Dr. Joe Dispenza: Ein neues Ich

Untertitel: Wie Sie Ihre gewohnte Persönlichkeit in vier Wochen wandeln können

Das Buch versteht sich als Praxisbuch zu seinem ersten großen Werk „Schöpfer der Wirklichkeit“. Es geht wieder um ein „realistisches, funktionierendes Modell persönlicher Transformation“ (S. 17).
„Wenn Sie intellektuell angelernte Informationen als Philosophie hernehmen und dieses Wissen so oft in ihr Leben einfließen lassen, bis Sie es zur Meisterschaft bringen, dann entwickeln Sie sich vom Philosophen zum Wissenden und schließlich zum Meister.“ (ebenda)

Der Ansatz des Autoren liegt in der „Neuroplastizität des Gehirns“: Der Geist kann das Gehirn neu verdrahten und so kann durch ein gezieltes Training eine neue Persönlichkeit entstehen. Zentral für diesen Prozess ist eine entmystifizierte Meditation.

Das Buch hat 3 Teile:

  1. „Die Wissenschaft vom Ich“
    Dieser Teil trägt wissenschaftliche und philosophische Paradigmen der neuesten Forschung zusammern, natürlich angefangen bei der Quantenphysik.
  2. „Gehirn und Meditation“
    Der Autor „entmystifiziert“ die Meditation als spirituelle Methode und bringt sie mit dem vielleicht umfassenderen Begriff der KOHÄRENZ zusammen.
  3. „Auf dem Weg zu Ihrer neuen Bestimmung“
    Jeder hat eine Bestimmung in der Schöpfung. Diesen Platz einzunehmen ist der Weg zur Meisterschaft des Lebens.

Ich möchte mich hier vor allem dem 4-Wochen-Programm des 3. Teils widmen.

7 Schritte auf dem Weg zur neuen Bestimmung

Erste Woche: Die Tür zum Schöpferzustand öffnen

Schritt 1: „Induktion“ (S. 287 – 292)

Die Technik der Induktion (Übungszeit ca. 20 Minuten) besteht darin „präsent zu bleiben“, sich dem Alpha-Zustand zu nähern. „Dann üben Sie sich in Hingabe, bleiben präsent und bringen sich selbst so viel Liebe entgegen, dass Sie diesen Prozess durchlaufen können.“ (S. 287)

Zweite Woche: Das alte Ich zurückbilden

Schritt 2: Erkennen (S. 293 – 301)

Es geht zunächst darum, möglichst genau das Problem zu identifizieren. „Um ein Problem beheben zu können, muss man als Erstes verstehen, was derzeit nicht in Ordnung ist.2 (S. 293) Am besten geschieht dies in der Distanz des Lebensrückblicks.

Schritt 3: Eingestehen und Bekennen (S. 302 – 308)

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist dieser Schritt ein Schritt der Selbstvergebung und Selbstliebe: „Durch das laut ausgesprochene Bekenntnis der Wahrheit über sich selbst lösen Sie die emotionalen Fesseln, Vereinbarungen, Abhängigkeiten, Verhaftungen, Bedingungen und Süchte an all diese äußeren Auslösereize in Ihrem Leben.“ (S. 306)

Schritt 4: Hingeben (S. 309 – 315)

Das Ego kann seine Probleme nicht wirklich transformieren, höchstens verschieben. Sich hingeben löst die Kontroll-Sucht des Ego. „Wahre Hingabe bedeutet: Loslassen der Ego-Kontrolle … (S. 310). Dabei geht es um die Entwicklung von Wahrhaftigkeit, Demut, Ehrlichkeit, Sicherheit, Klarheit, Leidenschaft und Vertrauen.

Dritte Woche: Erinnerungen an das alte Ich abbauen

Schritt 5: Beobachten und Erinnern (S. 316 – 323)

Es geht um das Bewusstwerden der alten Programme, um sie dann auflösen zu können. „Beim Betrachten und Nachsinnen über ihr altes Ich wird Ihnen klar, wer Sie nicht mehr sein wollen.“ (S. 317)

Schritt 6: Neuausrichten (S. 323 – 329)

Bei einem transformatorischen Verwandlungsprozess geht es darum, bewusst zu bleiben und nicht wieder in Unbewusstheit alter Programme zu verfallen. Es geht immer darum, sich bewusst zu bleiben und lauf auszusprechen: „Verändere dich!“

Vierte Woche: Einen neuen Geist für eine neue Zukunft erschaffen

Schritt 7: Erschaffen und Einüben (S. 330 – 349)

Bisher wurden die alten synaptischen Verbindungen des Gehirns abgebaut, jetzt gilt es, die neuen aufzubauen. „Jetzt geht es darum, neue Verbindungen sprießen zu lassen, damit der neue Geist, den Sie erschaffen, zur Plattform Ihres neuen zukünftigen Ich werden kann.“ (S. 331)
Dies ist der Zeitpunkt, sich eine neue Bestimmung zu erschaffen.  

Als Höhepunkt des Eintritts in die Selbstbestimmung:

Wenn Sie sich erst einmal mit der Quelle des Bewusstseins verbunden und davon getrunken haben, werden Sie wohl ein echtes Paradoxon erleben. Sie können ein solches Gefühl persönlicher Ganzheit genießen, dass Sie kaum mehr etwas wünschen. Diese Dichotomie wahr für mich ein wahrhafter Schritt der Bewusstwerdung und Erkenntnis. (S. 356)

Mein Fazit: Wir sind schon seit Jahrzehnten in einem Prozess, Wissenschaft und Spiritualität zu verbinden. Gerade die Wissenschaft des Gehirns schreitet immer weiter voran, so dass die spirituelle Praxis der Meditation immer mehr auch aus dieser Sicht verstanden wird und „entmystifiziert“ werden kann. Man braucht keine „Einweihung im Himalaja“, um meditieren zu können. Das kann jedes Tier und jedes Kind. Doch es gilt, in diesen „Zustand des NICHTS“ zu kommen, um aus dieser Quelle schöpfen zu können. Hierzu ist es wichtig, die MEDITATION neu zu erfinden. Der Autor ist ein Vorreiter für diesen Schritt der globalen Transformation: Gehirn – Meditation – transformative Wandlung. Das Buch selbst fokussiert sich noch vor allem auf den Prozess, das alte Ich zurückzubilden, um Platz für neue Kreativität zu schaffen.


Ein neues Ich: Wie Sie Ihre gewohnte Persönlichkeit in vier Wochen wandeln können (Klick)

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