Bahar Yilmaz: Empower yourself

Untertitel: Werde zum glücklichsten Menschen, den du kennst.

Wenn Bahar Yilmaz ein Buch schreibt, so kann es durchaus ein in der spirituellen Szene „gängiges Thema“ sein, sie bringt es aber immer auf ein höheres Niveau. So auch ihr neues Buch.

Das Buch gehört in das bekannte Genre „Ratgeber – Selbstverwirklichung“, oder etwas konkreter: Komm in deine Macht, ermächtige dich selbst!

Das Englichsprachige des Titels zieht sich im Buch durch, was mich anfangs etwas befremdet hat. Da ist die Rede von „Lifestyle“, „Challenge“, „good habits“, „bad habits“, „Power Move“, Feel-Good-Ansätze“, „Black-List“, „White-List“, „Why-Diamond“, „Believe Gap“ und andere. Darüber hinaus hat sie auch im Deutschen neue Begriffe definiert. So spricht sie statt von „Komfortzone“ von Gravitationszone. Gut, jüngere Menschen gehen mit dem Englischen leichter um, doch ich habe für mich einen anderen Effekt festgestellt, der mich eher überrascht hat: Für mich ist z.B. ein Begriff „Challange“ neutraler als „Herausforderung“, „Power Move“ etwas anderes als „Körperübung“. Mit anderen Worten: Das Begriffs-System der Autorin hat für das Buch eine große Bedeutung! Sie können in einem zunächst neutralen Status neu besetzt werden. Das Buch bringt vieles erst einmal auf NULL, auf NEUSTART.

Es ist für mich sogar mehr als „Software-Aktualisierung“ (danach ist in der Regel auch ein Neustart notwendig), eher – wenn wir in diesem Bild bleiben – die Installation eines neuen Betriebssystems. Das neue Betriebssystem ist DIE SEELE. Ein Schlüsselsatz:

Ich glaube nicht nur, sondern ich weiß, dass du aus einem höheren Grund hier bist, dass du dich für dieses Leben entschieden hast, weil du ganz genau wusstest, dass du hier wachsen und einen Beitrag leisten kannst für mehr Frieden und Liebe auf der Erde. Ich weiß, dass deine Seele, dein Höheres Selbst, dein Herz oder wie auch immer du diese höhere Instanz in dir nennen möchtest, danach lechzt, deine ganz persönliche seelische Signatur auf der Erde zu hinterlassen, um sie zu einem besseren Ort werden zu lassen. Ich weiß das. Und ich denke, du weißt das auch. (S. 64)

Gleichzeitig ist dieses Buch wohl das „geerdetste“ Buch von Bahar Yilmaz, wenn ein Vergleich überhaupt sinnvoll ist. ENERGIE und GEIST (ihre Hauptthemen) ergreifen in diesem Buch das ganz konkrete LEBEN, bis hin zur Einflussnahme auf Zwirbeldrüse, Mitochondrien und DNA. Darum geht es letztlich: Die Einheit von Körper, Geist und Seele in einem Leben in innerem Frieden, Demut und Liebe. Das ist für mich sehr überzeugend. Und Bahar Yilmaz weist darauf hin, dass der mentale Wechsel von Überzeugungen (oder gar nur neue Informationen) nicht ausreicht: Es geht um das TUN und das HANDELN. Das Buch von ihr ist ein Praxis-Buch im besten Sinne. Es ist von 21 Challange-Übungen begleitet, die es in sich haben!

Was mir besonders gefällt:

  • Bahar Yilmaz ist seit Jahrzehnten Yogalehrerin. Das Wort YOGA lässt sich grob auch übersetzen mit DISZIPLIN. Ja, um das Buch in das eigene Leben zu integrieren, bedarf es Disziplin. „Für mich war Disziplin schon immer der kraftvollste Ausdruck von Selbstliebe.“ (S. 154)
  • Es ist verblüffend, wie die Autorin „alte Zöpfe“ abschneidet: „Dieses Vorgehen löst die Affirmationen ab.“ (S. 75)
  • Wir haben alle einen falschen Stolz, der uns in Ego-Programmen fest hält. „Also denkst du: Augen zu und durch. Nur nicht das Gesicht verlieren. Doch es geht nicht gut. Irgendwann zwingt dich das Leben in die Knie und fordert dich auf, die Situation zu verlassen. (S. 29). Wenn wir selbst nicht freiwillig DEMUT lernen, dann zwingt das Leben uns selsbt in die Knie.
  • Eines der großen Unterschiede zwischen Esoterik und Spiritualität ist die Einstellung zur Dualität. Bahar Yilmaz schreibt klar und deutlich: „Doch egal, was gewisse spirituelle Feel-Good-Ansätze behaupten: Als Menschen dürfen und müssen wir auch die Dualität erleben und von ihr Lernen.“ (S. 28) „Wir leben in einer polaren Welt. … Dies ganz zu verstehen, könnte bereits dein komplettes Leben verwandeln.“ (S. 27)
  • Ihr Verständnis von „Spiritualität“ ist sehr schön: „Es ist deine Liebesgeschichte mit dem unendlichen und wie ihr es schafft, miteinander eine spannende und transformierende Beziehung zu führen.“ (S. 222)
  • Das Buch ist eine bestimmte „Roadmap“ (Straßenkarte), um ein nächstes Level, eine neue Bewusstsensstufe zu erreichen. Das Schöne daran: Gleichgültig, wo du stehst und was die nächste Stufe ist, es gilt immer alle vier Ebenen zu berücksichtigen, und genau auch in dieser Reihenfolge: die Ebene des Geistes, die Ebene des Herzens, die Ebene des Körpers und die Ebene der Seele (in diesen Kapiteln ist das Buch auch aufgebaut). Es ist eine Aufwärtsspirale, die diese Bereiche not-wendiger-weise durchläuft. Das ist sehr allgemeingültig und ein klares Praxis-Konzept!
  • Bei der Frage „Warum lebe ich überhaupt?“ ist der „Warum-Diamant“ (Why-Diamond) ein Schatz, der feingeschliffen werden will. (S. 65 ff)
  • „Das Frequenz-Chart“ (S. 197 ff) ist sehr hilfreich, eine sehr realistische Einschätzung, wo man gerade wirklich steht zwischen den Polen des falschen und des wahren Selbst in der Messung der eigenen Gesamtschwingung.

Vor welchen Herausforderungen stehst du gerade?

Man kann das Buch nur lesen oder auch umsetzen. Ich selbst bin absolut verblüfft, dass sich in meinem Leben zwei große auch emotionale „Herausforderungen“ auftun, seitdem ich das Buch in den Händen halte. Ich „weiß“, dass das Buch genau er Schlüssel ist, um diese Herausforderungen zu meistern. (Es gibt ja keine „Zufälle“, oder alles ist ein Zu-Fall.) Vielleicht sollte jeder Leser des Buches sich zunächst fragen, vor welchen Herausforderungen er gerade steht, für die das Buch der Schlüssel der Lösung sein könnte. So liest es sich gleich anders, gleich praxisbezogen.

Astrologisch gesehen leben wir 2017 in einem Sonnenjahr, das uns auffordert, den Löwen in uns zu wecken, unsere Potenziale wie eine Sonne ans Licht zu bringen, Löwenmut zu haben und eine Sonne für andere zu sein. Das Titelbild des Buches ist richtig magisch für dieses Sonnenjahr. Es ist für mich DAS BUCH dazu.


Bahar Yilmaz:

Empower Yourself: Werde zum glücklichsten Menschen, den du kennst (klick mich)

 


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Eva Rosenfelder: Die Seelenwelt der Pflanzen


Ich möchte diese Buchbesprechung Irmgard Wiener widmen, die mir den Zugang zur Seele der Kräuter ermöglicht und damit eine neue Welt eröffnet hat. Ihr Buch „Garten der Mitte“ (klick mich) ist seelenverwandt mit dem Buch, das ich hier besprechen darf: 

 

Das Buch von Eva Rosenfelder hat mich sofort in Bann gezogen! Es ist eine wundervolle Einführung in die Seelenwelt der Pflanzen, also den Bereich, der für den Intellekt nicht sichtbar ist. Es ist der Bereich, in dem wir „Pflanzen durch unsere Liebe düngen“ (nach Wolf-Dieter Storl).

Wir sprechen von Volks- und Zivilisationskrankheiten. In meinem Augen gibt es nur eine einzige: die zivilisatorische Entfremdung von der Natur und die damit einhergehende Seelenlosigkeit des Menschen. Das Buch von Eva Rosenfelder ist eine wirkliche Entdeckungsreise zurück in die Seele der Natur, woher auch wir Menschen kommen, also in unsere eigene Menschenseele. Wer sich für die Seelenwelt der Pflanzen öffnet, der öffnet sich auch für die eigene Seele. Diese „Sehnsucht nach der Rückverbindung mit der Natur“ (S. 10) ist in jedem Menschen angelegt. Es ist der Samen unserer Heilung. Das Buch geht dieser Sehnsucht nach und stellt 9 „Seelengärtnerinnen und Seelengärtner“ vor – wie die Autorin sie nennt – mit ihrem jeweils speziellen Zugang zur Seelenwelt der Pflanzen. Heilung von Zivilisationskrankheiten heißt letztlich, sich für DIE SEELE zu öffnen – und dazu gehört auch und vornehmlich die Öffnung für die Seelenwelt der Pflanzen. Das eine geht nicht ohne das andere.

Folgende Worte der Autorin aus dem „Ausklang“ sind für mich der Schlüssel zum Verständnis des Buches (S. 248 f.)

Doch die Seelenwelt der Pflanzen eröffnet sich nicht über den Intellekt – damit erfahren wir allenfalls Rezepturen, etwas über die Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen, nichts aber über das tiefere Sein der Pflanze. Dementsprechend schwierig lässt sich diese seelische Ebene auch belegen. Erfahrbar ist sie nur über die persönliche Begegnung.
Schenken wir den Pflanzen unsere Zeit und Aufmerksamkeit, so leiten sie selbst uns bereitwillig an und führen uns sanft in ihre Welt. Sie holen uns ab, wo immer wir sind, in unserer ganz individuellen Lebenswelt. Pflanzen vermögen unzählige Sprachen zu sprechen: Die, welche das Wissen suchen, sprechen sie vielleicht zuerst über ihre chemischen Wirkstoffe an, lassen sich bereitwillig analysieren und sogar pharmazeutisch verwenden. Heiltätige oder Heilsuchende berühren sie über ihre feinstofflichen Schwingungen und Heilwirkungen, Kunstschaffende über ihre Ästhetik, Geometrie und Schönheit, Gourmets oder Sensorikerinnen über ihre Aromen und Düfte, während sie die Träumenden, Schwärmenden und spirituell Suchenden in geistige Sphären einladen … In diesen und unzählig vielen anderen Aspekten stellen diese beseelten Wesen sich voller Hingabe als unseren Spiegel und weisen Lehrerinnen zur Verfügung.

Also: Suche deinen eigenen Zugang, die Sprache, in der Pflanzenseelen mit DIR sprechen. 

Neun Seelengärtnerinnen und Seelengärtner

Sollten wir nicht alle Gärtner unseres Seelenraums sein? Und spiegelt nicht unser Umgang mit Pflanzen unseren Umgang mit uns selbst wider? Letztlich geht es im Umgang mit den Pflanzen um die Erfahrung von MUTTER NATUR. Die Pflanzenwelt ist weiblich, voller Hingabe, Demut und Liebe, voller Heilung. Unsere Rück-Verbindung zu Mutter Natur erfahren wir vor allem über die Rück-Verbindung zur Seelenwelt der Pflanzen, unseren „Urgroßeltern“: Wir stammen von der Pflanzenwelt ab, werden selbst wieder zu „Pflanzenmenschen“ (S. 248).

Die neun Seelengärtnerinnen und Seelengärtner, die in dem Buch zu Wort kommen, sind:

  • Tilmann Schlosser, der 2016 verstorbene Gründer der Gärtnerei Artemisia Allgäuer Kräutergarten (einer „Apotheke“ mit über 300 Heilkräutern);
  • Frank Brunke, der Pflanzenfotograf, der mit seinen Fotos einen wesentlichen Beitrag zur Schönheit des Buches beigetragen hat
  • Regula Mathies, die über Pflanzten ihren Heilungsweg gefunden hat („Die Natur wirkt als Schutzengel. Und jede Pflanze hat eine heilende Aufgabe für uns Menschen. Wenn die Pflanzen zu uns sprechen, spricht die Schöpfung zu uns.“ – S. 80);
  • Jürg Reinhard, ein anthroposophischer Künstler, der das Wesen der Pflanzen künstlerisch erfasst („Das Bewusstsein der Pflanzen ist in den Sternen zu Hause.“ – S. 103)
  • Agnes Barmettler, die das alte Symbol des Gartenlabyrinths als Paradiesgarten in Zürich und anderswo wiederbelebt;
  • Orna Ralston, deren Welt als Schamanin Gesang, Klang und Musik ist („Pflanzen haben ein anderes Aufnehmen der Welt, sie reflektieren nicht, leben nicht wie wir im Bewusstsein des ‚Ich sterbe‘, sondern sie ’sind‘ – sie sind Seinswesen.“ – S. 159);
  • Ursula Bühler, eine „Kräuterhexe“ im besten Sinne des Wortes („Für mich sind Pflanzen und Tiere das Größte, was uns das Leben schenkt. Sie sind meine Seelenretter und bedeuten mir manchmal fast mehr als der Mensch.“ – S. 182);
  • Wolf-Dieter Storl,  der inzwischen für die Pflanzen- und Naturmystik schon zu einer „Ikone“ geworden ist („Planzen haben Heilkräfte, weil sie selber heil sind.“ – S. 199);
  • Gisula Tscharner, eine ehemalige Pfarrerin, die in der Natur ihre „neue Religion“ gefunden hat („Daher habe ich wohl auch das Urvertrauen, dass dort, wo ich bin, stets die für mich richtigen Pflanzen wachsen. Die Pflanzen wissen sehr viel besser, was wir Menschen brauchen.“ – S. 220)

Eine weitere „Seelengärtnerin“ ist die Autorin selbst. Natürlich hat sie einen eigenen Garten, von dessen „gärtnerischen Urgrund“ sie berichtet. Sie hat die Interviews geführt und strukturiert, das Buch in 8 Stadien des Jahreskreises eingeteilt (Erd- und Ahnenreich / Auferstehung / Erwachen / Knospen / Blühen / Liebe / Ernte / Loslassen), diese mit einfühlsamen Worten eingeleitet, die Fotos von Frank Brunke mit Gedichten begleitet und ein paar Tipps („Rezepte und Inspirationen“) für die eigene Praxis zusammengestellt. Die Sprache der Autorin ist außerordentlich feinfühlig und lebendig, ist selbst „Natursprache“ und ein „Seelengenuß“.

Ist für die Menschen wieder das Paradies auf Erden möglich?
Es wird ein Heilungsweg sein, und auf diesem Weg wird uns die Pflanzenwelt begleiten. Das Buch von Eva Rosen-felder (was für ein verheißungsvoller Name für ihre Berufung!) ist ein Buch, das uns die Vision einer „neuen Erde“ als „dem größten Seelengarten der Menschheit“ schenkt. Doch es geht vor allem darum, durch das Tor des eigenen Paradiesgartens zu treten, nämlich „dem Garten der eigenen Seele, der sich dann auch in einem sichtbaren Seelengarten manifestieren kann.“ (S. 18)
Das Buch hat in seiner leisen Art etwas sehr Aufrüttelndes. Es bewegt die Seele durch die Schönheit, Güte und Wahrhaftigkeit in Sprache und Bild. Fast kann man den Duft der Worte riechen.

 


 

Die Seelenwelt der Pflanzen: Eine Entdeckungsreise – Vorwort von Wolf-Dieter Storl

 


 

Weiter führende Links:

Die Internetseite der Autorin:

http://www.natur-und-geist.ch

 

DALAI LAMA: Ethik ist wichtiger als Religion

Das Buch von Dalai Lama ist zu seinem 80. Geburtstag im Juli 2015 in allen Weltsprachen gleichzeitig erschienen. Dieser wohl bekannteste „Flüchtling“ auf der Welt lebt seit 56 Jahren (gemessen an seinem 80. Geburtstag) im Exil in Indien. Ich habe das Büchlein jetzt erst entdeckt, doch es hat mich so berührt, dass ich nach einer kreativen Pause von 5 Monaten meinen Buchblog mit diesem Buch wieder fortsetzen möchte.

Das 56-seitige Büchlein (ideal zum Verschenken, unter 5 Euro) ist zusammen mit dem bekannten Fernsehjournalist und Bestsellerautor Franz Alt herausgekommen. Franz Alt hat das Vorwort geschrieben, der Appell von Dalai Lama für eine säkulare Ethik und Frieden folgt mit 6 Seiten. Den inhaltlich größten Teil macht ein Interview zwischen dem Dalai Lama und Franz Alt über den Appell seiner Heiligkeit aus. „Die Dalai-Lama-Story. Geschichte eines bewegten Lebens“ mit den Lebensdaten des Dalai Lama runden das Büchlein ab. Es ist sehr beeindruckend und bewegend in seinen einfachen Worten und hat etwas von einem ethischen Manifest wie auch einer heiligen Schrift. Es ist alles so einfach und klar, wie es nur die Wahrheit sein kann – und gleichzeitig erschütternd, wie verblendet die Menschheit heute auf der anderen Seite noch ist.

Ich will aus dem Büchlein nicht viel zitieren, wie es sonst so meine Art ist. Es hat kein Wort zu viel und keines zu wenig. Es ist in sich geschlossen und herausgerissene Zitate können kaum eine Ahnung von der Tiefe des Buches vermitteln.

Mir ist die Rolle Tibets nie so bewusst geworden, wie beim Lesen des Büchleins.

Der Dalai Lama schreibst selbst, an Mahatma Gandhi erinnernd:

Diese Strategie der Gewaltfreiheit und der Erfurcht vor allem Leben ist das Geschenk Tibets an die Welt. (S. 14)

Und Franz Alt schreibt über die Rolle Tibets:

Auf dem Dach der Welt spielt sich ein für uns fast unvorstellbarer geistiger Kampf zwischen dem religiösesten Volk der Welt und der zurzeit materialistischsten Ideologie auf unserem Planeten ab (der chinesischen Kommunismus, Anm. JS). Der Ausgang dieses Ringens wird für die Zukunft der ganzen Welt entscheidend sein. (S. 49)

Das Buch ist eine einfache Verbindung zwischen Politik, Ethik, Wissenschaft, Spiritualität und Religion, eine Einheit, die wir schon lange wieder suchen. (Ich würde sagen: wie sie in unserem Kulturraum noch in Pythagoras verkörpert war und danach verloren ging.)

Es ist politisch: „Der Irak-Krieg, den Georg W. Bush 2003 begann, war ein Desaster. Dieser Konflikt ist bis heute nicht gelöst und hat viele Menschen das Leben gekostet.“ (aus dem Appell, S. 13) Der Dalai Lama kritisiert auch die Deutschen und Franzosen als große Waffenexporteure.

Es ist ethisch: Wir wissen besser als früher, „dass Ethik, Mitgefühl und soziales Verhalten uns angeboren sind, aber Religion uns anerzogen ist.“ (S. 25)

Es ist wissenschaftlich: „Ethik ist die Wissenschaft vom Glück.“ (S. 36)

Es ist spirituell: „Wesentlicher als Religion ist unsere elementare menschliche Spiritualität.“ (S. 15)

Es ist trans-religiös: „Es ist vielmehr höchste Zeit, für unser Verständnis von Spiritualität und Ethik in der globalisierten Welt einen neuen Weg jenseits der Religionen zu eröffnen.“ (S. 35)

Für mein Bewusstsein ist das Büchlein in der neuen Trump-Zeit wichtiger geworden denn je. Vielleicht ist Trump, der Hardliner nach Nixon und G.W. Bush, die Herausforderung, die unsere Welt braucht, um sich mit einer neuen Geisteshaltung gegen die Dämonen der Welt zu erheben, damit wir uns endlich als eine Menschheitsfamilie erkennen und Frieden im inneren und äußeren schließen können.

Ich wünsche diesem Büchlein eine weite Verbreitung für alle Menschen guten Willens – jenseits aller religiösen und ideologischen Grenzen. Ich habe einen großen Respekt davor, dass es im Red Bull Media House erschienen ist. Das ist auch schon grenzüberschreitend. Möge es zu UNSERER STIMME werden.

Das Büchlein gehört in jede Schule – und nicht nur in den Ethik-Unterricht.


 
Weiterführende Links:

Die offizielle Seite des Dalai Lama (englisch)
Die Seite von Franz Alt  (Sonnenseite)
Die Seite der Deutschen Tibethilfe
Die Seite der Deutschen Tibethilfe zum Buch
Die Seite des Verlages Benevento



Der Appell des Dalai Lama an die Welt: Ethik ist wichtiger als Religion (Klick)

Bahar Yilmaz: Aura Coaching

Untertitel: Die Transformation des Planeten und ihr Einfluss auf den Energiekörper des Menschen

Ich habe das Buch „Der Ruf der geistigen Welt“ der Autorin vor ziemlich genau einem Jahr gelesen und besprochen (> meine Buchbesprechung) – und war hellauf begeistert. Es hatte mir eine ganz neue Welt, die Geistige, eröffnet. Jetzt hat mich auch das ältere Buch angesprochen, und das nicht ohne Grund. Irgendwann ist das Informationsbedürfnis gesättigt und man will die eigenen medialen Fähigkeiten systematisch trainieren und entwickeln. Dafür ist dieses Buch als Hand- und Trainingsbuch hervorragend geeignet. Es kommt ganz ohne esoterische Höhenflüge aus und bringt einem das Aura-Lesen und vor allem Aura-Coaching über 29 einfache Übungen nahe. 

Das Buch beginnt mit der „Transformation der Erde“

Die Erhöhung der Schwingungsfrequenz der Erde wird heute gar nicht mehr groß thematisiert. Es ist schon einmal ein großes Plus des Buches, die ganze Thematik in diesen globalen Rahmen einzuordnen und daran zu erinnern. Die Autorin schreibt selbst:

(Das Buch ist) ein Muss für jeden, der in diesen Zeiten der Transformation in vollkommener Erfüllung auf jeglicher Ebene leben möchte. (S. 36)

Ich kann dieser Selbstbewerbung der Autorin nur zustimmen! Die Transformation der Erde wird nicht nur leichter verstanden, es werden auch die einfachsten Übungen dargeboten, sich diesen globalen Herausforderungen zu stellen.

Grundwissen und Übungen zur Aura und den Chakren

Zunächst wird die Aura als „elektromagnetisches Feld des Menschen“ erklärt. Dabei unterscheidet die Autorin:

  • das Schwarzfeld,
  • die Vital-Hülle
  • das eigentliche Aura-Feld,
  • das Morpho-Feld (Ahnen, Familienmitglieder, Rasse) und
  • das Nirwana-Feld (Verbindung zum Kosmos und der geistigen Welt)

Diese Differenzierung der einzelnen Felder erinnert mich an die mögliche Differenzierung der Seele und ihre unterschiedliche Anteile. Viele Aussagen der Autorin sind auch erhellend für ein entwickeltes Verständnis der Seele.

Je erwachter die Seele ist, desto stärker strahlt das Nirwana-Feld, der Mensch wird eine lebendige Sonne auf Erdern. (S. 62)

Bei der eigentlichen Aura wird unterschieden zwischen

  • den einzelnen Aurafeldern
  • Aura-Typen (Puls-Aura, expansive Aura)

Viele spirituelle Menschen arbeiten noch mit alten Lehren der Aura, doch mit der Transformation der Erde haben sich auch die Aurafelder und Chakren verändert. Hier ist es wichtig, sich an diese Veränderung auch im Lesen der Aura oder der Chakren anzupassen.

Eine sehr wichtige Unterscheidung ist, das die Menschen heute einen leichteren Zugang zu ihrem „höheren Selbst“ bekommen. Dies ist neben dem physischen Körper und dem kosmischen Prana die dritte Versorgungsquelle der Aurafelder.

Du kannst dir das Höhere Selbst als ein Abbild deiner ewigen Seele in der Geistigen Welt vorstellen … Es verfügt über die absolute Kenntnis über die Seelenfamilie, die seelische Herkunft und den Seelenplan. Auch ist es die alleinige Instanz, die über diese Dinge verfügen und auch Änderungen im Seelenplan vornehmen kann. (S. 71 f.)

Neben der klassischen Erklärung der Chakren, erläutert die Autorin auch das Marma-System (Energiepunkte) und die Nadis (feinstoffliche Energiebahnen) … und auch hier wieder ihre Veränderungen mit der Transformation der Erde.

Praxis-Training: Verstärkung der Hellsinnigkeit

Hier (S. 119) beginnt der eigentliche Praxisteil des Buches. In der Vorbereitung zum Aura-Coaching unterscheidet die Autorin die verschieden Kanäle der Hellsinnigkeit:

  • Hellsehen
  • Hellfühlen,
  • Hellhören
  • Hellschmecken,
  • Hellwissen

Die Aura kann man über die verschiedenen Hellsinne unterschiedliche wahrnehmen. Hier ein eigenes Deutungsmuster zu entwickeln, ist entscheidend für den Erfolg des Aura-Coachings. Am Ende des Abschnitts steht das Aura- und Chakra-Scannen (bis S. 161) Interessanter Hinweis:

Die Chakras schwingen nämlich etwas niedriger als die Aura und die anderen energetischen Felder. (S. 158)

[Ich verwende im Plural lieber den Begriff „Chakren“ statt „Chakras“ wie die Autorin.]

Das eigentliche Aura-Coaching

(von S. 162 bis 240) will nicht nur die Aura wahrnehmen, sondern „das, was dort wahrgenommen wird, in heilsamer Weise zu beeinflussen“ (S. 163) Ganz wichtiger Hinweis:

Der Aura-Coach ist immer nur so gut in seiner Arbeit, wie der Klient es zulassen kann. (S. 163)

Es werden praktische und einfache Hinweise gegeben, das Unterbewusste durch sinnvolle Affirmationen zu beeinflussen, die eigene Schwingung zu erhöhen und hoch zu halten und sein System zu reinigen. Sehr spannend ist auch die Wahrnehmung unterschiedlicher Fremdenergien und die Erlösung davon.

Alles das wird bei einem für die meisten sicher wichtigen Thema „Partnerschaft und Liebe“ erprobt.

Aura-Diät und Hybridseelen

Die Autorin misst der körperlichen Energie eine große Bedeutung bei und gibt gute Tipps für eine „Aura-Diät“. Viele geistig erwachte Seele haben einen Verkrampften Bezug zum Körper (bis hin zur Magersucht), was nicht förderlich ist.

Ein Höhepunkt des Buches ist sicher die Darstellung der Hybridseelen:

Eine Hybridseele besteht nämlich in der Tat aus zwei verschiedenen Seelenformen, die eine komplett unterschiedliche Herkunft aufweisen. (S. 271)

Gemeint ist einmal die irdische Herkunft als Mensch und zum anderen die kosmische Herkunft als Lichtwesen.

Viele Hybridseelen haben keine individuelle Seele, sondern eine Gruppenseele. Aus dieser Gruppenseele können gleichzeitig verschiedene Existenzen entspringen, das heißt Parallelexistenzen, die zum Teil auch auf anderen Planeten leben mögen. (S. 273)

Am Ende stellt die Autorin 18 Kriterien auf um zu erkennen, ob man als Leser/in eine Hybridseele ist.

r-pfeil-reMein Fazit: Allen Menschen sind in ihrer Anlage hellsichtig. Die aktuelle Transformationszeit auf dem Planeten Erde erfordert es, diese hellen Sinne immer mehr zu spüren und zu trainieren. Das Buch Aura-Coaching stellt die Grundlagen sehr klar und einfach dar. Die Praxisübungen sind ohne Hokuspokus leicht durchzuführen und sollten eigentlich schon Kindern in der Grundschule beigebracht werden, damit sie gleich mit den „neuen Energien“ umgehen können. Wir würden wahrlich in einer anderen Zeit leben, wenn unsere Kinder die Inhalte dieses Buches bereits gelehrt bekämen (in China werden hochsensible Kinder staatlich ganz anders gefördert!). Ein wirklich not-weniges Buch, ein MUSS für die aktive Nutzung der neuen Energien zum eigenen Wohlbefinden, dem der eigenen Klienten und letztlich Mutter Erde selbst.


Bahar Yilmaz: Aura-Coaching: Die Transformation des Planeten und ihr Einfluss auf den Energiekörper des Menschen. Praxisbuch (Klick)

Omraam Mikhaël Aïvanhov: Die Seele

Untertitel: Instrument des Geistes

Mich hat der Titel des Buches elektrisiert, weil ich für mich selbst schon die Erkenntnis gewonnen habe: Die Seele ist ein Organ des Geistes. Das aus dem Griechischen kommende Wort „Organ“ meint ja „Werkzeug“, also Instrument.

Das kleine Büchlein dieses bulgarischen Altmeisters (1900 – 1986) hat mich nicht enttäuscht. Das Verhältnis von GEIST und SEELE ist in der spirituellen Philosophie ein wirklich vertracktes Thema! Und das Büchlein (ein in Frankreich gehaltener Vortrag) enthält viele Gedanken zur Inspiration.

Hier das zentrale Zitat aus dem Buch:

Der Geist arbeitet an der Materie durch einen Vermittler: die Seele. Die Seele ist also auch ein Werkzeug für den Geist, das er benutzt, um die physische Ebene zu erreichen, denn er selbst kann das nicht. Nur die Seele hat die Möglichkeit, die Materie zu berühren. Durch sie kann also der Geist die Materie modellieren, sie gestalten und ihr Befehle geben. Ohne die Seele und ihre Fähigkeit hätte der Geist keine Macht über die Materie. (S. 11)

Dieser Satz ist philosophisch natürlich sehr weitreichend! Um es aus meiner Sicht zu interpretieren: Um seine „subjektive Realität“ zu verändern (die SICHT auf die Welt), reicht die Veränderung der Gedanken, um aber die „objektive Wirklichkeit“ zu verändern, bedarf es der Seele. Ohne Seele erschaffen die Menschen nur egozentrische und lebensfeindliche Artefakte, oder auch „Anti-Schöpfung“.

Mir gefällt in dem Büchlein ganz besonders auch die zahlenmystische Entfaltung der VIER aus der DREI. Denn die Seele hat einen Doppelcharakter  (S. 32 ff).

Ein Zitat zum Verhältnis GEIST und SEELE:

Der Geist ist ein fast nicht wahrnehmbarer Punkt, während die Seele riesengroß ist, denn um den Geist nähren zu können, muss die Seele riesig sein. (S. 35)

Was für ein Hammersatz! Auch dieser Satz ist sehr inspirativ:

Im Geist gibt es nichts Unreines und Dunkles mehr, während sich in der Seele das Böse unter das Gute mischen kann. (S. 38)

Ein kleines Büchlein (A6) aus einem Vortrag entstanden, doch mit weit reichenden Gedanken über „Die Seele“.


Die Seele – Instrument des Geistes (Klick)

Ralf Rößner: Die Lichtwurzel

Ich möchte diese Buchbesprechung meinem Enkel Mika widmen, der heute Geburtstag hat und 8 Jahre alt wird. Er ist auch eine so feine Seele.

Untertitel: Ernährung der Zukunft – eine spirituelle Studie


Das Buch von Ralf Rößner ist ein ganz besonderes Buch zur Yamswurzel als Lichtwurzel (atl. „nos“). Es geht der Lichtwurzel ganz im Sinne Rudolf Steiners als Seelenwesen nach.

Das Buch richtet sich an Menschen, „die sich in besonderer Weise von der Lichtwurzel berührt fühlen und den Wunsch haben, mehr über das Wesen der Lichtwurzel und ihrer geistigen Mission als „Entwicklungshelfer“ zu erfahren.“ (S. 1)

Das Buch ist so feinfühlig wie das besprochene Lichtwesen.
Und: Ich fühle mich angesprochen!

In der „ersten Annäherung“ heißt es bereits:

Lichtwurzel und Biene befinden sich nicht auf derselben geistigen Ebene (Devachan) wie andere Pflanzen bzw. Tiere, sie sind vielmehr von Menschen (Mysterienmeistern) in alten Zeiten „erzeugte“ Wesen. Ihr „Eigentliches“ urständet woanders. Beide sind in den atlantischen Mysterienstätten aus magischen Verbindungen von sich-hinein-opfernden Tier- bzw. Pflanzengeistern mit Geistwesen (Venuswesen) hervorgegangen. (S. 4)

Der Autor hat dir ursprüngliche Lichtwurzel mit ihrem starken Lichtäther nur noch in China angetroffen (chin. Shanyao), doch auch dort wird sie bereits durch die Süßkartoffel wegen des leichteren Anbaus verdrängt.

Der Autor versteht es als seine Mission, die Lichtwurzel ohne Zuchtentartung in ihrem ursprünglichen Wesen als Kulturpflanze zu retten und für Europa anbaufähig zu machen. Hier liefert das Buch präzise Anleitungen.

Gerne beende ich die Besprechung mit dem letzten Zitat des Buches:

Wenn unser Leib in richtiger Weise ernährt wird, bildet dieser die Grundlage für einen harmonischen Seelenraum, der sich dem Umkreis zu öffnen vermag, in dem sich Menschengeist und Weltengeist verbinden können. (Ehrenfried Pfeiffer)


Mein Fazit: Mich erfüllt einen große Dankbarkeit dem Autor und seiner Mission gegenüber. Was er schreibt, mag heute aus „wissenschaftlicher Sicht“ noch als großer Humbug gewertet werden. Doch wer ein Buch in seiner Seele erkennen kann, der erkennt die Seelen-Botschaft aus dieser kleinen Broschüre. Es gibt so vieles, was wir bewahren und retten müssen für eine einst wirklich spirituellen Planeten Erde. Die Lichtwurzel gehört für mein Empfinden mit Sicherheit dazu. Wenn es dann einmal ein Hauptnahrungsmittel einer spirituellen Menschheit wird, wird die Leistung Ralf Rößners dafür sicher auch anerkannt sein.

 

Ralf Rößner: Die Lichtwurzel.

Neal D. Walsch: Die Essenz

Untertitel: Die 25 Botschaften aus den „Gesprächen mit Gott“


Ich habe den ersten Band von „Gespräche mit Gott“ schon gelesen, da war der zweite Band (auf Deutsch) noch gar nicht erschienen. Inzwischen habe fast alle Bücher dieser 9-teiligen Reihe gelesen. Und ich sage gleich: Ja, diese ESSENZ aus 444 Seiten ist mehr als die Summe aller Teile und ein krönender „Abschluss“ – hätte ich fast geschrieben. Doch da hat mich der Autor Neal D. Walsch schon mehrfach eines Besseren belehrt. Gerade am Anfang waren immer wieder Sätze zu lesen wie: Jetzt ist alles gesagt und geschrieben. Mehr Bücher brauchst du nicht mehr zu lesen. … Den Rest kennt jeder seiner Fans: Tausende weitere Seiten folgten. Ich würde meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass dieser Band jetzt der „krönende Abschluss“ ist. Vielleicht ist er ja wieder der Anfang eines neuen Buch-Zyklus. Wie dem auch sei:

Die Essenz

Trotz der 444 Seiten ist das Buch eine meisterhafte Konzentration auf die wesentlichen Botschaften aus „GmG“, genau genommen 25 Botschaften (im 2. Kapitel auf 5 Ein-Drittel Seiten essentiell zusammen gefasst). Kein Wort zu viel, kein Wort zu wenig. Jedes Wort kraftvoll wie in Stein gemeißelt. Was immer „am Anfang“ gewesen sein mag. DAS WORT gehört mit dazu: Manifestationen mögen anfänglich ein Wirbel von Gedanken-Energie sein. Im WORT wird daraus eine in Erscheinung tretende Manifestation.
Diese Qualität hat das Buch. Wenn es NEUER WORTE eines jetzt richtig verstandenen Gottes bedarf, hier stehen sie, hier sind sie zu lesen, hier ist das Programm für eine ganz neue Kulturgeschichte der Menschheit, einem Evolutionssprung für das Paradies auf Erden.

Einem aufmerksamen Leser der bisherigen Botschaften ist alles „irgendwie vertraut“, und doch gibt es wieder so viele schöne Formulierungen – wie

Was jetzt auf Erden gebraucht wird, ist eine Bürgerrechtsbewegung für die Seele. (S. 36)

Das Buch ist ein leidenschaftlicher Aufruf, all diese „zum Himmel schreienden Missstände“ zu beheben. Es ist aber keinesfalls eine Anklage, sondern ein Appell, das Leben wirklich zu ändern. Wir sind eine Generation, die eine NEUE ERDE hervor bringen können. Jedes Kapitel enthält Anwendungen für den Alltag. Jede Woche eine Botschaft studieren (sich ihrer Wahrheit zu erinnern) und in den Alltag umsetzen – wer sollte uns als Botschafter der NEUEN ERDE aufhalten können? Wir brauchen eine so kraftvolle „Bürgerrechtsbewegung für die Seele“, ein Heldenepos, wie es seinerzeit die frühen Christen und Gnostiker geschrieben haben. Es ist Zeit, dass dieses „Christliche Zentrum“ in unseren Seelen erwacht und zu einem unaufhaltsamen Lebensstrom werde.

Ich bin als langjähriger Leser der GmG für dieses Buch sehr dankbar und weiß erst jetzt, dass ich es bisher vermisst habe! Gut, dass es in die Existenz getreten ist.

Mein Fazit: Ob es als „Neues Evangelium“ ein „Heiliges Buch“ ist? Ich glaube, das entscheidet jeder für sich selbst. Und wahrscheinlich ist jede Etikettierung „heilig“ bereits ein Schritt in die „falsche“ Richtung. Denn wo das Heilige angenommen wird, da wird auch das Sündige verfolgt. Keine „heiligen Bücher“ mehr … und keine „heiligen Kriege“ mehr. Lassen wir uns von niemand anderem etwas „vor-schreiben“ außer von unserer Seele.

DIE ESSENZ ist ein Seelenbuch – das Buch unserer Seele als Menschheit. 

Jeder hat sicher einen anderen Zugang zum Buch und nutzt es auf seine Weise. Ich habe mich entschieden, es als „göttliches Selbstgespräch“ (das Göttliche im Gespräch mit sich selbst) zu lesen, in dem ich selbst ein Teil des Gespräches bin. 

 

Ursula Erbacher: Vernetzte Phythotherapie

Untertitel: Eine Synthese von moderner Forschung und überlieferter Erfahrung


Das Buch ist zwar schon 2006 erschienen, scheint mir aber in seinem Bereich nach wie vor ein Klassiker zu sein, war seinerzeit jedenfalls bahnbrechend.

Die Kräuterheilkunde der Traditionellen Abendländischen Medizin (TAM) bekommt in unserer Zeit endlich wieder die Anerkennung, die ihr gebührt. Und dazu hat dieses reichlich bebilderte Büchlein sicher auch seinen Beitrag geleistet. Es ist kein Lehrbuch, sondern ein Handbuch, das nicht nur in der grundsätzlichen Einleitung, sondern auch in er Kurzcharakteristik der einzelnen Heilpflanzen essentiell auf den Punkt kommt. Insofern ist es auch in für den (der Spagyrik oder Anthroposophie gegenüber aufgeschlossenen) Laien hilfreicher Wegbegleiter.

Die Synthese

Jede Kultur hat ihre Urväter, in unserer abendländischen Kultur ist es zweifellos HERMES Trismegistos, der dreifache Meister. Er war eine Legende in der ägyptischen Kultur, manche verbinden ihn mit dem biblischen Namen „Moses“ und war auch im klassischen Altertum als der Götterbote Hermes oder Mercurius hoch angesehen. Es war wohl vor allem Paracelsus, der als Universalgenie diese alchemischen Lehren in die Neuzeit gerettet und weiterentwickelt hat. Bei ihm waren Medizin, Alchemie und Astrologie noch eins. Daran knüpft das Buch an und verbindet diese traditionelle Weisheit mit moderner Phytotherapie.

Ganz im Sinne der Alten werden in diesem Buch die Heilpflanzen nicht nur mit ihrer pharmakologischen Wirkungsweise, Botanik und Herkunft betrachtet, sondern nach ihrer Zuordnung zu den Denksystemen

 

  • der Signaturenlehre,
  • der Planetenkräfte,
  • der Keimblattentwicklung und
  • dem biosynthetischen Ansatz (S. 10)

Für mich herausragend (richtig spannend) war hierbei der Zusammenhang der Keimblattentwicklung im Sinne von embryologischen Organisationsprinzipien und der biosynthetischen Sichtweise. Kostbarkeiten!

Die 20 besprochenen heimischen Heilpflanzen:

Jede dieser Heilpflanzen wird punktgenau in ihren Aspekten besprochen
(einschließlich eines tabellarischen Überblicks über die „Systematik der Wirkprinzipien“):

  • Botanik und Herkunft
  • Inhalt und Hauptwirkstoffe
  • Pharmakologie und Toxizität
  • Wirkung und Anwendung
  • Keimschicht und Organe (!)
  • Signatur und Wesen
  • Planetenkräfte und Qualität
  • Dosierung und Rezepturen

Ein sehr schöner Reiseführer auf unserm Seelenweg, der uns auf Seelenebene mit den wichtigsten heimischen Heilpflanzen verbindet:

  • Birke
  • Brennnessel
  • Efeu
  • Gänsefingerkraut
  • Holunder
  • Johanniskraut
  • Kamille
  • Lavendel
  • Löwenzahn
  • Mariendistel
  • Mistel
  • Schachtelhalm
  • (bittere) Schlefenblume
  • Steinklee
  • Süßholzwurzel
  • Tausendgüldenkraut
  • Thymian
  • Wachholder
  • Weißdorn
  • Wermut

Die Widmung der Autorin für mich möchte ich an alle Leserinnen meiner Rezension weiter geben:

„Mögen sich die Geheimnisse des Lebens durch das Wesen und die Signaturen von Pflanzen, Menschen und Dingen erschließen.“

Der Verlag hat – und das ist der vollständigkeitshalber auch zu erwähnen – zu einzelnen Heilpflanzen kontextbezogene Produktwerbung geschaltet. Nachdem ich – nach erster Irritation – dann die Schätze des Buches entdeckt hatte, wurden die werbenden Hinweise für mich eher ein guter Kundenservice für den Leser. Denn wer hier etwas für sich entdeckt hat, der findet in seiner Apotheke sicher schnell ein apothekenpflichtiges, pharmakologisches Produkt zur „Selbstmedikation“ in Absprache mit dem Apotheker.

Es sollte dann aber auch erwähnt sein, dass es auch entsprechende spagyrische und homöopathische Heilpflanzen-Essenzen gibt, die es dann aber eher selten in der Apotheke um die Ecke gibt.


Ursula Erbacher: Vernetzte Phytotherapie: Eine Synthese von moderner Forschung und überlieferter Erfahrung (Klick)

Flor G. Schmidt: Wildkräutermärchen

Untertitel: Von Sonnenhut, Augentrost und vielen anderen (Mit 15 Kräuterportraits), illustriert von Sibylle Schäfer

Ein wundervolles, märchenhaftes Buch. Ich weiß jetzt schon: Mein Lobpreis des Buches in höchsten Tönen wird ihm immer noch nicht gerecht werden können.

Die Autorin stellt 9 bekannte Heilpflanzen in der Form eines Märchens dar: der Rote Sonnenhut, der Salbei, die Engelwurz, die Arnika, die Kamille, der Baldrian, der Wehrmut, der Augentrost und die Wildrose. Jedes dieser bekannten Heilpflanzen wird uns in einem Märchen dargestellt, das seine Wesenseigenschaften deutlich heraus stellt. Das ist nicht nur ein „literarischer Trick“, die Autorin ist wirklich eine begnadete Märchenerzählerin. Mir waren an vielen Stellen die Tränen in den Augen.

Die Autorin schreibt dazu:

Das Wort „Märchen“ kommt aus dem mittelhochdeutschen „maere“ und wird mit „Kunde, Nachricht“ oder „Bericht“ übersetzt. … Sie sind die Sprache der Seele, die eine allumfassende Wahrheit aufweist. Kinder lassen sich davon berühren, da sie der geistigen Welt im allgemeinen noch näher verbunden sind. Erwachsene finden meist erst wieder dahin zurück, wenn sie sich auf die Suche begeben und sich aufs neue für diese Welt öffnen. Märchen sind wahrhaftig, jedoch auf einer anderen Ebene. Sie sind die Essenz einer Spiritualität, die sich durch ihre Inhalte allgemeinverständlich auszudrücken weiß. (S. 8)

Das Buch befragt und enthüllt die Seele der Heilpflanzen und ordnet sie in das energetische Chakrensystem ein. Es ist also mehr als nur ein Märchenbuch. Neben den oben genannten werden weitere 6 in der Kurzcharakteristik der Kräuterportrains aufgenommen, die mehr als nur lexikalisch formuliert sind. Es enthält sogar Anregungen aus der „Rezeptewelt“.

Zur Verbindung der Heilpflanzen mit dem System der Chakren schreibt die Autorin:

Meine Motivation, eine Pflanze mit einem Chakra in Verbindung zu setzen, besteht darin – ähnlich wie im feinstofflichen Bereich, beispielsweise der Heilimagination -, die Kräfte einer Pflanze bei einer energetischen Behandlung gedanklich mit einzubeziehen. (S. 8)


Mein Fazit: Ich kann mir kaum ein besseres Buch vorstellen, Kinder über dieses Märchenbuch mit der Welt der Heilkräuter vertraut zu machen. Jedes einzelne der acht Märchen regt durchaus die Phantasie an, sich die Märchen weiter zu erzählen.
Ja, es gehört in die Hände von Kindern, gerade kranke Kinder, die z.B. „Echinacea“ bei einer Erkältung verschrieben und dann das Märchen vom „Roten Sonnenhut“ vorgelesen bekommen. Vollkommen! So können Kinder gleich vom Wesen einer Phythotherapie märchenhaft ergreifend eingeführt werden.
Auch Erwachsene, die bestimmte Heilessenzen nicht einfach nur „schlucken“, sondern sich mit dem Wesen der Medizin verbinden wollen, sind diese „Wildkräutermärchen“ eine vollkommene Hilfe. Erst nachdem dieses Buch erschienen ist, ahnen wir, dass es eine schon lange existierende Lücke im Regal unserer Kinder und Enkel, in unser Hausapotheke füllt. Herzlichen Dank, Flor!

 

Die Internetseite der Autorin (Klick)

Die Leseprobe des Verlags (Klick)

 

 


Flor G. Schmidt: Wildkräutermärchen: Von Sonnenhut, Augentrost und vielen anderen – Mit 15 Kräuterportäts (Klick)

Lackner / Strasse: Spagyrik in Balance

Band 2 mit dem Titel: Hormone in Balance

 

Das kleine Büchlein der Autoren Roland Lackner und Olivier Stasse hat es doch in sich! Es ist der zweite Band einer Reihe „Spagyrik in Balance“ und behandelt das immer dringender werdende hormoneller Dysbalance und die Möglichkeiten der Spagyrik zur Wieder-Harmonisierung.

Das Buch ist eng gekoppelt an die Firma Phylak Sachsen als Hersteller der hier empfohlenen spagyrischen Mischungen, ohne eine reine Werbebroschüre zu sein. Das ist für mich verständlich, da mehr noch als in der Homöopathie die spagyrischen Essenzen nicht nur von der Rezeptur abhängen, sondern auch vom Hersteller und dem Herstellungsprozess selbst. Sie sind Teil des alchemischen Prozesses und entscheidender Teil seiner Qualität.

Das Motto der Autoren, die schon einige Bücher in dieser Thematik zusammen geschrieben haben (siehe unten):

Hormonstörungen haben extrem zugenommen im täglichen Praxisalltag. Der Mensch, der aus seinem inneren (hormonellen) und äußeren Gleichgewicht gekommen ist, ost Symbol für eine Gesellschaft, die nicht mehr in Zusammenhängen denken kann, und deshalb stark gefährdet ist, fatalistisches Gedankengut als „normal zu betrachten. Der Mensch als Einheit von Körper, Geist und Seele wird dann ebenso wenig wahrgenommen wie der Mensch als Teil des kosmischen Ganzen, dessen Handeln Auswirkungen auf die ganze Welt und letztlich wieder auf sich selbst hat. (S. 5)

Die Autoren thematisieren die hormonelle Balance nicht nur vom körperlichen Aspekt her, sondern auch vom geistigen und seelischen. Klar, das ist ja das Kennzeichen der auf Paracelsus zuruck führenden Spagyrik, Körper, Geist und Seele als Einheit zu behandeln. Die Autoren kombinieren deshalb spagyrische Impulse mit Kineseologie-Übungen zur Aktivierung von Hormondrüsen und ihre Chakra-Aktivierung. Und wie es schon in der Homöopathie bekannt ist, ist die Dosierung entscheidend, auf welcher Ebene sie wirksam ist.

Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Dosierung, desto feinstofflicher die Wirkung. (S. 12)
Wenn Sie der Meinung sind, Sie bräuchten eine stärkere Wirkung, wird hier die Frequenz der Gabe erhöht und nicht die Dosierung. (S. 11)

Alle Themen des Buches sind angenehm kurz zusammengefasst, so dass es auch unabhängig von der Spagyrik eine gute Einführung in die Thematik hormoneller Dysbalance ist.

Die Themen sind (einschließlich der Einführung):

  • Spagyrik als von Paracelsus begründete traditionelle abendländische Heilmethode
  • Geistige und seelische Aspekte von Krankheiten nach Dr. Zimpel
  • Dosierungs-Schlüssel (auch in der Fibonacci-Folge)
  • Invocatio Dei (Anrufung Gottes) im spagyrischen Heilungsprozess
  • Kinesiologie als flankierende Maßnahme
  • Die Entsprechung von Hormondrüsen – Pflanzen – Chakren
  • Die wichtigsten energetischen Themen bei hormonellen Störungen
  • Die Befreiung aus Abhängigkeiten und „Sklaverei“ (Opferhaltung)
  • Die Schilddrüse als „launisches Organ“
  • Autoaggressionskrankheiten einschließlich Hashimoto
  • Burn-out auch als hormonelles Problem
  • Die Erfüllung es Kinderwunsches
  • Wechseljahres-Beschwerden „energetisch und körperlich gut begleiten
  • Siebenjahres-Zyklen und die Öffnung der Chakren

Die Autoren plädieren unbedingt für einen ganzheitlichen Ansatz. Selbst die Vorstellung, gegen alle Malässen sei ein Kraut gewachsen, ist zu einseitig.

Die Symptome einfach wegzuzaubern mit Phytohormonen ist eher kontraproduktiv, da auch hier wieder eine Illusion geschaffen wird, dass alles in Ordnung ist. Und die Symptome, die ja auch Botschaften Ihres Körpers sind, nicht mehr gehört werden können. (S. 79)

r-pfeil-reMein Fazit: Ein sehr kompaktes Büchlein mit vielen essentiellen Aussagen – in seiner Art ganz „spagyrisch“.
Es ist hilfreich für sehr bewusste Patienten, die bereits einen Zugang zur Alchemie und Spagyrik haben. Obwohl die Autoren von einer unbedachten Selbstmedikation bei massiven hormonellen Störungen dringend abraten. Im Zweifelsfalle sei immer ein therapeutisch ausgebidete Kraft zu Rate zu ziehen.
Ich schätze, das Büchlein ist vor allem eine gute Einstiegslektüre für Heilpraktiker, die sich auch aufgefordert fühlen, ihren Beitrag zur Wende gegen das Elend hormoneller Entgleisungen leisten wollen. Es gibt gerade hier Alternative zu den ausschließlich Ärzten vorbehaltenen „bioidentischen Hormonen“. Die Spagyrik ist dabei ein kaum noch erkannte Möglichkeit, bestimmt so wirkungsvoll wie die Homöopathie. Sie sind seelenverwandt, die Spagyrik eher die ältere, große Schwester. Noch hat die Spagyrik nicht ernst zu nehmende Narrenfreiheit von Seiten der Schulmedizin.


Roland Lackner und Olivier Stasse: Spagyrik in Balance – Band 2: Hormone in Balance (Klick)

Die Hompage der Autoren (Klick)


Meine eigene Arbeit zur Yamswurzel

Yamswurzel-ti

und einer spagyrisch veredelten Yamscreme

„Das Natur-Wunder Yamswurzel (Yams)“

  • ihr Natur-Geschenk als Kultur-Pflanze und Grund-Lebensmittel
  • ihre Wieder-Geburt als alte Heil-Pflanze in der Frauenheilkunde
  • ihre biomedizinische Ver-Wendung gegen Progesteron-Mangel
  • ihre spirituelle An-Erkennung als Licht-Wurzel
  • ihr Durchbruch in der natürliche Gesundheits-Vorsorge

PDF, 9 Seiten

> zum Download (Klick)

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