Monnica Hackl: Kraftquelle Ahnen

Untertitel: Wie wir uns mit den Vorfahren versöhnen und ihren Schutz und Beistand gewinnen


Wir sind uns heute bewusst, dass die meisten Krankheiten ihre Ursache in der Seele und im Geist haben, sich diese Konflikte im Körper nur als Symptome ausdrücken. Für diese seelisch-geistige Sichtweise liefert die Autorin noch eine ganz andere, weitgehend unbedachte Dimension: unsere seelische Verbundenheit zu unseren Ahnen, die Seele Verstorbener. Mehr noch: Manche Krankheiten oder Belastungen sind gar nicht anders zu verstehen und auch nur auf dieser Ebene der Ahnen zu heilen. Der bewusst gesuchte Seelen-Kontakt zu unseren Ahnen kann uns stärken (Wir sind Zwerge, die auf den Schultern von Riesen stehen), aber auch belasten, wenn wir diese seelischen Beziehungen nicht geklärt haben.

Der erste Teil des Buches macht diesen Zusammenhang so eindringlich bewusst, dass es unmittelbar einleuchtend ist, dass eine ganzheitliche Heilung der Seele die – wie die Autorin es nennt – „Stammbaumheilung“ einschließen sollte.

Und so leben auch die verstorbenen Ahnen weiter, allerdings nicht in der stofflichen Form, die wir kennen, sondern eher in einer energetischen, feinstofflichen. Seit alters her sprechen die Menschen daher von den Verstorbenen nicht unbedingt als Toten, sondern als Seelen. (S. 20) …

Wenn wir uns mit ihnen versöhnen und uns gut mit ihnen stellen, geben sie uns beinahe so etwas wie eine Garantie für ein glückliches und erfolgreiches Leben. (S.12)

So wie wir eine „Renaissance der Seele“ erleben, so auch all der Themen, die mit der Seele zusammen hängen, damit auch einen neuen Zugang zu unseren Ahnen und: einem immer populärer werdenden seelischen Heilungsweise, die sich diesem Thema verschieben hat: dem Schamanismus (die Autorin ist eine schamanische Heilerin aus Süddeutschland).

Techniken der „Stammbaumheilung“ (ab S. 88)

Während einer schamanischen Reise hat die Autorin eine unangenehme Beziehung zu einer Verwandten mit einem Geistführer klären können. Sie hat dieses Ritual dann so weit modifiziert, dass es auch ohne lange schamanische Ausbildung für jeden praktikabel ist. Es bedarf dazu eines feinfühligen Menschen (der „Schamane“), eines Klienten und 2 bis 3 Helfer, die dieses Ritual gemeinsam durchführen. Genaue Beschreibung im Buch S. 95 – 104

Die tiefe Bedeutung des Rituals erklärt die Autorin mit den Worten einer befreundeten Ärztin:

Durch dieses Ritual wird all die Liebe wieder zugeführt, die einem Menschen verweigert worden ist. (S. 108)

Dieses Ritual steht im Mittelpunkt, doch die Autorin beschreibt noch weitere Hilfen:

  • „Die heilige Magie der Säulen und Pfeiler“ von z.B. gotischen Kirchen
  • Andere Seelen intuitiv „erspüren“
  • Eine (selbst initiierte) schamanische Reise durchführen
  • Eine Begleitung von professionellen Schamanen selbst
  • Die Seelenreise zu den eigenen Kindern
  • Die schamanische Arbeit mit dem Zellgedächtnis
  • Die Stammbaumheilung (nach Dr. Kenneth MacAll)
  • Die Arbeit mit den magischen Pflanzen der Schamanen
  • und nicht zuletzt: „Selbst zu guten Ahnen werden“

Zur Bedeutung dieser Heilung der Seelenbeziehung zu den Ahnen schreibt die Autorin:

Meiner Erfahrung nach ist es nur ein- bis zweimal im Leben nötig, diese Zeremonie zu zelebrieren. … Ein bis zwei tief greifende schamanische Behandlungen im Leben verändern die seelische Konstitution so positiv, dass es wieder möglich wird, gestärkt durchs Leben zu gehen und auch schwierige Probleme unbeschadet zu überstehen. Psychologen würden dazu sagen, dass der Betreffende eine gesunde Resilienz aufbauen konnte. Der Begriff bedeutet die seelische Widerstandskraft, Krisen zu überstehen, und die Eigenschaft, trotz widriger Ereignisse seinen Lebensmut zu behalten. (S. 109)


Mein Fazit: Was mich an dem Buch vielleicht am meisten fasziniert ist die Leichtigkeit, mit der die Autorin das Thema behandelt. Es gibt dort keine großen „esoterischen Geheimnisse“ oder „wilde schamanische Praktiken“. Alles ist unaufgeregt dargestellt, so dass jeder einen leichten Zugang zur Thematik bekommen kann und angeregt ist, die verblüffend einfachen Heilungstechniken „einfach“ einmal auszuprobieren. Nicht zuletzt machen viele unglaubliche „Fallgeschichten“ das Buch so lebendig, dass man den Eindruck bekommen kann, die Ahnen schauen einem beim Lesen über die Schulter. Das Buch schafft einen leichten Zugang zu einer sehr vernachlässigten Welt, deren Heilung so bedeutsam sein kann. Wunder-voll!


 

Kraftquelle Ahnen: Wie wir uns mit den Vorfahren versöhnen und ihren Schutz und Beistand gewinnen (Klick mich)


 

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