E.T.M. Romasanta: Das Leuchten der Seele

Untertitel: Als ich zu „Sehen“ begann

Widmung: Für alle Menschen, die mutig genug sind, ihrem inneren Ruf zu folgen

Ein wirklich außergewöhnliches, einzigartiges Buch: Es ist auch eine Biographie, doch keine, in der ein Ego seine Lebensgeschichte erzählt; es ist auch ein Traumbuch, doch sind es visionäre Träume einer „Seherin“; es ist auch ein spiritueller Ratgeber, doch keiner, der einen spirituellen Pfad für alle vorschreibt; es ist ein Seelenbuch, das nicht nur aus der Seele geschrieben ist, sondern auch die Seele des Menschen tief berührt. Es ist ein Buch über Berufung und wie man seinen Seelenruf alltagstauglich zum „Broterwerb“ macht. Es ist auch ein Mann-Frau-Buch über „karmisch-emotionale Liebe“ und dann die Liebe zu einem Seelengefährten, um als Heiler-Paar eine gemeinsame Berufung zu verwirklichen. Es ist nicht zuletzt auch ein Lesegenuss mit ungewöhnlich schönen und feinfühligen Formulierungen. Ist es das Buch eines Engels, die menschliche Sprache nutzend? Oder ist es das Buch einer menschlichen Frau aus engelhafter Bewusstseins-Höhe geschrieben? Als ich die ersten Worte gelesen hatte, war ich in seinem Bann: Ich konnte es nicht mehr beiseite legen, bis ich es zu Ende gelesen hatte. Es ist spannend wie ein Abenteuerroman, die fesselnde Geschichte einer Seelenreise.

Die Geburt einer Seherin und Seelenführerin

Bis die Autorin zur „Seherin“ wurde, vergingen Jahre der Ausbildung durch die geistige Welt. Manchmal kamen ihr selbst Zweifel, ob sie nicht verrückt sei, schizophren? Anflüge von Überlegungen, ob ein Freitod sie befreien könne, zumal sie die Glückseligkeit der „anderen Welt“ am eigenen Leibe (bzw. außerhalb ihres Körpers) schon erfahren hatte (den „Weckruf meiner Seele“). Sie war zwei Ichs auf zwei verschiedenen Bewusstseinsebenen. Doch die Autorin lässt sich von solchen spirituellen Wachstumskrisen, den Irritationen des Verstandes nicht beirren und folgt mutig ihrem inneren Ruf. Und dann kommen ihre seherischen Fähigkeiten in visionären Träumen auch im Alltag an. Die beiden Ichs werden eins („die Verschmelzung aller meiner Doppelgänger“), die Geburt zu einer lebensbejahenden Frau, die ihre Berufung als Seherin, Heilerin und Seelenführerin annehmen kann: „Du bist eine spirituelle Heilerin und kannst Menschen zu sich selbst führen.“ (S. 83)

Eigentlich erklärt der Untertitel den Sinn des Titels: Als ich zu SEHEN begann. Und WAS zu SEHEN? – „Das Leuchten der Seele“. Eine Seherin, die Menschen auf Seelenebene wahrnehmen kann.

Immer dann, wenn ich im zweiten Bewusstsein unterrichtet wurde, war ich dieses zweite Ich. Die Aufgabe, beide Ebenen zu verbinden, war nun gelöst. …
Die Menschen sahen irgendwie anders aus, da war ein Leuchten, das direkt aus oder von ihren Körpern auszugehen schien. „Das Leuchten der Seele“, erklärte ich mir selbst und war erstaunt über mein Wissen. (S. 87)

Es ist keinesfalls nur angenehm, eine „Seherin“ zu sein. Wer das Lichte sieht, der sieht auch das Dunkle. Anfänglich fühlt die Autorin sich überfordert, zieht sich wieder zurück, doch dann entwickelt sie die Fähigkeit, „die Linse“ nach Bedarf zu öffnen oder zu schließen. Doch diese Fähigkeit, das „Leuchten der Seele“ zu sehen, befähigt sie, Menschen zu ihrer Seele zu führen. 

Die Abschlussprüfung

Jeder wird in diesem Buch etwas anderes finden, das ihn ganz besonders anspricht. Bei mir waren es die 7 Seiten des Kapitels „Die Abschlussprüfung“ (S. 76 – 82). Es sind 10 Jahre ihres Lebens der emotionalen Liebe mit einem karmischen Seelenpartner. Ein Ego hätte aus diesen 10 Jahren sicher einen ganzen Dramenroman geschieben. Doch die Autorin fasst diese 10 Jahre auf 7 Seiten zusammen: keine Lebensgeschichte im Galopp nacherzählt, sondern eine wirklich meisterhafte Zusammenfassung der Lernerfahrung dieser 10-jährigen Lebenslektion zur Lösung eines karmischen Knotens. Es ist die klar formulierte Essenz dessen, was sie über eine emotional-karmische Liebe lernen und sich daraus in Liebe und Dankbarkeit befreien konnte.

Das Karma klopfte an die Tür wie ein grimmiger Geldeintreiber, der sich nicht länger hinhalten ließ. (S. 80)
Ich verschwand in einem undefinierbaren Wir. Langsam und unmerklich wuchsen wir wirklich zusammen. Es ging jetzt für mich nicht mehr um Wahrheit und Liebe und das Einswerden mit Gott, es ging eher um Abendessen, Fernsehen und Einkaufen. Es wurde eng und langweilig. (S. 79)
Meine Seele zog die Notbremse, ich musste zur Besinnung kommen. Die Zeit vor der Beziehung musste ein anderes Leben gewesen sein, hatte ich es wirklich alles erlebt? Wie konnte ich mich und meinen Weg so vollständig vergessen? (S. 81)

Wir fühlen uns sicher alle „irgendwie unvollständig“ und sich nahezu süchtig getrieben, den Seelenpartner, das DU zu finden, das uns „vollständig“ macht:

War dieser Seeleninhalt unvollständig? Brauchte ich ein DU, das mich komplettierte? Ich hatte ein Kernproblem getroffen. Die Sehnsucht nach einem DU, einem Gegenüber, das mich zu einem vollständigen Ganzen machen würde. Dieses DU konnte nur Gott sein. (S. 81)

Es gehört zum Paradox des Lebens: In dem Moment, wo die Sucht nach dem DU in der Gestalt eines Lebenspartners gelöst ist, da taucht ein Mann im Leben der Autorin auf, Rainer. Ein Mann, dessen Befähigung als HEILER sie SEHEN konnte.

Das Schicksal setzte mir einen angehenden Heiler vor die Nase, dem ich auch noch Starthilfe geben sollte. Ich sagte ihm mit Nachdruck, dass man sich so einer Verantwortung nicht entziehen könne und versuchte ihn zu bestärken, wo immer es ging (S. 110). …

Wir spürten aber auch, dass sich in naher Zukunft eine gemeinsame Aufgabe für uns beide entfalten würde und schauen neugierig auf die kommenden Ereignisse. (S. 121)


Mein Fazit:
 Der Weg einer jeden Seele ist einzigartig, kein Seelenweg mit dem eines anderen identisch. Jede Seele hat ihre einzigartige Aufgabe, ihren originellen Seelenplan, trägt einen anderen karmischen Rucksack und ihn begleiten andere Menschen und Seelen im Leben. Je mehr ein Buch gerade diese Einzigartigkeit des Lebensweges heraus stellt, desto mehr erkennt sich die Seele selbst in ihrer Einzigartigkeit. Das ist es, was mich an diesem Buch ganz besonders anspricht: Es ist ein ganz anderes Seelenleben, das dieses Buch offen legt, doch ich fühle mich als Leser des Buches auf Seelenebene angesprochen, berührt und GESEHEN.

Die Seele beschleunigt ihre Gangart in Richtung Lebensplan. Man muss wachsam bleiben und all seine Energien in die neuen Aufgaben stecken. (S. 120)

E.T.M. Romasanta: Das Leuchten der Seele: Als ich zu „Sehen“ begann (Klick)

Meine Buchbesprechung des Buches von Rainer Lammers „Mein Weg zum Heiler“ (Klick)

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