Robert Scheinfeld: Raus aus dem Geldspiel

Untertitel: Ihr Wegweiser für den täglichen Kampf ums liebe Geld. Ändern Sie die Regeln, dann gewinnen Sie!

 

Das Buch verspricht viel, die Lösung aller finanzieller Probleme! Ich will es einmal so auf den Punkt bringen: Das Geldspiel auf unserem Planeten ist so „geregelt“, dass nur wenige gewinnen können und die allermeisten verlieren – und am Ende der ganze Planet verliert. Es ist das Spiel nach den Regeln des Egoismus, letztlich des Finanzkapitals. Der Autor ist übrigens kein „Kapitalismus-Kritiker“. Er ist überhaupt kein Kritiker, sondern weist einfach den Weg zum Ausbruch aus dem alles beherrschenden „Geld-Spiel“ des Kapitals. Doch das Leben ist tatsächlich ein Spiel. Der Autor nennt es „das Menschen-Spiel“. Es ist ein göttliches Spiel als Menschen, das unter anderem dazu gedacht ist, dass jeder in natürlichem Reichtum leben kann. Eigentlich sollte jeder spirituelle Mensch, der sich als „Schöpfer“ versteht, seinen Reichtum doch mit einem Fingerschnippen „manifestieren“ können: Alles sei doch möglich! Doch gerade viele spirituelle Menschen scheitern am Thema Geld. Was wäre, wenn „das Geld-Thema“ die Prüfung für spirituelles Manifestieren ist? Der spirituelle Umgang mit der Materie? Was wäre, wenn gerade der spirituelle Umgang mit Geld erst die spirituelle Meisterschaft zeigt?

Das Buch richtet sich dabei durchaus „gegen“ große „esoterische Strömungen“ („The Secret“, Gesetz der Anziehung usw.), die die Lösung aller Probleme „über Nacht“ versprechen. „Du musst nur …“ Nein, alles ist ein Spiel, sogar das Geld-Spiel ist ein Spiel, das dazu gedacht ist, das Erwachen zu erleichtern, spirituelle Meisterschaft zu erringen.

Der Autor schreibt, dass dieses „Menschen-Spiel“ zwei Phasen hat: In Phase 1 hat der Mensch vergessen, wer er ist und „funktioniert“ nach gesellschaftlichen Konditionierungen. In Phase 2 erwacht er, bricht aus den gesellschaftlichen Illusionen aus und beginnt sein wahres Leben als Schöpfer. 

Das ist ja eigentlich nichts Neues, das Erwachen aus der Trance des Egos in das selbst bestimmte Schöpferbewusstsein. Was macht das Buch so faszinierend? Wo geht es über „The Secret“ hinaus?

  1. Es fokussiert sich auf das Thema Geld; das ist eine wichtige spirituelle Prüfung zur Selbstheilung und Heilung des Planeten
  2. Es zeigt, wie die Illusionen über das Geld funktionieren (holographische Täuschung) und diese diese falschen Gedanken „kollabieren“ können (Quantenphysik)
  3. Es macht aus reinen verbalen Affirmationen einen emotional-energetischen „Ausbruchs-Prozess“ (energetische Transformation)
  4. Es akzeptiert einfach, dass der Prozess seine Zeit braucht und als Spiel auch genossen werden kann. Entscheidend ist, die Spielregeln zu erkennen, um ausbrechen zu können und mit der Änderung der Regeln sein eigenes Spiel zu spielen (das Leben spielerisch meistern), das am Ende ein WIR-Spiel ist.

Kapitel 1 – 6: Philosophie und Wissenschaft

Der Autor macht deutlich klar, dass es gewisse philosophische und wissenschaftliche (!) Grundkenntnisse braucht, um mental aus dem Geld-Spiel ausbrechen zu können.

Philosophisch (und spirituell) sind es die Grundfragen:

  • Wer bin ich?
  • Warum bin ich hier?
  • Was ist der Sinn meines Lebens?

Wissenschaftlich sind es die Grundkenntnisse über:

  • das Nullpunkt-Feld und die Quantenphysik
  • das Hologramm und die holographische Täuschung

Dies reicht schon aus, ist aber unbedingt nötig, um unsere Illusionen (holographische Täuschungen) über das Geld-Spiel „kollabieren“ zu lassen.

Kapitel 7: Der Quanten-Kollaps

Dieses Kapitel ist sozusagen der Schalter von „Phase 1“ (die Illusion des Mangels) in „Phase 2“ (der Naturzustand von unbegrenzter Fülle). „Alles in Phase 2 läuft genau gegenteilig wie in Phase 1.“ (S. 99)

Ich muss Ihr gewohntes Denken kaputt machen, bevor ich es durch ein neues ersetzen kann, das Ihnen neue Energie in Ihr Leben bringt. (S. 94)

Nur einen Satz daraus:

Geld herzustellen ist leicht – egal, welche Summe und woher es angeblich kommt, die brauchen nur eine Vorlage im Nullpunktfeld zu erstellen, sie energetisch anzureichern und in Ihr Hologramm zu katapultieren. Reichtum, Armut, der Kampf ums liebe Geld und Wohlstand sind nichts als holographische Kreationen unterschiedlicher Vorlagen im Nullpunkt-Feld. Sie alle werden mit derselben Anstrengung und Energie erzeugt. (S. 101)

Kapitel 8 bis 15: Die Reise in die finanzielle Freiheit

Dieser Weg ist ein wirklich anderer als der, der von „Geld-Gurus“ gezeigt wird – und es wird einem bewusst, warum diese Irrwege einen nur in den Täuschungen von Phase 1 gefangen halten. Hierbei wird auch mit dem geläufigen Mythos aufgeräumt, dass Geld Energie sei. Nein:

Der wirkliche Zweck des Geldes ist der, Ihre Wertschätzung für Ihre eigene Person als Schöpfer/in Ihrer Ergebnisse und für alle Ihre Kreationen auszudrücken. (S. 121)

Dieser Weg ist ein PROZESS, das neue Spiel sozusagen. Dazu gibt es vier Werkzeuge:

  • Nr. 1: Wertschätzung ausdrücken (Dankbarkeit)
  • Nr. 2: der große Prozess in 6 Schritten (das Kronjuwel)
  • Nr. 3: der Miniprozess (bei allen Irritationen anzuwenden)
  • Nr. 4: der ermächtigende Wortschatz und Selbstgespräche

Es geht dabei um weit mehr als Geld. Es ist der Prozess, als „Ebenbild“ SCHÖPFER des eigenen Lebens zu werden und seinen Platz in der großen Schöpfung einzunehmen.

Mein Fazit: Das Buch greift auf eigene Art und Weise das spirituelle Hauptproblem des Planten auf: die Selbstzerstörung durch die Macht des Kapitals. Es ist sehr spirituell, obwohl es eine einfache, leicht verständliche Sprache verwendet, ja sogar eine eigene (ideologiefreie) Sprache erfindet. Es kritisiert nichts (weder Kapitalismus noch Egozentrik in spiritueller Verkleidung). Es hilft demjenigen auszubrechen, der noch mitten im Geld-Spiel sich auf der Verliererstraße sieht. Das Buch kommt einer globalen Revolution gleich, wenn Menschen sich aus dem kapitalistischen Geld-Spiel befreien, um ein neues Wirtschaften auf der Basis der Wertschätzung, eine Gesellschaft des Wohlwollens und des Wohlstands aufbauen. Eine Anleitung für den Einzelnen zur WIR-Revolution des ganzen „Menschheits-Spiels“. 

 

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Joubert / Dregger: Ökodörfer weltweit

Untertitel: Lokale Lösungen für globale Probleme

Kaum ein Buch hat mir in den letzte Jahren einen solchen Mut und eine solche Hoffnung gemacht wie dieses. Gerade jetzt, wo wieder Hass geschürt wird, Kriege sich ausbreiten, Völkerwanderung, der Frieden wieder brüchiger denn je ist. Ich habe (aus der Ferne) die alternative Experimente um Dieter Duhm und Sabine Lichtenfels seit der Baumhütte bis Tamera in Portugal mitverfolgt. Inzwischen lebe ich selbst in einem kleinen Bergdorf in den südfranzösischen Cevennen mit dem Ansatz einer Permakultur. Doch ich wusste nicht, dass die Bewegung der Ökodörfer bereits dermaßen vorangeschritten ist.

Das Buch ist zum 20. Jahrestag des Global Ecovillage Networks (GEN), der inzwischen „schätzungsweise 10.000 Gemeinden in mehr als 100 Ländern“ (S. 21) angehören. Es  ist weit mehr als eine „Jubiäumsschrift“. 23 dieser Ökodörfer stellen sich auf jeweils ca. 6 Seiten kurz und knapp vor – und jede Vorstellung enthält eigene Weisheiten aus den Erfahrungen des Aufbaus. Da ist kein Ökodorf eine Kopie eines anderen, nichts „geklont“, sondern alles in seiner Vielfalt und seiner Lösung für globale Probleme einzigartig.

„Netzwerk“ heißt auch Internet, und es zeigt sich in diesem globalen Netzwerk in seiner ganzen Stärke. Es gibt sogar eine „Bibliothek er Lösungen“ , in der gefundene Lösungen für die anderen eingetragen werden und zugegriffen werden kann. Oder eine „Gaia Education“ mit einem großen Curriculum (bis hin zu einer 2-jährigen Master-Ausbildung) für nachhaltiges Wirtschaften für Verantwortliche auf dem ganzen Planeten.

Die vier Dimensionen der Nachhaltigkeit (S. 8 – 11)

Die kulturelle Dimension der Weltsicht, Wert und Verantwortung:

  1. Holistische Weltsicht
  2. Rückverbindung zur Natur und Sinnesöffnung
  3. Erweckung und Transformation des Bewusstseins
  4. Persönliche und planetare Gesundheit
  5. Sozial engagierte Spiritualität

Die ökologische Dimension

  1. Ökologisch bauen und sanieren
  2. Regionale Selbstversorgung
  3. Angemessene Technologie: Wasser
  4. Angemessene Technologie: Energie
  5. Integratives ökologisches Design

Die soziale Dimension

  1. Aufbau von Gemeinschaft, Wertschätzung und Vielfalt
  2. Kommunikation, Unterstützung und Konfliktlösung
  3. Entfaltung des individuellen Potenzials
  4. Das Leben zelebrieren: Kunst und Kreativität
  5. Lokale, regionale und globale Vernetzung

Die ökonomische Dimension

  1. Wandel der globalen Ökonomie zur Nachhaltigkeit
  2. Zukunftsfähige Lebensweisen
  3. Lokale Wirtschaft
  4. Alternative Banken und Währungen
  5. Juristische und finanzielle Projektplanung

Mein Fazit: Das Buch ist farbig gestaltet und sehr schön aufbereitet. Es sind praktische Zukunfts-Visionen einer geheilten Vergangenheit. Ich würde mir wünschen, dass alle jungen Menschen dieses Buch in die Hände bekommen, um zu wissen, dass es eine Alternative gibt, das jeder auf diesem Planeten gebraucht wird und es auf jeden ankommt. Es ist die STILLE IM ZENTRUM des Umbruchs auf dieser Welt. Der Jugend gehört die Zukunft und jeder sollte wissen, wo diese Hoffnung auf eine NEUE ERDE bereits keimt und aufwächst. Das Buch bietet so viele Anregungen (und auch Adressen!) zu den weltweiten Initiativen, das es jeden anspornt, da anzupacken, wo er gerade ist. Es gibt so viele phantastische Abenteuer von Jules Verne bis zu den Star Wars. Dieses Buch berichtet von einem ganz anderen Abenteuer der Menschheit, von Menschen, die aufbrechen, sich und diesen Planeten zu heilen. Einst wird dieses kleine Buch ausgewachsen sein zu einem großen Buch der NEUEN ERDE.

Die Parole kann nur lauten: Lesen! Verschenken! Mitmachen!

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Zohar /Marshall: IQ? EQ? SQ!

Untertitel: Spirituelle Intelligenz – Das unentdeckte Potenzial

Das Buch ist ein unerhörter Tabubruch. So unerhört, dass der deutsche Verlag den Originaltitel völlig verstellt. Geht es doch um „Spirituelles Kapital – Wohlstand für alle“. Der Verlag bringt den Kern des Buches nicht einmal verschämt in die Unterüberschrift. Den Autoren geht es nicht vordergründig um „spirituelle Intelligenz“ (dazu liegt ein anderes Buch von ihnen vor), sondern ausdrücklich um spirituelles Kapital. Sie haben das Konzept der „spirituellen Intelligenz“ längst entfaltet. In diesem Buch geht es im das neue Paradigma des „spirituellen Kapitals“. Die Autoren selbst verstecken sich nicht. Sie schreiben ausdrücklich, dass es ihnen um einen „nachhaltigen Kapitalismus“ geht.

Es liegt Jahre zurück, dass ich selbst gegen das Konzept des „Humankapitals“ heftig polemisiert habe (Unwort des Jahres 2004). Mit der Ökonomisierung unserer Gesellschaft nimmt der „Begriffs-Imperialismus“ überhand. Alles wird im ökonomischen Sinne neu interpretiert und für den „Informations-Kapitalismus“ nutzbar gemacht. Wird jetzt auch die Spiritualität „kapitalisiert“?

Zunächst: Die Autoren haben keine „affine“ (angepasste) Einstellung zu dem bestehenden Kapitalismus, sondern eine kritische. Sie sprechen gar vom „Monster, das sich selbst verschingt“ (Kapitel 1).

Kapitalismus und Wirtschaft, wie wir sie kennen, haben langfristig keine Zukunft mehr, sondern beschränken und behindern die Entwicklung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Kultur im höchsten Maße. (S. 16)

Es geht ihnen um die TRANSORMATION dessen, was ist. Im Buch werden 12 Transformations-Prinzipien entfaltet, um dieses aktuelle System, das kollabieren kann, in ein nachhaltiges System zu transformieren. Einerseits sprechen sie vom „nachhaltigen Kapitalismus“, fragen am Ende des Buches aber auch: „Ist das noch Kapitalismus?“

Das Buch will Menschen Mut machen, ihren Beitrag zur globalen Transformation zu leisten, ihnen die Prinzipien an die Hand zu geben, die für eine globale Rettung des Planeten vor dem Monster-Kapitalismus ermöglicht. Die Autoren bezeichnen diese Menschen als „neue Tempelritter“ und Meister. Eine „kritische Masse“ solcher Menschen in allen Bereichen des Lebens reicht aus, um diese Transformation auszulösen.

Was ist Kapital?

Der hier verwendete Begriff von Kapital ist nicht der von Karl Marx! Bei Marx ist KAPITAL sozusagen „missbrauchtes Geld“, das keinen anderen Sinn hat als „mehr Geld“ zu machen, also Ausbeutung zu steuern. Um es einfach auszudrücken, ist Kapital bei Marx „zur Ausbeutung missbrauchtes Geld“, eine saloppe Formulierung seiner Mehrwerttheorie.

Die Autoren definieren Kapital (verharmlosend, JS) anders: „Geldmenge oder Anzahl materieller Güter …, die wir besitzen. Kapitalismus, wie wir ihn kennen, bedeutet demzufolge Geld und materieller Wohlstand“ (S. 16)

Im Gegensatz dazu meint spirituelles Kapital die Fülle, aus der wir leben können, und einen Wohlstand, der die tiefen Aspekte unseres Lebens berührt. (S. 16)

Um dieses Buch zu verstehen, ist es notwendig, die entscheidende Verbindung zwischen spiritueller Intelligenz, spirituellem Kapital und Nachhaltigkeit zu erkennen. (S. 18)

Die Autoren unterscheiden 3 Arten von Kapital:

  • materielles Kapital gezeugt von rationaler Intelligenz („Was ich denke“)
  • soziales Kapital erzeugt von emotionaler Intelligenz („Was ich fühle“) und
  • spirituelles Kapital erzeugt von spiritueller Intelligenz („Was ich bin“)

Um einen nachhaltigen Kapitalismus zu entwickeln, müssen wir also alle drei Arten von Kapital – materielles, soziales und spirituelles – erwirtschaften (!, JS), indem wir alle drei Intelligenzen anwenden. Das Hauptaugenwerk meines Buches liegt dabei deutlich auf dem spirituellen Element der Gleichung. Keine andere Art von Kapital ist ohne ein zugrundeliegendes Fundament von spirituellem Kapital nachhaltig wirksam. ( Hervorhebung der Autoren, S. 21)

Höhere Motivation

Sehr wichtig ist für das Buch ist die Frage, was uns antreibt, die Frage unserer Motivation. Die Autoren weisen darauf hin, dass die berühmte „Bedürfnishierarchie“ von Maslow sich im Wesentlichen mit Mangelbedürfnissen beschäftigt. Es kommt aber darauf an, die „höheren Motovationen“, die Befürfnisse nach FÜLLE zu entfalten.  Die Autoren stellen eine neue Motivationsskala auf:

Mangelbedürfnisse:

  • Entpersonalisierung (-8)
  • Schuld und Scham (- 7)
  • Gleichgültigkeit (- 6)
  • Verzweiflung (- 5)
  • Angst (- 4)
  • Verlangen (- 3)
  • Wut (- 2)
  • Selbstbehauptung (- 1)

Höhere Bedürfnisse:

  • Forscherdrang (+ 1)
  • Verbundenheit und Kooperation (+ 2)
  • Innere Kraft (+ 3)
  • Meisterschaft (+ 4)
  • Schöpferkraft (+ 5)
  • Höheres Dienen (+ 6)
  • Weltseele (+ 7)
  • Erleuchtung (+8)

Die große Aufgabe ist es, unsere Motivation zu transformieren:

Um eine Verschiebung nach oben zu erreichen, müssen wir ganz bewusst psychische Energie aufbringen, denn eine Veränderung nach unten erfolg dann, wenn eine Situation, ein verborgener Glaube oder ein Wertesystem uns diese Energie entzieht. (S. 106)

Zur Transformation unserer Motivation bedarf es spiritueller Intelligenz.

Die 12 Prinzipien der Transformation

Das Ziel, das ich mit meinem Buch erreichen will, nämlich die Vermehrung des spirituellen Kapitals, ist ein Ziel, das anders ist als alle Ziele zuvor. Es erfordert, dass wir aus unseren höheren und manchmal sogar höchsten Motivationen handeln, und das bedeutet für uns, uns als ganze Menschen zu transformieren. Um dieses neue Ziel zu erreichen, müssen wir neue Methoden entwickeln. Dazu müssen wir die Prinzipien der Transformation kennen, die der spirituellen Intelligenz zugänglich sind. (S. 127)

Diese Prinzipien sind aus den 10 Merkmalen „komplexer adaptiver Systeme“ hergeleitet und erweitert. Diese Prinzipien sind (S. 134):

  • Selbst-Bewusstheit
  • Spontaneität
  • Visions- und wertegeleitet
  • Holismus
  • Mitgefühl
  • Würdigung der Vielfalt
  • Feldunabhängigkeit
  • Tendenz zu Warum-Fragen
  • Kontextualisierung
  • Positiver Umgang mit Misserfolgen/Krisen
  • Demut
  • Berufung

Jedes dieser Eigenschaften wird in der zweiten Hälfte des Buch genauer untersucht.

Was kann ICH tun?

Die Autoren zeigen, dass jeder durch das Anwenden dieser Prinzipien der Transformation einen Betrag zu seiner Transformation zum GANZEN Menschen leisten kann und damit einen Beitrag zur Transformation der GANZEN Menschheit.

Mein Fazit: Das Buch der Autoren lässt mich nachdenklich stimmen: die Transformation des Kapitalismus zu einem „nachhaltigen Weltsystem“, einer „offenen Gesellschaft“ (Popper), das Wohlstand für alle schafft. Diese VISION ist wert, begrifflich gefasst zu werden – und wenn wir zunächst mit gängigen Begriffen operieren müssen. Die Autoren fragen am Ende selbst: „Ist das noch Kapitalismus?“. Wie dem auch sei: einen größeren Spagat zwischen SPIRIT und KAPITAL kann ich mir kaum vorstellen. Wie immer „die Geschichte“ das Buch und das Paradigma des „spirituellen Kapitals“ am Ende bewerten wird, es ist wert gelesen zu werden. Es ist DIE Auseinandersetzung unserer Zeit und eine unerhörter Integrationsversuch von „Gott und Teufel“ (wenn ich mich so schlappsig ausdrücken darf). Was aber wäre, wenn es keine Teufel in Form von Kapital gibt? Vielleicht weist das Buch auf einen neuen Horizont hin, der nur durch einen radikalen Tabubruch für beide Seiten aufzubrechen ist.

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Malcom Gladwell: Tipping Point

Untertitel: Wie kleine Dinge Großes bewirken können

Ich bespreche dieses Buch, weil mich Autoren-Marketing interessiert: Wie kann ein Autor einen Beitrag dazu leisten, dass er über sein veröffentliches Buch wirklich bekannt wird. Genau darum geht es in dem Buch bei den Fallbeispiel der Autorin Rebecca Well, die den „Tipping Point“ erreicht hat, und ihr Buch „Divine Secrets of the Ya-Ya Sisterhood“ zu einem Weltbestseller mit einer Auflage von über 2,5 Millionen Exemplaren. Das Buch wurde auch ins Deutsche übersetzt und es gibt eine Verfilmung des Buches mit Sandra Bullok. Der Autor frag: „Warum erreichte Ya-Ya Sisterhood eine Aufmerksamkeit von epidemischen Ausmaßen? (S. 200)

Eine Verbreitung wie eine Epidemie

Der Tipping Point ist die Biographie einer Idee, und die Idee ist sehr einfach. Sie besagt, dass man die dramatische Wandlung von unbekannten Büchern in Bestseller oder den Anstieg des Rauchens unter Teenagern oder das Phänomen der Mundpropaganda oder eine ganze Anzahl von anderen geheimnisvollen Veränderungen im Alltagsleben am besten versteht, wenn man sie sich als Epidemien vorstellt. Ideen und Produkte und Botschaften und Verhaltensweisen verbreiten isch genauso wie ein Virus. (S. 13)

Diese drei Eigenschaften – zum einen die Ansteckung, zum zweiten die Tatsache, daß kleine Ursachen große Wirkungen haben können, und zum dritten, dass die Veränderung nicht allmählich, sondern in einem dramatischen Moment eintritt – … den dramatischen Moment in einer Epidemie … nennt man Tipping Piont“ (S. 15)

Der Tipping Point ist der Moment der kritischen Masse, die Schwelle, der Hitzegrad, bei dem Wasser zu kochen beginnt. (S. 18) … Die drei Regeln des Tipping Points – das Gesetz der Wenigen, der Verankerungsfaktor, die Macht der Umstände – bietet eine Methode, Epidemien sinnvoll zu erklären. (S. 40)

1. Das Gesetz der Wenigen

Menschen reagieren kaum noch auf die „Massenwerbung“, weil sie intuitiv spüren, dass sie verführt werden. Viel wirkungsvoller sind die wenigen Vertrauenspersonen, die etwas wirklich von Herzen empfehlen. Diese wenigen Schlüsselpersonen (Vermittler, Kenner und Verkäufer)  zu gewinnen, sie „anzustecken“ mit einer Idee, Botschaft ist de erste Schritt, eine „Verkaufsepidemie“ auszulösen.

Ein Kenner ist jemand, der die Probleme anderer Leute lösen will, indem er seine eigenen löst. (S. 80)

2. Das Gesetz der Verankerung

Verankerung heißt, die Botschaft so zu präsentieren, dass es beim Empfänger „unvergesslich“ wird.

Bei Epidemien kommt es auf den Boten an, er verbreitet die Ansteckung. Aber der Inhalt der Botschaft ist ebenso wichtig. und die spezifischen Eigenschaften, die eine Botschaft haben muss, um erfolgreich zu sein, ist ihre Fähigkeit, sich in den Empfängern zu verankern. Ist die Botschaft … einprägsam, gewissermaßen „unvergesslich“? (S. 112)

Hierbei gibt es etwas Verblüffendes, deshalb muss es wirklich getestet werden:

Die Definition der Verankerung … hat etwas an sich, was allen intuitiven Erwartungen zuwiderläuft.  … Es gibt eine Methode, Information so zu verpacken, dass sie unwiderstehlich ist. Man muss sie nur finden. (S. 153 f.)

3. Die Macht der Umstände

Man kann nichts losgelöst von den Umständen betrachten. Es gibt keine Epidemie ohne „Nährboden“.

Wenn wir wollen, dass eine Idee oder eine Haltung oder ein Produkt den Tipping Point erreicht, versuchen wir im Grunde, unser Publikum in irgendeiner Hinsicht zu verändern: wir versuchen, die Menschen anzustecken, sie zu bekehren, ihre Akzeptanz zu gewinnen. … Aber man muss im Kopf behalten, daß kleine Veränderungen im Kontext genauso dazu beitragen können, eine Epidemie auszulösen, auch wenn diese Tatsache einigen unserer fundamentalsten Annahmen über die Natur des Menschen widerspricht. (S. 193)

Die Autorin Rebecca Well fand heraus, dass es eine bestimmte Kultur von Lesergruppen gab, die über Bücher diskutiert haben. Dies war der Nährboden, ihrem Buch wirklich zum Durchbruch zu verhelfen. „Über ein Jahr tat sie nichts anderes und fuhr nonstop durch das Land“ (S. 204), um in diesen Leseclubs ihr Buch vorzustellen und Lesungen zu halten. Sie erkannte dabei die „Regel der 150“: Gruppen bis zu 150 sind die effektivsten. Sie sind groß, doch noch am Rade des Persönlichen.

Wenn wir also wollen, dass Gruppen als Brutkästen für ansteckende Botschaften dienen sollen, dann müssen wir die Gruppen unter einer Mitgliedszahl von 150 halten. … Die Grenze der 150 zu überschreiten ist eine Veränderung, die große Folgen haben kann. (S. 212 f.)

Soweit zur „Macht der Umstände“, z.B. die Größe einer Gruppe.

Das ist das Paradox jeder Epidemie: um ansteckende Bewegungen zu schaffen, muss man zunächst viele kleine Bewegungen schaffen. (S. 222)

Zusammenfassung

Letztlich sind Tipping Points eine Bestätigung eines Potenzials zur Veränderung und der Kraft des intelligenten Handelns. Sehen Sie sich die Welt um sich herum an. Sie mag unbeweglich und unnnachgiebig erscheinen. Sie ist es nicht. Mit dem kleinsten Anstoß kann man sie – wenn man den richtigen Punkt findet – kippen. (S. 297)

Ich finde, das ist eine großartige Botschaft und macht den Wert des Buches aus – weit über „Marketiung-Methoden“ hinaus, dem Auslösen von Quantensprüngen.

Mein Fazit: Autoren können mit einfachen Mitteln Großes bewirken. Es gibt auch für einen Autoren ein eigenes „Guerilla-Marketing“ um sein Buch in Besteller-Listen zu bringen. Der Autor hat diese Gesetzmäßigkeiten untersucht und – natürlich auch für andere Marketing-Bereiche – die Grundregeln erstellt, wie dieser „Umkipp-Punkt“ als „magische Moment“ auszulösen ist, der einen Verkaufserfolg „epidemischen Ausmaßes“ bewirkt. Das Potenzial solcher Veränderungen liegt sicher nicht in der Technik, sondern in der Zeit, für die eine Idee reif ist. Doch es gibt dafür offensichtlich ein „Manifestationspunkt“.

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Frank Schirrmacher: EGO – Das Spiel des Lebens

Ich denke, ich muss mich nicht erst als spirituellen Menschen outen, wenn ich das Buch bespreche. Doch es ist ausdrücklich meine Sichtweise auf das Buch! Die Begriffe „EGO“ und „Spiel des Lebens“ gehören zu den „Haupt-Schlüsselworten“ in einem spirituellen Bewusstsein – und der „segensreiche“ Titel (wenn ich auf den Verlagsnamen „Blessing“ anspielen darf) ist eine Herausforderung. Es ist völlig anders als erwartet. „Ego“ und „Spiel des Lebens“ bekommen plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Und dann hat mich das Buch gepackt, in seinen Bann gezogen und ich habe es in einem durchgelesen – mit einer nächtlichen Schlafpause, die ich dann wirklich auch brauchte. Meine morgendliche Meditation musste ausfallen, ich habe gleich weiter gelesen.
Das Buch hat mich erschüttert, es hat mir Angst gemacht (im Sinne von: die da oben haben mich voll unter Kontrolle und im Griff). Es war die erste Reaktion. Und dann wurde mir schnell bewusst: Es ist MEINE Angst, der Autor spielt nicht mit Ängsten, sondern pro-voziert nur das, was da ist. Meine aufkommende Angst ist nur ein Spiegel meines eigenen Marionetten-Dasein.

Dieses Buch basiert auf einer einzigen These. Sie wird neuerdings wieder verstärkt von einigen Renegaten unter den Ökonomen mit dem Titel „ökonomischer Imperialismus“ diskutiert. Damit ist gemeint, dass die Gedankenmodelle der Ökonomie praktisch alle anderen Sozialwissenschaften erobert haben und sie beherrschen. … In unserer Lebenswelt erleben wir diesen Imperialismus als Ökonomisierung von allem und jedem. (S. 15 f.)

Das „Spiel des Lebens“ ist das Spiel der Finanzoligarchie

Das „Spiel des Lebens“ ist nicht das Göttliche Spiel mit sich selbst im Sinne von Sri Aurobindo: „Was letzten Endes ist Gott? Ein ewiges Kind, das in einem ewigen Garten
ein ewiges Spiel spielt.” Nein, das „Spiel des Lebens“ ist das manipulative Spiel der Finanzmachthaber mit uns.

Die Sozialpsychologie kennt ein merkwürdiges Gesetz: Das Leben jedes einzelnen von uns ist nicht vorhersagbar, doch das Leben einer „Masse“. Die Sozialpsychologie wurde zur „Massenpsychologie“ mit dem Hauptthema: Wie lassen sich Massen steuern?

Und hier hat diese Psychologie ihr Instrument gefunden: die Spieltheorie. Sie basiert auf einer einzigen Hypothese: Jeder handelt als Egoist! „Selbst wenn man nicht mitspielt, wird man ins Spiel hineingezogen: taxiert, quantifiziert, und alles, was man sagt und tut, wird auf den universellen Ego-Trip reduziert.“ (S. 71)

Umgekehrt gelesen heißt das (und das ist die große Lehre des Buches): Je mehr die Menschen zu Egoisten erzogen werden, desto manipulativer sind sie. Mit meinem Nachsatz: Als Egoisten sind wir außengesteuert, als spirituelle Menschen in erster Linie innengesteuert, von unserer inneren Stimme, unserem Gewissen, unserer Seele gesteuert.

Der neue Mensch oder Nummer 2?

Ich werde mir durch das Buch auch meiner eigenen Naivität bewusst. Es lässt sich leicht über den „neuen Menschen“ philosophieren, den „Sprung zur wahren Menschheit“, dabei ist dieser „neue Mensch“ längst unter uns. Schirrmacher nennt ihn „die Nummer zwei“.

Nummer 2 wurde nicht als Monster geboren, sondern als „homo ökonomicus“, eine Hypothese des Menschen zur Simulation des Menschen. … Nummer 2 wettet auf uns und setzt dabei immer öfter unsere Existenz aufs Spiel. Er fängt leider an, ein Monster zu werden. Er ist ein Hominid, ein menschenähnliches Wesen. … In diesem Buch nennen wir ihn „Nummer 2“. Weil er irgendwann anfing, für Nummer 1, den echten Menschen, zu denken und zu handeln. (S. 58)

Denn zu den „Charaktereigenschaften“ von Nummer 2, Egoismus und Profitmaximierung, kommt noch eine dritte hinzu: die pure Angst. (S. 68)

In der geschürten Angst vor Atomkriegen, Kultur- und Glaubenskriegen, Naturkatastrophen, Arbeitslosigkeit und Armut wird im Hintergrund die eigentliche Gefahr für unser Menschsein erschaffen: den an Frankenstein erinnernden „Nummer 2“.

Während wir angestachelt werden gegen den „Fundamentalismus Andersgläubiger“, sind wir selbst Manipulations-Opfer eines „Markt-Fundamentalismus“, fundamentaler sozialer und ökonomischer Kontrolle.

Und welche Rolle spielen „wir Spirituellen“ in diesem Spiel?

Solange wir dieses Spiel nicht durchschauen, uns dessen nicht bewusst sind, sind wir selbst Marionetten in diesem Spiel! Das ist mein eigentlicher Schock beim Lesen des Buches. Unsere „Spiritualität“ ist Teil des Spiels, wenn sie nicht mehr als eine „Spiritualisierung des Egos“ ist. Wir lassen uns missbrauchen, wenn wir uns dessen nicht bewusst sind.

Es gibt viele Kritiken an THE SECRET, auch und gerade aus spiritueller Sicht. Es wird dabei nicht grundsätzlich in Frage gestellt, sondern „ergänzt“. Die Kritik an „The Secret“ von Schirrmacher geht viel tiefer:

Alles ist möglich, alles ist grenzenlos. Die Verheißung ist das seelische Gegenstück zur Globalisierung (S. 207)

THE SECRET ist „die Gebrauchsanleitung für das Spiel des Lebens“ … mit dem teuflischen Pferdefuß: „Alles ist möglich, nur nicht für dich.“ (S. 208)

Viele Menschen mühen sich ihr Leben lang ab und verstehen einfach nicht, warum ES nicht funktioniert. Warum für sie nicht gilt, was man allen versprochen hat. Sie erleben sich als ein Experiment, das permanent missglückt. (S. 233)

Der ganze zweite Teil des Buches „Die Optimierung des Menschen“ ist vollgespickt mit „spirituellen Sprüchen“ und ihrer Entlarvung im Dienste des großen Spiels der Manipulatoren: „The Secret“ (der Allmachtswahn der Ohnmächtigen), „Erfolg“ („Gott will, dass du reich bist, warum bist du es nicht?“), „Alchemisten“ (die Rückkehr der Magie, die Alchemie der Ökonomen), „Verwandlung der Seele“ (die Metamorphose der Seele zum Ego), „Deth Dating“ (schöpferische Zerstörung, alles zerstören, nichts mehr bewahren), „Reenergiering“ (ALLES an Wert „transmutiert“ in Geld), „Du“ (die digitale Nr.2 in mir, mit dem ich im Krieg bin), „Massenwahn“ (lebenslanges Lernen = lebenslange Manipulation, ständig „sich neu erfinden“), „Ego“ (die Marionetten töten!)

Es überkommt mir wirklich SCHAM, weill ich selbst einen Beitrag dazu geleistet habe, diese spirituelle Droge „Alles ist gut, so wie es ist“, mit verbreitet zu haben. Gleichzeitig weiß ich, dass es in mir immer auch eine Widerstand dagegen gab: Meine Diplomarbeit in meinem zweiten Pädagogik-Studium richtete sich ausdrücklich gegen den Einzug des „Humankapitals“ in die Pädagogik, die Vereinnahmung der Pädagogik durch die Ökonomie.

Ich habe beide Seelen in meiner Brust: das Affirmative und den Widerstand. Es ist mir noch nie so bewusst geworden wie nach dem Lesen dieses Buches. Danke, Frank Schirrmacher.

Wie politisch ist die Spiritualität?

Ich war früher „ein politischer Mensch“, gehörte selbst zu den 68ern. Mit meiner „Spiritualisierung“ bin ich selbst für mich erschreckend unpolitisch geworden. Doch nichts ist politischer als das Unpolitische. Ich ahne, was da in mir vorging. Wenn wir keine „politische Spiritualität“ entwickeln, die die Falschmünzer aus dem Tempel jagt, sind wir verloren. Die TROJANER, die sich unserer Seele bemächtigen wollen, singen mit Engelszungen. Wer hat Angst vor dem Schwarzen Buch? Auch Spiritualität kann eine Sucht sei. Wer sich davon heilen mag, dem möchte ich dieses Buch ans Herz legen. Es kann unsere „Wir-haben-uns-alle lieb-Weltanschauung“ erschüttern. Doch was ist Spiritualität, wenn nicht erschütternd?! Spiritualität soll uns nicht in Trance versetzen, sondern aufwecken. IN diesem Sinne ist Frank Schrirrmachers Buch ein überaus spirituelles Buch, ein SEGEN.

Mein Fazit: Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der noch bereit ist, sich erschüttern zu lassen, der bereit ist, nicht wegzuschauen, der bereit ist, sich komplett in Frage zu stellen – als Opfer oder als Täter im globalen Manipulations-System.
Die Herausforderung ist unser Menschsein – und da spielen politische Einstellungen, gesellschaftliche Positionen, „Klassen-Bewusstsein“ keine Rolle mehr: Wer bist du als Mensch? Was lässt du geschehen? Welchen Beitrag leistest du für das Erwachen der Menschheit zum globalen Humanismus? Es gefällt mir, dass hier jeder „sein Fett wegbekommt“, auch die Spirituellen. Am Ende zähl nicht das, was man sich einbildet, sondern nur der Beitrag, den man faktisch für eine „bessere Welt“ leistet. Wer sich durch dieses Buch nicht nicht erschüttern lässt, ist schon verloren. Frank Schirrmacher, Sie haben mich erschüttert – auch mit Ihrem viel zu frühen Tod.

T. Harv Eker: So denken Millionäre

Es gibt sicher kein so dankbares Gebiet des Mental-Trainings wie das Thema finanzieller Wohlstand. Reichtum ist Einstellungssache und etwas für den KOPF.
T. Harv Eker ist hier ein Meister des Mental-Trainings.

Ihr Denken zu schulen und zu handhaben ist die wichtigste Fähigkeit, die Sie jemals besitzen können … (S. 245)

Wenn Sie nicht wirklich reich und wirklich glücklich sind, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie noch eine ganze Menge über Geld, Erfolg und das Leben lernen müssen. (S. 251)

Und dafür ist das Buch „So denken Millionäre“ genau das richtige Lehrbuch.

Meine Mission ist es, Menschen zu schulen und zu inspirieren, in ihrem „Höheren Selbst“ zu leben, gegründet auf Mut, Sinngebung und Freude, im Gegensatz zu Furcht, Bedürftigkeit und Zwang. (S. 267)

Der Autor schreibt aus dieser HÖHEREN PERRSPEKTIVE. Man könnte auch sagen: Es ist ein spirituelles Buch, ohne dass es an allen Ecken und Enden ausposaunt wird. Wenn wir Meister(in) unsere Lebens werden, so geht es nicht nur um Seele, Gesundheit, Partnerschaft, sondern auch darum, einen BEITRAG für den Wohl-Stand der Menschheit zu leisten. Und das setzt eigenen (inneren wie äußeren) Wohlstand voraus.

Das Ziel, reich zu werden, soll Ihnen vielmehr dabei helfen, sich selbst zum bestmöglichen Menschen zu entwickeln, der Sie sein können. (S. 257)

Das Buch untergliedert sich in zwei Teile:

  1. Das Aufdecken des (unbewussten) finanziellen Verhaltenmusters
    und ihrer Neuprogrammierung (der Prozess der Manifestation)
  2. Das Löschen (Verlernen) von „Armutsdateien“ und
    Ersetzen von Vermögensdateien

Im 1. Teil zeigt T. Harv Eker wie sich Veränderungsprozesse, Neuprogrammierungen unseres Gehirns (Manifestationen) grundsätzlich vollziehen.

Der normale Manifestationsprozess ist:
Gedanken > Gefühle > Handlungen > Ergebnisse

Wenn aber Misserfolgsgedanken zu Misserfolgen führen, dann sind die Gedanken neu zu programmieren und der neue Manifestationsprozess ist:
Programmierung > Gedanken > Gefühle > Handlung > Ergebnis

Der Autor gibt uns die Werkzeuge der Neuprogrammierung der Gedanken an die Hand, nämlich über

  • Bewusstsein (sich über alte Muster bewusst werden)
  • Verständnis (ihren damaligen Sinn verstehen)
  • Dissoziation (die Identifikation mit dem alten Muster beenden) und
  • Deklaration (das NEUE bewusst als Schöpfungs-Absicht laut deklarieren).

Der Autor arbeitet nicht mehr (wie es im Mental-Training üblich ist) mit Affirmationen, sondern mit Deklarationen. (Erklärung S. 29)

Im ersten Teil zeigt der Autor, wie diese Umprogrammierung der alten Verhaltensmuster in den Bereichen Glaubenssätze (verbale Propgrammierung), Vorbilder und einzelne Ereignisse funktioniert.

Im 2. Teil zeigt T. Harv Eker an 17 Punkten auf, wie sich „Armutsdateien“ bei den meisten Menschen von den „Vermögensdateien“ bei reichen Menschen unterscheidet. Ich führe diese Unterscheidungen gerne auf:

  1. Reiche Menschen glauben: „Ich gestalte mein Leben selbst.“
    Arme Menschen glauben: „Leben ist etwas, das mir zustößt.“
  2. Reiche Menschen befassen sich mit Geld, um zu gewinnen.
    Arme Menschen befassen sich mit Geld, um nicht zu verlieren.
  3. Reiche Menschen sind ganz und gar dem Reichtum verpflichtet.
    Armen Menschen möchten lediglich reich sein.
  4. Reiche Menschen denken im großen Maßstab.
    Arme Menschen denken in kleinem Maßstab.
  5. Reiche Menschen konzentrieren sich auf Chancen.
    Arme Menschen konzentrieren sich auf Hindernisse.
  6. Reiche Menschen bewundern andere reiche und erfolgreiche Menschen.
    Arme Menschen grollen reichen und erfolgreichen Menschen.
  7. Reiche Menschen verkehren mit positiven, erfolgreichen Menschen.
    Arme Menschen verkehren mit negativen oder erfolglosen Menschen.
  8. Reiche Menschen sind bereit, für sich selbst und ihren Wert zu werben.
    Arme Menschen denken schlecht über Werbung und Verkauf.
  9. Reiche Menschen beherrschen ihre Probleme.
    Arme Menschen werden von ihren Problemen beherrscht.
  10. Reiche Menschen sind ausgezeichnete Empfänger.
    Arme Menschen sind schlechte Empfänger.
  11. Reiche Menschen wählen ihre Bezahlung basierend auf ihren Ergebnissen.
    Arme Menschen wählen ihre Bezahlung basierend auf Zeit.
  12. Reich Menschen denken „beides“.
    Arme Menschen denken „entweder/oder“.
  13. Reiche Menschen konzentrieren sich auf ihr Nettovermögen.
    Arme Menschen konzentrieren sich auf ihr Arbeitseinkommen.
  14. Reiche Menschen gehen gut mit ihrem Geld um.
    Arme Menschen gehen schlecht mit ihrem Geld um.
  15. Reiche Menschen sorgen dafür, dass ihr Geld hart für sie arbeitet.
    Arme Menschen arbeiten hart für ihr Geld.
  16. Reiche Menschen handel trotz ihrer Furcht.
    Arme Menschen lassen zu, dass ihre Furcht sie aufhält.
  17. Reiche Menschen lernen und wachsen ständig.
    Arme Menschen glauben, dass sie bereits alles wissen.

Der Autor zeigt selbstverständlich auf, durch welche Deklarationen und Maßnahmen diese „Armutsdateien“ in Vermögenddateien umprogrammiert werden.

Eine weitere Erneuerung des Mental-Trainings findet sich am Ende des Buches. T. Harv Eker spricht nicht mehr vom „Positiven Denken“, sondern vom „Power-Denken“ (S. 247).

Mein Fazit: Das Buch von T. Harv Eker ist ein wirkliches Lehrbuch des Lebens, der Weg aus dem Mangeldenken ins Fülle-Bewusstsein. Und das über ganz einfache, konkrete Schritte. Es ist auch ein Stück Heilung esoterischen Selbstbetrugs im Umgang mit Geld und Reichtum. Beten alleine hilft nicht. „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.“ – ein Selbsthilfebuch bester Art!

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Hans Jecklin: Wirtschaft – wozu?

Hans Jecklin, selbst Jahrzehnte erfolgreicher Unternehmer einer Schweizer Musikladenkette, hat seine unternehmerischen Erfahrungen in einem Buch zusammen gefasst, das in die Hände jedes Menschen gehört, der sich über den Sinn des Wirtschaftens Gedanken machen möchte: sei es als Unternehmer, Führungskraft, Selbstständiger, aber auch als Konsument, der diese Art des Mangel-Wirtschaftens am Laufen hält und nicht einfach nur Opfer ist.

Das Buch ist wahrhaft visionär – und seine Botschaft wird immer dringender: Wir müssen eine Antwort auf die Frage finden, wozu wir wirtschaften wollen. Lassen wir den „Sachzwängen“ weiterhin freien Lauf, haben wir als Menschheit bald abgewirtschaftet.
Hans Jecklins Buch macht uns bewusst, dass unser ganzes (globales) Wirtschaften auf nichts anderem als Angst und Mangel beruht! Die Ökonomen definieren ihr eigenes Handwerk sogar selbst als „Verwalten von Knappheit und Mangel“. Doch gerade diese Weltanschauung bringt eine Wirtschaft hervor, die von Bedürftigkeit und Ausbeutung geprägt ist. Die einen nehmen möglichst viel, die anderen haben kaum genug zum würdigen Leben. Und die Schere geht weiter und weiter auseinander.

Hans Jecklins Vision ist ein Wirtschaften aus Liebe und Fülle. Das mag sehr romantisch klingen, ist aber ein Lebensprinzip, das Erfolgsprinzip der Evolution selbst. Je mehr unser Wirtschaften sich an diesen Evolutions-Prinzipien orientiert, desto eher realisieren wir die Vision einer Wirtschaft, deren Gewinn auf dem Wohlergehen der menschlichen Gemeinschaft und der Umwelt beruht: ein Wirtschaften für ALLER Wohlergehen und ALLER Wohlstand! Mal ehrlich: Wozu sollte Wirtschaft denn sonst da sein?!

Hans Jecklin hat dies in seinem eigenen Unternehmen im Kleinen erfolgreich praktiziert und beschreibt sehr einfühlsam notwendige Schritte einer Führungskraft, damit Liebe, Demut und Gnade sich auch im Wirtschaften manifestieren. Nach diesem Buch gibt es keine Ausreden mehr: Bist du ein Teil des globalen Problems oder ein Teil der globalen Lösung?

Mein Fazit: Eines der dringendsten Fragen zur Lösung der globalen Probleme ist, zu welchem ZWECK wir wirtschaften. Die Antwort kann nur lauten: Wohlstand für alle, wohlgemerkt: ALLE auf dem Planeten. Jeder von uns kann seinen Beitrag leisten, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

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Wirtschaft wozu?: Abschied vom Mangel