Martin Danesch: Lachsspringen

Das Buch hat – im wahrsten Sinne des Wortes – zu mir gefunden.
Der Autor schickte mir eine Anfrage, ob er mir ein Rezensionsexemplar zusenden dürfe.
Der Bewerbungtext versprach ein interessantes Buch, und ich gab „grünes Licht“
für das Rezensionsexemplar. Kaum hatte ich das Buch ausgepackt, da packte es mich
und ließ mich bis zur letzten Seite nicht mehr los.

Der Roman des Autoren Martin Danesch zeigt, wie das „Spiel des Lebens“ wirklich
funktioniert, nicht nur an der sichtbaren Oberfläche, sondern in der Tiefe:
In Wirklichkeit geht alles ganz anders, auch sich als Seelen-Paar zu finden.

 

Der Titel „Lachsspringen“ ist schnell aufgeklärt: Es ist spirituelle Mode, „im Fluss zu schwimmen“. Ja, tote Blätter lassen sich treiben. Aber Fische oder Lachse? Sie schwimmen nicht nur gegen den Strom – sie springen in der Laichzeit sogar bei Hindernissen der Quelle des Flusses entgegen: Lachs-Springen! Und diese Energie „gegen den Strom zu schwimmen und zu springen“ hat jeder in sich, die Kraft, in die WIRKLICHKEIT zu springen. Natürlich bleiben auch Lachse, die gegen den Strom springen, immer noch „im Fluss“.

Unser „Protagonist“ Maria (ja, er heißt Maria – und es passt zu seiner femininen Art) wird auf seiner Heldenreise zu Hektor (seinem zweiten Vornamen), zum Helden seiner
(wieder-) gefunden Liebe-fürs-Leben (zu viel verraten?). Jede Reise beginnt mit einer Frage, und das ist seine: Wo finde ich die Frau meines Lebens? Vor Jahren auf einer Indienreise hatte er in einer Palmblattbibliothek die Weissagung bekommen, dass er den Weg des Herzens gehen und die Zeichen des Himmels achten und deuten solle.

Inzwischen geht er erfolgreich diesen Herzens-Weg und ist ein guter Zeichendeuter geworden. Er bittet das Universum (wohlgemerkt: keine Bestellung, sondern eine Bitte), ihm jetzt auch ein Zeichen zu geben, wo er die Frau seines Lebens findet. Und er bekommt sein Zeichen und folgt ihm – auf einer Zugreise „nach Westen“ (von Wien aus nach Salzburg). Mit dieser Zugreise beginnt der spannende Roman, diese Heldenreise von Maria zu Hektor mit Krimi-Einlagen, heißen Sex-Geschichten  und eine wohldosierte Portion tiefsinniger Lebensweisheit. In Salzburg trifft er eine Wahrsagerin, die im prophezeit, dass er erst noch zwei Aufgaben (Rätsel) lösen und drei Frauen helfen müsse (ich sage mal mit eigenen Worten: sich karmischer Belastungen zu „entledigen“ habe), bevor er für die Frau seines Lebens wirklich frei ist und sie sich erkennen würden. „Das Universum verwendet wahrlich eigenartige Methoden, einem am Pflücken unreifer Früchte zu hindern.“ (S. 33) Er lässt sich mutig darauf ein, „was kommt“ und mischt kräftig und verantwortungsvoll mit, da wo er sich aufgerufen fühlt. Er hilft Frauen aus schwierigen Lebenssituationen … und erkennt später den tiefen (karmischen) Sinn. Seine zu lösenden „Aufgaben“ scheinen gewaltig. Doch da ist ein „energetisches Feld“, wodurch auch das Auffliegen eines Maffia-Erpresser-Rings (Gott, was für ein gequältes Wort von mir – im Roman ist es nur „der Club“) fast zu einer Leichtigkeit wird, nur noch einen finalen Anstoß braucht. Alles fügt sich – wie der Fall der Berliner Mauer.

Der Roman fesselt, zieht einen in den Bann, dass man das Buch kaum beiseite legen kann, auch weil es ein sprachlicher Hochgenuss ist. Es ist sehr vielschichtig. Da ist eine Seelen-familie (die sich in seinen Träumen immer mehr zu erkennen gibt), die sich über die verschiedenen Leben immer wieder und in anderen Konstellationen trifft. Keine Begegnung ist zufällig. Ach, es ist nicht nur SEINE Geschichte, sondern auch IHRE, wie SIE sich für ihn befreit. Immer wieder erfährt der Leser, wie IHRE Geschichte nach der ersten Begegnung weiter geht. Denn irgendwann treffen sie sich ja wieder … Und das ist dann kein Zufall mehr. Wir erkennen die „Spielzüge des Lebens“ dahinter.

Mich hat der Roman sehr nachdenklich gestimmt. Ich habe mir Gedanken gemacht, ob ich den Mut habe, noch mehr in die Wirklichkeit hinter dem oberflächlichen Schein zu springen, um mich voll und ganz auf das wirkliche Leben einzulassen. Ja, und das ist ein großes Kompliment an den Roman!


> Die ausführliche Leseprobe (PDF, 21 Seiten),
die der Verlag zur Verfügung stellt

Bei Amazon gibt es das Buch zurzeit nur in der Kindle-Version (4,90 €):
Lachsspringen: Sich finden geht in Wirklichkeit ganz anders

Beim Verlag ist die Print-Version zu erwerben (16.80 €):
>> Die Hardcover-Version beim Verlag

 

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