Günther H. Heepen: Hormone natürlich regulieren

Eine grundlegende Einführung in ein sehr wichtiges Gesundheits-Thema

Das Bewusstsein, welche Rolle die Hormone in unserem Körper spielen, wird immer wichtiger. Der Autor ist sogar der Meinung: „Alle schweren Krankheiten beginnen mit einer Hormonstörung, und jede Krankheit ist Ausdruck einer endokrinen Störung“ (S. 21)

Also sollte ein gesundheitsbewusster Mensch ein Grundwissen über Hormone haben: wie sie aus der Balance geraten und vor allem wie sie auf natürlichem Weg wieder ausbalanciert werden können. Es ist auch wichtig, der körpereigenen Selbstregulation nicht unbedacht durch künstlichen Hormonersatz ins Handwerk zu pfuschen. Diesem grundlegenden Informationsbedarf kommt das Buch in Theorie, Praxis und Service in vorbildlicher Weise nach.

Die Theorie 

Das „Chaos im Hormonsystem“ , unter dem vor allem Frauen zu leiden haben, hat nicht nur mit chronischem Stress zu tun, sondern auch mit unserer Nahrung, indem wir Hormone z.B. über Fleisch aufnehmen (künstliche Wachstumshormone der Zuchttiere, ausgeschüttete Stresshormone der Tiere bei der Schlachtung). Auch Kunststoffe (insb. Weichmacher) können herheerende Auswirkungen auf das Hormonsystem haben. Schockierend ist eine wissenschaftliche Erkenntnis, dass das künstliche Östrogen der „Anti-Babypille“ (durch den Urin) schon im Trinkwasser nachzuweisen ist und Krebs verursachen kann. (Wie sehr mag der Anteil des künstlichen Östrogens direkt für den Brustkrebs der Frauen verantwortlich sein, wenn sogar der Prostata-Krebs bei Männern schon indirekt über das Trinkwasser mit darauf zurückzuführen ist?)

Nicht nur, dass wir bereits unwissentlich mit solchen synthetischen Hormonen im Alltag überschwemmt werden, auch die medizinische Verabreichung über einen längeren Zeitraum ist problematisch, da der Körper so verlernt, seine körpereigenen Hormone selbst zu produzieren.

Hormone sind Botenstoffe, die auf Organ- und Gemütsebene das Leben steuern. Viele Organ- und Gemütsstörungen können ihre Ursache in Hormonstörungen haben. Der Autor schätzt sogar bis 90 %.

Die ca. 60 Hormone werden in den Hormondrüsen (wie Hypophyse, Schilddrüse, Nebennieren, Bauchspeicheldrüse, Eierstöcke und Hoden) gebildet. Die wichtigsten stellt der Autor vor wie Cholesterine, Cortisol, DHEA, Estradiol, Estriol, Melatonin, Progesteron, Schilddrüsenhormone und Testosteron.

Die Behandlung

Als natürliche Behandlung arbeitet der Autor selbst mit Homöopathie, Phytotherapie (Planzen, die den Hormonhaushalt stimulieren), Schüssler-Salzen und Reflexionstherapie zur Stimulierung der Hormondrüsen. [Hinweis von mir: Die Energetische Medizin arbeitet sehr stark mit dem Chakrensystem, wobei die östliche Chakren-Kunde mit den Hormondrüsen in Verbindung gebracht wird. Chakren-Theapie scheint mir für das Wohlfunktionieren der Drüsen also auch sehr hilfreich zu sein.]

Ein wichtiger Hinweis des Autoren:

Keine Hormonbehandlung kann erfolgreich sein, wenn die Leber sowie die Ausscheidungsorgane Darm, Nieren und Lymphsystem nicht einwandfrei funktionieren. (S. 56)

Für die Leber empfiehlt er Bitterstoffe und Leberwickel, für den Darm immer wieder eine Kur aus probiotischen Bakterien, für die Nieren Heiltees und Pflanzensäfte, für den Lymphfluss Bewegung, Trampolinspringen, Salzbäder und Wassertrinken (Genaueres im Buch S. 56 – 57)

Als Pflanzen, die den Hormonhaushalt natürlich stimulieren, werden unter anderem genannt: Ginseng, Brennnessel, Hopfen, Rhabarber, Soja (Achtung: Phytoöstrogene), Beifuss, Frauenmantel, Yamswurzel, Bockshrnklee, Ingwer, Knoblauch, Kürbis.

Hormonell bedingte Beschwerden

Um einmal die ganze Bandbreite solcher Beschwerden aufzuzeigen, will ich sie alle alphabetisch benennen, ohne im einzelnen darauf einzugehen. Zu jeder Beschwerde weist der Autor auf die mögliche hormonelle Ursache hin, hat Behandlungsempfehlungen und Hinweise, „was sonst noch hilft“.

Körperliche Beschwerden:

  • Abwehrschwäche
  • Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • Appetitstörung
  • Asthma, Atemnot
  • Augenbeschwerden
  • Bindegewebsschwäche
  • Blasenschwäche und -entzündungen
  • Brustbeschwerden
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Gebärmutter-, Eierstock- und Vaginalbeschwerden
  • Gelenk-, Bänder- Sehnen- und Muskelbeschwerden
  • Haar- und Nagelbeschwerden
  • Hautbeschwerden
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Knochenbeschwerden
  • Kryptopyrrolurie (Stoffwechselstörung)
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Migräne
  • Nasennebenhöhlenbeschwerden
  • Neuromuskuläre Störungen
  • Ohrenbescherden
  • (gutartige) Prostatavergrößerung
  • Schilddrüsenprobleme
  • Schwangerschaftskomplikationen
  • Übergewicht, Fettleibigkeit
  • Wachstumsprobleme
  • Wechseljahresbeschwerden

Seelische und geistige Probleme:

  •  Angst und Panikattacken
  • Ärger, Aggressivität
  • Burnout-Syndrom, Stress
  • Depression, depressive Verstimmung
  • Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörung
  • Konzentrations- und kognitive Störungen, Demenz
  • Müdigkeit, Erschöpfung
  • Schlafstörungen
  • Sexuelle Probleme

Das ist wirklich eine Liste alltäglicher Beschwerden, mit denen man noch nicht unbedingt zum Arzt gehen würde. Doch sie können einen schon wach machen, was da in Disharmonie und aus der Balance geraten ist. Unbehandelt und nicht natürlich reguliert, kann all dies zu sehr ernsten Erkrankungen führen.


Mein Fazit: Für mich ist das Buch zu einem neuen Gesundheitsratgeber geworden. Es hat mir die zentrale Rolle der Hormone für die Gesundheit bewusst gemacht und mir ein solides Grundwissen verschafft, um Störungen und Disharmonien in Körper, Geist und Seele sensibler wahrzunehmen und mit einer natürlichen Nahrung auch auf hormoneller Ebene auszugleichen.
Auch hier trifft wieder die alte Weisheit des Hippokrates zu: Die Nahrung möge unsere Medizin sein! Also Hände weg von allen Nahrungsmitteln, die den Hormonhaushalt durcheinander bringen (sogar Trikwasser!) und genaue Beachtung einer Ernährung, die hormonausgleichende Wirkung hat.

* Dieser Beitrag hatte seit Erscheinen bisher 233 Leser/innen [gezählt seit 1.1.2016].

Ein Kommentar

  • Vielen dank für die Informationen. Leider leide ich auch unter Schilddrüse und werde dicker wenn ich meine Tabletten nicht nehme und haben Haarausfall, finde es schrecklich die Tabletten ein Leben lang zu mir zu nehmen.

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