Thomas von Rottenburg: Heilkunde der Ätherischen Öle

Ich lese zur Zeit mit großem Interesse Bücher zur Alchemie, der uralten Weisheit der inneren Wandlung vom unedlen zum edlen Menschen, vom tierischen zum göttlichen Menschen. Ohne es erwartet zu haben, habe ich hier ein Buch in den Händen, das mir diesen alchemischen Prozess so tiefsinnig erläutert, wie ich es noch nirgends anders gelesen habe. Es versteht sich gar nicht als „Einführung in die Alchemie“, sie wird nur in wenigen Worten erwähnt (S. 27 – 30). Es ist vielmehr ein praktisches Buch einer wirklich modernen Alchemie, die Herstellung Ätherischer Öle als Heilmittel. Es erinnert an Paracelsus, der die Alchemie genutzt hat, um Heilmittel zu kreieren (seine Spagyrik). Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der alchemische Prozesse als „Arbeit der Seele“ wirklich verstehen will. Ich habe es nirgends anders in solch „destillierter Klarheit“ gefunden. Die Herstellung Ätherischer Öle als Heilmittel ist dafür nur EIN Anwendungsgebiet moderner Alchemie, doch ein wundervolles. Und der Autor versteht sein Handwerk!

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Ätherische Öle als Seelenwesen


Der Autor bespricht und empfiehlt für die Hausapotheke 12 + 1 Öle: Basilikumöl, Immortellenöl, Ingweröl, Nelkenknospenöl, Pfefferminzöl, Ravintsaraöl, Rosengeranienöl, Schafgarbenöl, Silberwermutöl, Thymian-thujanol-Öl, Vetiveröl, Zypressenöl und das Drachenblut.

Die ätherishen Öle werden (alchemisch) durch Dampfdestillation gewonnen. „Der Wasserdampf verleiht den ätherischen Ölmolekülen Flügel in einen neuen Aggregatzustand hinein – nämlich den des Dampfes. Aus der Bindung an die Pflanze befreit, streben sie auf den Schwingen des Dampfes dem Kosmischen entgegen.“ (S. 27)

Die so gewonnenen ätherischen Öle sind keine synthetischen, sondern eine Neuschöpfung des Menschen in Kooperation mit der Natur. „Ätherische Öle sind eine gemeinsame Schöpfung von Pflanzenwelt und Menschenhand. Ohne den destillierenden Menschen hätten wir ebenso wenig ätherische Öle in unseren Händen wie ohne die pflanzliche Grundlage.“ (S. 27)

In dem Moment, in dem die Pflanzen-Essenzen durch den „Destillationsschock“ gehen, legen sie ihr physisches Kleid ab und werden zu ätherisch-astralen Elementarwesen. Sie sterben in ihrer Physis, werden Asche, doch werden als Seelenwesen wiedergeboren. „Das Pflanzenwesen geht in der Destillation durch einen Todesprozess und steht auf einer höheren Ebene wieder auf“ (S. 28). „Das Ölwesen, durch den Destillationsschock gegangen, geläutert und wiederauferstanden, hat sich nun erweiterte geistige Qualitäten und Möglichkeiten erschlossen. Die Früchte dieses Todes- und Wiederauferrstehungsprozesses zeigt sich in einer stärkeren therapeutischen Potenz.“ (S. 29) Die so geschaffenen ätherischen Öle haben das göttliche Ziel des alchemischen Prozesses erreicht: ihre Unsterblichhkeit. Richtig aufbewahrt verderben sie nicht mehr.

Die alchemische Herstellung solcher hochpotenzieller Heilmittel als ätherische Öle ist schon bahnbrechend, doch noch gar nicht die eigentliche Revolution:

Die entscheidende Rolle des Bewusstseins und
der therapeutischen Beziehung als Wesensbegegnung


Mich hat auch an der Naturmedizin immer gestört, dass auch hier Mittel zur Gesundung verabreicht werden. Schul- und Natur-Medizin sind im Grunde instrumentelle Medizin, nur unterschiedliche Arten der Instrumente nutzend: hier aggressiv-chemisch-künstliche, dort sanfte-natürliche Instrumente.

Hiermit räumt der Autor  Thomas von Rottenburg auf, und das ist für mich die eigentliche Revolution in der Heilkunde, das wirklich Bahnbrechende.

Es beginnt schon bei der Herstellung der Heilmittel:

Die eigene Verwandlung des Alchemisten entscheidet über das Ergebnis seiner Destillation. (S. 30)

Das ist Quantenphysik pur. Je höher des Bewusstsein des Alchemisten ist, desto höher auch das Bewusstsein der ätherischen Öle als Seelenwesen und ihrer Potenz als Heilkraft. Diese Erkenntnis ist für mich alleine schon atemberaubend. Das ist das Ende der chemischen Großproduktion von „Heilmitteln“. Der Arzt selbst muss wieder zum Alchemiker werden, wie Paracelsus es gefordert hat.

Sehr berührend sind die Worte des  Autoren, wo er vom „Drama der Nutzenbeziehung“ spricht. Menschen, die sich instrumentalisiert fühlen, spüren keine Liebe, sondern nur das Ausgenutzt-Werden. „Jeder so behandelte Mensch beginnt früher oder später zu leiden und verliert im weiteren Verlauf jede Lust an seinen Aufgaben. Er kann keine weiteren Fähigkeiten ausbilden, wird immer frustrierter und geschwächter. So geht es den meisten Wesen der Heilmittel – nicht nur den Wesen der ätherischen Öle.“ (S. 33) So kann er Autor erklären, warum auch Heilmittel der Naturmedizin ihre heilsame Potenz verlieren, weil sie sich instrumentalisiert, ausgenutzt und missbraucht fühlen (ja, FÜHLEN).

Der Autor erinnert an diese Rolle des Bewusstseins und der Beziehungen im Heilungsprozess bei den alten Kräuter-Frauen wie den „Salbei-Hexen“ (S. 35), die sich auf ein einziges Heilkraut als Universalheilmittel spezialisiert hatten. Diese Kräuter-Frauen FORDERTEN ihr spezielles Heilkraut in seiner ganzen Potenz heraus, JEDE Krankheit zu heilen. So herausgefordert gab das Heilkraut sein Bestes! Es war das Bewusstsein und die Beziehung der Kräuter-Frauen, die die Heilungs-Potenz auch des Heilkrauts wie Salbei oder Johanniskraut ausmachten. (Vielleicht öffnet dies auch einen neuen Zugang zu der Kräuterheilkunde der Heiligen Hildegard von Bingen. Es ist das Heilige des Heilenden, das die Heilungspotenz des Heilkrauts ausmacht.)

Aus dem Kälteprozess der Nutzerbeziehung entsteht ein Wärmeprozess des gemeinsamen Wachsens. (S. 34)

Diese innige Beziehung des Autoren zu den Elementarwesen seiner vorgestellten ätherischen Öle kommt am berührendsten darin zum Ausdruck, dass er diese Seelenwesen – in Meditation versunken – selbst zu Wort kommen lässt, wo er die einzelnen ätherischen Öle bespricht: Die ätherischen Öle erklären ihr Wesen selbst! WOWW. Ich verstehe, wenn der Autor schreibt: „Es war für mich ein echter Geburtsprozess, zusammen mit dem Wesen der Öle dieses Buch zu schreiben.“ (S. 54)

Die diagnostische Potenz der ätherischen Öle


Die Seele ist nicht nur der Ort des Wahren und des Schönen, sondern auch des Guten. Etwas moralisch Verwerfliches „stinkt zum Himmel“. Gestank ist ein Zeichen, eine Duft-Marke, ein Duft-Marker.

In der wachstumsorientierten Seelen-Arbeit mit ätherischen Ölen geht es nicht darum, uns mit sympathischen Wohlgerüchen zu umgeben. Denn mit allem, was wir gut riechen können, sind wir eh schon im Einklang. Das, was herausfordernd ist, dass sind die anitpathischen Düfte, die irritieren, die unangenehm sind. Hier signalisiert unser Duftempfinden entweder unerlöste Anteile, also Disharmonien – oder Unreife (Themen, die noch nicht anstehen). „So ermöglichen uns die Öle eine objektive Ursachenforschung und weisen zugleich Wege der Heilung.“ (S. 39) Hier ist ein neuer Horizont der Diagnose nur angedeutet. „Im Umgang mit den ätherischen Ölen eröffnen wir uns durch die ätherische Wahrnehmung eine faszinierende Welt neuer Möglichkeiten – eine Wirksamkeit, Diagnosefähigkeit, Objektivität und Genauigkeit, von der wir vorher nur träumen konnten.“ (S. 216)

3. Teil: Anwendungen


Der erste Teil des Buches waren die Grundlagen (S. 12 – 51), der zweite (Haupt-) Teil die Charakterisierung der 12 + 1 ätherischen Öle (S. 54 – 212), der 3. Teil (S. 216 – 229) Hinweise zur Anwendung: von „ätherischer Wahrnehmung“, die passende Ölefindung, Inhalation, Massage, Duftlampe und Ähnliches. Der Autor stellt besonders die Öldisperionsbäder als „Quantensprung in der Anwendung der Öle“ heraus (S. 223 ff). Hier reicht die ätherische Öletherapie (Aromatherapie) der Homöopathie die Hände: die Potenzierung der Wirkung durch Dynamisierung und Dematerialisierung.

Nicht zu vergessen: Das Buch enthält ein Symptom- und Wirkungsregister (S. 230 – 242). Ana Pogačnik hat die Ölwesen in symbolischen Zeichen dargestellt. (Die Symbole haben etwas Engelhaftes.)

Mein Fazit: Das Buch ist bahnbrechend! Ich würde mich nicht wundern, wenn die Geschichte der Naturmedizin es eines Tages in eine Reihe mit Bachbüten und der Homöopathie stellen würde.
Ich empfehle dieses Buch jedem, dem Aroma-Therapie am Herzen liegt, ja überhaupt Heilung mit der Hilfe von Naturkräften. Das große Thema „Arbeit mit der Seele“ findet hier klangvollen Wiederhall. Es ist mit viel Gewinn sogar als natur-philosophisches Buch zu lesen. In diesem Buch pulsiert nicht nur die Seele der Alchemie, sondern auch der Quantenphysik, ohne solche „Metatheorien“ groß heraus zu kehren. Es ist mit den Ölen ein Handbuch für die Haus-Apotheke, doch nicht nur, um sich selbst zu heilen, sondern die Entfaltung der eigenen Seele mit der Unterstützung der Ölwesen zu fordern und zu fördern. Für mich ist mit diesem Buch ein neues Kapitel in der Heilkunde und Seelen-Arbeit aufgeschlagen.


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Ein Kommentar

  • Uralte Weisheiten, oft vergessen und untergegangen. Schön, dass es Menschen gibt, die diese alten Weisheiten wieder neu in die Welt bringen, um ein neues Bewusstsein zu schaffen.
    Ich nutze täglich ätherische Öle, habe das Buch gelesen und kann mich Jürgen Schröter nur anschließen: Ein bahnbrechendes und lesenwertes Buch.

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