Lipton/Bhaerman: Spontane Evolution

Untertitel: Wege zum neuen Menschen (1. Auflage)
Unsere positive Zukunft und wie wir sie erreichen (Neuauflage)

Das Buch ist mit keinem anderen zu vergleichen. Vielleicht werden es andere Generationen einmal neben Darwins „Die Abstammung des Menschen …“ (1871) stellen. Ja, es geht wieder um den Menschen (Wege zum neuen) und es geht um eine neue Sicht der Evolution: eine ähnliche Revolution in der Biologie wie von der klassischen Physik zur Quantenphysik.

Diese neue Evolution des Menschen nennen die Autoren „Humanifestation“ – und es könnte zu einer Renaissance des Humanismus führen. Es geht um Heilung, die spontane Serlbst-heilung unseres Planeten als Heimatort unseres Menschseins.

Unser Überleben steht auf dem Spiel. Wir brauchen ein neues Paradigma. Wir brauchen eine spontane Evolution. Deswegen schreiben wir dieses Buch. (S. 10)

Wir alles sind Zellen im Körper eines riesigen Superorganismus MENSCHHEIT. Und weil wir einen freien Willen haben, können wir uns entscheiden, uns auf die neue Entwicklungsebene aufzuschwingen und zu diesem Superorganismus zu werden oder wie die Dinosaurier am Wegrand liegen zu bleiben. (S. 12)

Und gleichzeitig erwachen überall imaginale menschliche Zellen und wissen um eine neue Möglichkeit. Sie sammeln sich, kommunizieren und stimmen sich auf ein neues, köhärentes Liebessignal ein. Dabei lernen sie, dass Liebe kein süßlich-kuscheliges Gefühl ist, sondern eine Schwingung: Sie liefert den entscheidenden Klebstoff, um die neue Flugmaschine zu bauen und die Bestimmung der Menschheit zu manifestieren – das Mittel zur „Humanifestation“. (S. 15)

Das Ende der vier großen (apokalyptischen) Mythen

Das sind die Mythen:

  • Nur die Materie zählt. Doch in Wahrheit sind es unsichtbare Felder, die die Materie steuern und bestimmen.
  • Nur die Stärksten überleben. Der Evolutionsfaktor sind keine „egoistischen Gene“, sondern zusammen wachsen in synergetischen Gemeinschaften.
  • Die Gene sind entscheidend. Die Epigenetik erkennt, dass es eine Kontrollinstanz gibt, die der Genetik übergeordnet ist. Auch Gene sind durch Lernen programmierbar.
  • Die Evolution gehorcht dem Zufall. Es gibt Zufälle, doch sie sind zweckgerichtet. Die Evolution hat ein Ziel.

Einer der beiden Autoren (Bruce H. Lipton) ist selbst Begründer der Epigenetik („Intelligente Zellen – Wie Erfahrungen unsere Gene steuern“), ein Mitbegründer der NEUEN Biologie. Steve Bhaermanns Thema als Politikwissenschaftler ist „die Heilung des Staatskörpers“. Zusammen ein Dreamteam, das uns hier ein Buch vorlegt, das die Erkenntnisse der neuen Biologie und Quantenphysik zu einer großen Vision der Evolution des Menschen zusammen bringt. Spontanheilung der Menschheit ist möglich und damit der 5. große Evolutionssprung auf unserem Planeten (1. Einzeller, 2. Vielzeller, 3. Mensch, 4. Nationalstaaten, 5. Superorganismus Menschheit)

Vier Alternativen zur geistigen Gesundung

Was ist den alten Mythen, den alten Dogmen entgegenzusetzen?

  1. Von der Ursünde zur Ursynergie. Die „Ursünde“ (das griechische Wort HAMARITA) ist „das Ziel verfehlen“, das Potenzial, die Bestimmung nicht erfüllen. Die Ursynergie dagegen ist die bedingungslose Liebe. Damit sind wir in dieser Liebe im Einklang mit dem Himmel und arbeiten nicht gegen die Intentionen des Himmels.
  2. Vom Modell der Bestrafung zum Modell des Lernens. Es gibt in der Natur keine „Bestrafung“, sondern nur ein Lernen. Dieses Modell „Bestrafung für Sünden“ ist in uns so tief verwurzelt, dass wir schon ganz unbewusst „um Bestrafung bitten“ (S. 268). Wir müssen wieder „Lernen lernen“.
  3. Vom Opfer-Dasein zu einem Leben als freie und bereitwillige Teilnehmer. Wir sind nicht nur Beobachter, sondern TEILNEHMER in diesem Evolutionsprozess. „Was die Theologen den freien Willen nannten, ist eigentlich unsere Macht der ko-kreativen – also mitschöpferischen – Teilnahme.“ (S. 269)
  4. Von der Getrenntheit zur Verbundenheit. Im Ego-Modus nehmen wir uns als Getrennte wahr. In Wahrheit aber sind wir alle miteinander verbunden. Mitgefühl für den anderen ist der Schlüssel, um diese diese Verbundenheit mit dam anderen immer mehr wahrzunehmen und zu verwirklichen. „Mitgefühl ist sowohl das Feld als auch die Ausrichtung dieses Feldes“. (S. 271)

Wir Menschen sind nicht allmächtig, aber wir sind alle mächtig. (S. 272)

Die holistische Perspektive

Das neue, notwendige (die Not wendende) Paradigma sehen die Autoren im Holismus.

Welche Antwort gibt die „holistische Perspektive“ auf die „drei ewigen Fragen“ (S. 280):

  1. Wie sind wir entstanden?
  2. Wozu sind wir hier?
  3. Wie können wir das Beste aus unserem Dasein machen?

Zu 1: Alles entsteht aus einem unsichtbaren FELD, das vorher da ist. Dieses Feld kann man auch als SEELE bezeichnen (Sokrates, Rupert Sheldrake, Matthew Fox). Da vollzieht sich „etwas“, das sowohl Schöpfung wie auch Evolution ist (2 unterschiedliche Wahr-nehmungs-Perspektiven des Ganzen).

Zu 2: „Doch das Besondere an den Menschen ist, dass wir uns unseres evolutionären Prozesses und Potenzials bewusst sind. Wir sind hier, um die Harmonisierung der Umwelt durch unser Bewusstsein zu fördern.“ (S. 282)

Zu 3: „Wir machen das Beste aus unserem Dasein, indem wir unser Leben so gut leben, wie wir können – für uns selbst, für andere und für unseren Planeten … eine Zivilisation der Gesundheit, der Harmonie und des Wohlbefindens zu bilden.“ (S. 283 f.)

Auf der ganzen Welt sind die Menschen bereit,
die „humanifeste Bestimmung“ anzunehmen und
zu bewussten Mitschöpfern zu werden. (S. 286)

Die Wiederbelebung des Gartens

„Garten“ ist ein anderes Wort für „Paradies“, bzw. Paradies heißt nichts anderes als „Garten“. Ja, wir sind auf dem Weg, das „Paradies auf Erden“ wieder zu erschaffen.

Für diese Bearbeitung des Gartens nennen die Autoren Tools, Werkzeuge:

  • die fraktale Geometrie und Evolution (Muster-Erkennung, „Selbstähnlichkeit“)
  • Zellbiologie: wie im Kleinen so im Großen
  • spirituelle Kosmologie: das mentale und lebendige Wesen des Universums
  • Gesundung des Geldsystems und der Ökonomie: weg von virtuellen Werten, hin zu realem Wohlstand. Ökonomie = Ökologie
  • Heilung des Staatskörpers: „angewandte Evolution“, Konfliktlösung jenseits des Problems, Erweckung des globalen Herzens, Erweckung des „kohärenten Bewusstseins“

Wir schreiben eine neue Geschichte!

Wie können wir an der bewussten Evolution des neuen Super-organismus Menschheit teilnehmen?
Die Menschheit ist definitionsgemäß eine Lebensform, die sich durch MENSCHLICHKEIT auszeichnet. (S. 437)

Die Umprogrammierung der Heilung muss auf individueller und kollektiver Ebene geschehen. In der fraktalen Wirklichkeit kann es keinen entwickelten Organismus geben, ohne dass sich zuerst die Zellen entwickeln. (S. 438)

Evolution bedeutet Lernen, und Lernen beruht auf dem Wiedererkennen von Mustern und ihrer Bedeutung. …
Ein Grund, weshalb sich die Geschichte wiederholt, liegt in dem Faktum, dass sich die Menschen hartnäckig geweigert haben, manche Lektionen zu lernen. (S. 445)

Irren ist menschlich, vergeben ist göttlich. (S. 446)

Der menschliche Geist ist das schlimmste aller Gefängnisse.
(S. 451)

Von duellierenden Dualitäten zu einem dynamischen Duo:
Evolutionäre Einheit erfordert von uns das Bekenntnis zu der Tatsache, dass Gegensätze eigentlich kooperative Partner im dynamischen Tanz der Evolution sind. (S. 459)

Durch diesen Evolutionsschritt werden wir erkennen, dass die Erde nicht nur ein physischer Planet ist, sondern eine lebendige Zelle. (S. 462)

Wir sind die Anführer, auf die wir gewartet haben. … Der Schwerpunkt liegt auf dem Erwachen aller zellulären Seelen, die ein kohärentes, liebevolles Feld erzeugen, in dem von allen beauftragte Anführer im Einklang mit der gesunden zentralen Stimme des Superorganismus Menschheit handeln können. Die eigentliche Herausforderung für jedes Individuum besteht darin, Evolution zu üben … Das ist unsere Liebesgeschichte – eine universelle Liebesgeschichte für das ganze Universum: für Sie, für uns, für alle lebenden Organismen.
Machen wir weiter im fünften Akt! (S. 462)

Mein Fazit: Evolution ist nicht etwas, das mit uns geschieht, sondern ist ein Auftrag an den bewusst werdenden Menschen, bewusster Mitschöpfer zu werden.

Das Buch liefert eine große Perspektive für den nächsten „Quantensprung der Menschheit“: der Sprung zum „Superorganismus Menschheit“. Und da gilt die alte Weisheit: Bei der Heilung des Ganzen beginne jeder (als zelluläre Seele) bei sich selbst und seinen Beziehungen.

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