Wanitschek / Vigl: Cannabis und Cannabidiol (CBD) richtig anwenden

Untertitel: Wirkungsweisen und Behandlungsmethoden verständlich erklärt

Cannabis (auf gut Deutsch: Hanf) erfährt ein überraschendes Comeback. Durch die Wegzüchtung des Rauschanteils (THC) in Hanfpflanzen ermöglicht es dieser Art von Hanf mit einem hohen CBD-Anteil  in immer mehr Ländern legalisiert zu werden. So lassen sich grob drei Arten von Hanf unterscheiden:

  • Nutzhanf (als Nahrungsmittel, zur Herstellung von Kleidung, Papier usw.),
  • medizinischer Hanf (CBD, unter 1 % THC) und
  • Hanf als Rausch-Mittel (THC deutlich über 2%, ist aber kein Rausch-Gift)

Die Autoren vermeiden in ihrem Buch geschickt alle kontroversen ideologischen, politischen und ökologischen Themen und konzentrieren sich als Heilpraktiker voll und ganz auf die medizinische Wirkung von Hanf. Warum es zum Verbot von Cannabis kam und der Trend zur Entkriminalisierung und Legalisierung von Hanf auch in Deutschland (das Gesetz „Cannabis als Medizin“) wird am Anfang nur kurz abgehandelt, und dann geht es gleich zur Sache:

Das Endocannabinoid-System als Wirksystem

Die Entdeckung dieses körpereigenen Systems ist sicher ähnlich bedeutsam wie seinerzeit die Entdeckung des Hormonsystems. Dessen Hauptfunktion ist es, über sein Rezeptoren-System für die innere Balance („Homöostase“) aller Körperzellen zu sorgen. Der Körper produziert selbst ein Anandamid (ananda = Glückseligkeit im Sanskrit), das dem Pflanzen-THC verwandt ist. Das hat die leicht nachvollziehbare Konsequenz: THC wird vom Körper als wesensverwandter Stoff leicht aufgenommen und ist für ihn kein Gift. Unser Körper muss in der Urzeit seiner Entstehung (Biogenese) eine Art symbiotische Beziehung zu Hanf eingegangen sein, wenn die Cannabiole selbst schon ein Teil unseres Körpersystem geworden sind.

Die Autoren stellen dar, wie man das körpereigene Endocannabioid-System pflegen kann. So kann ein Meditierender, der auch besondere Gesundheitsregeln beachtet, in einen hohen, glückseligen  Bewusstseinszustand kommen, ohne diese Wirkung über Hanf oder andere Pflanzen zu induzieren.

Die Autoren stellen dann sehr ausführlich die beiden Hauptwirkstoffe Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) dar, auch in ihrem Zusammenspiel mit mit Hunderten von anderen Cannabinoiden, Flavonoiden (Farbstoffe) und Terpenen (Duftstoffe), dem sogennanten „Entrourage-Effekt“.

Unsere Gesundheit und die Heilung aus Krankheiten hängt in großem Maße von dem Funktionieren dieses Endocannabinoid-Systems ab. Ein Mangel an Cannabinoiden kann eine unerkannte Ursache für Krankheiten sein. Das ist der Grund, warum gezielt eingesetztes Cannabis so verblüffend viele Krankheiten heilen kann, weil ein innerer Mangel beseitigt und eine Balance für die Gesundheit wiederhergestellt wird. Diese Zusammenhänge werden mehr und mehr erkannt. Natürlich ist Cannabis kein Wundermittel, wie die Autoren gleich zu Beginn schreiben, doch ein Heilmittel, das in Zukunft sicher noch mehr von sich Reden machen wird.

Im zweiten Teil des Buches besprechen die Autoren die sinnvolle Anwendung von medizinisch eingesetztem Cannabis für allerlei Beschwerden von Akne über Krebs und Schlafstörungen bis Übergewicht.

Ich sehe in dem Buch eine wertvolle Hilfe, Cannabis zu entkriminalisieren und seinen Gebrauch zu normalisieren. Ich selbst kam mir schon richtig subversiv vor, als ich meine Nahrung mit Hanfproteinen und Hanfsamen zu Müsli und Salat ergänzt habe.

Es wird Zeit, Hanf wirklich wiederzuentdecken und in das Alltagsleben zu Gesundheit und Heilung sinnvoll einzusetzen. So kann es wieder zur Volksmedizin aus der Natur werden. Die Autoren weisen auch auf die wichtige Funktion des THC für Heilungsprozesse hin. Doch eine Teillegalisierung über den CBD-Hanf und seinen freien Anbau ist schon einmal ein erster Schritt.


 

Cannabis und Cannabidiol (CBD) richtig anwenden: Wirkungsweisen und Behandlungsmethoden verständlich erklärt. Hanf und ätherische Öle wirkungsvoll … Gesundheit. (KLICK)

Wernard Bruining: Hanf heilt

Untertitel: Die Wiederentdeckung einer uralten Volksmedizin

Es ist das erste Buch, das ich über Hanf lese – ich habe in meinem Leben bisher auch noch keinen Kontakt zu Cannabis gehabt (der wissenschaftliche Name von Hanf). Nur ist in meinem neuen Domizil in der Schweiz im Keller eine Indoor-Hanfplantage – und das ganz legal! Hier wird medizinischer Hanf frei angebaut, was mich zuerst irritiert und dann erst recht neugierig gemacht hat.

Das Buch ist für mich eine Offenbarung! Und das, nachdem ich vor einigen Tagen noch das Buch „Manifest für Erde und Mensch“ von Pierre Rabhi besprochen habe – und dieses Buch mir gleich die Antwort gibt: die Lösung eines großen Teil der Weltprobleme kann durch Hanf geschehen, indem die Menschheit vom Erdöl wieder zurück zum Hanf findet. Ich war mir nicht bewusst, was für eine zentrale Rolle Hanf für die Menschheit früher spielte bis mit dem Hanfverbot 1937 in den USA diese regelrechte Symbiose zwischen Mensch und Hanf durch Erdöl brutal aufgebrochen wurde. Hätten die Mächtigen (von Wirtschaft, Politik und Religion) den Hanf nicht kriminalisiert und verteufelt, gäbe es die Menschheitsprobleme von heute wohl nicht!  Wir müssen quasi nur zum „goldenen Hanf-Zeitalter“ zurück! – Das klingt jetzt sicher alles nach „Hanf-Verschwörung“ vor 80 Jahren. Doch die jetzt zu wissen, gehört zur Offenbarung des Buches und dem Ende meiner eigenen Verdummung.

Mit dem Buch „Hanf heilt“  bin ich gleich an der Quelle bei dem Niederländischen Hanf-Pionier Wernard Bruining, von dem sogar der Begriff des medizinischen Cannabis kommt. Das Buch ist sehr entspannt geschrieben und extrem gut zu lesen. Wie jemand, der sein halbes Leben um die Legalisierung von Hanf gekämpft hat und nun weiß: Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Wir Menschen können auf Hanf als Nutzpflanze, als medizinisches Heilmittel oder als Genussmittel gar nicht mehr verzichten: der letzte Strohhalm unserer Menschheit. Nun wird das Hanf-Verbot immer mehr gelockert, ein Staat nach dem anderen kommt im eigenen Interesse zur Besinnung (für mich ist überraschenderweise Israel einer der Pioniere). Verantwortliche Politiker haben erkannt: Jetzt ist Wendezeit oder nie wieder.

Doch Wernard Bruining geht es gar nicht so sehr um die große Politik: Er setzt auf jeden einzelnen Menschen, sein Schicksal selbst in die Hände zu nehmen. Der Hauptteil des Buches (gute Dreiviertel) sind „Fallstudien“ von Menschen, die das medizinische Hanföl genommen haben, um sich von allen möglichen Beschwerden wieder zu befreien. Das Buch ist voller medizinischer Wunder, dokumentiert und gut bebildert. Damit wirklich wieder zur Volksmedizin wird, enthält das Buch auch eine Anleitung, Hanföl für den medizinischen Eigengebrauch selbst herzustellen. 

Ich erklärte, dass ein Teil der Philosophie des medizinischen Cannabis darauf beruht, dass die Menschen lernen, sich selbst zu helfen und sich nicht passiv und abhängig zu halten. (S. 171)

Das Buch ist kein akademisches Buch, kein medizinisches Buch, kein politisches Buch. Es ist so locker und farbenfroh geschriebenen, dass es selbst Jugendliche gerne lesen werden. Es ist aufklärerisch, hilfreich und nie mit erhobenem Zeigefinger, weder in die eine noch in die andere Richtung.

Der Autor verweist auf die Wahlfreiheit des Menschen vor Gott, warum nicht auch vor unseren Regierungen? Gott hat uns frei geschaffen, die Regierungen brauchen dagegen Schafe, die sie gängeln können. Wie brachte es  Friedrich Schiller so schön auf den Punkt: 

„Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.“ 

Ein besseres Buch, Cannabis wieder zur Volksmedizin zu machen, kann ich mir kaum vorstellen. „Hanf heilt“ meint aber noch weit mehr und schließt unsere Mutter Erde mit ein.


 

Hanf heilt: Die Wiederentdeckung einer uralten Volksmedizin (KLICK)

Deepak Chopra / Rudolph E. Tanzi: Superbrain

Untertitel: Angewandte Neurowissenschaften gegen Alzheimer, Depression, Übergewicht und Angst

Heute ist Tag des Buches und dies die 250. Buchbesprechung in meinem Buch-Blog. Ja, das passt gut zusammen, zumal dies ein ganz außergewöhnliches Buch ist. 

Deepak Chopra gilt in Amerika ja schon als „Kaiser der Seele“ (Times), sein Buch Heilung (> meine Buchbesprechung) wird diesem Titel auch gerecht. Doch in diesem Buch ist gar keine Rede von Seele. Es geht wieder um Bewusstsein. Während das Buch Heilung die Beziehung zwischen Seele und Körper behandelt, geht es in diesem Buch um die Beziehung zwischen Geist und Körper, genauer: Geist und Gehirn. Beide Bücher („Heilung“ und „Superbrain“) sind bahnbrechend – und sicher wird irgendwann auch eine Integration beider Bücher – eine umfassende Integration von Körper – Geist und Seele auf dem heutigen wissenschaftlichen Niveau geben.

Im deutschsprachigen Raum war es ja vor allem Vera Birkenbihl, die nicht müde wurde dafür zu plädieren, vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer zu werden. Sie hätte an diesem Buch ihre helle Freude gehabt! 

Deepak Chopra hat sich in Rudolph E. Tanzi einen Ko-Autoren ausgesucht, der Neurowissenschaftler ist und spezielle Forschung im Bereich der Heilung von Alzheimer unternommen hat. Und dieses Buch ist wieder ein grandioses Beispiel dafür, was dabei heraus kommt, wenn Wissenschaft und Spiritualität zusammenarbeiten.

Das Buch entfaltet große Visionen, was mit unserem Gehirn alles erreichbar ist, wenn ein erwachter GEIST es führt. Genau das ist SUPERBRAIN: ein von einem hohen Bewusstsein geführtes Gehirn. Das Alltagsgehirn dagegen kommandiert das Alltagsbewusstsein. Alte, eingefahrene Gehirnstrukturen (neuronale Vernetzungen) schaffen bestimmte, verzerrte Wahrnehmen und reduzieren durch Feedbackschleifen die Handlungsfähigkeit immer weiter. Ein Teufelskreis, an dessen Ende Krankheit und Alterungsprozesse stehen, was gar nicht notwendig wäre, wenn wir nicht Opfer längst widerlegter Mythen über das Gehirn wären.

Das Buch zeigt, wie wir uns aus diesem Teufelskreis wieder befreien können. Es wiederlegt wissenschaftlich all diese reduktionistischen Mythen über das Gehirn. Alleine aus diesem Grund lohnt sich das Lesen schon: Die Mythen über Bord zu werfen und unserem Gehirn eine Chance zu geben, uns mit seinem ganzen Potenzial zu einem langen Leben zu begleiten.

Was mir an dem Buch auch sehr gefallen hat: Es begrenzt sich nicht. Es fragt nach der „Höchsten Vision eines Superbrains“. Es sind nicht nur die ungewöhnlichen Menschen, die zeigen, wozu das Gehirn in der Lage ist. Mehr noch: Können wir das Gehirn so nähren und leiten, dass es uns zu einem unsterblichen Körper begleitet? Diese Frage hat natürlich eine riesige Auswirkung. Menschen sind nach der Vorstellung der Antike ja sterbliche Götter. Was, wenn wir nicht nur in unserer Seele, sondern sogar in unserem Körper eines Tages unsterblich sind? Diese Frage aufzuwerfen ist absolut legitim – wie wir damit eines Tages umgehen, steht auf einem anderen Blatt. Doch die Autoren wiesen klar darauf hin: Es gibt keine Grenzen für das Dream-Team GEIST und SUPERBRAIN.

 

Mann kann zu den großen Visionen des Buches stehen, wie man will. Eines ist klar: Wir haben das Potenzial unseres Gehirns noch lange nicht ausgeschöpft. Wichtig jedoch ist, sich aus den Mustern des Alltagsgehins zu befreien und seinem Gehirn die Möglichkeit zu eröffnen, zu einem wirklichen Superbrain zu werden. Das Buch hat viele, alltägliche Themen, um hier den Schalter umzulegen: Gedächtnisverlust, Depression, Übergewicht, Angststörungen, persönliche Krisen – doch auch positive Herausforderungen: zu seiner Stärke finden, Selbstheilung, langes Leben, sich von einer höheren Führung leiten lassen, im Leben ein allgemeines Wohlbefinden und Zufriedenheit zu erreichen.

Das Buch ist ein Wälzer von knapp 480 Seiten, immer leicht verständlich geschrieben. Man kann es nicht an einem Wochenende lesen. Es ist eher ein Super-Handbuch als Gebrauchsanweisung für unser Super-Gehirn.

Super-Brain: Angewandte Neurowissenschaften gegen Alzheimer, Depression, Übergewicht und Angst (Klick)

Doreen Virtue | Robert Reeves: Nähre deine Intuition

Untertitel: Mit den Ernährungstipps der Engel die spirituellen Sinne stärken

Das Buch war für mich ein „intuitiver Fehlkauf“. Damit meine ich: Ich wollte das Buch gar nicht kaufen! „Eigentlich“ wollte ich das ähnlich gestaltete Buch von Doreen Virtue über KREATIVITÄT erwerben. Das Buch hier lag in einem dicken Stapel in einer Buchhandlung, also dachte ich: Das ist das Neue von Doreen Virtue! Erst als ich das Buch fast gelesen hatte, fiel mir auf, dass das neue Buch noch gar nicht veröffentlicht ist! Meine Intuition hatte mir einen gewaltigen Streich gespielt und mich so zu diesem spannendem Buch geführt. [Ich führe diese kleine persönliche Geschichte nur an, weil es vielleicht Sinn macht, sich Gedanken darüber zu machen, wie das Buch zu einem gekommen ist. Da könnte schon eine Menge „Intuition“ im Spiel gewesen sein.]

Doch mehr noch: Ich halte mich für einen ziemlich ernärhungsbewussten Menschen. Meine ersten Schritte in eine vegetarische Ernährungsweise liegen über 20 Jahre zurück. Ich habe selbst einige Ernährungsweisen erprobt. „Fastfood“ ist nur noch selten Notbehelf, bin auch mit der Thematik „Superfood“ vertraut. Um so mehr hat mich das Buch gepackt! Bisher dachte ich: Physisch wertvolle Nahrung für den Körper, mental wertvolle Nahrung für den Geist, seelische Nahrung für die Seele. Das Buch jedoch öffnet eine Welt, mit bestimmten physischen, hochschwingenden Nahrungsmitteln die Seele zu nähren. Um genauer zu sein: Es geht darum, uns durch eine bewusste und bestimmte Ernährungsweise der Intuition zu stärken, die schon immer Teil von uns ist. Auch unpassende Ernährung lässt uns unsere Intuition nicht wahrnehmen. Das Buch hat mir eine noch einmal neue Sichtweise zur physischen Nahrungsaufnahme geschenkt. Und ich denke: Es kommt bei mir genau zur richtigen Zeit! Ich spüre selbst, dass ich vor einem neuen Bewusstseins-Sprung stehe, doch mein intuitiver Kanal dafür noch nicht genügend „freigeputzt“ ist. Mit anderen Worten: Das Buch, das sich mir aufgedrängt hat und ich JETZT in den Händen halte und rezensiere, ist not-wendig, um diesen Bewusstseins-Sprung jetzt vollziehen zu können! Das ist gelebte Intuition!

Was ist überhaupt „Intuition“?

Die Autoren weisen darauf hin, dass Intuition für jeden etwas anderes sein kann, weil bei jedem ein anderer intuitiver Kanal dominant sein kann. Hier die „Definition der Engel“ (S. 21):

Intuition ist deine Fähigkeit, göttliche Heilung und Botschaften für deine Lebensreise zu empfangen und zu interpretieren. Intuition verleiht dir die Klarheit zu erkennen, dass du auf dem richtigen Weg bist und verstehst, welche Veränderung du in deinem Leben vornehmen musst.

Intuition ist nicht einfach nur der „6. Sinn“. Es ist eine ganz andere Art von Sinn. Die Autoren unterscheiden bei der „Übersinnlichkeit“:

  • Hellfühlen
  • Hellsehen
  • Hellhören
  • Hellwissen

Hormone und Chakren (Chakras)

Ich habe in letzter Zeit schon öfter Bücher gelesen und rezensiert, die auf den Zusammenhang zwischen Hormonen und Chakren aufmerksam machen. Hormone werden von Drüsen ausgeschüttet – und Drüsen stehen in einem engen Zusammenhang mit den Chakren. Drüsen und Chakren sind offensichtlich die Schnittstelle zwischen dem physischen und energetischen Körpersystem. Das Buch bearbeitet dieses fundamentale Thema auf neue und umfassendere Weise als alles andere, die ich bisher gelesen habe.

Indem Sie Ihre Drüsen- und Nervensysteme mit der richtigen Ernährung unterstützen, sorgen Sie dafür, dass Ihre Intuition klar und deutlich bleibt. Und umgekehrt reduzieren Sie Ihr Stresslevel, indem Sie auf Ihre Intuition hören, da Ihr Bauchgefühl Sie führen und dafür sorgen wird, sich gar nicht erst in stresserzeugende Situationen zu begeben.
Außerdem kann Ihre Intuition Sie zu einem Stressbewältigungs-Programm führen, das genau auf Ihre Interessen, Ihren Zeitplan und Ihr Budget abgestimmt ist. (S. 29)

Hier kurz der Zusammenhang zwischen Drüsen und den 7 Haupt-Chakren:

  • Wurzel-Chakra: Nebennierendrüse
  • Sakral-Chakra: Eierstöcke / Hoden
  • Nabel-Chakra: Bauchspeicheldrüse
  • Herz-Chakra: Thymusdrüse
  • Kehl-Chakra: Schilddrüse
  • Stirn-Chakra: Hypophyse / Hypothalamus
  • Kronen-Chakra: Zirbeldrüse

Im Buch werden die 7 bekannten Haupt-Chakren um 2 wichtige Systeme erweitert: die Ohr-Chakren und die Hand-Chakren. Das ist sofort einleuchtend. Viele feinfühlige Menschen nehmen Energien über ihre Hände wahr, die Handchakren sind das Organ dafür. Und wer hellhörig ist, der braucht dafür die Ohr-Chakren als „spirituelles Organ“. Beide korrespondieren wohl nicht mit endokrinen (Hormon-bildenden) Drüsen. Bei den Händen sind es aber Schweißdrüsen. Mit anderen Worten: Das Buch ist schon auf der Ebene der „Physiologie der Intuition“ (Teil 1) bahnbrechend.

Intuitive Nahrungsaufnahme für die Intuition

Der 2. und Hauptteil des Buches zeigt, wie der Leser lernen kann, INTUITIV die für ihn richtige Ernährung zu finden, die auch die jeweilige bevorzugte Art der Übersinnlichkeit fördert.

Man darf sich dazu nicht von Süchten leiten lassen: nicht zu essen, wonach es einem „gelüstet“, sondern was der Körper wirklich braucht. Intuitive und süchtige Impulse zu unterscheiden ist schrittweise zu lernen. Das Buch gibt dazu alles von „Leitprinzipien der Ernährung“ bis zu Kräutertees. Es ist mehr als ein „Rezeptbuch“ und schon gar nicht ein „Du darfst ab jetzt nur noch …“. Es sind Bausteine, „Zutaten“ für eigene sich mit der Zeit auch ändernde intuitive Selbst-Rezepte, um Schritt für Schritt nach der Intuition des Körpers die ideale „Nahrung für die Seele“ zu finden. Es ist nichts „Exotisches“ dabei, alles für den eigenen Haushalt anzuwenden. Dazu gehört unter vielem anderen auch, sich Nuss- und Samengetränke wie „Mandelmilch“ selbst herzustellen.

Der dritte Teil des Buches gibt Anregungen, sich zu entgiften und die Chakren zu reinigen. Das 11. und letzte Kapitel regt an, die tägliche Lebensweise den Rhythmen der Seele anzupassen. Jeder Tag von Montag bis Sonntag hat seine energetische Signatur. Einige weichen deutlich von dem ab, was unsere Gewohnheit glaubt. So ist der Montag energetisch gar nicht so geeignet, neue Projekte zu starten, sondern … Okay, das steht dann im Buch.

Das Buch ist bahnbrechend für die Verbindung von physischer Ernährung über hauptsächlich pflanzlicher Nahrungsmitteln und der Entwicklung von Intuition und Seele. Es ist wahrscheinlich ein zu großer Sprung von Fastfood zu „Ernährung für die Intuition“ und setzt schon eines entwickelten Gesundheitsbewusstseins und gesunde Ernährungsweise für den Körper voraus. Man sollte wenigstens schon etwas Sympathie für vegetarische und vegane Ernährung haben.

Für mich schließt sich mit diesem Buch der große Kreis der EINHEIT von Körper, Geist und Seele, was auch das Titelbild schön zum Ausdruck bringt. Eine dringende Empfehlung für Menschen, die sich spirituell weiter entwickeln wollen. 


 

Nähre deine Intuition: Mit den Ernährungstipps der Engel die spirituellen Sinne stärken (Klick mich)


 

Amy B. Scher: Heile dich selbst, wenn es sonst keiner kann

Untertitel: Ganzheitliche Energieheilung bei inneren Blockaden, Stress und gesundheitlichen Beschwerden

Heute ist immer mehr Menschen bewusst: Jeder tiefgehende und nachhaltige Heilungsverlauf ist vor allem auch ein Selbstheilungsprozess. Heilung kann man nicht einfach „machen lassen“. Echte Heilung ist fast so etwas wie eine selbstverantwortliche Lebensaufgabe, zu sich selbst zu finden, sein WAHRES SELBST zu finden. Der Körper heilt aus der Kraft gesunder Gedanken, einem offenem Herzen, angemessener Selbstliebe und die Führung der Seele. Es gibt wunderbare Bücher von Menschen, die ihren ganz persönlichen und oft wundervollen Weg der Selbstheilung beschreiben. Oft werden Menschen, die den Weg der Selbstheilung konsequent gehen, zu Experten der Heilung, selbst Heiler mit einem eigenen Klientel (wie auch die Autorin selbst). Doch häufig sind die Umstände und die verwendeten Methoden der Selbstheilung zu speziell, um sie für den eigenen „Fall“ einfach 1:1  nachmachen zu können: „Bei dem Autor mag es funktioniert haben, doch nicht bei mir …“ sind dann die resignierenden Einschätzungen.

Ich glaube, das Buch von Amy B. Scher schließt hier eine große Lücke, um Anleitung für nahezu JEDEN Fall der Selbstheilung zu geben. Sagen wir es erst einmal so: Es wäre doch stark, wenn es ein Buch gäbe, einen Werkzeugkasten, der alles enthält, was man braucht, nichts fehlt für eine eigenverantwortliche Selbstheilung. Das Buch der Autorin ist ein solcher „Werkzeugkasten der Selbstheilung“, der offen lässt, wie man damit arbeitet. Jeder kann damit seinen ganz persönlichen Plan zur Selbstheilung erstellen.

Der Weg der Heilung von Amy B. Scher

Die Autorin ist an Lyme-Borreliose erkrankt (Auswirkung eines Zeckenbisses).

Da meine Krankheit nicht korrekt diagnostiziert und daher über lange Zeit unbehandelt geblieben war, hatten die Schäden an meinem Körper ein gigantisches Ausmaß angenommen. … (S. 32)
Nachdem einige Jahre verstrichen waren, an denen sich eine Fehldiagnose an die andere reihte und ich Behandlungen über mich hatte ergehen lassen, die mich beinahe umbrachten, erhielt ich – endlich! – meine korrekte Diagnose. Im Leben eines chronisch erkrankten Patienten ist das sozusagen der Sechser im Lotto mit Zusatzzahl. (S. 33)

Noch einmal: eine korrekte Diagnose als Sechser im Lotto mit Zusatzzahl! 

Es folgt eine unendlich lange Geschichte der Selbstfindung und Selbstheilung. Ihr wird bewusst, dass körperliche Beschwerden nicht durch „körperliche Reparatur“ beseitigt werden, sondern um etwas ganz anderes geht, nämlich sich selbst an Seele, Geist und Körper (etwa in dieser Reihenfolge) zu heilen.

Die Autorin schreibt:

Ich möchte Ihnen mit meinem Leben und meiner Lebensführung wirklich ein Beispiel für Ihre eigene Heilung geben. (S. 49)

Diese „coolste Reise des Lebens“ ist nicht weltabgewandt und asketisch, im Gegenteil, geprägt von wachsender Lebensfreude und zunehmenden Glücksmomenten. Der Schlüssel ist das, was man heute „Energie-Medizin“ nennt. Dazu bedarf es keines großen Fachwissens, sondern eine Handvoll energetischer Techniken und vertrauensvolle Heilungsdisziplin (also Durchhaltevermögen und Geduld).

Für den Heilungserfolg brauchen wir nur eines zu tun: unsere innere Arbeit machen. Auch wenn wir uns obendrein die Unterstützung durch die Medizin oder alternative Heilweisen sichern, den Löwenanteil des Prozesses müssen wir selbst bewältigen. Daran führt kein Weg vorbei. (S. 67)

Im Gegenteil: Damit fängt erst der einzigartige Weg der eigenen Heilung an! Der Weg ist einzigartig, auch wenn er allgemeinen regeln folgt:

  1. Widerstände auflösen und wieder in den Fluss des Lebens kommen
  2. innere Blockaden aufspüren (wie innere emotionale Muster aus der Vergangenheit) und lösen
  3. angstbesetztes Stressverhalten auflösen

Der Werkzeugkasten der Selbstheilung

1.1 Sich dem Prozess des Heilens hingeben statt zu kämpfen durch

  • singen (chanten)
  • wohlgesetztes Bitten (Gebet)

1.2. Die energetische Heilungsgrundlage schaffen durch

  • Ausrichtung der Energiepole des Körpers (erden)
  • Rechts-Links-Balance (Augen-Acht)
  • Thymusdrüse aktivieren (klopfen)
  • Gedanken und Gefühle optimieren (Selbstbeobachtung)

2. Innere Blockaden aufspüren und lösen durch

  • unbewusste Programmierungen erkennen (Muskeltest)
  • die Sprache des Körpers (Symptome) verstehen (Chakren und Organe)

3. Stressverhalten ändern durch

  • unverarbeitete Erlebnisse klären (EFT-Klopfakupunktur)
  • schädliche Grundüberzeugungen loslassen
    (energetische Reinigung „The Sweep“ / Chakra-Punkte beklopfen)
  • ungesunde emotionale Verhaltensmuster umwandeln (3 Herzen-Methode)
  • Ängste ausräumen (die gelernten Methoden kombinieren)

4. Den eigenen Heilungsleitfaden erstellen (der Baum der Heilung)

Der eigene Heilungsplan darf nicht kompliziert sein und sich so leicht wie „Zähneputzen“ in den Alltag integrieren lassen. Der „Baum der Heilung“ ist dabei eine gute Orientierungshilfe.

Was aber noch wichtiger ist, die „Logik der Heilung“ zu kennen, um nicht zu früh aufzugeben. Wie Krankwerden einem Muster folgt, so auch die Heilung:

Vergessen Sie nicht: Zu dem Zeitpunkt, als ihr Körper die ersten sicht- und spürbaren Symptome produziert hat, waren Ihre energetischen Dysbalancen ja schon (mindestens) eine ganze Weile vorhanden! Dasselbe gilt für das Offenbarwerden der physischen Heilung: Die „Reparaturarbeiten“ in Ihrem Körper sind oft schon längere Zeit im Gang, bevor sich irgendwelche Veränderungen zeigen.“ (S. 346)

Sie erkennt letztlich in ihrem Heilungsprozess, was ihre Ärztin ihr zur Aufgabe gegeben hat:

Sie müssen Ihren Daseinszweck für sich finden. Wenn Sie das geschafft haben, werden Sie heilen. Wenn Sie Ihrem Herzen folgen, ,werden Sie heilen. (S. 364)

Mein Fazit: Alle geniale Lösungen müssen leicht einsehbar und irgendwie einfach zum Umsetzen sein. Das ist bei diesem Buch der Selbstheilung bestimmt der Fall! Der Schlüssel ist die energetische Neuausrichtung aus der Seele (die Seele ist ein großes Energiefeld).  Die Autorin weist auch ausdrücklich darauf hin, dass nicht alle Werkzeuge benutzt werden müssen. Vielleicht reicht auch eine EINZIGE, die mit der richtigen Hingabe durchgeführt wird. Bei allem ist es auch wichtig, Hilfe zu suchen und um Hilfe zu bitten. Das geht bis hin zu Anregungen von „Heile dich selbst“-Gruppen und wie sie mit dem Buch arbeiten können.


 

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Ronny Tekal: Sorry, das waren die Hormone

Untertitel: Was uns im Leben wirklich steuert


Hormone sind offensichtlich die Schaltstelle zwischen Körper und Gefühlen. Sie werden in ihrer Bedeutung als „Steuerzentrale“ für ein ausgeglichenes Leben immer mehr erkannt. Da tut AUFKLÄRUNG gut. Und Aufklärung muss immer auch kritisch sein. Das leistet der Autor, Arzt und Medizinkabarettist Ronny Tekal in seinem Buch auf sehr humorvolle Weise – mit auch viel Selbstironie. Wortspiele wie: „Hormone – als Boten des Glücks hieven sie uns in himmlische Gefilde, als ‚Des-Boten‘ machen sie unser Leben zur Hölle.“ (S. 13) – wahrlich am laufenden Band. Er spricht in einem ganzen Kapitel vom „Hormon-Business“ (201 ff) und schließt sich dabei gar nicht aus: „Und irgendwelche Menschen verdienen einen Haufen Geld mit ihnen (wie auch der Autor des Buches).“ (S. 10)

Inhaltlich ist zu dem Buch nicht viel zu sagen. Hier sind keine medizinischen Sensationen zu erwarten. Es liefert „allgemein anerkanntes“ Basis-Wissen über Hormone, doch das nicht nur humorvoll verpackt. Es hilft dem Leser, dem ganzen Hormon-Hype („Jungbrunnen“ …) nicht unkritisch auf den Leim zu gehen.

Das Buch soll Ihnen eine kleine Orintierungshilfe sein, mit der Sie sich im dichten Hormondschungel zurechtfinden, und um zu erfahren, wann Sie sich wirklich auf Ihre Hormone herausreden können. (S. 10)

Und so bedanken wir uns bei dem Autor für das Schreiben „eines Jahrhundert-Standardwerkes für die kommenden Generationen“ (S. 9) Man muss bei dem Autor stets auf der Hut sein, ob er sich selbst auf die Schippe nimmt, den Leser veräppelt, oder etwas wirklich ernst meint. Und genau dieses Spiel ist es, das den Lesern neben dem Schmunzeln und Lachern wirklich wach hält und nachdenken lässt. Es regt an, sich selbst eine Meinung zu bilden. Und das ist ja der tiefe Sinn von Aufklärung.

„Am Ende“ dann ein paar Seiten „Kurzanleitung: So beeinflussen Sie Ihre Hormone“ (S. 218 – 223), auch hier nichts Aufregendes, was man irgendwie schon immer gewusst hat. Und wenn diese Tipps für ein hormonell ausgeglichenes Leben nicht ausreicht und hormonelle Störungen wirklich massiv werden, dann rät der Autor doch letztlich auch (sehr pauschal und unkritisch) zum Arztbesuch. Die „Grauzone“ dazwischen, die Selbsthilfe bei einem hormonell beeinflussten Gefühlschaos, bedient das Buch nicht.

Bei der Frage, steuert unser Körper (vermittels von Hormonen) unser Denken und Verhalten „oder“ steuert unser Denken und Verhalten (vermittels von Hormonen) unsere Gefühle, lässt das Buch recht humorlos im Dunklen. Mit vielen Lacheffekten „verkauft es uns“ den – sage ich jetzt einmal – den Mythos, die Hormone würden unser Leben steuern. Um am Ende doch zuzugestehen: Ich kann mich glücklich denken – und dieses Denken schüttet dann die Glückshormone aus:

Und ein Mensch, der aus vollem Herzen so tut, also ob er glücklich sei, hat bessere Chancen darauf, es wirklich zu werden. Nach dem Motto: „Hallo, Glückshormone, wo seid ihr? Ich bin schon da!“ (S. 223)

r-pfeil-reMein Fazit: Wer ein Buch sucht, das in die ganze Thematik der Hormone einführt, wer Basis-Wissen sucht – und das nicht auf fachlich unverständliche oder verbissene Weise, der ist mit dem Buch gut beraten. Die Rolle der Hormone wird nicht als Heilsbringer überbewertet. Das Buch lehrt, locker mit dem Thema der Hormone umzugehen und sich durch vielversprechende Werbesprüche nicht in die Irre führen zu lassen.
Wer darüber hinaus will, wird durch das Buch nicht bedient (das hat es sich auch nicht zur Aufgabe gemacht). Das spannende lebensphilosophische Thema des Zusammenspiels zwischen Denken und Gefühlen wird in dieser Tiefe nicht behandelt, genauso wenig wie die eigenverantwortliche Selbsthilfe bei hormonellen Problemen.

 

Elisabeth Buchner: Wenn Körper und Gefühle Achterbahn spielen

Untertitel: Hormone natürlich ins Gleichgewicht bringen


Die Autorin Elisabeth Buchner sieht sich in der Tradition des großen amerikanischen Arztes Dr. John R. Lee (verstorben 2003), der weltweit auf das „Natürliche Progesteron“ aufmerksam gemacht hat (> meine Buchbesprechung). Er hat der Frauengesundheit mit einer alternativen, natürlichen „Hormon-Therapie“ eigen großen Dienst erwiesen. Sie schreibt im Vorwort selbst: „Er hat uns mit seinen letzten Vorträgen in Deutschland, in der Schweiz und Frankreich den „Staffelstab“ überreicht. Nun ist es unsere Aufgabe, die Arbeit fortzuführen und weiter zu entwickeln.“ (s. 12) Mit dem Buch Lee/Buchner „Wie Männer stark bleiben“ (> meine Buchbesprechung) hat sie diesen Schulterschluss auch in einem Buch über „natürlichen Hormonausgleich bei Männer“ demonstriert.

Hier ist sie selbst zu einer leidenschaftlichen Pionierin für alternative und natürliche Frauengesundheit im deutschsprachigen Raum geworden. Sie ist weder Ärztin noch Heilpraktikerin, doch hat sie mit ihrem Thema „Hormone natürlich ins Gleichgewicht bringen“ ein anerkennenswertes Lebenswerk geschaffen, einschließlich ihrer Internet-Plattform „Hormonselbsthilfe.de

Das Buch gliedert sich in 3 Teilen:

  1. Grundlagen (S. 8 – 110)
  2. Problembereiche (S. 111 – 220)
  3. Hilfen (S. 221 – 327)

Ich will darauf kurz eingehen, um die ganze Bandbreite des Buches auzuzeigen

Grundlagen

Hier geht es um Basiswissen zur Thematik der Hormone, speziell der Geschlechtshormone und das insbesondere bei der Frau. Sehr klar und anschaulich wird der Einfluss der Hormone auf den weiblichen Zyklus dargestellt. Viel Platz nehmen die Auslöser von Hormonstörungen ein. Am Ende dieses Teils werden Diagnosehilfen gegeben und Tests bei Hormonstörungen.

Problembereiche

Ich benenne sie so, wie sie im Buch aufgeführt sind:

  •  Pubertät und Kinderjahre
  • Bauchkrämpfe
  • Empfängnisregelung
  • Wenn die Wiege leer bleibt
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Sex mit Hormonknick
  • Rund um die Wechseljahre
  • Osteoporose
  • Psychosomatik und Hormone
  • Hormonale Depression
  • Kopfschmerzen
  • Krebs

Hilfen

Dieser Bereich gefällt mir besonders gut, weil die Thematik hier wirklich ganzheitlich gesehen wird, wieder gemäß der Kapitelüberschriften:

  • Hilfe durch Aufzeichnungen
  • Hilfe durch Umdenken
  • Hilfe durch Ernährung
  • Hilfe durch Entschlackung
  • Hilfe durch neue Gewohnheiten
  • Hilfe durch Naturheilkunde
  • Hilfe durch Arzt und Medikamente
  • Hilfe durch den Partner
  • Hilfe durch Familie-Freunde-Gruppe
  • Hilfe in anderen Dimensionen (gemeint: religiös-spirituelle)


Mein Fazit: Für mich ist dieses Buch nach wie vor das Standardwerk im deutschsprachigen Raum zum Thema hormonelle Balance, insbesondere der hormonellen Selbsthilfe mit natürlichen Methoden für Frauen (ein entsprechendes Männerbuch wäre wünschenswert). Das Buch ist sehr umfangreich und umfassend und doch für Laien verständlich geschrieben. Dazu kommen viele Erfahrungen aus den angeschlossenen Selbsthilfegruppen. Hormonalle Dysbalance ist „Alarmstufe ROT“, doch oft noch im Bereich der Prophylaxe angesiedelt. Auch wenn das Eingreifen auf hormoneller Ebene sicher sehr viel Achtsamkeit bedarf und letztlich auch Unterstützung durch Heilpraktiker oder Naturmediziner erfordert, so ist eine Eigenkompetenz für den Laien doch überaus wichtig. Und das liefert dieses Buch in fundiertem Maße.

 

Wenn Körper und Gefühle Achterbahn spielen: Hormone natürlich ins Gleichgewicht bringen (Klick)

Dr. Lee und E. Bucher: Wie Männer stark bleiben

Untertitel: Natürlicher Hormonausgleich für Männer

Das Buch hat zwei Autoren. Die Übersetzerin und Co-Autorin Elisabeth Buchner hat das Buch nach dem Tod von Dr. Lee am 17. März 2003 mit eigenen Ergänzungen 2005 im Selbstverlag herausgegeben. Der Teil von Dr. Lee ist eine gute und vor allem notwendige Ergänzung zu seinem Hauptwerk „Natürliches Progesteron“ (> meine Buchbesprechung). Doch anders als das Buch in seinem Titel nahe legt, geht das Buch nicht um die hormonelle Verbesserung männlicher Potenz, sondern viel allgemeiner um Prostata-Probleme des Mannes und seine Krebsursachen. Dieses Thema kam in Dr. Lees Hauptwerk zu kurz und wäre eine gute Ergänzung zu diesem geworden, die Erweiterung um ein wichtiges Kapitel.

Dr. Lee geht in dem Buch drei große Themen und medizinische Missverständnisse an:

  • Testosteron rufe Prostatakrebs hervor (Quatsch!)
  • erhöhte Progesteron-Werte in der Prostata seien verantwortlich für Prostata-Krebs (Unsinn!)
  • die häufige Fehlinterpretation des PSA-Tests (Tumormarker) bei Prostata-Krebs (nicht zu Ende gedacht)

Darüber hinaus empfiehlt er gewisse Nahrungsergänzungen (Vitamine und Mineralien).

Ein weiteres großes Thema ist eine möglichst genaue und eher zurückhaltende Dosierung natürlicher Geschlechtshormone, immer mit dem Ziel, die Eigenproduktion anzuregen.

Zitate aus dem Buch zu Östrogendominanz auch bei Prostata-Krebs:

Es gibt beachtenswerte, neue Beweise dafür, dass besonders diejenigen Männer, die von Prostatakrebs betroffen sind, einen hohen Östradiolspiegel und niedrige Testosteronwerte haben. (S. 27)

Zum Progesteron bei Prostata-Krebs:

Also ist das Progesteron nicht die Ursache des Krebses, sondern ein wichtiger Notfall-Mechanismus vom Körper, um zu retten, was zu retten ist. (S. 59)

Als Schlussfolgerung daraus schreibt Dr. Lee:

Ein gesundes Gleichgewicht von Testosteron und Progesteron sollte das Ziel sein für jede vorbeugende und behandelnde Therapie im Kampf gegen Krebs schlechthin.
(S. 72 f.)

Die ergänzenden Texte von Frau Elisabeth Buchner

Lobenswert: Die Einfügungen und Ergänzungen von Frau Buchner sind schon vom Schriftbild her deutlich unterschieden. Sie machen – mit etwas naiven und überflüssigen Zeichnungen – gut die Hälfte des Buches aus. (Bei den Zeichnungen habe ich den Eindruck, ich werde als Mann für doof gehalten, dem man Bildchen malen muss, damit er überhaupt etwas kapiert). Ich schätze die Arbeiten von Frau Buchner sehr (> siehe meine Buchbesprechung). Ihr Beitrag zum „natürlichen Hormonausgleich für Männer“ (Untertitel) liest sich dann auch eher wie eine Ergänzung zu ihrem eigenen sehr empfehlenswerten Buch „Wenn Körper und Gefühle Achterbahn spielen“.

Dieses Buch „Wie Männer stark bleiben“ ist ein erster und unausgeglichener Beitrag für „männliches Hormonbewusstsein“. Als Ansatz sehr begrüßenswert, doch noch nicht wirklich gelungen, eher selbst unausgeglichen (2 Autoren, 2 mal Ergänzungscharakter).

Mein Fazit: Auch wenn das Buch durch die Ergänzungen von Frau Buchner an wissenschaftlicher Qualität eingebüßt hat, empfehle ich es doch. Es ist eine notwendige Ergänzung zum Hauptwerk von Dr. Lee „Natürliches Progesteron“. Hier wird vor allem das Thema der hormonellen Dysbalance bei Männern besprochen. Einen hormonellen, natürlichen Ausgleich zu schaffen, ist nicht nur für Frauen (Stichwort: PMS und Wechseljahre), sondern auch für Männer (Prostata-Probleme, Potenz) für die Gesundheit überaus wichtig. Und hier ist das Buch überaus hilfreich, auch mit sinnvoller Dosierung und Richtwerten von Dr. Lee. Ich kenne nichts Besseres, auch wenn der Titel eher irreführend ist.


Wie Männer stark bleiben: Natürlicher Hormonausgleich für Männer (Klick)

David Wolfe: Superfoods – die Medizin der Zukunft

Untertitel: Wie wir die machtvollsten Heiler unter den Nahrungsmitteln optimal nutzen


„In der Welt der Ernährung bricht ein neuer Tag an.“ (S. 9) Mit diesen Worten beginnt das Buch über Ernährung als Medizin der Zukunft. Es klingt fast so, als breche jetzt der 8. Schöpfungstag an. Nach den Höllenfahrten der Menschheit ermöglicht uns eine neue Ernährung, das Paradies wieder auf die Erde zu bringen. SUPERFOOD ist sozusagen paradiesische Nahrung, die kraftvolle Antwort auf unsere denaturierte, hohle Industrie-Ernährung, die innerlich längst tot ist, Ursache vieler Krankheiten – und keine Energienahrung mehr für die Zukunft.  Die Zeit ist überreif für eine WENDE, für einen NEUEN TAG in der Ernährung der Menschheit; der Autor ist ein weltweit anerkannter Ernährungs-Experte.

Was ist Superfood?

Grob gesagt liegen die Superfoods im Nahrungsspektrum ZWISCHEN Nahrungsmitteln und Heilpflanzen. Mit anderen Worten: Sie können Teil der täglichen Ernährung mit starkt heilsamen Kräften werden. Ganz wie Hippokrates schon gemahnt hat: Eure Nahrung möge eure Medizin und eure Medizin eure Nahrung sein. Es ist Zeit, diese Vision dieses großen Arztes des Altertums Wirklichkeit werden zu lassen.

Sie nähren uns im tiefsten Sinne des Wortes und sind deshalb die denkbar beste Ernährung für den heutigen „Superhelden“. (S. 11)
Mit Superfoods werden Sie Ihren Körper entschlacken und ohne große Willensanstrengung zu einer gesunden Ernährungsweise wechseln. Und schließlich ersparen die Superfoods Ihnen auch noch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln aus toten Vitaminen und Mineralien. (S. 12)

Eine zentrale Eigenschaft von Superfoods ist ihre Nährstoffdichte. Sie sind sozusagen keine Monokultur, sondern ein natürlicher Nahrungskomplex von Eiweißen Mineralstoffen, Antioxidanzien, essentielle Amonisäuren, Vitamine, Enzyme, essentielle Fettsäuren Polysaccharide und mehr. 

Sie ermöglichen eine gesundheitliche Wende im Leben (oft nach chronischen Schmerzen), bauen das Immunsystem neu auf, helfen zu entgiften, zu entschlacken zu entsäuern und langfristig und nachhaltig abzunehmen. Kurz: Sie sind die ideale Ernährung in der heutigen Zeit.

Die 17 Superfoods

Der Autor David Wolfe (im heldenhaften Kampf gegen den Goliath der Nahrungsmitzelindustrie – Lebensvergiftungs-Industrie?) bespricht 10 plus 7 Superfoods, die Top 10 und die in der zweiten Reihe:

Die Top Ten:
  • Goji-Beeren
  • Kakao
  • Maca
  • Bienenprodukte (die Ur-Superfoods)
  • Spirulina
  • die blaugrüne Alge AFA
  • die Urnahrung vom Lake Klamath in Oregon
  • Meeres-Phytonplankton
  • Aleo vera
  • Hanfsamen
  • Kokosnuss
Die zweite Reihe:
  • Acai
  • Camu-Camu-Frucht
  • Chlorella-Algen
  • Physalis
  • Kelp
  • Noni
  • Yacon

Das Buch ist voll von Rezepten und auch Anbau, wo es klimatisch möglich ist. 

Mein Fazit: Das Buch ist ein Super-Buch, so dicht an geistiger Nahrung wie die besprochenen Superfood-Geschenke von Mutter Natur selbst.

Jedes besprochene Superfood macht in seiner Wesens-Darstellung und Rezeptideen Appetit auf eine fundamentale Nahrungsumstellung, die wirklich an die WURZELN unserer heutigen Fehlernährung geht.

Der umfangreiche Anhang ist sozusagen der dritte Teil des Buches: wissenschaftliche Studien, Auswertung der Inhaltsstoffe, Rezeptzutaten, Bezugsquellen.

Ich bin sicher, das dieses Buch bald ein Standardwerk über Superfood werden wird. Es hat das ganze Potenzial dazu.


 


David Wolfe: Superfoods – die Medizin der Zukunft: Wie wir die machtvollsten Heiler unter den Nahrungsmitteln optimal nutzen (Klick)

 

Ursula Erbacher: Vernetzte Phythotherapie

Untertitel: Eine Synthese von moderner Forschung und überlieferter Erfahrung


Das Buch ist zwar schon 2006 erschienen, scheint mir aber in seinem Bereich nach wie vor ein Klassiker zu sein, war seinerzeit jedenfalls bahnbrechend.

Die Kräuterheilkunde der Traditionellen Abendländischen Medizin (TAM) bekommt in unserer Zeit endlich wieder die Anerkennung, die ihr gebührt. Und dazu hat dieses reichlich bebilderte Büchlein sicher auch seinen Beitrag geleistet. Es ist kein Lehrbuch, sondern ein Handbuch, das nicht nur in der grundsätzlichen Einleitung, sondern auch in er Kurzcharakteristik der einzelnen Heilpflanzen essentiell auf den Punkt kommt. Insofern ist es auch in für den (der Spagyrik oder Anthroposophie gegenüber aufgeschlossenen) Laien hilfreicher Wegbegleiter.

Die Synthese

Jede Kultur hat ihre Urväter, in unserer abendländischen Kultur ist es zweifellos HERMES Trismegistos, der dreifache Meister. Er war eine Legende in der ägyptischen Kultur, manche verbinden ihn mit dem biblischen Namen „Moses“ und war auch im klassischen Altertum als der Götterbote Hermes oder Mercurius hoch angesehen. Es war wohl vor allem Paracelsus, der als Universalgenie diese alchemischen Lehren in die Neuzeit gerettet und weiterentwickelt hat. Bei ihm waren Medizin, Alchemie und Astrologie noch eins. Daran knüpft das Buch an und verbindet diese traditionelle Weisheit mit moderner Phytotherapie.

Ganz im Sinne der Alten werden in diesem Buch die Heilpflanzen nicht nur mit ihrer pharmakologischen Wirkungsweise, Botanik und Herkunft betrachtet, sondern nach ihrer Zuordnung zu den Denksystemen

 

  • der Signaturenlehre,
  • der Planetenkräfte,
  • der Keimblattentwicklung und
  • dem biosynthetischen Ansatz (S. 10)

Für mich herausragend (richtig spannend) war hierbei der Zusammenhang der Keimblattentwicklung im Sinne von embryologischen Organisationsprinzipien und der biosynthetischen Sichtweise. Kostbarkeiten!

Die 20 besprochenen heimischen Heilpflanzen:

Jede dieser Heilpflanzen wird punktgenau in ihren Aspekten besprochen
(einschließlich eines tabellarischen Überblicks über die „Systematik der Wirkprinzipien“):

  • Botanik und Herkunft
  • Inhalt und Hauptwirkstoffe
  • Pharmakologie und Toxizität
  • Wirkung und Anwendung
  • Keimschicht und Organe (!)
  • Signatur und Wesen
  • Planetenkräfte und Qualität
  • Dosierung und Rezepturen

Ein sehr schöner Reiseführer auf unserm Seelenweg, der uns auf Seelenebene mit den wichtigsten heimischen Heilpflanzen verbindet:

  • Birke
  • Brennnessel
  • Efeu
  • Gänsefingerkraut
  • Holunder
  • Johanniskraut
  • Kamille
  • Lavendel
  • Löwenzahn
  • Mariendistel
  • Mistel
  • Schachtelhalm
  • (bittere) Schlefenblume
  • Steinklee
  • Süßholzwurzel
  • Tausendgüldenkraut
  • Thymian
  • Wachholder
  • Weißdorn
  • Wermut

Die Widmung der Autorin für mich möchte ich an alle Leserinnen meiner Rezension weiter geben:

„Mögen sich die Geheimnisse des Lebens durch das Wesen und die Signaturen von Pflanzen, Menschen und Dingen erschließen.“

Der Verlag hat – und das ist der vollständigkeitshalber auch zu erwähnen – zu einzelnen Heilpflanzen kontextbezogene Produktwerbung geschaltet. Nachdem ich – nach erster Irritation – dann die Schätze des Buches entdeckt hatte, wurden die werbenden Hinweise für mich eher ein guter Kundenservice für den Leser. Denn wer hier etwas für sich entdeckt hat, der findet in seiner Apotheke sicher schnell ein apothekenpflichtiges, pharmakologisches Produkt zur „Selbstmedikation“ in Absprache mit dem Apotheker.

Es sollte dann aber auch erwähnt sein, dass es auch entsprechende spagyrische und homöopathische Heilpflanzen-Essenzen gibt, die es dann aber eher selten in der Apotheke um die Ecke gibt.


Ursula Erbacher: Vernetzte Phytotherapie: Eine Synthese von moderner Forschung und überlieferter Erfahrung (Klick)

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