Omraam M. Aivanov: Das kosmische Gleichgewicht. Die Zahl 2

Dies ist meine 200. Buchbesprechung in meinem Buchblog. Sicher habe ich das zu diesem Anlass zu besprechende Buch bewusst ausgewählt. Es ist das Buch von Omraam M. Aivanov: „Das kosmische Gleichgewicht. Die Zahl 2“.
Ich möchte diese Buchbesprechung Elke widmen, mit der ich in der ZWEI lebe.

Warum es für mich so bedeutsam ist? Mich hat die Zahlenmystik nach Pathagoras im Mai 2010 gepackt und seitdem nicht mehr losgelassen. Dabei ist die Zahl 2 eines der vertracktesten Zahlen und wird leicht mit „Dualität“ und „Dualismus“ verbunden, sehr zwei-felhaft und zwie-lichtig verstanden. Doch wenn das Göttliche immer die EINS geblieben wäre, gäbe es keine Schöpfung. Erst in der ZWEI geht das Göttliche in die Schöpfung. Erst wenn wir zahlenmystisch der ZWEI einen Ehrenplatz zuweisen, kommen wir GEIST und SEELE der Schöpfung näher. 

Obwohl ich in der Zahlenmystik ganz gut zu Hause bin, hat mich das Buch von Omraam M. Aivanov: „Das kosmische Gleichgewicht. Die Zahl 2“ noch einmal sehr inspiriert! Er bezieht sich weder auf Pythagoras noch die Zahlenmystik selbst, doch „verehrt“ die Zahl 2 in den höchsten Tönen:

Die ZWEI entsteht zahlenmystisch nicht durch die Verdopplung der 1 (1 + 1), sondern durch die Polarisierung. Mit anderen Worten: Das Göttliche verdoppelt sich nicht, sondern polarisiert sich in das männliche und das weibliche Prinzip. Das Göttliche ist ein Paar. Alles Erschaffene unterliegt dem Gesetz der Polarität, der Anziehung der Gegensätze, dem Austausch zwischen dem Gegensatzpaar, dem Zusammenspiel zwischen Göttlichem GEIST und universeller SEELE, der NULL und der EINS.

Die beiden Prinzipien Männlich und Weiblich stehen am Anfang der Schöpfung. (S. 50)

Ein großes Symbol von Omraam M. Aivanov ist die Waage (auch als astrologisches Zeichen), das ausgleichende Prinzip. Sehr tief interpretiert er auch die 2. Tarot-Karte: die Hohepriesterin. Auch den Lebensbaum der Kabbala mit seinen 10 Elementen interpretiert er auf der Basis der ZWEI und der DREI. Weitere Symbole und Themen, die den Sinn der ZWEI verständlich machen: Adam und Eva / das Gute und das Böse / Symmetrie und Asymmetrie / der weiße und der schwarze Kopf in der Kabbala / Schlüssel und Schloss / Zepter und Reichsapfel / die VIER (das Kreuz), die ACHT, die Unendlichkeit / Tugend und Laster / die Schlange und der Äskulapstab / Leben und Tod / … und das ist noch nicht alles!

Dabei verleugnet der Autor nicht die „Schattenseite der ZWEI“: 

Die Zahl 2 ist die Zahl der Einswerdung. Die tiefgründigsten, komplexesten, gefährlichsten Fragen sind in der 2 enthalten, sogar das Geheimnis der Existenz des Teufels. Alles, was Bezug zur 2 hat ist schwierig. …
Die Zahl 2 ist die gefährlichste von allen Zahlen, denn in ihr befinden sich alle Möglichkeiten der Teilung, der Abzweigung. Dort beginnt also das Böse. (S. 25)

Polarität als Tanz und „Einheit der Gegensätze“ ist der Schlüssel. Das Übel ist, wenn sich diese Gegensätze bekämpfen, eines sich über das andere erhebt, sich trennen und verselbständigen.

Nur die Philosophie der Einheit erlaubt es uns, die Dinge so zu sehen, wie sie in Wirklichkeit sind. In Gott ist alles 1 und sogar, wenn es die 2 gibt, sollte man diese 2 vom Gesichtspunkt der 1 aus verstehen. Die Zahl 1 ist alles und erhält alles. (S. 110)

 

Mein Fazit: Ja, es macht viel Sinn über die Zahl 2 zu meditieren, wenn man einen Zugang zur Zahlenmystik, zur Zahlensymbolik, zur Numerologie und letztlich auch zur Zahlenmagie erhalten will. ZAHLEN sind die tiefste SYMBOLIK. Wer für sich die Zahl 2 meistert, der hat Zugang zur Tiefe der Zahlenmystik. Die ZWEI ist der SCHLÜSSEL zur Schöpfung, auch der eigenen.
Es ist mir ein besonderes Vergnügen, mit  Omraam M. Aivanov einen „alten Meister“ zu lesen und zu studieren, den man wahrlich nicht in die „New-Age-Esoterik“ einordnen kann, bei der das Spirituelle immer „einfältiger“ wird, weil die Schöpfungsmacht der ZWEI als „Dualität“ verteufelt wird. Doch die Verteufelung der ZWEI führt nur in Teufels Küche.

Die ZWEI ist das erste göttliche Schöpfungsprinzip.

 

Das kosmische Gleichgewicht: Die Zahl 2 (Izvor) (Klick)

Paul Ferrini: Das Geheimnis deiner 9 Lebenszyklen

Untertitel: Die universellen Rhythmen des Lebens verstehen und nutzen

Das Buch hat mich wirklich überrascht! Ich bin ein langjähriger Fan von > Paul Ferrini (Klick) und hätte nicht auch noch von ihm ein Buch über Numerologie erwartet. So kann man sich täuschen! Die zweite Überraschung: Es ist ein Praxisbuch, neuartig und unglaublich gut!
Numerologie ist eine sehr einfache Interpretationstechnik von Symbolen im eigenen Leben. Wir sagen ja oft „Es gibt keine Zufälle!“, dann werden unser Geburtstag und unser Name sicher auch kein Zufall sein, sondern schon wesentliche Botschaften des Lebens verbergen, um unseren Platz im Leben zu erkennen. Doch was haben sie zu bedeuten? Wie sind Geburtstag und Name symbolisch zu deuten? Numerologie geht sicher nicht so tief wie Astrologie – doch das ist für den ersten Schritt in die Selbstdeutung des eigenen Lebens gar nicht notwendig. Numerologie ist ein leicht anzuwendendes Deutungssystem, die Grundschule sozusagen.  Wenn man diese Grundschule bewältigt hat, findet man auch den Zugang zu tieferen Deutungssystemen wie der Astrologie.

Was an dem Buch von Paul Ferrini ist anders als andere Bücher zur Numerologie?

Es gibt viele numerologische Bücher. Warum empfehle ich gerade dieses von Paul Ferrini als Einführung?

  1. Das Buch ist reduziert auf das Wesentliche.
  2. Es ist leicht handhabbar und leicht verständlich, ein echtes Praxisbuch.
  3. Es gibt keinen großen „theoretischen Überbau“, sondern alles ist sofort umzusetzen.
  4. Es gibt die Zahl der Seelenschwingung (errechnet aus dem Geburtsnamen), die Zahl des Lebensweges (errechnet aus dem Geburtstag) und die numerologische Signatur (die Summe aus Seelenschwingung und Lebensweg).
  5. Das Buch geht von einem Neuner-Rhythmus aus (mit der Neun als Vollendung eines Zyklus). Die Qualität der Zahlen ergibt sich nicht isoliert, sondern immer im Verhältnis zu Lebens-Rhythmen.
  6. Der Basis-Rhythmus ist ein 9-Monats-Rhythmus. Für mich ein wichtiges Kriterium: Das „Jahr 0“ beginnt neun Monate vor der Geburt. Die 0 ist der Anfang (viele numerologischen Systeme beginnen mit der 1).
  7. Zahlen stehen nicht für sich alleine, sondern sind Doppelzahlen. So repräsentiert das erste Lebensjahr (oder der Anfang eines Zyklus) die 0-1. Somit wiederholen sich die Themen der 9 Zyklen immer wieder auf einem neuen Niveau, einem neuen Neuner-Zyklus. Daraus ergeben sich 9 „essentielle Zahlen“ bzw. Zahlenpaare: 0-1, 10-11, …, 80-81.
  8. Die besprochenen 9 mal 9 Lebenszyklen (bis ins 81. Lebensjahr) werden in ihrem Charakter für das spirituelle Wachstum bestimmt. Jeder findet im 3. Teil des Buches leicht die Hauptaufgaben seines nächsten Lebensjahres.
  9. Die Astrologie ist überaus komplex, erkennt im „Geburtshoroskop“ alle Anlagen. Die Numerologie der Lebenszyklen nach Paul Ferrini berücksichtigt nicht nur den Geburtstag, den Geburtsnamen, sondern gibt jedem Geburtsjahr eine eigene Qualität und hat damit einen sehr dynamischen Aspekt.


Mein Fazit:  ein großartiges Buch, um symbolische Grunddaten des Lebens für den eigenen Lebensweg zu bestimmen aus: Name, Geburtstag, numerologische Signatur und Aufgabe des aktuellen Geburtsjahres-Zyklus. Wichtig auch der Hinweis des Autoren: „Alle symbolischen Systeme einschließlich des hier präsentierten sind lediglich als Werkzeug gedacht, die uns helfen können, uns selbst und andere besser zu verstehen. Sie sollten keinesfalls auf eine starre oder engstirnige Weise angewandt werden.“ (S. 218)

In diesem Sinne gibt das Buch sehr praktischen Antworten auf Grundfragen des eigenen Lebens. Sehr zu empfehlen, auch für Numerologie-Kenner!

Ursula Erbacher: Vernetzte Phythotherapie

Untertitel: Eine Synthese von moderner Forschung und überlieferter Erfahrung


Das Buch ist zwar schon 2006 erschienen, scheint mir aber in seinem Bereich nach wie vor ein Klassiker zu sein, war seinerzeit jedenfalls bahnbrechend.

Die Kräuterheilkunde der Traditionellen Abendländischen Medizin (TAM) bekommt in unserer Zeit endlich wieder die Anerkennung, die ihr gebührt. Und dazu hat dieses reichlich bebilderte Büchlein sicher auch seinen Beitrag geleistet. Es ist kein Lehrbuch, sondern ein Handbuch, das nicht nur in der grundsätzlichen Einleitung, sondern auch in er Kurzcharakteristik der einzelnen Heilpflanzen essentiell auf den Punkt kommt. Insofern ist es auch in für den (der Spagyrik oder Anthroposophie gegenüber aufgeschlossenen) Laien hilfreicher Wegbegleiter.

Die Synthese

Jede Kultur hat ihre Urväter, in unserer abendländischen Kultur ist es zweifellos HERMES Trismegistos, der dreifache Meister. Er war eine Legende in der ägyptischen Kultur, manche verbinden ihn mit dem biblischen Namen „Moses“ und war auch im klassischen Altertum als der Götterbote Hermes oder Mercurius hoch angesehen. Es war wohl vor allem Paracelsus, der als Universalgenie diese alchemischen Lehren in die Neuzeit gerettet und weiterentwickelt hat. Bei ihm waren Medizin, Alchemie und Astrologie noch eins. Daran knüpft das Buch an und verbindet diese traditionelle Weisheit mit moderner Phytotherapie.

Ganz im Sinne der Alten werden in diesem Buch die Heilpflanzen nicht nur mit ihrer pharmakologischen Wirkungsweise, Botanik und Herkunft betrachtet, sondern nach ihrer Zuordnung zu den Denksystemen

 

  • der Signaturenlehre,
  • der Planetenkräfte,
  • der Keimblattentwicklung und
  • dem biosynthetischen Ansatz (S. 10)

Für mich herausragend (richtig spannend) war hierbei der Zusammenhang der Keimblattentwicklung im Sinne von embryologischen Organisationsprinzipien und der biosynthetischen Sichtweise. Kostbarkeiten!

Die 20 besprochenen heimischen Heilpflanzen:

Jede dieser Heilpflanzen wird punktgenau in ihren Aspekten besprochen
(einschließlich eines tabellarischen Überblicks über die „Systematik der Wirkprinzipien“):

  • Botanik und Herkunft
  • Inhalt und Hauptwirkstoffe
  • Pharmakologie und Toxizität
  • Wirkung und Anwendung
  • Keimschicht und Organe (!)
  • Signatur und Wesen
  • Planetenkräfte und Qualität
  • Dosierung und Rezepturen

Ein sehr schöner Reiseführer auf unserm Seelenweg, der uns auf Seelenebene mit den wichtigsten heimischen Heilpflanzen verbindet:

  • Birke
  • Brennnessel
  • Efeu
  • Gänsefingerkraut
  • Holunder
  • Johanniskraut
  • Kamille
  • Lavendel
  • Löwenzahn
  • Mariendistel
  • Mistel
  • Schachtelhalm
  • (bittere) Schlefenblume
  • Steinklee
  • Süßholzwurzel
  • Tausendgüldenkraut
  • Thymian
  • Wachholder
  • Weißdorn
  • Wermut

Die Widmung der Autorin für mich möchte ich an alle Leserinnen meiner Rezension weiter geben:

„Mögen sich die Geheimnisse des Lebens durch das Wesen und die Signaturen von Pflanzen, Menschen und Dingen erschließen.“

Der Verlag hat – und das ist der vollständigkeitshalber auch zu erwähnen – zu einzelnen Heilpflanzen kontextbezogene Produktwerbung geschaltet. Nachdem ich – nach erster Irritation – dann die Schätze des Buches entdeckt hatte, wurden die werbenden Hinweise für mich eher ein guter Kundenservice für den Leser. Denn wer hier etwas für sich entdeckt hat, der findet in seiner Apotheke sicher schnell ein apothekenpflichtiges, pharmakologisches Produkt zur „Selbstmedikation“ in Absprache mit dem Apotheker.

Es sollte dann aber auch erwähnt sein, dass es auch entsprechende spagyrische und homöopathische Heilpflanzen-Essenzen gibt, die es dann aber eher selten in der Apotheke um die Ecke gibt.


Ursula Erbacher: Vernetzte Phytotherapie: Eine Synthese von moderner Forschung und überlieferter Erfahrung (Klick)

Wulfing von Rohr: Quantum Numerologie

Untertitel: NULL – Des Schicksalszahl des Lebens, entdecke deine geheime Kraft

Das Buch ist der absolute Hammer! (Ich weiß meine höchste Wertschätzung anders nicht zum Ausdruck zu bringen.) Wer sich immer mit der Numerologie beschäftigt, sollte dieses Buch nicht ignorieren. Es führt uns in die moderne Numerologie ein, die Numerologie im Zeitalter der Quantenphysik.
Jeder Numerologie, der die NULL nicht als Zentrum der modernen Numerologie sieht (nicht als 10 NACH der 1, sondern als NULL VOR der 1), der lebt mit seiner Numerologie noch im Mittelalter. Wer die 0 bei der Quersumme einfach unterschlägt, hat die Macht der 0 nicht verstanden. In der Addition mag die 0 zu vernachlässigen sein, in der Multiplikation führt sie auch die höchsten Zahlen ins absolute Nichts.

Die ersten, programmatischen Worte des Autors:

Die Entdeckung der Null war ein Quantensprung für Weltbild und Mathematik, für Physik und Wirtschaft – und auch für die Spiritualität. Erst die Null als Symbol des vollen Potenzials, als Chiffre für „Chaos“, aus dem „Ordnung“ entsteht, macht Verstehen und auch Rechnen überhaupt möglich. QUANTUM-NUMEROLOGIE betrachtet die Null als zentralen „unsichtbaren“ Kern, als transparente Essenz aller spirituellen, psychologischen und esoterischen Zahlendeutungen. Dieses Buch spürt dem Quantensprung nach, der möglich wird, wenn wir uns auf die Null als innerstes bzw. höchste Wahrheit unseres Bewusstseins-Seins einlassen.
(S. 9)

Es ist sehr fair von dem Verlag, dass er die ersten 21 Seiten des Buches als Leseprobe zur Verfügung stellt (PDF, 22 Seiten):
Quantum Numerologie_Leseprobe

Die Leseprobe enthält auch das in sich schon spannende Inhaltsverzeichnis, das ich mir so ersparen kann. Das Buch hat 10 Kapitel und zusätzlich das Kapitel 0, also insgesamt 11 Kapitel (11 = Meisterzahl). Wahrlich meisterhaft. Die Leseprobe ist sehr empfehlenswert, um zu wissen, worum es geht.

Muss man sich in der Quantenphysik auskennen,
um das Buch verstehen zu können?

Nein, ganz und gar nicht, und das ist auch ein weiterer Meisterstreich des Buches! Mit diesem Buch kann man auch als Anfänger in die Numerologie einsteigen – und dann gleich richtig mit der NULL. Ein Wissen um die philosophische Grundfrage des NICHTS kann dabei ganz hilfreich sein. Ein Anfänger in der numerologischen Deutung von Geburtszahl, Namenszahl, Berufszahl, Partnerzahl, Persönlichkeitszahl usw. kann mit der NULL gleich richtig starten!

Einige weitere Meisterstreiche des Buches:

  • Die Deutung der Grundzahlen geht nicht bis 12 oder 13, sondern 14
    als „Marienzahl“
  • Die Deutung der Zahlen geht bis 33 (schließt also nicht mit 31 der Monatstage ab, sondern der „dritten Meisterzahl“ – nach 11 und 22).
  • Zahlen symbolisieren auch Zeitqualitäten (z.B. Anfang oder Ende). Die 0 in der 10 steht für Durchbruch.
  • Die Autor deutet weiter die 0 im Tarot (Narr) und in der Astrologie (Winkel)
  • Einen Großteil des Buches deutet der Autor die offene und versteckte 0 in Quersummen, wo sie oft unter den Tisch fallen, was er „Quantum-Numerologie 10.0“ nennt (S. 69 – 139)
  • Beddeutsam auch mythologische Zahlen und spezieller Zahlen (wie 666)

Ich denke, es ist in dem Zusammenhang auch darauf hinzuweisen, dass der Autor zwei weiter Bücher zum Thema verfasst hat: „Die Zahl deines Lebens“ und (zusammen mit Jutta Fuezi) „Die Botschaft der Engelzahlen“, abgerundete Kompetenz.

Mein Fazit: Was mir an dem Buch auch besonders gefällt: Der Autor weist darauf hin, dass wir erst ganz am Anfang stehen, die NULL als größtes Kraftpotenzial („Null-Feld“, „Nullpunkt-Energie“) unseres Universums auch in der psychologischen und spirituellen Deutung zu verstehen. Er stellt sich nicht als großer Guru der Quantum-Numerologie hin, sondern ruft auf, mitzudenken, weiter und tiefer zu deuten als er es mit diesem Beginn gestartet ist. Der Leser wird ermächtigt und aufgefordert, die NULL auch für sich zu entdecken.
Wer die Erkenntnisse es Autoren nicht berücksichtigt, ist in der Numerologie nicht auf der Höhe der Zeit. Ein Quantensprung!

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Dan Millman: Die Lebenszahl als Lebensweg

Untertitel: Wie wir unsere Lebensbestimmung erkennen und erfüllen können

Das Buch entschlüsselt die Zahlen des Lebens (aus dem Geburtsdatum berechnet) als persönliche Lebenszahl zur Bestimmung des Lebenssinns, des Lebensweges: „Bei der Geburt geben uns unsere Eltern einen Namen; das Universum gibt uns eine Zahl.“ (S. 20) Die aus dem Geburtsdatum berechnete Zahl hat z.B. die Form 12/3. Das ist alles. Davon führt Dan Millman 37 unterschiedliche Lebenszahlen quasi als Typologien auf. Die Grundzahlen 1 bis 9 und die 0 werden energetisch und symbolisch gedeutet. Es ist weit mehr als eine Numerologie und fast so komplex wie ein astrologisches Geburtshoroskop.

Dan Millman ist mit Archetypen vertraut. Sein Hauptarchetyp ist der Krieger, der „friedvolle Krieger“ (andere Bücher von ihm). In diesem Buch entkleidet Dan Millman die Archetypen von bestimmten Bildern (der Krieger, der Weise, der Mönch usw.) und führt sie auf das Wesen der Zahl zurück. Das ist genial! Wir können unsere Seelenqualitäten ohne astrologische Archetypen (Tierkreiszeichen und Planeten) und Deutung erkennen, sondern rein aus der Energie und der Schwingung der Grundzahlen unseres Lebens, unserer Lebenszahl. Es ist eine im Prinzip einfache, doch tiefsinnige Einführung in symbolisches Denken über Zahlen. (Es erinnert mich am meisten an das Enneagramm, einer Zahlensymbolik des Sufismus.)

Das Pythagoräische Erbe

Die Zahl bekommt bei Dan Millman archetypische Tiefe. Die pure Zahl wird zum Archetypen. Er knüpft dabei an Pythagoras an:

Pythagoras ist als Mathematiker und Mitbegründer der Geometrie berühmt geworden. Wie wir wissen, hat der gelehrt, die ZAHL sei das Wesen aller Dinge. Er hat in einem mystishen Sinne Zahlen mit Tugenden, Farben und vielem anderen mehr verknüpft. Darüber hinaus hat er die These vertreten, die menschliche Seele sei unsterblich. Viele seiner Ideen sind wahrscheinlich während seinen Reisen in den Orient geboren worden. Mit seinen Anhängern gründete er einen Bund, die Pythagoräeer, die zwar in erster Linie religiöse Ziele verfolgte, aber auch Grundsätze formuliert hat, die sein Denken von Plato und Aristoteles beeinflusst haben. Der größte Teil des Gedankengutes von Pythagoras selbst dürfte allerdings eher mystische Weisheit als wissenschaftlicher Gelehrsamkeit entsprungen sein.
Wie andere holistische Denker auch, hat Pythagoras viele Facetten des menschlichen Bewusstseins zugleich erfasst, ähnlich wie die moderne Physik, die heute in Bereiche vordringt, die früher Mystikern, Philosophen und Theologen vorbehalten waren. … (S. 18 f.)

Die energetische Qualität der Grundzahlen

Dam Millman schreibt den Zahlen folgende Grundenergien zu:

Zahl 1: Kreativität und Zuversicht
Zahl 2: Zusammenarbeit und Ausgewogenheit
Zahl 3: Ausdruck und Feingefühl
Zahl 4: Stabilität und Entwicklung
Zahl 5: Freiheit und Disziplin
Zahl 6: Vision und Annehmen
Zahl 7: Vertrauen und Offenheit
Zahl 8: Überfluss und Macht
Zahl 9: Integrität und Weisheit
Zahl 0: Innere Gaben

Es sind allesamt Seelenqualitäten, die in jedem schwingen, doch unser Seelenweg und unsere Lebensaufgabe konfrontiert uns mit einem bestimmten Lebens-Thema. Diese 10 Lebensthemen sind die Matrix der Seelenwege. Die Entschlüsselung dieser Matrix mit den 37 Typologien macht den Großteil des Buches aus (S. 51 – 398)

Die spirituellen Gesetze oder universellen Prinzipien

Auf dem Seelenweg gibt es viele Herausforderungen, doch:

Wenn wir unser Leben – unsere Gewohnheiten hinsichtlich der Ernährung, Bewegung, Arbeit und Sexualität – nach den spirituellen Gesetzen ausrichten, bleiben zwar Probleme und Herausforderungen bestehen, aber wie können sie kampflos mit offenen Armen in Empfang nehmen wie friedvolle Krieger, die, zum Tanzen bereit, den Augenblick erfassen. (S. 401)

Unter den unzähligen Gesetzen stellt Dan Millman folgende 17 Gesetze oder Lebensprinzipien heraus, die uns auf dem Seelenweg leiten können:

Das Gesetz der Flexibilität
Das Gesetz  der Wahlfreiheit
Das Gesetz der Verantwortung
Das Gesetz der Ausgewogenheit
Das Gesetz der Entwicklung
Das Gesetz der Verhaltensmuster
Das Gesetz der Disziplin
Das Gesetz der Vollkommenheit
Das Gesetz des gegenwärtigen Augenblicks
Das Gesetz der Urteilsfreiheit
Das Gesetz des Vertrauens
Das Gesetz der Erwartungen
Das Gesetz der Ehrlichkeit
Das Gesetz des höheren Willens
Das Gesetz der Intuition
Das Gesetz des Handelns
Das Gesetz der Zyklen

Alleine die Erkenntnis dieser Lebensprinzipien (S. 400 – 491) ist schon das ganze Buch wert! Interessanterweise geht das Buch nicht von einem 7- oder 12-, sondern einem Neun-Jahres-Zyklus aus.

Von den vielen Zitaten, die das Buch begleiten, gefällt mir eines ganz besonders:

Gebt den Leuten einfach einen Schlüssel,
aufschließen können sie selbst.
(Robert R. McCammon, S. 400)

Mein Fazit: Wer sich bewusst ist, dass es im Leben keine Zufälle gibt, für den ist auch das eigene Geburtsdatum kein Zufall. Das Buch ist eine Befreiung gegenüber astrologischen Horoskopen. Es bedarf der Komplexität der Astrologie nicht, um seinen Seelenweg aus dem Geburtsdatum zu erkennen. Mehr noch: Das Buch fordert zur Selbsterkenntnis auf und ermöglicht dies ohne langjähriges astrologisches Studium. Es geht auch einfach! Das Leben hat die Bedeutung, die man ihm selbst gibt. Das Buch hilft, die Bedeutung seines Lebens selbst zu erkennen – ohne Sternen-Deuter hinzuziehen zu müssen.

Wer seinen Seelenweg als Sinn und Bestimmung des Lebens bewusst geht, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Es macht so viel anderes überflüssig und führt zudem noch in die energetischer Struktur der ZAHLEN ein. Tiefer ist Symbolik nicht zu entschlüsseln, nicht zu entziffern als über die Grundzahlen des Lebens.

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Jürgen Werlitz: Das Geheimnis der Heiligen Zahlen

Untertitel: Ein Schlüssel zu den Rätseln der Bibel

Der Autor, Bibelwissenschaftler und Privatdozent, will die Zahlensymbolik der Bibel entschlüsseln. Wohl angeregt durch viele numerologische Bücher, die sich nur oberflächlich auf die Bibel beziehen, will er hier ein anspruchsvolles, wissenschaftlich fundiertes  Grundlagenwerk vorstellen. Es ist in meinen Augen sehr gelungen.
Nur zur Klärung, nicht zur Kritik: Wenn der Autor von „Heiligen Zahlen“ spricht, so meint der nicht die strenge Zahlenmystik nach Pythagoras, sondern die Zahlen der „Heiligen Schrift“. Pythagoras hat unter „Heiligen Zahlen“ sicher etwas anderes verstanden.

Die pythagoräische Herausforderung der Zahlenmystik ist dem Autor durchaus bewusst:

Denn wenn es stimmt, dass die Zahlen den Menschen helfen, ihrer Welt zu ordnen, so kann man daraus folgern, dass die Zahlen selbst der Weltordnung entsprechen, dass sie wesentliche Bausteine sind, aus denen die Welt besteht. Zahlen zu verstehen bedeutet dann, die Welt zu verstehen, im religiösen Sinn also die Möglichkeit, die Mathematik des Schöpfergottes beim Weltenbau nachzuvollziehen. (S. 12)

Doch der Autor geht nicht in diese Tiefe der Zahlenmystik, wo Zahlen selbst zur Schöpfungsmystik werden. Sein Thema ist der Symbolgehalt biblischer Zahlen. Diese Aufgabe ist immer noch eine große Herausforderung! Als Bibelwissenschaftler gilt es die Zahlen der Bibel symbolisch zu deuten und sich dabei deutlich von einer Zahlenmagie der Numerologie abzugrenzen.

In dieser – hier pauschal zugespitzten – Art und Weise der Lebenshilfe steht die Numerologie den Parawissenschaften und ihren populären Spielarten wie Wahrsagerei und Astrologie jeglicher Couleur ziemlich nahe und verrät wessen Vater Kind sie ist. (S. 13)

Okay, ein Wissenschaftler, der sich mit der „irrationalen“ Zahlensymbolik beschäftigt, muss eine solche Abgrenzen wohl vornehmen. Zahlensymbolik der Bibel zu entschlüsseln ist für einen Wissenschafter sicher eine Gratwanderung. „Als Wissenschaftler, der sich berufsmäßig mit der Geschichte, Literatur und Theologie des Alten Testaments beschäftigt, begebe ich mich damit in ein Gebiet, das den Gegenstand meiner wissenschaftlichen Arbeit bei weitem übersteigt …“ (S. 14)

Das Buch hat 4 Teile:

  1. eine wissenschaftlich-historische Betrachtung von Zahlen und Ziffern in der antike und ihren Einfluss auf die Bibel (S. 17 – 89)
  2. eine Entschlüsselung von Zahlengeheimnissen in der Bibel (S. 91 – 207)
  3. den „Bibel-Rechner“ von der Gematria bis zum Bibel-Code (S. 209 – 255)
  4. ein Kompendium biblischer Zahlen und ihrer Bedeutung (S. 527 – 309)

Das Buch geht auf die Zahlensymbolik der Bibel und ihre Entschlüsselung sehr umfangreich ein. Die Zahlen in de Bibel sind sowohl als Zählwerte zu verstehen, aber auch (und das sicher in den meisten Fällen) als symbolische Werte. Wenn es in der Bibel heißt, Gott habe die Welt „in 7 Tagen“ erschaffen, sind die 7 Tage wirklich ein Zahlwert oder ist damit ein Symbol gemeint? Es tauchen immer wieder Zahlen auf, bei denen zu klären ist: Zahlenwert oder Symbol? Eine solche Zahl ist die Zahl 40 (Ging der Exodus der Israeliten aus Ägypten wirklich über 40 Jahre?). Manche Zahlen bedeuten beides: Die 12 Apostel stellen symbolisch eine Vollkommenheit dar, sind gleichzeitig aber auch ein Zahlenwert.

Deutlich wird auch, wie uns Zahlensymbolik aus der Bibel unbewusst auch schon beeinflusst haben, wie z.B. der Mythos um die 666 als Zahl des Tieres und des Teufels. So sehen manche im WWW einfach nur Teufelszeug. Solche Märchen zu entmythologisieren, gehören auch zu den Stärken des Buches.

Mein Fazit: Das Buch ist sehr hilfreich, sich allgemein und ernsthaft mit Zahlensymbolik auseinander zu setzen. Uns sind viel mehr Zahlen der Bibel geläufig als uns bewusst ist. Und die Bibel ist in unserem Kulturraum sicher das Buch, das uns diese geheimnisvolle Zahlensymbolik nahe bringt. Jürgen Werlitz liefert in diesem wissenschaftlich orientierten Buch eine Hilfe, tiefe Symbolik und Geheimnisse der Bibel zu entschlüsseln und zu verstehen. So gewinnen wir einen wirklich fundierten Zugang zur Zahlensymbolik. es gehört für mich zu den besten in diesem Themenkreis.

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Helmut Werner: Lexikon der Numerologie und Zahlenmystik

Das Buch ist schnell besprochen: Es ist als Lexikon der Numerologie und Zahlensymbolik (sage ich jetzt etwas korrekter) der konkurrenzlose Klassiker und heute noch Standard. Jedem, der eine erste Orientierung wünscht und ein Nachschlagewerk braucht, kann ich es sehr empfehlen. Es ersetzt eine Menge anderer Bücher zum Thema. Es geht nicht überall in die Tiefe, doch das ist ja auch nicht der Sinn eines Lexikons. Es empfiehlt sich zwar immer noch einmal bei den einzelnen Stichworten im Internet auf Korrektheit oder Aktualität zu prüfen und zu vertiefen, doch hier ist das Basiswissen kompakt zusammen gefasst.

Es ist als Lexikon dreigeteilt:

I Die Grundlagen (schöne Einführung) (S. 11 – 85)
II Lexikon der Zahlen 0 bis 1000 (S. 87 – 193)
III Lexikon der Namen und Begriffe (197 – 283)

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Ekkirala Krishnamachary: Die Weisheit des Pathagoras

Zugegeben: Das Buch geht bei mir an die Grenze, ist aber auch eine Herausforderung, meine Grenze zu erweitern: Hier wird Pythagoras von einem indischem Meister interpretiert und mit den alten indischen Weisheitslehren der Veden in Verbindung gebracht. Doch es wird so dargestellt, dass Pythagoras selbst in Indien war und dort die Wissenschaft des Brahma Vidya studiert habe. Das deckt sich nicht mit westlichen Biographien des Pythagoras, der danach zwar in Griechenland, Ägypten, Babylon und später Süditalien war, doch nicht in Indien.  Es mag sein, dass Ekkirala Krishnamachary dabei von einer anderen Inkarnation des Pythagoras in Indien spricht.

Ich gehe auch davon aus, dass Pythagoras mehr als eine historische Persönlichkeit ist, sondern das, was wir „aufgestiegene Meister“ nennen, also ein Seelenwesen aus einer höheren Seenensphäre, die unterschiedliche Inkarnationen erfahren kann und als Weisheitslehrer der Menschheit noch sehr präsent ist. Hier ist das Büchlein von Ekkirala Krishnamachary im Grunde eine konsequente Fortführung des esoterischen Daseins von Pythagoras. Es wäre also möglich, dass Pythagoras in einer anderen Inkarnation in Indien war und dort die alten indischen Weisheitslehren lernte. Das Buch konfrontiert uns mit dieser Thematik! Und so sind die Worte von K. Parvathi Kumar aus dem Vorwort sehr bedeutsam:

Die pythagoreische Weisheit entfaltet sich durch Eingeweihte, die auf der Seelenebene leben. (S. 7)

Mit meinen Worten: Es bedarf des Seelenbewusstseins, um Zugang zur Weisheitslehre des Pythagoras zu finden. Das macht es für rational denkende Interpreten des Pythagoras im Westen so schwer, seine Rolle für unsere abendländische Kultur angemessen anzuerkennen.

Würdigung des Pythagoras durch indische Meister

Es ist zunächst bemerkenswert, dass Pythagoras durch indische spirituelle Meister tiefer verstanden wird als durch unsere abendländischen Philosophen selbst. Kein Wunder: Man kann Pythagoras eben nur aus dem Bewusstsein interpretieren, auf dem man selbst ist. Es ist hervorzuheben, dass Pythagoras in der indischen theosophischen Spiritualität ein hohes Ansehen genießt. Hier werden die 5 pythagoräischen Schlüssel (Sprache, Klang, Farbe, Form, Zahl) angemessen gewürdigt. Ekkirala Krishnamachary stellt immer wieder den Bezug zum Tantrismus oder einer „schöpferischen Intelligenz“ (Deva) her, die in Indien KAPILA heißt, der geistige Herrscher über die Zahlen. Die Lehren des Pythagoras sind Weisheitslehren, die überall auf der Welt Gültigkeit haben. ZAHLENMYSTIK repräsentiert eine Wesenheit, die überall auf der Welt den Namen (und den Titel) PYTHAGORAS trägt. Wobei Pythagoras für weit mehr steht als seine Zahlenmystik.

Der Weisheitslehrer der Integration

Wir könnten auch umgekehrt argumentieren: Wenn es wirklich höhere Wesenheiten einer „geistigen Welt“ gibt, die uns bei der Lösung aktueller Menschheitsprobleme beiseite stehen, dann ist PYTHAGORAS sicher als einer der ersten zu nennen. Wir brauchen eine Integration von Religion und Wissenschaft, von Mystik und Weisheitslehren der Welt, eine Heilung der Welt, eine neue Harmonie. Unsere Wissenschaft muss wieder HEILIG werden, wie sie zur Zeiten von Pythagoras noch waren, d.h. wirklich GANZ und GANZHEITLICH. So gesehen ist es kein Wunder, dass uns bei der Lösung der aktuellen Weltprobleme Pythagoras immer mehr ins Bewusstsein zurück findet – und das weltweit.

Meine Fazit: Wenn man von dieser esoterischen Problematik der unterschiedlichen Inkarnationen des Meister Pythagoras absehen kann, ist das Buch inhaltlich sehr wertvoll für ein tieferes Verständnis der Zahlenmystik. So gesehen kann ich es nur sehr empfehlen.

Das Buch geht an Grenzen und hilft, sie zu überschreiten. Vielleicht sind wir noch nicht für alle Aussagen des Büchleins reif, doch das, was eine Resonanz in unserem Bewusstsein findet, ist sehr wertvoll.


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Hajo Banzhaf: Symbolik und Bedeutung der Zahlen

Der Autor Hajo Banzhaf ist der Meister des TAROT. Er bespricht die Symbolik de Zahlen aus der Sicht des Tarot, d.h. insbesondere bis zur Zahl 22, der Anzahl der Taro-Karten der großen Arkana.
Der Autor spricht bewusst von Zahlen-Symbolik. Es geht nicht in die Tiefe der Zahlen-Mystik (obwohl das Buch sich auch auf Pythagoras bezieht), ist aber tiefsinniger als normale Bücher der Numerologie. Es ist besonders hervorzuheben, dass der Autor mit der Symbol der NULL beginnen. Allein das ist schon ein Qualitätszeichen. (Viele Numerologie-Bücher beginnen erst mit der EINS.)

Von der Mystik zur Symbolik

Das Buch knüpft an der Zahlen-Mystik des Pythagoras an, sein
„Die Zahl ist das Wesen aller Dinge“ ist das Motto des Buches (S. 5).

Und schon befinden wir uns mitten in der Welt der Zahlenmystik, die uns lehrt, dass Zahlen nicht nur Menschen ausdrücken, sondern neben der Quantität auch jeweils ihre eigene Qualität besitzen. Dieses Wissen hat im Abendland eine lange Tradition. Es geht auf den griechischen Philosophen Pythagoras zurück, der im 6. vorchristlichen Jahrhundert im süditalienischen Kroton eine Mysterienschule gründete. Für ihn waren Zahlen Symbole einer göttlichen Weltordnung und der Schlüssel zu den harmonischen Gesetzen des Kosmos. (S. 11)

Doch dem Autor geht es vor allem um Zahlen-Symbolik:

Um das Wesen der Zahlensymbolik zu verstehen ist es gut, sich zunächst klar zu machen, dass es dabei nicht um „ausgedachte“ Zuordnungen geht. Wie bei jedem echten Symbol handelt es sich auch hier um eine Bedeutung, die sozusagen „vorgefunden“ wird, die vom Bewusstsein erkannt, aber nicht gemacht wird. …
Dieses tiefe Symbolverständnis gilt zumindest für die einstelligen Zahlen, denen eine archetypische Qualität zu eigen ist. … In der Zahlensymbolik bilden diese einstelligen Zahlen das eigentliche Herzstück … (S. 14)

Sonnen- und Mond-Symbolik –
und die Verteufelung von Zahlen und Symbolen

Das Buch hat in meinen Augen einen besonderen Wert darin, dass es „bösen“, „negativen“, „verteufelten“ Zahlen nachgeht. Wir erkennen daran, dass die unterschiedliche Wertung von Zahlen historischen Ursprung hat. So ist die Verteufelung der 13 als Unglücks-zahl anzusetzen an der Wende von weiblichen Mond-Zyklus zum männlichen Sonnen-Zyklus zu Beginn des Patriarchats.

Die Matriachatsforschung geht ohnehin davon aus, dass die Dreizehn ursprünglich eine heilige Zahl war, die erst mit Aufkommen patriarchalischer Werte verteufelt, verschrien und gefürchtet wurde. (S. 135)

Das Jahr hat 12 Sonnen-Monate, doch 13 Mond-Monate. Es ist eine ganze „weibliche Symbolgruppe“ wie MOND, NACHT, DREIZEHN, die mit dem Beginn des Patriarchats plötzlich abgewertet wurde.
„Heilig“ ist die Dreizehn aber nicht nur aus der Mondsicht. Wenn man ein Rad mit 12 Speichen nimmt, ist das Integrierende die Narbe. So wie Jesus beim Abendmal die Narbe im Kreis seiner 12 Jünger war. Jesus war der dreizehnte!

Das Buch enthält viele solcher „Aha-Erlebnisse“ (z.B. auch das Hexeneinmaleins des magischen Quadrats). Wir leben in der „Welt der Zahl“, wie unser erstes Rechenbuch schon hieß. Mit dem Buch von Hajo Banzhaf bekommt die Welt der Zahlen auch eine symbolische Tiefe.

Mein Fazit: Das Buch ist in meinen Augen Pflichtlektüre für jeden, der sich für die Welt der Zahlen und ihre Symbolik
interessiert. Es ist sicher das kompetenteste Buch zur Zahlen-Symbolik. Auch Anhänger des Tarot werden in dem Buch eine tiefere Bedeutung der großen Arkana finden. Es ergänzt jedes Buch zur Numerologie, weil es in der Deutung der Zahlen archetypisch tiefer geht. Auch Astrologie-Interessenten finden noch Deutungs-Hinweise. Das Buch ist reichlich und farbig bebildert, die Bilder vollenden das Buch und machen es zu einem Schatz.

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Wüst & Schieferle: Das große Handbuch der Numerologie

Untertitel: Mit den Zahlen sich selbst erkennen

Pythagoras selbst war es, der drei Dimensionen der Zahlen unterschieden hat: die quantitative Dimension (mit der wir zählen und rechnen), die qualitative-magische Dimension (was wir heute Numerologie nennen, in denen Zahlen uns etwas er-zählen) und die göttliche Dimension (was wir heuten Zahlenmystik kennen und den göttlichen Plan der Schöpfung selbst zum Ausdruck bringt).
Das Buch der Autorinnen Editha Wüst und Sabine Schieferle ist ein „Handbuch der Numerologie“ im besten Sinne des Wortes. Es behandelt die Numerologie umfassend und so,
dass es als Handbuch stets zu Händen sein kann.

Die Magie der Zahlen

Zahlen sind nicht nur rechnerische Einheiten, sondern symbolisieren etwas. In unserem Kulturraum spielen z.B. die Zahlen 7 und 12 eine besondere Rolle, als ob sie selbst lebendig wären und ein eigenes Wesen hätten. Wenn wir uns vom rein quantitativen Wert von Zahlen befreien können und ihr qualitatives Wesen erkennen, dann kommen wir von rationalen Denken in den Raum der Analogien. Uns öffnet sich die Welt der Symbole, das „senkrechte Denken“.

Ich empfehle jedem,der sich mit diesem analogen Reich der Symbole vertraut machen will, mit der Magie der Zahlen zu beginnen. Es ist einfacher als psychologische Traumdeutung oder die astrologische Entschlüsselung eines Geburtshoroskops. Zahlen laden dann auch zum SPIEL ein. Es hilft, mit allen diesen Möglichkeiten der Deutung spielerisch umzugehen.

Eines der einfachsten spirituellen Erkenntnisse ist, dass es keine „Zufälle“ gibt. Alles hat irgendetwas zu bedeuten, und wir müssen es nur deuten. Es erklärt sich nicht selbst. So wird unser Leben aus der waagerechten, oberflächlichen Sicht erst richtig bedeutsam und bekommt Tiefe. Wenn wir uns in der Tiefe erkennen wollen, dann ist die Deutung von Geburtstag und die Deutung des eigenen Namens doch nahe liegend und ein erster Schritt. Auch Buchstaben sind zahlenmäßig zu entschlüsseln.

Und hier lädt das Buch zum magischen Spiel ein, dem Spiel mit den Zahlen, um sich mehr selbst zu erkennen. Es ist sicher nicht der „Weisheit letzter Schluss“, sondern ein Anfang, sich mit dieser Welt der Zahlensymbolik über die Selbsterkenntnis vertraut zu machen. Die Autorinnen schreiben im Vorwort:

Wir wünschen Ihnen, daß „unsere“ Numerologie

  • Ihre Neugierde und Ihren Wissensdurst weckt, um Ihren Namen und Ihr Geburtsdatum zu entschlüsseln;
  • Ihnen hilft, Ihren individuellen Lebenssinn zu erkennen;
  • immer mehr Ihre Intuition stärkt und Sie lernen, ihr zu vertrauen, um so mit Freude Ihre bislang verborgenen Potenziale zum Leben zu erwecken;
  • Ihr Bewusstsein erweitert, und Sie mit Leichtigkeit und Gelassenheit Ihren Lebensweg gehen können;
  • Erkenntnisse bringt und Sie damit Vollkommenheit und individuelle Meisterschaft erlangen. (S.10)

Ja, das Buch ist ein Schlüssel und Türöffner auf diesem Weg.

Berechnung und Bedeutung

Auch in der Numerologie geht es um „Berechnung“. Es bedarf keiner höheren Mathematik, sondern ist einfaches Rechnen. Ja, auf diese Weise kann Rechnen auch wieder Spaß machen. In dem Buch geht es beispielsweise um die unterschiedliche Berechnung und Bedeutung von

  • Namenszahl
  • Herzzahl
  • Persönlichkeitszahl
  • Schicksalszahl
  • Geburtszahl
  • Schicksalsweg
  • Lebensziel
  • Seelen-Motivation

Das Buch geht weit darüber hinaus, öffnet die Achtsamkeit gegenüber den Zahlen im Leben, Hausnummer, Kontonummern und vieles mehr. Und was in meinen Augen auch wichtig ist: Es darf keine Kopfakrobatik sein. Sicher brauchen wir für das Berechnen den Kopf, doch die Deutung kommt aus dem Herzen, aus der Seele. Hier sind Leichtigkeit und Humor, kindliches Spiel zu Hause. Am Ende geht es darum, eine wirkliche VERBINDUNG zu den Zahlen einzunehmen, sich in ihrer Qualität einzuschwingen, die Seele der Zahlen zu erfahren (und damit öffnet sich auch der Zugang zur Mystik der Zahlen). Vielleicht macht es sogar Sinn, diese Seiten am Ende des Buches (Teil 5) als „Einleitung“ zu lesen.

Mein Fazit: Es gibt viele Autoren, die keinen Unterschied zwischen Zahlenmystik und Numerologie machen, was dann sehr verwirrend sein kann. Das ist in diesem Buch nicht der Fall:
Es ist das, was es verspricht: Numerologie, das Spiel der Selbsterkenntnis über die Magie der Zahlen. Und das in dem umfassenden Sinne eines Handbuchs mit vielen Anleitungen für eine praktische Umsetzung. Wer die Weisheit der persönlichen Zahlen entschlüsseln will, der findet in diesem Buch alle Codes. Das erkenntnisvolle Nutzen, das Anwenden des Buches ist entscheidend.

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