Franz Alt: Jesus – der erste neue Mann

Es ist das erste Buch, dass ich gelesen habe, das mir einen ganz anderen Jesus als den Jesus der Theologen vermittelt hat – vor 15 Jahren. Es war auch das erste Buch, das mir ein ganz anderes Männerbild vermittelt hat. Es war ein Schlüsselbuch, das ich vielleicht heute erst richtig zu würdigen weiß.

Ich möchte mit dieser Buchrezension meiner notwendigen Würdigung und meinen Dank an Franz Alt nachkommen. Für Franz Alt war Jesus „die Leitfigur, mit deren Hilfe wir das Atomzeitalter verlassen und in ein ökologisches Zeitalter finden können.“

Hatte ER ein falsches Menschenbild, oder haben WIR ein falsches Jesus-Bild? Ist Jesus HEUTE unsere große Chance? Brauchten wir erst die große Krise für die große Chance? Wenn wir Menschen wirklich unveränderbar sind, dann müssen wir IHN vergessen. Da wir ihn aber ganz offensichtlich nicht vergessen konnten, bleibt nur, daß WIR ihn nicht begriffen haben. Dann allerdings müssen wir mit Jesus noch einmal ganz von vorne, ganz NEU anfangen. Es geht heute um einen NEUEN Jesus, um ein NEUES Bild von ihm … Den WIRKLICHEN Jesus müssen wir erst noch entdecken. (S. 11 f.)

Das Buch von Franz Alt ist sehr dicht geschrieben, jeder Satz zitierbar. Es fällt mir nicht leicht, etwas ganz besonders herauszuheben, damit die Besprechung die wesentlichen Lehren des Buches erfassen kann. Ich mache es einfach kapitelweise und ausschließlich zitierend:

1. Wer ist Jesus?

Die einfache Botschaft Jesu lautet: Liebe das Leben, indem du die Liebe lebst! Geh deinen eigenen Weg, dann wird alles gut. (S. 22)

Eine Theologie, die sich an Jesus orientiert, ist entweder eine Befreiungstheologie oder gar keine. Nachfolgen heißt: Höre auf deine innere Stimme, achte auf deine Träume, hab‘ Erfurcht vor allem Leben, folge deinem Gewissen. Das Hören auf das Gewissen ist Jesu zentrale Forderung nach „Umkehr des Herzens“. (S. 24 f.)

Jesus wollte und will herrschaftsfreie und gewaltfreie Veränderung – neuer Mensch, neuer Himmel, neue Erde, ALLES neu … (S. 26)

Es kommt sehr darauf an, bei wem ich in die Schule des Lebens gehe – bei Jesus oder bei Pilatus – bei DEM Meister des Lebens oder bei den Vertretern von Macht und Mammon. (S. 26 f.)

2. Wer war Jesus?

Jesus ist der erste ganzheitliche, das heißt seine männlichen und weiblichen Seelenanteile lebende Mann der Geschichte. Sein Leben bedeutet ein neues Kapitel in der Menschheitsgeschichte. …
Weder Buddha noch Mohammes, weder Aristoteles noch Plato begegneten Frauen so ressentimentfrei und spontan selbstverständlich. Buddha ist zweifellos der stärkere Denker. Jesus der tiefer Fühlende (S. 34 f.)

Das Weibliche beschränkt auf Mütterliches ist DAS Problem vieler Männer von heute, die in den Frauen Ersatzmütter statt Partnerinnen und Geliebte sehen. Die Welt ist voller Muttersöhne. Dieser Bewusstseinszustand vieler Männer ist nicht reif und erwachsen, sondern infantil. (S. 35)

Jesus war DER Mensch, wie Gott ihn sich vorstellt, DER exemplarische Mensch, DAS Vorbild, DIE Chance für beglückende Nachfolge. DER Menschensohn heißt: der erste Repräsentant in Gottes neuer Welt. (S. 47)

Jesu Taufe (ist) DIE entscheidende Sekunde der Weltgeschichte. Die Welt ist noch nicht erneuert, aber sie kann durch das neue Gottesbild Jesu und durch den neuen Mann Jesu neu werden. … Jesus … war durch die Liebeserklärung Gottes ein neuer Mensch geworden. Gott ist kein strenger Patriarch und kein „Es“ mehr, sondern „Unser Vater“. (S. 50)

Im Gegensatz zu den Vätern der französischen, russischen oder chinesischen Revolution ist Jesus ein Evolutionär von unten, ein Evolutionär des Bewusstseins, ein Evolutionär der Liebe. … Jesus meinte eine Evolution der Gewaltfreiheit, eine Evolution des Herzens, eine Evolution der Liebe. Seine Evolution steht jetzt auf der Tagesordnung der Weltgeschichte. … Das Verständnis für Jesu Programm ist ein qualitativer Sprung auf dem Weg zu einem höheren menschlichen Bewusstsein. (S. 58)

3. Jesus und die Frauen

Der frauenfeindliche Paulus prägt noch immer das Christentum viel mehr als der frauenfreundliche Jesus. (S. 61)

Bei Jesus gibt es keinen scheelen Blick in Bezug auf Erotik und Sexualität. Die Ehe ist für ihn DIE Lebensform der körperlichen und seelischen Harmonie, der Versöhnung des Männlichen mit dem Weiblichen, DIE Schule der erotisch-geistig-seelischen Umarmung. … Die Liebe zwischen Mann und Frau ist das Abbild der Liebe Gottes zu den Menschen. Jesus ist ein Meister des Eros und der Liebe. (S. 62)

Auch Jesus musste erst lernen, Frauen ernst zu nehmen. Jesus der Lernende, ging in die Schule von Frauen. Er hatte es nötig. … Jesus war nicht von Anfang an vollkommen; er entwickelte sich aber ganzheitlich, zu einem ganzen Mann, weil er bereit war, aus Fehlern zu lernen – auch von Frauen. Jesus Lernbereitschaft gegenüber Frauen ist deshalb so neu und überraschend, weil Männer zu seiner Zeit noch gar keine psychische Beziehung zum Weiblichen hatten. (S. 65)

Das Hören auf Frauen und das Lernen von Frauen … ist die Gesellenprüfung für jeden Mann, der wirklich erwachsen werden und nicht ein Leben lang ein „Muttersöhnchen“ bleiben will. Die feministische Theologie ist DIE Befreiungstheologie in den reichen Ländern. (S. 70)

Nicht Petrus oder Paulus, sondern Maria Magdalena, die „Sünderin“, ist die erste und bedeutendste Nachfolgerin Jesu. In der Schule vor allem dieser Frau wurde Jesus der erste neue Mann. (S. 71)

Nicht der Kampf der Geschlechter, sondern Entwicklung und Partnerschaft zwischen den Geschlechtern sind die neuen Namen für Fortschritt und Liebe. (S. 75)

4. Jesus und die Männer

Aber wir dürfen den ersten wirklich neuen Mann nicht mit einem unmännlichen, weibischen Mann verwechseln. Er hat schließlich ebenso knallhart gesagt: „Ich bin nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“  … Jesus hat Familien auseinandergerissen, auch seine eigene. „Die Wahrheit wird euch frei machen“, nicht die Familienbande. (S. 90 f.)

In dieser Situation empfiehlt Jesus uns heutigen Männern:
– Liebe statt schnellen Sex
– Vertrauen statt verdrängter Angst
– Hoffnung statt unreifer Illusion
– Erkenntnis der Liebe statt Bekenntnisse zur Liebe (S. 93)

Männer-Emanzipation ist das große Thema der Zukunft. Feministinnen haben recht, wenn sie uns sagen: Ihr müßt euch selbst befreien. Männerbefreiung heißt in erster Linie: die Seele entdecken und pflegen. Wenn Männer bleiben, was sie heute sind, dann ist das Ende der Menschheit nicht mehr weit. Wenn aber emanzipierte Männer, inspiriert von emanzipierten Frauen, sich auf den Weg der Partnerschaft machen, bauen wir zusammen das auf, wovon Jesus vor 2000 Jahren träumte: die „neue Welt“. (S. 94)

Neue Väter fühlen zusammen mit der Partnerin und sagen es auch: „Wir sind schwanger. Unser Kind erwarten wir zu zweit!“ Immer mehr Kinder gebären neue Väter. … Die Orientierung des Mannes an Jesus, dem neuen Mann, wäre DIE entscheidende Revolution der Weltgeschichte. (S. 97)

5. Jesus und die Kinder

Das Patriarchat ist nicht nur frauenfeindlich, es ist auch kinderfeindlich – oft mit Unterstützung von Frauen, die ihre Kinder zur Anpassung dressieren und vieles von dem, was ihnen ihre Männer antun, ihren Kindern weitergeben. (S. 98)

WERDET WIE DIE KINDER! … Die meisten Eltern wollen aber nicht „werden wie die Kinder“, sondern eher, daß ihre Kinder werden wie sie. (S. 102)

Das Problem der meisten Kinder sind ihre Eltern. Und deren Problem waren wieder IHRE Eltern. Nichts ist so wichtig, wie die Teufelskreise sogenannter Erziehung zu durchbrechen. (S. 105 f.)

Die Maxime einer schöpferischen Erziehung sind: Mein Kind ist nicht mein Eigentum, sondern ein Geschenk; es hat seine eigenen Geheimnisse, die ich zu respektieren habe. Erziehung ist das Gegenteil von Gängelei und Behinderung. Erziehung heißt lieben, helfen, anregen. (S. 111)

„Werden“ wie Kinder heißt auch und ganz wesentlich, sich seiner eigenen Kindheit und Jugendzeit erinnern. (S. 115)

Jesu kinderleichte Theologie meint: Das Kind ist das eigentliche Muster menschlicher Reife. Das lebendige oder tote KIND IN UNS entscheidet über unsere wahre Lebensigkeit, ob wir 18 oder 80 sind. … Das Ziel des Lebens besteht darin, „jung zu sterben – und zwar so spät wie möglich“. Doch viele Menschen werden nie reif, sie werden nur alt. … Deshalb ist alle wirkliche Kindererziehung in erster Linie die Selbsterziehung der Eltern. (S. 116 f.)

6. Jesus und sein mütterlicher Vater

Der neue Mann Jesus hat mit seinem neuen Gottesbild die Theologie der Schuld und der Opfer überwinden und die Menschen von ihrem schlechten Gewissen befreien wollen. (S. 119)

Die meisten Christen stehen auf der vorjesuanischen Bewusstseinsstufe dieses aggressiven Kriegsgottes.
Hanna Wolf: „Das Christentum ist bisher nie wirklich aus dem Schatten des Judentums herausgetreten. …“ (S. 121)

Euer Vater ist barmherzig heißt: Euer Vater ist mütterlich. … Wachst, reift, öffnet euch, sucht, vertraut und liebt mit Herz UND Verstand. Gott liebt uns, wie eine Mutter ihre Kinder liebt: ohne Gegenleistung und innig! Nie ist in der Religionsgeschichte ein schöneres Gottesbild gemalt worden als diese Geistesverwandtschaft des Menschen mit Gott. Wir sind Gottes Geliebte, wie Jesus sein Geliebter war. (S. 124)

Gott braucht uns als Helfer seiner Schöpfung – sonst gäbe es kein echtes Liebesverhältnis Gott – Mensch. „Am Anfang war das Wort“ bedeutet: „Am Anfang ist die Beziehung“ (Martin Buber) (S. 130)

Mit dieser neuen ganzheitlichen Spiritualität hatte der Jude Jesus aufgehört, Jude zu sein – er war „Bürger“ im Reich Gottes geworden. (S. 131)

In jedem von uns wohnt unsere eigene Zielgerichtetheit, die Entelechie. Religiös nennen wir diese in uns wohnende Kraft „Seele“, psychologisch sprechen wir von „psychischer Energie“ und wissenschaftlich von „Entelechie“. (S. 138)

7. Jesus: Angst oder Vertrauen?

Angst ist DIE Krankheit unserer Zeit. (S. 139)
Das Heilmittel heißt Vertrauen. (S. 141 f.)

In Jesus habe ich DEN Aufklärer meiner Angst gefunden. Wir beginnen heute ganz von ferne zu ahnen, was das heißt: Mensch zu werden dadurch, daß wir konsequent unseren EIGENEN Weg gehen: Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung. (S. 143)

Selbstvertrauen hängt wesentlich mit Selbstliebe und mit einem gesunden Egoismus zusammen. …
In vielen Wundererzählungen wird die Einheit von Gottvertrauen und Selbstvertrauen oder die Einheit von Religion und Psychotherapie deutlich. (S. 153 f.)

Jesus ist DER Vertreter des Prinzips Hoffnung. Auch das Prinzip Hoffnung meint Jesus … ganzheitlich. Seine Hoffnung wird gespeist von Vertrauen: Urvertrauen, Menschenvertrauen UND Gottvertrauen. Trau dich, ganz zu lieben, dann wirst du richtig leben. (S. 155)

8. Mit Jesus in die neue Zeit

Die wirkliche Wende vom patriarchalisch bestimmten Atomzeitalter in ein neues, ökologisches Zeitalter, den Durchbruch zu einer humanen Zukunft, schaffen wir aber auch mit Jesus nur, wenn die bis jetzt noch verborgenen Intentionen seiner Botschaft erkannt und gelebt werden. Nicht der Jesus des Patriarchats, sondern der neue Jesus, der anima-integrierte Jesus, ist der Prophet des neuen Zeitalters. … Jesus, der erste neue Mann, ist das Modell für den Menschen der Zukunft. (S. 157)

Die Seele ist für Jesus identisch mit dem göttlichen Kern in uns. Wenn sich dieser göttliche Kern in uns entfalten kann, dann wird unser Beruf identisch mit Berufung, dann wird das gesunde Innen heilend nach außen auf die Umwelt wirken, dann wird sich unsere Arbeitsauffassung radikal wandeln, dann wird Arbeit Gottesdienst. Dann ist nicht mehr Geldverdienen der Sinn unseres Tuns, sondern das Dienen. …
Unser Traumberuf als Erfüllung des Wunschtraums ist immer nur der, den wir mit Enthusiasmus ausüben. Im Wort „Enthusiasmus“ steckt das griechische Wort theos = Gott. Unser Wunschtraum ist es also, an der Vergöttlichung der Welt durch unsere Arbeit, durch unseren Dienst, teilzuhaben. (S. 158 f.)

Nur im Tun erfahren wir Gott. (S. 160)

Das Zeitalter der Väter geht zu Ende … Alles drängt nach Geschwisterlichkeit. (S. 163)

Alle Polarität will Einheit. Pole sind nicht identisch, aber Pole gehören zusammen, sie bedingen und ergänzen sich. Mann und Frau sind nicht Gegensatz, sondern humane Ergänzung. Alles, was ist. ist polar. Mann und Frau sind die Pole der Einheit Mensch, die Pole in der Ganzheit. (S. 163)

Die Integration der Elemente des Männlichen, Weiblichen und Kindlichen, die Jesus gelebt hat, antwortet auf all diese bekannten Einseitigkeiten mit einer neuen, weitgehend unbekannten Ganzheitlichkeit – als Konzept für die neuen Menschen des neuen Zeitalters. (S. 171)

Das Motto eines neuen Zeitalters heißt deshalb grundsätzlich: Mehr Ehrfurcht vor ALLEM Leben – auch vor dem ungeborenen. (S. 173)

Die eigene Menschwerdung hat erst begonnen, sonst wären wir nicht so unmenschlich zu uns und nicht so tierfeindlich zu den Tieren. (S. 174)

Damit aus Verstand Vernunft und aus Wissen Weisheit wird, ist eine Aufklärung der Aufklärung die Voraussetzung für ein neues Zeitalter. Deren Motto – orientiert an Jesus – müßte heißen: Habe Mut, dich deines eigenen Gewissens zu bedienen. (S. 178)

Eine neue Liebeskultur, ein neues Verhältnis zwischen Mann und Frau, eine neue Erotik in wirklicher Partnerschaft führt zu höherem Bewusstsein, zur zweiten Halbzeit der Evolution. Diese Selbstveränderung von Mann und Frau führt zur Weltveränderung. Die Konsequenz dessen, was wir von Jesus wissen, heißt: Die Gattung Mensch hat viel mehr vor sich als hinter sich.
Wir werden staunen, wenn wir feststellen, was EINE Frau und EIN Mann, die sich wirklich lieben, ALLES zu bewirken vermögen. (S. 181)

Das Buch von Franz alt ist ein doppelter Klassiker: für das neue Jesus-Bild und das Bild eines neuen Mannes, der das Männliche und Weibliche, das Kindliche in sich integriert hat.
Es ist in meinen Augen immer wieder bedauerlich, dass solche Bücher mit dem Ausverkauf bei einem Verlag nicht mehr zu erwerben sind. So wie dieses Buch mir vor 15 Jahren als Samen seine Wirkung getan hat, so wünsche ich diese Erfahrung allen Suchenden, die Ausschau nach dem neuen Mann, nach einer neuen spirituellen Welt halten. Jesus ist daraus nicht wegzudenken.

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2 Kommentare

  • Vielen Dank nochmal für die Einladung auf Ihre Seite.

    Auch hier kann ich nur nochmal wiederholen, was ich bereits unter Ihre Bewertung bei „amazon“ geschrieben habe. Ihren Worten gibt es nichts mehr groß hinzuzufügen.

    Jesus ist heute aktueller denn je. Er ist DER Mann, der GANZheit lebt, anbietet und zeigt. Nicht nur in sich selbst als männlich-weiblich, sondern auch weit darüber hinaus … als männlich-weiblich im gesamten SEIN. Wie ein Mensch selbst 50 % männlich und 50 % weiblich ist, so ist auch die Welt beschaffen. Sie birgt in sich 50 % Himmel und 50 % Erde, 50 % Tag und 50 % Nacht, 50 %. Wir leben hier, auf Erden, in einer dualen Welt und diese gilt es zu durchwandern und zu erkennen, dass danach eine Rückkehr stattfindet in die GANZheit. Zuerst aber müssen wir erkennen und uns BEWUSST werden. Dazu verhilft jener Mann, den man Jesus kennt. Er ist der einzige, der dies geschafft hat. Möge man an ihn glauben oder nicht. Das bleibt jedem selbst überlassen. Für mich liegt es klar auf der Hand, dass es ihn gegeben hat und dass er war, was er sagte … Heute würde er als schizophren diagnostiziert und eingesperrt werden !

    Als ich noch jünger und „rebellischer“ war, habe ich immer gesagt, dass JESUS ein Obdachloser war. Ich denke, so manch einer hätte mich gerne dafür gesteinigt. Aber es ist dennoch so … ich drücke es heute nur etwas vornehmer aus. Er war ein Nomade, ein Wanderprediger. Tatsache ist, dass er wohnsitzlos war. Sein Zuhause war in ihm und genau das ist es, was wir von ihm lernen können. Nicht mehr anhängen an so vergänglichen, weltlichen Dingen, wie Häuser, Eltern, Berufen. JESUS war radikal … nein er IST radikal. Und das ist gut so. Ein Rebell … ein Friedensrebell durch und durch. Manchmal gilt es zu erkennen, dass man durch Streicheln nicht heilt. Heilung kommt durch das öffnen von Wunden, durch das aufreißen von Blockaden, um wieder fließend zu machen … ganz im Sinne JESU.

    Herzlichst
    Gina

    • Jürgen Schröter

      Danke für Ihren Kommentar. Ich stimme Ihnen in jedem Wort zu.
      Ich selbst hatte als Wassermann auch meine rebellische Zeit, war „Nomade“ ohne lange feste Wohnsitze und weiß, wovon Sie sprechen …
      Viele spirituelle Menschen „verteufeln“ heute die Dualität. Dabei gibt es für mich auch eine „göttliche Dualität“: wo DAS EINE dann ZWEI wird. Und das ist das Männliche und das Weibliche als Ur-Prinzip. Kurz: Das Göttliche ist ein PAAR, das weibliche SEIN und das männlicher WERDEN.
      Für mich ist JESUS „undenkbar“ ohne MARIA MAGDALENA. Ich verstehe, wenn Franz Alt schreibt, dass JESUS durch die Schule dieser Frau gegangen ist. Männer lernen LIEBE durch die Schule der Frauen.

      Herzlichst
      Jürgen

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