Reiner Noreisch: Erschaffe dein Leben neu!

Untertitel: Warum positives Denken alleine nicht reicht


Ich bespreche das Buch einen Tag nach dem Austritt des Groß-Britanniens aus der Europäischen Union. Die Krise in Europa spitzt sich zu, manifestiert sich in einem ersten, tiefen Bruch. Wahrlich: Wir leben in Krisenzeiten, von denen keiner mehr verschont wird. Allgemeine „Er-Schöpfung“ wird zu einer „Volkskrankheit“. Da läuft vieles ganz gewaltig schief. Es ist nicht mehr die Zeit, um über spirituelle Konzepte zu diskutieren, sondern in ein zutiefst schöpgungsgerechtes HANDELN zu kommen. „Wer heilt, hat recht.“ Das Buch von Reiner Noreisch ist genau das rechte Buch zur rechten Zeit. Wir alle brauchen vor allem funktionierende Konzepte, um aus dem „erschöpften Opferbewusstsein wieder ins kraftvolle Schöpferbewusstsein“ zu kommen. Aus dem Handbuch von Reiner Noreisch spricht Praxis-Erfahrung. Da ist ein rettendes Krisen-Werkzeug für den einzelnen, das erprobt ist und funktioniert.

Das Buch ist durchaus als „spirituelles Buch“ zu werten. Sein Motto ist der bekannte Spruch von Teilhard de Cardin: „Wir sind keine Menschen, die spirituelle Erfahrungen machen, sondern wir sind spirituelle Wesen, die erfahren, Mensch zu sein.“ Ansonsten philosophiert der Autor nicht lange über Spiritualität. „Nach meiner Auffassung gibt es keine Trennung zwischen ‚dem Leben‘ und Spiritualität. (S. 181). Das Buch verzichtet sogar auf das schillernde Konzept des „Ego“ und spricht stattdessen vom „begrenzten Ich“. Es geht nicht darum, den Lieblingsfeind der Spirituellen, das Ego, zu bekämpfen (wie auch immer), sondern Ich-Begrenzungen zu erweitern.

Was normalerweise als Störung oder Krankheit angesehen wird, ist nach meiner Auffassung eigentlich eine spezifische Lernerfahrung der Seele eines Menschen. Schöpfer-Transformation unterstützt Sie darin, diese Erfahrungen zu vervollständigen und zu integrieren.“ (S. 16)

Damit ist das entscheidende Stichwort schon gefallen: „Schöpfer-Transformation“. Dieser vom Autor entwickelte Prozess zieht darauf ab, Blockademuster aus der Vergangenheit nicht mehr auszuagieren, sondern zu transformieren, um immer mehr Schöpfungspotenzial verwirklichen zu können. Dies führt nicht nur dazu, seine tiefsten Wünsche und Visionen (endlich) verwirklichen zu können, sondern damit auch einen Beitrag zum Transformationsprozess der Menschheit zu leisten.

Die 5 Phasen der Transformation

Dreh- und Angelpunkt des 5-Schritte-Prozesses sind die 5 Phasen der Transformation:

  1. Die Phase der relativen Zufriedenheit in einer Bequemlichkeitszone. Alles scheint im Leben (noch) optimal zu funktionieren.
  2. Die Phase der zunehmenden Störungen, Verunsicherungen, Disharmonien. Das Lebenssystem gerät ins Wanken. Abwehrmechanismen (aber auch verdeckende Süchte) versuchen sich im Krisenmanagement, um die Bequemlichkeitszone der 1. Phase wiederzugewinnen.
  3. Die Phase der manifesten Krise. Keine Tricks nutzen mehr, die Krise ist da und nicht mehr zu verdrängen. Alles scheint auseinander zu brechen, der Boden unter den Füßen verschwindet. Alles scheint im freien Fall nach untern. Der äußere Halt löst sich als Illusion auf.
  4. Die nach innen gerichtete Phase sucht nach inneren Ressourcen, um aus dem inneren Selbst, dem „wahren Wesen“, dann eine neue Realität zu erschaffen.
  5. Der (Quanten-) Sprung und die Transformation in eine neue Realität als Schöpfer des eigenen Lebens. Eine neue Integration des eigenen Lebens ist zum Wohle aller erreicht.

Wenn man diese Phasen als grundlegende Dynamik des Wandels vor Augen hat, dann sind die 5 Elemente der Schöpfer-Transformation des Autoren leicht nachzuvollziehen:

Die 5 Elemente der Schöpfer-Transformation

Die 5 Elemente sind auch die 5 Hauptphasen des Prozesses:

  1. Das Erwachen aus der Alltagstrance. Das bedeutet vor allem, sich aus der Alltagstrance distanzieren zu können, sich damit nicht mehr zu identifizieren, auf dem Weg zu einer neuen Identität zu sein, sich „neu zu erfinden“.
  2. Die bisherigen Erfahrungen zu würdigen. Dies ist durchaus ein schwieriger Schritt, weil man in einer Krisensituation einfach alles „schwarz“ sieht, als ob man im Leben auf ganzer Linie versagt hätte. Diese Würdigung des bisherigen Lebens ist Selbstliebe, das Erkennen des positiven Potenzials in den scheinbar negativen Erfahrungen. Das scheinbar Negative entpuppt sich als Lern-Herausforderung.
  3. Sich die Energie zurück holen. In Blockaden steckt Energie! Die wichtigste Energiequelle in dieser Phase sind keine „Fremdenergien“, sondern die Befreiung der eigenen Energien aus den Blockaden.
  4. Die liebevolle Umarmung aller Anteile des eigenen Selbst. Jede Transformation ist auch ein Integrationsprozess. Das Herz integriert und umarmt alles wie eine liebevolle Mutter.
  5. Die Erschaffung einer neuen, erfüllten Realität. Die Transformation ist abgeschlossen, wenn sich eine neue Realität eines erfüllten Lebens stabilisiert hat.

Ja, so einfach ist die Landkarte des Wandels! Die Genialität zeigt sich immer in der Einfachheit. Es geht nur darum, es umzusetzen. Über kurz oder lang zwingt das Leben einem diese Prozess auf. Die eigene Wahl ist es, früh genug aufzuwachen und einen solchen Reiseführer der eigenen Heldenreise aus der Begrenzung in die Fülle auch zu nutzen und nicht mehr orientierungslos von Krise zur Krise umherzuirren.

Mein Fazit: Wer aus dem ewigen „Teufelskreis“ eigener Gefühls-, Denk- und Verhaltensmuster ausbrechen will, der ist mit diesem Buch als Transformations-Führer bestens beraten: endlich transformieren statt ewig ausagieren! Der Teufelskreis ist eine Spirale nach unten: Die eigenen Muster wollen erlöst werden oder verdammen einen in die zunehmende Hölle des eigenen Lebens. Das Buch hilft auch, es nicht erst zu einer solchen zerstörerischen Drama-Dynamik kommen zu lassen. Es hilft, früh genug einzugreifen, um das eigene Schöpferpotenzial zur Entfaltung zu bringen. Wenn wir diese Dynamik der Wandlung gemeistert haben, kommen wir in den „Engelskreis“ der Aufwärtsspirale. Das Leben will nichts anderes, als dass wir unsere Schöpfer-Potenziale entfalten. Der Schlüssel ist das eigene Bewusstsein und die Bewusstwerdung.

 

Erschaffe Dein Leben neu!: Warum positives Denken alleine nicht reicht (Klick)

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3 Kommentare

  • „Warum positives Denken alleine nicht reicht“: Wer so schreibt, hat evtl. „Positives Denken“ nicht wirklich verstanden. Wenn man sich anschaut, was „positive(ly)“ im Englischen alles bedeutet, hat man eine Chance,der Wahrheit näher zu kommen. Ich bin jedenfalls seit etlichen Jahren der Meinung, daß der Mensch nur im „höheren / wahren Selbst“, im feinstofflichen Bewußtsein, der Seele, wahrhaft positiv denken kann.

    Im Grunde braucht man nicht speziell „Positiv denken“ zu lernen – ebensowenig wie „Gewaltfreie Kommunikation (M. Rosenberg) oder eines der vielen sonstigen Konzepte. Das einzige, was der Mensch tun muß, um ALLES gut / richtig zu machen, ist: WAHRHAFT ERWACHSEN zu werden. Denn DAS ist die „Krankheit der Gesellschaft“ (Kütemeyer, Fromm, u.a.), die „Kollektive Neurose“, wie in der Soziologie genannt – woraufhin ich den Begriff (die) „Kollektive Zivilisations-Neurose“ prägte und seit 1992 öffentlich verwende. Damals begann ich meinen eigenen Weg der Heilung, meine Suche nach Ursache(n) von Krankheit und Gesundheit, und gleichzeitigf meine Aufklärungs-Initiative, die seit ein paar Jahren den Namen PROJEKT SEELEN-OEFFNER trägt.

    „Nach meiner Auffassung gibt es keine Trennung zwischen ‚dem Leben‘ und Spiritualität.“: Welche Art von „Leben“ ist hier gemeint? Das, was der Normal- / Kollektivneurotiker darunter versteht oder das WAHRE Leben (ohne neurotische Begrenzung / Beeinträchtigung)?

    „… verzichtet sogar auf das schillernde Konzept des „Ego“ und spricht stattdessen vom „begrenzten Ich“.“: GÄHN! Das ist doch auch nichts neues. Viele Autoren wollen sich interessant machen und erfinden neue Begriffe – aber das hilft der Sache / Problematik nicht. Die, die es am meisten betrifft, verstehen es so oder so am wenigsten. Wer sich im Metier auskennt, weiß ohnehin, daß das „Ego“ das „kleine ich“ ist, das „Pseudo-Selbst“, das (Quasi-)Bewußtsein des grobstofflich-materiellen Aspekts des Menschen, welches nicht die Kraft der Liebe ist und sich deswegen danach sehnt.

    „Es geht nicht darum, den Lieblingsfeind der Spirituellen, das Ego, zu bekämpfen …“: Die wahrhaft spirituellen Menschen betrachten das Ego nicht als „Feind“, sondern als „Nächsten“, der vom Menschen (der sich mit dem höheren Selbst vereinigt hat und identifiziert) bedingungslos geliebt wird.

    „Was normalerweise als Störung oder Krankheit angesehen wird, ist nach meiner Auffassung eigentlich eine spezifische Lernerfahrung der Seele eines Menschen“: Alle sogenannten „Störungen“ / „Krankheiten“ sind in Wahrheit („nur“) verschiedene SYMPTOME der EINEN, wahren / echten Krankheit: Mangel an feinstofflicher (Seelen-)Energie – die wir unter diversen Namen kennen: universelle Energie, Lebens-Energie, Kraft der Liebe, Freude und des Friedens; Od, Chi / Qi / Ki, Prana, Orgon, „Kraft aus der Höhe“, Schöpferkraft, Heil- / Placebo-Kraft, usw.. Der typische zivilisierte Mensch leidet an chronischem, sich verschlimmerndem Mangel an dieser Energie, wesahalb die Neigung zu – mehr – konkretem Krankwerden im Lauf der Zeit zunimmt. Die Enwicklung können wir am Geschehen in der Gesellschaft gerade in den letzten wenigen Jahrzehnten gut erkennen: An den Zunahmen von Krankheitsfällen, -tagen oder -kosten; am Konsum von Medikamenten oder Drogen oder daran, daß diverse Krankheiten bei den Menschen immer früher auftreten. Ich beobachte das sehr intensiv im Bereich der Psychiatrie, wo ich seit 1994 ehrenamtlich engagiert bin.

    Das Wort „KRANK“ ist ein sehr altes Wort – es kann nach Grundsätzen der Ursprache betrachtet und analysiert werden: „K-RANK“. Das meint: „Mangel an Rank(-Kraft) / Entwicklungspotenzial (Kraft, Energie). Wenn man will, kann man in „RANK“ auch noch das alte ägypt. Zeichen / Symbol „Ank(h)“ für „Lebens- / Gott-Kraft“ erkennen.

    Nachgegangen bin ich natürlich auch der Frage, was den Mangel an Seelen-Energie verursacht. „Überforderung“ ist eine naheliegende Antwort. Und da gibt es wiederum mehrere Möglichkeiten. Auch ein völlig Gesunder kann sich – z.B. im Not- / Krisenfall mal über das übliche Maß hinaus fordern und wird dann merken, daß er zum Ausgleich, zur Erholung, auch mehr Ruhe / Entspannung braucht. Ein solcher Mensch kann m.E. nicht „schwer“ oder häufig krank werden. Es gibt aber mindestens noch eine weitere Möglichkeit, wie ein Mensch überfordert werden kann: Durch eine MENTALE / EMOTIONALE Überforderung, die eine seelische Verletzung, ein Trauma, verursacht. Bei so etwas zieht die Seele (die ich als feinstoffliches Lebewesen versehe) sich zusammen / zurück – und folglich steht weniger von ihrer Energie dem Menschen (im grobstofflichen Körper) zur Verfügung. Wenn dieser Zustand nur kurz anhält, ist das kein Problem. In wahrhaft gesunden Gemeinschaften heilen seelische Verletzungen – ich denke besonders an KINDER – meist recht schnell (im Klima der bedingungslosen Liebe).

    Die zivilisierte Gesellschaft ist aber keine solche Gemeinschaft und auch die kleineren Gemeinschaften innerhalb der Gesellschaft sind allermeist – schon – durch die kollektive Neurose entfremdet. Folglich bleiben die allermeisten Kinder früher oder später an einem ungeheilten Trauma „hängen“ und schleppen das fortan mit sichb herum. Sie wissen es selbst nicht – und auch das Umfeld nimmt es in den meisten Fällen nicht wahr. So chronifiziert die individuelle Neurose und das Kind wird zum Mitträger der kollektiven Neurose der Gesellschaft.

    Grundlegende Heilung – und zwar auf dem ganz natürlichen Weg – ist aber in jedem Einzelfall immer möglich. Das Potenzial dazu trägt der Mensch lebenslang – unverlierbar – bei sich. Es ist sein WAHRES SELBST / SEIN.

    ***

    „Über kurz oder lang zwingt das Leben einem diese Prozess auf. „:
    Ganz und gar NICHT!
    Die allermeisten Menschen sterben, ohne die Wahrheit erfahren zu haben.
    Entweder mehr oder weniger alt – von medizinischer Wissenschaft / Technik am „Leben“ / Leiden gehalten oder schon vorzeitig an Symptomen DER Krankheit oder durch Suizid – was nach meinem Dafürhalten in den meisten Fällen keine „freie Entscheidung“ der „Selbstmörder“ ist, sondern eine Art zwanghaften Tuns (Neurose!) im Zustand des krankheitsbedingt eingeschränkten Verstandes / Denkens. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sich das im suizidalen Zustand „anfühlt“ und was das rationale Denken dann noch „hergibt“. Leider gibt es für diese Gefahr keinerlei Aufklärung oder systematische Prävention – obwohl sie möglich wäre.

    „Die eigene Wahl ist es, früh genug aufzuwachen …“:
    Das ist für die große Mehrheit „graue“ Theorie! Die Befallenen / Beeinträchtigten haben – ohne angemessene, wahrheitsgemäße Aufklärung (und Hilfestellung) – keine „Wahl“. Denn NEUROSE bedeutet auch, nicht wollen zu können. Der „Freie Wille“, über den der wahrhaft gesunde Erwachsene durchaus verfügt, steht dem Neurotiker, dem „Abgetrennten“, nur sehr bedingt / begrenzt zur Verfügung. Neurose ist primär ANGST-Störung – und Wissende sprechen zu Recht von „Versklavung“ durch die Angst / Neurose – in der Neuzeit genau so wie schon in der Vergangenheit, vor 2000 Jahren oder mehr, bei Moses. Die „Versklavung“ seines Volkes in Ägypten verstehe ich als symbolische Darstellung der Versklavung durch die Neurose und Angst. Das wird untermauert durch die Darstellung einer kollektiven Symptomatik im „Tanz um das goldene KALB“, wobei das „Kalb“ auch eine symbolische Bedeutung hat, nämlich als Hinweis auf die „Diagnose“: „Pathologische (geistig-seelische / spirituelle) UNREIFE ( = Unweisheit = Dummheit)“. Bekräftigt wird das durch die Aussage des Jesus (Christus) am Kreuz: „…denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Wer nicht weiß, was er tut, ist entweder KIND – und ganz natürlich noch unweise (DUMM) oder pathologisch. Das Johannes-Evangelium spricht es noch deutlicher aus: „… hat ihre Augen verblendet und ihre Herzen verstockt, auf daß sie nicht sehen und ich sie heile.“ Das ist schon fast „Klartext“. Es wird hier von „Wahrnehmungs- / Erkenntnis-Störung“ und „Seelische Störung“ gesprochen ebenso wie von der typisch neurotischen „Krankheitsuneinsichtigkeit“ / „Non-Compliance“ und, daß die Heilung MÖGLICH ist.

    Wichtig ist, die Menschen dort „abzuholen“, wo sie „stehen“.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang Heuer
    Projekt Seelen-Oeffner

  • Gabriele Krauskopf

    Ist eine Heilung möglich, ich hab eine Depression, hab keinen Lebenssinn , komm schwer aus dem Bett, wenig Kraft, kein Selbstwertgefühl. Fühle mich angespannt und nervös.
    Liebe Grüße
    Gabi Krauskopf

    • Reiner Noreisch

      Sicher, eine Heilung ist immer möglich. Beim Vorliegen einer Depression ist jedoch persönliche Hilfe z.B. in Form von Psychotherapie empfehlenswert.

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