Hans Cousto | Thomas Künne: Heilsame Frequenzen

Untertitel: Wie kosmische Schwingungen unser Wohlbefinden fördern

Kleine Einführung (4)

Als ich meine kleine Buch-Reihe über die „Blume des Lebens“ begann, ahnte ich noch nicht, was hier aufblühen will. Das Buch, das ich heute bespreche, hat im ersten Moment eigentlich nichts mit Heiliger Geometrie zu tun. Es geht darin um Ton- und Farb-Schwingungen in besonderen Frequenzen. In der Geometrie geht es um RAUM, bei Schwingungen und Frequenzen geht es um Rhythmen in der ZEIT. Doch beides hängt miteinander zusammen: Wo ein Raum ist, da ist auch Zeit. Und wo es Zeit gibt, da stellt sich ihr ein Raum zur Verfügung. Es ist sicher kein Wunder, dass das Buch „Heilsame Frequenzen“ gleich auf S. 16 die „Blume des Lebens“ präsentiert.

Die ursprüngliche Innenkreise wird mit den ersten sechs Außenkreisen in 6 Kreisabschnitte geteilt. Diese lassen sich leicht wieder halbieren, so dass ein Kreis 12 Kreisabschnitte enthält, bei der nächsten Halbierung sind es 24 Kreisabschnitte. Damit haben wir einen Kreis-Lauf von einem Tag in 24 Stunden unterteilt. Kurz: Die Maße der Zeiteinheit kommen aus der Heiligen Geometrie des Kreises. 

Wenn wir von Heiliger Geometrie sprechen, dann ist dieses Buch von Hans Cousto und Thomas Künne auch ein Heiliges Buch, nicht im Sinne einer Bibel, sondern in der Offenlegung Heiliger Verhältnisse. In der Heiligen Geometrie ist es der Goldene Schnitt, in diesem Buch ist es die Oktavierung. Eine Oktav ist in der Musik („Tonleiter“) die 8. Stufe einer Tonfolge und gleichzeitig der 1. Oberton des Grundtons. Mit der „Oktavierung“ nun lassen sich alle Frequenzen (als Ton oder Farbe) in unser Wahrnehmungsspekrtum übersetzen und damit für unsere menschlichen Sinne seh- und hörbar machen. Die Autoren „oktavieren“ die kosmischen Schwingungen der harmonischen Sphären in unsere Klangwelt. So können wir die Umdrehung der Erde um die Sonne oder die Umdrehung des Mondes um die Erde in einer bestimmten Frequenz HÖREN. Die Bewegung der Planeten und Gestirne kann so zu einer kosmischen Symphonie werden. 
Das Buch ist für mich ein richtiger Durchbruch in der spirituellen Wissenschaft, ein Jahrhundertwerk.
Die Heilige Geometrie hat ihr Pendant in der Himmlischen Schwingungslehre gefunden. Pythagoras und Keppler hätten an diesem Buch ihre helle Freude!

Ich gebe zu, dass dies große Worte sind, doch sie sind dem Buch in seiner BEWERTUNG angemessen. NICHT angemessen dagegen ist es, das Buch mit Worten selbst beschreiben zu wollen. Ich kann jedem Leser nur raten, das Buch in der nächsten Buchhandlung aufzusuchen, es in die Hände zu nehmen und durchzublättern. Es ist so wunder-voll, dass man sich von seinem magischen Zauber nicht lösen kann. Man kann sich das Buch angemessen nur „erspüren“.

Die Lebendigkeit spiritueller Wissenschaft

Spirituelle Wissenschaft ist lebendig: Sie will immer nur helfen, unser Leben BEWUSSTER zu führen, ist niemals Selbstzweck. Sie entsteht aus dem Leben für das Leben. Und alles, was Leben ist, das ist SEELE. Der Kern spiritueller Wissenschaft ist die Seele. Wir wissen mit Matthew Fox und Rupert Sheldrake, dass die Seele ein Feld ist (> MEHR), ein Ozean von Schwingungen. Dieses Wissen wird in dem Buch der Autoren lebendig: Es lässt einen einerseits von der Harmonie des Kosmos ehrfürchtig erstaunen, andererseits aber auch auf heilsame Weise erfahrbar machen.

Wir erwachen zum kosmischen Menschen. Und hierfür ist das Buch ein Wegweiser und praktisches Handbuch. Auch die scheinbar unversöhnliche Trennung von messbarer Astronomie und erfahrbarer Astrologie findet in dem Buch ein Brückenschlag. „Die Planeten“ sind mehr als nur astrologische Archetypen (Urbilder der kosmischen Seele), sondern auch messbar in ihren Schwingungen und Frequenzen. Sie haben eine mathematische Schönheit, die die wissenschaftliche Astronomie noch gar nicht wahrgenommen hat.

Ich würde jedem Leser des Buches wünschen, die mathematischen Ableitungen vor allem im ersten Teil des Buches nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern wirklich praktisch nachzuvollziehen. (So könnte schon der 1. Grundlagenteil zu einer mathematischen Praxis werden.) Das ist kein geheimes Hexenwerk, sondern mit mathematischer Grundbildung zu „praktizieren“. Es könnte eine Neue Liebe zur Mathematik als einer Heiligen Wissenschaft erwecken! Die Schönheit von Mathematik und Geometrie ist ja „nur“ ein Abbild der harmonischen Schönheit der Schöpfung. 

Handbuch für den kosmischen Menschen zur Selbst-Heilung

Eigentlich macht Spiritualität keine Trennung zwischen Wissenschaft und Leben, zwischen Theorie und Praxis. Ich bin gar nicht glücklich darüber, wenn der Verlag den einen Autor als „Theoretiker“ herausstellt („der führende Theoretiker der Planetenschwingungen“) und den anderen als „Praktiker“ („der erfahrene Praktiker der Stimmgabeltherapie“). BEIDE sind Theoretiker und Praktiker zugleich. Und so würde ich den „Praxisteil“ des Buches lieber als Anleitung zum Handeln für den Leser verstehen, die kosmischen Gesetzmäßigkeiten an sich und in seinem Leben wiederzuerkennen und bewusst zu nutzen. Auf diese Weise können wir den Missklang, die disharmonischen Schwingungsfeldern in uns und um uns herum wieder einschwingen in den Ein-Klang des Kosmos. Dann spielen wir unser Lied im Chorgesang des Kosmos. Wir haben unseren ureigenen Ton gefunden (unsere ganz individuelle Eigen-Frequenz) und schwingen uns ein in die Große Symphonie des Lebens.

 

Ich möchte hier meine anfänglich gemachte Empfehlung wiederholen: Das Buch muss man in seiner ganzen Kraft und Schwingungsdichte „erspüren“. Wenn man es auch nur in den Händen hält und überblättert, macht es etwas mit einem: „Wohlbefinden“ stellt sich umgehend ein, als ob man endlich zu Hause angekommen sei. Diese Erfahrung wünsche ich jedem Leser!

Nicht zuletzt: Wenn Krankheit im Wesen Disharmonie und Dissonanz bedeutet, dann ist das Einschwingen in die Kosmische Harmonie nichts anderes als Heilung pur. Und das ist wirklich heilig! Das Buch ist so verstanden ein Reiseführer auf diesem heiligen Pfad der Selbstheilung.


Heilsame Frequenzen: Wie kosmische Schwingungen unser Wohlbefinden fördern (Klick mich)

Linda Giese: Die Geheimnisse der Heiligen Geometrie

Untertitel: Die Sprache der Schöpfung

Kleine Einführung (3)


Aller guten Dinge sind DREI. Nachdem ich das Buch von Jeanne Ruland „Die Entfaltung der Blume des Lebens“ (2010) (> mehr) und von Andreas Beutel „Die Blume des Lebens in dir“ (2012) (> mehr) besprochen habe, kommt jetzt ein drittes und ganz aktuelles Buch von Linda Giese hinzu: „Die Geheimnisse der Heiligen Geometrie“ (2017). Das Buch hat wieder einen anderen Zugang (die Freie Ur-Energie) und stellt noch mehr den Aspekt der Heilung mit energetischen Kraftfeldern und Symbolen in den Mittelpunkt. Es behandelt das Thema noch umfassender als die ersten beiden.

Das Buch

Die Autorin geht in einer großen Gesamtschau wissenschaftlicher und philosophischer Konzepte in einer herzlichen Unbekümmertheit an, die überaus sympathisch ist. Sie zeigt Zusammenhänge auf, ohne auf Details dann im einzelnen einzugehen. Ihr Ansatz als energetische Heilerin und Künstlerin zu Heiligen Geometrie ist die Urenergie, die „Freie Energie“. Dazu gibt es mehrere Ansätze:

  • die Orgon-Energie
  • die Nullpunktenergie
  • Tachyonen
  • Biophotonen

All das erwähnt sie, wie diese unterschiedlichen Theorien jedoch selbst wieder miteinander und untereinander in Einklang zu bringen sind, das überlässt sie anderen, die sich dafür berufen fühlen. Und das finde ich sehr sympathisch! Es geht jetzt vor allem um die gesamte Vision, Einzelheiten können mit der Zeit geklärt werden.

Mir hat inhaltlich die Darstellung des Torus als pulsierende Energie besonders gefallen. Wir dürfen uns die Heilige Geometrie nicht einfach nur als schönes Bild auf einem zweidimensionalen Blatt vorstellen, sondern immer auch die dritte Dimension mit wahrnehmen, die Schwingung, die Bewegung, die Pulsation. Am Anfang allen Lebens ist der Puls, das Ausdehnen und das Wiederzusammenziehen. Als energetische Heilerin hat die Autorin diese Energiequalität in der Heiligen Geometrie besonders schön heraus gestellt.

Ihr Zugang als energetische Heilerin und Künstlerin zeigt sich vor allem darin, dass sie besonders die „Platonischen Körper“ und die Yantras (Mandala-Bilder) heraus stellt. Die Verbindung der Heiligen Geometrie mit den hinduistischen Yantras bringt noch eine besondere Tiefe in das Buch.

Die Autorin lädt uns zu einer Reise ein, „dich mit einem der spannendsten Themen in der spirituellen Arbeit zu beschäftigen“ (S. 9) und schreibt im Vorwort weiter (S. 10):

Das Wissen um die Heilige Geometrie, die Freie Energie und die Kraft der Symbole ist essentiell für das energetische Arbeiten. Im Zusammenhang betrachtet, leiten sie uns auf den Weg zu einer ganzheitlichen Erkenntnis. Meiner Ansicht nach spielen diese Themen für die friedliche Entwicklung der gesamten Menschheit eine tragende Rolle.

Alle drei Bücher über die Blume des Lebens und die Heilige Geometrie sind reichlich bebildert uns sehr ästhetisch aufgemacht. Die Bücher selbst repräsentieren in ihrer Form die Schönheit des Themas.

Das Buch der Künstlerin Linda Giese berührt den Leser in seiner Form noch einmal ganz besonders. Auch der energetische Zugang zur Heiligen Geometrie ist sehr zeitgerecht. Hier machen die „5 Jahre Altersunterschied“ zu den anderen beiden Bücher die allgemeine Bewusstseinsentwicklung deutlich. Das Buch der Autorin hat eine gute Chance, die Blume des Lebens und die Heilige Geometrie aus einem „Nischen-Bewusstsein“ heraus zu heben und größeren Kreisen zugänglich zu machen. Nicht zu vergessen: Das Buch hat einen sehr umfangreichen Anhang an Quellennachweisen und Anmerkungen. Es lädt damit zur Vertiefung des Themas ein. Mir fällt besonders auf, dass die Quellenverweise nicht einfach nur Bücher sind, sondern ganz im Sinne der Neuen Medien auf Internet-Seiten und YouTube-Videos verweisen – auf der Wellenlänge der jungen Generation.


 Linda Giese:
Die Geheimnisse der heiligen Geometrie: Die Sprache der Schöpfung
(Klick mich)


 

Jeanne Ruland: Die Entfaltung der Blume des Lebens

Untertitel: Praktische Anwendung und neue Zugänge

Kleine Einführung (1):

Die Entdeckung der „Blume des Lebens“ ist für mich selbst ein Schlüssel, wie geistige Mächte in unser Leben durch hohes Wissen und Förderung des Bewusstseins eingreifen. 

Der amerikanische spirituelle Lehrer Drunvalo Melchizedek ist vor mehr als 40 Jahren durch ein hohes Geistwesen (Thot) auf die Existenz dieser „Blume des Lebens“ per „Channeling“ aufmerksam gemacht worden. Drunvalo hat darauf hin viele Studien unternommen und die ganze „Heilige Geometrie“ enthüllt. Seitdem gehört dieses Symbol zu den zentralen Mustern, die die Logik der Schöpfung symbolisch verständlich machen. Das ist „Atlantis-Wissen“, an das wir uns mit Hilfe der geistigen Welt wieder erinnern können.

Das Buch:

Das Buch von Jeanne Ruland gehört zu den vielen inzwischen veröffentlichten Büchern, die die Blume des Lebens „populär“ machen. Die Stärke dieses Büchleins liegt darin, eine sehr praktische Einführung  über die Blume des Lebens zu eigenen Bewusstseinserweiterung zu bieten. Die Sphären der Schöpfung werden erfahrbar; wir erinnern uns, „wie Schöpfung geht“. Der Sinn der ersten sieben Kreise (der innere und 6 äußere) wird Kreis für Kreis und Schritt für Schritt mit vielen Übungen und Meditationen erschlossen. Man ist beim Lesen fasziniert, wie wir uns durch eigene Erfahrung in die Ordnung, Symmetrie und Harmonie der Schöpfung neu einschwingen. Damit wird die Blume des Lebens als Schlüssel für das eigene Schöpferdasein benutzbar.

Ich kann der Autorin nur zustimmen, wenn sie gleich im Vorwort schreibt:

„Mit diesem Büchlein möchte ich Ihnen … neue Impulse geben, mit deren Hilfe Sie ihr Leben neu ordnen und gestalten können. Sie erfahren, wie Sie die Blume des Lebens entfalten und so vom Opfer zum Schöpfer werden können. … Die Heilige Geometrie ermöglicht uns einen anderen Zugang zur Quelle, zu Gott, zur Einheit und zum Einssein mit allem. …   Nicht Gott muss zu uns kommen, denn wir sind es, die sich der Einheit wieder zuwenden müssen. Durch die Arbeit mit der Heiligen Geometrie können Dinge in ihre ursprüngliche Harmonie zurückgebracht werden, und wir können so Kraft, Heilung, Gesundheit und Frieden auf allen Ebenen des Seins erlangen. (S. 7-8)

Mein Fazit: Das Buch gehört zu den kleinen geistigen Schätzen, die im Leben viel verändern können. Ich denke dabei an den anderen Schatz von Doreen Virtue „Wie oben so unten“, die auch von Thot gechannelt und die 7 Grundgesetze des Lebens enthüllen (> Meine Buchbesprechung). Ich kann dieses Buch von Jeanne Ruland nur jedem empfehlen, der sich von der Schönheit und Harmonie der Schöpfung ergreifen lassen und in sich selbst wie eine Blume zu Entfaltung kommen lassen will. Auch junge Menschen (Pubertät aufwärts) werden schon einen leichten Zugang zum Büchlein und zur Blume des Lebens in sich und in der Welt finden.


Die Entfaltung der Blume des Lebens – Praktische Anwendung und neue Zugänge – (neue Auflage) (Klick mich)


 

Omraam M. Aivanov: Das kosmische Gleichgewicht. Die Zahl 2

Dies ist meine 200. Buchbesprechung in meinem Buchblog. Sicher habe ich das zu diesem Anlass zu besprechende Buch bewusst ausgewählt. Es ist das Buch von Omraam M. Aivanov: „Das kosmische Gleichgewicht. Die Zahl 2“.
Ich möchte diese Buchbesprechung Elke widmen, mit der ich in der ZWEI lebe.

Warum es für mich so bedeutsam ist? Mich hat die Zahlenmystik nach Pathagoras im Mai 2010 gepackt und seitdem nicht mehr losgelassen. Dabei ist die Zahl 2 eines der vertracktesten Zahlen und wird leicht mit „Dualität“ und „Dualismus“ verbunden, sehr zwei-felhaft und zwie-lichtig verstanden. Doch wenn das Göttliche immer die EINS geblieben wäre, gäbe es keine Schöpfung. Erst in der ZWEI geht das Göttliche in die Schöpfung. Erst wenn wir zahlenmystisch der ZWEI einen Ehrenplatz zuweisen, kommen wir GEIST und SEELE der Schöpfung näher. 

Obwohl ich in der Zahlenmystik ganz gut zu Hause bin, hat mich das Buch von Omraam M. Aivanov: „Das kosmische Gleichgewicht. Die Zahl 2“ noch einmal sehr inspiriert! Er bezieht sich weder auf Pythagoras noch die Zahlenmystik selbst, doch „verehrt“ die Zahl 2 in den höchsten Tönen:

Die ZWEI entsteht zahlenmystisch nicht durch die Verdopplung der 1 (1 + 1), sondern durch die Polarisierung. Mit anderen Worten: Das Göttliche verdoppelt sich nicht, sondern polarisiert sich in das männliche und das weibliche Prinzip. Das Göttliche ist ein Paar. Alles Erschaffene unterliegt dem Gesetz der Polarität, der Anziehung der Gegensätze, dem Austausch zwischen dem Gegensatzpaar, dem Zusammenspiel zwischen Göttlichem GEIST und universeller SEELE, der NULL und der EINS.

Die beiden Prinzipien Männlich und Weiblich stehen am Anfang der Schöpfung. (S. 50)

Ein großes Symbol von Omraam M. Aivanov ist die Waage (auch als astrologisches Zeichen), das ausgleichende Prinzip. Sehr tief interpretiert er auch die 2. Tarot-Karte: die Hohepriesterin. Auch den Lebensbaum der Kabbala mit seinen 10 Elementen interpretiert er auf der Basis der ZWEI und der DREI. Weitere Symbole und Themen, die den Sinn der ZWEI verständlich machen: Adam und Eva / das Gute und das Böse / Symmetrie und Asymmetrie / der weiße und der schwarze Kopf in der Kabbala / Schlüssel und Schloss / Zepter und Reichsapfel / die VIER (das Kreuz), die ACHT, die Unendlichkeit / Tugend und Laster / die Schlange und der Äskulapstab / Leben und Tod / … und das ist noch nicht alles!

Dabei verleugnet der Autor nicht die „Schattenseite der ZWEI“: 

Die Zahl 2 ist die Zahl der Einswerdung. Die tiefgründigsten, komplexesten, gefährlichsten Fragen sind in der 2 enthalten, sogar das Geheimnis der Existenz des Teufels. Alles, was Bezug zur 2 hat ist schwierig. …
Die Zahl 2 ist die gefährlichste von allen Zahlen, denn in ihr befinden sich alle Möglichkeiten der Teilung, der Abzweigung. Dort beginnt also das Böse. (S. 25)

Polarität als Tanz und „Einheit der Gegensätze“ ist der Schlüssel. Das Übel ist, wenn sich diese Gegensätze bekämpfen, eines sich über das andere erhebt, sich trennen und verselbständigen.

Nur die Philosophie der Einheit erlaubt es uns, die Dinge so zu sehen, wie sie in Wirklichkeit sind. In Gott ist alles 1 und sogar, wenn es die 2 gibt, sollte man diese 2 vom Gesichtspunkt der 1 aus verstehen. Die Zahl 1 ist alles und erhält alles. (S. 110)

 

Mein Fazit: Ja, es macht viel Sinn über die Zahl 2 zu meditieren, wenn man einen Zugang zur Zahlenmystik, zur Zahlensymbolik, zur Numerologie und letztlich auch zur Zahlenmagie erhalten will. ZAHLEN sind die tiefste SYMBOLIK. Wer für sich die Zahl 2 meistert, der hat Zugang zur Tiefe der Zahlenmystik. Die ZWEI ist der SCHLÜSSEL zur Schöpfung, auch der eigenen.
Es ist mir ein besonderes Vergnügen, mit  Omraam M. Aivanov einen „alten Meister“ zu lesen und zu studieren, den man wahrlich nicht in die „New-Age-Esoterik“ einordnen kann, bei der das Spirituelle immer „einfältiger“ wird, weil die Schöpfungsmacht der ZWEI als „Dualität“ verteufelt wird. Doch die Verteufelung der ZWEI führt nur in Teufels Küche.

Die ZWEI ist das erste göttliche Schöpfungsprinzip.

 

Das kosmische Gleichgewicht: Die Zahl 2 (Izvor) (Klick)

Paul Ferrini: Das Geheimnis deiner 9 Lebenszyklen

Untertitel: Die universellen Rhythmen des Lebens verstehen und nutzen

Das Buch hat mich wirklich überrascht! Ich bin ein langjähriger Fan von > Paul Ferrini (Klick) und hätte nicht auch noch von ihm ein Buch über Numerologie erwartet. So kann man sich täuschen! Die zweite Überraschung: Es ist ein Praxisbuch, neuartig und unglaublich gut!
Numerologie ist eine sehr einfache Interpretationstechnik von Symbolen im eigenen Leben. Wir sagen ja oft „Es gibt keine Zufälle!“, dann werden unser Geburtstag und unser Name sicher auch kein Zufall sein, sondern schon wesentliche Botschaften des Lebens verbergen, um unseren Platz im Leben zu erkennen. Doch was haben sie zu bedeuten? Wie sind Geburtstag und Name symbolisch zu deuten? Numerologie geht sicher nicht so tief wie Astrologie – doch das ist für den ersten Schritt in die Selbstdeutung des eigenen Lebens gar nicht notwendig. Numerologie ist ein leicht anzuwendendes Deutungssystem, die Grundschule sozusagen.  Wenn man diese Grundschule bewältigt hat, findet man auch den Zugang zu tieferen Deutungssystemen wie der Astrologie.

Was an dem Buch von Paul Ferrini ist anders als andere Bücher zur Numerologie?

Es gibt viele numerologische Bücher. Warum empfehle ich gerade dieses von Paul Ferrini als Einführung?

  1. Das Buch ist reduziert auf das Wesentliche.
  2. Es ist leicht handhabbar und leicht verständlich, ein echtes Praxisbuch.
  3. Es gibt keinen großen „theoretischen Überbau“, sondern alles ist sofort umzusetzen.
  4. Es gibt die Zahl der Seelenschwingung (errechnet aus dem Geburtsnamen), die Zahl des Lebensweges (errechnet aus dem Geburtstag) und die numerologische Signatur (die Summe aus Seelenschwingung und Lebensweg).
  5. Das Buch geht von einem Neuner-Rhythmus aus (mit der Neun als Vollendung eines Zyklus). Die Qualität der Zahlen ergibt sich nicht isoliert, sondern immer im Verhältnis zu Lebens-Rhythmen.
  6. Der Basis-Rhythmus ist ein 9-Monats-Rhythmus. Für mich ein wichtiges Kriterium: Das „Jahr 0“ beginnt neun Monate vor der Geburt. Die 0 ist der Anfang (viele numerologischen Systeme beginnen mit der 1).
  7. Zahlen stehen nicht für sich alleine, sondern sind Doppelzahlen. So repräsentiert das erste Lebensjahr (oder der Anfang eines Zyklus) die 0-1. Somit wiederholen sich die Themen der 9 Zyklen immer wieder auf einem neuen Niveau, einem neuen Neuner-Zyklus. Daraus ergeben sich 9 „essentielle Zahlen“ bzw. Zahlenpaare: 0-1, 10-11, …, 80-81.
  8. Die besprochenen 9 mal 9 Lebenszyklen (bis ins 81. Lebensjahr) werden in ihrem Charakter für das spirituelle Wachstum bestimmt. Jeder findet im 3. Teil des Buches leicht die Hauptaufgaben seines nächsten Lebensjahres.
  9. Die Astrologie ist überaus komplex, erkennt im „Geburtshoroskop“ alle Anlagen. Die Numerologie der Lebenszyklen nach Paul Ferrini berücksichtigt nicht nur den Geburtstag, den Geburtsnamen, sondern gibt jedem Geburtsjahr eine eigene Qualität und hat damit einen sehr dynamischen Aspekt.


Mein Fazit:  ein großartiges Buch, um symbolische Grunddaten des Lebens für den eigenen Lebensweg zu bestimmen aus: Name, Geburtstag, numerologische Signatur und Aufgabe des aktuellen Geburtsjahres-Zyklus. Wichtig auch der Hinweis des Autoren: „Alle symbolischen Systeme einschließlich des hier präsentierten sind lediglich als Werkzeug gedacht, die uns helfen können, uns selbst und andere besser zu verstehen. Sie sollten keinesfalls auf eine starre oder engstirnige Weise angewandt werden.“ (S. 218)

In diesem Sinne gibt das Buch sehr praktischen Antworten auf Grundfragen des eigenen Lebens. Sehr zu empfehlen, auch für Numerologie-Kenner!

Ursula Erbacher: Vernetzte Phythotherapie

Untertitel: Eine Synthese von moderner Forschung und überlieferter Erfahrung


Das Buch ist zwar schon 2006 erschienen, scheint mir aber in seinem Bereich nach wie vor ein Klassiker zu sein, war seinerzeit jedenfalls bahnbrechend.

Die Kräuterheilkunde der Traditionellen Abendländischen Medizin (TAM) bekommt in unserer Zeit endlich wieder die Anerkennung, die ihr gebührt. Und dazu hat dieses reichlich bebilderte Büchlein sicher auch seinen Beitrag geleistet. Es ist kein Lehrbuch, sondern ein Handbuch, das nicht nur in der grundsätzlichen Einleitung, sondern auch in er Kurzcharakteristik der einzelnen Heilpflanzen essentiell auf den Punkt kommt. Insofern ist es auch in für den (der Spagyrik oder Anthroposophie gegenüber aufgeschlossenen) Laien hilfreicher Wegbegleiter.

Die Synthese

Jede Kultur hat ihre Urväter, in unserer abendländischen Kultur ist es zweifellos HERMES Trismegistos, der dreifache Meister. Er war eine Legende in der ägyptischen Kultur, manche verbinden ihn mit dem biblischen Namen „Moses“ und war auch im klassischen Altertum als der Götterbote Hermes oder Mercurius hoch angesehen. Es war wohl vor allem Paracelsus, der als Universalgenie diese alchemischen Lehren in die Neuzeit gerettet und weiterentwickelt hat. Bei ihm waren Medizin, Alchemie und Astrologie noch eins. Daran knüpft das Buch an und verbindet diese traditionelle Weisheit mit moderner Phytotherapie.

Ganz im Sinne der Alten werden in diesem Buch die Heilpflanzen nicht nur mit ihrer pharmakologischen Wirkungsweise, Botanik und Herkunft betrachtet, sondern nach ihrer Zuordnung zu den Denksystemen

 

  • der Signaturenlehre,
  • der Planetenkräfte,
  • der Keimblattentwicklung und
  • dem biosynthetischen Ansatz (S. 10)

Für mich herausragend (richtig spannend) war hierbei der Zusammenhang der Keimblattentwicklung im Sinne von embryologischen Organisationsprinzipien und der biosynthetischen Sichtweise. Kostbarkeiten!

Die 20 besprochenen heimischen Heilpflanzen:

Jede dieser Heilpflanzen wird punktgenau in ihren Aspekten besprochen
(einschließlich eines tabellarischen Überblicks über die „Systematik der Wirkprinzipien“):

  • Botanik und Herkunft
  • Inhalt und Hauptwirkstoffe
  • Pharmakologie und Toxizität
  • Wirkung und Anwendung
  • Keimschicht und Organe (!)
  • Signatur und Wesen
  • Planetenkräfte und Qualität
  • Dosierung und Rezepturen

Ein sehr schöner Reiseführer auf unserm Seelenweg, der uns auf Seelenebene mit den wichtigsten heimischen Heilpflanzen verbindet:

  • Birke
  • Brennnessel
  • Efeu
  • Gänsefingerkraut
  • Holunder
  • Johanniskraut
  • Kamille
  • Lavendel
  • Löwenzahn
  • Mariendistel
  • Mistel
  • Schachtelhalm
  • (bittere) Schlefenblume
  • Steinklee
  • Süßholzwurzel
  • Tausendgüldenkraut
  • Thymian
  • Wachholder
  • Weißdorn
  • Wermut

Die Widmung der Autorin für mich möchte ich an alle Leserinnen meiner Rezension weiter geben:

„Mögen sich die Geheimnisse des Lebens durch das Wesen und die Signaturen von Pflanzen, Menschen und Dingen erschließen.“

Der Verlag hat – und das ist der vollständigkeitshalber auch zu erwähnen – zu einzelnen Heilpflanzen kontextbezogene Produktwerbung geschaltet. Nachdem ich – nach erster Irritation – dann die Schätze des Buches entdeckt hatte, wurden die werbenden Hinweise für mich eher ein guter Kundenservice für den Leser. Denn wer hier etwas für sich entdeckt hat, der findet in seiner Apotheke sicher schnell ein apothekenpflichtiges, pharmakologisches Produkt zur „Selbstmedikation“ in Absprache mit dem Apotheker.

Es sollte dann aber auch erwähnt sein, dass es auch entsprechende spagyrische und homöopathische Heilpflanzen-Essenzen gibt, die es dann aber eher selten in der Apotheke um die Ecke gibt.


Ursula Erbacher: Vernetzte Phytotherapie: Eine Synthese von moderner Forschung und überlieferter Erfahrung (Klick)

Wulfing von Rohr: Quantum Numerologie

Untertitel: NULL – Des Schicksalszahl des Lebens, entdecke deine geheime Kraft

Das Buch ist der absolute Hammer! (Ich weiß meine höchste Wertschätzung anders nicht zum Ausdruck zu bringen.) Wer sich immer mit der Numerologie beschäftigt, sollte dieses Buch nicht ignorieren. Es führt uns in die moderne Numerologie ein, die Numerologie im Zeitalter der Quantenphysik.
Jeder Numerologie, der die NULL nicht als Zentrum der modernen Numerologie sieht (nicht als 10 NACH der 1, sondern als NULL VOR der 1), der lebt mit seiner Numerologie noch im Mittelalter. Wer die 0 bei der Quersumme einfach unterschlägt, hat die Macht der 0 nicht verstanden. In der Addition mag die 0 zu vernachlässigen sein, in der Multiplikation führt sie auch die höchsten Zahlen ins absolute Nichts.

Die ersten, programmatischen Worte des Autors:

Die Entdeckung der Null war ein Quantensprung für Weltbild und Mathematik, für Physik und Wirtschaft – und auch für die Spiritualität. Erst die Null als Symbol des vollen Potenzials, als Chiffre für „Chaos“, aus dem „Ordnung“ entsteht, macht Verstehen und auch Rechnen überhaupt möglich. QUANTUM-NUMEROLOGIE betrachtet die Null als zentralen „unsichtbaren“ Kern, als transparente Essenz aller spirituellen, psychologischen und esoterischen Zahlendeutungen. Dieses Buch spürt dem Quantensprung nach, der möglich wird, wenn wir uns auf die Null als innerstes bzw. höchste Wahrheit unseres Bewusstseins-Seins einlassen.
(S. 9)

Es ist sehr fair von dem Verlag, dass er die ersten 21 Seiten des Buches als Leseprobe zur Verfügung stellt (PDF, 22 Seiten):
Quantum Numerologie_Leseprobe

Die Leseprobe enthält auch das in sich schon spannende Inhaltsverzeichnis, das ich mir so ersparen kann. Das Buch hat 10 Kapitel und zusätzlich das Kapitel 0, also insgesamt 11 Kapitel (11 = Meisterzahl). Wahrlich meisterhaft. Die Leseprobe ist sehr empfehlenswert, um zu wissen, worum es geht.

Muss man sich in der Quantenphysik auskennen,
um das Buch verstehen zu können?

Nein, ganz und gar nicht, und das ist auch ein weiterer Meisterstreich des Buches! Mit diesem Buch kann man auch als Anfänger in die Numerologie einsteigen – und dann gleich richtig mit der NULL. Ein Wissen um die philosophische Grundfrage des NICHTS kann dabei ganz hilfreich sein. Ein Anfänger in der numerologischen Deutung von Geburtszahl, Namenszahl, Berufszahl, Partnerzahl, Persönlichkeitszahl usw. kann mit der NULL gleich richtig starten!

Einige weitere Meisterstreiche des Buches:

  • Die Deutung der Grundzahlen geht nicht bis 12 oder 13, sondern 14
    als „Marienzahl“
  • Die Deutung der Zahlen geht bis 33 (schließt also nicht mit 31 der Monatstage ab, sondern der „dritten Meisterzahl“ – nach 11 und 22).
  • Zahlen symbolisieren auch Zeitqualitäten (z.B. Anfang oder Ende). Die 0 in der 10 steht für Durchbruch.
  • Die Autor deutet weiter die 0 im Tarot (Narr) und in der Astrologie (Winkel)
  • Einen Großteil des Buches deutet der Autor die offene und versteckte 0 in Quersummen, wo sie oft unter den Tisch fallen, was er „Quantum-Numerologie 10.0“ nennt (S. 69 – 139)
  • Beddeutsam auch mythologische Zahlen und spezieller Zahlen (wie 666)

Ich denke, es ist in dem Zusammenhang auch darauf hinzuweisen, dass der Autor zwei weiter Bücher zum Thema verfasst hat: „Die Zahl deines Lebens“ und (zusammen mit Jutta Fuezi) „Die Botschaft der Engelzahlen“, abgerundete Kompetenz.

Mein Fazit: Was mir an dem Buch auch besonders gefällt: Der Autor weist darauf hin, dass wir erst ganz am Anfang stehen, die NULL als größtes Kraftpotenzial („Null-Feld“, „Nullpunkt-Energie“) unseres Universums auch in der psychologischen und spirituellen Deutung zu verstehen. Er stellt sich nicht als großer Guru der Quantum-Numerologie hin, sondern ruft auf, mitzudenken, weiter und tiefer zu deuten als er es mit diesem Beginn gestartet ist. Der Leser wird ermächtigt und aufgefordert, die NULL auch für sich zu entdecken.
Wer die Erkenntnisse es Autoren nicht berücksichtigt, ist in der Numerologie nicht auf der Höhe der Zeit. Ein Quantensprung!

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Dan Millman: Die Lebenszahl als Lebensweg

Untertitel: Wie wir unsere Lebensbestimmung erkennen und erfüllen können

Das Buch entschlüsselt die Zahlen des Lebens (aus dem Geburtsdatum berechnet) als persönliche Lebenszahl zur Bestimmung des Lebenssinns, des Lebensweges: „Bei der Geburt geben uns unsere Eltern einen Namen; das Universum gibt uns eine Zahl.“ (S. 20) Die aus dem Geburtsdatum berechnete Zahl hat z.B. die Form 12/3. Das ist alles. Davon führt Dan Millman 37 unterschiedliche Lebenszahlen quasi als Typologien auf. Die Grundzahlen 1 bis 9 und die 0 werden energetisch und symbolisch gedeutet. Es ist weit mehr als eine Numerologie und fast so komplex wie ein astrologisches Geburtshoroskop.

Dan Millman ist mit Archetypen vertraut. Sein Hauptarchetyp ist der Krieger, der „friedvolle Krieger“ (andere Bücher von ihm). In diesem Buch entkleidet Dan Millman die Archetypen von bestimmten Bildern (der Krieger, der Weise, der Mönch usw.) und führt sie auf das Wesen der Zahl zurück. Das ist genial! Wir können unsere Seelenqualitäten ohne astrologische Archetypen (Tierkreiszeichen und Planeten) und Deutung erkennen, sondern rein aus der Energie und der Schwingung der Grundzahlen unseres Lebens, unserer Lebenszahl. Es ist eine im Prinzip einfache, doch tiefsinnige Einführung in symbolisches Denken über Zahlen. (Es erinnert mich am meisten an das Enneagramm, einer Zahlensymbolik des Sufismus.)

Das Pythagoräische Erbe

Die Zahl bekommt bei Dan Millman archetypische Tiefe. Die pure Zahl wird zum Archetypen. Er knüpft dabei an Pythagoras an:

Pythagoras ist als Mathematiker und Mitbegründer der Geometrie berühmt geworden. Wie wir wissen, hat der gelehrt, die ZAHL sei das Wesen aller Dinge. Er hat in einem mystishen Sinne Zahlen mit Tugenden, Farben und vielem anderen mehr verknüpft. Darüber hinaus hat er die These vertreten, die menschliche Seele sei unsterblich. Viele seiner Ideen sind wahrscheinlich während seinen Reisen in den Orient geboren worden. Mit seinen Anhängern gründete er einen Bund, die Pythagoräeer, die zwar in erster Linie religiöse Ziele verfolgte, aber auch Grundsätze formuliert hat, die sein Denken von Plato und Aristoteles beeinflusst haben. Der größte Teil des Gedankengutes von Pythagoras selbst dürfte allerdings eher mystische Weisheit als wissenschaftlicher Gelehrsamkeit entsprungen sein.
Wie andere holistische Denker auch, hat Pythagoras viele Facetten des menschlichen Bewusstseins zugleich erfasst, ähnlich wie die moderne Physik, die heute in Bereiche vordringt, die früher Mystikern, Philosophen und Theologen vorbehalten waren. … (S. 18 f.)

Die energetische Qualität der Grundzahlen

Dam Millman schreibt den Zahlen folgende Grundenergien zu:

Zahl 1: Kreativität und Zuversicht
Zahl 2: Zusammenarbeit und Ausgewogenheit
Zahl 3: Ausdruck und Feingefühl
Zahl 4: Stabilität und Entwicklung
Zahl 5: Freiheit und Disziplin
Zahl 6: Vision und Annehmen
Zahl 7: Vertrauen und Offenheit
Zahl 8: Überfluss und Macht
Zahl 9: Integrität und Weisheit
Zahl 0: Innere Gaben

Es sind allesamt Seelenqualitäten, die in jedem schwingen, doch unser Seelenweg und unsere Lebensaufgabe konfrontiert uns mit einem bestimmten Lebens-Thema. Diese 10 Lebensthemen sind die Matrix der Seelenwege. Die Entschlüsselung dieser Matrix mit den 37 Typologien macht den Großteil des Buches aus (S. 51 – 398)

Die spirituellen Gesetze oder universellen Prinzipien

Auf dem Seelenweg gibt es viele Herausforderungen, doch:

Wenn wir unser Leben – unsere Gewohnheiten hinsichtlich der Ernährung, Bewegung, Arbeit und Sexualität – nach den spirituellen Gesetzen ausrichten, bleiben zwar Probleme und Herausforderungen bestehen, aber wie können sie kampflos mit offenen Armen in Empfang nehmen wie friedvolle Krieger, die, zum Tanzen bereit, den Augenblick erfassen. (S. 401)

Unter den unzähligen Gesetzen stellt Dan Millman folgende 17 Gesetze oder Lebensprinzipien heraus, die uns auf dem Seelenweg leiten können:

Das Gesetz der Flexibilität
Das Gesetz  der Wahlfreiheit
Das Gesetz der Verantwortung
Das Gesetz der Ausgewogenheit
Das Gesetz der Entwicklung
Das Gesetz der Verhaltensmuster
Das Gesetz der Disziplin
Das Gesetz der Vollkommenheit
Das Gesetz des gegenwärtigen Augenblicks
Das Gesetz der Urteilsfreiheit
Das Gesetz des Vertrauens
Das Gesetz der Erwartungen
Das Gesetz der Ehrlichkeit
Das Gesetz des höheren Willens
Das Gesetz der Intuition
Das Gesetz des Handelns
Das Gesetz der Zyklen

Alleine die Erkenntnis dieser Lebensprinzipien (S. 400 – 491) ist schon das ganze Buch wert! Interessanterweise geht das Buch nicht von einem 7- oder 12-, sondern einem Neun-Jahres-Zyklus aus.

Von den vielen Zitaten, die das Buch begleiten, gefällt mir eines ganz besonders:

Gebt den Leuten einfach einen Schlüssel,
aufschließen können sie selbst.
(Robert R. McCammon, S. 400)

Mein Fazit: Wer sich bewusst ist, dass es im Leben keine Zufälle gibt, für den ist auch das eigene Geburtsdatum kein Zufall. Das Buch ist eine Befreiung gegenüber astrologischen Horoskopen. Es bedarf der Komplexität der Astrologie nicht, um seinen Seelenweg aus dem Geburtsdatum zu erkennen. Mehr noch: Das Buch fordert zur Selbsterkenntnis auf und ermöglicht dies ohne langjähriges astrologisches Studium. Es geht auch einfach! Das Leben hat die Bedeutung, die man ihm selbst gibt. Das Buch hilft, die Bedeutung seines Lebens selbst zu erkennen – ohne Sternen-Deuter hinzuziehen zu müssen.

Wer seinen Seelenweg als Sinn und Bestimmung des Lebens bewusst geht, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Es macht so viel anderes überflüssig und führt zudem noch in die energetischer Struktur der ZAHLEN ein. Tiefer ist Symbolik nicht zu entschlüsseln, nicht zu entziffern als über die Grundzahlen des Lebens.

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Jürgen Werlitz: Das Geheimnis der Heiligen Zahlen

Untertitel: Ein Schlüssel zu den Rätseln der Bibel

Der Autor, Bibelwissenschaftler und Privatdozent, will die Zahlensymbolik der Bibel entschlüsseln. Wohl angeregt durch viele numerologische Bücher, die sich nur oberflächlich auf die Bibel beziehen, will er hier ein anspruchsvolles, wissenschaftlich fundiertes  Grundlagenwerk vorstellen. Es ist in meinen Augen sehr gelungen.
Nur zur Klärung, nicht zur Kritik: Wenn der Autor von „Heiligen Zahlen“ spricht, so meint der nicht die strenge Zahlenmystik nach Pythagoras, sondern die Zahlen der „Heiligen Schrift“. Pythagoras hat unter „Heiligen Zahlen“ sicher etwas anderes verstanden.

Die pythagoräische Herausforderung der Zahlenmystik ist dem Autor durchaus bewusst:

Denn wenn es stimmt, dass die Zahlen den Menschen helfen, ihrer Welt zu ordnen, so kann man daraus folgern, dass die Zahlen selbst der Weltordnung entsprechen, dass sie wesentliche Bausteine sind, aus denen die Welt besteht. Zahlen zu verstehen bedeutet dann, die Welt zu verstehen, im religiösen Sinn also die Möglichkeit, die Mathematik des Schöpfergottes beim Weltenbau nachzuvollziehen. (S. 12)

Doch der Autor geht nicht in diese Tiefe der Zahlenmystik, wo Zahlen selbst zur Schöpfungsmystik werden. Sein Thema ist der Symbolgehalt biblischer Zahlen. Diese Aufgabe ist immer noch eine große Herausforderung! Als Bibelwissenschaftler gilt es die Zahlen der Bibel symbolisch zu deuten und sich dabei deutlich von einer Zahlenmagie der Numerologie abzugrenzen.

In dieser – hier pauschal zugespitzten – Art und Weise der Lebenshilfe steht die Numerologie den Parawissenschaften und ihren populären Spielarten wie Wahrsagerei und Astrologie jeglicher Couleur ziemlich nahe und verrät wessen Vater Kind sie ist. (S. 13)

Okay, ein Wissenschaftler, der sich mit der „irrationalen“ Zahlensymbolik beschäftigt, muss eine solche Abgrenzen wohl vornehmen. Zahlensymbolik der Bibel zu entschlüsseln ist für einen Wissenschafter sicher eine Gratwanderung. „Als Wissenschaftler, der sich berufsmäßig mit der Geschichte, Literatur und Theologie des Alten Testaments beschäftigt, begebe ich mich damit in ein Gebiet, das den Gegenstand meiner wissenschaftlichen Arbeit bei weitem übersteigt …“ (S. 14)

Das Buch hat 4 Teile:

  1. eine wissenschaftlich-historische Betrachtung von Zahlen und Ziffern in der antike und ihren Einfluss auf die Bibel (S. 17 – 89)
  2. eine Entschlüsselung von Zahlengeheimnissen in der Bibel (S. 91 – 207)
  3. den „Bibel-Rechner“ von der Gematria bis zum Bibel-Code (S. 209 – 255)
  4. ein Kompendium biblischer Zahlen und ihrer Bedeutung (S. 527 – 309)

Das Buch geht auf die Zahlensymbolik der Bibel und ihre Entschlüsselung sehr umfangreich ein. Die Zahlen in de Bibel sind sowohl als Zählwerte zu verstehen, aber auch (und das sicher in den meisten Fällen) als symbolische Werte. Wenn es in der Bibel heißt, Gott habe die Welt „in 7 Tagen“ erschaffen, sind die 7 Tage wirklich ein Zahlwert oder ist damit ein Symbol gemeint? Es tauchen immer wieder Zahlen auf, bei denen zu klären ist: Zahlenwert oder Symbol? Eine solche Zahl ist die Zahl 40 (Ging der Exodus der Israeliten aus Ägypten wirklich über 40 Jahre?). Manche Zahlen bedeuten beides: Die 12 Apostel stellen symbolisch eine Vollkommenheit dar, sind gleichzeitig aber auch ein Zahlenwert.

Deutlich wird auch, wie uns Zahlensymbolik aus der Bibel unbewusst auch schon beeinflusst haben, wie z.B. der Mythos um die 666 als Zahl des Tieres und des Teufels. So sehen manche im WWW einfach nur Teufelszeug. Solche Märchen zu entmythologisieren, gehören auch zu den Stärken des Buches.

Mein Fazit: Das Buch ist sehr hilfreich, sich allgemein und ernsthaft mit Zahlensymbolik auseinander zu setzen. Uns sind viel mehr Zahlen der Bibel geläufig als uns bewusst ist. Und die Bibel ist in unserem Kulturraum sicher das Buch, das uns diese geheimnisvolle Zahlensymbolik nahe bringt. Jürgen Werlitz liefert in diesem wissenschaftlich orientierten Buch eine Hilfe, tiefe Symbolik und Geheimnisse der Bibel zu entschlüsseln und zu verstehen. So gewinnen wir einen wirklich fundierten Zugang zur Zahlensymbolik. es gehört für mich zu den besten in diesem Themenkreis.

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Helmut Werner: Lexikon der Numerologie und Zahlenmystik

Das Buch ist schnell besprochen: Es ist als Lexikon der Numerologie und Zahlensymbolik (sage ich jetzt etwas korrekter) der konkurrenzlose Klassiker und heute noch Standard. Jedem, der eine erste Orientierung wünscht und ein Nachschlagewerk braucht, kann ich es sehr empfehlen. Es ersetzt eine Menge anderer Bücher zum Thema. Es geht nicht überall in die Tiefe, doch das ist ja auch nicht der Sinn eines Lexikons. Es empfiehlt sich zwar immer noch einmal bei den einzelnen Stichworten im Internet auf Korrektheit oder Aktualität zu prüfen und zu vertiefen, doch hier ist das Basiswissen kompakt zusammen gefasst.

Es ist als Lexikon dreigeteilt:

I Die Grundlagen (schöne Einführung) (S. 11 – 85)
II Lexikon der Zahlen 0 bis 1000 (S. 87 – 193)
III Lexikon der Namen und Begriffe (197 – 283)

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