Deepak Chopra: Mit Kindern glücklich leben

Untertitel: Die sieben geistigen Gesetze für Eltern

Wie lange hat es gedauert, bis wir als Erwachsene mit den geistigen Gesetzen (oder Schicksalsgesetzen wie Ruediger Dahlke sie nennt) vertraut geworden sind. Und war wäre, wenn unsere Kinder und Enkel dies schon früh lernten?
Deepak Chopra, der Autor von „Sieben geistige Gesetze des Erfolgs“ hat einen Leitfaden für Eltern geschrieben, der sich dem Ziel widmet, Eltern ein Rüstzeug zu geben, „um ihre Kinder mit einem echten Verständnis dafür, wie Natur und Bewusstsein ‚funktionieren‘ heranwachsen zu lassen.“ (S. 12)

Das Buch ist leider nur noch antiquarisch zu erhalten.

Das Programm des Autors in seinen Worten:

In unserer Zeit der Gewalt und der Verwirrung ist es notwendiger denn je, daß Eltern ihren Kindern als spirituelle Lehrer zur Seite stehen …
Wenn eine ‚kritische Masse‘ unserer Kinder dazu erzogen wird, nach den sieben geistigen Gesetzen zu leben, wird sich unsere gesamte Gesellschaft verwandeln …
Wir sind es der Welt schuldig, so glaube ich, dafür zu sorgen, daß so wiele Kinder wie möglich in Kenntnis der spirituellen Realität aufwachsen.
(S. 14 f.)

Erster Teil: Wurzeln und Flügel

Zunächst geht es dem Autor wieder um die spirituelle Dimension des Erfolgs und weist darauf hin, „daß jedem Baby der Erfolg angeboren ist. … Es entspricht unserem inneren Wesen, mit Freude auf das Leben zu reagieren“ (S. 20) Der bewusste Umgang mit Erfolg ist also nicht erst für Erwachsene wichtig, sondern von Kindesbeinen an.

Wenn wir unser Leben an diesen Regeln ausrichten, befinden wir uns in Harmonie mit der Natur. Jede andere Lebensweise bringt Streß und Kampf mit sich. (S. 21)

In einer vollkommenen Welt könnte man in einem einzigen Satz zusammenfassen, was Elternschaft bedeutet: nichts als Liebe zeigen, nichts als Liebe sein. (S. 31)

Deepak Chopra bespricht die verschiedenen Phasen der Kindheit und wie Erwachsene von diesen spirituellen Wesen auch lernen können. Es sind einfache Worte, die eine so tiefe Wahrheit haben wie:

Ein Kleinkind ist pures geistiges Gold. Wenn wir die Unschuld unserer Kinder liebevoll hegen und pflegen, finden wir auch den Weg zu unserer eigenen Unschuld wieder. (S. 32)

Die Unschuld macht Kinder zu strengen Lehrern der Wahrheit und der Liebe. (S. 44)

Woran erkennen Eltern, ob sie selbst als spirituelle Lehrer den Kindern gegenüber erfolgreich sind?

Am einfachsten läßt es sich daran ablesen, ob Ihre Kinder Inspiration und Enthusiasmus zeigen. Inspiration, Enthusiasmus und Freude sind spirituelle Qualitäten, ohne die geistiges Leben in keinem Alter möglich ist. (S. 47)

Zweiter Teil: Die sieben spirituellen Gesetze leben

Im zweiten Teil des Buches geht es darum, ein tägliches Programm für die Kinder zu entwickeln, die geistigen Gesetze zu lernen. Jedem Tag ist ein anderes Gesetz gewidmet.

  • Es beginnt mit dem Sonntag, dem „Tag der absoluten Möglichkeit“, das Programm der Grenzenlosigkeit und Überwindung aller Grenzen
  • Der Montag ist der „Tag des Gebens“, der natürlichen Energie des Überflusses.
  • Dienstag ist der „Tag des Karma“, also der Tag an dem die Kinder lernen, dass jede Entscheidung ihre Zukunft verändert.
  • Am Mittwoch ist der „Tag des geringsten Aufwandes“, keinen Widerstand zu leisten, sondern sich der Strömung anzupassen.
  • Donnerstag ist der „Tag von Absicht und Wunsch“, bei dem die Kinder lernen, dass sie mit jedem Wunsch ein Samenkorn einpflanzen.
  • Am Freitag ist der „Tag des Loslassens“, an dem die Kinder lernen, die Lebensreise zu genießen.
  • Samstag ist der „Tag des ‚Dharma'“, der Tag der Bestimmung und des Lebenssinns.

Das ist natürlich nicht als das Programm für eine Woche misszuverstehen, sondern ein immer zu wiederholendes und zu vertiefendes Programm, das an einzelnen Tagen einen thematischen Schwerpunkt findet.

Unschuld – die Quelle der Liebe

Das Nachwort des Buches sind die schönsten Seiten. Unsere Kinder (und wir selbst!) sind nicht in Sünde geboren, sondern in Unschuld. Unschuld ist unser Wesen.

Es gibt etwas, das tiefer reicht als die die Liebe und auf das es entscheidend ankommt, nämlich die Unschuld. Unschuld ist die Quelle der Liebe. …
Unschuld ist Offenheit. …
Unschuld ist das Wissen, daß wir Kinder zwar führen, aber niemals kontrollieren können. (S. 153)

Wir können unseren Kindern helfen, die grundlegende Bedeutung ihrer Seele zu erkennen, aber für ihre Reise verantwortlich sind wir nicht. (S. 154)

Unschuld ist das Wissen, daß unsere Kinder uns gehören und doch nicht gehören. (S. 155)

In diesen kostbaren Augenblicken spüre ich das Band der Unschuld, das stärker ist als die Liebe, weil es die Liebe durchdringt und über sie hinaus geht. Eine Familie ist mehr als ein privater Verein mit seinen privaten Triumphen und Fehlschlägen – sie ist eine Gemeinschaft der Seelen. (S. 157)

Was wir als Eltern unseren Kindern vermitteln, unterscheidet sich nicht von dem, was wir uns selbst beibrigen müssen.
Sorgen Sie dafür, daß die Unschuld nicht versiegt. Nur darauf kommt es an. (S. 158)

Mein Fazit: Ein ganz besonderer Chopra! Es geht dabei um mehr, als ein „pädagogisches Programm“, Kindern die geistigen Gesetze nahe zu bringen.

Es hat etwas ganz besonderes, hier einen spirituellen Lehrer zu erfahren, der selbst Vater ist und dem es ein Anliegen ist, seine eigenen Lehre für Kinder erlebbar zu machen. Das ist für mich sehr berührend. Ich liebe dieses Buch sehr und die ganze Vision, unsere oft nur mühsam erworbenen geistigen Erkenntnisse an unsere Kinder und Kindeskinder weiter zu geben. Mögen sie Ihr Dasein auf dem Weg des Glücks erfüllen.

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Mit Kindern glücklich leben: Die sieben geistigen Gesetze für Eltern

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