Dr. Kelly A. Turner: 9 Wege in ein krebsfreies Leben

Untertitel: Wahre Geschichten von geheilten Menschen

Kann ein Buch ein Medikament sein? Ich glaube: Ja! Und wenn es eines Beweises noch beduft hätte: Dieses Buch ist ein mutmachendes Heilmittel. Es macht viel, viel Hoffnung. Und wenn Hoffnung den Lebensmut stärkt, dann trägt das Buch dazu bei, die Richtung bei einer Krebserkrankung neu auf einen unbedingten Lebenswillen auszurichten. Viele Krebspatienten erleben diese Hoffnung von ihren Ärzten nicht, wieder geheilt werden zu können. Sie werden bestenfalls aufgefordert, abzuwarten, ob sich der Krebs wieder zeige. Dieses ängstliche „Abwarten“ über Jahre und Alleingelassen-Werden ist oft vielleicht schlimmer als die Krebs-Diagnose selbst. Dabei will die Autorin keinesfalls falsche Hoffnungen wecken. Das Buch kann keine Heilung versprechen (das liegt nicht in der Macht eines Buches). Doch das „Thema Radikalremission totzuschweigen hat allerdings weitaus schlimmere Folgen als falsche Hoffnungen zu wecken: Es werden keine ernst zu nehmenden Forschungen durchgeführt und keine Erkenntnisse aus diesen erstaunlichen Geschichten der Heilung gewonnen.“ (S. 18)

Es gibt offensichtlich Menschen, für die Krebs kein Schicksal ist, sondern eine dramatische Herausforderung, das bisherige Leben radikal zu verändern. Für diese Menschen ist das Buch geschrieben und ein Heilmittel, ein Wegweiser für die Reise.

Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Wenn du die Richtung nicht änderst, dann wirst du da landen, worauf du dich zubewegst.“  Jede Diagnose Krebs führt das Drama des anstehenden Kampfes zwischen Leben und Tod vor Augen. Es geht um’s Ganze, halbe Sachen, Halbherzigkeit lässt die Krankheit nicht mehr zu.

Es ist für viele ein WECKRUF: Verändere nachhaltig die Richtung in deinem Leben!

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So sah Sahra sich nicht als Opfer ihres Krebses und machte Gott zu ihrem Oberarzt:

Ich erkannte, dass meine Krebserkrankung ein Weckruf war, dass mein Krebs und der damit verbundene Schmerz Teil einer für mich vorgesehenen Reise war. Wenn man mir sagte, dass ich Krebs habe, dass ich weniger als fünf Jahre zu leben habe, dass mein Krebs nicht auf die Behandlung anspreche, konnte ich mich aufrecht hinstellen und fragen: „Wer sagt das? Das kaufe ich Ihnen nicht ab. Ich werde das nicht einfach hinnehmen und darunter leiden. Ich habe genug Kraft, genug Disziplin und ausreichend Gründe, um zu leben. Mit Gottes Hilfe finde ich einen Weg. Ich betrachte das alles als Weckruf. ein Weckruf, der meine Aufmerksamkeit auf etwas Neues richten soll. Ich muss nicht sterben. Ich muss einfach nur dem Ruf folgen.“ (S. 183)

Sahra hat sich aus dem Opfersein befreit und ist aus einer „guten Patientin“ zu einer willensstarken Selbstheilerin geworden. Die Autorin weist darauf hin, wie fatal das Wort Patient selbst ist: Das lateinische Wort pati heißt sowohl „leiden“ wie auch „unterwerfen“. „Gute Patienten“ unterwerfen sich den Anordnungen des Arztes und gehen den Weg des Leidens.

„Anstrengende“ Patienten sind solche, die viele Fragen stellen, selbst recherchieren oder – schlimmstenfalls – die Anordnungen ihrer Ärzte infrage stellen. …
Erkrankte, die eine Radikalremission erfahren haben, sehen die Heilung aus einem anderen Blickwinkel. Für sie ist es nicht nur gut, die Kontrolle über den Heilungsprozess zu übernehmen, sondern sogar wesentlich. (S. 51)

Apropos „Radikalremission“: Die Autorin verwendet diesen Begriff und nicht den gebräuchlicheren der „Spontanremission“. Jenny drückt es in einem Interview so aus:

Auf dem Papier steht „Spontanremission“. Allerdings glaube ich keineswegs daran, dass meine Remission spontan war, also vom Nichtstun kam. (S. 132)

Alle in dem Buch angeführten Menschen und die Geschichte ihrer Heilung haben einen sehr heldenhaften Kampf gegen ihre Krankheit – oder besser: für ein neues Leben geführt. Kathryn sagt es ganz deutlich:

Nach meiner Philosophie ist der einzige Zweck, den eine Krebserkrankung erfüllen kann, dass Menschen sich selbst erkennen. Alle Menschen, die ich kenne und die ebenfalls eine Krebserkrankung durchstehen mussten, haben die Kontrolle über ihr Leben selbst in die Hand genommen und sich dafür entschieden, authentisch und echt im Umgang mit sich selbst zu sein. Keiner hat gedacht, der Arzt würde ihn schon heilen. Menschen, die so denken, überleben nicht. Ich glaube, dass es weniger an den Behandlungsmethoden liegt, die man wählt, sondern vielmehr an der Tatsache, dass man mit sich selbst im Reinen ist. Und das geschieht auf einer sehr spirituellen Ebene. (S. 213 f.)

Viele sehen den Weg der Heilung als eine „Reise“, die große Heldenreise ihres Lebens.

Die neun Hauptfaktoren der Heilung


 

In ihrer Untersuchung hat die Autorin 75 Heilungsfaktoren bei Radikalremission ermittelt. Dabei haben sich neun als ausschlaggebend herausgestellt:

  • die Ernährung radikal umstellen
  • die Kontrolle über die Gesundheit übernehmen
  • der eigenen Intuition folgen
  • Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel einnehmen
  • unterdrückte Emotionen loslassen
  • positive Emotionen verstärken
  • soziale Unterstützung zulassen
  • die spirituelle Verbindung vertiefen
  • starke Gründe für das Leben haben

Jedem dieser neun Faktoren ist ein ganzes Kapitel des Buches gewidmet (eben, die 9 Wege in ein krebsfreies Leben). Die Autorin erklärt in der Einleitung den jeweiligen Heilungsfaktor und beschreibt dann die Heilungsgeschichte eines oder zweier Menschen, für die dieser Faktor ausschlaggebend war. Am Ende gibt sie Empfehlungen zu den einzelnen Faktoren.

Die Geschichten sind sehr ergreifend – und könnten unterschiedlicher gar nicht sein. Es wird deutlich, dass Krebs nicht EINE Krankheit ist – und es möglicherweise auch nie EIN Heilmittel geben wird. Das, was wir „Krebs“ nennen, ist für jeden Menschen so einmalig, wie jeder Mensch selbst einzigartig ist. Manche der alternativen Krebsheiler vermeiden bewusst das Wort „Krebs“ und sprechen nur von „Störung“. Jeder muss seinen eigenen Weg der Heilung finden und seiner Intuition folgen. Der Körper weiß am besten, was er zu seiner Heilung braucht. Es gibt einen „inneren Arzt“ oder „Gott als Oberarzt“, wie Sahra sich ausdrückt. Doch es gibt klar zu benennende Faktoren, die offensichtlich die Heilung befördern. Dies so klar und wissenschaftlich untermauert herauszustellen, ist ein großes Verdienst des Buches. (Es bezieht sich im Anhang auf über 100 wissenschaftliche Studien.)

Die Autorin kämpft nicht gegen etwas, nicht gegen Schulmedizin, nicht gegen Krebs. Ihre Grund-Einstellung ist PRO. Es geht darum, endlich die vielen Radikalremissionen wissenschaftlich zu untersuchen (es ist ihr ausgesprochenes Lebenswerk) und der integrativen Komplementärmedizin eine wissenschaftliche Basis zu geben.

Es geht nicht einmal gegen Krebs, weil diese Kampfeinstellung GEGEN etwas im eigenen Körper schon Stress verursacht und das Immunsystem schwächen kann. Es geht darum, sich wirklich FÜR DAS LEBEN zu entscheiden: aus dem ängstlichen „Ich will nicht sterben!“ hinzukommen zu dem „unbedingt weiter leben zu wollen“, weil da eine Lebensaufgabe noch nicht erfüllt ist.

Für viele liegt die Heilung auch darin, die Angst vor dem Tod zu verlieren, ihm den Schrecken zu nehmen, weil es nur eine Übergangsphase in eine neue Reise ist. Es gibt etwas Höheres – und je mehr wir uns dessen bewusst werden im Sinne eines „Dein Wille geschehe!“, desto mehr Demut und Vertrauen breitet sich im Leben aus. Es ist kein Aufgeben, sondern ein Hingeben an einen höheren Sinn. So paradox es klingen mag: Genau das vertrauensvolle Hingeben an das Höhere kann die Wende in ein krebsfreies Leben sein.

Es gibt keine Garantie, kein Allheilmittel, doch viele Möglichkeiten, der Diagnose Krebs die Macht zu nehmen.

Aus diesem Grund habe ich mit den Forschungen auf dem Gebiet der Radikalremission begonnen. Ich wollte diesen überaus angsteinflößenden Diskurs etwas entmachten. Nach Jahren intensiver Recherche, die zu neun Schlüsselfaktoren geführt hat, bin ich der festen Überzeugung: Wenn man sich mit Krebs auseinandersetzen muss, gibt es viele Möglichkeiten, um sich viel stärker und mächtiger zu fühlen. (S. 281)

Es wäre doch großartig, wenn jeder Arzt als Überbringer der Schreckensnachricht Krebs seinem Patienten dieses Buch gleich in die Hände drücken würde mit den Worten: „Ich tue, was in meiner Macht steht, tun Sie, was in Ihrer Macht steht!“

Es tut schon weh zu wissen, dass dies ein wohl total verrückter Gedanke ist.

So kann ich nur sagen:

Überlass dich nicht dem Schicksal. Du musst nicht warten, du kannst viel tun. Du kannst deinem Leben jederzeit einen neuen Sinn geben. Andere sind den Weg schon gegangen – und mit jedem Sieg wird der Weg leichter. Du musst nicht den Krebs besiegen, sondern dich selbst, deine abwartende Angst, deine verzweifelten Gedanken.  

Der Trailer zum Buch:

 

9 Wege in ein krebsfreies Leben: Wahre Geschichten von geheilten Menschen (klick)

* Dieser Beitrag hatte seit Erscheinen bisher 922 Leser/innen [gezählt seit 1.1.2016].

4 Kommentare

  • Monika Bänziger

    „Es wäre doch großartig, wenn jeder Arzt als Überbringer der Schreckensnachricht Krebs seinem Patienten dieses Buch gleich in die Hände drücken würde mit den Worten: „Ich tue, was in meiner Macht steht, tun Sie, was in Ihrer Macht steht!““

    … das wäre mein Wunsch für die Zusammenarbeit. Wieviel leichter und motivierender wäre diese Tat !! Jedesmal wenn ich beim Arzt war und „blöde Fragen“ gestellt habe, war er sowas von genervt und versuchte mit Angst mich zum Schweigen zu bringen.

    Hallo Herr Doktor, am Ziel vorbeigerauscht …..

    Manchmal hat man wirklich das Gefühl, die Ärzte haben vergessen, dass auch Sie Dienstleister sind und nicht nur Götter. Ich bin nicht gegen die Schulmedizin, keines falls, ich denke die Zusammenarbeit würde uns allen guttun. Aber eben …

  • Es wäre wirklich zu wünschen, wenn jeder mit der Diagnose einer ernsten Krankheit ein solches Buch
    geschenkt bekommen würde oder noch besser die Ärzte uns sehen würden wer wir wirklich sind nämlich kraftvolle, selbst bestimmende Wesen die in der Lage sind uns selbst zu heilen, wenn wir den Glauben daran haben.
    Mir macht es wütend, wenn ich davon höre, dass ein Arzt sagt, eine Krankheit ist unheilbar. Wer sagt das, er, wie kann er das wissen. Er glaubt vermutlich nicht an Wunder? Na ja ich schon und Angst hat noch nie eine Krankheit geheilt.
    Ich hoffe betroffene Menschen dieses oder ähnlich Bücher finden, die Hoffnung geben und uns zeigen, dass wir viel mehr sind als der Körper in dem wir zur Zeit wohnen. Die größte Hoffnung ist aber, dass Ärzte diese Bücher lesen und verstehen wer wir und sie wirklich sind und das ganze Bild betrachten.

  • Kerstin Hellmann

    Die Diagnose Krebs sollte nicht mehr mit einem Todesurteil assoziiert werden, sondern mit der Aufforderung spirituell zu wachsen, um durch inneres Wachstum dem Krebs die Grundlage für äußeres Wachstum zu entziehen.

    Kerstin Hellmann

  • Überträgt man die Diagnose auf die Menschheit selbst und überbringt nicht nur EINEM Einzelnen die Botschaft EINES Tumors, dann offenbart sich zudem, wofür (!) Krebs im Laufe der Menschheitsgeschichte sich umso weiter ausbreitet, je weiter die Menschheit von der Gemeinschaft des Lebens fortschreitet. Von dieser Offenbarung erzählt ein ganz ANDERES Buch, welches, dem Leben entsprechend, weiter mutiert:

    https://ichliebemeinentumor.wordpress.com/

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