Claudi Alsina: Der Satz des Pythagoras

Untertitel: Die Heilige Geometrie von Dreiecken

Ein ganzes Buch nur über den Satz des Pythagoras?!

Ja, und dieses Buch wird diesem größten Lehrsatzes in der Mathematik auch gerecht. Der Leser bekommt eine Ahnung, wie bedeutsam der Satz wirklich war und ist – nicht nur für Geometrie-Prüfungen in der Schule. Dabei ist es gar keine Frage mehr, dass Pythagoras es nicht selbst war, der den Satz entdeckt hat. Er ist sicher älter und von den Babyloniern und Ägyptern übernommen. Doch es ist das Verdienst des Pythagoras, diesen Satz in seiner Allgemeinheit als erster wissenschaftlich bewiesen zu haben.

Pythagoras war es, „der begriff, dass die Gewissheit von Behauptungen auf Beweisen gegründet werden musste, bevor man sie für weitere logische Demonstrationen verwenden konnte, und das tat er auch, sogar noch vor Euklid, dem großen Sammler und Neuordner der klassischen Mathematik.“ (S. 13)

Wir sind hier an der ursprünglichen Schnittstelle bei Pythagoras von Zahlenmystik und Mathematik als Wissenschaft. Das griechische Wort „mathema“  meinte ursprünglich ganz allgemein „das, was gelehrt wird“ (S. 22) und „mathematikoi“ (von Pythagoras selbst geprägt) „jene, die an Wissen interessiert sind“ (S. 34). Für Pythagoras waren die Weisen und Wissenden alle, die hinter der Erscheinung der Dinge die Ordnung der Zahlen und die Harmonie von Zahlenverhältnisse entdeckt haben. Bei Pythagoras waren mystische Weisheit und exakte Wissenschaft noch ein und dasselbe. (Sein Credo: „Alles ist Zahl.“) Auch unser gängiges Wort „Arithmetik“ von „arithmos“ (Zahl) und „techne“ (Wissenschaft) heißt nichts anderes als Zahlenwissenschaft. (S. 126) Es ist in diesem Zusammenhang auch gut zu wissen, dass das lateinische Wort „Quantum“ nichts anderes als „Zahl“ heißt. Quantenphysik als Zahlenphysik?! Da öffnen sich noch Horizonte!

Das, was wir heute als „Satz des Pythagoras“ kennen, war ursprünglich ein rein praktisches Wissen, wie man im Bau rechte Winkel ohne Zirkel und Dreieck konstruiert. (Geodreiecke und Zirkel gab es damals noch nicht im Schreibwarengeschäft um die Ecke zu kaufen – kleiner Scherz …)

Wir wissen, wie wichtig die Zahlen 3, 4 und 5 in der Zahlenmystik des Pythagoras sind. Und plötzlich erkennt er: 3 hoch 2 (3×3 = 9) plus 4 hoch 2 (4×4 = 16) gleich 5 hoch 2 (5×5 = 25) – und kann diese verblüffende Gleichung noch als rechtwinkliges Dreieck darstellen. Das ist ein sogenanntes „Pythagoreisches Tripel“. Von dieser ersten Formel bis zur uns bekannten Verallgemeinerung a Quadrat plus b Quadrat gleich c Quadrat … ist noch ein weiter und genialer Weg! Zu bedenken ist auch: Es gab damals in Griechenland noch keine arabischen Ziffern, keine Algebra und nur ganze Zahlen (auch in Brüchen).

Das Buch stellt einige weitere „wunderbare Beweise“ (S. 45 – 52) dar (auch von Leonardo da Vinci), die zeigen, dass dieser „berühmteste Lehrsatz der Geschichte“ (S. 39) alles andere als Pipifax ist. Das Buch zeigt auch auf, wie aus dem Satz des Pythagoras auch die erste irrationale Zahl „Wurzel aus 2“ (= 1,41421 … oder PI) entwickelt wurde, der Albtraum des Pythagoras: Disharmonie statt purer Harmonie ganzer Zahlen.

Der Autor geht in dem Buch alle theoretischen und praktischen Anwendungen des Satz des Pythagoras nach, für den Leser ein AHA! und WOWW! nach dem anderen.

Für die weite Auswirkung des Pytagoreischen Satzes schreibt der Autor S. 57:

Also ist der Satz des Pythagoras auch für die Topographie, Karthografie, Flug- und Schiffsnavigation und natürlich auch für die Architektur, das Ingenieurwesen und jede Art von Tätigkeit, die Messungen erfordert, von Bedeutung.

Und zusammenfassend mit einem Augenzwinkern S. 103:

Wenn es jedoch so erscheint, als wollten wir etwas anderes behaupten, sei gesagt, dass man auch ohne Kenntnis des Pythagoreischen Satzes leben kann. Seine Präsenz in beinahe jedem Winkel des menschlichen Denkens (schöne subtile Formulierung, Hervorhebung von mir – JS) und in vielen Bereichen der Natur ist jedoch faszinierend.

Die okkulte Pythagoreische Zahlenkunde (Zahlenmystik)

Der Autor geht in diesem Buch im Wesentlichen den fundamentalen Auswirkungen des Satz des Pythagoras in der abendländischen Mathematik nach, deutet jedoch auch die „geheimnisvoll-mystische Aura“ dieses Satzes an. Beide haben dazu geführt, dass sich im Erbe des Pythagoras dann zwei unterschiedliche Schulen entwickelten, einerseits die „Mathematiker“, die diese wissenschaftliche Seite des Pythagoras fortführten (dazu gehörten sicher auch Platon und Euklid) und andererseits die „Akusmatiker“, die die zahlenmystische Seite in Geheimen (Okkulten) fortführten. Heute würden wir sagen: die wissenschaftliche Linie und die mystisch-esoterische Linie.

„Akousmatikoi“ sind „diejenigen, die hören“ (S. 34). Ein Akusma ist ein geheimnisvoller Satz, den man nicht rational lösen kann (wie ein Koan im Zen), seine tiefe Wahrheit nur fühlen kann, indem man auf sein Inneres „hört“. Ein solches Akusma des Pythagoras lautet beispielsweise: „Was ist das Weiseste? Die Zahl.“ Oder ein anderes: „Nicht ohne Licht reden!“ Damit ist natürlich keine Kerze gemeint, sondern das innere Licht. Andere Akusmata aus den „Goldenen Versen“ klingen ohne Einweihung nur banal oder verrückt wie „Hebe keinen Kranz auf.“ (Eine kleine Sammlung solcher Akusmata im Buch S. 26)

„Akusmatiker“ sind im Sinne des Pythagoras nicht nur Hellhörige (die z.B. die Sphärenklänge der Planeten hören können), sondern die mystisch Eingeweihten der esoterischen Schule der Pythagoreer.


Im Nachwort zitiert der Autor den britischen Philosophen, Logiker und Mathematiker Bertrand Russell („Philosophie des Abendlandes“) über Pythagoras (S. 145):

„Ich kenne keinen anderen Menschen, der im Bereich des Denkens so einflussreich war wie er. Denn, wenn wir das, was wir als Platonismus kennen, analysieren, werden wir herausfinden, dass es sich im Grunde um die Lehre der Pythagoreer handelt.“

Das Buch geht zurück an die Schnittstelle von Zahlenmystik und wissenschaftlicher Mathematik in ihrem Ursprung als Arithmetik und heiliger Geometrie. Diese beiden Linien der pythagoreischen Schulen gibt es heute noch und beiden sei dieses Buch empfohlen: den Wissenschaftlern, um die zahlenmystische Essenz der Wissenschaftn zu verstehen, und den Esoterikern, um die mathematische Schönheit und Allgegenwärtigkeit der Zahlenmystik in der Wissenschaft zu verstehen. Das Buch baut Brücken zwischen Wissenschaft und Spiritualität.

Ich würde mir wünschen, dass jeder junge Mensch, der Spaß an Rechnen und Mathematik hat, dieses Buch kennt. Es kann Horizonte für Zahlenmystik und Zahlenwissenschaft öffnen.



Der Satz des Pythagoras: Die Heilige Geometrie von Dreiecken (Klick)

John Martineau (Hg.) Quadrivium

Das Buch bezieht sich auf Pythagoras, doch nicht auf seine mystischen Weisheitslehren, sondern auf den Kern seiner Wissenschaften. Als Begründer der griechischen Wissenschaften war sein Verständnis der Wissenschaft noch HEILIG („siencia sacra“).  Diese Wissenschaften sind als „Quadrivium“ (Der vierfache Weg) bekannt: 1. die heiligen Zahlen, 2. die heilige Geometrie, 3. die Spärenmusik und Harmonik und 4. die Astrologie. Dieses Buch stellt den Kern der ursprünglichen geheimen Heiligen Wissenschaften nach Pythagoras auf sehr anschauliche und moderne Weise dar.

Der Herausgeber schreibt treffend in der Einleitung:

Das Buch, das Sie in den Händen halten, ist eine seltene Schatztruhe voll traditionellem, einst geheimem, doch zu allen Zeiten nützlichem und zudem unsterblichen Wissen, das niemals veraltert. Es ist universal: Es verspricht eine magische Reise durch alle Kulturen – heilige und wissenschaftliche, heimische und fremde, antike und moderne. QUADRIVIUM ist ein Buch aus sechs Büchern – mit Themen aus der Arithmetik, Geometrie, Musik und Astrolomie. (S. 1)

In der Einführung schreibt Keith Critchlow (S. 3 – 4):

Das QUADRIVIUM wurde erstmals um 500 v.Chr. von Pythagoras als die Tetraktys formuliert und gelehrt …
Unsere Seele, deren Unsterblichkeit Sokrates in Platons PHAIDON nachwies, hat ihren Ursprungt an einem Ort vollkommener Weisheit, bevor sie im Körper geboren wird. Ziel dieser Wissenschaften war es daher, durch Vereinfachung zurück zu dieser Ganzheit zu gelangen und zwar auf der Basis des Wissens, das man durch das Studium der Disziplinen des Quadriviums erlangen konnte. Und das Ziel – seit alters her der Zweck aller Suche nach Erkenntnis – bestand darin, ihre Quelle zu finden.

Die sechs Bücher sind:

Buch 1: Die heiligen Zahlen: Die geheimen Eigenschaften der Menge (Miranda Lundy): Von der Monade (EINS) bis Zwölf und mehr, das VERHÄLTNIS der Zahlen zueinander … bis hin zur NULL als „Nicht-Zahl“

Buch 2: Die heilige Geometrie (Miranda Lundy): „Die heilige Geometrie demonstriert, wie sich Zahlen im Raum entfalten. Im Unterschied zur profanen Geometrie werden ihre Operationen und Begriffe symbolische Werte zugeordnet, so dass sie, wie gute Musik, der seelischen Entwicklung des sich mit ihr Beschäftigenden zuträglich ist.“ (S. 63)

Buch 3: Platonischer und archimedische Körper (Daud Sutton): Dieses Buch zeigt, wie sich Zahlen im dreidimensionalen Raum in der Form von Körpern entfalten.

Buch 4: Der Harmonograph: Eine Einführung in die Mathematik der Musik (Anthony Ashton). Es ist ein im 19. Jahrhundert erfundenes Instrument, das selbstständig harmonische Zeichnungen auf Papier bringt. Der Harmonograph ist in der Lage, harmonische Klänge in Bilder umzuwandeln.

Buch 5: Elemente der Musik: Melodie, Rhythmus & Harmonie (Jason Martineau). Das Buch vertieft den Zusammenhang zwischen Musik und Mathematik im Sinne der angewandten Harmonie.

Buch 6: Das kleine Buch des Zufalls im Sonnensystem (John Martineau): Dieses Buch weckt wieder den Zauber der Astronomie, Zahlen-Proportionen am Himmel mit der Sonne, Mond und Planeten. Hier ist der Übergang von der exakten Astronomie hin zur deutenden Astrologie noch sehr naheliegend.

Ich denke, mit unserer Bildung wäre es anders bestellt, wenn alle Jugendlichen, die ihr Abitur (Matura) gemacht haben, die Inhalte dieses Buches kennen und beherrschen würden. Es beinhaltet „Allgemeinbildung“ im wirklich humanistischen Sinne. So bekommt Wissen einen ganz andren Sinn: Der Mensch im Kosmos und der Harmonie mit dem Göttlichen. So erhalten die jungen Menschen einen ganz anderen Zugang zur heiligen Wissenschaft. So hat Wissen noch etwas mit Herz und Seele zu tun.

 


Quadrivium: Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie für alle verständlich

Inge von Wedemeyer (Hg.): Paythagoras

Untertitel: Weisheitslehrer des Abendlandes

Das Buch von Inge von Wedemeyer ist eine sehr kompetente und liebevolle Zusammenstellung von Texten über Pythagoras als Weisheitslehrer des Abendlandes. Es ist perfekt geeignet, um einen ersten Eindruck von einem Pythagoras zu bekommen, wie er nicht in unseren Philosophie-Büchern zu finden ist. Die Herausgeberin Inge von Wedemeyer hat wichtige Texte aus der Pythagoras-Literatur aufgenommen, einige Originalbeiträge eingestellt und  kurze Zitate zu Pythagoras gesammelt.

Es ist kein Wunder, dass Pythagoras wieder aktuell wird, denn seine Philosophie war wirklich noch in der Mystik begründet und ist das Herz der griechischen Weisheitslehre. Die Autorin schreibt:

Sie alle sind Wegweiser, um mit ihrer Hilfe wieder zu der verloren gegangenen Harmonie mit dem Schöpfer und dir Schöpfung aufzusteigen. (S. 8)
Heute fragt man wieder nach seiner Lehre, denn die Menschheit scheint in eine Epoche einzutreten, in der sie in hohem Maße die Fähigkeit zur Transzendenzoffenheit zurückgewinnt. (S. 11)

Zu den Autoren des Buches gehören mit Beiträgen (Auszügen):

  • Edouard Schuré
  • Jamblichos
  • Inge Rumler (Originalbeitrag)
  • Hans Kayser
  • Julius Schwabe
  • Hans Scavernoch
  • B.L. van Waerden
  • Eduard Baltzer
  • Frédéric Lionel (originalbeitrag)
  • Franz Vonessen
  • Antoine Fabre d‘ Olivent
  • Ulrich Abele (eine Hommage an Pythagoras)
  • Rudolf Haase


Nicht zuletzt findet sich in dem Buch auch die Übersetzung der 71 „Goldenen Verse“ von Pythagoras durch Gerda von Gerlach. Das kleine Büchlein enthält alle maßgeblichen Verehrer des Pythagoras.

Ein absolut empfehlenswertes Buch, eines meiner Lieblingsbücher zu Pythagoras.

 

Peter Hubral: Geheime Dao-Schöpfungslehre

Auch wenn mich niemand verstehen sollte: Das Buch ist der ABSOLUTE HAMMER! Damit will ich zum Ausdruck bringen, dass ich meine Begeisterung für das Buch noch kaum in Worte fassen kann. Ganz krass gesagt: Jetzt habe ich mein eigenes Buch über Zahlenmystik und Pythagoras erst richtig und in seiner Tiefe verstanden!

Es geht in meinem Buch ja auch nicht um Zahlen und Arithmetik, sondern um mystische Bewusstseinszustände, die sich in den „Zahlen“ 0 , 1 , 2 , 3 , 4 ausdrücken lassen. Hubral legt in diesem Buch dar, dass das die Schöpfungslehre aller Weisheitslehren des Altertums ist, was er insbesondere an Laotse und Pythagoras darstellt.  Ich verstehe jedes Wort, auch wenn das Buch wirklich keine leichte Kost ist. Mein Gott, und ich bin „alleine“ darauf gekommen. Es ist eine wunderbare Bestätigung meiner eigenen Seelenreise zu Pythagoras.

Jetzt aber zum Buch selbst!

Der Autor Dr. Peter Hubral („Professor für Geophysik und Hobby-Philosoph“ – laut Buchbeschreibung) ist langjähriger Praktizierender einer Dao-Schule (Taijixue.de) in der Tradition des Fangfu, einem Schüler Laozis (Laotse) in direkter Linie. Diese langjährige Dao-Praxis (ein unkonditioniertes, formloses Stehen – anders also als das Sitzen bei Buddhisten und Meditierenden) hat ihn zur tiefen Erkenntnissen dessen geführt, was das Daodejing (Tao Te-king) wirklich lehrt. Hier der „große Pfad (Weg) und die Dao-Schöpfungslehre“ in eine Grafik gebracht (S. 33):

In dem Buch wird deutlich, dass die „Geheime Dao-Schöpfungslehre“ kein weiterer Schöpfungsmythos ist, sondern DIE SCHÖPFUNGSLEHRE überhaupt, die über jedem Schöpfungsmythos und erst recht Evolutionstheorie steht. Sie ist in China niemals vergessen worden und in der Taijixue-Schule nach Fangfu bis heute bewahrt, entwickelt und lebendig geblieben.

Paradigmenwechsel in der Sicht unserer antiken Philosophie

Diesen eigentlichen Weisheitskern des Laozi „uns Westlern“ nahezubringen, ist schon eine große Leistung des Buches. Der Autor weist zwar darauf hin, dass man im Grunde nur als „Praktizierender“ in die Tiefe der Weisheitslehre eintauchen kann, versucht aber, es auch dem (in der DAO-Praxis) Ungeübten nahe zu bringen. Doch der „zündende Funke“ des Buches liegt darin, dass der Autor die Weisheitslehrer unseres Abenslandes, insbesondere Pythagoras und Platon in ein völlig neues LICHT stellt. Er erkennt in seinen Lehrern die (nahezu gleiche) Tiefe der Schöpfungslehre von Laozi und den Daoismus. Ich will nur ein Beispiel aus dem Buch geben.

„Gewöhnlich“ wird das griechische Wort für „Philosophie“ auf Pythagoras zurück geführt und meine „Liebe zur Weisheit“. Wer hat je daran gezweifelt, dass das eine korrekte Übersetzung ist?

„In Wahrheit“ war unter phílosophia aber etwas anderes gemeint: Mit phília zu sophía, d.h. aus dem NICHTS (tun) = phília zur WEISHEIT = sophá kommen. Es zeigt den WEG, dass Weisheit keine Kopfgeburt ist, auch nicht von Mathematikern, Geometrikern, Astrologen und Musikern (dem auch falsch verstandenen „Quadrivium“), sondern aus dem formlosen, unkonditionierten, urteilsfreien NICHTS kommt. Nur so kann wirklich unkonditioniert Neues entstehen.

Das Buch ist voll von (potentiellen) Geistesblitzen, die den Leser erleuchten können, wenn er dafür offen ist. Die Feuerwand ist wohl Aristoteles, der selbst kein Praktizierender war und seine Philosophie eine „Kopfgeburt“, ein regelrechter VERRAT an der eigentlichen Weisheitslehre seiner Vorgänger. Aus Weisheit hat er philosophisches Wissen gemacht. All das klingt jetzt sicher ungeheuerlich. Doch das Buch führt bei einem offenen Herzen wirklich zu einem „Paradigmenwechsel“ unseres Verständnisses für die Weisheitslehre unserer Antike und Abendlandes.

Und war nicht jeder spirituell Suchender schon irritiert, dass wir in der Suche nach der ursprünglichen Weisheitslehre in Indien und China gesucht, sie aber nicht im Abendland gefunden haben?

Es liegt nicht daran, dass unsere abendländischen Weisheitslehrer minderbemittelt waren, sondern VERZERRT wurden und dann in Vergessenheit gerieten. Das Buch von Peter Hubral gibt uns den Schlüssel in die Hand, sie neu zu verstehen, Pythagoras in Augenhöhe von Laozi und Buddha zu sehen (alle 3 waren ja mehr oder weniger Zeitgenossen).

Was aber noch wichtiger ist: Wir finden jenseits von Schöpfungsmythen und Evolutionstheorie die EIGENTLICHE Schöpfungslehre, die 500 v.Chr. schon den Weisen auf unserem ganzen Planeten bekannt war. Das Buch von Peter Hubral hilft uns, dazu wieder Zugang zu finden, KLARHEIT in der großen Verwirrung wieder zu finden. Das Buch enthält einen vertiefenden Anhang, der gut einen Drittel des Buches umfasst.

Geheime Dao-Schöpfungslehre: Moderne Dao-Praxis erklärt die älteste und aktuellste chinesische und universelle Welt- und Selbstentstehung

 

Thomas Künne: Heilen mit kosmischen Farben

Untertitel: Stimmige Farbanwendungen für Gesundheit und Wohlbefinden

Farblehre und Farbtherapie haben eine unumstößliche Tradition in Leben der Menschheit. Die 7 Farben des Regenbogens und die entsprechenden Farben der Chakren (Energiezentren) sind fast schon zum Allgemeinwissen geworden. Neben direkter Farbtherapie wird auch in der Innenarchitektur bewusst mit dem Charakter von Farben gearbeitet, um Räumen über die Farbe einen bestimmten Charakter zu verleihen. Oder an Farben orientierte „Typberatung“. Großen Einfluss hatte darauf auch Goethe und seine Farbenlehre, vor allem bei den Anthroposophen.
Wenn wir bisher von Farben gesprochen haben, so meinen wir (ohne uns dessen immer bewusst gewesen zu sein), das in sein Spektrum aufgeteilte Licht der Sonne. Unsere Augen sind sozusagen ein Organ der Sonne.

Das neue Buch von Thomas Künne erweitert nun unsere Sicht der Farben in die kosmische Dimension: Es ist nicht nur die Sonne, die ihr sichtbares Licht ausstrahlt, sondern auch die Planeten unseres Sonnensystems schwingen in für unser menschliches Auge unsichtbare Farbfrequenzen, die das Buch von Thomas Künne jetzt in unsere Augen sichtbare Farben „oktaviert“ („ableitet“, um einen unkorrekten, doch zunächst verständlicheren Begriff zu verwenden). Das Buch enthält 11 Farbkarten (9 Planeten plus Sonne und Erde), die einen überraschend harmonischen Farbfächer ausmachen. Im ersten Moment gibt es einige Irritationen! Für Mars würden wir als Farbe Rot erwarten, es ist aber (in seiner Wellenlänge) Blau. Dagegen ist Jupiter rot. Der Mond ist gelb anstatt das zu erwartende silbern, die Sonne ist grün anstatt golden. Das macht deutlich, dass wir es hierbei nicht um die Spektralfarben der Sonne zu tun haben, sondern um kosmische Farben, um Seelen-Farben. Es ist, als ob unsere Seele sich in diesen Farbkarten an etwas erinnert.

Der Durchbruch des Buches besteht darin, die spezifischen Eigenfrequenzen der Planeten unseres Sonnensystems in für uns sichtbare Farben „oktaviert“ (Erklärung im Buch). In dieser Dimension könnten wir von den Wesens- oder Seelenfarben der neun Planeten, der Sonne und Erde sprechen. Das Buch leitet im theoretischen Teil dieses „Sichtbarwerden“ der Seelenfarben unseres Sonnensystems her – und dieser Teil (bis S. 73) ist nicht nur für Laien gut zu lesen, sondern auch sehr spannend, wann man sich auf diese neue Welt der kosmischen Farben einlassen kann und will.

Praxis-Teil: Arbeit mit den „kosmischen Farbtafeln“

Der Autor hat das Stichwort in Worten von Maria Montessori (einer großen Kinder-Pädagogin) selbst gegeben (S. 41):

Hilf mir, es selbst zu tun.

Das Buch ist eine Hilfe zur „Selbsttätigkeit“. Um die „Schwingungstherapie“ des Buches umzusetzen, braucht es keine Stimmgabeln, keine Klangschalen, keiner spezieller Farblampen, nichts dergleichen. Das „Werkzeug der Heilung“ liegt in Form der 11 kosmischen Farbtafeln den Buch bei. Okay, es geht nicht um die Heilung grobstofflicher Krankheiten, sondern das Heilen auf feistofflicher Ebene. Es sind eher Disharmonien, denen hier der Energie-Impuls einer speziellen Farbfrequenz „fehlt“.  Es sind „Beschwerden“, bei denen man nicht direkt zum Arzt oder Psychotherapeuten gehen würde. Es sind die kleinen „Unstimmigkeiten“. Der eigene „Klangkörper“ hat fühlbare Dissonanzen, man ist „aus der eigenen (Umlauf-) Bahn“ (!) geworfen, die Eigenfrequenz tönt aktuell etwas schrill.

Neben solche feinstofflichen Beschwerden empfiehlt das Buch als Anwendung: die Stärkung der „astrologischen Signatur“, das Spiel mit den Farben des eigenen Tierkreiszeichens und Aszendenten. Auch jeder Wochentag hat seine eigene „Signatur“, und der „Montag“ trägt gar nicht so viel „Startenergie“, wie wir dem Montag zuschreiben. Montag ist der Tag des Mondes (das gefühlige Stimmigwerden für die Woche) und nicht des Mars, das ist eher der Dienstag (frz. Mardi) als Impulstag für Neues.

Der Autor gibt als Empfehlung (S. 76):

Das Buch möchte Horizonte erweitern und nichts „vorschreiben“ oder gar einschränken. Deshalb ist es nur klug, wenn Sie Ihre ganz persönliche Vorgehensweise finden. Denn jeder Mensch ist ein Individuum. Finden Sie Ihren eigenen Weg wie Sie mit diesem Buch und den kosmischen Farbtafeln „arbeiten“ möchten.

Jede Farbtafel hat im Buch 4 Seiten mit körperlich, geistigen und seelischen Wesensanteilen, einer Checkliste und eine Anregung zur Farb-Meditation (S. 94 – 137). Es werden auch Anregungen gegeben, mit diesem neuen, kosmischen Farbbewusstsein Kleidung und Wohnräume der Eigenfrequenz gemäß zu gestalten entsprechend der Aufforderung des Buches: „Bekennen Sie Farbe!“

 Mein Fazit: Wer eine besondere Affinität zu Farben hat und seinem Leben in jeder Hinsicht Farbe gibt, für den wird dieses Buch sehr viele neue Inspirationen geben, weil es hier den Samen einer kosmischen Farbenlehre ausbreitet. Wer gelernt hat, sein Leben als seelisches Schwingungsfeld wahrzunehmen, der wird in diesem Buch auch viele Anregungen finden. Das Buch schließt hier sogar einen Kreis des Heilens mit Schwingungen (der Autor Thomas Künne hat es in allen diesen Bereichen zur Meisterschaft gebracht): Die Erhöhung seelischer Schwingungen durch Klänge (Ohr), Farben (Auge), Düfte (Nase) und Vibrationen mit Schwingungsliegen im direkten Haut- und Körperkontakt.


 

Heilen mit kosmischen Farben: Stimmige Farbanwendungen für Gesundheit und Wohlbefinden. Mit 11 Farbtafeln


 

Andreas Beutel: Die Blume des Lebens in dir

Kleine Einführung (2)

Andreas Beutel vom Pythagoras-Institut in Dresden ist sicherlich in Deutschland DER EXPERTE für die Heilige Geometrie und die Blume des Lebens. Nun ist auch von seiner Seite nahezu im gleichen Format wie das Buch von Jeanne Ruland (> meine Rezension) ein kleines Taschenbuch (A6) zur Blume des Lebens erschienen. Obwohl es beiden Autoren um DAS EINE geht, sind beide Bücher grundverschieden, kaum zu vergleichen. Der Zugang zum gleichen Thema könnte in der Darstellung kaum unterschiedlicher sein. Doch genau das macht den Vergleich zwischen beiden Büchern so faszinierend: ein Thema – zwei so unterschiedliche Zugänge. Ich bin geneigt von einem weiblichen Zugang über die eigene bewusstseinserweiternde Erfahrung und einem männlichen Zugang über ein faszinierendes Wissen zu sprechen.

Das Buch

Das Buch von Andreas Beutel ist sehr wissenschaftlich-philosophisch gehalten. Es gibt einen Einblick über all die Zusammenhänge der „Logik der Schöpfung“ aus der Sicht der Heiligen Geometrie. Es liest sich spannend wie ein Krimi. Und am Ende gibt es wirklich ein paar verblüffende Auflösungen von Rätseln wie „die Quadratur des Kreises“.

Bei Andreas Beutel beginnt alles (die Schöpfung) in der Dunkelheit. Die ersten sechs Lichtstrahlen der Schöpfung erschaffen vom Mittelpunkt aus den Raum: nach oben, nach unten | nach rechts, nach links | nach hinten, nach vorne. Das göttliche Bewusstsein bewegt sich durch das Licht vom ersten Kreis der Dunkelheit in den zweiten Kreis der Helle. Das berühmte „Vesica Pisces“ (Fischblase) ist erschaffen, die Schnittmenge zweier Kreise, der Bezug zum Yin-Yang-Symbol ist offensichtlich.

Themen, die das Buch zusammen bringt:

  • die Mysterienschulen und die Heilige Geometrie
  • der lichtvolle Raum-Oktaeder mit einer ihn begrenzenden „Membran“
  • die Omnipräsenz des „Vesica Pisces“ in unserem Körper und in der Natur
  • die Zahl 3 als stabile „Tribüne“ für die Schöpfung
  • der Torus als universelles einheitliches Feld
  • die Saat und das EI des Lebens und die Embryologie
  • die Entfaltung der Ei-Struktur in Farbe, Musik, Chemie, dem chinesischen I Ging
  • die Blume und der Baum des Lebens mit 10 Kreisen / Kugeln wie in der Kabbala und den 22 Linien (an die „große Arkana“ des Tarot erinnernd)
  • die Frucht des Lebens und der Metatron-Würfel
  • die Platonischen Körper
  • der goldene Schnitt (die Zahl Phi) und seine Omnipräsenz
  • die Fibonacci-Reihe
  • das unendliche Netz der Blume des Lebens und die Mer-Ka-Ba
  • die Illusion der Wahrnehmung
  • die Quadratur des Kreises

Es ist kaum zu fassen, dass diese Thematik in ein kleines Büchlein von kaum mehr als 100 Seiten passt. Andreas Beutel ist es gelungen. Es kommt mir vor wie die Grundthesen einer spirituellen Wissenschaft basierend auf der Heiligen Geometrie.

Wenn man in die Thematik der „Blume des Lebens“ eintauchen will, dann empfehle ich unbedingt beide von mir besprochenen Bücher zu lesen, das von Jeanne Ruland (> Link) und das von Andreas Beutel. Es ist wie ein Paar und „als Paar“ für sich wieder sehr symbolträchtig.


Andreas Beutel:

Die Blume des Lebens in dir (Klick mich)


 

Ronald Engert: Der absolute Ort, Band 2 (2015)

Untertitel: Philosophie des Subjekts

Das Buch „Der absolute Ort. Philosophie des Subjekts“ von Ronald Engert (Herausgeber der Tattva Viveka) ist bereits der zweite Band, eine Artikelsammlung des Autoren und Herausgebers aus der Tattva Viveka von 2008 bis 2014. Seine Artikel zwischen 1994 bis 2007 sind im ersten Band enthalten.

Dieses Buch ist mir mehr als ein anderes Buch in der letzten Zeit unter die Haut gegangen und in den Kopf gestiegen. Es ist meinem eigenen philosophischen Denken und meiner spiritueller Wahrnehmung sehr nahe (lies: sehr ähnliche Wellenlänge).

Ein Buch über den „subjektiven Faktor“ verbietet es regelrecht, es „objektiv“ zu besprechen, sondern fordert den Rezensenten dazu heraus, sich selbst als „subjektiven Faktor“ zu outen.

Was macht das Buch zu etwas Besonderem – für mich?


 

  1. Es ist für mich das erste Buch, das sich aus der neuen Spiritualität heraus in unmittelbarer Weise der Philosophie zuwendet, in die Richtung einer neuen „Seelen-Philosophie“ geht.
  2. Es ist keine Total-Darstellung eines komplexen philosophischen Systems, sondern „Philosophie im Work-Flow“ – und damit eine Philosophie als Lebensprozess im besten Sinne des Wortes: aus dem Leben für das Leben.
  3. Ich achte und schätze das Buch auch aus dem Grund ganz besonders, weil es nicht aus der Feder eines professionellen Fachphilosophen kommt, sondern eines spirituellen Menschen reinen Herzens, der „notwendigerweise“ philosophiert – und das sehr tiefgründig. Das Buch hat für mich etwas ansteckend Ehrliches und Mutiges.
  4. und nicht zuletzt: Viele dieser Thesen haben bei mir selbst mentale Knoten meiner eigenen philosophischen Themen gelöst. An anderer Stelle scheint mir, dass ich schon Lösungen für noch offene Fragen im Buch gefunden habe. Ich nehme das Buch als ein Angebot für einen philosophischen und inspirierenden Dialog auf Augenhöhe wahr. Es ist kein „Das ist die absolute Wahrheit: friss oder stirb“, sondern offen und einladend, zum Dialog herausfordernd.

Ich denke, mit diesen vier Zuschreibungen habe ich mein Gefühl der subjektiven Wertschätzung für das Buch schon ganz gut umschrieben (> ausführliche Einzelheiten in meinem philosophischen Blog). Diese Buchbesprechung ist mit Abstand die umfangreichste in meinem Buch-Blog und verrät damit auch, wie sehr mich dieses Buch anspricht, wie intensiv ich auf das Buch reagiere. Ich lese es als aktuell entfaltetsten Ausdruck wahrhafter Lebensphilosophie.

Ich möchte jetzt auf die großen Themen des Buches und die besonderen Aussagen eingehen:

  • der subjektive Faktor
  • das Männliche und Weibliche
  • eine neue, spirituelle Theorie der Gefühle
  • Suchtfaktor Religion und Sektenhetze
  • Spiritualität und Wissenschaft
  • die Illusion des Avaita und der Liebesdienst des Bhakti
  • Einzelbeiträge zu Sloterdjik,
  • zur Rechtsphilosophie,
  • die Geschichte der Tattva Viveka
  • und die spirituelle Bedeutung von Geld

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Safi Nidiaye: Das GOTT EXPERIMENT

Untertitel: Eine Erfahrung, die alles verändern kann

Ich hatte das Buch noch nicht zu Ende gelesen, da hatte ich keine Wahl mehr: mich an diesem Experiment zu beteiligen. Nicht, dass ich an Gott zweifeln würde, sondern weil ich verstanden habe: Die Schöpfung (und damit ich selbst) ist ein Experiment Gottes. Wenn ich das Göttliche erfahren will, muss ich tun wie ES: schöpferisch experimentieren, um mich selbst zu erkennen. Ich ahme Gott sozusagen nach und werde ihm/ihr/es gleich.  Das Buch setzt erst einmal eine Vorbereitungs-Phase. Ja, sie hat bei mir schon begonnen. Und plötzlich wird mir bewusst: Mein ganzes bisheriges LEBEN ist eine Vorbereitung – AUF WAS DENN?

Und ich beschieße: mich auf dieses nie enden wollende Experiment ein für allemal einzulassen. EIN HEILIGES BUCH. MEIN BUCH DER HEILUNG.

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Adamus Saint Germain: Das Spiel der Meister

Untertitel: Wer willst du wirklich sein?
Wähle deine Rolle selbst!

Gechannelt von Geoffrey und Linda Hoppe > MEHR

Das Buch sprengt alle Grenzen.
(Wer bin ich, der eine solche Einschätzung geben darf?)

Die einen sagen: Alles ist Energie! Die anderen sagen: Alles ist Bewusstsein! Was denn nun? Das ist doch nicht dasselbe! Gehst du über solche Fragen leichtfertig hinweg oder „quälen“ dich solche Fragen?  Mich haben sie gequält – und hier ist die Antwort. Es ist DAS BUCH, das mir die Frage einleuchtend beantwortet hat. Und was noch verblüffender ist: Die Antwort ist so einfach, dass ich mich frage, warum ich nicht selbst darauf gekommen bin.

Die Neue Energie

Das Buch setzt das letzte von Saint Germain gechannelte Buch fort „Die Meister der Neuen Energie“ (> Meine Besprechung). Dort gab es schon den ersten Hinweis: Wir sind als Menschen keine Energiewesen. Das ist doch schon verblüffend, oder? Und einleuchtend: Energie existiert nur in der Polarität (lies: Dualität). Wo es keine Pole gibt, da gibt es keine Energie. Wir Menschen sind aber keine Wesen der Dualität/Polarität, sondern der EINHEIT jenseits der Polarität. Also sind wir keine Energiewesen. Wir sind BEWUSSTHEIT. Also sind Bewusstheit und Energie nicht dasselbe. Energie ist der Ur-Knall der BEWUSSTHEIT in die polare Dualität. (Der Satz ist jetzt von mir, gut, oder?)

Die nächste große Botschaft des Buches: Bewusstsein agiert, Energie re-agiert.
Wir füllen uns mit der Energie, die unserem Bewusstsein entspricht. In den unterschiedlichen Arten des Bewusstseins spielen wir unterschiedliche Rollen. Je nachdem, welche Rolle wir spielen, so ziehen wir auch die Energie an, die zu der Rolle passt. Wir können das Bewusstsein und seine Rolle wählen, die Energie re-agiert.

Jetzt der nächste Clou: Wenn wir doch die Bewusstseins-Rollen wählen können, dann sollten wir doch gleich die Bewusstseinsrolle des MEISTERS spielen. Nicht alle Menschen sind in dem Bewusstsein, diese Wahl treffen zu können, sogar die wenigsten sind es. Doch das Buch wendet sich an die Menschen, die „an der Schwelle“ sind (Titel des 1. Teils), die vor dieser Ent-Scheidung stehen, die diese Wahl treffen können: Erleuchtung JETZT oder doch lieber noch nicht? (Es ist auch ein Glanzstück des Buches zu erklären, warum wir auf unsere Erleuchtung WARTEN, ihr nicht die Erlaubnis geben, uns zu durchlichten.)

Du wartest nicht mehr, du wählst die Rolle des Meisters – und dann passiert es: Die Energie, die du mit dieser Wahl anziehst, ist eine NEUE, es ist Seelen-Energie. Und hier löst sich eine gewisse „spirituelle Dissonanz“ auf: es ist keine neue gegenüber einer alten Energie (Energie kann nicht „neu“ und „alt“, „frisch“ und „verbraucht“ sein, oder was auch immer). Es ist eine neu-ARTIGE Energie, der nennen wir es ANDERS-ARTIGE Energie (und schon ist das irritierende Wort „neu“) aufgelöst.

Du bist eine Seele, ein Seelenwesen inmitten einer menschlichen Erfahrung. (S. 63)

Diese Seelen-Energie ist anders-artig, weil in ihr Bewusstsein und Energie EINS sind. In dieser Energie feiern Bewusstsein und Energie eine „Heilige Hochzeit“. Das ist andersartig, das ist neuartig, das meint „Neue Energie“.

Menschliches und Göttliches

Auch dieses Kapitel ist voll von Weisheiten. Der erste Clou in meinen Augen: Das „unheilige Ego“ ist aufgelöst. Das Buch macht es einfach MENSCHLICH. Weil wir Menschen sind und soweit wir Menschen sind, haben wir ein Ego. Und es ist okay. Wir haben aber nicht nur Menschliches in uns, sondern auch Göttliches. Ja, unser ganzes Wesen macht diesen Tanz zwischen Menschlichem und Göttlichem aus. Es ist das, was der „Taoismus“ schon lange „weiß“. Der Mensch ist die Verbindung von Himmel und Erde – und macht zu zu etwas wirklich EINZIGARTIGEM in der Schöpfung. Wir sind „Naturwesen“ (Erde, Kinder Gaias und der Evolution) und „kosmische Wesen“ (Himmel und Geistige Welt).

Das Menschliche zeichnet sich aus durch:

  • Bedürfnisse und Wünsche
  • Emotionen
  • Handlungen
  • Bewertungen
  • Erinnerungen

Das Göttliche zeichnet sich aus durch:

  • Leidenschaft und Begeisterung
  • Sinnlichkeit und Sinneserfahrung
  • Erfahrung
  • Ausstrahlung
  • Weisheit

Es geht nicht darum, dass wir das Menschliche durch das Göttliche ersetzen, sondern um die „Wiedervereinigung“ (S. 88 – 85):

Ein Wesen, zwei getrennte Erfahrungen, in diesem wunderschönen heiligen Ort. Lass dein Menschsein für deine Seele singen. Lass deine Seele für den Menschen singen. (S. 92)

Wenn sie jetzt zusammenkommen, fühle den magiscchen Tanz zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen. (S. 94)

Spirituelle Physik

Diesem Abschnitt würde ich 9 von 10 Punkten geben. Es ist „verdammt nah dran“, doch es ist es noch nicht. „Alles beginnt mit Bewusstsein.“ (S. 99) [korrekter müsste es heißen: BEWUSSTHEIT, die absolute, ewige Existenz der Bewusstheit]

„Am Anfang existierte Energie nicht. Es gab nur Bewusstsein.“ (S. 100) Aha, es gibt also einen „Anfang“ – das ist keine Selbstverständlichkeit, wenn wir von Ewigkeit sprechen! Wir kommen jetzt aus dem Absoluten in die Relativität. „Das war die uranfängliche Transmutation – die Verwandlung von Bewusstsein in Energie.“ Auch das ist für mich nicht „sauber“: Das Bewusstsein / DIE BEWUSSTHEIT hat sich nicht in Energie verwandelt, sondern es waren in dieser DUALITÄT jetzt „zwei Welten“, die Welt des sich wandelnden BewusstSEINS  und der Welt der sich wandelnden ENERGIE.

Ich will diesen Teil jetzt aber nicht „besserwisserisch“ in diesem Stil weiter besprechen. Es ist nur eine gewisse Unstimmigkeit bei mir, das „9 von 10 Punkten“.

Das Buch unterscheidet dann 4 Ebenen der Energie:

  • Energie des inneren Kreises (das Höchste Selbst)
  • kristalline Energie (Energie der Seelenwesen)
  • kosmische Energie (Energie des Kosmos als Geist-Seele;
    die Ebene, die uns als „Urknall und Kosmogenese“ bekannt ist)
  • Erdenenergie (unsere menschliche „Realität“ und die
    der Naturwissenschaften)

Ich finde diese 4 Ebenen sehr stark! Interessant wäre die Frage, wie sich der GEIST (Bewusstheit, Bewusstsein) auf dieser Ebene in Erscheinung tritt.

Es gibt einen eigenen Abschnitt über „Bewusstsein“ (S. 116 – 125). „Bewusstsein ist Bewusstheit (!,  JS), Gewahrsein, achtsame Wahrnehmung“ (S. 120) Und es gibt einen Abschnitt über „Bewusstsein und Denken“ (S. 126 – 139) „Gedanken sind trügerisch.“ (S. 136) „Bewussstein hat keine Emotionen, sondern tiefes, leidenschaftliches, sinnliches Gefühl.“ (S. 137). Und das ist dann wirklich großartig – und steht exemplarisch für das ganze Buch:

Sobald du dir einmal der Bewusstheit bewusst bist, kannst du den Tanz des Bewusstseins und des Denkens beginnen, weil du dann als verkörperter bewusster Meister vorwärtsgehst und somit beides verwendest. Gedanken sind weiterhin wundervolle, schöne Werkzeuge. Gedanken helfen, Definition und Struktur zu verleihen, wenn du das möchtest, aber du kannst zur selben Zeit auch im Bewusstsein sein. (S. 138)

Alleine solche Sätze ist das Buch schon wert. Es hat Dutzende dieser Art. Es ist durchaus kritisch, auch gegenüber der Esoterik des New Age, sogar dem „Gesetz der Anziehung“ gegenüber (S. 168). Eines darf in der Besprechung nicht fehlen:

Yo Soy El Punto – Ich bin der Punkt

Ich kann jederzeit zu diesem Null-Punkt (DER ICH BIN) zurück und mich von diesem Potenzial aller Möglichkeiten NEU ERFINDEN:

Ich bin das Ich bin. Ich existiere. Deshalb hat nichts Macht über mich, auch keiner all dieser Aspekte. Ich bin das Ich bin. Das ist es, wofür ich mich entscheide, was ich wähle. (S. 157)

Das ist die Herausforderung. Das ist die Meisterschaft. Durch diesen Punkt kann ich die unheile Vergangenheit zurück lassen und die geheilte Zukunft erschaffen, die geheilte Gegenwart des immerwährenden JETZT. (Dieses GLEICHZEITIG, synchron in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu leben, das ist der „Merlin-Effekt“.)

Mein Fazit:  Ein Buch, das ich nur in höchsten Tönen loben kann, wo es mir die Sprache fast nimmt. Es ist grenzerweitendes Bewusstsein. Auch die beiden letzten Abschnitte „Was auf der Erde vor sich geht“ (S. 174 – 177) und „Die letzte Schlacht“ (S. 178 – 182) sind nicht Abgesang, sondern noch einmal Höhepunkte.
Wenn ich nur EIN Buch zum Thema „Seelen-Bewusstsein“ und „Seelen-Energie“, über Erleuchtung und Meisterschaft, über die Neue Energie empfehlen dürfte, es wäre dieses!

Es ist nicht „vor-schreibend“ wie andere Theorien von Allem, sondern inspirierend für deine eigene Meisterschaft, der du in deinem Wesen schon bist, löst „letzte Knoten“.

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Fox / Sheldrake: Engel. Die kosmische Intelligenz

Wir erleben die „Rückkehr der Engel“. Nicht dass die Engel jemals weg gewesen wären. Die Menschheit hat nur durch die materialistische Weltsicht die Resonanz zu ihnen verloren, sie aus den Augen verloren; die säkularisierte Wissenschaft sowieso, doch auch in den Religionen wurden die Engel peinlich (vor allem als dickfleischige Babys dargestellt). Wir haben jetzt wieder ein Resonanzfeld für Engel. Vor allem Künstler nehmen diese Wesen wahr und malen sie.
In diesem Buch geht ein angesehener Theologe (Matthew Fox) und ein bekannter Wissenschaftler (Rupert Sheldrake) dem Phänomen ENGEL nach. Das Ergebnis ist atemberaubend!

Die neue Vereinigung von Wissenschaft und Spiritualität findet auch in der „Lehre von den Engeln“ (Angelologie) einen neuen Treffpunkt. Der Treffpunkt ist eine neue Kosmologie, eine Kosmologie, die den Kosmós als lebendig sieht. Was wäre, wenn all die Sterne, Sternsysteme, Galaxien und Galaxienhaufen lebende Wesen sind, die eine Seele, ein Geist, ein Bewusstsein haben?

Ich will es einmal so auf den Punkt bringen: Während unsere seelenlose Wissenschaft nach Leben außerhalb unseres Planeten mit Radiosignalen sucht und abhorcht (und nichts findet!), kommunizieren immer mehr Menschen direkt mit ihren Schutzengeln, lassen sich von ihrer Intuition leiten. So sind diese Engel die lebenden Wesen, mit denen wir längst kommunizieren. Die Wissenschaft ist für diese Art „exterrestrischer Kommunikation“ völlig blind. Sie hat den heiligen Himmel entzaubert und banale Sciencefiction haben (zum Schaden unserer Kinder) dieses Vakuum gefüllt. Das ist das Thema des Buches! Wir brauchen eine neue, heilige Kosmologie – und dazu gehören auch die Engel.

Die Autoren haben drei Kronzeugen der Angelologie als Mystiker befragt und deren Werke zu den Engeln ausgewertet: Dionysios Areopagia (6. Jh.), Thomas von Aquin (1225-1274) und Hildegard von Bingen (1098-1179). Mystiker konnten Engel wahrnehmen und haben Zeugnis abgegeben. Je mehr wir uns der Mystik wieder öffnen, desto mehr öffnen wir uns auch der Welt der Engel.

Das Wesen der Engel

Das Buch fasst das Wesen der Engel wie folgt zusammen (S. 19- 23):

  • Engel sind machtvoll und Ehrfurcht gebietend.
  • Engel sind verstehende Wesen, Experten im Verstehen.
  • Engel sind Meister der Intuition. „Intuition ist die Straße, auf welcher Engel sich bewegen.“
  • Engel sind Freunde der Propheten und Prophetinnen. Engel leiten Propheten.
  • Engel haben einen starken Willen.
  • Die Weisheit der Engel ist Herzwissen.
  • Engel zeigen sich in Lobpreis und Anbetung. Sie preisen die Schöpfung.
  • Engel machen Menschen glücklich. Denn Glück besteht darin, „etwas zu begreifen, das größer ist als wir selbst. Und Ehrfurcht, Staunen und die Macht der Engel sind von dieser Art. Sie rufen uns auf, selbst größer zu werden.“
  • Engel sind Mittler und Mitarbeiter von uns Menschen zur Verwirklichung der Schöpfung auf der Erde.
  • Engel verkünden göttliche Stille. Sie sind uns in Meditation und Kontemplation besonders nahe.

Manchmal schützen und verteidigen sie uns, manchmal inspirieren sie uns und verkünden uns eine große Botschaft: Sie bringen uns in Bewegung. Manchmal heilen sie uns, und manchmal führen sie uns in andere Bereiche, deren besondere Geheimnisse wir dann zurückbringen sollen. (S. 21)

Die gefallenen, dunklen Engel

Das Buch tabuisiert das Thema dunkle, gefallene Engel, Satan und Teufel nicht. Sie sind selbstverliebt in die eigene Macht und weigern sich zu lobpreisen und zu dienen.

Und schließlich hat die Sünde der gefallenen Engel mit Arroganz und dem Missbrauch von Wissen und Macht zu tun. … Repräsentieren nicht die dunklen Engel die Schattenseite der abendländischen Zivilisation, eine Seite, die die Arroganz und den Missbrauch von Macht und Wissen als normalen Lebensstil akzeptiert hat? (S. 22)

So gesehen sind die dunklen Engel die „Fürsten dieser Welt“. Um uns von dem Bösen zu befreien, sollten wir die hellen Engel, die Lichtwesen, in unserem Bewusstsein befreien, um wieder eine „heilige Erde“ zu schaffen. Das ist die große, die kosmische Botschaft des Buches.

Mein Fazit: Das Buch ist weniger dazu geeignet, persönlichen Kontakt zu Engel aufzunehmen. Dazu gibt es reichlich andere. Nein, in dem Buch geht es darum, das Phänomen ENGEL sowohl auch neuer spiritueller Sicht wie auch aus der Sicht einer neuen, wissenschaftlicher Kosmologie (als Resakralisierung des Himmels) zu begreifen. Und das ist den Autoren vorzüglich gelungen! Es gibt eine neue Angeologie als Lehre von den Engeln, und das Buch ist seine Geburtsurkunde.
Wir erschaffen einen neuen Himmel und eine neue Erde. In diesem „heiligen Projekt“ sind die Engel unsere Verbündeten.

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