Kay Pollak: Durch Begegnungen wachsen

Kay Pollak ist ein schwedischer Regisseur, der 2004 mit seinem oscar-nominierten
Film WIE IM HIMMEL (>> meine Filmbesprechung) ein grandioses Comeback
feiern konnte.

Sein Buch „Durch Begegnungen wachsen. Mehr Achtsamkeit und Nähe im Umgang mit anderen“ ist sozusagen der philosophisch-psychologische Hintergrund des Films. Es ist nicht nur für das tiefere Verständnis des Films wichtig, sondern auch eine Hilfestellung, um in einer Gemeinschaft spirituell zu wachsen.

Kay Pollak schreibt im Vorwort AN DEN LESER zum Buch

Man könnte es auch als eine Art Schnellkurs bezeichnen, der Sie – dank Ihrer eigenen Fähigkeiten – in die Lage versetzt, anderen Menschen auf eine neue Art und Weise gegenüberzutreten.

Das Buch besteht aus drei Teilen, gliedert sich also gewissermaßen in einen Grundkurs, einen Fortsetzungskurs und einen Abschlusskurs. (S. 9)

Das Buch liefert keine Theorie über Beziehungen. Es ist ein kleines Handbuch mit vielen Idee, Übungen, markanten Sätzen, Einsichten, das man an jeder Stelle aufschlagen kann, um eine Inspiration für einen tieferen, authentischeren Umgang mit anderen Menschen zu pflegen.

Was ich von einem anderen Menschen denke,
handelt mehr von mir als von diesem anderen Menschen. (S. 35)

Jeder meiner Gedanken trägt zur Wahrheit oder zur Illusion bei.
Jeder Meiner Gedanken vergrößert die Wahrheit oder die Lüge. (S. 36)

Jede Wut ist ein Versuch,
jemand ein Schuldgefühl zu vermitteln. (S. 50)

Sobald ich Angst habe, tendiere ich dazu,
die Wirklichkeit umzudeuten, das heißt,
die Wahrheit zu verkennen. (S. 72)

Wir besuchen die Schule des Lebens,
um etwas zu lernen. Nur wenn wir gar nichts lernen,
kann man wirklich von einem Scheitern sprechen. (S. 81)

Angst und Liebe können niemals gleichzeitig erlebt werden.
(S. 97)

Manche Menschen spenden Liebe,
andere haben Angst und bitten um Liebe. (S. 99)

In dem Film von Kay Pollak WIE IM HIMMEL geht es um ZUHÖRERN.
Sein Buch enthält einen wunderschönen Text (ANONYMUS), den ich hier am Ende noch zitieren möchte:

Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören,
und du beginnst mir Ratschläge zu geben,
hast du nicht getan, worum ich dich gebeten habe.

Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören,
und du beginnst mir zu erklären,
warum ich nicht so fühlen sollte, wie ich es tue,
trampelst du auf meinen Gefühlen herum.

Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören,
und du denkst, du müsstest etwas tun,
um mein Problem zu untersuchen,
dann läßt du mich im Stich –
so merkwürdig sich das auch anhören mag.

Vielleicht helfen manchen Menschen deshalb Gebete so gut,
weil Gott stumm ist, keine Ratschläge gibt
und sich nicht einmischt
Er hört zu und lässt mich selbst zurecht kommen.

Deshalb sei so nett und hör mir einfach zu.
Und wenn du reden möchtest,
kannst du doch wohl eine Weile warten, bis du dran bist.

Dann verspreche ich, dir zuzuhören.
(S. 88)

Mein Fazit: Ein sehr schönes Büchlein nicht nur zum Film, sondern geeignet, sich Gedanken über die Beziehung zu seinen Mitmenschen zu machen – tagtäglich. Ein praktisches 1×1-Übungsprogramm, um Frieden unter die Menschen zu bringen. Es beginnt mit jedem einzelnen.

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Durch Begegnungen wachsen: Für mehr Achtsamkeit und Nähe im Umgang mit anderen

Hier noch einmal >> meine Besprechung des Films WIE IM HIMMEL

Dieter Broers: Der Glückscode

Es ist schon überraschend, dass ein Biophysiker, der Dieter Broers von Hause aus ist, noch „seinen Senf“ zu der Masse an Glücksbüchern auf dem Markt beitragen muss. Doch es folgen noch eine Menge weiterer Überraschungen. Ich sage es sofort: Dieses Buch gehört zu den Besten zum Thema Glück (-Seligkeit)!

Wie kommt ein Biophysiker dazu, ein so substantielles Buch zum Thema Glück zu schreiben?

Auch ich brauchte viele Jahre, bis ich zum Kern des Glücks gelangte. Bis ich erkannte, dass das Glück utrennbar verknüpft ist mit dem Wissen um jene kosmischen Energien, an die wir vermutlich am wenigsten denken, wenn wir vom Glück im Hier und Jetzt sprechen. (S. 9)

Aha! Kosmische Energien! Für dieses Thema ist ein Quanten- und Biophysiker natürlich prädestiniert. Hoffentlich reduziert er diese Energien nicht auf das Physikalische!

Was ich in diesem Buch zugänglich mache, ist die Quintessenz meiner gesamten Forschungsarbeit. (S. 10) Das Geheimnis des Glücks ist in jedem von uns verborgen und kann entschlüsselt werden – vorausgesetzt, wir kennen den Glückscode. (S. 11)

Das ist doch eine weitere (sympathische!) Überraschung, dass ein Physiker sein Buch über Glück und Liebe zur Quintessenz seiner Forschung erklärt! Was ist also das Geheimnis? Was der Glückscode?

Der Glückscode setzt sich aus 7 Lebensprinzipien zusammen, in den sieben Kapiteln des Buches dargestellt.

1. Prinzip: Wahre Wünsche

Im Einstieg ist schon eine rechte Ohrfeige an die Glücksbücher der „esoterischen Szene“ mit der naiven Wunschbestellung beim Universum, wobei er über seine eigenen Erfahrungen schreibt:

Die Wünsche waren zur Sucht geworden, und wie bei jeder Sucht musste die Dosis unaufhörlich erhöht werden. Befriedigung aber gab es nicht. Die Vorfreude, die ich anfangs noch gespürt hatte, ließ merklich nach. Es waren eher Bestellungen, die ich bei mir selbst aufgab, und ich erwartete das Eintreffen des Erwünschten allmählich nur noch mit lauen Interesse. (S. 24)

Unsere „normalen“ Wünsche sind in der Regel Ausdruck eines Suchtsystems in unserer Suchtgesellschaft (> Anne Wilson Schaef). Auch unsere Sehnsucht, das Glück in einer Partnerschaft zu finden, endet meist im Desaster.

Wünsche, das haben wir gesehen, maskieren oft unser Unbehagen an uns selbst; sie drücken unsere Ängste und unsere Unsicherheit aus. Deshalb entzaubern sich die meisten Wünsche nach ihrer Erfüllung. Sie machen uns nicht glücklich, häufig machen sie uns sogar ziemlich unglücklich. Weil nicht das Glück, sondern, plakativ gesprochen, das Unglück in uns lauert und alles vergiftet, wonach wir greifen.
Diesen Mechanismus zu erkennen, lehnen wir ab, weil wir intuitiv spüren, wie erschreckend diese Einsicht ist. (S. 33)

Im ersten Prinzip geht es Dieter Broers darum, dass wir gegen alle inneren und äußeren Haben-Wollen-Muster „die Kunst des Wünschens“ wieder neu lernen,

die Befreiung von materiellen Gütern als Befreiung der Seele und als Chance ihrer Reifung. Wunschlos glücklich sein heißt: wollen, was wir wirklich wollen. (S.  46)

Es geht also nicht um Glückskonsum, Glücksrezepte, sondern um die Seele und ihre Glückseligkeit. Auch das ist Energie: Seelenenergie.

Der 1. Glückscode sind die HERZENSWÜNSCHE

2. Prinzip: Das Wesen der Seele

Um sich mit seiner Seele verbinden zu können, ist es wichtig zu wissen, „was unsere Seele ausmacht“:

Sie ist Bewusstsein, das sich zwar für eine Weile individuell manifestiert, doch zugleich unsterblich ist. Sie führt ein Eigenleben, das die Anbindung an die Materie nur sporadisch erlebt. Die Seele ist frei, unsterblich und unendlich. (S. 55)

Okay, doch unter „das verlorene Paradies“ entfaltet Dieter Broers ein wirkliches Geheimnis der Seele:

Im Laufe meiner Forschung kam ich zu dem Schluss, dass es am Anbeginn allen Lebens eine „Urseele“ gab. Viele Philosophen, Mystiker und übrigens auch Physiker, darunter geniale Quantentheoretiker und Strophysiker, vertreten dieselbe Ansicht. Sie gehen davon aus, dass der Ursprung aller geistigen und seelischen Phänomene in der Urseele liegt. Sie ist der göttliche Atem, der uns eingehaucht wurde. Sie ist die gewaltige Kraft, die uns Menschen fragen und hoffen lässt. (S. 57)

Die URSEELE ist das Paradies in uns, das im Laufe der Evolution in unzählige Seelen aufgespalten wurde.

Das Massenphänomen der kranken Seele ist nicht die Folge eines falsch gelebten Lebens, sie ist vielmehr die Konsequenz einer fortschreitenden Aufspaltung der Seele. (S. 60)

Dies ist durchaus eine alte Idee im Schamanismus, die Idee der fragmentierten Seele. Dieter Broers entwickelt hier den Kern einer wirklich neuen, modernen „Seelen-Psychologie“ (klingt etwas „doppeltgemoppelt“, doch unserer konventionelle Psychologie ist die SEELE längst abhanden gekommen).

Es kommt darauf an, dass wir Kontakt mit dem kosmischen Prinzip der Urseele aufnehmen, um uns spirituell wieder mit ihr zu vereinigen. Da die Urseele die universelle Grundlage unseres Menschseins ist, ist er der unbewusste Sehnsuchtsort, den wir umkreisen, wenn wir das Glück suchen. (S. 61)

Das Glück bedeutet Selbst-Bewusstsein der Seele als Teil der Urseele.
(S. 62)

Was für ein Satz, was für eine Tiefe! Ja, aus alledem ergibt sich auch eine neue Sicht des „idealen Partners“:

Wenn es gelingt, einen Partner zu finden, mit dem wir glückhaft verschmelzen, so haben wir auch Zugang zur Urseele. Die Zersplitterung wird ein Stück weit zurückgenommen. Im geliebten Menschen sehen wir bestätigt, dass wir nicht isoliert und einsam sind, sondern im spirituellen Sinne aufgehoben und geborgen.
Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass wir den ersten Schritt hin zum Selbst-Bewusstsein der Seele allein tun. Solange wir unsere Unerlöstheit auf jemand anderen projizieren, verdoppeln wir unsere Defizite, statt sie zu überwinden. Am Anfang steht daher die „Alleins-Erfahrung“. (S. 67)

Deshalb ist es so wichtig, dass zuerst Ihre Seele glücklich sein muss, bevor sie bereit sind für einen Partner. Dass Sie das Gefühl einer „gesättigten“ Seele kennen, die voller Licht und Freude ist.
Erst wenn Sie jederzeit in einen Zustand tiefen Glücks gleiten können, untrennbar verbunden mit der Urseele, gelingt es Ihnen im besten Sinne wählerisch zu sein. Sie brauchen dann keine schnellen „Seelentröster“ mehr, die lediglich einen schalen Nachgeschmack hinterlassen. Sie können gelassen und gesättigt auf jenen Menschen warten, den Ihre unsterbliche Seele ersehnt. (S. 72)

Der 2. Glückscode ist das WESEN DER SEELE.

Ich denke, diese sehr ausführliche Besprechung der ersten beiden Prinzipien macht die Tiefe des „Glücks-Ansatzes“ bei Dieter Broers deutlich. Die anderen fünf Prinzipien dann etwas kürzer:

3. Prinzip: Die Kraft der Resonanz

Auch in diesem Kapitel über Schwingung, Schwingungskörper, Resonanz, Anziehung lernen wir von einem „Energie-Experten“ eine Menge Neues.

Schwingung ist ein kosmisch wirksames Kommunikationsmedium – eine spirituelle Energie, die alle Grenzen des Vorstellbaren sprengen.
Hier nähern wir uns einem elementaren Schlüssel des Glücks. Unsere seelischen Schwingungen nämlich sind mit einem universalen Schwingungssystem vernetzt, das wir aktiv steueren können. (S. 76)

Bei dieser Sichtweise wird langsam verständlich, warum uns die Botschaft wahren Glücks über einen Quanten- und Biophysiker vermittelt wird.

Machen Sie sich klar, dass Ihre Seele das Kostbarste ist, das Sie besitzen. Pflegen Sie IHre Seele. Gehen Sie gut mit ihr um. Entdecken Sie, wie Sie sie in Schwingung versetzen. …
Die beste Vorbereitung auf Ihren künftigen Partner ist, knapp zusammengefasst, die Reinigung, Entwicklung und Erweiterung ihrer Seele. (S. 89)

Den Seelenpartner finden nur Menschen, die mit der Seele suchen, sich über die Urseele miteinander in Verbindung fühlen und so den Menschen anziehen, der uns wirklich liebt. Dieter Broers nennt dies „glückhafte Resonanz“.

Der 3. Glückscode ist die (Anziehungs-) KRAFT DER RESONANZ

 

4. Prinzip: Die Heilkraft der seelischen Energie

Schwingung ist Bewegung, und Bewegung setzt Energie voraus. Dieter Broers ist im nächsten Kapitel dieser „höheren Energie“ auf der Spur, die die Schwingungen der Seele verursachen. Hier zitiert er den hinduistischen Mystiker Sri Aurobindo:

„Die Energie, die die Welt erschafft, kann nichts anderes sein als reiner Wille, und Wille ist Bewusstsein, das sich in den Dienst eines Wirkens und eines Resultates stellt.“
(Sri Aurobindo, zitiert S. 116)

Wenn wir uns mit dieser Ur-Energie verbinden, dann verbinden wir uns mit dem DEIN WILLE GESCHEHE. So sind wir im EINKLANG mit der göttlichen Schöpfung.

Die strukturelle Gleichheit aller Energie ist es, die uns physikalisch gesehen mit dem Kosmos verbindet. Denken wir uns nun den kosmischen Willen hinzu, fällt das letzte Puzzleteil an die richtige Stelle: Die Bewegungsgesetze des Kosmos sind auch die unseren und umfassen sämtliche physikalischen und seelischen Prozesse. …
Das betrifft die Seele unmittelbar. Energie ist ihre Nahrung, Energie ist das, was sie ausströmt, und Energie ist es, was sie mit allem verbindet. Fehlt diese Energie, so beginnt ein langer Leidensweg. (S. 117)

Und als Konsequenz:

Seelische Gesundheit, die Voraussetzung des Glücks, ist nur durch Selbsterkenntnis zu haben. Es ist eine energetische Arbeit an der Seele, ungeachtet äußerer Einflüsse. (S. 119)

Dieter Broers beschreibt nun die vielen Möglichkeiten, der Seele energetische Nahrung zuzuführen, sie energetisch zu heilen. Hier kommt auch die Quantenphysik ins Spiel. Wir kennen die zunehmende Bedeutung der Quanten-Heilung. Entscheidend dafür die die Erkenntnis des „formenden Beobachters“ (S. 142) Die Quantenphysik hat erkannt, dass man nicht neutral beobachten kann, sondern durch die Beobachtung selbst verändernd einwirkt.

Berühmt dafür ist das Gedankenexperiment von Schrödinger und seiner Katze, das Dieter Broers hier darstellt, um den Kern der Quantenphysik und Quantenheilung zu verstehen. Und in der Konsequenz für den idealen Partner:

Durch energetische All-Bewusstheit erschaffe ich mir den idealen Partner. Er ist ein Aspekt von mir selber, der noch unentwickelt ist. Der Partner manifestiert sich unweigerlich, damit ich wieder zu mir selbst heimkomme und zu meiner verlorenen Ganzheit. So erfahre ich mich als Teil der Urseele.
(S. 146)

Eine schöne Formel des schöpferischen (kreativen) Dreiklangs:
Beobachten – eingreifen – geschehen lassen.
(S. 147)

Der 4. Glückscode ist SEELISCHE ENERGIE.

5. Prinzip: Durch Hingabe die Glücksverbote überwinden

Dieses Kapitel ist wohl das schwerste, das zu durchleben ist. Es ist die „Arbeit an der Seele“. Denn das Entscheidende, das uns von unserem Glück abhält, sind die inneren Glücksverbote, die Mauern und Schutzwälle, die uns von unserem Glück trennen. Hierzu gehören Schuld- und Schamgefühle und das „Verhängnis der Selbstbestrafung“ (S. 158). Wir können auch unheilvolle Paarbeziehungen  eingehen, asymmetrische Partnerschaften.

Sie beruhen nicht auf Gleichklang und Seelenverwandtschaft, sie sind auf Unglück gebaut. (S. 159)

Solche Sucht-Beziehung liegen vor, wenn (vor allem Frauen) die Sucht haben, gebraucht zu werden und (vor allem Männer) den Retter spielen wollen. Wir gehen solche Beziehungen unbewusst ein, um uns selbst zu bestrafen.

Weitere Glücksverbote sind Unwertgefühle, Selbstentwertung, falsche Anpassung oder Emotionalisierung der Beziehung (Gefühlsrausch statt Seelenfrieden). Dieter Broers zeichnet die Landkarte der inneren Glückssaboteure auf.

Und die Heilung? Wenn wir in das Schwingungsfeld KOSMISCHER LIEBE („Agape“) kommen, dann kommen wir in Hingabe und Demut.

Das Tor zum Glück ist Hingabe. Sie ist gegenwärtig, wenn Sie meditierend Ihre Verbundenheit mit dem Kosmos aufschließen. Dann gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Ihnen und der Welt. Sie geben und nehmen im Gleichklang. Sie spüren echte Freude, die nicht zielgerichtet ist. Sie suchen weder Kick noch Erregung, sondern sind seelisch ganz bei sich. (S. 179)

Sie werden die Gegenwart der Liebe völlig ruhig und gelassen spüren: als Hingabe, Freude, Einssein. (S. 180)

Dass diese „Arbeit an der Seele“ nicht so einfach ist, zeigt Dieter Broers Empfehlung:

Trennen Sie sich von Menschen, die Ihnen eine seelische Unterwerfung abverlangen und Ihren Glücksanspruch unterdrücken. (S. 181)

Es gleicht der Aufforderung an einen Alkoholkranken: Trenne dich von der Flasche.
DAS IST ARBEIT!

Der 5. Glückscode ist HINGABE.

6. Prinzip: Die Liebe beschützen

Die Liebe einer Seelenpartnerschaft wird von außen und innen bedroht und bedarf des bewusstsen Schutzes.

Die Liebeskunst nun besteht darin, das Glück nach innen zu leben, es aber nicht von äußeren Faktoren abhängig zu machen – von Meiningen, Bewertungen, gesellschaftlichen Bedingungen, die man uns aufzwingen will. (S. 189)

Weitaus schwieriger als die „äußeren“ sind die „inneren Feinde“ zu erkennen und zu zähmen wie Respektlosigkeit, Bequemlichkeit, Gedankenlosigkeit.

Der Glückszustand der Seele wird massiv angegriffen von uns selbst, von Ego, Intellekt und Instinkt. Ein Krieg tobt in unserem Inneren. (S. 195)

Wenn Sie schon einmal darunter gelitten haben, dass die große Liebe sich in kleinteiligen Scharmützeln verflüchtigte, so lag es sehr wahrscheinlich auch daran, dass das Ego die Oberhand über die Seele erhielt. (S. 198)

Doch die Zähmung des Egos gehört zu den wichtigsten und zugleich schwierigsten Aufgaben der spirituellen Entwicklung. (S. 206)

Dieter Broers zeigt in diesem Kapitel die verschiedenen Erscheinungsformen des zersetzenden Egos auf wie Besitzanspruch, Eifersucht, Kontrollsucht, Versuchungen des „Fremdgehens“, Stress, Überreizung.

Eine in Selbst-Bewusstsein der Seele ruhende Liebe ist sich dieser „inneren und äußeren Feinde“ bewusst und weiß sich bewusst zu schützen.

Der 6. Glückscode ist SCHUTZ.

Das 7. Prinzip: Wachstum im Einklang

Die große Liebeskunst ist die Balance zwischen Verschmelzung („Selbstaufgabe“) und Selbstentfaltung. Liebe gelingt, wenn BEIDE ZUSAMMEN WACHSEN (im doppelten Wortsinne!)

Wenn Sie Ihren liebenden Seelenpartner gefunden haben, so stehen Sie vor dem noch nicht erwachten Teil Ihrer Seele. Deshalb korrespondieren Sie. Deshalb verfügen Sie über fast telepathische Kräfte für den anderen.
Ihr idealer Partner repräsentiert das, was Sie sind, und das, was Sie noch nicht sind.  Er macht Ihnen zugänglich, was möglich wäre. Und damit schärft er Ihren Möglichkeitssinn. Das gesamte Potenzial Ihrer seelischen Fülle wird geweckt.
Das ist das Geheimnis des Wachstums. Sie verlieren nichts, wenn Sie sich hingeben, vorausgesetzt, es handelt sich tatsächlich um Ihren Seelenpartner. (S. 230)

Erst in der Korrespondenz mit dem idealen Partner sind wir bereit, das gesamte seelische Glück auszuleben: als Hingabe und Entgrenzung. (S. 232)

Der Ur-Wunsch seelischer Balance, der die Liebe ist, verfährt nicht manipulativ. Das Ich und das Du verschmelzen in Freiheit. Und wachsen im Wir. (S. 234)

Statt des gemeinsamen Wachstums im WIR erleben wir in Beziehungen eher das Korrigiert-Werden durch den Partner. Wir kennen alle die SPIRITUALISIERUNG dieser EGO-Manipulation in der

These, der Partner werde uns „karmisch geschickt“. Er sei gekommen, um unsere Fehler zu korrigieren. Viele Menschen hängen der irrigen Vorstellung an, eine Beziehung sei eine karmische Therapie. …

Korrektur ist nur der vorbewusste Wille eines unerlösten Partners, der uns formen möchte.
Sie haben also keinen Anlass, sich demütig zu zeigen, wenn jemand Sie mit aller Gewalt ändern möchte. Hören Sie auf die Alarmsignale Ihrer Seele. Sobald Sie merken, dass jemand Sie mit wortmächtigen Argumenten in die eine oder andere Richtung ziehen will, können Sie sicher sein: Dies ist nicht der Seelenpartner. Er ist nicht der Leuchtturm, dessen Strahlen Sie anziehen. Er ist ein Suchscheinwerfer, der sein gnadenloses Licht auf Sie richtet, auf der Suche nach Ihren vermeitlichen Schwächen. (S. 235)

Gemeinsames Wachstum  vollzieht sich in gemeinsamen Schwingungen.

Die gemeinsame Meditation hilft Ihnen sozusagen, gewaltfrei zu kommunizieren. Schwingungen können niemals Gewalt ausüben. (S. 236)

Glückliche Paare leben in einem Zustand der Synchonisierung. (S. 243)

Sie schwingen immer mehr in der selben Frequanz, sind „ein Herz und eine Seele“. Dieter Broers klammert die SEXUALITÄT nicht aus, auch wenn sie nur ein einziges Kapitel umfasst. Die Bais einer glücklichen Sexualität ist die SEELE und nicht der Trieb des Körpers.

Das ist der 7. Glückscode: EINKLANG.

Fazit: Es ist ein wundervolles Buch. Ausnahmsweise zitiere ich als mein Fazit das Fazit des Buches selbst: „Der Kosmos meint es gut mit Ihnen. Er will, dass Sie den idealen Partner finden und mit ihm vereint bleiben. Das ist Ihre Bestimmung. Sie werden glücklich sein, für immer.“ (S. 256) Dieter Broers gibt uns die sieben Schlüssel als Glückscode dazu in die Hände.

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Der Glückscode: Die kosmischen Quellen für Selbsterkenntnis, Liebe und Partnerschaft

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Interview mit Dieter Broers zu diesem Buch:

 

Okay, ich bin nicht ganz so glücklich, dass „Schrödingers Katze“ im Mittelpunkt es Interviews über das Buch steht (im Buch S. 139 – 145 von insgesamt 255 Seiten).
Es könnte der Eindruck entstehen, nur ein Quantenphysiker könne wirklich lieben. Doch ich muss zugeben: Nach einem Dutzend Büchern zur Quantenphysik habe ich dieses Gedankenexperiment von Schrödinger im Glückscode zum ersten Mal richtig verstanden!
Kompliment also an Dieter Broers für seine didaktischen Fähigkeiten!

Deepak Chopra: Wege aus der Sucht

Das Buch „Wege aus der Sucht“ ist ein recht unscheinbares, und doch kraftvolles Buch für den Weg aus der Sucht. Zunächst stellt Deepak Chopra fest:

Meiner Meinung nach sind Abhängigkeiten und ihre Folge das schwerwiegendste Gesundheitsproblem, dem sich unsere Gesellschaft heute gegenübersteht. (S. 9)

Das NEUE an dem Buch: Er behandelt die Suchterkrankung aus einer anderen PERSPEKTIVE als aus einer rein therapeutischen Sicht.

Seine Perspektive ist die spirituelle:

Ich sehe den Abhängigen als Sucher, allerdings einen missgeleiteten. Der Süchtige ist ein Mensch auf der Suche nach Lebensfreude, vielleicht sogar auf der Suche nach einer transzendenten Erfahrung – und ich möchte betonen, daß diese Art der Suche außerordentlich positiv ist. Der Süchtige sucht zwar am falschen Ort, aber er strebt nach etwas sehr Wichtigem …
In meinen Augen hat jemand, der noch nie den Sog eines Suchtverhaltens gespürt hat, auch noch keine ersten zögernden Schritte auf dem Weg zur Erkenntnis wahrer Spiritualität gewagt. (S. 10 f.)

So gesehen kann der der WEGE AUS DER SUCHT nur ein spiritueller sein. Unsere höchsten Bedürfnissen sind die spirituellen Bedürfnisse. Doch unsere materialistisch orientierte Gesellschaft ist spirituell komplett verarmt und leer.

Ich halte Süchtige nicht einfach für schwach oder sogar für kriminell, sondern sehe sie als Menschen an, die mit Selbstzerstörung – in gewisser Weise verständlich – auf die spirituelle Leere mitten des materiellen Überflusses reagieren.
Wir alle spüren die Auswirkungen dieses spirituellen Vakuums. Je nach Charakter und Lebensbedingungen reagieren wir darauf ganz unterschiedlich. Wir müssen erkennen, daß unsere Gesellschaft auf Sehnsüchte, die im Grunde genommen spiritueller Art sind, nur materielle Antworten bereit hat. (S. 16 f.)

Ich will auf die einzelnen Schritte des Weges aus der Sucht hier nicht weiter eingehen. Aufschlussreich ist das letzte Kapitel „Lebensfreude – die wahre Lösung“, in dem Deepak Chopra „Zwölf Schritte zum inneren Gleichgewicht“ aufzeigt:

  1. Haben Sie letzte Nacht ausreichend geschlafen?
  2. Haben Sie den Tag mit „nährenden“ Tätigkeiten begonnen, die Sie körperlich und seelisch gestärkt haben?
  3. Waren Sie bei der Arbeit wirklich zufrieden?
  4. Wenn Sie sich über jemanden oder über etwas geärgert haben, konnten Sie den Ärger auf konstruktive Weise ausdrücken?
  5. Sind Sie heute mit offenen Augen durch die Natur gegangen und haben Sie sich an ihr gefreut?
  6. Haben Sie für angenehme Tätigkeiten oder körperliche Bewegung Zeit gefunden?
  7. Hatten Sie Gelegenheit, einige Zeit alleine in der Stille zu verbringen?
  8. Haben Sie heute von Herzen gelacht?
  9. Konnten Sie sich ausruhen, falls Sie müde waren oder unter Streß standen?
  10. Haben Sie Ihre Mahlzeit in einer angenehmen Umgebung und in angenehmer Gesellschaft eingenommen?
  11. Haben Sie Freunden und Familienmitgliedern gegenüber heute Liebe gezeigt?
  12. Haben Sie Ihrerseits auch die Liebe anderer frei und freudig empfangen?
    (S. 160 – 167)

Das mag ein sehr einfaches Rezept sein, doch der Weg aus der Sucht ist ein Weg in die Lebensfreude – so EINFACH ist das (wenn auch nicht leicht umzusetzen).

Fazit: Wem bei der Überwindung von Suchtverhalten – welcher Art auch immer – die spirituelle, wirklich heilsame Perspektive fehlt, dem rate ich dieses Buch an. Es hilft bei der grundlegenden Umorientierung DER SUCHE und ein Leben nach den wahren, spirituellen Bedürfnissen.

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Wege aus der Sucht

Anne Wilson Schaef: Die Flucht vor der Nähe

Das dritte Buch in der „Sucht-Trilogie“ von Anne Wilson Schaef geht an den Kern von Süchten: die Suchtbeziehung.
Im  ersten Buch der Trilogie „Co-Abhängigkeit. Die Sucht hinter der Sucht“ (1986) (> meine Buchbesprechung)  analysiert sie „Co-Abhängigkeit“ als Sucht und erkennt den Suchtprozess auch hinter dieser Sucht.
Im zweiten Buch der Trilogie „Im Zeitalter der Sucht. Wege aus der Abhängigkeit“ (1987) (> meine Buchbesprechung) analysiert sie dieses Suchtsystem genauer. Schon hier hat sie die „Suchtbeziehung“ als Modell aller Suchtsysteme erkannt.

Das dritte Buch „Die Flucht vor der Nähe. Warum Liebe, die süchtig macht, keine Liebe ist“ (1989) unterzieht diesen Suchtbeziehungen jetzt einer genauen Analyse.

Anne Wilson Schaef unterscheidet 3 Suchtbeziehungen:

  • Sexsucht
  • Romanzensucht
  • Beziehungssucht (in zwei Varianten: ständig in NEUEN Beziehungen ODER
    komplett abhängig von EINER Beziehung)

Jede Sucht hat (grob gesehen) 4 Abstufungsgrade:

  1. heimlich und in der Phantasie
  2. einen anderen Menschen (missbräuchlich) benutzend
  3. einen anderen Menschen grob verletzend
  4. offene Illegalität und Gewalttätigkeit einem anderen Menschen gegenüber
    (jede Sucht endet in letzter Konsequenz für Täter/Opfer/beide tödlich)

Alle Suchtbeziehungen sind PSEUDO-Beziehungen. Oberflächlich gesehen scheint das Gegenteil der Fall zu sein: Klammer-Beziehungen z.B. scheinen Nähe richtig erzwingen zu wollen. Sexsucht scheint körperliche Nähe zu fordern, Romanzensucht scheint gar der Inbegriff der (verliebten, vergötternden) Nähe zu sein. In Wahrheit aber sind alle diese Pseudo-Beziehungen (Süchte) eine Flucht vor der Nähe.

Wer süchtig ist, hat keine Nähe zu sich selbst (Authentizität) und kann natürlich auch zum anderen keine Nähe eingehen (Intimität). Pseudo-Beziehungen sind u.a. von Streitsucht geprägt. STREIT ist ein Mittel, um den anderen vom Leibe, auf Distanz zu halten. „Und wenn keine Nähe mehr möglich ist – dann gibt es Krieg.“ (S. 105)

… doch nicht nur, auf Distanz zu halten, sondern auch dem eigenen Prozess selbstverantwortlich aus dem Weg zu gehen:

Wenn ich mich mit meinem eigenen Prozeß nicht auseinandersetzen will (der mir besonders angst macht, weil ich nicht weiß, wohin er mich führt), zettle ich einen Streit mit meinem Partner an (abladen); alsbald steht dieser Streit im Mittelpunkt, und ich bin vom Umgang mit mir selbst befreit. Tatsächlich lenkt der Streit beide davon ab, die Verantwortung für ihre eigenen Prozesse zu übernehmen. Wir brauchen nur einen guten Suchtpartner (selbstbezogen), und schon wird das Spiel laufen. (S. 135)

In Suchtbeziehungen ist weder Authentizität noch Intimität möglich. Beides sind zentrale Merkmale von gesunden Beziehungen.

Sind unsere grundlegenden Beziehungen erst einmal krank, sind wir auch selbst krank. Für denmenschlichen Organismus sind Beziehungen wichtig, aber sie können uns weder unsere Identität noch unseren Eigenwert geben. Felt es uns an beidem, können wir vermutlich niht unseren Beitrag für die Entwicklung der Gesellschaft leisten; so verstanden trägt Beziehungssucht zum Verfall der Gesellschaft bei. (S. 104)

Mit fortschreitender Krankheit treten bei jedem Süchtigen bestimmte Verhaltensmuster auf wie Kontrollieren, Unehrlichkeit, Selbstbezogenheit, Perfektionismus, forderndes Verhalten, Verwirrung, Isolation und Dysfunktionalität. … Ein Süchtiger ist nicht in der Lage, irgendetwas beständig und verläßlich für sich oder die Gesellschaft zu leisten, und welcher Art seine Leistung auch sein mag, ihre Qualität wird sich verschlechtern. (S. 107)

Jede Beziehung, die sich in Form von Abhängigkeit irgendeiner Art definiert, kann nicht intim und vertraut sein. Abhängigkeit tötet Nähe. Die meisten Menschen glauben, man müsse den anderen oder die Beziehung brauchen, andernfalls würde man verlassen werden. Doch gerade dieses Brauchen kommt der Aufforderung nahe, eine Beziehung zu zerstören. Keine Beziheung wird überleben können, wenn Abhängigkeit im Spiel ist. (S. 112)

Dieses dritte Buch der „Sucht-Trilogie“ weist wie kein anderes bisher auf den Weg der „Nähe“, „gesunden Beziehungen“ und „Genesung“ (Kapitel 5 und 6). Die beiden nachfolgenden Bücher „Mein Weg der Heilung“ (1992) und „Leben im Prozess“ (1998) sind dann ganz dem Thema der Heilung gewidmet.

Eine wesentliche Grundvoraussetzung für Nähe und Intimität lautet: Wir müssen uns selbst nahe sein. Solange wir Nähe von außen erwarten, werden wir sie niemals richtig erleben und nicht fähig sein, sie mit anderen zu teilen. Wollen wir anderen Menschen nahe sein, müssen wir zunächst einmal wissen, wer wir sind, was wir fühlen, was wir denken, wo unsere Stärken liegen, was uns wichtig ist und was wir wollen. (S. 129)

Die Beziehung mit dem Selbst ist gleichzeitig eine Quelle der Zufriedenheit und Erweiterung, sie muß jedoch geduldig gepflegt werden, um sich zu entwickeln. Sie erfordert auch Zeit für sich selbst, zur Besinnung, Zeit zur Bereicherung der eigenen Spiritualität. Eine Beziehung mit dem Selbst braucht Zeit. Meiner Ansicht nach schließt sie gleichzeitig die Beziehung zu Gott oder einer höheren Macht ein, wie immer man diese auch begreifen mag. Eine aufrichtige Beziehung mit unserem inneren Prozeß bindet uns gleichzeitig an den Prozess des Universums. (S. 144)

Für den Genesungs-Prozess spielt das 12-Schritte-Programm der Anonymen Alkoholiker (auf die jeweilige Sucht entsprechend abgewandelt) eine große Rolle. Mir gefällt an diesem Buch von Anne Wilson Schaef sehr, dass sie ihr anfängliches Misstrauen diesem Programm gegenüber in aller Ehrlichkeit und Offenheit beschreibt. Und dann erkennt sie daran, dass wir in unserem Genesungsprozess immer auch auf WIDERSTAND (S. 152 ff.) gefasst sein müssen. Unser Suchtsystem ist heimtückisch und leistet Widerstand gegen seine Auflösung. Ein Bewusstsein für diese Mechanismen zu bekommen und sie dann auch wahrzunehmen (Wo leistet ES Widerstand gegen meine Genesung?) ist von zentraler Bedeutung.

Genesung bedeutet auch Abstinenz. Wer beziehungssüchtig ist, braucht auch eine Zeit der Abstinenz vor einer neuen Beziehung.

Abstinenz bedeutet, daß man noch nicht in der Lage ist, sich auf irgendeine echte, wirklich nahe Beziehung in der frühen Genesungsphase einzulassen; Dies ist in der Regel eine Zeit von zwei bis fünf Jahren. (S. 160)

Und?! Gibt es irgendeinen WIDERSTAND gegen diese Genesungs-Empfehlung?

Mein Fazit: Ich glaube, wir leiden am meisten unter unglücklichen Beziehungen, und wir sehnen uns am meisten nach einer liebevollen Partnerschaft. Es gibt in dieser Hinsicht unendlich viele Ratgeber. Doch kaum an anderer Stelle ist das Scheitern von Beziehungen so klar in ihren Wurzeln erfasst wie in diesem Buch von Anne Wilson Schaef. Solange wir in irgendeiner Form abhängig und süchtig sind, finden wir keine liebevolle Nähe zu uns selbst und vertrauensvolle Intimität zum anderen.

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Die Flucht vor der Nähe: Warum Liebe, die süchtig macht, keine Liebe ist

>> Mehr über Anne Wilson Schaef

Anne Wilson Schaef: Im Zeitalter der Sucht

Nach ihrem Buch „Co-Abhängigkeit. Die Sucht hinter der Sucht“ (> meine Buchbesprechung) geht Anne Wilson Schaef in dem nächsten Buch ihrer Grundthese nach, wir alle sind mehr oder weniger in Suchtbeziehungen verstrickt, so lange wir uns noch nicht von dem Suchtsystem emanzipiert haben.

Das Buch beginnt in der Einleitung mit der erschütternden Wahrheit:

Unsere Gesellschaft zerfällt mit beängstigender Geschwindigkeit. (S. 11)

Unsere Gesellschaft ist KRANK. Sie zerstört sich selbst. Und das ist typisch für jede Art von Sucht: Sie ist selbstzerstörerisch.

In ihrem ersten Buch „Weibliche Wirklichkeit. Frauen in der Männerwelt“ (1981) hatte Anne Wilson Schaef sich international einen Namen als feministische Wissenschaftlerin und Therapeutin gemacht. Sie geißelte dort das „White Male System“, das Gesellschafts-System des weißen Mannes. In diesem Buch „Zeitalter der Sucht“ identifiziert sie das patriarchalische System nun als SUCHTSYSTEM.

Es wird Zeit für eine Umbenennung. Was ich einst als Männliches System – Reaktives weibliches System bezeichnet habe, nenne ich nun das Suchtsystem. Dieses System … läuft dem wirklichen Leben zuwider. Das Aktive Weibliche System nenne ich heute das Lebensprozess-System. Dieses neue Konzept geht über den Männlich-Weiblich-Dualismus hinaus.  (S. 19)

Mit anderen Worten: Es geht nicht um den Geschlechterkampf Mann gegen Frau, Frau gegen Mann. Denn auch abhängige Frauen („reaktives weibliches System“) sind Stützen der Männerwelt. Vielmehr: Auf der einen Seite stehen Männer und Frauen, die in das (männliche) Suchtsystem verstrickt sind und auf der anderen Seite Frauen und Männer, die dieses Suchtsystem verlassen haben und im Lebens-Prozess ein System der Lebensfreude aufbauen.

Was nun ist Sucht?

Sucht ist jeder Prozess, über den wir machtlos sind. Wenn wir Dinge tun und denken, die im Widerspruch zu unseren Werten und Vorstellungen stehen, und unsere Verhaltensmuster einen immer zwanghafteren Charakter annehmen, dann hat sie die Kontrolle über uns gewonnen.
(S. 25)

Eine Sucht beherrscht eine Person und nicht umgekehrt – so lautet die Definition. (S. 142)

Süchte können „stoff- bzw. substanzgebunden“ sein (Alkohol, Nikotin, Kaffee, Drogen, Medikamenten-Missbrauch, …) wie auch „prozessgebunden“. Dazu gehören Geldhorten, Spiel-Sucht, Sex-Sucht, Arbeitssucht, Konsumsucht, religiöser Fundamentalismus.

Wenn so unterschiedliches Verhalten als SUCHT identifiziert wird,  was ist dann das typische Modell für ein Suchtsystem? Anne Wilson Schaef benennt die Beziehungssucht als typisch für ein Suchtsystem.

In unserem Kulturkreis sind Suchtbeziehungen die Regel. Es sind „Klammer“-Beziehungen. Die beiden in sie verstrickten Personen sind der Überzeugung, ohne einander nicht mehr auskommen zu können. Sie verstehen sich als halbierte Menschen, die zusammenbleiben müssen, damit daraus ein ganzer Mensch wird. (S. 33)

Eine Suchtbeziehung stellt per definitionem eine fortgesetzte Eltern-Kind/Kind-Eltern-Beziehung dar.Sie kann nicht weiter gehen, wenn einer der beiden selbstständig oder endlich erwachsen wird und die Verantwortung für sich übernimmt (S. 35)

Der Kern des Suchtsystems sind arrogante Egozentrik und narzisstische Selbstbezogenheit. Hierzu ein längeres Zitat, das den Unterschied zwischen Suchtsystem und Lebensprozess-System auf den Punkt bringt:

Im Suchtsystem steht das Selbst (nicht das wahre, sondern das falsche = EGO, J.S.) im Mittelpunkt. Nichts und niemand darf es unbesehen und ungeprüft passieren, ohne mit ihm verglichen und vom Selbst so definiert zu werden, wie es seiner Wahrnehmung entspricht. Nur unter großen Schwierigkeiten – wenn überhaupt – vermögen die Menschen das Suchtsystem objektiv wahrzunehmen … oder sich in die Perspektive eines anderen zu versetzen. Sie wissen nicht, wie sie dies tun können; Lernprozesse können sie nicht vollziehen, da ihnen ihr Selbst im Weg steht und sie nicht fähig sind, es hinter sich zu lassen.
Im Lebensprozess-System stehen Beziehungen im Mittelpunkt. Wer sich dieses System zu eigen gemacht hat, lebt in einem stabilen Zustand, in dem er mühelos über die Grenzen seines Selbst hinauszugehen vermag. Schon aus der Philosophie wissen wir, das Wesen einer Beziehung liegt darin, daß sie unter Gleichrangigkeit stattfindet … Deshalb eröffnet uns jede neue Bezieheung die Möglichkeit, in sie als gleichwertiger Partner einzutreten. Menschen, die einander als ebenbürtig betrachten, machen es sich zur Gewohnheit, sich und andere zu sehen und die gegenseitigen Standpunkte zu respektieren. (S. 46)

In ihrem nächsten Buch „Die Flucht vor der Nähe. Warum Liebe, die süchtig macht, keine Liebe ist“ (1989) (>> meine Buchbesprechung) vertieft sie die Thematik der Suchtbeziehung und unterscheidet Sexsucht, Romanzensucht und Beziehungssucht.

Wie soll HEILUNG eines Suchtsystems möglich sein?

Die Genesung von einer Sucht läßt sich nur bewerkstelligen, wenn wir uns eingestehen, daß wir süchtig sind. Das Benennen unserer Realität ist ganz wesentlich für unsere Genesung. Solange die Einsicht fehlt, daß unser Verhalten, unter Denken, unsere Aktivitäten wirklich von einem Suchtprozeß in einem Suchtsystem bestimmt werden, haben wir niemals die Freiheit, uns für die Genesung zu entscheiden. Haben wir erst einmal etwas beim Namen genannt, bekommt das einem Bekenntnis gleich. Haben wir uns zu etwas bekannt, dann gehört es uns, geauso wie die Kraft, die wir ehemals auf diese Sache verwendet haben. Gewinnen wir dann unsere persönliche Macht zurück, können wir unsere Genesung in Angriff nehmen – auf keinen Fall vorher. … Es klingt paradox, und doch läßt sich unsere persönliche Kraft einzig und allein zurückgewinnen, indem wir unsere Machtlosigkeit eingestehen. (S. 148)

Fazit: Ich empfehle dieses Buch jedem, der an eigenen Süchten (mit geringerem oder größeren Erfolg) gearbeitet hat, aber intuitiv spürt, das dahinter noch etwas tieferes verborgen liegt: der eigentliche Suchtprozess. Jeder, der das Gefühl hat, keine Macht mehr über das eigene Leben zu haben, die Kontrolle zu verlieren, an Beziehungen zu scheitern, in einer selbstzerstörerischen Abwärtsspirale zu stecken, der findet in diesem Bch die Antwort auf die Fragen WARUM? und den Weg aus der Krise.

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Im Zeitalter der Sucht: Wege aus der Abhängigkeit

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Anne Wilson Schaef: Co-Abhängigkeit

Das kleine Büchlein von Anne Wilson Schaef „Co-Abhängigkeit“ ist ein Meilenstein in der Untersuchung von Suchtverhalten und Suchtbeziehungen. Es eröffnet uns den Horizont, die alltägliche SUCHT in uns selbst zu entdecken und zu erkennen.

Als Co-Abhängige wurden früher die Partner(innen) von Alkoholkranken gesehen. Dies ist zu kurz gegriffen! Co-Abhängigkeit SELBST ist eine Krankheit und eine Sucht, die dem Alkoholismus in keiner Weise nach steht. (Manchmal scheint der Witz zutreffend, dass es kein Wunder sei, wenn der Partner des Co-Abhängigen zur Flasche greift, um eine solch verrückte Beziehung überhaupt aushalten zu können.)

Anne Wilson Schaef geht in diesem Buch aber noch einen entscheidenden Schritt weiter: Sie sieht hinter all den verschiedenen Erscheinungsformen der SUCHT den ganzen SUCHTPROZESS, der einen Menschen von seinem wahren SELBST und seinem authentischen Leben entfremdet. UND da, wo der normale Suchtprozess zum Alltag eines jeden einzelnen wird, da ist die Schlussfolgerung naheliegend: Wir leben in einer Suchtgesellschaft! Die privatwirtschaftliche, kapitalistische Gesellschaft BRAUCHT unsere Süchte und nährt sie (denken wir nur an Spielsucht, Sexsucht, Konsumrausch, Medienkonsum).

Hier die aufschlussreiche Liste von typischen Merkmalen des Suchtprozesses:

  • Unehrlichkeit (Verleugnung, Projektion, Wahn);
  • ein gestörtes Gefühlsleben (Gefühlsstarre, abgespaltene Gefühle, verzerrte Gefühle, Ressentiments etc.);
  • Kontrollverhalten;
  • gestörte Denkstrukturen (verwirrtes Denken, zwanghaftes Denken, Überbewertung des linearen, logischen, analytischen Denkens, dualistisches „Entweder-Oder“-Denken);
  • Perfektionismus;
  • Außenorientierung (Fremdbestimmtsein, geringes Selbstwertgefühl, Eindruck-Schinden, Unterwürfigkeit);
  • Abhängigkeitsprobleme;
  • Angst;
  • Rigidität;
  • moralisierendes Verhalten;
  • Depression;
  • Unterlegenheits- / Überlegenheitsgefühl;
  • Selbstbezogenheit;
  • Verlust der inneren Moral, verunsicherte Wertvorstellungen, Verlust der eigenen Spiritualität;
  • Gefühlsstau;
  • Negativismus. (S. 54)

Es geht nicht um Anklage und Pathologisierung, sondern diese versteckten Süchte zu erkennen und uns zu ENT-SÜCHTIGEN, NÜCHTERN zu werden, KLARHEIT zu gewinnen. Hier hat Anne Wilson Schaef ihr „Living-Process“ (Lebens-Prozess) entdeckt (den sie damals noch als „Therapie“ bezeichnet hat, später wurde dieses „Leben im Prozess“ die einzig wahre Lebenskunst).

Das Buch schließt mit 9 Thesen zur Behandlung von offenen und verdeckten Süchten, die sicher auch heute noch maßgebend sind. Das „Zwölf-Schritte-Programm der Anonymen Alkoholiker“ spielt dabei auch eine zentrale Rolle.

Wir haben in diesem Buch einige ziemlich unorthodoxe und sicher auch aufregende Ideen über die Krankheit Co-Abhängigkeit erörtert, wir haben die verschiedenen Theorien und unterschiedlichen Ansätze kennen gelernt, wir haben erkannt, daß Co-Abhängigkeit ein Teil des Suchtprozesses ist und dass ein Hinüberwachsen in ein Living-Process-System möglich ist. Ich bin davon überzeugt, daß mein Konzept der Co-Abhängigkeit helfen kann, ein ganz neues Verständnis vom gesunden und ganzheitlichen Menschen zu erschließen. (S. 112)

Fazit: Das Büchlein führt in die ganze Thematik der SUCHT und der GENESUNG als Prozess ein. Hier sind alle wesentlichen Aspekte konzentriert und im Zusammenhang benannt.
Es ist auch eine gute Einführung in die späteren Werke von Anne Wilson Schaef, in denen sie die hier aufgestellten Thesen in einer Radikalität und Klarheit vertieft, die selten anzutreffen sind. Sie ist schonungslos ehrlich und kennt mit dem ganzen Suchtsystem keine Gnade.

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Co-Abhängigkeit: Die Sucht hinter der Sucht

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Paul Ferrini: Denn Christus lebt in jedem von euch

Was würde JESUS wohl sagen, wenn er heute auf die Welt käme?
Wie würde er seine Lehre der Liebe und Vergebung HEUTE darstellen?

Paul Ferrini lässt JESUS in seinem Buch „Denn Christus lebt in jedem von euch“ zu Wort kommen! Das also, wäre seine heutige Botschaft!

Jesus spricht uns in diesem Buch direkt an. Was für ein Wagnis des Autoren Paul Ferrini, Jesus durch sich sprechen zu lassen. Im Vorwort geht er direkt darauf ein. Diese Erklärung ist so beeindruckend, dass ich daraus vorlesen möchte:

 

Elisabeth Kübler Ross hat zu diesem Buch gesagt: „Das wichtigste Buch, das ich je gelesen habe. Ich studiere es wie die Bibel.“

Ich kann die Aussage dieser wunderbaren Frau verstehen, und es scheint mir anmaßend zu sein, als Rezensent mehr dazu zu sagen. Das Buch hat eine dermaßene DICHTE, dass es in den verschiedenen Themen täglich und immer wieder gelesen werden kann.

Ich will hier nur ein paar Sätze „Kostprobe“ zitieren, die MICH besonders beeindruckt haben und anschließend ein Kapitel beispielhaft vorlesen.

Liebe ist die einzige Reaktion, die Angst auflösen kann. Wenn du das nicht glaubst, versuche es. Liebe irgendeine Person oder Situation, die Angst in dir auslöst, und die Angst wird verschwinden. Das ist wahr – aber nicht so sehr, weil Liebe ein Gegenmittel gegen Angst ist, sondern weil Angst die „Abwesenheit“ von Liebe ist. Deshalb kann Angst nicht weiterexistieren, wenn Liebe da ist. (S. 21)

Solange du deine Schuld nicht aufgelöst hast, kannst du deine Unschuld nicht erkennen. Um nichts anderes geht es bei der Vergebung. Es geht nicht darum, anderen zu vergeben, sondern allein darum, sich selbst dafür zu vergeben, dass man sich für schuldig erklärt hat.
Das ist die Ebene der Praxis. Es gibt keine Situation, auf die diese Praxis nicht anwendbar ist. Das ganze Szenario deines Lebens ist ein Feld der Selbsterforschung. Mache dir jeden deiner Gedanken und jedes deiner Gefühle bewusst, und schon bald wirst du den Ursprung deines Schuldgefühls und des daraus resultierenden Leidens gefunden haben.
Niemand kann sich vor dieser Arbeit drücken. Sie ist ein wesentlicher Teil des Lehrplans, dessen Ziel das Erwachen ist. Je schneller du das erkennst, desto leichter wird es dir fallen, die Arbeit zu tun. (S. 25 f.)

Das Leben ist entweder Widerstand oder Hingabe. Das sind die einzigen Möglichkeiten. Widerstand verursacht Leiden. Hingabe führt zur Glückseligkeit. (S. 32)

Nur wenn du andere in dein Herz hineinläßt, wirst du auch fähig, sie freizulassen.
Liebe und Nicht-Verhaftung gehen Hand in Hand. Du kannst nicht jemand lieben und gleichzeitig versuchen, ihn zu kontrollieren. Nur indem du das Beste für ihn wünschst, läßt du deinem Nächsten Freiheit. Und wenn du ihm keine Freiheit läßt, ist das, was du ihm gibst, keine Liebe. (S. 40 f.)

Der Wechsel von Urteil zu Akzeptanz, von der Trennung zum Mitgefühl ist die eigentliche Voraussetzung für Heilung. …

Ein Heiler oder jemand, der Wunder wirkt, hat die eigene innere Fähigkeit akzeptiert, völlig frei von Konflikten, Schuldgefühlen und Werturteilen zu sein. Wenn du diese Fähigkeit in dir selbst akzeptierst, wirst du Wunder in deinem Leben wirken, so wie ich es getan habe.
Ich habe dir viele Male gesagt, dass du dazu fähig bist. Heilung ist nicht nur möglich, sie ist sogar notwendig. Jeder von euch ist ein Heiler seiner eigenen wahrgenommenen Verletzungen und Ungerechtigkeiten, ein Zeuge der Heilkraft des Wunders. Heilung ist euer einziger Daseinszweck auf dieser Erde. Je früher ihr das erkennt, desto besser. (S. 58)

In diesem selbstinszenierten Drama führst du deine Auseinandersetzung nur mit Gott. Es scheint, als führtest du sie mit deinem Bruder, aber das ist nicht wahr. Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse wächst in deinem eigenen Kopf. Und in deinem eigenen Kopf stellst du dir die Frage nach Ungleichheit und Missbrauch.
Es wird eine Zeit kommen, da deine und Gottes Antwort völlig übereinstimmen. Und dann wird sich der Baum von Gut und Böse in den unmittelbaren, ganzheitlichen Baum des Lebens verwandeln. Die Liebe hat dann keinen Gegenpol mehr, sondern dehnt sich frei in alle Richtungen aus. (S. 80)

Das Mangeldenken entspringt deiner Wahrnehmung, daß du es nicht wert bis, geliebt zu werden. Wenn du dich der Liebe nicht wert fühlst, wirst du den Mangel nach außen projizieren. (S. 82)

Der Baum hat tiefreichende Wurzeln und ausladende Äste. Er ist unten fest verwurzelt und oben ganz beweglich. Er ist ein Symbol für Kraft und Hingabe. (S. 93)

Die Gesetze der Welt gelten nicht mehr für den Mann oder die Frau, deren Herz offen ist. Und so geschehen Wunder. Nicht aufgrund irgendwelcher besonderer Aktivitäten, sondern einfach weil die Liebesschwingung sich ausdehnt. (S. 96)

Sobald die Lektionen der Ebenbürtigkeit auf der Erde gelernt und verstanden wurden, wird sich das elektromagnetische Feld der Erde verändern, und die Erde wird einen neuen, glorreicheren Lehrplan hervorbringen. (S. 111)

Deine gesamte Lebenserfahrung auf der Erde ist ein Lernprozeß: Du lernst, auf dich selbst, auf deinen Nächsten und auf Gott zu vertrauen. Im Augenblick des Erwachens, in dem das Vertrauen voll aufblüht, werden diese drei Aspekte des Selbst eins. (S. 156)

 

 

Fazit: Wie immer man Paul Ferrini kennen gelernt haben mag, das ist das SCHLÜSSELBUCH, um seine Lehre (und die Lehre Jesu) zu verstehen. Es enthält den Kern seiner Botschaft. Alle anderen Bücher sind mehr oder weniger Hilfen, diese „einfache Lehre“ im Leben praktizieren zu können.

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Denn Christus lebt in jedem von euch

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Dieter Broers: Checkliste 2012

Es gibt bereits eine Menge Literatur zum „Schicksalsjahr 2012“. Auch Dieter Broers selbst hat mit seinem Buch (R)EVOLUTION 2012. Warum die Menschheit vor einem Evolutionssprung steht einen wertvollen Beitrag (Buch und DVD) geleistet, um das Thema auf das Niveau aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu heben:

2012 ist weniger ein magisches Datum, sondern eine Übergangszeit von wahrscheinlich mehreren Jahren (Jahrzehnten). Wenn dem so ist, leben wir bereits in dieser Übergangszeit. Jeder spürt diesen immer intensiver werdenden Wandel. Und wer dies noch nicht am eigenen Leib spürt, den sollten die täglichen Nachrichten mit ihrer Botschaft des Zusammenbruchs und der Transformation erreichen. Gott sei Dank haben wir in der letzten Zeit die Angst vor dieser Zeitwende verloren (Apokalypse, Ende der Welt usw., denn Angst ist ein schlechter Ratgeber) und sehen in dieser Wende eher die Chance zu einer individuellen, zwischenmenschlichen und globalen Transformation.

Wie jeder einzelne diese Wendezeit als Chance für sein eigenes spirituelles Wachstum nutzen kann, zeigt Dieter Broers in seinem kleinen Handbuch:

Checkliste 2012. Sieben Strategien wie Sie die Krise in Ihre Chance verwandeln: Wegbeschreibung aus spiritueller Sicht

Er zeigt sieben Strategien, diese wahrscheinlich dramatischste Krise der Menschheit seit ihrem Beginn in eine Chance verwandelt werden kann. „Checkliste“ ist hierbei sehr wörtlich gemeint. Das Buch umfasst 6 sehr konkrete Checklisten mit insgesamt 61 Kategorien und mindestens 300 Einzelpunkten (ich habe sie jetzt nicht gezählt).

Die 6 Strategien:

  1. SOS 2012 – wie Sie sich konkret schützen
    (Es WIRD z.B. mehrere Tage des Stromausfalls geben. Wie kann man sich darauf vorbereiten?)
  2. Selbsterkenntnis – wie Sie die spirituelle Chance nutzen
    (Man kann an dieser Krise zugrunde gehen oder MIT IHR ARBEITEN – z.B. den höheren Energien -, um sich seiner SELBST bewusst zu werden)
  3. Auf dem Prüfstand – wie Sie Beziehungen klären
    (Die Krise wird uns aus der Selbstisolation heraus führen und uns wieder beziehungs- und gemeinschaftsfähig machen. Nur die Beziehungen werden überleben, die sich gemeinsam dem spirituellen Wachstum verpflichten.)
  4. Quelle der Gesundheit – wie Sie heilende Kräfte finden
    (Ein gesunder Körper ist eine wichtige Ressource, um die Krisenzeit vital zu überleben. Es ist noch relativ einfach, sich gesunde Gewohnheiten anzueignen.)
  5. Falsche Systemzwänge – wie Sie neue Freiräume erschließen
    (Die uns bekannten Systeme werden zusammenbrechen. Je mehr wir uns aus der Abhängigkeit dieser Systeme lösen und NEUE Systeme aufbauen, desto weniger wird uns dieser Systemcrash treffen.)
  6. Fokussieren – Wie Sie die Meditation entdecken
    (Meditation hilft uns, in unserer Mitte zu bleiben, für Intuition offen zu bleiben, uns von den höheren Energien führen zu lassen, uns zu unserem AUTHENTISCHEN SELBST zu entwickeln. Es gibt keine Transformation ohne Meditation.)

Noch ein paar Zitate aus dem Buch:

„Der Countdown läuft, doch wir haben genügend Zeit, uns mit dem Unausweichlichen zu beschäftigen. Wir können Maßnahmen ergreifen, die uns schützen und stark machen, stärker und glücklicher vielleicht als jemals zuvor.“
(S. 9)

„Insofern ist 2012 für die Maya kein Super-GAU, sondern eine notwendige Katharsis, eine Reinigung von allem, was den Menschen von seinem göttlichen Potenzial trennt.“ (S. 35)

„Die Sonne sendet uns therapeutische Frequenzen, die uns helfen, unsere gewohnten Denkmuster zu überschreiten.“
(S. 44)

„Alles, was ich anderen angetan hatte, hatte ich zugleich mir angetan. Ich begriff: Die anderen sind ein Teil von mir. Als ich sie verletzte, deformierte ich mich selbst.“ (S. 50)

„Der ’neue Mensch‘ kann von seinen Kontingenten Gebrauch machen – welch ein Geschenk. Packen Sie es aus. Worauf warten Sie noch? Trennen Sie sich von der reichlich naiven Vorstellung, dass Ihnen einfach Dinge widerfahren, die Sie nicht ändern können. Antizipieren Sie ein anderes, besseres Leben, gestützt durch Ihre Intuition. Setzen Sie sich neue Prioritäten: Wie wollen Sie leben? Was ist Ihr Wunschtraum? Was ist Ihr Ziel? Zerstörung? Instabilität? Hass? Oder Glück, Freude und Harmonie?“ (S. 71)

„Spirituelle Praktiken allgemein und Meditation im Besonderen verstärken auch im Alltag die Neigung zur Achtsamkeit, Aggressionslosigkeit und Empathie. Mit einem großen Wort gesprochen, kann man durch Meditation tatsächlich ein ‚besserer Mensch‘ werden.“ (S. 152)

„Das ist unser Auftrag: Wir sollen unsere umfassende Liebesfähigkeit erkennen.“ (S. 188)

Mein Fazit: Wer für die ganze Thematik 2012 sensibilisiert ist (die krisengeschüttelte Übergangszeit in eine neue Menschheitsepoche), der sollte dieses Handbuch von Dieter Broers wirklich durcharbeiten und checklistenmäßig abarbeiten. Es wird uns Leid ersparen und den Weg in die Menschliche Gesellschaft erleichtern.

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Paul Ferrini: Zusammen Wachsen

Irgendwann ist es so weit, da weißt du: Beziehungen funktionieren nicht „einfach so“. Im Gegenteil: „Einfach so“ funktionieren Beziehungen auf Dauer ganz und gar nicht. Förderliche Partner-Beziehungen brauchen Bewusstsein, brauchen ein Wissen um die Grundregeln, wie wir zusammen wachsen und zu einem WIR zusammenwachsen können.

„Eine Beziehung ist wie die Geburt eines neuen Wesens. Sie betrifft den Übergang vom gedanklichen Rahmen des ‚Ich‘ zum ‚Wir‘, ohne daß dabei Opfer gebracht werden müssen. So etwas geschieht nicht über Nacht. Es braucht Zeit und Geduld. Auch Klarheit ist vonnöten. Beide Partner müssen sich auf diese Erfahrung vorbereiten.“ (S. 9)

Ich kenne kein Buch, das dieses Thema dermaßen brillant und einfach, in wenigen und glasklaren Worten beschreibt wie Ferrinis kleines Brevier: Zusammen Wachsen. Ich liebe das Buch! Es begleitet mich nun schon über 10 Jahre, und immer wieder lese ich in ihm – und immer wieder fallen mir Schuppen von den Augen.

Das Buch unterteilt sich in drei Teile:

  • Vorbereitung einer Partnerschaft
  • Die sieben Schritte zu einer spirituellen Partnerschaft
    (der Hauptteil des Buches)
  • Veränderung der Beziehung

Das vielleicht größte Hindernis zu einer gesunden Partnerschaft ist unsere Beziehungssucht. Wir leben – ehrlich gesagt – in einer Suchtgesellschaft (siehe auch die Thematik von Anne Wilson Schaef). Ist es da ein Wunder, dass wir auch unseren geliebten Partner wie eine Droge missbrauchen? Ist es ein Wunder, dass missbrauchte Liebe verwelkt und zu einem Ort des offenen oder versteckten Partner-Krieges wird?

Im ersten Teil thematisiert Paul Ferrini diese vielleicht größte Falle für eine Beziehung (Beziehung als Sucht). Dieser Text ist dermaßen fundamental, dass ich ihn gerne und mit Dringlichkeit vorlese:

Der zweite Teil stellt die 7 Grundregeln und Schritte
einer gelungenen Partnerschaft vor:

Der erste Schritt: Verpflichtung.
Um in einer Beziehung über die Konflikte hinaus wachsen zu können, bedarf es einen RAUM DER SICHERHEIT. Das ist vor allem ein emotionaler Raum, dass ich alle meine Ängste, meine Wut und meinen Groll äußern darf, ohne dass ich Sanktionen von dir erwarten muss.

„Freiheit endet nicht dadurch, dass wir eine Verpflichtung eingehen. In Wahrheit müssen wir die Freiheit haben, unsere Verpflichtung jede Woche, jeden Tag und jeden Moment zu erneuern und zu überdenken, wenn sie echt sein soll. Ohne die Freiheit der Entscheidung können wir uns nicht verpflichten.“
(S. 59)

Der zweite Schritt: (Mit-) TEILEN
Nach der romantischen Phase, dem Verliebtsein (Verliebtsein ist wie eine Droge) beginnt die eigentliche Partnerschaft.

„In Wahrheit setzt der spirituelle Aspekt einer Beziehung erst dann ein, wenn das Paar das Ende der Romanze übersteht. Wenn sie einander dann (ohne Sterne in den Augen) anschauen, mögen sie das, was sie da vor sich haben? Können sie die dunkle Seite ihres Partners ansehen und sie ebenso mitfühlend annehmen, wie sie es bei sich selbst gelernt haben? Halten sie nach einem Menschen oder einem Heiligen Ausschau?“ (S. 63)

Der andere ist nicht mehr nur ein narzisstischer Spiegel meiner selbst, sondern ein ANDERES Wesen mit individuellen Eigenheiten. Das WIR entsteht, indem wir uns austauschen, miteinander teilen.

Der dritte Schritt: Wachstum
Die Beziehung kann als WIR nicht wachsen, wenn nicht jeder einzelne in der Beziehung einen eigenen Raum des Wachstums hat. Co-Abhängige Partner geben sich diesen Raum nicht. Sie klammern, vereinnahmen sich, überschreiten Grenzen des anderen.

„Grenzen sind in Beziehungen außerordentlich wichtig. Die Tatsache, dass wir ein Paar sind, bedeutet nicht, daß wir aufhören, Individuen zu sein. Paare, die zu sehr ineinander verstrickt und voneinander abhängig sind, legen die Saat für künftigen Streit. Keiner sollte sich selbst aufgeben, um mit einem anderen zusammenzusein. Tatsächlich kann die Stärke einer Beziehung daran gemessen werden, wie frei sich jeder der Partner fühlt, sich im Rahmen der Partnerschaft selbst zu verwirklichen.“ (S. 77)

Der vierte Schritt: Kommunikation
Die häufigste Form der Kommunikation in einer Partnerschaft ist der ANGRIFF: der Partner wird beschuldigt. Es findet dann auch kein offenes und mitfühlendes ZUHÖREN statt, sondern die VERTEIDIGUNG, die Rechtfertigung, der Gegenangriff.

„Eine gute Kommunikation vermeidet stets die Extreme, einen anderen entweder verärgert anzugreifen oder den Ärger zu unterdrücken. Weder Sadismus noch Masochismus tragen zum Frieden und zur Verständigung bei. Kommunikation ohne Schuldzuweisung ist eine Kunst, die jedes Paar lernen muss, wenn es sich wünscht, dass seine Beziehung wächst und gedeiht.“ (S. 98f.)

Der fünfte Schritt: Spiegelung
Der Weg in den Himmel führt durch die Hölle. Förderliche Beziehungen sind deshalb so heilsam, weil sie uns mit unseren inneren Dämonen konfrontieren. Wir können ihnen in einer Beziehung nicht ausweichen. Es geht um den Schmerz, die Wunden, das Leiden in einer Beziehung.

„Die Frage, die ich mir stellen muß, lautet nicht, ‚wer greift mich an?‘, sondern ‚warum fühle ich mich angegriffen?'“ (S. 111)

„Paare, die sich ihren Dämonen stellen und ihre Ängste überwinden, haben eine entscheidende Schlacht gegen die Ungewissheit gewonnen. Sie fallen auf den Boden der Tatsachen und erkennen, daß der einzige Grund für ihr Zusammensein darin besteht, einander zu lieben und anzunehmen. Das ist der Weg, der in den Himmel führt.
Es ist ein spirituelles Gesetz, daß alles, was uns an jemand anderem stört, der Teil von uns selbst ist, den wir nicht lieben und akzeptieren wollen.“
(S. 116)

Der sechste Schritt: Verantwortung übernehmen
Das WIR entsteht eigentlich erst in diesem Schritt. Jeder einzelne von uns wird wirklich ER-WACHSEN und so kann ein WIR WACHSEN. Wir müssen nicht nur unsere Eltern aus der Verantwortung für unser Leben entlassen, sondern auch unseren Partner (als Elternersatz). Jeder ist selbst verantwortlich.

„Wir sind niemals für die Erfahrungen unseres Partners verantwortlich, und unser Partner ist niemals für die unsrigen verantwortlich. Die Schönheit dieses spirituellen Gesetzes geht für diejenigen verloren, die ihre Partner für ihr Glück oder ihren Schmerz verantwortlich machen.“ (Seite 123)

„Das ‚Wir‘-Bewusstsein in eurer Beziehung ist entweder aus der Stärke und Integrität des ‚Ich‘-Bewusstseins entstanden, oder es ist eine Täuschung. Wenn du und dein Partner aufrichtig zueinander seid und die Verantwortung für eure eigenen Erfahrungen übernehmt, hat das ‚Wir‘ eine tiefgehende Bedeutung. Wenn Aufrichtigkeit oder Aufmerksamkeit fehlen, kann das ‚Wir‘ nur ein Verrat am Selbst sein.
Du kannst dir sicher sein, daß Gott Beziehungen nicht erschuf, damit wir uns selbst betrügen. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Der Zweck einer Beziheung ist es zu lernen, uns selbst treu zu sein.“ (S. 138f.)

Der siebte Schritt: Vergebung
Der Dünger für die Liebe ist die Vergebung. Ich mache Fehler. Du machst Fehler. Ich verletze dich. Du verletzt mich.

„Ihr seid beide Menschen. Das heißt, daß ihr zusammen die Höhen des Himmels und die Tiefen der Hölle erfahren werdet. In eurer Umarmung lieben Engel und Teufel und gehen gemeinsam mit euch auf eure beständige Reise in Richtung Selbstvergebung.
(S. 141)
„Um Vergebung zu bitten heißt nicht, zum anderen ‚Tut mir leid‘ zu sagen. Es heißt, dem anderen zu sagen, ‚das ist mit mir los. Ich hoffe, du kannst es akzeptieren und verarbeiten. Ich versuche mein Bestes.‘ Es geht darum, die eigene Situation zu akzeptieren, auch wenn es schwierig ist, und dem Partner die Möglichkeit zu bieten, sie zu akzeptieren, auch wenn es ihm oder ihr nicht leicht fällt. Wenn wir das, was uns geschieht, in dem Augenblick akzeptieren, in dem wir es bewerten wollen, vollzieht sich Selbstvergebung.“ (S. 146)

Der dritte Teil klärt „Veränderung der Beziehung“

Trennung in Würde und Liebe, Trauer (auch wenn ein Partner verstorben ist) und „Neu-Verpflichtung zur Liebe“ sind die Themen des letzten (dann nur noch sehr kurzen)  Teils.

„So schwer die Reise manchmal auch erscheinen mag, so gibt es doch Momente, die einfach atemberaubend sind. Der harte Panzer, der das Herz umgibt, beginnt aufzubrechen. Wo uns einst Furcht zurückhielt, lernen wir nun, kleine Schritte nach vorn zu machen. Wir gehen Risiken ein und überwinden unsere Ängste. Wir lernen, einander zu vertrauen.
Wir erleben eine Sanftheit, die aus dem Kampf geboren wurde, eine Süße, die aus Schmerzen entstand. In den Blicken, die sich begegnen, steht ein Funkeln, das über die Feierlichkeit des Begehrens hinausgeht. Es ist die innere Erkenntnis des Selbst und des anderen: eine Hingabe, die in das Herz und Anerkennung und Liebe führt.
Möge dir diese Gnade zuteil werden.“ (S. 14)

Mein Fazit: Wenn du dich mit deinem Partner der Liebe verpflichten willst (Was gibt es Höheres im Leben??!!), dann hast du in diesem Buch eine wundervolle Anleitung, die ans Herz geht und die Grundlage eures Liebesvertrags werden kann. (Gemeinsam lesen, bis ihr es auswendig kennt!)

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Zusammen Wachsen – Schritte zum liebevollen Miteinander

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Stephen R. Covey: Der 8. Weg. Mit Effektivität zur wahren Größe

Stephen R. Covey gehört zu den großen Führungspersönlichkeiten unserer Zeit.
Bekannt geworden ist der durch seinen 1989 erschienenen Managementklassiker
„Die 7 Wege zur Effektivität“:

Was ihn auszeichnet ist seine hohe moralische Kompetenz, seine prinzipiengeleitete Anschauung, seine christliche Spiritualität.

„Das Leben ist eine Mission, keine Karriere; der Zweck aller Bildung und Erziehung und allen Wissens ist, dass wir Gott besser repräsentieren und uns in seinem Namen und zu seinen Zwecken in den Dienst jener Lebensmission stellen können.“
(Der 8. Weg, S. 374)

Ich kenne – ehrlich gesagt – keinen anderen Autor, der modernes Business und Spiritualität so wunderbar verknüpft wie er: Business als Gottesdienst.
Oft ist es doch so, dass Menschen und Unternehmen mit hohen spirituellen Werten keine Gewinne machen; und umgekehrt, die Menschen und Firmen, die hohe Gewinne machen, sich mehr oder weniger unmoralisch verhalten. Dieser Konflikt, diese (scheinbare) Unvereinbarkeit von Spiritualität und Business droht unsere Welt zu zerreißen.

Steven R. Covey hat dies in seinem Lebenswerk diesen SCHMERZ angesprochen, das PROBLEM formuliert und eine umfassende LÖSUNG vorgestellt:

Es geht um die Herausbildung neuer Führungsperrsönlichkeiten, die ihre Verantwortung erkennen, auf ihre innere Stimme hören und einen großartigen Beitrag zur Lösung der Menschheitsprobleme leisten. SPIRITUALITÄT ist dieser Welt gegenüber verantwortlich – und das auch und gerade im Business.

Wir brauchen echte VISIONEN, die bis hin ins WEISHEITS-Zeitalter reichen (das Zeitalter, das nach Covey NACH dem Zeitalter der Information und Wissensarbeit kommt). Diese Visionen kommen von innen, aus der inneren Stimme – und leitet uns als spirituelle Intelligenz aus dem Gewissen.

Das Buch ist ein HANDBUCH, um seine innere Stimme zu finden (im Einklang mit dem Gewissen zu handeln), andere zu inspirieren, ihre innere Stimme zu finden (als Vorbild und Visionär, Koordinator und Coach), so dass wir die Welt transformieren können ins Zeitalter der Weisheit.

Ich sehe selbst, dass meine Worte bei dieser Buchbesprechung sehr pathetisch sind, fast schon abgehoben, unerreichbar. Doch es geht ums GANZE und dazu gehört die Leidenschaft des Herzens. Es bringt überhaupt alles in die Ganzheit! Wir brauchen eine höhere Perspektive, um die vielfältigen Probleme lösen zu können. Das Buch bietet Landkarten, um eine höhere Perspektive einnehmen zu können.

Das Buch spricht aber wahrlich nicht nur Menschen an, die als Führungspersönlichkeiten in der Wirtschaft „nach dem rechten Weg“ suchen. Es spricht auch jeden an, der über seine BERUFUNG einen Beitrag zur Lösung der dringenden Probleme leisten will – auch als Selbstständiger in einem Einpersonen-Unternehmen.

Fazit: Ich möchte dieses Buch gerade denjenigen empfehlen, die über die „7 Wege der Effektivität“ zu einer charakterstarken Persönlichkeit gefunden haben. Weiterhin denjenigen empfehlen, die über sein Einsteigerbuch „Vom Beruf zur Berufung“ (> meine Besprechung) den Entschluss gefasst haben, ihr Leben ihrer Berufung zu widmen. Ich empfange gerade die Essenz des Buches: Professionalisiere deine Berufung!
Klingt gut. Ja, ich glaube, das ist es.

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Der 8. Weg: Mit Effektivität zu wahrer Größe

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