Kurt Tepperwein: So geben Sie Ihr Bestes

Ich finde das Buch in seiner Idee genial, auch wenn Titel und Untertitel diese Genialität leider NICHT verraten (und so die EIGENTLICHE Zielgruppe des Buches wahrscheinlich nicht wirklich erreicht). Das Buch richtet sich eigentlich an Freizeitsportler (Zielgruppe), um ihnen zu helfen, ihre Leistung durch Mentaltraining  zu steigern (Problemlösung).

Den richtigen professionellen Durchbruch hatte das Mentaltraining ja zunächst im Spitzensport. Gerade hier hat es seine Leistungsfähigkeit bewiesen. Später eroberte Mentaltraining professionell andere Bereiche wie Business oder Persönlichkeitsentwicklung und ist eigentlich die Kernidee des Coachings. (Sporttrainer nennen sich in Amerika ja „Coachs“.)

Mentaltraining ist aber nicht nur etwas für sportliche oder berufliche Spitzenleistungen, sondern ein Instrument für jeden, sein Leben bewusster zu gestalten. Wie könnte man Mentaltraining also für ein breites Publikum in seiner Effektivität erfahrbar machen?

Diese Frage beantwortet das Buch auf geniale Weise! Das Kerngebiet des Mentaltrainings, Sport, wird für Freizeitsportler geöffnet. So heißt der erste Teil auch: Sport als Trainingsfeld für mentale Stärke. Aus der Einleitung des Buches, dem „Warming-up“:

Sie mögen Sport und haben anderen Menschen damit eine wesentliche Stärke voraus: Wo andere noch den „inneren Schweinehund“ überwinden müssen, um sich überhaupt sportlich in Bewegung zu setzen, da haben Sie die erste Hürde schon gemeistert! Sie haben ein gutes, sportliches Verhältnis zu Ihrem Körper. Das ist eine Stärke, auf der Sie ein erfolgreiches Leben aufbauen können! (S. 9)

Das Buch verfolgt im Grunde zwei Ziele: die LeserInnen als Freizeitsportler da abzuholen, wo sie sind und ihnen dabei zu helfen, ihre sportlichen Leistungsfähigkeiten zu verbessern. Ihnen gleichzeitig aber auch über den Sport die Erfolgsprinzipien des Lebens selbst nah zu bringen.

Das Buch arbeitet im zweiten Teil mit 7 Techniken des Mentaltraininigs:

  1. Zielsetzung und Selbstmotivation
  2. Atemtraining
  3. Körperliche Entspannung
  4. Energiemanagement
  5. Affirmationen
  6. Positive Einstellung und Denkgewohnheiten
  7. Visualisierungs- und Imaginationstechniken

Im 3. Teil sind noch einige Tabellen und Checklisten zu finden.

Mein Fazit: Ein geniales Buch für Freizeitsportler, die Mentaltraining lernen wollen, um ihre sportlichen Leistungen zu verbessern und mit diesen Prinzipien ihr ganzes Leben auf Erfolgskurs zu bringen.

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So Geben Sie Ihr Bestes. Ein ganzheitliches Mentaltraining in 7 Stufen (MVG Verlag bei Redline)

Kurt Tepperwein: Kraftquelle Mentaltraining

Die Erstauflage des Buches ist 1986 erschienen und erfährt heute noch Neuauflagen! Es ist das, was man einen „Longseller“ nennt. Auch dieses Buch von Kurt Tepperwein gehört zu den KLASSIKERN. Wenn mich nicht alles täuscht, ist es sogar das erste deutschsprachige Buch über Mentaltraining überhaupt – aus einer Zeit, als Mentaltraining noch zu „esoterischen Spinnerei“ gezählt wurde. … und ist heute noch aktuell!

Heute gehört Mentaltraining zu den zentralen Techniken der Persönlichkeitsentwicklung. Wer sein Leben bewusst in die Hände nimmt, kommt an Mentaltraining nicht vorbei. Dieses Buch von Kurt Tepperwein ist als KLASSIKER eine geeignete Einführung – die QUELLE sozusagen.

Der Kern der in den letzten Jahren so häufig beschriebenen „Schritte der Wunscherfüllung“ sind in 12 klaren Schritten im ersten Kapitel dargestellt und werden in den  weiteren Kapiteln ausführlicher behandelt. Um die Aktualität des Buches zu dokumentieren, führe ich diese 12 Schritte auf:

  1. Sie verschaffen sich Klarheit über Ihr Ziel oder Ihren wichtigsten Wunsch.
  2. Sie legen Ort und Zeit Ihrer täglichen Übung fest.
  3. Sie nehmen die richtige Körperhaltung an.
  4. Entspannen Sie sich körperlich und geistig.
  5. Schalten Sie ab und vergegenwärtigen Sie sich Ihren Wunsch.
  6. Achten Sie auf die richtige Atemtechnik.
  7. Begeben Sie sich in den „schöperischen Bewusstseinszustand“.
  8. Suchen Sie den Ort der inneren Wandlung auf.
  9. Laden Sie Ihr Vorstellungsbild mit Vitalkraft und einem Gefühl der Freude auf.
  10. Identifizieren Sie sich vollständig mit dem Inhalt Ihres Wunschbildes.
  11. Wiederholen Sie Ihren Wunsch immer wieder.
  12. Stehen Sie der Erfüllung Ihres Wunsches nicht im Wege und handeln Sie.

Diese 12 Schritte werden im Buch dann genauer besprochen. Im Abschnitt über die Praxis des Mentaltrainings werden diese theoretischen Schritte auf die 8 Schritte für den Alltag komprimiert und in einen 21-Tage-Plan integriert.

Es ist Zweck dieses Buches, Sie dazu anzuspornen, Meister Ihres Schicksals zu werden. Um jedoch ein Meister zu werden, brauchen Sie nicht Ihre Familie, Ihren Beruf und Ihren Wohnsitz aufzugeben, um sich von einem indischen Guru in die Geheimnisse des Lebens einweihen zu lassen. Wenn dies Ihr Weg wäre, so wären Sie sich in Indien zur Welt gekommen. Meister werden kann man überall, nämlich Meister zunächst über sich selbst – über Ärger, Angst, Neid, Eitelkeit, Haß – und sodann über das eigene Leben. Meister sein heißt, das zu tun, wovon im Grunde jeder Mensch weiß, daß es das Richtige und Wesentliche ist, und dieses Wissen im Alltag praktisch zu leben. (S. 246)

Mein Fazit: Als Klassiker des Mentaltrainings ist dieses Buch heute noch lesenswert, ja eine gute Einführung ist Thema. Sicher ist Kurt Tepperwein selbst derjenige, der das ursprüngliche Mentaltraining inzwischen weiterentwickelt, zentrale Begriffe z.T. umbenannt, das Ganze noch einmal auf das Wesentliche vereinfacht hat. Doch gerade für den Einstieg in die Methodik des Mentaltrainings ist diese Urfassung und in den Kern bestens geeignet.

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Kurt Tepperwein: Die geistigen Gesetze

Das Buch von Kurt Tepperwein ist ein echter KLASSIKER, im mentalen wie spirituellen Bereich. Als ich einmal gefragt wurde, welcher Bücher ich auswählen würde, wenn ich nur drei auf eine (einsamen, natürlich) Insel mitnehmen dürfte, war dies eins von dreien. – KLASSIKER, weil das Buch mit seiner Erstauflage von 1992 Themen angesprochen hat, die heute noch aktuell sind und eigentlich nur ihre Vertiefung finden. Mehr noch: Das ganze Potenzial des Buches ist im „breiten Publikum“ noch gar nicht angekommen.

Heute wissen wir, dass unsere Gedanken, unser Bewusstsein entscheidend ist für unseren Lebenserfolg. Nur über diesen Weg können wir uns aus den Konditionierungen der Vergangenheit befreien und unser Leben wirklich BEWUSST führen. Doch so blind die Technik ohne die naturwissenschaftlichen Gesetze wäre, so blind ist unser Bewusstsein ohne die Geistigen Gesetze. Kurt Tepperwein war der erste im deutschsprachigen Raum, der sie handlich zusammen fasste. Aus dem Vorwort:

Unser Leben ist wie die ganze Schöpfung durchdrungen von einer inneren Ordnung. Diese Ordnung gehorcht den Geistigen Gesetzen. Diese Geistigen Gesetze haben einen eigenen Rhythmus, und wir alle sind eingebettet in diesen Rhythmus der Schöpfung. …
Seit ewigen Zeiten haben Meister aus allen Kulturen aus etwas über diese Gesetze hinterlassen. Es ist an der Zeit, dieses Erbe anzutreten, es zu sichten und zu ordnen und unser Leben damit zu bereichern. Sobald ich diese Gesetze kenne, dienen sie mir, helfen mir, das Richtige zur rechten Zeit zu tun und ein erfülltes Leben zu leben.
Darum ist dies auch kein Lesebuch, sondern ein „Lebensbuch“, das zur Ganzheit helfen möchte. (S. 11 f.)

Dabei sind zwei Ausgaben der Geistigen Gesetze zu unterscheiden.

Die erste Ausgabe (1992) umfasste 21 geistige Gesetze:

  • das Gesetz der Liebe
  • das Gesetz der Harmonie
  • das Gesetz der Evolution
  • das Gesetz der Schwingung
  • das Gesetz der Polarität
  • das Gesetz des Rhythmus
  • das Gesetz der Entsprechung (Analogie)
  • das Gesetz der Resonanz
  • das Gesetz der Fülle
  • das Gesetz der Freiheit
  • das Gesetz des Denkens
  • das Gesetz des Ärgerns
  • das Gesetz der Imagination
  • das Gesetz des Glaubens
  • das Gesetz des Segnens
  • das Gesetz von Ursache und Wirkung
  • das Gesetz des Schicksals
  • das Gesetz der Wiedergeburt (Karma)
  • das Gesetz der Gnade
  • das Gesetz des Glücks
  • das Gesetz des Dankens

Die stark erweiterte zweite Auflage (2002) ergänzte 10 Jahre später dieses Sammlung noch einmal um 7 geistige Gesetze:

  • das Gesetz der Energie
  • das Gesetz der Realität
  • das Gesetz des Wohlstands
  • das Gesetz des Erfolgs
  • das Gesetz des Lernens
  • das Gesetz der Wandlung
  • das Gesetz des Bewusstseins

Alleine diese Aufzählung der Geistigen Gesetze macht deutlich, wie inhaltlich umfassend dieses Werk ist. So wichtig „The Secret“ (Rhonda Byrne) oder „Das Gesetz der Anziehung“ (Ester und Jerry Hicks) sind, sie decken mit diesen Büchern doch nur ein kleiner Teil der Geistigen Gesetze ab. Das Buch von Kurt Tepperwein hilft, die Geistigen Gesetze in ihrem Zusammenhang zu sehen und keines der Gesetze zu verabsolutieren.

Das Buch ist aber keine trockene Abhandlung von Gesetzen. Es geht um die Grundfragen des Lebens!

Das Leben ist kein „Überlebenskampf“, sondern ein SPIEL, das man um so meisterhafter spielen kann, je mehr man seine Regeln/Gesetze kennt. Für das kleine Ich, das EGO, mag das Leben voller Leid und Schmerz sein. Doch das wahre Ich, das SELBST, genießt dieses Spiel um Licht und Schatten.

So hilft   das Buch auch, die vielleicht größte Frage des Lebens zu beantworten:
WER BIN ICH? … und den Sinn meines Meinschseins.

Das Buch ist hilfreich, den Sinn des Lebens und seine eigene BERUFUNG zu erkennen. Es ist die Quelle meines Lieblingssatzes von Kurt Tepperwein:

Gott schuf nicht die Welt,
Gott wurde die Welt. (S. 46)

Mein Fazit: Es ist wie mit jedem Klassiker:  Hier ist das Wesentliche umfassend in klassischer Schönheit und Klarheit gesagt: „Alles andere zum Thema sind nur noch Fußnoten.“ Wenn es Sie einmal auf eine einsame Insel verschlägt und Sie nur drei Bücher mitnehmen dürfen: Dieses sollte dabei sein.

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Die Geistigen Gesetze: Erkennen, verstehen, integrieren

Michael & Diana Richardson: Zeit für Männlichkeit

Wir Männer sind sexuelle Trottel. Die sich am potentesten Wähnenden wahrscheinlich die größten. Ich schließe mich in dieses Urteil mit ein, wird mir diese Wahrheit doch erst seit kurzer Zeit WIRKLICH bewusst. Und das habe ich Diana und Michael Richardson zu verdanken.

Schon vor ein paar Jahren hatte mich Barry Long in seinem Buch „Sexuelle Liebe auf göttliche Weise“ sehr irritiert. (Irritation ist der erste Schritt, eingefahrene Denkweisen zu ändern.)

Dort schreibt er:

Das grundlegende Leiden der Frau, ihre beständige Unzufriedenheit, entsteht, weil der Mann sie nicht mehr körperlich erreichen kann. Ihre emotionale Maßlosigkeit, ihre Depression, ihre Frustration, sogar prämenstrualen Spannungen und die Zustände, die zu Hysterektomie und anderen Gebärmutterproblemen führen, sind auf das sexuelle Versagen des Mannes (Hervorhebung JS) zurück zu führen, der während des Liebesaktes ihre feinsten und tiefsten weiblichen Energien nicht zu sammeln oder freizusetzen vermag. (S. 17)

Die Bücher von Diana und Michael Richardson „Zeit für Liebe„, „Zeit für Gefühle“ haben mir sehr geholfen, diese fundamentale Aussage von Berry Long nicht nur zu verstehen, sondern auch meine sexuelle Identität als Mann zu verändern und eine Frau anders zu lieben, (sexuelle) Liebe ganz anders zu erfahren.

Das Buch „Zeit für Männlichkeit. Mehr Kompetenz in Sachen Sex und Liebe zwischen Mann und Frau“ stellt diese neue (und wie ich meine revolutionäre) Beziehungsweise von Liebe und Sex zwischen Mann und Frau speziell aus der männlichen Perspektive dar.

Was will der Mann, wenn er Liebe macht? Was ist der tiefste Grund? Es geht ihm nicht um die Ejakulation, es geht ihm darum, von der Frau geliebt zu werden. Die Frau ist die Quelle der Liebe, die Mutter der Liebe. (S. 9)

Es geht aber um mehr als persönliches Glück. Es geht darum, den Jahrtausenden Geschlechterkrieg zu beenden. LIEBE ist FRIEDENSARBEIT.

Es gibt für mich eine Hoffnung für die Menschheit, uind zwar nur diese eine Hoffnung: Dass die Männer einen Weg durch den „Filter ihrer konditionierten Sexualität“ hindurch finden und ihre wahre männliche Autorität entdecken. Dann können sie mit ihren Frauen in Frieden zusammen sein und mit ihrem Körper, ihrem Herzen und ihrer Seele „Liebe machen“. (S. 9 f.)

Das Buch ist das vierte in der Reihe und noch etwas reifer als die anderen.

Michael und Diana Richardson sprechen so nicht mehr von „Penetration“, sondern „Hineingleiten“ und begründen dies so:

Das Wort „Penetration“ bedeutet Eindringen, Durchdringen, Durchbruch, Einstechen … Es beschreibt einen gewaltsamen Vorgang; es beschreibt einen Vorgang, der unangenehm, unwillkommen oder sogar schmerzhaft ist – zumindest für diejenigen, denen diese Penetration widerfährt. Das Wort bedeutet im Englischen und im Deutschen (annähernd) das gleiche. Doch im Deutschen kommt hinzu, dass es durch die Aussprache einen noch deutlich härteren Klang hat als im Englischen. Beim Eigenschaftswort „penetrant“ wird klar, was eine Penetration ist: sie ist einfach aufdringlich.
Bei der neuen Art von Sex, die wir anregen, geht es um Präsenz, Achtsamkeit und Bewusstheit; um ein bewusstes und liebevolles Miteinander. Es geht nicht darum, dass der Mann in die Frau eindringt oder aufdringlich ist. Wir empfinden es daher einfach angemessen, neue Wörter für den neuen Sex zu finden. Wir werden von „Hineingleiten“ und „Hineinschlängeln“sprechen; wir werden das „weiche Einführen“ und das „tiefe Ineinandersein“ oder das „tiefe Ineinanderbleiben“ beschreiben. (S. 96)

Mir ist der Zusammenhang zwischen POTENZ und POTENZIAL(ität) noch nie so bewusst geworden wie in diesen Büchern von Diana und Michael:
Ein Potenzial baut sich als Spannungsverhältnis zwischen zwei Polen auf. Dieses sexuelle (energetische) Potenzial baut sich im Mann wie auch in der Frau auf. Energie fließt vom positiven zum negativen Pol. Der positive, energetische Pol des Mannes ist der PENIS, der positive, energetische Pol der Frau sind die BRÜSTE! Beide sind die „positiven Pole der Liebe“. Negativ (geladen) beim Mann geladen ist seine Brust, bei der Frau ihre Vagina. Im sexuellen Spiel der Liebe bauen sich diesen Polaritäten IN Mann und Frau und ZWISCHEN Frau und Mann der Fluss der sexuellen Energie auf. Die vitale POTENZ des Mannes ist ein Ausdruck, wie diese Energie in Fluss kommt. Der Mann ist nicht „an sich potent“, sondern seine (liebende und nicht missbräuchliche) Potenz ist abhängig von der Empfangsbereitschaft der Frau:

Die Frau nimmt eine zentralere Stellung beim Sex ein. Es ist nämlich sehr bedeutsam, dass die Frau dich wirklich empfangen will. Nur dann kann sich die Vitalität deines Penis entfalten. (S. 66)

All zu oft missbrauchen Männer die Frauen, um Stress, emotionale oder sexuelle Spannung abzuladen. Ein schneller Abspritz-Fick schafft beim Mann kurzfristige Spannungs-Entladung, doch die Frau wird mit dieser SPANNUNG aufgeladen, die sich letztlich in weiblicher Frustration und Wut äußert. Der Mann hat sich dann durch seine Art der lieblosen Sexualität diese Zicke, Dramen-Queen, Furie selbst erschaffen.

Viele Frauen haben einen rasenden Zorn auf die Männer wegen ihres missbräuchlichen Verhaltens – eine Wut, die über das Persönliche hinaus geht und auch mit der kollektiven Ebene zu tun hat.
Wenn der Liebesakt bewusst ist, ihr also keinen heißen Sex mehr habt, bewirkt das schon bald eine sichtbare Veränderung des „emotionalen“ Zustands der Frau. Sie wird strahlender, offener und zufriedener. Sie hört auf herumzunörgeln und beginnt aufzublühen. (S. 179)

Manche Männer sind stolz auf die HÄRTE ihrers „Schwanzes“. Doch gerade die Gefühlslosigkeit im Penis macht ihn hart, so wie der von seinen Gefühlen abgespaltene Mann HART ist. Das erklärt, warum Vergewaltiger eine Erektion haben können! (Dieser harte, gefühlslose Penis ist in Wahrheit ein Zeichen von IMPOTENZ!) Der Penis als Liebes-Instrument des Mannes ist etwas ganz anderes!

Es ist von der Liebesqualität her etwas VÖLLIG anders, ob der Mann mit einem erigierten Penis in die Frau eindringt ODER sich seine Erektion IN DER VAGINA wie im Schlangentanz aufrichtet:

Tatsächlich ist eine Erektion auch ohne Stimulation und Erregung möglich, wenn der Mann beginnt, seinem Penis zu trauen. Eine wahre Erektion ist eine elektromagnetische Antwort auf die gleichwertige und entgegengesetzte Kraft. Aus einem weichen Zustand heraus kann der Penis langsam wachsen – als direkte Antwort auf die ihn umgebende Vagina. Die weibliche Kraft beginnt sich durch ihre Empfänglichkeit am Penis zu „ziehen“ wie ein Magnet. Das „zieht“ den Penis in die Erektion – Millimeter um Millimeter. Der Penis bewegt sich wie eine Schlange spiralförmig in die Vagina hinein. …
Eine spontane Erektion ist nicht etwas, das man von seinem Körper erwarten oder fordern kann. Sie ist die Folge einer besonderen Konstellation verschiedener Faktoren – und zwar Bewusstheit, Präsenz, Entspannung und Liebe. (S. 107)

In dem Buch heißt es:

In unserer Gesellschaft gibt es nach wie vor praktisch keine sexuelle Aufklärung, die den Menschen die wirkliche Natur und Bedeutung von Sexualität nahebringt. (S. 75)

Mein Fazit: Ja, das ist ein Aufklärungsbuch für Männer! Wenn ein Mann wirklich „mehr Kompetenz in Sachen Sex und Liebe“ erreichen will, dann kenne ich kein besseres als dieses: die wirklich hohe Liebesschule. Es wird höchste Zeit, dass wir ein neues Kapitel der Liebe zwischen Männer und Frauen schreiben. Es wird Zeit, dass unsere Liebe uns HEIL macht.

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Zeit für Männlichkeit: Mehr Kompetenz in Sachen Sex und Liebe zwischen Mann und Frau

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Die deutschsprachige Internet-Seite
von Michael und Diana Richardson

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Diana & Michael Richardson: Zeit für Gefühle

Glauben Sie, Liebe sei Leidenschaft, das stetige Auf und Ab der Beziehung Ausdruck einer leidenschaftlichen Liebe? Das Buch belehrt uns eines BESSEREN!
Leiden-schaftliche EMOTIONEN zerstören Liebe mehr als alles andere! UND: Wir wissen das! Wir wissen, dass Leidenschaft Leiden schafft. Doch endlich ein Buch, das diesen für die Liebe zerstörerischen Emotionen an die Wurzeln geht!

Die Liebe ist eine zarte und zerbrechliche Blume, die die Giftigkeit emotionaler Streitigkeiten und Auseinandersetzungen nicht lange überleben kann. Liebe zeigt sich in einer Atmosphäre der Stille und Gelassenheit und nicht auf einem Schlachtfeld. (S. 38)

Das Buch kann man gut für sich lesen; es steht für sich allein, ist in sich schlüssig. Und trotzdem empfehle ich, erst das Buch „Zeit für Liebe“ von Diana Richardson zu lesen. So bekommt dieses Buch „Zeit für Gefühle“ einen ganz anderen, viel größeren Zusammenhang.

Schon in dem Buch „Zeit für Liebe“ (>> Meine Buchbesprechung) hatte die Autorin Gefühle und Emotionen (in einem eigenen Kapitel S. 221 – 236) klar voneinander unterschieden, was in dem neuen Buch „Zeit für Gefühle“ jetzt bedeutend vertieft wird.

Es geht um etwas GANZ WESENTLICHES, das unser Bild von Männern und Frauen entscheidend ändern kann. Glauben wir nicht, Frauen seinen  „emotionale Wesen“, ihre „Zickigkeit“ geradezu ein weibliches Wesensmerkmal? Wir sollten von diesem Frauenbild schleunigst Abschied nehmen! In „Zeit für Liebe“ schreibt Diana Richardson im Kapitel „Frauen, Emotionen und das Herz“ (S. 237):

Frauen sind bekannt für ihre scheinbar überwältigenden Emotionen. Die Tatsache, daß ständig Emotionen im Spiel sind, sogar wenn alles wunderbar zu funktionieren scheint, bringt den Mann oft genug zur Verzweiflung. Wie kann er seine Frau lieben und verstehen, wenn die Harmonie plötzlich in Depression umschlägt oder ohne ersichtlichen Grund ein Streit entbrennt? Die irrationalen Launen der Frau, ihr Streiten und Schimpfen, ihre Fragerei und ihr Sticheln sind ein Alptraum für ihn. Es sieht fast so aus, als wäre die Frau, die er liebt, von Zeit zu Zeit besessen.
Der Grund für diese emotionalen Schwankungen liegt im Sex. Tantra lehrt uns, daß der Mann die emotionalen Eigenschaften, die ihn an seiner Frau am meisten stören, dadurch selbst erzeugt, daß er auf Erregung und Orgasmus besteht. Dadurch hält er die Frau auf dem niedrigsten Stand ihrer sexuellen Ausdrucksmöglichkeiten und hindert sie, ihr weibliches Potenzial zu erfüllen. Sie ist jahrhundertelang als Sexobjekt benutzt worden, als Mittel zur Befriedigung des Mannes. Das schmerzt und macht sie wütend. Mit der Zeit sind ihre ungenutzten göttlichen Energien immer mehr eingeschlafen und stagnieren jetzt, so daß eine tiefgreifende Unzufriedenheit, Enttäuschung und ein Mangel an Liebe jede Zelle ihres Körpers erfüllt und sie emotional instabil macht. Konventioneller Sex bringt diese Emotionen im Inneren zum Kochen, weil er (der Mann, JS) hektisch und darauf aus ist, das eigene Selbst zu befriedigen. Und diese Art sexueller Erregung hindert die Frau daran, empfänglich zu sein. (S. 237)

Wir sehen, es geht bei der „Emotionalität der Frau“ um GROSSES, Jahrtausenden Missbrauch durch den Mann – gespeichert in jeder Körperzelle der Frau. Deswegen ist der Umgang mit unseren EMOTIONEN dermaßen wichtig für die Befreiung der Liebe zwischen uns.

Zurück zu dem Buch „Zeit für Gefühle“!

Emotionen sind keine Gefühle! Das ist eine zentrale Botschaft des Buches.

Emotionen sind nicht dasselbe wie Gefühle. Wenn man seine innere Welt erforscht, dann erkennt man, daß sie etwas völlig Verschiedenes sind. Tatsächlich sind sie zwei diametral entgegengesetzte Erfahrungen. Die Erfahrung eines Gefühlös ist Welten entfernt von der Erfahrung einer Emotion. (S. 20)

Emotionen bilden ein Reservoir von Gefühlen, die wir in der Vergangenheit nicht ausgedrückt haben. (S. 20 f.)

Generell fallen Emotionen unter die Schirmherrschaft der Angst, und Gefühle fallen unter die Schirmherrschaft der Liebe. (S. 33)

Emotionen sind ein Aspekt des Egos (S. 70), Gefühle ein Aspekt des Herzens.

Emotionen erschaffen Karma, was wiederum die Zukunft beeinflussen kann. Wenn unsere Beziehungen frei von Emotionen sind und stattdessen voller Liebe, dann wird kein Karma aufgebaut. (S. 102)

Woran erkennt man EMOTIONEN? Diana und Michael Richardson haben 25 Symptome aufgeführt (S. 22 – 23). Wer sich darin erkennt (…), der hat hier ein Buch, diese Emotionen zu heilen:

  1. An dem Gefühl vom anderen abgetrennt oder ihm entfremdet zu sein, so als stände plötzlich eine Mauer zwischen euch.
  2. Der Augenkontakt wird schwierig, du vermeidest, dem anderen in die Augen zu schauen, blickst woanders hin; oder der andere scheint dir weit weg zu sein oder du siehst ihn nur verschwommen.
  3. Du gibst deinem Partner die Schuld an der Situation oder am eigenen Unglück.
  4. Du benutzt Worte wie „Nie machst du …“ oder „Immer machst du …“. Du sprichst über deinen Partner, nicht über dich.
  5. Du ziehst dich zurück und verschließt dich.
  6. Dein Körper ist zusammengezogen, du fühlst dich wie gelähmt, wie taub – manchmal treten auch Schmerzen auf.
  7. Dein Gesichtsfeld verengt sich und ist umwölkt.
  8. Du fühlst dich erschöpft, hast wenig Energie und möchtest am liebsten schlafen.
  9. Du bist auf der Hut, in Abwehrstellung.
  10. Du fühlst dich allein gelassen und abgelehnt.
  11. Du fühlst dich einsam und unvollständig.
  12. Du bist selbstgerecht, nach dem Motto: „Ich habe Recht und ich weigere mich so lange, einzulenken, bis du zugibst, dass ich Recht habe.“
  13. Du fühlst dich falsch verstanden und du hast das Gefühl, dass alles, was du machst, für selbstverständlich gehalten wird.
  14. Du liebst es zu streiten, zu diskutieren, zu kämpfen und den anderen zu provozieren.
  15. Deine Gedanken drehen sich im Kreis, du bist voller Negativität und hast Zweifel.
  16. Was auch immer auftaucht, es folgt demselben Muster und Themen wiederholen sich.
  17. Du fühlst dich hilflos und als Opfer der Situation.
  18. Die Zukunft erscheint dir hoffnungslos und deprimierend.
  19. Du bist angespannt und kratzbürstig, dein Partner kann dir nichts recht machen.
  20. Der emotionale Zustand kann einige Tage bestehen bleiben, bevor er sich löst und wieder Harmonie einkehrt.
  21. Du willst, dass dein Partner sich ändert.
  22. Du willst dich rächen, indem du  etwas Unfreundliches und Liebloses tust oder sagst.
  23. Du reagierst aus dem Ego.
  24. Unbewusste Reaktionen. Du verstehst nicht, warum du so reagierst.
  25. Du beziehst dich auf etwas Vergangenes.

Eine Quelle von giftigen Emotionen hatten wir schon kennengelernt, konventioneller Sex. Die Autoren benennen insgesamt fünf Quellen:

  1. Unterdrückung von Gefühlen in der Kindheit
  2. Körperliche Misshandlungen, sexueller Missbrauch und sexuelle Gewalt
  3. Konventioneller Sex = emotionaler Sex (Erregung und Spannung erzeugend)
  4. Der Verstand – er kann zwanghaft werden
  5. Kollektive Schmerzen und Emotionen

Diana und Michael Richardson zeigen fünf goldene Regeln, wie wir mit emotionalen Zuständen umgehen und sie heilen können. Auch diese seien hier kurz benannt. Im Buch werden diese Schritte natürlich genau ausgeführt und an Beispielen erläutert (S. 68 – 79):

  1. Erkennen, dass man emotional ist.
  2. Drei einfache, alles verwandelnde Worte laut aussprechen: „Ich bin emotional.“
  3. Dem Partner sagen: „Ich gehe jetzt, weil ich eine Weile allein sein muss. Ich komme später wieder.“
  4. Deinen Körper für eine Zeit lang aktiv bewegen (nicht ins Bett legen!)
  5. Zum Partner zurück kehren, wenn die Emotionen vorbei sind und ihn in den Arm nehmen.

Und was ist mit den GEFÜHLEN, mit „Zeit für Gefühle“?

Die alten Gefühle zu erkennen und uns durch Emotionen durchzuarbeiten ist nur die halbe Lösung. Die andere Hälfte ist ebenso wichtig: Gefühle in dem Augenblick auszudrücken, in dem sie aufkommen – im Hier und Jetzt! (S. 92)

Wenn wir in der Lage sind, Gefühle wie Wut, Trauer, Verzweiflung oder Frustration an der Wurzel zu packen in dem Moment, in dem sie aufkommen, dann haben sie keine lange Überlebenschance – etwa acht Sekunden. (S. 93)

Hier sind im Buch auch viele Tipps im Umgang mit authentischen, aktuellen Gefühlen zu finden. Das Buch schließt mit 19 Empfehlungen zur Kunst, miteinander zu reden und sich aufeinander zu beziehen.

Mein Fazit: Dieses kleine Büchlein ist ein wertvoller Schatz, emotionales Gift zu erkennen und uns davon zu befreien. Es lässt traditionelle Psychologie in ihrer Theorie und Praxis weit hinter sich. Wir lernen, selbst VERANTWORTUNG für unsere Emotionen zu übernehmen und in ihrer Heilung nicht nur erwachsen zu werden, sondern auch liebesfähig.

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Die deutschsprachige Internet-Seite
von Michael und Diana Richardson

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Diana Richardson: Zeit für Liebe

Ich dachte, ich hätte alles Wesentliche über Tantra gelesen und einiges (auch über Tantra-Seminare) praktiziert. Und dann dieses Buch! Es hat alles wieder „auf den Kopf gestellt“ (oder vom Kopf auf die Füße). Es ist ein echter „Paradigmenwechsel“,
was Sex, Intimität & Ekstase in Beziehungen angeht!

Was mich beim Lesen des Buches besonders gewundert hat: als ob ich das alles längst gewusst hätte! Es beschreibt das, was mein „genitales Bewusstsein“ (Diana Richardson) schon seit ewigen Zeiten weiß. Das Buch ist auch ein Stück „wieder nach Hause kommen“.

Diana Richardson lehrt uns ein neues (zugleich ursprüngliches) TANTRA-Bewusstsein:

  • Tantra ist „in die sexuelle Energie hineinzuentspannen statt Druck auszuüben“ (S. 8); mehr noch: „Wahre Entspannung beginnt mit Sex“ (S. 10) Alles, was unter „Leistungsdruck“ steht, hat mit Tantra nichts zu tun.
  • Beim Tantra geht es um das „kosmische Ausbalancieren von männlicher und weiblicher Energie“ (S. 20); dazu hat sie ein völlig neues Polaritäts-Konzept entwickelt!
  • „Es ist das Geheimnis und Hauptinteresse von Tantra, uns zu ermutigen, die sexuelle Energie im Körper zurückzuhalten.“ (S. 21) ENERGIE, wohlgemerkt, die Energie IN SICH kreisen, auf- und absteigen zu lassen, um Langlebigkeit und „Erleuchtung“ zu erlangen.
  • Tantra ist nicht zielorientiert (und kopfgesteuert) auf den ORGASMUS gerichtet, sondern Seins-orientiert in den entspannten Körper.
  • Tantra ist bewusstes Lieben. „Die Kunst des Tantra läßt sich am einfachsten als Vereinigung von Sex und Meditation definieren.“ (S. 45) Und an gleicher Stelle: Bewusstsein verwandelt Sex in Liebe.

Es ist wahr, dass Diana Richardson Sexualität an erste Stelle stellt!

Ganz gleich, ob man über Sex redet oder ihn ignoriert, ob man ihn auslebt oder verdrängt, genießt oder erträgt, er ist einfach der wichtigste Aspekt unseres Lebens. (S. 17)

Jeder von uns sehnt sich danach zu lieben und geliebt zu werden. Nichts kann die Liebe ersetzen. Und wenn wir jemand lieben, wird der Sex zu einem konstanten Kommunikationsmittel. (S. 18)

Wenn das übertrieben scheint, der kann durch das Buch eine neues Sichtweise der Polaritäten gewinnen und durch das Praktizieren dieses „Entspannungs-Tantra“ eine ganz andere Lebensweise. Wenn wir unsere männlich und weibliche Polarität (in uns und zwischen uns) verstehen, dann wird unsere tiefe Sehnsucht nach der anderen Hälfte sofort verständlich. Spiritualität ist ja auch die Auflösung von Trennung, die Herstellung von Vereinigung, natürlich auch körperlicher Vereinigung. Und das ist das Wesen des Tantra: Spiritualität und Sexualität wieder in Einklang zu bringen.

So wird leicht verständlich: Wenn Spiritualität im Leben an erster Stelle steht, dann auch Sexualität, weil beides nicht mehr zu trennen ist. Und vergessen wir nicht: Spirituelle Bewusstheit macht aus Sexualität LIEBE. So schließt sich der Kreis!

Das halbe Buch ist zitierenswert. Hier ein paar Kernsätze:

Sex gibt uns die Gelegenheit, Bewusstheit zu üben und zu intensivieren, um den gegenwärtigen Moment zu erschaffen. Im Sex lernen wir, mehr zu „sein“ und weniger zu „tun“. (S. 47)

Diese spirituelle Phase der sexuellen Energie entsteht, wenn der Mann und die Frau lernen, sich beim Sex gemeinsam zu entspannen. Das steht im Widerspruch zu der weit verbreiteten Auffassung von Sex als Leistung, als eine mit Druck und Spannung verbundenen Aktivität. (S. 22)

Die größte Einsicht von Tantra, ja ihr Fundament ist, daß die maskuline und feminine Energie gleiche und entgegengesetzte Kräfte sind. Sie ziehen sich an und ergänzen sich, genau wie Yin und Yang, dynamisch und rezeptiv, positiv und negativ … . Das bedeutet, dass die Bioenergie des männlichen und weiblichen Körpers durch das Zusammenspiel der entgegengesetzten Polaritäten in der Vereinigung eine ekstatische sexuelle Erfahrung schaffen. Und das geschieht ganz ohne unser Zutun. In der Tat beginnt die tantrische Reise erst, wenn wir mit den uns innewohnenden männlichen und weiblichen Polaritäten Kontakt machen und sie wieder in Kraft setzen. Diese Präsenz der entgegengesetzten Polaritäten oder Kräfte im Mann und in der Frau ist entscheidend, denn sie bringt uns zu einer neuen Sichtweise des Sexaktes. (S. 35)

Manches in diesem Buch ließen sich leicht als „größte Geheimnisse der Sexualität“ vermarkten. Das Buch ist viel leiser und doch voller endlich ausgesprochenen Wahrheiten, so, wenn Diana Robinson schreibt:

Wenn der Penis erigiert in der Frau liegt, wird der Mann normalerweise genau in dem Moment seine Erektion verlieren, in dem das Bewusstsein der Frau ihre Vagina verläßt. So sensitiv ist der Penis. Schon aufgrund eines einigen Gedankens kann die Erektion verloren gehen. Ich bin jedes Mal von neuem schockiert, daß in der gleichen Sekunde, in der ich mein Bewusstsein abschweifen lasse, der Penis augenblicklich schrumpft. (S. 214)

Erfüllte Sexualität erfordert PRÄSENZ von beiden, und darum ist Meditation so wichtig; anders: Der Sexakt wird zur Meditation selbst, frei von jedem abschweifenden Gedanken.

Diana Richardson empfiehlt „eine komplette Umerziehung im Sex“ (S. 68). Dazu dienen auch die neun Schlüssel zur Liebe (Teil 2 des Buches):

  1. die Augen
  2. der Atem
  3. Kommunikation
  4. genitales Bewusstsein
  5. Berührung
  6. Entspannung
  7. weiche Penetration
  8. tiefe Penetration
  9. rotierende Stellungen

Der 3. Teil des Buches beschreibt die Reise:

Es ist sehr wichtig, sich als Paar klar zu machen, dass es eine Kunst ist, das Liebemachen zu verändern. Es ist kein kleiner Ausflug, sondern eine lange Reise. (S. 61)

Dieser Teil ist sehr hilfreich, die neue Art des Liebens als Paar zu praktizieren. Es ist EIGENTLICH sehr leicht und SOFORT umzusetzen. Was die neue Art des Liebens so langwierig macht, ist die Notwendigkeit der DEKONDITIONIERUNG, uns von unseren alten Sex- und emotionalen Mustern zu lösen. Und diese Sucht- und Ausbeutungsmuster (das sich gegenseitig Instrumentalisieren) sitzen tief. IHRE Auflösung macht die Reise so langwierig, nicht das entspannte Lieben selbst.

Doch schon beim ersten Mal des neuen Zusammen-Liebe-Seins ist die neue Qualität spürbar. Und wenn es uns für Augenblicke des Glücks gelingt, dann gibt es keinen Weg mehr zurück, dann sind Sex, Liebe, männlich-weibliche Energie und Bewusstsein in EINS verschmolzen.

Mein Fazit: Das Buch ist wahrlich eine Revolution in Sachen LIEBE. Und das Schöne ist, es ist keine höhere Entwicklungsstufe und das Durchschreiten niedrigerer Stufen eine Voraussetzung. Mann und Frau können damit SOFORT beginnen, weil das Buch die tiefste Sehnsucht unserer Seele anspricht und unsere „organisch genitale Intelligenz“ SOFORT geweckt und aktiviert wird.
Ich wünsche jeder/m einen Partner, diese NEUE LIEBESSCHULE ausprobieren und nachhaltig praktizieren zu können (Es ist weit mehr als eine spirituelle Praxis). Wir stehen vor dem neuen Zeitalter des PAARES – und das ist das praktische Einstiegsbuch dazu!

Bestellung bei AMAZON:
Zeit für Liebe: Sex, Intimität und Ekstase in Beziehungen

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Aus einem Vortrag von Diana Richardson (engisch mit deutscher Übersetzung)

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Die deutschsprachige Internet-Seite
von Michael und Diana Richardson

>> HIER

 

Marco von Münchhausen: Wo die Seele auftankt

Das Buch von Münchhausen „Wo die Seele auftankt“ ist kein spektakuläres spirituelles Buch. Es würde in einer entsprechenden „Ranking-Liste“ vielleicht nicht einmal unter die ersten 50 kommen. Und doch lege ich dieses Buch jedem Menschen „auf dem spirituellen Weg“ ohne Wenn und Aber ans Herz!

Wie sollen Pflanzen gedeihen, wenn wir sie nicht pflegen? Wie sollte unsere Spiritualität erblühen, wenn wir unsere Seele nicht nähren?

In dem Buch vom Marco von Münchhausen geht es nicht um Seelen-Philosophie. Es ist ein absolut praktisches Buch mit zahllosen Anregungen, seelisch aufzutanken. Und genau das ist das Einzigartige an diesem Buch! Der Autor nennt es „Pragmatik statt Dogmatik“.

Im TEIL 1 (Kraft für die Seele – warum und wie?) schafft der Autor erst einmal Raum für das Thema SEELE, z.B. mit den sieben Grundprinzipien seelischen ERlebens:

  1. Qualität statt Quantität
  2. Ergriffenwerden statt Ergreifen
  3. Individuell statt ideal
  4. Die Zeit der Seele
  5. Das Tempo der Seele
  6. Die Frequenz der Seele
  7. Das Prinzip der Selbstbedienung
    (Seelsorger Nr. 1 sind wir selbst – in eigener Sache)

Der mittlere, 2. Teil (15 Möglichkeiten, wie die Seele auftankt) ist mit 200 Seiten der Kern des Buches.

Diese 15 Möglichkeiten (als Themen) zeigen, wie umfassend dieses „Ernährungsbuch für die Seele“ ist:

  1. Ordnung schaffen
  2. Konzentriertes Tun
  3. Körperlich entspannen und regenerieren
  4. Bewegung
  5. Genießen
  6. Auftanken in der Natur
  7. Musik, Gesang und Tanz
  8. Kunst und Literatur
  9. Lachen, Heiterkeit, Humor
  10. Dankbarkeit
  11. Worte und Texte für die Seele
  12. Stille, Schweigen, Meditation
  13. Gleichklang mit anderen
  14. Rituale und Feste
  15. Engagement für andere

Der wieder sehr kurze 3. Teil (Zusammenfassung und Tipps zur Umsetzung) hilft, sich ein ganz persönliches Seelen-Ernährungs-Programm zur Umsetzung in den Alltag aufzustellen und konsequent in die Praxis umzusetzen.

Noch ein paar hilfreiche Zitate:

In diesen (inneren, JS) Freiräumen haben wir Zeit, ganz und ausschließlich für uns alleine, ohne dass wir irgendetwas bestimmtes tun müssen. Es ist eines Zeit des „Seins“, nicht des „Tuns“. Eine Zeit, die nicht strukturiert ist, in der wir nicht wieder irgendein Ziel verfolgen, sondern einfach die „Seele baumeln lassen“ können. (S. 20)

Diese Räume schaffen sich nicht von selber, im Gegenteil: Der zentrifugale Sog des äußeren, schnell rotierenden Lebens zieht uns in der Regel sofort aus dem Zustand des Bei-uns-Seins oder des Einfach-nur-mit-uns-Seins heraus – daher auch die weit verbreitete Tendenz, sobald freie Zeit da ist, diese sofort wieder mit allen möglichen Aktivitäten und Beschäftigungen zu füllen. (S. 22)

Wahre Glückseligkeit beruhe nicht auf grober Sinneslust, sondern auf einer guten Balance von Genuss und Selbstbeherrschung. Eine zeitweilige Askese steigert den Erlebniswert des vorübergehend entbehrten Gutes. Je größer die Entbehrung, umso intensiver der Genuss. (S. 104)

Mein Fazit: Unser EGO verführt uns ständig zu „spirituellem Selbstbetrug“. Keine klugen Sprüche, keine gecannelten Weisheiten machen uns spirituell, sondern das Wachstum unserer SEELE. Dazu braucht sie tägliche Pflege und Nahrung. Genau dafür die das Buch als Handbuch für die Pflege der Seele so wertvoll. Kurz: Pflicht für jede spirituelle Hausbibliothek.

Bestellmöglichkeit bei AMAZON:
Wo die Seele auftankt: Die besten Möglichkeiten, Ihre Ressourcen zu aktivieren

Kurt Tepperwein: Vom Beruf zur Berufung

Das Buch von Kurt Tepperwein „Vom Beruf zur Berufung. So erlangen Sie mehr Erfolg und Zufriedenheit im Leben“ kann ich nicht ganz unvoreingenommen besprechen, da ich selbst in Konzeption und Redaktion daran maßgeblich beteiligt war. Ich habe zu dem Buch einen „Praxis-Trainer“ entwickelt und biete in meinem BERUFUNGS-COACHING ein kompaktes Einführungsseminar an.

Das Buch verbindet eine tiefe Reflexion dessen, was BERUFUNG ist mit insgesamt 25 Übungen, um den eigenen Weg der Berufung zu finden.

Indem wir unsere BERUFUNG leben, werden wir einen Teil der Schöpfung, Co-Schöpfer. Es ist der Zustand, den die Bibel beschreibt mit DEIN WILLE GESCHEHE (dabei sind „dein Wille“ und „mein Wille“ identisch). Oder um es weniger religiös zu formulieren: Indem wir unsere Berufung leben, nehmen wir unseren Platz in der Evolution ein, werden bewusster Träger der Evolution. Unsere Spiritualität wird evolutionär.

Es gibt aber nicht nur eine individuelle Berufung, sondern auch eine Berufung der ganzen Menschheit: Wir haben eine gemeinsam eine Aufgabe auf diesem Planeten!

Das Buch geht so weit, das GESETZ DER BERUFUNG zu formulieren,
wie ich es bisher nirgends anders gelesen habe:

Wer nach seiner BERUFUNG fragt, seinem Platz im Leben, der wird sich seiner SELBST bewusst, seinem authentischen SELBST, der verlässt den ewigen Ego-Tripp und beginnt eigentlich erst jetzt  wahrhaftig zu leben.

Seine BERUFUNG zu leben ist DAS LEBENSPRINZIP ÜBERHAUPT
(so wie es die Berufung der Eichel ist, eine Eiche zu werden).

Genau hier finden wir unseren Lebenssinn, die Verwirklichung unseres SELBST, die Realisierung unserer höheren, spirituellen Bedürfnisse.

Der Verlag bietet die Einsicht ins >> Inhaltsverzeichnis und >> eine Leseprobe an.

Mein Fazit: Für mich ist dieses Buch das gleichzeitig fundamentalste wie praktischste Buch, um sich auf den Weg der Berufung zu machen.
Wer den Weg seiner Berufung sucht, der findet hier den Wegweiser.

 

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Werbung in eigener Sache (sozusagen):

Das kompakte Einstiegsseminar besteht aus:

  • meinem „Praxistrainer“ zur Umsetzung der Übungen (74 Seiten)
  • einem 2-Stündigen Video-Seminar von Kurt Tepperwein (exklusiv für dieses Programm)
  • ein 2-stündiges Audio-Seminar von Kurt Tepperwein „Intuition – der Weg zu Erfolg und Glück“
  • ein eBook von Kurt Tepperwein: So meistern Sie jede Berufskrise
  • ein einstündiges Audioseminar „Erfolgsstart als Lebensberater / Life-Coach

>> Mehr Informationen

Kay Pollak: Durch Begegnungen wachsen

Kay Pollak ist ein schwedischer Regisseur, der 2004 mit seinem oscar-nominierten
Film WIE IM HIMMEL (>> meine Filmbesprechung) ein grandioses Comeback
feiern konnte.

Sein Buch „Durch Begegnungen wachsen. Mehr Achtsamkeit und Nähe im Umgang mit anderen“ ist sozusagen der philosophisch-psychologische Hintergrund des Films. Es ist nicht nur für das tiefere Verständnis des Films wichtig, sondern auch eine Hilfestellung, um in einer Gemeinschaft spirituell zu wachsen.

Kay Pollak schreibt im Vorwort AN DEN LESER zum Buch

Man könnte es auch als eine Art Schnellkurs bezeichnen, der Sie – dank Ihrer eigenen Fähigkeiten – in die Lage versetzt, anderen Menschen auf eine neue Art und Weise gegenüberzutreten.

Das Buch besteht aus drei Teilen, gliedert sich also gewissermaßen in einen Grundkurs, einen Fortsetzungskurs und einen Abschlusskurs. (S. 9)

Das Buch liefert keine Theorie über Beziehungen. Es ist ein kleines Handbuch mit vielen Idee, Übungen, markanten Sätzen, Einsichten, das man an jeder Stelle aufschlagen kann, um eine Inspiration für einen tieferen, authentischeren Umgang mit anderen Menschen zu pflegen.

Was ich von einem anderen Menschen denke,
handelt mehr von mir als von diesem anderen Menschen. (S. 35)

Jeder meiner Gedanken trägt zur Wahrheit oder zur Illusion bei.
Jeder Meiner Gedanken vergrößert die Wahrheit oder die Lüge. (S. 36)

Jede Wut ist ein Versuch,
jemand ein Schuldgefühl zu vermitteln. (S. 50)

Sobald ich Angst habe, tendiere ich dazu,
die Wirklichkeit umzudeuten, das heißt,
die Wahrheit zu verkennen. (S. 72)

Wir besuchen die Schule des Lebens,
um etwas zu lernen. Nur wenn wir gar nichts lernen,
kann man wirklich von einem Scheitern sprechen. (S. 81)

Angst und Liebe können niemals gleichzeitig erlebt werden.
(S. 97)

Manche Menschen spenden Liebe,
andere haben Angst und bitten um Liebe. (S. 99)

In dem Film von Kay Pollak WIE IM HIMMEL geht es um ZUHÖRERN.
Sein Buch enthält einen wunderschönen Text (ANONYMUS), den ich hier am Ende noch zitieren möchte:

Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören,
und du beginnst mir Ratschläge zu geben,
hast du nicht getan, worum ich dich gebeten habe.

Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören,
und du beginnst mir zu erklären,
warum ich nicht so fühlen sollte, wie ich es tue,
trampelst du auf meinen Gefühlen herum.

Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören,
und du denkst, du müsstest etwas tun,
um mein Problem zu untersuchen,
dann läßt du mich im Stich –
so merkwürdig sich das auch anhören mag.

Vielleicht helfen manchen Menschen deshalb Gebete so gut,
weil Gott stumm ist, keine Ratschläge gibt
und sich nicht einmischt
Er hört zu und lässt mich selbst zurecht kommen.

Deshalb sei so nett und hör mir einfach zu.
Und wenn du reden möchtest,
kannst du doch wohl eine Weile warten, bis du dran bist.

Dann verspreche ich, dir zuzuhören.
(S. 88)

Mein Fazit: Ein sehr schönes Büchlein nicht nur zum Film, sondern geeignet, sich Gedanken über die Beziehung zu seinen Mitmenschen zu machen – tagtäglich. Ein praktisches 1×1-Übungsprogramm, um Frieden unter die Menschen zu bringen. Es beginnt mit jedem einzelnen.

Bestellmöglichkeit bei Amazon:
Durch Begegnungen wachsen: Für mehr Achtsamkeit und Nähe im Umgang mit anderen

Hier noch einmal >> meine Besprechung des Films WIE IM HIMMEL

Dieter Broers: Der Glückscode

Es ist schon überraschend, dass ein Biophysiker, der Dieter Broers von Hause aus ist, noch „seinen Senf“ zu der Masse an Glücksbüchern auf dem Markt beitragen muss. Doch es folgen noch eine Menge weiterer Überraschungen. Ich sage es sofort: Dieses Buch gehört zu den Besten zum Thema Glück (-Seligkeit)!

Wie kommt ein Biophysiker dazu, ein so substantielles Buch zum Thema Glück zu schreiben?

Auch ich brauchte viele Jahre, bis ich zum Kern des Glücks gelangte. Bis ich erkannte, dass das Glück utrennbar verknüpft ist mit dem Wissen um jene kosmischen Energien, an die wir vermutlich am wenigsten denken, wenn wir vom Glück im Hier und Jetzt sprechen. (S. 9)

Aha! Kosmische Energien! Für dieses Thema ist ein Quanten- und Biophysiker natürlich prädestiniert. Hoffentlich reduziert er diese Energien nicht auf das Physikalische!

Was ich in diesem Buch zugänglich mache, ist die Quintessenz meiner gesamten Forschungsarbeit. (S. 10) Das Geheimnis des Glücks ist in jedem von uns verborgen und kann entschlüsselt werden – vorausgesetzt, wir kennen den Glückscode. (S. 11)

Das ist doch eine weitere (sympathische!) Überraschung, dass ein Physiker sein Buch über Glück und Liebe zur Quintessenz seiner Forschung erklärt! Was ist also das Geheimnis? Was der Glückscode?

Der Glückscode setzt sich aus 7 Lebensprinzipien zusammen, in den sieben Kapiteln des Buches dargestellt.

1. Prinzip: Wahre Wünsche

Im Einstieg ist schon eine rechte Ohrfeige an die Glücksbücher der „esoterischen Szene“ mit der naiven Wunschbestellung beim Universum, wobei er über seine eigenen Erfahrungen schreibt:

Die Wünsche waren zur Sucht geworden, und wie bei jeder Sucht musste die Dosis unaufhörlich erhöht werden. Befriedigung aber gab es nicht. Die Vorfreude, die ich anfangs noch gespürt hatte, ließ merklich nach. Es waren eher Bestellungen, die ich bei mir selbst aufgab, und ich erwartete das Eintreffen des Erwünschten allmählich nur noch mit lauen Interesse. (S. 24)

Unsere „normalen“ Wünsche sind in der Regel Ausdruck eines Suchtsystems in unserer Suchtgesellschaft (> Anne Wilson Schaef). Auch unsere Sehnsucht, das Glück in einer Partnerschaft zu finden, endet meist im Desaster.

Wünsche, das haben wir gesehen, maskieren oft unser Unbehagen an uns selbst; sie drücken unsere Ängste und unsere Unsicherheit aus. Deshalb entzaubern sich die meisten Wünsche nach ihrer Erfüllung. Sie machen uns nicht glücklich, häufig machen sie uns sogar ziemlich unglücklich. Weil nicht das Glück, sondern, plakativ gesprochen, das Unglück in uns lauert und alles vergiftet, wonach wir greifen.
Diesen Mechanismus zu erkennen, lehnen wir ab, weil wir intuitiv spüren, wie erschreckend diese Einsicht ist. (S. 33)

Im ersten Prinzip geht es Dieter Broers darum, dass wir gegen alle inneren und äußeren Haben-Wollen-Muster „die Kunst des Wünschens“ wieder neu lernen,

die Befreiung von materiellen Gütern als Befreiung der Seele und als Chance ihrer Reifung. Wunschlos glücklich sein heißt: wollen, was wir wirklich wollen. (S.  46)

Es geht also nicht um Glückskonsum, Glücksrezepte, sondern um die Seele und ihre Glückseligkeit. Auch das ist Energie: Seelenenergie.

Der 1. Glückscode sind die HERZENSWÜNSCHE

2. Prinzip: Das Wesen der Seele

Um sich mit seiner Seele verbinden zu können, ist es wichtig zu wissen, „was unsere Seele ausmacht“:

Sie ist Bewusstsein, das sich zwar für eine Weile individuell manifestiert, doch zugleich unsterblich ist. Sie führt ein Eigenleben, das die Anbindung an die Materie nur sporadisch erlebt. Die Seele ist frei, unsterblich und unendlich. (S. 55)

Okay, doch unter „das verlorene Paradies“ entfaltet Dieter Broers ein wirkliches Geheimnis der Seele:

Im Laufe meiner Forschung kam ich zu dem Schluss, dass es am Anbeginn allen Lebens eine „Urseele“ gab. Viele Philosophen, Mystiker und übrigens auch Physiker, darunter geniale Quantentheoretiker und Strophysiker, vertreten dieselbe Ansicht. Sie gehen davon aus, dass der Ursprung aller geistigen und seelischen Phänomene in der Urseele liegt. Sie ist der göttliche Atem, der uns eingehaucht wurde. Sie ist die gewaltige Kraft, die uns Menschen fragen und hoffen lässt. (S. 57)

Die URSEELE ist das Paradies in uns, das im Laufe der Evolution in unzählige Seelen aufgespalten wurde.

Das Massenphänomen der kranken Seele ist nicht die Folge eines falsch gelebten Lebens, sie ist vielmehr die Konsequenz einer fortschreitenden Aufspaltung der Seele. (S. 60)

Dies ist durchaus eine alte Idee im Schamanismus, die Idee der fragmentierten Seele. Dieter Broers entwickelt hier den Kern einer wirklich neuen, modernen „Seelen-Psychologie“ (klingt etwas „doppeltgemoppelt“, doch unserer konventionelle Psychologie ist die SEELE längst abhanden gekommen).

Es kommt darauf an, dass wir Kontakt mit dem kosmischen Prinzip der Urseele aufnehmen, um uns spirituell wieder mit ihr zu vereinigen. Da die Urseele die universelle Grundlage unseres Menschseins ist, ist er der unbewusste Sehnsuchtsort, den wir umkreisen, wenn wir das Glück suchen. (S. 61)

Das Glück bedeutet Selbst-Bewusstsein der Seele als Teil der Urseele.
(S. 62)

Was für ein Satz, was für eine Tiefe! Ja, aus alledem ergibt sich auch eine neue Sicht des „idealen Partners“:

Wenn es gelingt, einen Partner zu finden, mit dem wir glückhaft verschmelzen, so haben wir auch Zugang zur Urseele. Die Zersplitterung wird ein Stück weit zurückgenommen. Im geliebten Menschen sehen wir bestätigt, dass wir nicht isoliert und einsam sind, sondern im spirituellen Sinne aufgehoben und geborgen.
Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass wir den ersten Schritt hin zum Selbst-Bewusstsein der Seele allein tun. Solange wir unsere Unerlöstheit auf jemand anderen projizieren, verdoppeln wir unsere Defizite, statt sie zu überwinden. Am Anfang steht daher die „Alleins-Erfahrung“. (S. 67)

Deshalb ist es so wichtig, dass zuerst Ihre Seele glücklich sein muss, bevor sie bereit sind für einen Partner. Dass Sie das Gefühl einer „gesättigten“ Seele kennen, die voller Licht und Freude ist.
Erst wenn Sie jederzeit in einen Zustand tiefen Glücks gleiten können, untrennbar verbunden mit der Urseele, gelingt es Ihnen im besten Sinne wählerisch zu sein. Sie brauchen dann keine schnellen „Seelentröster“ mehr, die lediglich einen schalen Nachgeschmack hinterlassen. Sie können gelassen und gesättigt auf jenen Menschen warten, den Ihre unsterbliche Seele ersehnt. (S. 72)

Der 2. Glückscode ist das WESEN DER SEELE.

Ich denke, diese sehr ausführliche Besprechung der ersten beiden Prinzipien macht die Tiefe des „Glücks-Ansatzes“ bei Dieter Broers deutlich. Die anderen fünf Prinzipien dann etwas kürzer:

3. Prinzip: Die Kraft der Resonanz

Auch in diesem Kapitel über Schwingung, Schwingungskörper, Resonanz, Anziehung lernen wir von einem „Energie-Experten“ eine Menge Neues.

Schwingung ist ein kosmisch wirksames Kommunikationsmedium – eine spirituelle Energie, die alle Grenzen des Vorstellbaren sprengen.
Hier nähern wir uns einem elementaren Schlüssel des Glücks. Unsere seelischen Schwingungen nämlich sind mit einem universalen Schwingungssystem vernetzt, das wir aktiv steueren können. (S. 76)

Bei dieser Sichtweise wird langsam verständlich, warum uns die Botschaft wahren Glücks über einen Quanten- und Biophysiker vermittelt wird.

Machen Sie sich klar, dass Ihre Seele das Kostbarste ist, das Sie besitzen. Pflegen Sie IHre Seele. Gehen Sie gut mit ihr um. Entdecken Sie, wie Sie sie in Schwingung versetzen. …
Die beste Vorbereitung auf Ihren künftigen Partner ist, knapp zusammengefasst, die Reinigung, Entwicklung und Erweiterung ihrer Seele. (S. 89)

Den Seelenpartner finden nur Menschen, die mit der Seele suchen, sich über die Urseele miteinander in Verbindung fühlen und so den Menschen anziehen, der uns wirklich liebt. Dieter Broers nennt dies „glückhafte Resonanz“.

Der 3. Glückscode ist die (Anziehungs-) KRAFT DER RESONANZ

 

4. Prinzip: Die Heilkraft der seelischen Energie

Schwingung ist Bewegung, und Bewegung setzt Energie voraus. Dieter Broers ist im nächsten Kapitel dieser „höheren Energie“ auf der Spur, die die Schwingungen der Seele verursachen. Hier zitiert er den hinduistischen Mystiker Sri Aurobindo:

„Die Energie, die die Welt erschafft, kann nichts anderes sein als reiner Wille, und Wille ist Bewusstsein, das sich in den Dienst eines Wirkens und eines Resultates stellt.“
(Sri Aurobindo, zitiert S. 116)

Wenn wir uns mit dieser Ur-Energie verbinden, dann verbinden wir uns mit dem DEIN WILLE GESCHEHE. So sind wir im EINKLANG mit der göttlichen Schöpfung.

Die strukturelle Gleichheit aller Energie ist es, die uns physikalisch gesehen mit dem Kosmos verbindet. Denken wir uns nun den kosmischen Willen hinzu, fällt das letzte Puzzleteil an die richtige Stelle: Die Bewegungsgesetze des Kosmos sind auch die unseren und umfassen sämtliche physikalischen und seelischen Prozesse. …
Das betrifft die Seele unmittelbar. Energie ist ihre Nahrung, Energie ist das, was sie ausströmt, und Energie ist es, was sie mit allem verbindet. Fehlt diese Energie, so beginnt ein langer Leidensweg. (S. 117)

Und als Konsequenz:

Seelische Gesundheit, die Voraussetzung des Glücks, ist nur durch Selbsterkenntnis zu haben. Es ist eine energetische Arbeit an der Seele, ungeachtet äußerer Einflüsse. (S. 119)

Dieter Broers beschreibt nun die vielen Möglichkeiten, der Seele energetische Nahrung zuzuführen, sie energetisch zu heilen. Hier kommt auch die Quantenphysik ins Spiel. Wir kennen die zunehmende Bedeutung der Quanten-Heilung. Entscheidend dafür die die Erkenntnis des „formenden Beobachters“ (S. 142) Die Quantenphysik hat erkannt, dass man nicht neutral beobachten kann, sondern durch die Beobachtung selbst verändernd einwirkt.

Berühmt dafür ist das Gedankenexperiment von Schrödinger und seiner Katze, das Dieter Broers hier darstellt, um den Kern der Quantenphysik und Quantenheilung zu verstehen. Und in der Konsequenz für den idealen Partner:

Durch energetische All-Bewusstheit erschaffe ich mir den idealen Partner. Er ist ein Aspekt von mir selber, der noch unentwickelt ist. Der Partner manifestiert sich unweigerlich, damit ich wieder zu mir selbst heimkomme und zu meiner verlorenen Ganzheit. So erfahre ich mich als Teil der Urseele.
(S. 146)

Eine schöne Formel des schöpferischen (kreativen) Dreiklangs:
Beobachten – eingreifen – geschehen lassen.
(S. 147)

Der 4. Glückscode ist SEELISCHE ENERGIE.

5. Prinzip: Durch Hingabe die Glücksverbote überwinden

Dieses Kapitel ist wohl das schwerste, das zu durchleben ist. Es ist die „Arbeit an der Seele“. Denn das Entscheidende, das uns von unserem Glück abhält, sind die inneren Glücksverbote, die Mauern und Schutzwälle, die uns von unserem Glück trennen. Hierzu gehören Schuld- und Schamgefühle und das „Verhängnis der Selbstbestrafung“ (S. 158). Wir können auch unheilvolle Paarbeziehungen  eingehen, asymmetrische Partnerschaften.

Sie beruhen nicht auf Gleichklang und Seelenverwandtschaft, sie sind auf Unglück gebaut. (S. 159)

Solche Sucht-Beziehung liegen vor, wenn (vor allem Frauen) die Sucht haben, gebraucht zu werden und (vor allem Männer) den Retter spielen wollen. Wir gehen solche Beziehungen unbewusst ein, um uns selbst zu bestrafen.

Weitere Glücksverbote sind Unwertgefühle, Selbstentwertung, falsche Anpassung oder Emotionalisierung der Beziehung (Gefühlsrausch statt Seelenfrieden). Dieter Broers zeichnet die Landkarte der inneren Glückssaboteure auf.

Und die Heilung? Wenn wir in das Schwingungsfeld KOSMISCHER LIEBE („Agape“) kommen, dann kommen wir in Hingabe und Demut.

Das Tor zum Glück ist Hingabe. Sie ist gegenwärtig, wenn Sie meditierend Ihre Verbundenheit mit dem Kosmos aufschließen. Dann gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Ihnen und der Welt. Sie geben und nehmen im Gleichklang. Sie spüren echte Freude, die nicht zielgerichtet ist. Sie suchen weder Kick noch Erregung, sondern sind seelisch ganz bei sich. (S. 179)

Sie werden die Gegenwart der Liebe völlig ruhig und gelassen spüren: als Hingabe, Freude, Einssein. (S. 180)

Dass diese „Arbeit an der Seele“ nicht so einfach ist, zeigt Dieter Broers Empfehlung:

Trennen Sie sich von Menschen, die Ihnen eine seelische Unterwerfung abverlangen und Ihren Glücksanspruch unterdrücken. (S. 181)

Es gleicht der Aufforderung an einen Alkoholkranken: Trenne dich von der Flasche.
DAS IST ARBEIT!

Der 5. Glückscode ist HINGABE.

6. Prinzip: Die Liebe beschützen

Die Liebe einer Seelenpartnerschaft wird von außen und innen bedroht und bedarf des bewusstsen Schutzes.

Die Liebeskunst nun besteht darin, das Glück nach innen zu leben, es aber nicht von äußeren Faktoren abhängig zu machen – von Meiningen, Bewertungen, gesellschaftlichen Bedingungen, die man uns aufzwingen will. (S. 189)

Weitaus schwieriger als die „äußeren“ sind die „inneren Feinde“ zu erkennen und zu zähmen wie Respektlosigkeit, Bequemlichkeit, Gedankenlosigkeit.

Der Glückszustand der Seele wird massiv angegriffen von uns selbst, von Ego, Intellekt und Instinkt. Ein Krieg tobt in unserem Inneren. (S. 195)

Wenn Sie schon einmal darunter gelitten haben, dass die große Liebe sich in kleinteiligen Scharmützeln verflüchtigte, so lag es sehr wahrscheinlich auch daran, dass das Ego die Oberhand über die Seele erhielt. (S. 198)

Doch die Zähmung des Egos gehört zu den wichtigsten und zugleich schwierigsten Aufgaben der spirituellen Entwicklung. (S. 206)

Dieter Broers zeigt in diesem Kapitel die verschiedenen Erscheinungsformen des zersetzenden Egos auf wie Besitzanspruch, Eifersucht, Kontrollsucht, Versuchungen des „Fremdgehens“, Stress, Überreizung.

Eine in Selbst-Bewusstsein der Seele ruhende Liebe ist sich dieser „inneren und äußeren Feinde“ bewusst und weiß sich bewusst zu schützen.

Der 6. Glückscode ist SCHUTZ.

Das 7. Prinzip: Wachstum im Einklang

Die große Liebeskunst ist die Balance zwischen Verschmelzung („Selbstaufgabe“) und Selbstentfaltung. Liebe gelingt, wenn BEIDE ZUSAMMEN WACHSEN (im doppelten Wortsinne!)

Wenn Sie Ihren liebenden Seelenpartner gefunden haben, so stehen Sie vor dem noch nicht erwachten Teil Ihrer Seele. Deshalb korrespondieren Sie. Deshalb verfügen Sie über fast telepathische Kräfte für den anderen.
Ihr idealer Partner repräsentiert das, was Sie sind, und das, was Sie noch nicht sind.  Er macht Ihnen zugänglich, was möglich wäre. Und damit schärft er Ihren Möglichkeitssinn. Das gesamte Potenzial Ihrer seelischen Fülle wird geweckt.
Das ist das Geheimnis des Wachstums. Sie verlieren nichts, wenn Sie sich hingeben, vorausgesetzt, es handelt sich tatsächlich um Ihren Seelenpartner. (S. 230)

Erst in der Korrespondenz mit dem idealen Partner sind wir bereit, das gesamte seelische Glück auszuleben: als Hingabe und Entgrenzung. (S. 232)

Der Ur-Wunsch seelischer Balance, der die Liebe ist, verfährt nicht manipulativ. Das Ich und das Du verschmelzen in Freiheit. Und wachsen im Wir. (S. 234)

Statt des gemeinsamen Wachstums im WIR erleben wir in Beziehungen eher das Korrigiert-Werden durch den Partner. Wir kennen alle die SPIRITUALISIERUNG dieser EGO-Manipulation in der

These, der Partner werde uns „karmisch geschickt“. Er sei gekommen, um unsere Fehler zu korrigieren. Viele Menschen hängen der irrigen Vorstellung an, eine Beziehung sei eine karmische Therapie. …

Korrektur ist nur der vorbewusste Wille eines unerlösten Partners, der uns formen möchte.
Sie haben also keinen Anlass, sich demütig zu zeigen, wenn jemand Sie mit aller Gewalt ändern möchte. Hören Sie auf die Alarmsignale Ihrer Seele. Sobald Sie merken, dass jemand Sie mit wortmächtigen Argumenten in die eine oder andere Richtung ziehen will, können Sie sicher sein: Dies ist nicht der Seelenpartner. Er ist nicht der Leuchtturm, dessen Strahlen Sie anziehen. Er ist ein Suchscheinwerfer, der sein gnadenloses Licht auf Sie richtet, auf der Suche nach Ihren vermeitlichen Schwächen. (S. 235)

Gemeinsames Wachstum  vollzieht sich in gemeinsamen Schwingungen.

Die gemeinsame Meditation hilft Ihnen sozusagen, gewaltfrei zu kommunizieren. Schwingungen können niemals Gewalt ausüben. (S. 236)

Glückliche Paare leben in einem Zustand der Synchonisierung. (S. 243)

Sie schwingen immer mehr in der selben Frequanz, sind „ein Herz und eine Seele“. Dieter Broers klammert die SEXUALITÄT nicht aus, auch wenn sie nur ein einziges Kapitel umfasst. Die Bais einer glücklichen Sexualität ist die SEELE und nicht der Trieb des Körpers.

Das ist der 7. Glückscode: EINKLANG.

Fazit: Es ist ein wundervolles Buch. Ausnahmsweise zitiere ich als mein Fazit das Fazit des Buches selbst: „Der Kosmos meint es gut mit Ihnen. Er will, dass Sie den idealen Partner finden und mit ihm vereint bleiben. Das ist Ihre Bestimmung. Sie werden glücklich sein, für immer.“ (S. 256) Dieter Broers gibt uns die sieben Schlüssel als Glückscode dazu in die Hände.

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Der Glückscode: Die kosmischen Quellen für Selbsterkenntnis, Liebe und Partnerschaft

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Interview mit Dieter Broers zu diesem Buch:

 

Okay, ich bin nicht ganz so glücklich, dass „Schrödingers Katze“ im Mittelpunkt es Interviews über das Buch steht (im Buch S. 139 – 145 von insgesamt 255 Seiten).
Es könnte der Eindruck entstehen, nur ein Quantenphysiker könne wirklich lieben. Doch ich muss zugeben: Nach einem Dutzend Büchern zur Quantenphysik habe ich dieses Gedankenexperiment von Schrödinger im Glückscode zum ersten Mal richtig verstanden!
Kompliment also an Dieter Broers für seine didaktischen Fähigkeiten!

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