Paul Ferrini: Die Gegenwart der Liebe

Untertitel: Die Vollendung des Kurses in spiritueller Meisterschaft

Dies ist der dritte Band im „Kurs für spirituelle Meisterschaft“
(>> mehr zu Teil 1 und 2).
Das Buch wendet sich nun an „Lehrer, Heiler und Führer“, die sich wirklich berufen fühlen, an der Transformation des Planeten Erde teilzunehmen.
„Meine Freunde, die Zeit für eine separate, individuelle Spiritualität ist vorbei. Von jetzt an betreiben wir unsere Heilung nicht alleine, sondern miteinander.“ (S. 37)
Der „Kurs für spirituelle Meisterschaft“ ruft seine Schüler auf, selbst Lehrer, Heiler und Führer zu werden.

Viele von euch lesen meine Worte seit Jahren, aber ihr habt euch davor gefürchtet, euer Licht scheinen zu lassen. Meine lieben Freunde, eure Vorbereitungsphase ist beendet. Jetzt ist es an der Zeit, euer Licht scheinen zu lassen und die Lehre selbst zu verkörpern. Es ist Zeit aufzustehen und der Welt eure Gabe zu schenken. (S. 46)

Ja, ich fühle mich selbst angesprochen! Und ich fühle, dass das Leben mich in der Zwischenzeit (nach dem mersten Lesen des Buches) an meinen Ort der Heilung geführt hat: inmitten meiner Familie in Südfrankreich, inmitten der wilden Natur (Cévennen), inmitten eines sehr vereinfachten Lebens, inmitten von Herz und Stille.

Das Buch hat eine merkwürdige Mischung starker Poesie (ein Autor hat Paul Ferrini einmal mit Khalil Gibran verglichen) und dem Aufruf zum Handeln eines heiligen Revolutionärs: Er ruft die „Fußsoldaten Gottes“ für die „heilende Armee“ zusammen
(S. 7). Oder verwendet ein anderes Bild: „Willkommen in der Baubrigarde des goldenen Tempels. Deine Bewerbung war beeindruckend, also lass uns sehen, was du auf die Beine stellen kannst.“ (S. 12)

Dies ist die letzte Menschengeneration, der es möglich ist, voller Selbstsucht und Gier auf diesem Planeten zu leben. Es ist die letzte Generation, die in der Lage ist, die Luft und das Wasser zu verpesten. Wenn wir unsere Herzen nicht füreinander öffnen und zu guten Hütern des Planeten werden, müssen wir die allmähliche Erniedrigung und schließlich den Niedergang der Menschheit auf der Erde miterleben. (S. 8 )

Das Buch hat 3 Teile:

  1. Den Ruf hören
  2. Unsere Göttlichen Eltern
  3. Den Ruf beantworten

Teil 1: Den Ruf hören

Die „Gegenwart der Liebe“ erfahren wir – verblüffend, oder? – in der Gegenwart. Ängste dagegen kommen aus der Vergangenheit oder richten sich auf die Zukunft.
Gegenwärtig zu sein ist schon ein Teil der Heilung. Denn Liebe kann nur im Hier und Jetzt fließen.
Jeder empfängt irgendwann einen „Weckruf“. Heute ist es so, dass sich dieser Weckruf nicht nur an einzelne richtet, sondern an die ganze Menschheit. „Die Erde erlebt zurzeit ihre kollektive Kreuzigung, ihrer dunkle Nacht der Seele, und wir sind mit von der Partie. Wir werden vor die Wahl gestellt, entweder mit Angst zu reagieren oder mit Liebe.“ (S. 33)
„Wenn du willens bist, strömt die Heilung für dich und andere durch dich hindurch, und du wirst zu einem Instrument der Liebe.“ (S. 38)
„Die Botschaft der Meister“ ist, „dass das Endspiel-Szenario auf der Erde begonnen“  (S. 45) hat. Was ist das Rettende? „Das menschliche Bewusstsein ist reif für die Rückkehr zum Weiblichen. Die weibliche Essenz verkörpert die Energie der bedingungslosen Liebe.“ (S. 47) Bei allem geht es eigentlich nur im EINE Frage: „Bist du breit? Bist du breit, der Liebe die Führung in deinem Leben zu überlassen?“ (S. 52)

Die Lehrer des neuen Paradigmas ermöglichen die Heilung und demonstrieren die Lehre an ihrem eigenen Beispiel. Sie verkörpern Liebe und Akzeptanz. Sie sind kooperativ, offen und bereit, das Beste im anderen zu sehen. … Sie wissen, dass wir nie alleine heil werden und setzen sich für den Aufbau einer heilenden Gemeinschaft ein – für sich selbst ebenso wie für die anderen. (S. 55)

„Dann wirst du zum Meister. Wenn du ehrlich auf den Ruf antwortest, wird dir Herzensstärke gegeben und die erhältst die Werkzeuge, die du brauchst, um dein Lebenswerk auf Erden zu erfüllen.“ (S. 60)

Teil 2: Unsere Göttlichen Eltern

Ich kenne kein anderes spirituelles Buch, dass das Göttliche als „Göttliche Mutter“ und „Göttlicher Vater“ so klar und deutlich sieht und unsere „Göttlichen Eltern“ wieder zusammen wirken lässt. Alleine diese Rückkehr des Göttlichen als ELTERN ist überaus heilsam, der Abschied vom alleinigen „Gott Vater“. „Dies ist das Geheimnis, meine Lieben: Ihr könnt nicht zum Vater kommen, es sei denn durch die Mutter.“ (S. 73)

Der Weg der planetaren Heilung ist „die Rückkehr zum Weiblichen“. „Wir haben nicht vor, das maskuline Prinzip schlecht zu machen. … Aber zuerst müssen wir uns mit der Liebe der Mutter verbinden. Dann, und nur dann werden unsere Handlungen nützlich und heilsam für uns selbst und andere sein.“ (S. 75) Das weibliche Prinzip ist vom Urteilen zum Akzeptieren zu wechseln. Das mütterliche Prinzip akzeptiert jedes ihrer Kinder so, wie es ist.
Auf unserem Weg der Heilung ist es auch wichtig, unsere „Wunden in Bezug auf die Mutter“ zu heilen, Wunden, die aus zu wenig Mutterliebe oder übermächtiger Mutterliebe resultieren. „Wir müssen lernen, die bedingungslose Liebe und Akzeptanz der Göttlichen Mutter anzunehmen. Wir müssen lernen, uns selbst die Mutterliebe zu geben.“ (S. 88)

Deshalb müssen wir atmen, Geduld üben und wissen, dass das Küken genau dann geboren wird, wenn es soweit ist, und keine Minute früher. Wer Meisterschaft erlangen will, muss lernen, dem Prozess zu vertrauen. Er oder sie muss mit der Mutter verweilen, bis die Schutzschicht des Ego von selbst aufzubrechen beginnt. (S. 91)

„Der Geburtsprozess ist endgültig, unaufhebbar und einzigartig. Zweifel und Ängste treten beiseite und die Macht der Liebe wird manifest. Der strahlende Vogel des Geistes wird geboren und ist bereit zu dienen. Das ist der Moment, auf den der Göttliche Vater gewartet hat. Jetzt wird die Fackel von der Mutter an den Vater weitergereicht. Die Zeit der nährenden Obhut ist zu Ende. Die Zeit der Ermächtigung ist gekommen.“ (S. 92)

Während die Mutter mit Liebe und Akzeptanz zu tun hat, geht es beim Vater um Arbeit und Dienen. Die Mutter verkörpert das Sein, der Vater das Tun. Die Mutter ist das Empfängliche, der Vater das Gebende. (S. 93)

Es gibt auch Vater-Wunden, und wie bei der Mutter-Wunde auch zwei Varianten: „Menschen, denen es schwer fällt, ihr Lebenswerk zu manifestieren, sind in Bezug auf den Vater verwundet.“ (S. 102) Solche Männer bleiben im warmen Nest der „liebenden Mutter“ verstrickt. Sie ziehen „dominante Frauen“ an, die sie nie wirklich lieben können.

Um unsere Wunde in Bezug auf die übermächtige Mutter und den fernen Vater zu heilen, müssen wir die dominanten Frauen in unserem Leben auf Abstand halten und auf Männer zugehen, die uns sanft aus unserem Nest stoßen und uns lehren, unseren Flügeln zu vertrauen. (S. 106)

Unsere Heilung liegt in der „Synergie der mütterlichen und väterlichen Energien“. „Von der Mutter lernen wir, uns selbst anzunehmen. Vom Vater lernen wir, uns selbst zu verwirklichen.“ (S. 110) Und „in Jesus haben sich die mütterliche und die väterliche Energie auf außerordentliche Weise die Waage gehalten.“ (S. 111) „Die Mutter- und Vaterenergie ergänzen sich am besten, wenn wir wissen, dass wir zwar nichts erzwingen können, die Dinge aber auch nicht von alleine passieren.“ (S. 113)

Es ist nicht nur wichtig, unsere Mutter- und Vaterwunden mithilfe unserer Göttlichen Eltern zu heilen, sondern um göttliche Führung zu bitten. „Du musst tägliche fragen, in jeder Situation: ‚Gott, was wünschst du, was ich hier tun soll?‘ Fang an zu fragen, und du wirst die Führung erhalten, um die du bittest.“ (S. 116) So werden wir Diener der Liebe: „Du tauchst einfach als Instrument auf, und alles wird durch dich getan.“ (S. 119)

Teil 3: Den Ruf beantworten

Wenn wir durch die Gnade der Göttlichen Eltern geheilt sind, dann gilt es, wirklich Verantwortung zu übernehmen. „Wir müssen Verantwortung übernehmen: Für unsere körperliche,, emotionale und geistige Gesundheit, für die Gesundheit unserer Gemeinschaften und die Gesundheit unseres Planeten, auf dem wir leben.

Wir müssen vor allem „den Ruf der Kinder“ beantworten. Sie selbst ermächtigen, einen Beitrag zur Heilung des Planeten zu leisten. Wir müssen die Verbrechen an Frauen und Kindern beenden, Missbrauch jeglicher Art.

Das alte System liegt im Sterben. Es kann nicht länger aufrecht erhalten werden. Wir müssen es sterben lassen und unsere Energie darauf verwenden, eine neue Vision für das menschliche Leben auf dieser Erde zu entwickeln.  (S. 146)

„Wie unsere göttlichen Eltern sind auch wir Schöpfer. Es liegt in unserer Natur, auszudrücken, wer wir sind. Es ist unser Wesen zu teilen, zu verkünden, zu bauen. Doch wir dürfen mit dem Schöpfungsakt erst beginnen, wenn wir der Liebe erlaubt haben, in unserem Herzen Einkehr zu halten – die Dinge, die wir erschaffen, werden sonst niemandem nützen. Wenn wir schöpferisch tätig sind, müssen wir es immer nur aus Liebe tun. Wir dürfen nur erschaffen, was für uns und andere gut ist.“ (S. 162)

Mein Fazit: Für mich ist das Buch von Paul Ferrini das klarste, das tiefste, das heilsamste, das liebevollste, das prosaischste Buch, das ich von ihm gelesen habe (habe ich mich jetzt beim Werten erwischt?). Ich fühle meine tiefsten Wunden erkannt. Kein anderes Buch hat mich so tief berührt – auch in der Aufforderung, „aufzutauchen“ und loszugehen. Für vieles, was ich seit Jahrzehnten aufnehme, ist die Zeit jetzt reif! Ich fühle mich verstanden, akzeptiert, wie ich bin und geliebt. Es ist mir sehr bewusst geworden, dass ich selbst in einem „Heilungsbiothop“ lebe, Verantwortung trage und durch mein SEIN einen Ort der Liebe mitgeschaffen habe.

Ich wünsche, dass das Buch noch viele andere Menschen in diesem Sinne anspricht und wir uns auf dem gemeinsamen Weg irgendwann und irgendwo begegnen.

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