werden. Das Oktavgesetz lautet: „Von Oktave zu Oktave verdoppelt oder halbiert such der Frequenzunterschied.“ (S. 29)
Alle Bewegungen des Kosmos (z.B. die Bewegung des Merkur um die Sonne) haben eine bestimmte Schwingungsfrequenz. Der Merkur braucht 87,9690 Tage, um einmal die Sonne zu umkreisen. Durch eine 31-fache Oktavierung erreichnet sich so eine hörbare Frequenz von 214,5 Hertz für den Ton des Planeten Merkur (genaue Berechnung im Buch).

Hier ist Hans Cousto einem großen kosmischen Geheimnis auf die Spur gekommen: Was bisher nur Hellhörige wie Pythagoras wahrnehmen konnten, die Musik des Weltalls, ist nun hörbar gemacht. Mehr noch: „Die Sterne“ klingen wirklich harmonisch. Es gibt musikalische Gesetzmäßigkeiten in dem Verhältnis der kosmischen Töne zueinander. Die kosmischen Bewegungsgesetze sind sozusagen Melodien. Der esoterische Hokuspokus mit „Sphärenharmonie“ ist keiner mehr.

Diese wissenschaftliche Bestätigung der kosmischen Harmonien hat aber noch atemberaubendere Konsequenzen. Pythagoras kannte schon den Zusammenhang und heilte mit Musik und Klängen. Was wäre, wenn man die Wirkstoff-Formel auch in Frequenzen umrechnen könnte und nur noch die „heilende Frequenz“ verabreichen müsste? (Cousto macht solche Berechnungen exemlarisch für Wasserstoff und Drogen wie Hanf oder LSD). Aus der Energie-Medizin könnte eine noch umfassendere Schwingungs-Medizin werden (die angesprochene Phonophorese als Stimmgabel-Therapie) ist ein erster Schritt in diese Richtung. Auch die Förderung des sexuellen Genusses mit bestimmten Frequenzen (Ton und Farbe, ein Schwingungsbett) ist für Cousto noch ein spezielles Anliegen.

Mein Fazit: Wenn man denn eine Ahnung hat, worum es überhaupt geht, dann enthüllt das Buch wirkliche Geheimnisse. Die Welt der Schwingungen und Resonanzen ist sicher ähnlich atemberaubend wie die Quantenwelt.
Wer sich für die tieferen Gesetze des Kosmos, den Gesetzen der Schwingungen interessiert, der findet in den Werken von Cousto den musikalischen und Zahlen-Schlüssel, um diese Geheimnisse zu verstehen. Dieses Buch (2007) ist eine kurze Zusammenfassung und beruht auf dem Grundlagenwerk des Autoren „Die kosmische Oktave“ (1984).

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Hannes Sprado: Der Klang des Weltalls

Untertitel: Wie Planetentön, heilige Klänge und die Musik der Natur heilen können

Es liegt 2.500 Jahre zurück, dass Pythagoras die Sphärenklänge als Harmonie des Kosmos und der Musik gehört hat. Alles nur esoterischer Schwindel? Den Klang der Planeten GEHÖRT?!

Das Buch von Hannes Sprado behandelt umfassend das Thema „Das Universum ist harmonischer Klang“. Nicht nur Pythagoras war so feinsinnig, auch indische Mystiker haben vor Tausenden von Jahren die Klänge der Sterne wahrgenommen und zur Grundlage ihrer Schöpfungsmythologie gemacht. Oder Beethoven? Gerade weil er taub war, war er feinsinnig für Klänge, die wir über unsere Ohren nicht wahrnehmen können.

Der Autor schließt den alten Graben zwischen Wissenschaft und Esoterik über dieses fundamentale Thema. Er führt uns über dieses Thema, die Symphonie der kosmischen Bewegungen, in eine Zeit zurück, in der Wissenschaft und Esoterik noch EINS waren. Und dafür steht PYTHAGORAS im Abendland. „Wissenschaft und Esoterik rücken auf eine Weise zusammen, die vor wenigen Jahrzehnten niemand für möglich gehalten hätte.“ (S. 244) Sein Buch ist populärwissenschaftlich, was ihm aber keinen Abbruch tut – im Gegenteil: Es ist leicht lesbar, an manchen stellen überaus spannend. Es führt in neue Kenntnisse der Kosmologie ein, ist ein Kompendium all der großen Zahlen, die man über das Weltall wissen sollte, um eine Ahnung von den Größenordnungen zu bekommen.

Wo Bewegung ist, da ist auch Energie. Sie und ich, wir rotieren – ohne dass uns dadurch schwindelig würde – mit rund 900 Stundenkilometern um die Erdachse, unser Planet kreist mit mehr als 100.000 Stundenkilometern um die Sonne, unser Sonnensystem mit 800.000 Stundenkilometern um das Zentrum der Milchstraße. (S. 12)

… rund 380.000 Jahre nach dem Urknall begann das Universum zu singen. (S. 17)

Und wo Schwingungen sind, existieren Töne. „Es sind, sagt der Physiker Johann Wilhelm Ritter (1776 – 1810), „also die Himmelsbewegungen nichts anderes als eine fortlaufende mehrstimmige Musik, durch den Verstand – nicht das Ohr – erfassbar. (S. 44)

Der Autor verfolgt diese These „alle Energie ist Schwingung, ist Bewegung, ist Musik“ im Makrokosmos wie im Mirkokosmos: Sterne, Planeten, molekulare Vibrationen:

Man hat die Vibration von Eiweißen gemessen und erkannt, dass sie mit tausend Milliarden Oszillationen und mehr pro Sekunde schwingen. Mit diesen „Klängen“ geben sie Informationen weiter. (S. 85)

Interessant auch ein Gedanke über Parallelwelten oder Multiversen. Der Beobachtungsradius des uns sichtbaren Universums ist durch das Licht und die Lichtgeschwindigkeit begrenzt. Welten, von denen wir kein Licht empfangen können, sind nicht mehr wahrnehmbar. Es gibt sogar die Möglichkeit, dass in anderen Universen auch andere physikalische Gesetze wirken. Doch eines wird überall gleich sein: die Mathematik!

Vielleicht lassen sich Parallelwelten eines Tages durch schlüssige Formeln der Mathematik erklären, denn die würdigen Wahrheiten der Zahlen sind ewig. Sie gelten bis in die kleinsten Winkel des Universums. Keine Frage, das Konzept des Multiversums liegt an der Grenze zwischen Wissenschaft und Esoterik. (S. 102) Die sicherste gemeinsame Kultur wäre zweifellos die Mathematik … (S. 104)

Und das erinnert wieder an PYTHAGORAS: Alles ist Zahl, alles ist harmonische Musik. Der Autor geht noch tiefer in das Thema „Schwingung“ ein:

Nirgendwo ist Stille, nur die Unfähigkeit zu hören. (S. 109) … Eine Schwingung ist die sich ständig wiederholende Bewegung eines Körpers um einen Ruhepunkt. (S. 119) „Schwingung ist das ursprünglichste Leben, das man sich vorstellen kann. (S. 124)

HÖREN KÖNNEN ist das Geheimnis, Schwingungen wahrnehmen. Es ist „das Wissen unserer Ahnen, die schon immer von den Sphärenharmonien wussten, aber noch nicht die geeigneten Hilfsmittel zur exakten Bestimmung besaßen“ (S. 136) Diesen Geheimnis ist der Naturforscher und Esoteriker Hans Cousto mit den Erkenntnissen seiner „kosmischen Oktave“ auf die Spur gekommen.

Aufgrund der universellen Gesetzmäßigkeiten wird es möglich, durch fortgesetzes mathematisches Oktavieren astronomische und musikalische Periodizitäten miteinander zu verbinden und so Mathematik, Musik, Astronomie, ja selbst Farben auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. (S. 137)

Der Autor geht im letzten Teil des Buches auf die Erkenntnisse der indischen Spiritualität ein. NADA ist nicht nur der Urklang, sondern auch das NICHTS. Hier wurden über Mantras oder Meditationen spirituelle Techniken entwickelt, die uns das Einschwingen in die harmonischen universellen Schwingungen ermöglichen. HEILUNG geschieht über Schwingungstherapie (die Klangheilung oder Phonophorese). Alles, was schwingt, hat ein eigenes Schwingungsmuster. Jede Galaxie, jeder Stern, jedes menschliche Wesen hat eine eigene, einzigartige Schwingungsfrequenz, die wieder harmonisiert werden kann.

Mein Fazit: Die Beschäftigung mit dem Kosmos ist faszinierender dann je und man kann sich in der Flut neuer Erkenntnisse verlieren. Es geht schon längst an die Grenzen des Verstehbaren. Mehr denn je stellt sich die Frage: Was hält das alles  zusammen? Der Autor gibt eine Antwort, die die Mystiker vor Jahrtausenden schon wussten: das unendliche Klingen einer göttlichen Symphonie. Der Kosmos ist ein singendes Herz – das wir in seiner Schönheit, einer Harmonie, seiner Musik mit unserem Herzen wahrnehmen können. Das Buch öffnet eine Sichtweise, die uns mit dem Großen und Ganzen versöhnen.

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Pia Gyger: Maria – Tochter der Erde – Königin des Alls. Vision der neuen Schöpfung

Das Buch ist erschütternd, befreiend und bahnbrechend. Ich musste für das Buch erst jahrelang reif werden. ES hatte mich längst gefunden und wartete ein ganzes Jahrzehnt in meinem Bücherregal auf mein Reifwerden. Meine letzte > Buchbesprechung von Frederic Lionel über die Heilige Astrologie öffnete mir dann endlich den Zugang. Darin schreibt er, dass in der Heiligen Astrologie ein kosmischer Zyklus mit dem Sternbild der Jungfrau beginne und macht auch als Beispiel eine Andeutung über die Verkündigung Mariä: „Das Ewigweibliche empfängt und schöpft, und demnach wird dieses Zeichen zum Symbol göttlicher Potenz.“ (S. 70). Ich war wie elektrisiert. Was für Welten hier bei mir zusammen  kommen! Die uralte Heilige Astrologie des Frederic Lionel und die Neuinterpretation der Mairen-Dogmen der katholischen Kirche durch Pia Gyger. Ich selbst bin in einem katholischen Elternhaus aufgewachsen. Meine Mutter hieß Maria wie auch meine römisch-katholisch getraute Frau. Das Buch ist auch aus persönlichen Grünen für mich sehr heilsam und berührt mich in den Tiefsten meiner Seele.

Das Buch ist erschütternd, weil es jedes Weltbild erschüttern muss. Wir leben – Gott sei Dank – in einem Zeitalter, in der das Weibliche wieder seinen Platz einnimmt. „Am Anfang war die Frau“ (Elisabeth Gould Davis 1986) oder „Rückkehr der Göttin“ aus der feministischen Literatur setzten schon Zeichen. Doch Pia Gyger geht dem Urweiblichen bis in die Festungen des Katholizismus nach und sprengt mit ihrer Interpretation der Marien-Dogmen die wohl stärkste religiöse Trutzburg des Patriarchats. Das Buch ist befreiend, weil es in der Barmherzigkeit der Mutter Maria die Erlösung von allem Bösen erkennt. Es erlöst uns gar von Teufel und Hölle. Das Buch ist bahnbrechend,  weil es für die „Vision der neuen Schöpfung“ selbst den revolutionären Keim des Katholizismus in MARIA erkennt und zur Entfaltung bringen kann. Den tiefen, archetypischen Sinn der MARIA als „Mutter Gottes“ zu erkennen, kann sogar die Errettung des Katholizismus für „die neue Schöpfung“ sein. Was für eine Vision!

Ich bedaure sehr, dass es das Buch nur noch antiquarisch gibt und werde es deswegen etwas ausführlicher besprechen. Zentrale Thesen des Buches:

Haben Sie keine Angst, heilig zu werden, öffnen Sie sich nur der Liebe, die Ihnen angeboten wird. Sie werden die Liebe in die Welt hineintragen. Sie werden „Mutter Gottes“ für die Welt von heute werden. (S. 24 und andere – aus dem Lourdes-Führer)

Marias steht für den Menschen, an dem die größtmögliche Vergöttlichung stattgefunden hat. (S. 98)

Hölle ist die Möglichkeit der selbstgewählten Trennung, des immerwährenden „Ich will nicht dienen.“. (S. 119)

Gott konnte in seiner frei gewählten Selbst-Entäußerung und Ohnmacht nicht handeln. Er konnte nichts tun. (S. 147)

Der Mensch ist erst ein Entwurf seiner selbst. (S. 149)

Das Buch beginnt mit einem im „intuitiven Schreiben“ 1999 entstandenen Text, den sie EINS UND ALLES genannt hat – mit den 6 Teilen und 77 Sätzen:

  • Gott Alles In Allem (13)
  • Christus – Alpha Und Omega (18)
  • Geist, Der Lebendig Macht (7)
  • Maria Und Die Erlöste Schöpfung (16)
  • Leibhaftigkeit Und Partnerschaft (14)
  • Kirche Und Welt (9)

Das Buch entfaltet diese Thesen für eine neue Schöpfung und Erneuerung der Kirche im Geiste Marias.

Die 7 Kapitel des Buches:

  1. MARIA – Leitbild für die Entwicklung menschlichen Potenzials
  2. MARIA – Königin der sichtbaren und unsichtbaren Schöpfung
  3. MARIA – zärtliche Mutter aller unerlösten Schöpfung
  4. MARIA – Auge, Ohr, Mund, Hand und Herz des Friedens
  5. MARIA – Urbild und Lehrerin neuer Macht
  6. MARIA – Braut des Auferstandenen
  7. MARIA – Wegbereiterin universeller Transformation

1. MARIA – Leitbild für die Entwicklung des menschlichen Potenzials

Das erste Kapitel geht den großen Marian-Dogmen nach und interpretiert sie neu im Sinne des menschlichen Potenzials.

Theotokos (die Gottesgebärerin): Wenn wir das Weibliche (die Verbindung von Sophia und Heiligem Geist) in uns entfalten, dann kann Gott in uns für die neue Schöpfung geboren werden. Wir werden Mitschöpfer des Göttlichen.

Aeiparthenos (die Ewig-Jungfrau): Jungfräulichkeit ist nicht im sexuellen Sinne gemeint, sondern „die radikale Offenheit und Hingabe an das Wirken des Geistes Gottes in uns. In diesem Sinne ist Maria Aeiparthenos, die Ewig-Jungfrau, Urbild und Leitbild des Wesensgehorsams“ (S. 37): Dein Wille geschehe. Es entspricht dem Archetyp Jungfrau als „Symbol für radikale Offenheit dem Göttlichen gegenüber“ (S. 41)

Immaculata-Concepta (die unbefleckt Empfangene): „Unbefleckt“ heißt frei von der Ursünde. Es ist möglich den „Alten Adam und die alte Eva“ in uns abzulegen, um den „neuen Menschen“ anzuziehen (S. 45). Wir sind unserem Wesen nach unschuldig wie die Kinder.

Assumpta (mit Leib und Seele zum Himmel Erhobene): Es ist das große Geheimnis der Auferstehung des Fleisches. So wie Maria „mit Leib und Seele“ auferstanden ist, so liegt dies auch im Potenzial eines jeden Menschen. Auch unser Körper kann unsterblich werden in in einer „auferstandenen“ Sphäre der Seele ewig leben. [In meinem Verständnis: In jedem von uns ist ein „Auferstandener Meister“.]

2. MARIA – Königin der sichtbaren und unsichtbaren Schöpfung

In diesem Kapitel diskutiert Pia Gyger die Lehren des Buddhismus für ein neues Verständnis von MARIA. Die Autorin selbst ist ZEN-Meisterin. Je mehr wir uns dem Mysterium des Göttlichen in der Sprache nähern, desto paradoxer werden die Sätze (die Koans des Zen-Buddhismus): „In jenen ortlosen Ort in uns, wo alles eins ist, wo es weder Nähe noch Distanz, weder Hier noch Dort, weder Vorher noch Nachher gibt.“ (S. 58) Es geht um das buddhistische Thema des NIRVANA. Hier sieht die Autorin „den markantesten Unterschied zwischen Buddhismus und Christentum“ (S. 63) „Mit der (christlichen, JS) Auferstehung ist eine völlig neue Dimension des Seins gemeint. Eine neue Schöpfung.“ (S. 64) Als fleischlich Auferstandene ist Maria „Königin des Himmels“.

In dieser Sphäre sind auch Engel zu Hause, die „Mittler zwischen Gott und Mensch“ und den Engelsturz das große Thema nicht nur der Bibel. Der Auftrag Gottes an die Engel war, dem Menschen zu dienen. Luzifer widersprach. Er wollte als Engel dem Mensch nicht dienen. Luzifer wurde zum Satan, weil er nicht dienen will. Er ist die Inkarnation des ICH WILL NICHT DIENEN! Das ist die eigentliche Ursünde, die Trennung vom Göttlichen und der Keim des Bösen. Doch „Maria ist nicht nur die Königin der Lichtengel, sie ist auch die Königin der Engel des Widerspruchs“ (S. 76) Sie trägt in sich auch die Erlösung der dunklen Engel, der Schattenreiche der Schöpfung.

In den alten Religionen war die Vermählung des Gottkönigs und der Göttin stets mit sexuellen Orgien verbunden. Maria als „Königin des Alls“ steht nicht für diese Vision der „Heiligen Hochzeit“. Es ist eine mystische Hochzeit. Wenn Maria auch die Königin des Alls ist, dann ist das All uns nicht unfreundlich gesonnen, doch: „Bevor nicht jedes Kind ein Dach über dem Kopf und genügend zu essen hat, sind wir im Kosmos nicht willkommen.“ (S. 84)

3. MARIA – zärtliche Mutter aller unerlösten Schöpfung

Das Göttliche thront nicht außerhalb seiner Schöpfung, sondern wurde die Schöpfung selbst. Es ist der „Abstieg Gottes“, seine „Selbstentäußerung“: „Gottes Abstieg bedeutet, er geht in die Werdewelt ein. Gottes Aufstieg bedeutet, diese Werdewelt entwickelt sich in aufsteigender Linie zu immer komplexeren, mit höherem Bewusstsein versehenen Gestalten. Im Menschen wird Gott in der Materie sich seiner selbst bewusst.“ (S. 97) Und „Maria steht für den Menschen, an dem die größtmögliche Vergöttlichung stattgefunden hat.“ (S. 98) Jesus war als „Gottes Sohn“ auf die Welt gekommen, doch Maria war ein Menschenkind.

„Luzifer steht für die im Geschöpf erwachte Freiheit zur Wahl.“ (S. 107) Es ist die Ursache seiner Verweigerung – im gewissen Sinne sogar der „verlorene Sohn“, der ihm zum „gefallenen Engel“ macht. Gegen das NEIN! der „dunklen Engel“ ist das Göttliche MACHT-LOS. Die Geschöpfe haben die Freiheit des NEIN!, sie sind damit aber auch „dem kosmischen Gesetz der Gerechtigkeit unterworfen. Weder der Vater noch der Sohn kann dieses Gesetz außer Kraft setzen. Da entscheidet sich die Mutter, für ewig in die Hölle zu gehen und mit den Verdammten zu leiden.“ (S. 111) MARIA nimmt alles Leiden auf sich. Väterliche Gerechtigkeit kann die Hölle nicht erlösen, sondern nur mütterliche Barmherzigkeit.

4. MARIA – Auge, Ohr, Mund, Hand und Herz des Friedens

In Maria liegt die „Abkehr von der ewigen Hölle“. Wenn die Schöpfung als Ganzes einer Transformation zustrebt, müssen auch Luzifer und die Hölle erlöst werden, die Schatten der Evolution integriert. Für die Autorin wurde „die Wichtigkeit des Weiblichen bei der Transformation des Dunklen überwältigend“ (S. 118) Dieses Kapitel stellt die 14 Stationen des Kreuzweges Jesu dar und Fürbitten an Maria zu jeder Station.

Dieser Kreuzweg enthält „das Mysterium der Wandlung aller Schöpfung“ (S. 149), unsere Entfaltung zu wahren Lichtwesen nach dem Kreuzweg durch die Hölle.

5. MARIA – Urbild und Lehrerin neuer Macht

Luzifers Macht des Habens ist das „Ich will nicht dienen!“. Marias Seins-Macht liegt in dem DEIN WILLE GESCHEHE.

„Bevor der Mensch zum Göttlichen „ICH BIN“ erwachen kann, musste er sich in einem „egozentrierten Ich“ erfahren und individualisieren.“ (S. 153) Das Göttliche lässt diese egozentristische Entwicklung zu, damit wir zu dem ICH BIN erwachen können und unsere Aufgabe und Verantwortung freiwillig übernehmen. Maria selbst wurde vom Engel befragt, ob sie den Sohn Gottes gebären wolle. Es war das erste GROSSE JA zur Übernahme der göttlichen Berufung, was Pia Gyger „Wesensgehorsam“ nennt:

In allen Zeugnissen von Menschen, die sich auf das große Abenteuer der Gotteserfahrung einlassen, liegt im freiwilligen Ja die Voraussetzung, dass die Initiation in eine neue Seinsweise und der dazu gehörende Prozess der Wandlung beginnen können. Der tiefste Sinn der Jungfräulichkeit hat nichts mit sexueller Enthaltsamkeit zu tun. Jungfräulichkeit meint die radikale Offenheit und Hingabe an das Wirken des Heiligen Geistes in uns. (S. 169)

In jedem die inneren Stimme hören und ihr gehorchen steckt dieser „Wesensgehorsam“. Aus dieser Wesenheit des Weiblichen in Mann und Frau kann auch eine neue Partnerschaft entstehen, eine neue planetare Macht: „die gegenseitige Inspiration von Mann und Frau“ (S. 184)

6. MARIA – Braut des Auferstandenen

Jesus war wie jeder Mann Sohn einer Mutter, ohne dabei ein Muttersöhnchen zu sein. Jesus als Gottessohn repräsentiert die neue Männlichkeit, Maria als Jungfrau, Mutter und Braut die neue Weiblichkeit. Als Menschenfrau BRAUT des Göttlichen zu sein bedeutet letztlich die Hochzeit zwischen Gott und Menschen, Himmel und Erde.

Leben bedeutet Vereinigung von Gegensätzen. Elemente, Atome, Moleküle, Zellen, aber auch Systeme psychisch-geistiger Gegensatzpaare, die konkurrierend nebeneinander existieren, werden durch integrierende Vereinigung auf neue höhere ebene gewandelt. „Hochzeit“ ist das Symbol für diesen Prozess der Vereinigung. (S. 187)
Die Feier der Hochzeit geschieht eben gerade nicht zwischen dem Sohn und der Mutter, wie in alten Mythologien oft dargestellt. Nicht eine Regression in die Ureinheit steht an. Denn nicht die Mutter wird zur Braut, sondern die Frau mit mütterlichen Zügen. (S. 196)

Mit dieser Hochzeit geschieht die „endgültige Auflösung des Dualismus zwischen Schöpfer und Geschöpf“. (S. 196) Die Heilige Hochzeit ist die Überwindung jeglichen Dualismus in unserem Bewusstsein. Wir erwachen zur „Weisheit“ des EINEN jenseits des WISSENS über das Viele. „Weisheit“ heißt im Griechischen SOPHIA und war immer weiblich. Hier beißt sich die Schlange in den Schwanz (das Symbol des EINEN im KREIS). Ist das Ur-Mütterliche das Gebären der Schöpfung, so kehrt es zur Einheit auch als Weiblichkeit wieder zurück. SOPHIA ist die „Personifizierung göttlicher Gegenwart“ (S. 202)

Die jetzt anstehende heilige Hochzeit geschieht in dem Maße, wie Sophia in uns Wohnung nimmt, wenn wir also weise werden. …
Wenn die Samen von „Maria-Sophia-Sponsa“ in uns zu sprießen beginnen, werden wir zu Erkennenden! Nicht mehr verführt durch die Schlange, essen wir vom Baum der Erkenntnis, sondern ermächtigt von Maria, der Mutter aller unerlösten Schöpfung. Durch ihre Hand gereicht wird uns die Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zum Segen und zur unerlässlichen Nahrung. (S. 203)

Wir erschaffen – wie von Jesus prophezeit – nicht nur eine neue Erde, sondern auch einen neuen Himmel.

7. MARIA – Wegbereiterin universeller Transformation

Die universelle Transformation ist die „Vergeistigung der Materie“ (S. 212), die „Verklärung des Körpers“ (S. 223). Diese gewaltige Licht-Energie in unserem Körper wird in der indischen Spiritualität KUNDALINI genannt. SHAKTI – die weibliche Gottheit und göttliche Mutter im indischen Tantrismus neben ihrem Gemahl SHIVA verschafft sich in MARIA „unausweichlich als weibliche Dimension Gehör“ (S. 228) vor allem im katholischen Christentum.

Das Heil, in der universellen Transformation zum wahren Menschen zu werden, liegt in unserem physischen Körper, der fleischlichen Auferstehung als Lichtkörper. „Das archetypische Bild der heiligen Hochzeit, Vereinigung von Geist und Materie wird hier aktiviert. Diese Hochzeit geschieht leiblich an uns, sie vollzieht sich im Körper.“ (S. 252)

Mein Fazit: Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, der mit den großen religiösen und spirituellen Fragen ringt: Warum lässt Gott das zu? Was ist mit dem Teufel und der Hölle? Wo ist das Weibliche im Katholizismus? Wie kann MARIA die Welt erlösen uns erretten und die gebärende MUTTER einer neuen Erde und eines neuen Himmels werden? Wie kann das Leitbild der MARIA auch unser Bild der FRAU als gleichberechtiger Gefährtin des Heiligen Paares werden?
Das Buch kann alles in ein neues Licht stellen, unsere Wiedergeburt als Lichtwesen.

Sehr lichtvoll sind die illustrierenden Bilder von Susan Herrmann-Csomor zum Buch. Sie hat das in Bildern empfangen, was Pia Gyger als EINS UND ALLES beschreibt. Ihre Bilder illustrieren auch das, was Frederic Lionel im Buch „Heilige Astrologie“ sagt: „Kunst überhaupt ist eine Sprache jenseits von Zeit und Raum.“ (S.99).

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Nachruf zum 14. Juli 2014

Ohne danach gesucht zu haben, las ich bei der Buchbesprechung den >> Nachruf von Sabine Lichtenfels von TAMERA. Hier auch der Link zum >> Kondolenzbuch-online des Lassalle-Hauses.

Tom Amarque: Der Wille

Untertitel: Ein Handbuch zur Steuerung der Evolution

Das Buch ist phänomenal! Es hat bei mir blitzartig einen neuen Horizont eröffnet: den Horizont des Willens, des willentlichen, bewussten Handelns, des bewussten Trägers der Evolution. Dabei gilt das Hauptaugenmerk des Buches dem „spirituellen Willen“, thematisiert kaum den EGO-Willen. Denn gerade beim „spirituellen Willen“ herrscht enorm viel Verwirrung: „Herr, DEIN Wille geschehe, nicht meiner.“
Was aber ist dieser „göttliche Wille“? „Was will Gott?“, um die Frage gemäß einem Buchtitel von Neal D. Walsch zu formulieren (dessen Antwort: NICHTS).

Denken – Fühlen – willentliches Handeln
(Kognition – Emotion – Volition)

Jeder kennt die Dreiteilung von Körper, Geist und Seele. Unser Körper scheint dabei der „niedrigste Teil“ zu sein. Doch machen wir uns bewusst: Die körperlosen Wesen der astralen Welt des Jenseits (seien es auch „aufgestiegene Meister“) können in die Evolution und Schöpfung nicht ein-greifen (sie haben sozusagen keine Hände zum Greifen), können keine Werkzeuge der Schöpfung sein (sich höchstens Unserer durch psychische Einflussnahme bedienen). Unser Körper ist es, der uns ermöglicht, zu HANDELN, Werkzeug der Schöpfung in dieser Evolution zu sein. Die Kraft unseres Körpers zum Handeln ist der WILLE. Veränderung bedarf des Willens. Wir sind durch unseren Willen „Träger der Evolution“.

Der Wille in der Evolution

Der Autor weist darauf hin, dass diese Entwicklungs-Kraft seit PLATO den Namen Eros trägt. Es ist die männliche Kraft der Liebe, die sich im Sextrieb ausdrückt. Die weibliche Kraft der Liebe nannte PLATO Agape. Diese männliche Entwicklungs-Kraft war in der Evolution der Menschheit bisher unbewusst. Moderne Autoren nennen sie allgemeiner „Lebenskraft“, um ein sexuelles Missveständnis zu vermeiden. In dieser unbewussten Form wird der evolutionäre Wille zum Ego-Willen männlichen Machtstrebens.
Doch wir sind heute dabei,  die Evolution zu verstehen, selbst bewusste Träger der Evolution zu werden, unseren Beitrag zur Schöpfung zu leisten. Unser Ego-Wille transformiert sich zum „göttlichen Willen“, wird mehr und mehr EINS mit dem „göttlichen Willen“. Der Autor unterscheidet 3 Entwicklungsstufen des spirituellen Willens:

Wille 1: die Einheit von Zielen, Flow und Verhalten

In der ersten Stufe ist Wille nicht einfach nur ein Wunsch, sondern eine Kraft, die sich um verändernden Verhalten zeigt. Die gesetzten Ziele werden „im Flow“ erreicht. Der Daimon (die innere Stimme, der Seelenführer nach Sokrates und Platon) beginnt die Lebensführung zu übernehmen. Seine BERUFUNG und Bestimmung zu leben ist der entscheidende Wendepunkt von Ego- zum spirituellen Willen. Das Leben erhält eine neue Intensität in Leidenschaft und Passion. Aus dem Leiden des Ego wird Freude und Ekstase des spirituellen, des wahren Menschen.

Das Einzige, was das Individuum tun muss, um sein wahres Selbst zu erkennen, ist, seinen schöpferischen Daimonen zu folgen und zu beobachten, was geschieht. Das wahre Selbst ist stets das Ziel des wahren Willens. (S. 104)

Das weibliche Pendant des Willens ist die LIEBE. „Nur durch Selbstliebe ist Wille 1 schließlich möglich.“ (S. 107) Das PAAR von WILLE und LIEBE zeigt sich darin, Widestände zu überwinden:

„Wie auch Wille zeigt sich Liebe in der Überwindung von Widerständen. Liebe (und auch Wille) zeigt sich nicht in der Abwesenheit von Widerständen. (S. 106)

Liebe ist eine Willensentscheidung, mit dem Partner auftauchende Probleme der Liebe gemeinsam zu lösen.

Wille 2: die Einheit von Sinn, Mühelosigkeit und Verhalten

Mit dem Wille 2 als nächster Entwicklungsstufe werden nun alle Lebensbereiche dem „Daimon“ (dem Seelenführer) unterstellt. „Er sorgt dafür, dass alle Handlungen zum rechten Zeitpunkt geschehen. So stellt er sicher, dass sich alle Bereiche des Lebens harmonisch weiterentwickeln.“ (S. 122)

Hier sieht man wieder die Umrisse dessen, warum und inwiefern Wille die große Generalisierung spirituellen Handelns ist. Denn Wille ist nichts anderes als praktische Spiritualität, die Umsetzung und Förderung der Evolution aller. (S. 121)

Zu den Eigenschaften von Wille 2 gehören:

  • Mühelosigkeit, mühelose Konzentration
  • Gelassenheit
  • Schaffung neuer Realität
  • das „wahre Selbst“
  • Klarheit des Denkens
  • Übernahme der Verantwortung für alles
  • Authentizität der Emotionen
  • müheloses Handeln
  • spontane Kommunikation (Freiheit von Schatten-Projektionen)
  • FREIHEIT statt Determinismus und Abhängigkeit

Wahrer Wille ist der einzige Moment, der Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft verbindet, der Funke Leben, der uns unseren Weg weist. Für den Menschen ist der Wille daher nichts anderes als die Möglichkeit, sich selbst zu finden und wieder zu verlieren. Liebe erscheint dann als nichts anderes, als sich dem Transzendenten zu öffnen. Doch es ist die Liebe, die dem Willen untersteht und nicht umgekehrt, denn eine Liebe, die sich den Willen untertan gemacht hat, verliert sich. Ihr fehlt es an Richtung und Kraft. (S. 147)

Wille 3: Einheit von nondualer Kognition, nondualer Emotion und nondualer Konzentration

Spätestens jetzt tritt der Wille aus der (monokausalen) Kette von Ursache und Wirkung und erkennt, dass es eine Komplexität von Ursachen für eine Wirkung gibt. Jeder Willens-Akt erhält auch höhere Impulse. „In diesem Sinne wollen wir formulieren, dass Wille 3 immer komplexer Natur ist. Er ist es in dem Sinne, dass nicht alle Ursachen des Willens im Selbst liegt.“ (S. 153) Wir treten ein in den GROSSEN WILLEN:

Mit Wille 2 emergiert die erste VISION des Großen Willens, unscharf noch, doch deutlich genug, um das Wesen des Großen Willens zu erkennen. Worin besteht diese Vision? Der Große Wille ist die Vision um die Wandlung aller Phänomene, grenzenlos, ohne Anfang, ohne Ende. Es ist das Vorwärtsstreben und ewige Pulsieren von allem Existierenden und allem Bewusstsein in der Spirale des Lebens und Entwicklung. Der Große Wille ist nondual in seiner Natur. (S. 156)

Der Große Wille ist die nicht-dualistische Einheit von Geburt und Zerstörung, von Leben und Tod. … Dort ist alles gleichermaßen Schöpfung und Zerstörung. Das Eine kann nicht ohne das Nicht-Eine gedacht werden. (S. 157)

Dieser ‚Nullpunkt‘, diese Indifferenz hält das Potenzial der Differenzierung in sich und damit die Schöpfung der Welt. (S. 163)

Wir können das Numinose erfahren (wollen). Hier kommt der Daimon ins Spiel: Wie erwähnt, ist das wesentliche Charakteristikum daimonischen Handelns der Zustand des Nicht-Tuns während des Tuns, also die von allen Bindungen befreite Ekstase des Handelns. In diesem Nicht-Tun öffnen wir uns dem Kosmos, dem GEIST, und können mit ihm verschmelzen. (S. 175)

Wille 3, der Große Wille, wirkt immer als die nonduale Einheit von Selbst und Kosmos. Dabei gilt: Wirklich ist immer das, was wirklich gemacht wird. Das bezieht sich gleichermaßen auf die Selbst-Kenntnis sowie auf die Beobachtung der Wirklichkeit. Der Große Wille umspannt alles und erweckt alles. Er ist das Bewusstsein über die Schöpfung der Welt. (S. 178)

Mein Fazit: Die neue Spiritualität ist sehr weiblich (und das ist sehr befreiend!). Doch es wird das „Loslassen“, das „Geschehen lassen“, das „Nichts-tun“, das SEIN, die weibliche Seite des Tanzes etwas überbetont. Mit dem WILLEN wird wieder der männliche Aspekt des Tanzes betont, doch WILLE in spiritueller Reife, nicht der Ego-Wille zur Macht, sondern der spirituelle Wille zur Bewahrung und Entwicklung der Schöpfung. Das willentlich gesteuerte HANDELN ist es, das unsere Welt verändert, auch im spirituellen Sinne. Hierzu hat der Autor die Landkarte für die „Steuerung der Evolution“ erstellt.

Es geht in diesem Entwicklungsstadium der Spiritualität nicht um ein Zurück zu männlichen Werten, sondern um den Tanz und die „Verpaarung“ von WILLE und LIEBE.

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