Sandra Tissot: Du bist umwerfend!

Untertitel: Werde dir deiner selbst bewusst

Die Autorin Sandra Tissot hat einen ganz besonderen, eigenen Stil, der selbst Ratgeber spannend lesbar macht. Die Texte gehen nicht über deinen Kopf hinweg (wie es bei den meisten, alleswissenden Ratgebern der Fall ist, bei denen sich mehr die Autoren profilieren), sondern du fühlst dich persönlich angesprochen, als ob Sandra dir im persönlichen Coaching gegenüber sitzen würde. Die schwierigsten Themen weißt sie leicht, flüssig und erhellend zu nehmen. Beim Lesen der vielen humorvollen Stellen hast du immer ein leichtes Lächeln im Gesicht. Du nimmst es mit Humor oder gar nicht. Der Schreibstil von Sandra hält dich im Bann, bis du die letzte Seite gelesen hast.

Ihr zweites Buch (nach: Hochsensibilität und berufliche Selbstständigkeit > MEHR) behandelt gleich ein ganz zentrales Lebensthema, ob hochsensiebel oder nicht:

Wie machst du dich zu einer „umwerfenden“ Persönlichkeit? Zu einem charismatischen Menschen? Zu einem „Magic“, der Wunder ins Leben zieht? Wie wirst du für andere faszinierend? Wie entwickelst du dich zu einem liebenswerten Menschen? Wie wirst du selbst zu einem Segen für andere Menschen?

Die Antwort kann nur einfach sein: Werde, der du in Wirklichkeit bist: umwerfend. Oder anders gesagt: Solange du nicht umwerfend bist, lebst du noch nicht DEIN LEBEN.

Dazu hilft kein äußeres „Verhaltens-Training“, sondern sondern ein Abschälen all der falschen, äußeren Rollen und Schalen, die wir im Laufe des Lebens übernommen haben, bis unser authentisches Selbst übrig bleibt: das strahlende Wesen, so wie wir gemeint sind, so wie wir unseren Platz im Leben einnehmen können.

Vielleicht ist dir dies „im Prinzip“ schon klar, doch was ist das magische Geheimnis, das zu werden, was wir „eigentlich“ schon sind? Das Ruder umzulegen von Fremd- zu Selbstbestimmung.

Das neue Buch von Sandra redet nicht lange herum, sondern bringt es mit 6 Befreiungs-Prinzipien auf den Punkt:

  1. Nimm das Leben bewusst wahr! (Achtsamkeit)
  2. Nimm dich selbst an! (Selbstliebe)
  3. Achte auf deine Gedanken! (Mental-Training)
  4. Gönne dir den Luxus deiner eigenen Meinung! (sei einzig, nicht artig)
  5. Übernimm die volle Verantwortung! (Schöpferbewusstsein)
  6. Lebe deine umwerfende Persönlichkeit! (sei, der du bist)

Das Buch ist theoretisch nicht belastet, auch wenn das Buch wissenschaftlich begründet ist (siehe das umfangreiche Literaturverzeichnis S. 150). Die Autorin hat selbst auf Beiwerk persönlicher Erfahrungen verzichtet, was dich daran hindern könnte, selbst ins Handeln zu kommen. Übrig geblieben ist ein kleines, sympathisches und leicht lesbares Handbuch mit vielen essentiellen Umsetzungs-Tipps pur.
Im Grunde geht es um die zentrale Aufgabe in deinem Leben: DU SELBST ZU SEIN, alles Fremde (gedankliche Fremd-Implantate) hinter dir zu lassen, dein Leben selbstbewusst selbst zu bestimmen, aus einer inneren Ruhe und strahlenden Zufriedenheit heraus. Dich kann dann nichts mehr aus dem Gleichgewicht bringen!

Ich empfehle dir: Solange du dieses Buch nicht Seite für Seite umgesetzt hast, lies kein weiteres mehr. Alles, was du für eine strahlende und charismatische Aura brauchst, steht in dem Buch – wie von deiner Seele selbst diktiert. Mach was daraus! Mach dich selbst in deinem Leben zu einer wie ein Dominostein „umwerfenden“, andere bewegenden Legende.

 

Sandra Tissot:
Du bist umwerfend!: Werde dir deiner selbst bewusst (Klick)

Sandra Tissot: Hochsensibilität und die berufliche Selbstständigkeit

Untertitel: Wie sich ein Sensibelchen selbstständig machte und seine Lösung für das hochsensible Berufsleben fand

Die Autorin Sandra Tissot hat den Weg zu ihrem persönlichen Glück gefunden. Es ist der Weg von einer hochqualifizierten Betriebswirtin und einem „Sensibelchen“ aus der „unerträglichen Sinnlosigkeit“ des Angestellten-Daseins als Marketingleiterin über den „Befreiungsschlag“ der beruflichen Selbstständigkeit bis zum Meistern der „unternehmerischen Realität“ hin zum persönlichen Glück.

Sie schreibt gleich zu Anfang: „… ich habe die Lösung für MICH gefunden und bin der festen Überzeugung, dass jeder seinen eigenen Weg entdecken und Schritt für Schritt gehen muss.“ (S. 9)

Sie beschreibt diesen Weg so einfühlsam und humorvoll, dass sich das Buch fesselnd liest wie ein Roman. Der allgemeine „Ratgeber“ für Hochsensible steht im Hintergrund, die ganz persönliche Lebensgeschichte ist spannend und humorvoll erzählt. All die Menschen, die ihr begegnen, sind „Typen“ (Caraktere würde man in einem Roman wohl sagen), die einem bekannt vor kommen. Doch sie stellt Besonderheiten ihres eigenen Lebensweges gar nicht so sehr heraus. Ihre zusätzliche Rolle als Mutter ist kaum mehr als erwähnt. Der Name der Tochter bleibt unerwähnt, dafür ihre Rolle als „Mompreneurin“ (Mutter und Selbstständige) gleichzeitig zu sein. Das Typische Ihres persönlichen Weges auch für andere ist deutlich zu erkennen.

Sie beobachtet ihre Lebenssituationen nicht nur scharf, sondern auch sehr erfrischend. Der Leser wird in keine Leidensgeschichte hineingezogen, sondern in einen (typischen) Bewusstseinsprozess, einer jungen Frau, die die Kraft hat, sich selbst zu befreien.

Die vordefinierte Arbeitsatmosphäre, der fremdgesteuerte Leistungsdruck und alle Abhängigkeiten hatten bei meinem sensiblen Wesen zu gesundheitlichen Problemen und letztendlich zur Selbstaufgabe geführt.
Ich passte einfach nicht in diese Arbeitnehmerwelt. So sehr ich mich auch bemühte – ich fühlte mich zu sensibel, zu empfindsam, zu eingeengt, zu fremdbestimmt … (S. 48)

Und dann der Prozess, sich selbstständig zu machen:

Spätestens an dem Tag, in der ich mir meiner eigenen abweisenden Haltung und meiner „inneren Kündigung“ klar geworden bin, gab es kein Zurück mehr. Ich hatte eine Türe geschlossen, um eine neue Türe zu passieren und einen neuen Lebensabschnitt betreten zu können. Ich hatte dafür keinen vorgefertigten Plan.“ (S. 87)

Immer wieder (nahezu auf jeder Seite) findet der Leser Gedanken-Boxen, die das gerade Erzählte mit seinem eigenen Leben als Impuls des Nach-Denkens verbinden kann – wie beispielsweise die Box:

Die Erkenntnis der eigenen Hochsensibilität verändert nicht alles, aber lässt vieles im neuen Licht erscheinen. (S. 105)

Darüber hinaus regt jedes der 22 Kapitel am Ende zum Reflektieren der eigenen Lebenssituation an.

Ich empfehle dieses Buch jedem sensiblen Menschen, der im Angestellten-Dasein kein Glück findet und den berufichen Leidensweg endlich beenden will. Das Buch hilft, den eigenen Weg der beruflichen Befreiung besser zu reflektieren, sich aber auch auf die Stolpersteine der beruflichen Selbstständigkeit vorzubereiten, auf sie gefasst zu sein, um sie dann meistern zu können.

Die berufliche Selbstständigkeit ist kein Sonntagsspaziergang, entspricht den Potenzialen eines HSP doch im besonderen Maße, da er hohe Leistungsansprüche an sich selbst hat, die Interessen seiner Kunden sehr deutlich spürt und Kunden-Projekte so heraussragend erfüllen kann, dass der Kunde glücklich und sie (die HSP) auch stolz auf die eigene Leistung sein kann. Das Buch macht HSPs Mut, den Weg der Selbstständigkeit zu gehen!

Dem vergleichsweise geringen Risiko der Selbstständigkeit steht ein großer Gewinn gegenüber. Hochsensible können aus der beruflichen Selbstständigkeit Lebensfreude generieren und darin ihr ganz individuelles Glück finden und jeden Tag aufs Neue leben. (S. 184 f.)

Sandra hat es geschafft – und es werden immer mehr werden. Und irgendwann wird unsere Arbeitswelt sich so verändert haben, das sie zu einer Quelle des Glücks und der Selbstverwirklichung wird.

Sandra Tissot:
Hochsensibilität und die berufliche Selbstständigkeit: Wie sich ein Sensibelchen selbstständig machte und seine Lösung für das hochsensible Berufsleben fand (Klick)

Silvia Christine Strauch: Meine Hochsensibilität positiv gelebt

Untertitel: Persönliche Einsichten aus einem langen, bewegten Leben

Es gibt inzwischen Bücher, die das Phänomen der Hochsensibilität vor allem in der Psychologie wissenschaftlich zu erfassen suchen. Doch darum geht es in diesem Buch nicht. Die Autorin legt viele Facetten „aus einem langen, bewegten Leben“ dar, die sie als Hochsensible ausweisen. Es geht in diesem Buch um keine (neue) Theorie der Hochsensibilität, sondern um die Verbalisierung und Verallgemeinerung von Erfahrungen der Autorin als HPS. Die Autorin arbeitet als „Pferdeflüsterin“ und hat schon mehrere Bücher zum Umgang mit Pferden geschrieben. Als hochsensibler Leser findet man sich leicht im Buch wieder. Vieles kommt einem bekannt vor. Das eigene „Sonderling-Sein“ bekommt nicht nur einen Namen, sondern auch eine Deutung und Be-Deutung.

Im ersten Teil des Buches beschreibt die Autorin aus ihren persönlichen Lebenserfahrungen, wie sich Hochsensible Personen in bestimmten Situationen verhalten: Kindheit, Partnerschaft, Beruf, Tiere, Feste, Veranstaltungen und Sozialleben, Arbeit in Gruppen, Abgrenzung und Urlaub. (Ich habe mich hier in vielen Punkten wiedergefunden, sogar den Grund für eine aktuelle Krise gefunden.)

Im zweiten Teil geht die Autorin insbesondere auf mentale Techniken ein, um die Hochsensibilität als Chance zu sehen und die eigene Entwicklung voranzubringen. Zu diesen Techniken, die jeweils kurz vorgestellt werden, gehören: Zeitmanagement, positives Denken, Affirmationen, Gesundheit, Sport, Ernährung, progressive Muskelentspannung, Atemtechniken, Mantra-Meditation, Kontemplation, Visualisierung, Achtsamkeitstraining; kurz: Mental-Training für Hochsensible. (Die meisten dieser Methoden habe ich in meinem eigenen Entwicklungsprozess auch angewendet.)

Im dritten Teil des Buches geht es darum, „im Alltag Ruhe zu finden“. Dieser „ruhende Pol“ ist die Quelle der Inspiration und Kreativität für den Hochsensiblen. Auch hier behandelt die Autorin wieder Schlüsselthemen: Natur, Stadt, Sinnesreize, Drogen, Kunst und Wissenschaft, Wohnung, Einrichtung und Ästhetik, Freunde und Bekannte. (Ich lebe sehr zurückgezogen in einem südfranzösischen Bergdorf – mit Sohn und Enkeln; ich liebe Philosophie und Wissenschaft, möchte einen Beitrag leisten, Wissenschaft und Spiritualität wieder zu integrieren.)

Im vierten und letzten Teil gibt die Autorin ein zusammenfassendes, „persönliches Schlusswort“. Das Thema „Urvertrauen“ spricht sie dabei gleich in zwei Sätzen an:

„Um zur Ruhe zu kommen, ist es von besonderer Bedeutung, dem Leben zu vertrauen.“ (S. 180) „Ich habe großes Urvertrauen und wünsche dies auch jedem anderen Menschen.“ (S. 183)

Zu Beginn eines jeden Kapitels stehen Fragen, die die Erfahrungen des Lesers im Sine von „Kennst du das auch …?“ direkt ansprechen . Jedes Kapitel endet mit einem Resümee im Sinne einer Zusammenfassung, aber auch Handlungsimpulsen aus dem Kapitel.

 

Hochsensible – seien es Menschen oder Tiere – sind Pioniere der Evolution. Je mehr wir uns unserer Rolle im eigenen Heilungs- und Selbsterkennungs-Prozess bewusst geworden sind, desto mehr leben wir in einem Ur- oder Gottvertrauen, das unerschütterlich geworden ist. Dieser „Zustand“ zaubert einem ein ständiges Buddha-Lächeln ins Gesicht, ein ganz stilles Glück, einem Einvernehmen mit allem, was ist.

Ich finde das Buch sehr sympatisch! Es beschreibt persönliche Einsichten der Autorin, die ich als Leser sofort nachvollziehen kann, meine eigenen Erfahrungen einsichtig verbalisiert sind. Großartig!


Silvia Christine Strauch:
Meine Hochsensibilität positiv gelebt: Persönliche Einsichten aus einem langen, bewegten Leben (Klick)


Nachtrag

Ich erlaube mir, dieses Buch über Hochsensibilität mit dem von Luca Rohleder aus dem gleichen Verlag zu vergleichen, das ich kürzlich besprochen habe (> hier). In dem Buch von Silvia Christine Strauch geht es nicht vordergründig um Berufung, obwohl die Autorin sicherlich ihre Berufung lebt. Dann und wann klingt das Thema auch an, wenn sie darauf hinweist, dass Hochsensible sich sowohl in KUNST wie auch WISSENSCHAFT berufen fühlen.

Luca Rohleder beschreibt 5 Phasen auf dem Weg der Berufung: die 1. geistige, 2. überlastete, 3. lebensverneinende, 4. erwachende und 5. erlösende Phase. Das Buch der Autorin  Silvia Christine Strauch scheint mir dabei sehr auf die geistige Phase ausgerichtet zu sein, Hochsensibilität mit geistigen Techniken (Mental-Training) zu bewältigen, ist vor allem in diese 1. Phase „einzuordnen“. (Ich weiß, wovon ich spreche, kenne ihre Vor- und Nachteile. Ich bin inzwischen kein „Denker“ mehr, auch kein ganzheitlicher. Selbst wenn ich ein Buch schreibe, denke ich kaum noch nach. Ich glaube, Luca würde mich sofort verstehen …) Um nicht missverstanden zu werden: Um so wertvoller ist das Buch von Silvia Christine Strauch, das für diese für viele Hochsensiblen entscheidende 1. Phase einen Orientierung der mentalen Bewältigung gibt.

Luca Rohleder: Die Berufung für Hochsensible

Untertitel: Die Gratwanderung zwischen Genialität und Zusammenbruch

Das Thema beschäftigt mich schon seit 20 Jahren (> meine Buchbesprechung zu Tepperweins Buch „Vom Beruf zur Berufung“). Ich habe in der Zeit mehr als ein Dutzend Bücher zum Thema Berufung gelesen, sehe mich inzwischen selbst „angekommen“. Um so mehr hat mich das Buch „in Atem gehalten“. Es gehört zu der Sorte Büchern, von der man sich wünscht: „Hätte ich sie schon vor 20 Jahren lesen können, es hätte mir einiges erspart.“

Okay, Pioniere ebnen mühsam anderen den Weg, und wir wünschen uns, dass andere es dann leichter haben. Grundsätzlich kann ich als „Angekommener“ die Inhalte und Phasen zu 100% bestätigen. Wenn der Autor z.B. schreibt: „Sie werden Ihr komplettes Leben im Schlaf regeln können.“ (S. 91), weiß ich genau, was er meint. In der Bibel heißt es dementsprechend: „Den Seinen gibt’s der Herr in Schlaf.“

Mehr noch: Ich sehe meinen eigenen Seelenweg auch in der Rückschau noch einmal neu beleuchtet. Mir ist das eine und andere meiner eigenen „Berufungs-Karriere“ bewusster geworden. Aus diesem Grund empfehle ich auch „Angekommenen“, dieses Buch noch einmal zu lesen. Es hilft, Vergangenes besser zu verstehen. Noch bevor die „Hochsensiblen“ psychologisch und soziologisch erkannt wurden, wusste ich, dass ich einer bin – und mich hat das Thema nicht weiter interessiert. HEUTE fasziniert es mich und macht mich noch selbst-bewusster.

„Hochsensible Personen“ (HSP) machen etwa 15% einer Bevölkerung aus, anscheinend in allen Kulturen. Sie gehören zu den Pionieren, den Trägern der Evolution, aber nicht nur auf der großen Bühne, sondern auch der kleinen Bühne des Alltags. Alle großen Erfinder und Künstler gehören dazu, doch auch alle Helfer-Seelen, die den Alltag anderer verbessern.

Mich hat das „Konzept der 3 Ichs“ einer Hochsensiblen Person be-geistert, die „Dreifaltigkeit unseres Selbst“ [meine Worte]. Der Autor unterscheidet:

  • das Neugeborenen-Ich (die existenziellen Bedürfnisse) [das natürliche Selbst = Körper]]
  • das Höhere-Ich (die Verbindung zum Höheren, das „Höhere Selbst“) [das göttliche Selbst = Seele]
  • das Erwachsenen-Ich (der Verstand) [das kulturelle Selbst = Verstandes-Geist].
  • in […]: Deutungen in meinem „Dreifaltigkeits-Konzept“

Okay, auch das ist „nur ein Konzept“, doch ich bin offen genug, um es als das ein-leuchte-ndere Konzept gegenüber anderen anzunehmen und in ein Großes zu integrieren. Mir gefällt insbesondere die Wertschätzung des Neugeborenen mit seinen elementaren Bedürfnissen (nicht zu verwechseln mit dem „Inneren Kind“).

Die fünf großen Fragen, die das Buch behandelt:

  • Warum bin ich so?
  • Was schlummert in mir?
  • Was muss ich loslassen?
  • Wann habe ich Arbeitsspaß? [und gehe den Weg der Freude]
  • Wie finde ich die Berufung? (mit 5 Phasen)

Für Menschen auf dem Seelenweg gibt es einen wegweisenden und auch irritierenden Spruch:

Wenn du deinen eigenen Weg gehen willst,
dann frage nicht andere nach dem Weg.

Das ist ein Paradox (selbst gehen und um Hilfe bitten) – und der Autor geht damit intelligent um: Der erste Teil des Buches (drei Viertel) hat viele wichtige Empfehlungen mit klaren Themen. Hier geht es vor allem um das LOSLASSEN des Alten, damit Neues Platz hat. Der zweite Teil des Buches (ein Viertel) gibt nur noch grobe Hinweise, Wegweiser, ohne den Weg genau vorzuschreiben. Diese Seiten mit Leben zu füllen, ist die Aufgabe eines jeden auf seinem Seelen-Weg.

Das Thema „Berufung“ ist ein ganz elementares spirituelles Thema. Wir folgen dem „Ruf der Seele“ oder dem „Ruf einer Höheren Welt“. Eine große Falle dabei sind verführerische „esoterische Irrwege“, die der Autor auch benennt und vor der er warnt (nichts gegen die ursprüngliche Esoterik im Sinne von Pythagoras!) Trotz seiner spirituellen Essenz verwendet das Buch eine geerdete Alltagssprache. Das ist für mich ein großes PLUS des Buches und macht es noch einmal besonders wahrhaftig.
Mein vielleicht größtes Kompliment für dieses bahnbrechende Buch:
Es fordert mich heraus, mein Berufungs-Coaching neu zu erfinden!

 

Luca Rohleder: Die Berufung für Hochsensible: Die Gratwanderung zwischen Genialität und Zusammenbruch (Klick)

Doreen Virtue: Mut zur Kreativität

Untertitel: Wecke deine künstlerische Begabung und leben deine Berufung

Der zentrale Begriff des Buches ist Mut. Der erste Satz des Buches gleich in der Einleitung lautet: „Kreativ zu sein, erfordert Mut.“ Alle 17 Kapitel des Buches beginnen mit dem Begriff Mut, sogar die beiden Teile des Buches: Teil I: Der Mut zum kreativen Prozess und Teil II: Der Mut, mit kreativer Arbeit Ihren Lebensunterhalt zu verdienen – und einen Beitrag für die Welt zu leisten.

Das ist auch die ganze Botschaft des Buches: Jeder Mensch ist ein kreatives und schöpferisches Wesen, was den meisten in in unterschiedlichem Maße fehlt, ist der Mut, sich von den Blockaden der Kreativität zu befreien. Kreativität bedarf zwar auch handwerklichen Geschicks und erlernten Könnens, doch im Wesentlichen ist es Intuition und der Mut, der inneren Stimme zu folgen.

Was uns an der Entfaltung unseres kreativen Wesens behindert, ist Angst, Ängste aller Art. Es gibt nur einen Schlüssel, diese Ängste zu überwinden, und das ist Mut. Ja, so einfach ist es im Grunde. Die Autorin geht in ihrem Buch alle möglichen (Ego-gesteuerten) Ängste in den unterschiedlichen Phasen des kreativen Prozesses nach, um den Ausweg aus diesen Ängsten zu weisen.

Der Mut, empfänglich zu sein, hat damit zu tun, die Kontrolle dem wohlwollenden Universum zu überlassen, das eins ist mit Ihrem höheren Selbst. Es bedeutet, nicht der Angst die Kontrolle zu überlassen, sondern der Liebe. (S. 94)

Die Autorin weist im 2. Teil darauf hin: „Marketing ist wahrscheinlich der schwierigste Teil im Leben eines kreativen Menschen.“ (S. 185) Sie gibt Hinweise, diese vielleicht größte Blockade zu überwinden. Viele kreative Werke landen in Schubladen und werden nicht „mit der Welt“ geteilt.

Eine weitere Gefahr ist, ein kreatives Produkt zu „verwässern“, um es „markttauglich“ zu machen, den Bedürfnissen des Marktes anzupassen. Es ist eines der wichtigsten Lektionen des Buches:

Verwässern Sie nie Ihre Vision in dem Versuch, sie kommerziell erfolgreich zu machen. Vertrauen Sie der Reinheit der ursprünglichen Inspiration. (S. 213)

Hier weist die Autorin auf etwas sehr Wichtiges hin: Kreativität erfordert eine Harmonie und ein Zusammenspiel männlicher und weiblicher Energien. Im Schöpfungsprozess selbst dominieren eher weibliche Energien – im Vermarktungsprozess eher männliche Energien. Es ist wichtig, den Vermarktungsprozess selbst auch als einen kreativen Prozess zu sehen und zu gestalten.

Wenn Sie für Fülle und finanzielle Sicherheit gebeten haben, sind die göttlich inspirierten Ideen, die Sie empfangen, Antworten auf Ihre Gebete. Gott legt nicht wie der Heilige Nikolaus einfach ein Bündel Geldscheine vor die Tür. Gott gibt Innen Ideen, mit denen Sie – wenn Sie sie umsetzen – das nötige Geld verdienen werden. Das nennt man gemeinsam mit Gott schöpferisch tätig zu sein. (S. 199)

Eine wichtige Lehre des Buches ist nicht zuletzt, dass man den Erfolg eines kreativen Projektes nicht herbei-affirmieren, herbei-visualisieren oder herbei-beten kann. Irgendwann muss jeder Kreative das Werk im Vertrauen loslassen können:

Was wir nicht kontrollieren können, sind die Entscheidungen anderer Menschen. Aus diesem Grund ist es reine Zeitverschwendung, sich darüber Sorgen zu machen, ob Ihr kreativen Projekt „erfolgreich“ sein wird oder nicht. (S. 219)

Das Buch ist für mich ein umfassendes (spirituelles) Handbuch der Kreativität. (Letztlich sind Spiritualität und Kreativität zwei Seiten einer Medaille.) Es umfasst den ganzen kreativen Prozess: vom ersten Schritt, dem Mut, das eigene kreative Selbst zu leben bis zum Mut, mit seinem Werk einen großen Erfolg zu haben, damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen und zur Heilung der Welt beizutragen.

Die Autorin Doreen Virtue, eine Bestseller-Autorin, greift dabei auf einen großen Erfahrungsschatz zurück, untermauert dies doch auch mit wissenschaftliche Untersuchungen. Das Buch macht Mut, seiner Berufung zu folgen. Was immer die Berufung im einzelnen und konkreten Falle ist, ihre Quelle ist das kreative Selbst und kraftvolle Kreativität ist der Ausdruck ihres Wachstums. Es ist kein Buch, das man nur einmal liest, sondern ein Handbuch, das einen in alles Phasen des kreativen Prozesses begleiten kann, um einen immer wieder aufzurichten.

 

Doreen Virtue:  Mut zur Kreativität: Wecke deine künstlerische Begabung und lebe deine Berufung (Klick)

Rolf Mayer: Auf Kurs ins Leben

Untertitel: Wie Veränderung gelingt. Das Übungsbuch für Selbstwert, Authentizität und wahres Sein.

Das Buch kommt sehr bescheiden daher. Keine Sprüche wie „Ich mache dich in 7 Tagen zum neuen Menschen!“ Solche „außengesteuerte Motivation“ ist dem Buch völlig fremd. Das Buch erwartet einen selbstmotivierten Leser, der weiß, dass er an sich arbeiten will, der vielleicht auch das eine oder andere Buch zur Selbsthilfe schon gelesen, Seminare besucht hat und sich wünscht, diese vielen Hilfen, Tipps und Tricks, in EINEM Buch zusammengetragen zu finden. Ein solches Bedürfnis befriedigt das Buch: Es ist ein reines Übungs- und Arbeitsbuch für eine fundamentale Wandlung im Leben. Es enthält fleißig zusammengetragen Fragen, Anregungen, Aufgaben, Affirmationen, Weisheitssprüche.

Die 16 Themenbereiche

Diese Themenbereiche habe nur eine ganz safte Ordnung, jedes könnte ein Seminarthema für sich sein. Es sind keine 16 Stufen einer Erfolgsleiter, bei der man sich von der ersten bis zur letzten Stufe durcharbeitet, sondern es sind einfach nur 16 wichtige Lebens-Themen:

  1. Bist du offen für Veränderung?
  2. Kennst du dich selbst zu Genüge?
  3. Habe den Mut, authentisch zu sein
  4. Hör auf, dich ständig mit anderen zu vergleichen
  5. Richte deine Aufmerksamkeit auf deine Stärken
  6. Bedienst du nur oder tankst du auch?
  7. Verabschiede deinen Perfektionismus
  8. Kennst du das Wort mit den vier Buchstaben? (Gemeint ist: nein)
  9. Heraus aus der Opferrolle
  10. Überprüfe deine Glaubenssätze
  11. Loslassen
  12. Vergib dir und anderen
  13. Gib dir selbst einen Wert
  14. Selbstliebe – wie geht das?
  15. Niederlagen sind keine Fehler, sondern Lektionen
  16. Deine Mitmenschen – deine Entwicklungshelfer.

Vielleicht sagst du: Nicht besonders aufregend. – Ich kann dir nicht widersprechen! Die Stärke des Buches liegt nicht darin, dass es dein Herz höher schlagen lässt. Es ist fast so trocken wie eine Gebrauchsanweisung. Doch – und das ist seine Stärke – es ist ein Superbuch als (relativ) vollständige Sammlung von Fragen, Übungen, Anregungen und Sprüchen zu den einzelnen Lebens-Themen.

Ich denke die Hauptzielgruppe des Buches sind eher Seminar- und Workshopleiter, die hier Anregungen für Seminare finden, das Buch vielleicht auch ihren eigenen Teilnehmern als Arbeitsbuch weiter empfehlen. Der Autor (langjähriger Sonderschullehrer und Fußballtrainer) hat mit viel Fleiß Übungs- und Trainingsmaterial zusammen gestellt, von dem andere Workshop- und Seminarleiter, Lebensberater und Life-Coachs dankbar profitieren können. Ich bin mir nicht sicher, ob das Buch einen als Initialzündung wirklich auf den Weg bringt, sein Leben zu verändern. Doch WENN man schon selbstmotiviert auf dem Weg ist, kann es als Arbeits- und Übungsbuch sehr unterstützend sein. Ich möchte es nicht missen und kann daraus viele Anregungen für meine eigene Arbeit entnehmen.

 

Rolf Mayer: Auf Kurs ins Leben: Wie Veränderungen gelingen – Das Übungsbuch für Selbstwert, Authentizität und wahres Sein (Klick)

 

Bettina Hielscher: Wach auf!

Untertitel: Lebe dein Leben. Sei authentisch. Sei glücklich.

Das Buch versteht sich als „Wegweiser zu einem Leben im Einklang mit sich selbst“. Ja, ich kann dem Versprechen des Buches nur zustimmen: Das Buch ersetzt ein ganzes Bücherregal von Selbsthilfebüchern. Es ist spürbar, dass das Buch aus einem reichen Erfahrungsschatz der Autorin auf dem Weg von Selbsthass und Depressivität hin zu Selbstliebe und Glück geschrieben ist.

„Eigentlich“ können wir alles haben. Doch dieses HABEN und seine Komfortzonen machen nicht wirklich glücklich! Wir werden heute viel leichter depressiv, gerade weil wir alles haben können, doch unsere Seele trotzdem verhungert. Vielen Menschen in ihren Zwanzigern und Dreißigern geht es so, der Selbstzweifel über den Sinn des Lebens setzt heute viel früher ein, als erst in der Mitte des Lebens. Und das ist gut so! Das Herz lässt sich nicht mehr mit Halbheiten zufriedenstellen. Es verlangt gebieterisch nach dem vollherzigen Leben, dem EIGENEN Leben, kein nachgeahmtes. Viele Menschen scheitern heute an diesen Idealvorstellungen der Medien, wie man als „glücklicher Mensch“ zu leben hat. Das Herz fühl diese Fallen der Tausende von Pseudowegen, der Irrwege im Labyrinth des Materiellen. Doch es gibt nur EINEN Weg, der wirklich glücklich macht. Das ist der eigene Seelenweg, die eigene Seelenreise.

Es gibt eine „falsche Suche nach dem Glück“ (Kapitel 1 des Buches), bei dem das kurzfristige  Pseudoglück im Außen gesucht wird („Spaßgesellschaft“). Das kann zur Sucht verschiedenster Art werden, in dem viele festhängen. Doch es gibt einen inneren Glückskompass: „Gehe den Weg, der dich glücklich macht“ (Kapitel 5 des Buches). Dieser Weg ist einzigartig und originell. Es gibt dafür keine Vorlagen, auch die Autorin hütet sich davor, diesen Weg „vorzuschreiben“. Der Kompass ist das ganz natürliche innere Glücksempfinden. Wir FÜHLEN es, wenn wir im Einklang mit unserem Seelenweg sind, uns nicht selbst missbrauchen und unserer Seele Gewalt antun. Auf diese innere Stimme müssen wir zu hören LERNEN. Dafür braucht es Ruhe und Stille, die Entwicklung der Intuition, der Selbsterkenntnis.

Das Paradoxe an der Reise ist, dass wir bei uns selbst ankommen. Das Ziel der Reise bist du selbst. Das Buch „Wach auf!“ bietet Hilfe, allen Ballast loszulassen, allen äußeren Verführungen zu widerstehen, um da anzukommen, wo wir authentisch und glücklich mit uns selbst leben können, wo wir so leben, wie wir von unserer Seele gemeint sind. Emotionale Zufriedenheit mit sich selbst und geistige Freiheit (Kapitel 2) schaffen die entscheidenden Voraussetzungen. Die Achtsamkeit der inneren Stimme, den echten Glücksgefühlen gegenüber widmet sich das 3. Kapitel des Buches: „Finde dich selbst“. Die längste Reise deines Lebens, die zu dir und mit dir selbst, bedarf Vorbereitungen, um sie unbeirrt durchstehen zu können (das 4. Kapitel).

Das Buch ist ein regelrechtes „Lebenstraining“ vom fremd- zum selbstbestimmten Leben, um so ganz aus dem Herzen zu leben. Ich empfehle unbedingt, neben dem Lesen des Buches ein Tagebuch zu führen. Es hat viele, viele Fragen zur Selbsterkenntnis, die du dir am besten selbst durch Tagebuchschreiben beantwortest. Dein Tagebuch kann zum Buch deines Lebens werden, das dein Aufwachen begleitet.

Unbedingt herauszuheben ist der umfangreiche Service zum Buch selbst. Angefangen von von einem sehr umfangreichen BONUS als Downloadbereich, der ständig aktualisiert wird, Blog, Podcast, Facebook-Gruppe und Life-Coaching. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Internetseite zum Buch zu besuchen (Bild anklicken):

 

Bettina Hielscher: Wach auf! Lebe dein Leben. Sei authentisch. Sei glücklich.: Ein Wegweiser zu einem Leben im Einklang mit sich selbst (Klick)

Angelika Gulder: Der Seelen-Navigator

Untertitel: In 7 Schritten zu deinem wahren Lebensplan

Das Buch gefällt mir sehr gut! Ich kann vieles aus meinem eigenen Seelenweg bestätigen. Mehr noch: Es hätte mir das eine und andere erleichtert, wenn ich das Buch schon vor 5 Jahren hätte lesen können.


Das Buch spricht Leser in einer bestimmten „Übergangsphase“ an, Menschen, die nicht mehr im Ego-Leiden verstrickt sind, sondern ihr Leben so weit in Ordnung gebracht haben, so dass sie jetzt frei sind, ihre Potenziale (aus der Seele) bewusst leben zu können. Vielleicht ist es besonders für „Erdenengel“ gedacht (die Autorin schätzt, dass dies 10% der Menschheit sind), also Menschen, die als Engel auf der Erde inkarniert sind, um der Menschheit zu helfen, diese kritische Phase in der Evolution schöpfungsgerecht zu transformieren. Hier hilft das Buch sehr, auf seinen Seelenweg und seine Bestimmung zu kommen, ohne noch große Umwege gehen zu müssen. Es ist nicht nur für Erdenengel gut, dass es dieses Buch gibt!

Das Buch ist sehr praktisch orientiert, keine „Lese-“ , sondern ein Arbeitsbuch.

Der erste Teil „Die Geistige Welt“ ist zwar ein „theoretischer Teil“, führt in das Wissen ein, das unbedingt notwendig ist, um sich im großen Raum der Seele orientieren zu können. Er ist eine grobe Orientierungshilfe für den „Sternenhimmel“ von „Grundannahmen“ bis zu „Seelenfamilien“. Es geht nicht um eine philosophisch untermauerte „Seelenlehre“, sondern ein grobes Zurechtfinden im Raum der Seele.

Der zweite Teil „Der Seelen-Navigator“ präsentiert ein in sich schlüssiges Konzept, seinen Seelen-Navigator zu finden, um bei den großen Entscheidungen des Lebens sich von der Seele führen zu lassen. Die Autorin konzentriert sich dabei auf Methoden, die schnell zielführend sind wie die Kombination aus Numerologie, Tarot und die Stadien einer mythologischen Heldenreise.

Am Ende dieses „Durcharbeitens“ (das vielleicht nur einmal im Leben in dieser Tiefe notwendig ist und dann nur noch modifiziert werden muss) steht das Selbst-Bewusstsein über:

  1. die eigene archetypische Seelenrolle (von insgesamt sieben) „über alle Leben hinweg“
  2. die archetypische Seelenrolle für das jetzige Leben (aus denn 22 Themen des Tarot numerologisch berechnet)
  3.  die Formulierung des eigenen Genius (sein „Schöpfungsgeist“) in wenigen Sätzen (Was kann ich in meiner Kreativität am besten?)
  4. Die Formulierung der eigenen Berufung in wenigen Sätzen
  5. Die noch anstehenden 5 Hauptaufgaben („Big Five“) der Seele für den Rest dieser Inkarnation
  6. die Lernaufgabe in dieser Inkarnation zu verstehen (Welche Schattenthemen sind zu erleuchten?) und
  7. den so gefundenen „Seelen-Navigator“ in den Alltag zu integrieren.

Der dritte Teil „Den Weg der Seele gehen“ gibt noch drei wesentliche Hilfen mit auf den Weg:

  • Erkenntnisse in Ziele umwandeln
  • die Visualisierung des Seelen-Navigatore (Bild-Collagen)
  • die geistige Welt um Hilfe bitten (Meditationen)

Die Autorin schreibt über ihren Seelen-Navigator (S. 177 f.):

Alles, was du dir vornimmst, kannst und solltest du mit deinem Seelen-Navigator vorab überprüfen. So verhinderst du, dass du Ziele verfolgst, die aus dem Ego stammen und dich von deinem Seelenweg eher entfernen, und kannst stattdessen deine ganze Energie auf die Ziele richten, die wirklich zu dir und deiner Seele passen. Je bewusster du mit deiner Seele in Verbindung bist und ihren Weg gehst, desto glücklicher und erfolgreicher wirst du sein. Das ist es, wonach sich alle Menschen tief im Innersten sehnen. Du hast es jetzt in der Hand.

Die Autorin schreibt vieles aus ihrer eigenen Lebenserfahrung. Als Leser muss man mit dieser „Hommage der Autorin an sich selbst“ (ich war die erste, die …) umgehen können. Doch es sind alles sehr hilfreiche Beispiele aus ihrem Leben, um das weitgehend konzeptionelle Buch insgesamt doch sehr anschaulich zu halten.

Mein Fazit: Das Buch ist ein Werkzeug für den Herz-Verstand (ein vom Herzen geführter Verstand), den Weg im engen Kontakt mit der Seele zu gehen. In diesem Sinne ist er sehr praktisch und EINFACH – auch umzusetzen. Einfach genial!

Wenn ich sage, das Buch ist sehr geeignet für eine Übergangsphase, dann meine ich damit (aus eigener Erfahrung), dass wir nach der Übergangsphase keinen Navigator IN die Seele mehr brauchen, sondern mit dem NAVIGATOR DER SEELE SELBST verbunden sind. Dann ist unser Leben aus der Seele nicht mehr indirekt (über das Konzept eines Seelen-Navigators), sondern wir können DIREKT und „konzeptionsfrei“ aus der Seele selbst leben. Eine „Übergangszeit“ dahin (den eigenen Seelenweg zu finden und ihn sicher zu gehen) ist kaum zu vermeiden. Und dafür ist das Buch super!


Der Seelen-Navigator: In 7 Schritten zu deinem wahren Lebensplan (Klick mich)

Julia Cameron: Der Weg des Künstlers

Untertitel: ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität

Wie bespricht man ein Buch, das schon ein Vierteljahrhundert alt ist und nach wie vor ein Bestseller? Was gibt es da noch zu sagen? Ich bin in der merkwürdigen Lage, meine Buchbesprechung zu rechtfertigen, bevor ich sie überhaupt begonnen habe. Das Buch ist längst entdeckt, ich brauche keinen Beitrag zu seiner Entdeckung mehr zu leisten. Vielleicht liegt der Sinn meiner Buchbesprechung darin, meine ganz subjektive Erfahrung mit dem Buch zu beschreiben.
Manchmal verwende ich in meinen Buchbesprechungen große Worte wie „Pflichtlektüre für jeden, der …“ Dieses Buch ist wirklich eine Pflichtlektüre. Weniger im Sinne eines Lehrbuches als im Sinne eines Reiseführers: Wer sich auf die Abenteuerreise seines kreativen Selbst begeben will, der ist gut beraten, das Buch als Reiseführer für den spirituellen Pfad zu nutzen, um Fallen zu entgehen und den Pfad sicher zu meistern, den Pfad des Lebenskünstlers sozusagen.

Mein Zugang und meine Erfahrung

Ich habe das Buch schon seit über 10 Jahren unberührt in meinem Regal. Jetzt hat es sich mir aufgedrängt und mich gleich auf einer „Seelenreise von Frankreich nach Deutschland zurück“ gepackt, einer Reise mit Flugzeug, Bus und Bahn. Ich habe es in vier Tagen gelesen und gleich mit den verordneten „Morgenseiten“ begonnen. Und gleich am zweiten Tag mich zum „Künstlerteffen“ verabredet. Ich habe mein ganzes Leben noch nicht so intensiv „Tagebuch“ geführt wie mit dem Lesen dieses Buches. Es ist mir alles SOFORT einsichtig. Viele Autoren, die sich im Literaturverzeichnis angibt, gehören zu meinen Lieblingsautoren: Melody Beattie, Betty Edwards, Shakti Gawain, Susan Jeffers, Ken Keys, Alice Miller, Sheila Ostrander und Lynn Schroeder, M. Scott Peck, Sanaya Roman und Duane Packer, nicht zuletzt: Anne Wilson Schaef. Ich fühle mich längst als Teil dieser Seelenfamilie.

Das Buch trifft mich zu einer Zeit, da ich mein Leben um die SEELE neu formiere:

  • Kreativität ist für mich eines der wichtigsten Facetten der Seele. Das Buch behandelt diesen Aspekt der Seele wie kein anderes.
  • Ich überarbeite meinen Workshop und meinen eKurs „spirituelles Schreiben“ in meiner Autorenschule und habe hier ein Buch in den Händen, das hohe Maßstäbe setzt, an denen ich mich selbst messen lassen will.
  • Mein eigenes Schreiben bereitet sich auf ein neues Niveau vor. Das ist das Buch, das mir diese Transformation (früher hieß es „Quantensprung“) ermöglicht.

Nach dem ersten Lesen habe ich sofort mit dem zweiten Durchgang begonnen. Ich habe mich verpflichtet, es in 12 Tagen (statt 12 Wochen) so durchzuarbeiten, dass ich das für mich jeweils Wichtigste jedes Schrittes erfasse und mir erarbeiten kann. Das geht auch! Gleich beim ersten Tag habe ich meine größte Blockade als „Schattenkünstler“ erkannt und sinnvolle Schritte zur Heilung begonnen. Gleichzeitig habe ich mir vorgenommen, in diesen 12 Tagen kein neues Buch mehr zu lesen, um meine Lesesucht zu besänftigen.

Niemandem wird es beim Lesen des Buches so ergehen wie mir. Es „trifft mich“ in einer einzigartigen Situation mit einer ganz speziellen Hilfe. Doch jeder kann mit dem Buch seinen Schatz finden, so wie ich ihn in diesem Buch gefunden habe. 

Gehe unbeirrt und geführt deinen Pfad

Wenn das Buch dir in die Hände fällt, dann hat es eine tiefe Bedeutung. Ich scheue mich nicht zu sagen: eine heilige Bedeutung. Es ist nicht nur eine Aufforderung, deinen Weg zu gehen, sondern ist auch ein Führer, ihn unbeirrt und vertrauensvoll gehen zu können. Deine Seele kann dir kaum deutlicher eine Botschaft überbringen. Mit diesem Buch bist du auf dem Pfad deiner Seele. JEDER von uns ist ein Künstler, wenn er aus seiner Seele lebt. JEDER ist ein Schöpfer, je mehr er sich mit seinem kreativen Selbst identifiziert. Das Buch ist für jeden geeignet, der in seine Seele erwacht. Du wirst deine Blockaden erkennen und lösen, deine Potenziale frei legen, das Leben leben, für das du bestimmt bist. Das Buch wird es dir nicht leicht machen, sondern die Arbeit mit ihm einfordern. Doch es wird dir Freude bereiten mit jeder Seite des Buches, die du in dein Leben integrierst. Das Buch ist nicht ohne Grund ein Bestseller. Es liegt an dir, dass es DAS BUCH deines schöpferischen Lebens wird, wie es für viele andere Menschen auch schon geworden ist. 



Julia Cameron:
Der Weg des Künstlers. Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität (klick mich)


 

 

 

Heike Engel-Wollenberg: Die eigene Berufung finden

Untertitel: Positionierungsmarketing auf den Kopf gestellt.
Ein Leitfaden für Selbstständige und Gründer

Berufung und Karriere scheinen zwei Welten zu sein: Bei der Berufs-Karriere geht es darum, die Leiter schnell aufzusteigen und „Geld zu machen“. Am Ende der Karriere steht „mein Haus, mein Boot, mein Sportwagen“. Häufig allerdings auch der Herzinfarkt oder Burnout. Karriere ist außenorientiert, will Geld und Erfolg.

Berufung dagegen ist innenorientiert: Hier geht es um die Befriedigung der eigenen Seele, das Zufriedensein mit dem, was man durch seine Talente mit der Gesellschaft teilt. Jeder hat ein Potenzial und lebt es aus, unabhängig von dem, wie es bezahlt wird. Die berufene Arbeit selbst ist der Gewinn, die Zufriedenheit, die Sinnerfüllung

Das Problem: Häufig leben Menschen, die von ganzem Herzen ihre Berufung leben, in ständigen Geldnöten. Karriere oder Berufung sind eine ähnlich unglückliche Trennung (Dichotomie) wie Geld oder Liebe. Kann es ein Ausweg aus diesem Dilemma geben? Die Frage ist um so dringlicher, weil immer mehr Menschen eine sinnerfüllte Arbeit suchen. Mehr noch: Wie kann man gleich mit der Gründung des eigenen Unternehmens seine Berufung erfüllen und gleichzeitig das Geschäftskonto füllen?

Das Buch von Heike Engel-Wollenberg (mit einem richtungsweisenden Vorwort von Kurt Tepperwein) bringt diese scheinbar unversöhnlichen Seiten in eine harmonische Balance:

  • Wer von seiner Berufung fürstlich leben will, muss sich und seine Arbeit ernsthaft vermarkten. Nicht im Elfenbeinturm der Selbstverliebtheit, sondern auf dem Markt der Dienstleistungen wird Geld gemacht.
  • Interessant im Marketing ist das Positionierungs-Marketing: sich in einer klar begrenzten „Nische“ wie ein Leuchtturm zu positionieren.
  • So wird das karrieristisch orientierte Positionierungs-Marketing sozusagen „umfunktioniert“, auf den Kopf und in den Dienst gestellt für eine markt- und geldorientierte Arbeit in der eigenen Berufung.

Mehr als ein Leitfaden

Das Buch ist ein  Handbuch für Menschen, die sich nicht halbherzig selbstständig machen, sondern sofort in ihrer Berufung der Lebensaufgabe dienen wollen:

  • Es verbindet Schritt für Schritt sinnvolle mit erfolgreicher Arbeit, die auch nachhaltig ist und eine Zukunftsperspektive aufweist.
  • Nicht Probleme stehen im Vordergrund, sondern Lösungen.
  • Über die anregenden Übungen kann die eigene Lebensaufgabe erkannt und als Berufung, als Mission formuliert werden.
  • Das Buch legt großen Wert auf das Bewusstsein, lies: Weltanschauung, Philosophie, eine klar formulierte Vision (die Autorin geht dabei mit gutem Beispiel voran).
  • Der wichtigste Erfolgsfaktor ist die Persönlichkeit, die persönlicher Weiterentwicklung über die erfolgreich gelebte Berufung. Doch auch andere „Erfolgskatalysatoren“ werden genannt, vor allem das Handeln, das TUN.
  • „Scheitern“ gehört einfach dazu, um immer „gescheiter“ zu werden, aus Fehlern schnell und grundlegend zu lernen. Die Autorin geht offen und ehrlich auch mit ihrem „freien Fall“ um, macht es zu einem Lernbeispiel.
  • Das Buch bleibt immer auch spielerisch und ist sehr locker geschrieben (der Leser wird geduzt und persönlich angesprochen). Es ist gefüllt von wundervollen Weisheitssprüchen (alleine diese sehr hilfreiche Zusammenstellung ist das Buch schon wert).
  • Nicht zuletzt enthält das Buch ein sehr ausführliches Literaturverzeichnis für die Leser/innen, die noch tiefer in die Thematik eintauchen wollen.

Kurz: Das Buch der Autorin ist inhaltlich sehr umfangreich und gleichzeitig fokussiert auf das Wesentliche. Hier kommt der Autorin ihre langjährige Berufserfahrung als Heilpraktikerin und Psychotherapeutin zugute.

Mein Fazit: Das Buch ist eine neue Generation von Büchern zur Berufung. Hier wird nicht nur die Frage beantwortet, wie man seine Berufung (Lebensaufgabe, Seelenplan) findet, sondern sich auch auf dem Markt sinnvoll mit seiner Berufung positioniert, um für sich Wohlstand aufzubauen. 

Das Buch ist bestens geeignet auch für Menschen, die in einer ersten Berufs-Krise stecken, wenn die Seele streikt und zu sinnvoller Arbeit anregen will. Die Arbeit mit dem Buch kann helfen, die Berufs-Krise zu verstehen und in gelebte Berufung zu transformieren. Ja, der Weg vom Beruf zur Berufung ist auch ein Weg der Heilung. Die Autorin hat sich hat sich auf diesem Weg selbst profiliert und positioniert.

Ich bin sicher, dass Menschen im Bewusstsein ihrer Berufung genau die Hefe im Sauerteig sind, die unsere Wirtschaften zum Wohle aller transformieren werden. In diesem Sinne wünsche ich dem Buch viel Erfolg und der Autorin einen segensreichen Weg! (Kurt Tepperwein, S. 6)


 

Die eigene Berufung finden – Positionierungsmarketing auf den Kopf gestellt: Ein Leitfaden für Selbständige und Gründer (budrich Inspirited) (Klick)


 

Die Homepage der Autorin:

http://engel4success.de/

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