Flor G. Schmidt: Wildkräutermärchen

Untertitel: Von Sonnenhut, Augentrost und vielen anderen (Mit 15 Kräuterportraits), illustriert von Sibylle Schäfer

Ein wundervolles, märchenhaftes Buch. Ich weiß jetzt schon: Mein Lobpreis des Buches in höchsten Tönen wird ihm immer noch nicht gerecht werden können.

Die Autorin stellt 9 bekannte Heilpflanzen in der Form eines Märchens dar: der Rote Sonnenhut, der Salbei, die Engelwurz, die Arnika, die Kamille, der Baldrian, der Wehrmut, der Augentrost und die Wildrose. Jedes dieser bekannten Heilpflanzen wird uns in einem Märchen dargestellt, das seine Wesenseigenschaften deutlich heraus stellt. Das ist nicht nur ein „literarischer Trick“, die Autorin ist wirklich eine begnadete Märchenerzählerin. Mir waren an vielen Stellen die Tränen in den Augen.

Die Autorin schreibt dazu:

Das Wort „Märchen“ kommt aus dem mittelhochdeutschen „maere“ und wird mit „Kunde, Nachricht“ oder „Bericht“ übersetzt. … Sie sind die Sprache der Seele, die eine allumfassende Wahrheit aufweist. Kinder lassen sich davon berühren, da sie der geistigen Welt im allgemeinen noch näher verbunden sind. Erwachsene finden meist erst wieder dahin zurück, wenn sie sich auf die Suche begeben und sich aufs neue für diese Welt öffnen. Märchen sind wahrhaftig, jedoch auf einer anderen Ebene. Sie sind die Essenz einer Spiritualität, die sich durch ihre Inhalte allgemeinverständlich auszudrücken weiß. (S. 8)

Das Buch befragt und enthüllt die Seele der Heilpflanzen und ordnet sie in das energetische Chakrensystem ein. Es ist also mehr als nur ein Märchenbuch. Neben den oben genannten werden weitere 6 in der Kurzcharakteristik der Kräuterportrains aufgenommen, die mehr als nur lexikalisch formuliert sind. Es enthält sogar Anregungen aus der „Rezeptewelt“.

Zur Verbindung der Heilpflanzen mit dem System der Chakren schreibt die Autorin:

Meine Motivation, eine Pflanze mit einem Chakra in Verbindung zu setzen, besteht darin – ähnlich wie im feinstofflichen Bereich, beispielsweise der Heilimagination -, die Kräfte einer Pflanze bei einer energetischen Behandlung gedanklich mit einzubeziehen. (S. 8)


Mein Fazit: Ich kann mir kaum ein besseres Buch vorstellen, Kinder über dieses Märchenbuch mit der Welt der Heilkräuter vertraut zu machen. Jedes einzelne der acht Märchen regt durchaus die Phantasie an, sich die Märchen weiter zu erzählen.
Ja, es gehört in die Hände von Kindern, gerade kranke Kinder, die z.B. „Echinacea“ bei einer Erkältung verschrieben und dann das Märchen vom „Roten Sonnenhut“ vorgelesen bekommen. Vollkommen! So können Kinder gleich vom Wesen einer Phythotherapie märchenhaft ergreifend eingeführt werden.
Auch Erwachsene, die bestimmte Heilessenzen nicht einfach nur „schlucken“, sondern sich mit dem Wesen der Medizin verbinden wollen, sind diese „Wildkräutermärchen“ eine vollkommene Hilfe. Erst nachdem dieses Buch erschienen ist, ahnen wir, dass es eine schon lange existierende Lücke im Regal unserer Kinder und Enkel, in unser Hausapotheke füllt. Herzlichen Dank, Flor!

 

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Die Leseprobe des Verlags (Klick)

 

 


Flor G. Schmidt: Wildkräutermärchen: Von Sonnenhut, Augentrost und vielen anderen – Mit 15 Kräuterportäts (Klick)

Lackner / Strasse: Spagyrik in Balance

Band 2 mit dem Titel: Hormone in Balance

 

Das kleine Büchlein der Autoren Roland Lackner und Olivier Stasse hat es doch in sich! Es ist der zweite Band einer Reihe „Spagyrik in Balance“ und behandelt das immer dringender werdende hormoneller Dysbalance und die Möglichkeiten der Spagyrik zur Wieder-Harmonisierung.

Das Buch ist eng gekoppelt an die Firma Phylak Sachsen als Hersteller der hier empfohlenen spagyrischen Mischungen, ohne eine reine Werbebroschüre zu sein. Das ist für mich verständlich, da mehr noch als in der Homöopathie die spagyrischen Essenzen nicht nur von der Rezeptur abhängen, sondern auch vom Hersteller und dem Herstellungsprozess selbst. Sie sind Teil des alchemischen Prozesses und entscheidender Teil seiner Qualität.

Das Motto der Autoren, die schon einige Bücher in dieser Thematik zusammen geschrieben haben (siehe unten):

Hormonstörungen haben extrem zugenommen im täglichen Praxisalltag. Der Mensch, der aus seinem inneren (hormonellen) und äußeren Gleichgewicht gekommen ist, ost Symbol für eine Gesellschaft, die nicht mehr in Zusammenhängen denken kann, und deshalb stark gefährdet ist, fatalistisches Gedankengut als „normal zu betrachten. Der Mensch als Einheit von Körper, Geist und Seele wird dann ebenso wenig wahrgenommen wie der Mensch als Teil des kosmischen Ganzen, dessen Handeln Auswirkungen auf die ganze Welt und letztlich wieder auf sich selbst hat. (S. 5)

Die Autoren thematisieren die hormonelle Balance nicht nur vom körperlichen Aspekt her, sondern auch vom geistigen und seelischen. Klar, das ist ja das Kennzeichen der auf Paracelsus zuruck führenden Spagyrik, Körper, Geist und Seele als Einheit zu behandeln. Die Autoren kombinieren deshalb spagyrische Impulse mit Kineseologie-Übungen zur Aktivierung von Hormondrüsen und ihre Chakra-Aktivierung. Und wie es schon in der Homöopathie bekannt ist, ist die Dosierung entscheidend, auf welcher Ebene sie wirksam ist.

Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Dosierung, desto feinstofflicher die Wirkung. (S. 12)
Wenn Sie der Meinung sind, Sie bräuchten eine stärkere Wirkung, wird hier die Frequenz der Gabe erhöht und nicht die Dosierung. (S. 11)

Alle Themen des Buches sind angenehm kurz zusammengefasst, so dass es auch unabhängig von der Spagyrik eine gute Einführung in die Thematik hormoneller Dysbalance ist.

Die Themen sind (einschließlich der Einführung):

  • Spagyrik als von Paracelsus begründete traditionelle abendländische Heilmethode
  • Geistige und seelische Aspekte von Krankheiten nach Dr. Zimpel
  • Dosierungs-Schlüssel (auch in der Fibonacci-Folge)
  • Invocatio Dei (Anrufung Gottes) im spagyrischen Heilungsprozess
  • Kinesiologie als flankierende Maßnahme
  • Die Entsprechung von Hormondrüsen – Pflanzen – Chakren
  • Die wichtigsten energetischen Themen bei hormonellen Störungen
  • Die Befreiung aus Abhängigkeiten und „Sklaverei“ (Opferhaltung)
  • Die Schilddrüse als „launisches Organ“
  • Autoaggressionskrankheiten einschließlich Hashimoto
  • Burn-out auch als hormonelles Problem
  • Die Erfüllung es Kinderwunsches
  • Wechseljahres-Beschwerden „energetisch und körperlich gut begleiten
  • Siebenjahres-Zyklen und die Öffnung der Chakren

Die Autoren plädieren unbedingt für einen ganzheitlichen Ansatz. Selbst die Vorstellung, gegen alle Malässen sei ein Kraut gewachsen, ist zu einseitig.

Die Symptome einfach wegzuzaubern mit Phytohormonen ist eher kontraproduktiv, da auch hier wieder eine Illusion geschaffen wird, dass alles in Ordnung ist. Und die Symptome, die ja auch Botschaften Ihres Körpers sind, nicht mehr gehört werden können. (S. 79)

r-pfeil-reMein Fazit: Ein sehr kompaktes Büchlein mit vielen essentiellen Aussagen – in seiner Art ganz „spagyrisch“.
Es ist hilfreich für sehr bewusste Patienten, die bereits einen Zugang zur Alchemie und Spagyrik haben. Obwohl die Autoren von einer unbedachten Selbstmedikation bei massiven hormonellen Störungen dringend abraten. Im Zweifelsfalle sei immer ein therapeutisch ausgebidete Kraft zu Rate zu ziehen.
Ich schätze, das Büchlein ist vor allem eine gute Einstiegslektüre für Heilpraktiker, die sich auch aufgefordert fühlen, ihren Beitrag zur Wende gegen das Elend hormoneller Entgleisungen leisten wollen. Es gibt gerade hier Alternative zu den ausschließlich Ärzten vorbehaltenen „bioidentischen Hormonen“. Die Spagyrik ist dabei ein kaum noch erkannte Möglichkeit, bestimmt so wirkungsvoll wie die Homöopathie. Sie sind seelenverwandt, die Spagyrik eher die ältere, große Schwester. Noch hat die Spagyrik nicht ernst zu nehmende Narrenfreiheit von Seiten der Schulmedizin.


Roland Lackner und Olivier Stasse: Spagyrik in Balance – Band 2: Hormone in Balance (Klick)

Die Hompage der Autoren (Klick)


Meine eigene Arbeit zur Yamswurzel

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und einer spagyrisch veredelten Yamscreme

„Das Natur-Wunder Yamswurzel (Yams)“

  • ihr Natur-Geschenk als Kultur-Pflanze und Grund-Lebensmittel
  • ihre Wieder-Geburt als alte Heil-Pflanze in der Frauenheilkunde
  • ihre biomedizinische Ver-Wendung gegen Progesteron-Mangel
  • ihre spirituelle An-Erkennung als Licht-Wurzel
  • ihr Durchbruch in der natürliche Gesundheits-Vorsorge

PDF, 9 Seiten

> zum Download (Klick)

Hartkemeyer: Die Yams Dioscorea batatas

Untertitel: Geschichtliche, botanischer und gesundheitliche Aspekte der Lichtyamswurzel


Es war nicht einfach, dieses Kleinod der Autoren Dr. Tobias und Julia Hartkemeyer aufzustöbern.
Bei meinen eigenen Arbeiten über die Yamswurzel (mein Artikel siehe unten) war ich auf der Suche nach wissenschaftlich fundiertem Hintergrundwissen zur Yams. Ich war einigermaßen erstaunt, zu dieser großen Kulturpflanze der Menschheit so gut wie kein Buch zu finden, um so wichtiger also dieses Kleinod als offensichtlich weit und breit kompetentestes! Es hat auch ein beeindruckendes Literaturverzeichnis und scheint mir das aktuelle wissenschaftliche Standardwerk zu sein.

Im Grunde gibt es traditionell zwei große YAMS-Zentren der Welt: der südamerikanische Raum mit der vor allem medizinisch verwendeten Yams und der asiatischen Yams als Grundnahrungsmittel.

Auch wenn die Autoren sich auf die spezielle asiatische Art der Yamswurzel „Dioscorea batatas“ spezialisiert haben, gibt es auch sehr interessante allgemeine Informationen über Ursprung und Ausbreitung der YAMS.

Die Zukunft der Lichtwurzel im Anbaugebiet Europa

Die Autoren reflektieren in dem Buch auch die ganze Ernährungspropblematik und die Möglichkeit des ökologischen Anbaus in Europa mit klaren Qualitätskriterien, einschließlich der Frage, was wirkliche LEBENS-Mittel sind.

Die Autoren beziehen sich auf Äußerungen des Anthroposophen Rudolf Steiner, der 1924 empfohlen hat, dass die YAMS die Kartoffel aus Hauptnahrungsmittel ersetzen möge, weil sie als Lebensmittel über ein ganz anderes spirituelles Potenzial verfügt. Im weiteren entfalten die Autoren die Thematik „aus anthroposophischer Sicht“. Das Buch stellt dabei auch die „pharmakologische Bedeutung“ der Yams Dioscorea batatas heraus, ihre Wirkung also als Heilpflanze.

Inzwischen ist der Begriff „Lichtwurzel“ von der Ludolf Andreas GmbH (Andreashof) für den biodynamischen Anbau der Anthroposophen (wie für DEMETER) warenrechtlich geschützt.

Bezug: > Der Andreashof in Überlingen (Klick)


Dr. Thobias und Julia Hartkemeyer: Die Yams Dioscorea batatas: Geschichtliche, botanische, und gesundheitliche Aspekte zur Lichtyamswurzel (Klick)


Meine eigene Arbeit zur Yamswurzel:

„Das Natur-Wunder Yamswurzel (Yams)“

  • ihr Natur-Geschenk als Kultur-Pflanze und Grund-Lebensmittel
  • ihre Wieder-Geburt als alte Heil-Pflanze in der Frauenheilkunde
  • ihre biomedizinische Ver-Wendung gegen Progesteron-Mangel
  • ihre spirituelle An-Erkennung als Licht-Wurzel
  • ihr Durchbruch in der natürliche Gesundheits-Vorsorge

PDF, 9 Seiten

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Uwe Kapfer: KREBS GO HOME

Untertitel: Friedensverhandlungen mit Körper, Geist und Seele


Der Titel wird dem Buch eigentlich gar nicht richtig gerecht. Er signalisiert vom Verlag „verkaufstechnisch“, dass es sich um ein Krebsheilbuch handelt. Der Untertitel „Friedensverhandlungen“ trifft den Inhalt viel genauer. Denn der Autor selbst hat, bevor er sich vom Krebs als Krankheit verabschiedet hat, schon lange vor dem WORT „Krebs“ verabschiedet und verwendet ihn möglichst nicht. K-R-E-B-S definiert er einfach um in „Kein Risiko, sondern Eine Besondere Situation“. Und seinen eigenen Nierentumor hat der den Kosename gegeben: „Lucky“ (der Glückliche). Denn, was ist unsere erste Assoziation, wenn wir an das Wort „Krebs“ denken? Genau: BEKÄMPFEN! – und genau von dieser Denke verabschiedet sich das Buch.

Wer schon etwas bewusster ist, der stellt sich die Frage: Soll ich meinen Krebs bekämpfen oder lieben? (Liebet eure Feinde!) Das Buch gibt die Antwort.

Der Autor Uwe Kapfer war selbst bei der Bundeswehr Berufssoldat in höchster Laufbahn und hat sich selbst von dem „Kriegshandwerk“ 31.12.2001 verabschiedet („ehrenhafte Entlassung“) und ist ins Zivilleben übergewechselt. Er weiß, dass Kriegführen nur zu Leid und Elend führt, am Ende im besten Falle zu faulen Kompromissen. Im Krieg gibt es immer (mindestens) ZWEI Parteien, für den Frieden braucht es nur EINEN. Frieden schaffen wir nur in uns selbst – und das gilt auch für einen „Weckruf Krebs“. Er ist kein Feind, sondern Teil unseres Körpers. „FRIEDE sei mit dir!“ Das gilt auch und gerade im Umgang mit dem eigenen Tumor („Geschwulzt“).

Mein Weg ist ab heute der Weg des Friedens. (S. 58)

Wenn Krieg herrscht, so meine Erfahrung, regiert immer das Ego. (S. 88)
Mehr und mehr sah ich meine Diagnose nicht als Kriegsaufforderung, sondern als eine Einladung für einen liebevollen Weg. Dieser Gedanke gewann zunehmend an Kraft und Raum. (S. 94)

Die Verhandlungspartner

Der Autorsetzt an dem Havard-Konzept der friedlichen Konfliktlösung an (S. 97 – 107):

  • Sachlich bleiben und nicht persönlich werden!
  • Konzentrierung auf die wahren Interessen aller!
  • Entscheidungsalternativen (Plan B) parat haben!
  • Kein Gemauschel, sondern objektive Entscheidungs-Kriterien.

Es dauert einige Zeit, bis alle Verhandlungs-Partner und Verbündete (! – es sind ja keine Gegner) bereit sind, sich an einen Tisch zu setzen:

  • Der Körper als der wirklich leidtragende. Die Mehrheit der Körperzellen sind ja gesund und wollen Heilung, schreien um Hilfe.
  • Lucky, der Tumor selbst, der ja auch kein wonnevolles Leben führt, Ausgeburt von Angst und Psycho-Schatten ist.
  • Der Geist (im Sinne von Verstand), der nüchtern und realistisch analysiert (wenn er auch weitgehend in der Vergangenheit und Zukunft zu Hause ist, doch auch das gehört dazu.
  • Das EGO, der problematischste Partner, der ängstliche Kontrollfreak, der die obigen Partner unter Kontrolle zu haben scheint.
  • Das innere Kind (ihm ist das Buch gewidmet), das als verletztes Kind den Schutzpanzer EGO erst ermöglicht hat. Mit seiner Heilung kommen die anderen Partner so richtig ins Spiel:
  • Der Herz als das Zentrum der Lebenskraft, der Liebe und des Friedens.
  • Die Seele als das göttliche Vertrauenszentrum.

Immer dabei ist auch das „Ich-Selbst“ (ohne benannt worden zu sein), der als Koordinator und Moderator alle Parteien zusammen bringt.

Es hat etwas von sehr tiefsinniger und praktischer Lebensphilosophie, ohne als solches ausgegeben zu sein. Es ist so schön differenziert, wie ich es kaum in einem Philosophiebuch gelesen haben (S. 109 – 1179 Ich nehme mich seitdem viel differenzierter wahr.

Es ist sehr erkenntnisreich, wie unterschiedlich sich dann die Sichtweise der einzelnen Verbündeten im Laufe der Verhandlungen verändern, von Statements, Bedürfnissen und Interessen, Taktiken, im Dialog selbst bis hin zu einstimmigen (!) Entscheidungen.

Die Wende im Leben

Am Ende will ich den Autor noch mehr selbst zu Wort kommen lassen:

Rückblickend würde ich sogar sagen, so paradox es auch klingen mag, dass der Tumor, Lucky, fast schon ein Glücksfall für mich war. Führte ich vorher ein Dasein als Funktionierer, Perfektionierer, immer auf der Suche nach Anerkennung, bin ich heute ein Finder auf dem Weg zu mir und zu meinem Herzen. Meine Lebensqualität hat sich verändert, wurde bereichert um eine größere Bandbreite an gelebten Emotionen. Mein Leben findet mehr im Hier und Jetzt statt, mehr als jemals zuvor – und all das verdanke ich Lucky. (S. 217)

Eine zentrale Erkenntnis des Autoren ist:

Jede Krebserkrankung ist so individuell wie der Mensch, der die Diagnose erhält. (S. 217)

Und um diesen Gedanken fortzusetzen: Jede Heilung ist so individuell wie der Mensch selbst. Auch wenn der Autor sich selbst nicht als Ratgeber verstehen will, so ist der doch ein Wegweiser:

Suchen Sie keinen Guru oder den allwissenden Problemlöser, suchen Sie den Weg zu sich selbst und machen Sie sich auf diesen Weg. Alle Antworten sind in Ihnen. (S. 218)

r-pfeil-reMein Fazit: Obwohl das Buch ein Sachbuch ist, ist es sehr spannend und lebendig geschrieben, fast schon wie ein Krimi zu lesen: Wie geht des jetzt weiter? Was sind die nächsten Schritte? Wie verhalten sich die die unterschiedlichen Charaktere (Teilnehmer der Verhandlung)? Und ich verrate das Ergebnis bewusst nicht.
Das Buch ist auch der Schulmedizin gegenüber nicht „feindlich“ gesonnen, das würde dem Wesen des Buches völlig widersprechen. Es gibt keine Feinde, nur Kooperationspartner, die man selbstbewusst einsetzt.
Das Buch ist ein richtiges Paradebeispiel für das große Thema: Mentaltraining und Heilung. Der Autor ist in seinem „2. Leben“ nach der Bundeswehr Seminarleiter, für den Mentaltraining zum Grundhandwerk gehört. Er ist sehr kreativ in der Entwicklung von wirksamen Übungen, 19 insgesamt.
Das Buch ist weit über den Kreis Krebsbetroffener empfehlenswert. Es ist ein Buch mit viel und klar strukturierter, zielorientierter männlicher Energie, eingebettet in weiblicher Energie des Loslassens, Akzeptierens, Vergebens, der Herzenergie. Es ist ein Tanz männlicher und weiblicher Energie, und das braucht es in JEDEM Heilungsprozess. Vom Krebs betroffene Männer werden zu diesem Buch einen guten Zugang haben, weil der „generalstabsmäßige Umgang“ mit einem Problem typisch Mann ist. Und genau das bietet das Buch. Ich wünsche diesen Männern, dass das Buch sie irgendwie erreicht. Bei Frauen, deren weibliche Energie zu dominant ist, werden durch das Buch auch ihre inneren männlichen Energien genährt finden. Das ist auch für Frauen sehr heilsam auf dem Heilungsweg.
Empfehlen möchte ich das Buch gerade auch denjenigen, die ANGST vor Krebs haben. Das Buch kann die Angst handhabbar reduzieren. Und wenn dann doch die DIAGNOSE Krebs ereilt, ist man mit dem Buch und gleich dem ersten Kapitel gut gewappnet.

Neben Glück und Liebe ist sicher FRIEDEN ein großer Faktor für die Zukunft der Menschheit. Für mich ist dieses Buch ein exemplarisches Friedensbuch für die Zukunft der Menschheit; ja, so weit würde ich in meinem Lobpreis des Buches gehen! 

Es ist unsere ganz eigene Entscheidung, ob wir im Frieden mit uns selbst leben wollen oder im Kriegszustand. (S. 15)


Bei Amazon kaufen untder dem Link: Krebs go home: Friedensverhandlungen mit Körper, Geist und Seele (Klick)

 


 

Das Interview zum Buch von Veit Lindau mit dem Autor Uwe Kapfer:

Thomas Bach: Diagnose Krebs – und nun?

Untertitel: Ein Begleiter auf dem Weg der Genesung


Der Autor Thomas Bach hat 15 Jahre in einer Klink als Psychoonkologe gearbeitet und hat heute seine eigene Praxis. Ich erwähne es bewusst, weil das Buch aus jahrelanger therapeutischer Praxis geboren ist und – wie der Untertitel es zutreffend ausdrückt – wirklich ein praktischer Begleiter auf dem Weg zur Genesung aus einer Krebskrankheit ist. Das Buch enthält gar nicht SO viele Übungen, doch es sind die wirklich Wesentlichen, die man auf dem Weg der psychischen Selbstbestimmung meistern sollte.

Was aber ist überhaupt „Psychoonkologie“?  Inzwischen spricht sich langsam herum, dass eine Krebserkrankung keine rein genetische und erbliche Belastung und genetische Deformation ist, sondern immer auch Ausdruck seelischer Störungen. So hat sie inzwischen eine Psychoonkologie gebildet, die die Ursache des Krebsgeschehens in seelischen Problemen sucht und mehr noch Krebs als eine Herausforderung seelischen Wachstums betrachtet. Gott sei Dank hat sich inzwischen auch eine „Epigenetik“ entwickelt, die unsere Gene als viel modulierbarer erkannt hat als die starre alte Genetik. In diesem Sinne ist Krebs in dieser Denkrichtung epigenetisch verstanden, Heilungsaussichten einschließend durch Psychotherapie („Psychoonkologie“).

Das Buch hat zwei Teile, die sich wirklich gravierend unterscheiden: 1. Psychoonkologische Betrachtungen (sich ein starkes und gesundes EGO schaffen) und 2. „Der Sprung über den Abyssos“ (das EGO loslassen und sich der nondualen Urquelle überlassen).

Teil 1: Sich ein gesundes EGO schaffen

Es gibt psychologisch gesehen einen „Krebstyp“: Es sind Menschen, die sich selbst vergessen und sich an andere anpassen, sich für deren Bedürfnisse einsetzten. Es sind Menschen mit einem sehr schwachen „Ich“, die ihre eigenen Bedürfnisse kaum kennen und erst recht nicht durchsetzen. Vor allem an diese Menschen richtet sich der erste Teil mit Sichtweisen und Übungen, die helfen, sich ein gesundes EGO zu erschaffen, sich sozusagen als selbstbewusster, krebsfreier Mensch neu zu erfinden.

Hierzu gehören:

  • Nicht sofort panikartig zu reagieren (auch wenn man von Ärzten unter Druck gesetzt wird), sondern anzuhalten und sich zurück ziehen („Retreat“), um aus einem Abstand heraus sinnvoll das Heft in die eigenen Hände zu nehmen (der Samen der Selbst-Heilung)
  • Angst machende Konzepte und Glaubenssätze über Krebs und Krebsbehandlung loszulassen (Vergebung Ärzten gegenüber, die schon ein Todesurteil ausgesprochen haben)
  • Schon ein geheiltes, krebsfreies Leben zu visualisieren („Zurück aus der Zukunft“)
  • Den eigenen Lebensraum und Lebenszeit der Heilung einzufordern (gegen einen falsch verstandenen Egoismus)
  • Die Reise zum inneren Kind aufzunehmen (Atemübung und Meditation)
  • Eigene Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen
  • Die Verstehbarkeit für den höhere Sinn einer Krankheit anzunehmen (Botschaft des Körpers)
  • Die Genesung selbst in die eigenen Hände zu nehmen (Handhabbarkeit)
  • Das SEIN und die LIEBE als Gundenergie des Lebens zu entdecken
  • „Den Tumor zerlieben“ (geniale Formulierung!), ihm Licht und Liebe zu schicken
  • Sich mit „Gevatter Tod“ auseinander zu setzen (wer leben will, muss erst sterben lernen)
  • Das Leben so in Ordnung zu bringen, dass man jederzeit gehen kann, ohne Unerledigtes zu hinterlassen
  • Sich vom Gefühl der lebenslangen Überforderung und der daraus folgenden Lebensmüdigkeit zu befreien
  • Ehrlich anderen Menschen seine Bedürfnisse und Meinungen mitzuteilen und aus dem „Schongang“ heraus zu kommen
  • Sich zu lösen aus dem Dramadreieck Täter – Opfer – Retter bzw. Angriff, Verurteilung und Abwertung (nach Eric Berne)
  • Gewaltfreie Kommunikation zu üben (nach Rosenberg)
  • Nicht gegen die Realität zu kämpfen, sondern anzunehmen, was ist; sogar zum Krebs zu sagen: „Ja, auch du gehörst dazu!“ (Krebs drückt einen Lebenskonflikt aus, der erkannt werden will, die „Botschaft der Krankheit“)
  • Nicht von Tumor oder Krebs zu sprechen, sondern vom „Genesungsbereich“

Was für ein psychologisch fundiertes Heilungs-Programm! Damit ist der erste Teil des Buches beendet, der zweite Teil nicht unbedingt notwendig. Der Autor schreibt:

Im zweiten Teil des Buches möchte ich Sie auf eine Reise in die tieferen Schichten der Existenz führen. Falls Sie daran kein Interesse haben, wünsche ich Ihnen an dieser Stelle alles Gute! (S. 59)

Teil 2: Das EGO loslassen und sich der Urquelle überlassen

Der Titel dieses Teil ist auf Anhieb nicht verständlich: „Der Sprung über die Abyssos“. Es geht dabei im doppelten Sinne um SPRUNG: einerseits den „Sprung über den Abgrund“ (Abyssos) und andererseits den „Sprung in der Schüssel“ finden, den Ur-Sprung „allen Übels“. Es geht im spirituelle Lebensphilosophie hinter dem Schleier der Illusionen, über

  • die wirkliche Wirklichkeit
  • Bewustheit
  • Leere und Stille
  • Leben im Hier und Jetzt (nach Eckhart Tolle)
  • Zurück zum Ur-Sprung (!) und den Nichts davor
  • Urquelle
  • Nicht-Dualität
  • Avaita: die Schöpfung ist eine Illusion
  • Trennung, Schuld und Vergebung sind Illusionen
  • das Ego auflösen

Es macht wenig Sinn, diese hier sehr essentiell referierte Lebensphilosophie (nach Avaita, Buddhismus, griechische Philosophie, Gnostik) nachzuerzählen. Der Autor schreibt auch, dass dies nicht die „letzte Wahrheit“ ist, sondern ein mentales Konzept. Ob der Leser es so teilt oder nicht, ist nebensählich. Es geht in der Auseinandersetzung damit seine eigene (wahrscheinlich unbewusste) Lebensphilosophie zu erkennen und bewusst zu einer heilsamen Lebensphilosophie im Prozess der Genesung zu finden. Was kommt dabei heraus kommt:

Im besten Falle erkennen Sie, dass wahre Heilung mit dem Frieden im eigenen Herzen anfängt. (S. 90)

Mein Fazit: Ein enorm starkes Buch, das bis in die letzte Konsequenz geht, das Einswerden mit dem Göttlichen als „ultima ratio“ für die Heilung. Wer seinen eigenen Heilungsplan aus der Lebenskrise Krebs erstellen will, für den ist dieses Buch eine großartige Herausforderung. Jeder Heilungs-Weg ist individuell, und so macht es wenig Sinn, den Weg des Buches 1 zu 1 zu kopieren. Heißt es so schön: Wer seinen eigenen Heilungsweg gehen will, darf andere nicht nach dem Weg fragen. DOCH einen fundierten und hochwertigen Plan zu haben, an dem man sich abarbeitet, um seinen eigenen Plan zu entwickeln, ist ein echtes Geschenk: Was ist für mich stimmig? Was modifiziere ich an Übungen? Was ist für mich fremd und eine Herausforderung? Das könnten schon wichtige Fragen mit der ARBEIT an dem Buch sein, um seinen ganz persönlichen Heilungsplan zu entwickeln. Es ist leicht in ein paar Stunden zu lesen (90 Seiten) und bringt das Wesentliche aus der Sicht der Seele auf den Punkt.

John R. Lee: Natürliches Progesteron

Untertitel: Ein bemerkenswertes Hormon

Es ist sicher keine Übertreibung zu sagen: Das Buch hat eine Revolution in der Behandlung mit natürlichen Hormonen ausgelöst. Dr. Lee ist der „Pionier“ einer Wende in der bio-medizinischen Hormontherapie. Er war wohl der erste, der die hormonelle Disbalance erkannte und den Begriff der „Östrogendominanz“ vorschlug (S. 64). „Mein Hauptanliegen ist zu vermitteln, dass Progesteronmangel bzw. Östrogendominanz erkannt wird und mit Zufuhr von natürlichem Progesteron ganz einfach behandelt werden kann.“ (S. 72)
Das Buch erschien 1993 in Amerika und wurde bereits 1997 ins Deutsche übertragen. Wenn sich auch heute noch Alternativ-Mediziner auf natürliche Hormone beziehen, dann weisen sie immer auf dieses Buch zurück. Es ist zweifellos ein Fachbuch und für einen Laien nicht so leicht zu lesen: Krankheiten sind in ihrem medizinischen Namen genannt, und es gibt einige biochemische Formeln zur Struktur künstlicher wie natürlicher Hormone. Das Buch enthält im Anhang alleine 10 Seiten Erklärung von Fachbegriffen.

Das Buch in seiner deutschen Ausgabe hätte sicher nicht den immer noch hochaktuellen Wert ohne die jahrelange Begleitung durch Dr. Wolfgang Gerz, der den jeweils aktuellen Forschungsstand in jeder Neuauflage einbringt. Sein Anteil im Vorwort und Anhang sind wesentlich, vielleicht sogar als erstes zu lesen, um einen guten und aktuellen Zugang zum Buch zu finden.

Dr. Lees Spezialgebiet war die Behandlung von Osteoporose (Schwund der Knochendichte). 1978 schon hörte er erstmalig von natürlichem Progesteron aus wildwachsenden Yamswurzeln. „Ich hatte lange genug praktiziert, um zu wissen, dass Östrogen gemeinsam mit Vitamin D nicht die letzte Antwort auf Osteoporose war.“ (S. 9) Nach einigen empirischen Erfahrungen mit natürlichem Progesteron in der eigenen Arztpraxis hatte Dr. Lee genügend bemerkenswerte Erfahrungen gesammelt, um sie für Kollegen zusammenzufassen. Er schreibt:

Meine Kollegen nahmen meine Präsentation mit Begeistung auf, beschlossen jedoch fast einstimmig, die Behandlung bei ihren Patientinnen NICHT anzuwenden. Ihre Gründe, so schien es mir, waren schwach und selbstsüchtig: Angst gegen den Berufsethos zu verstoßen; mögliche Haftungsfolgen, falls eine ihrer Patientinnen Krebs entwickeln sollte; Bedenken darüber, was Kollegen denken könnten, und die Tatsache, dass keine pharmazeutische Firma einen Sponsorenvertrag für diese Behandlung angeboten hatte. (S. 9 f.)

Dr. Lee verstarb im Oktober 2003. Dr. Wolfgang Gerz schreibt im Nachruf:

Sein Lebenswerk – die wirkliche Entdeckung und Beschreibung der Physiologie und Anwendungsweise des Natürlichen Progesterons – bleibt bestehen und sichert ihm einen Platz in der Geschichte der Medizin. Wer heilt, hat Recht – und John Lee hat nicht nur zehntausenden Frauen geholfen, sondern wird jetzt zunehmend auch von „offizieller Seite“ her akzeptiert. Krebsfördernde Wirkung von Östradiol und synthetischen Hormonen und synthetichen Hormonen (werden jetzt auch, JS) von schulmedizinischer Seite her eingestanden. (S. 14)

Zusammenfassung des Wesentlichen für Laien

Ich will auf die wesentlichen Punkte des Buches verweisen und dem interessierten Laien einen Hinweis geben, wo er was finden kann, ohne sich durch speziell-medizinische Informationen durchwühlen zu müssen:

** Grundsätzlich: Wenn es in dem Buch um natürliche Hormone geht, dann meint es immer, ein für den MENSCHLICHEN Körper natürliches Hormon. Keine Pflanze und kein Tier enthält das natürliche Progesteron des menschlichen Körpers. Hormone aus dem Stuten-Urin gewonnen, sind zwar „natürlich“, aber nicht für den menschlichen Körper. Es gibt hormonelle pflanzliche Vorläuferstufen (wie in der Yamswurzel), die aber erst durch die körpereigene oder biochemische Umwandlung zu einem für den Menschen „natürlichen Progesteron“ wird. (S. 11) Nicht alles, was „natürlich“ ist, das ist für den menschlichen Körper sinnvoll und nützlich. Dr. Gerz unterscheidet deshalb zwischen „naturbelassen“ und „körperidentisch“. Zugeführtes „natürliches Progesteron“ ist zwar nicht naturbelassen, sondern körperidentisch (S. 154)

** Es gibt nahezu 50 Hormone, die in die Gruppe der „Östrogene“ fallen. DAS Östrogen gibt es nicht. Die wichtigsten 3 sind: Östron, Östradiol und Östriol. „Östradiol ist das am stärksten wirksame Östrogen – mit eindeutig erhöhtem Karziomrisiko!“ (S. 13)

** Der mit Abstand größte Lierant natürlichen menschlichen Progesteron ist die Plazenta. Mit dem Einsammeln und Einfrieren der Plazenta begann eine neue Ära der Medizin. (S. 18) Es ist DAS „Wohlfühlhormon“ für den Fötus wie für die werdende Mutter.

** Progesteron wird vor allem in den Eierstöcken menstruierender Frauen als wichtigstem weiblichen Hormon produziert, in kleinen Mengen in den Nebennieren beider Geschlechter und beim Mann im Hoden erzeugt. (S. 22) Es ist kein speziell weibliches Hormon, sondern auch ein männliches, sogar Vorläufer des Testosteron.

** Natürliches Progesteron wird fälschlicherweise und irreführend in die Gruppe der synthetischen Gestagene eingestuft. Synthetische Gestagene kommen in Lebensformen nicht vor und können Funktionen des natürlichen Progesterons NICHT übernehmen und ersetzen. (S. 31 – 38) „Insofern ist natürliches Progesteron am ehesten die erste Wahl unter den Verbindungen, die zur Wiederherstellung eines gesunden Hormonspiegels verwendet werden sollten.“ (S. 38)

Aber Gestagene sind NICHT äquivalent mit natürlichem Progesteron und werden es niemals sein. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass der Mensch ein Hormon besser herstellen können wird, als es in der Natur in Jahrmillionen natürlicher Auslese abgeleitet hat. (S. 121)

** Eigentlich ist die Menopause ja ein Segen der Natur, „wenn eine Frau die Unannehmlichkeiten der mopnatlichen Periode nicht mehr ertragen muss und frei ist, ihrer lustvollen Libido freien Lauf zu lassen, ohne das Risiko einer Schwangerschaft auf sich nehmen zu müssen. … Was für ein großartiges Geschenk von Mutter Natur!“ (S. 51) Das „Verwelken der Frau“ nach ihrer Mens ist kein Fehler von Mutter Natur, sondern falscher hormoneller Eingriffe der Medizin. Frauen brauchen keinen Östrogenersatz, der weibliche Körper produziert weiterhin ausreichend Östrogen. Das Problem ist nicht erkannter Progeseronmangel und falsche „Hormonersatztherapie“. Es kommt zur „Östrogendominanz“ als Folge von Progesteronmangel und syntetscher Gabe von Progesteron. Ein Ersatz mit syntetischen Gestagenen als Progesteronersatz macht die Sache eher schlimmer. Östrogendominanz meint „Östrogen ohne Gegenspieler“. (S. 64)

** Was sollten Frauen gegen diese Östrogendiminanz tun? „Die Antwort ist natürlich folgende: gute Ernährung, Toxine (Gifte, JS) vermeiden und echtes, natürliches Progesteron nehmen, sofern dies für das hormonelle Gleichgewicht angezeigt ist.“ (S. 55)

** Im Vergleich zwischen Östrogen und Progesteron hat Östrogen massive Nebenwirkungen (bis hin zu Gebärmutter- und Brustkrebs), ist Progesteron nebenwirkungsfrei. (Vergleichende Tabelle S. 63)

** PMS als „prämenstruellem Syndrom“ ist ein Komplex von Symptomen und kann nicht nur EINE Ursache und EIN Heilmittel haben, doch ist PMS „meist eine individuelle Reaktion auf Östrogendominanz als Folge relativen Progesteronmangels.“ (S. 75)

** Bei seinem Hauptgebiet der Behandlung von Osteoporose stellt Dr. Lee zusammenfassend fest: „Postmenopausale Osteoporose ist eine Krankheit mangelhafter Knochenneubildung durch Osteoblasten infolge Progesteronmangels. Progesteron bringt die Osteoblastentätigkeit wieder in Ordnung. Natürliches Progesteron ist ein lebenswichtiger Faktor in der Prävention und Behandlung der Osteoporose.“ (S. 94)

** Bei vielen Krebsarten ist der Grund für ihre Entstehung nach wie vor unbekannt. „Bei Brust- und Gebärmutterkrebs und nach neuesten Erkenntnissen auch beim Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs, JS) weiß man inzwischen schon sehr viel über die wichtigsten hormonellen Faktoren. … Die krebserregende Wirkung von Östradiol und Östron ohne Gegenspieler und die krebsbekämpfende Wirkung von Östriol und Progesteron sind für die beiden Krebsarten eindeutig anerkannt. (S. 102)

** Das Buch weist – auch in den Ergänzungen von Dr. Gerz – auf die zentrale Bedeutung der Schilddrüsenhormone und ihrer Unter- oder Überfunktion hin. Die Schlussfolgerung: „Regel: bei jeder Patientin mit hormonellen Störungen ist als erstes die Schilddrüsenfunktion abzuklären und ggf. zu behandeln!“ (S. 140)

Selbstbestimmung intelligenter Patienten gegen den medizinisch-industrielle Komplex (MIK)

Die nahe liegende Frage ist, warum natürliches Progesteron nicht längst von allen Ärzten verschrieben wird, wenn es so segensreich ist, vielen Frauenkrankheiten heilen kann, ja sogar zu einer neuen Bio-Medizin beitragen könnte. Die Antwort von Dr. Lee ist klar und deutlich:

… weil es vom medizinisch-industriellen Komplex (MIK) nicht propagiert wird. …

Unter MIK verstehe ich die enge Verbindung der industrialisierten Medizin mit den Herstellern pharmazeutischer Produkte und den regierungsabhängigen medizinischen Fachausschüssen zur Reglementierung. Die Verbindung zwischen diesen Gruppen ist natürlich ein Netz aus Geld, Macht und Prestige. (S. 119)

Der Verkauf von Medikamenten ist ein äußerst lukratives Geschäft, das Patente fordert, die nur durch synthetische Produkte erreicht werden können. Naturprodukte und natürliches Progesteron können nicht patentiert werden.

Von der industrialisierten Medizin kann er (der Naturarzt, JS) keine Hilfe erwarten. Um ehrlich zu sein, die heutige Medizin ist sehr schlecht organisiert und was als „institualisierte Medizin“ gilt, ist ein Waisenkind gegenüber der Macht von Gesundheitsbehörden und der Pharmaindustrie. (S. 120)

Und Dr. Lee schlussfolgert:

Gerade weil es so viele Vorzüge hat, unbedenklich ist, und besonders weil es die krebserreigende Wirkung von Östrogen bekämpfen kann, verdient das natürliche Progesteron viel mehr Aufmerksamkeit in der Vorsorge von Gesundheitsproblemen bei Frauen, als im Allgemeinen zugestanden wird.
Wie kann man das (der Boykott natürlichen Progesterons durch die Mehrheit der Ärzte, JS) verändern? Es wird sich ändern, wenn intelligente, motivierte und überzeugte Patientinnen auf dieser Behandlungsform bestehen.

Informations- und Gesundheitsrevolution durch Frauen

Dr. Lee schreibt zum Schluss seines Buches (1995):

Ich muss abschließend dem Frauenkommunikationsnetzwerk im Untergrund, wie ich es nenne, meine Hochachtung aussprechen, jenem weiten, informellen Kommunikationsnetzwerk von Frau zu Frau, das mit einer unglaublichen Ausmaß Informationen über Hormone und Gesundheit weltweit verbreitet. Es passiert gerade eine Informations- und Gesundheitsrevolution dank der Netzwerkarbeit intelligener und besorgter Frauen. (S. 125)

Heute, mehr als 20 Jahre später, steht uns für diese Informations- und Gesundheitsrevolution das ganze Internet zur Verfügung.

r-pfeil-reMein Fazit: Dieses Buch gehört sicher in die Hände eines jeden naturheilkundlich orientierten Arztes und Heilpraktikers. Natürlich empfehle ich es auch Patienten und vor allem Frauen, die wissen, dass ihre Krankheit hormonell bedingt ist und das Gefühl haben, nicht korrekt behandelt zu werden, Patienten, die sich wirklich in eine Thematik einarbeiten, um mit einem Arzt oder Heilpraktiker über die eigene Krankheit in Augenhöhe zu sprechen, gute Fragen zu stellen. Jeder Patient, der (synthetisch hergestellte) Gestagene verschrieben bekommen hat, sollte das Buch lesen, um den gewaltigen Unterschied zu natürlichem Progesteron zu verstehen. Es ist nichts Neues, dass bahnbrechende medizinisch-wissenschaftliche Erkenntnisse erst Jahrzehnte später zum Allgemeingut werden. Schon seit 2003 sind bestimmte Östrogene als krebförderlich (karzinogen) eingestuft, doch immer noch kein Allgemeinwissen (selbst bei Ärzten nicht). Jeder selbstbewusste Patient muss sich das Wissen für die eigene Gesundheit selbst aneignen. Dieses Buch gehört zu den wichtigsten Aufklärungsbüchern einer biologischen Medizin.

 

Dr. Lee: Natürliches Progesteron. Ein bemerkenswertes Hormon (Klick)

 


 

Ergänzend vom Autor:

Dr. Lee und E. Buchner:
Wie Männer stark bleiben.
Natürlicher Hormonausgleich für Männer

Das Buch behandelt vor allem das Männerproblem „Prostata-Vergrößerung“ insbesondere Prostata-Krebs

> MEHR erfahren in meiner Buchbesprechung (Klick)

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Meine eigene Arbeit zur Yamswurzel:

„Das Natur-Wunder Yamswurzel (Yams)“

  • ihr Natur-Geschenk als Kultur-Pflanze und Grund-Lebensmittel
  • ihre Wieder-Geburt als alte Heil-Pflanze in der Frauenheilkunde
  • ihre biomedizinische Ver-Wendung gegen Progesteron-Mangel
  • ihre spirituelle An-Erkennung als Licht-Wurzel
  • ihr Durchbruch in der natürliche Gesundheits-Vorsorge

PDF, 9 Seiten

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Dr. Michael E. Platt: Die Hormonrevolution

Untertitel: Spektakuläre Behandlungserfolge mit bioenergetischen Hormonen bei …


Dr. Platt gehört zu den Pionieren einer medikamentösen Behandlung mit bioidentischen Hormonen. Nach der „ersten Hormonrevolution“ der Schulmedizin mit desaströsen Auswirkungen wie der „Anti-Baby-Pille“ geht die Richtung dieses Buches in eine „zweite Hormonrevolution“; dieses Mal aber nicht mit synthetischen, körperfremden Hormonen, sondern mit „bioidentischen Hormonen“, die vom Körper wie körpereigene Hormone aufgenommen werden.
Biodentische Hormone haben natürliche Rohstoffe (wie Soja oder Yamswurzel) und werden in biochemischen Labors zu körperidentischen Hormonen verwandelt. Ziel ist es, den häufig von der „ersten Hormonrevolution“ ausgelösten Hormonchaos wieder auszugleichen. Etwas zugespitzt von mir: vom Horror synthetischer Hormonersatztherapie zur biologischen Hormon-Harmonie.

Ein Körper, dessen Hormonhaushalt ausgeglichen ist, kann auf natürliche Art und Weise optimale Gesundheit erreichen. (S. 29)

Durch synthetische Medikamente hervorgerufene Krankheiten

Dr. Patt weist darauf hin und bringt damit die ganze Tragik zum Ausdruck:

Es ist bekannt, dass verschreibungspflichtige Medikamente die zweithäufigste Todesursache sind; ich befürchte jedoch, dass sie sogar die häufigste Todesursache sind.  Unsere Patienten leiden, obwohl man in den meisten Fällen ihr Leiden verhindern könnte. (S. 24)

Ich will hier die Liste aller Leiden anführen, die Dr. Platt in seinem Buch bespricht und bei seinen Patienten mit einer relativ einfachen („So einfach kann es doch nicht sein!“ S. 29) Therapie mit bioidentischen Hormonen behandelt und geheilt hat:

  • Schilddrüsenstörungen
  • Osteoporose
  • Krebs
  • Migräne
  • ADS und ADHS
  • Gewichtsprobleme und Adipositas
  • PMS
  • Diabetes
  • Müdigkeitssyndrom, Erschöpfung
  • (Wochenbett-) Depressionen
  • Fibromyalgie
  • sexuelle Störungen
  • Hormonstörungen bei Kindern (Übergewicht)
  • Wechseljahresbeschwerden (Meno- und Andropause)
  • Blaseninkontinenz

Den meisten dieser Leiden liegt eine hormonelle Störung vor (alleine bei Übergewicht spricht Dr. Platt von 99%): vor allem zuviel Östrogen, zu wenig Testosteron und Progesteron. Die meisten Ärzte erkennen diese Problematik nicht, diagnostizieren und therapieren falsch, so dass sich der Gesundheitszustand der Patienten oft eher verschlechtert als verbessert.

Der deutsche Arzt (und mit seiner Frau Übersetzer des Buches) Dr. Armbruster (Darmstadt) schreibt selbsteinsichtig im Vorwort des Buches:

Dieses Gespräch (mit Dr. Platt, JS) hat mein medizinisches Denken verändert. Nie zuvor in meiner dreißigjährigen Tätigkeit als Arzt hat mich ein Thema so gefangen genommen. … Mir wurde klar, dass ich in der Vergangenheit Vieles falsch diagnostiziert und behandelt hatte. (S. 11)

Das Buch kann Licht am Ende des Tunnels für Tausende von leidenden Menschen sein.

Eine neue Bio-Medizin

Dr. Platt ist Mediziner, und daraus macht er keinen Hehl. Letztlich behandelt er auch mit (pharmakologisch hergestellten) „bioidentischen“ Medikamenten. „Ich möchte an dieser Stelle nochmals betonen, dass dieses Buch nicht über die Maßen Kritik an der Schulmedizin üben will.“ (S. 86)

An der Schulmedizin prangert er an: „Meines Erachtens hat es das medizinische System bis heute versäumt, den Einfluss der Hormone auf unser Verhalten und unsere Gesundheit adäquat zu würden.“ (S. 156) Dabei sind Hormon-Chaos oder Hormon-Harmonie doch ganz entscheidend für unsere Gesundheit oder Krankheit. 

Der Verursacher ist gar nicht die Ärzteschaft, sondern eine pharmakologische Industrie:

Firmen, die Medikamente herstellen, können natürliche Produkte, wie bioidentische Hormone, nicht patentieren lassen und haben deshalb keinerlei Interesse daran, Hunderte von Millionen Dollar für Studien auszugeben, wenn sie dafür kein Patent anmelden können. Die meisten Endokrinologen, die sich auf Hormone spezialisiert haben, kennen die Zusammensetzung der synthetischen Hormone, die von Medikamentenherstellern produziert werden. Nur einige wenige setzen jedoch bioidentische Hormone ein, da die Pharmaindustrie sie nicht empfiehlt. (S. 18)

Er glaubt an eine neue Gesundheitsbewegung, die sicher nicht von der Ärzteschaft, sondern über ihren Leidensweg selbstbewusst gewordenen Patienten erfolgen muss.

Dieses Buch versucht in verständlicher Weise zu erklären, wie der Körper funktioniert, sodass der Leser verstehen kann, wie eine Krankheit entsteht und welche Möglichkeiten es gibt, sie zu heilen. …
Keine der Informationen in diesem Buch sind geheim, aber vieles davon ist revolutionär. Viele Ärzte sind heutzutage der gleichen Meinung wie ich, was die konventionelle medizinische Vorgehensweise betrifft. Es ist eine Bewegung entstanden, die, so glaube ich, innerhalb der nächsten zehn Jahre das Verhalten der Ärzte gegenüber den Patienten grundlegend verändern wird. (S. 20)

Ein anderes großes Problem des medizinischen Establishments sind die Versicherungsgesellschaften, die dem niedergelassenen Kassenarzt es gar nicht mehr erlauben, dem Patienten und seiner Krankheitsgeschichte lange zuzuhören.  So ist der Arzt gezwungen, „Laborwerte zu behandeln, aber keine Menschen mehr“.

Und noch ein letztes Zitat des Autoren über den Zweck seines Buches:

Gewappnet mit diesen Informationen sollten Patienten in der Lage sein, ihrem Arzt die richtigen Fragen zu stellen und um eine adäquate Behandlung zu bitten. Eine der Gründe, warum ich dieses Buch schreibe, ist, dem aufgeschlossenen, intelligenten Leser, der Werrt darauf legt, ein gut informierter Konsument zu sein, zu helfen – und ich weiß, dass es heute vieler solcher Menschen gibt … (S. 25)

So kann aus der „Hormonrevolution“ die Revolution zu einer Bio-Medizin werden, in der der „medizinisch-industrielle Komplex“ nicht an der Krankheit verdient und seine Profitgier eine wirklich präventive Medizin verhindert (S. 215 ff).

Die große Vision dabei ist es, den Menschen nicht wie eine Maschine zu reparieren, sondern Krankheiten gar nicht erst aufkommen zu lassen. Etwas zynisch ausgedrückt: Letztlich haben die Menschen die Medizin, die sie verdienen. Und je gesundheitsbewusster die Menschen werden, desto selbstbewusster nehmen sie ihre Gesundheit in die eigenen Hände.


Mein Fazit: Das Buch stimmt sehr nachdenklich über Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen von Ärzten. Im Buch kommen viele Patientenberichte und Leidensgeschichten von Patienten vor, die die Odyssee von einem zum anderen Arzt beschreiben, bis sie bei Dr. Platt die oft einfache Lösung ihres Gesundheitsproblems gefunden haben. Oft habe ich beim Lesen der Gruselgeschichten der Patienten gedacht „Das darf doch nicht wahr sein!“ Dr. Platt schreibt selbst, dass er sich mit diesem Buch nicht vor allem an Ärzte richtet, sondern an eine allgemein gesundheitlich interessierte Öffentlichkeit, um die „spektakulären Behandlungserfolge mit bioidentischen Hormonen“ bekannt zu machen. Es ist sicher kein leicht zu lesendes Buch und kaum eine Anleitung zur Selbsthilfe. Dazu sind auch bioidentische Hormone ein viel zu potentes Medikament. Doch sicher werden viele Patienten, die sich noch nicht aufgegeben haben, ihre „eigene Geschichte“ in den Buch wieder finden, um einen Weg zu finden, ihren Hormonhaushalt wieder auszugleichen. Ich selbst bin mir über die Bedeutung der Hormone im Körper für eine optimale Gesundheit nie so bewusst gewesen wie nach diesem Buch.


Die Hormonrevolution: Spektakuläre Behandlungserfolge bei Schilddrüsenstörungen, Migräne, Osteoporose, Wochenbettdepressionen, ADHS, … Wechseljahresbeschwerden, Diabetes u.v.a.m. (Klick)


Meine eigene Arbeit zur Yamswurzel:

„Das Natur-Wunder Yamswurzel (Yams)“

  • ihr Natur-Geschenk als Kultur-Pflanze und Grund-Lebensmittel
  • ihre Wieder-Geburt als alte Heil-Pflanze in der Frauenheilkunde
  • ihre biomedizinische Ver-Wendung gegen Progesteron-Mangel
  • ihre spirituelle An-Erkennung als Licht-Wurzel
  • ihr Durchbruch in der natürliche Gesundheits-Vorsorge

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Dr. Scheuernstuhl / Hild: Natürliche Hormontherapie

Untertitel: Alles Wissenswerte über Hormone, die Ihre Gesundheit ins Gleichgewicht bringen.

Das Buch der Ärztin Dr. Annelie Scheuernstuhl und der Heilpraktikerin Anne Hild (Homöopathie) ist schon zu einem Klassiker der natürlichen Hormonbehandlung geworden, eine sehr anspruchsvolle Patienteninformation, die kaum eine Fragen offen lässt. Wir werden seit Jahrzehnten mit künstlichen („Die Pille“) oder tierischen Hormonen (Wachstums- und Stresshormone im Fleisch), über Plastikmüll (hormonell wirkende Weichmacher) oder auch Fehlbehandlung mit künstlicher Hormontherapie so mit körperfremden Hormonen überschwemmt, dass bei Frau und Mann die hormonelle Selbstregulation völlig durcheinander geraten ist. Dazu kommen Stress, Bewegungsmangel und seelische Belastungen, so dass der Körper überfordert ist und wir hier bewusst entgegen steuern müssen, um unsere Hormone wieder in Balance zu bringen.

Die Schulmedizin kennt nur die Behandlung durch künstliche „Hormone“, und die haben, allen Beschwichtigungen und Bagatellisierungsversuchen zum Trotz, enorme Nebenwirkungen. Die Liste unerwünschter Wirkungen liest sich wie ein Gruselroman, der offen lässt, was weniger schlimm ist, weiterhin diese Sensationen mit enormer Einbuße an Lebensqualität zu erleiden oder alternativ eine erhöhte Krebsgefährdung, Trombosen oder Lungenbembolien in Kauf zu nehmen. (S. 14)

Wobei, wie die Autorinnen darlegen, der Begriff „Hormon“ für synthetische Medikamente bereits irreführend ist. Es gibt nur natürliche und keine „synthetischen Hormone“. Die Autorinnen empfehlen für die sogenannten synthetische Hormone stattdessen den Begriff „Medikamente mit hormoneller Wirkung“. Doch auch nicht jedes „natürliche Hormon“ ist die Antwort auf alles. Es gibt Phytohormone (pflanzliche Hormone) und tierische Hormone, die für den Menschen auch nicht zuträglich sind.

Das Buch führt 113 Beschwerden und Krankheiten auf (S. 205 – 213), die auch mit diesem Hormonungleichgewicht in Zusammenhang stehen können, wie Allergien, Autoimmunerkrankungen, Burn-out-Syndrom, Depression, schwankende Emotionen, erhöhte Infarktanfälligkeit, Zysten, Fettleibigkeit, Gedächtnisstörungen, Haarausfall, Hitzewallungen, Impotenz, Kopfschmerzen, Krebs, Nachtschweiß, Osteoporose, PMS (Prämenstruales Syndrom), Reizbarkeit, Schlafstörungen, Schnarchen, Schwindel, sexuelle Lustlosigkeit, trockene Schleimhäute und vieles mehr. Es lohnt sich bei solchen Beschwerden IMMER, auch den Hormonstatus zu klären (vor allem über eine Speichelprobe – S. 113 – 118). Die Beschwerdeliste ist lang. „Sie zeigt deutlich die Brisanz des Themas für unsere Gesundheit.“ (S. 62)

Östrogen-Dominanz

Vorweg: Östrogen ist kein spezielles Hormon sondern ein Überbegriff weiblicher Hormone, so wie „Stress-Hormone“ auch ein Überbegriff für unterschiedliche Hormone ist. Der Begriff „Östrogen-Dominanz“ bringt genau das zu Ausdruck: dass weibliche Hormone im Körper gegenüber anderen Hormonen wie Testosteron und Progesteron so dominieren, dass eine Hormon-Balance aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Ein Östrogenmangel, wie der Schulmedizin-Mythos ihn postuliert, ist daher meist nicht das vorherrschende Problem bei den vielfältigen Symptomen und Beschwerden von Frauen jeden Alters. Im Gegenteil. Es herrscht fast immer erst eine Östrogendominanz mit einem relativen oder absoluten Progesteronmangel. … Eine unkritische Östrogengabe ohne eine vorherige Hormonbestimmung ist in dem Fall doppelt fatal und verschiebt das vorhandene Ungleichgewicht noch weiter. Die Symptome werden stärker statt schwächer, und es kommen neue Beschwerden dazu. (S. 60)

Es gibt auch Östrogen-Dominanz bei Männern. Auch wenn bei Männern ein Progesteron-Mangel vorliegt, kommt es zu Östrogen-Dominanz. Denn es gibt viele unnatürliche Stoffe aus der Umwelt, die östrogenartige Wirkung haben. Sogar das „synthetische Hormon“ der Antibaby-Pille ist schon im Trinkwasser nachgewiesen und kann beim Mann zu Krebs führen (und wie erst recht bei Frauen selbst).

Progesteron-Mangel

Progesteron ist ein „Wohlfühlhormon“ für Frau und Mann mit sehr viel verschiedenen Funktionen. Die Autorinnen sprechen vom Progesteron als dem wichtigsten, „aber leider (fast) vergessenen Hormon“ (S. 65) Progesteron ist …

… der Mit- und Gegenspieler (Synergist/Antagonist) der Östrogene (Östron, Östradiol und Östriol) und des Testosterons, was bedeutet, dass Progesteron einerseits die Wirkzung der Östrogene und des Testosterons unterstützt, aber auch deren überschießende Wirkung einschränkt. Es bremst auch das durch Östrogene angeregte Zellwachstum zum Beispiel an der Gebärmutterschleimhaut und den Drüsenzellen der Brust, und kann daher helfen, diesen Krebsarten vorzubeugen. Für Männer ist es als Testosteron-Gegenspieler u.a. wichtig für die Gesundheit der Prostata. (S. 66)

Progesteron ist sicher kein Wunderhormon und Wunderheilmittel, „doch es ist unverzichtbar für unsere Gesundheit und das Gleichgewicht der Hormone im Körper.“ (S. 67) Die Östrogen-Dominanz und Testosteron-Mangel bei Frau UND Mann sind es, die Progesteron zum Ausgleich so wichtig macht.

Bioidentische Hormone

Das Geheimnis der erfolgreichen und vor allem nebenwirkungsfreien Behandlung hormoneller Störungen liege laut Autorinnen bei bioenergetischen Hormonen, die in ihrer Struktur identisch sind mit unseren körpereigenen Hormonen (S. 37). Vor allem den Ärzten Dr. Katharina Dalton, Dr. John R. Lee und Dr. Michael E. Platt ermöglichen inzwischen (mit über 70 Jahren Praxis-Erfahrungen) eine ausgereifte „natürliche Hormontherapie“.

Die Basis dieser bioidentischen Hormone sind natürliche (Heil-) Pflanzen wie die Wilde Yamswurzel mit den Saponien. „Dieser Stoff wird im Labor so umgewandelt, dass die biochemische Struktur der Endprodukte völlig identisch ist mit den Hormonen, die unser Körper selbst produziert.“ (S. 38 f.) Ein wichtiges Produkt dabei ist das bioidentische Progesteron. Es ist „eine exakte, identische chemische Kopie des Progesterons, welches vom menschlichen Organismus gebildet wird.“ (S. 38)

Ganzheitliche Behandlung 

Was für mich unbedingt zur Qualität des Buches gehört: Die Autorinnen (wie gesagt: eine Ärztin und eine Heilpraktikerin) loben jetzt kein neues „Allheilmittel“ in den bioidentischen Hormonen aus, sondern empfehlen eine ganzheitliche Behandlung. Dazu gehören auch Homöopathie; Orthomolekular-Medizin, Epigenetik, Wasser als „Energiegetränk“, Entsäuerung, Schlaf, Licht und Biorhythmus. Letztlich geht es um die Wieder-Gewinnung eines ausgeglichenen, harmonischen Lebensstils. 

Mein Fazit: Unser Leben ist in vielfacher Hinsicht aus der Balance geraten. Die DOMINANZ einer von zwei gleichberechtigten Seiten ist schon zum Charakter unserer kranken Kultur in der Welt geworden (das Männliche gegenüber dem Weiblichen, Technik gegenüber Natur, das Saure gegenüber dem Basischen, das Wissenschaftliche gegenüber dem Spirituellen, …). Diese äußere Disharmonie spiegelt sich bis in unseren Körper hinein, bis auf der Ebene unseres hormonellen Systems. Die schulmedizinische synthetische Hormonersatz-Therapie zeigt dabei gerade, wie problematisch es ist, der Natur und ihrer Intelligenz ins Handwerk zu pfuschen. Das Buch die die not-wendige Antwort auf diese künstlich erzeugte Disharmonie im Körper. Wir brauchen eine bewusste Gegensteuerung mit einem natürlichen Hormonausgleich, damit der Körper wieder in die Balance kommt und sich auch hormonell wieder selbst steuern kann. Das Buch stellt das Thema „Hormone“ vom Kopf wieder auf die Füße. Es gehört für mich in jede Gesundheits- und Hausbibliothek.

Natürliche Hormontherapie: Alles Wissenswerte über Hormone, die Ihre Gesundheit ins Gleichgewicht bringen (Klick)

 


Meine eigene Arbeit zur Yamswurzel:

„Das Natur-Wunder Yamswurzel (Yams)“

  • ihr Natur-Geschenk als Kultur-Pflanze und Grund-Lebensmittel
  • ihre Wieder-Geburt als alte Heil-Pflanze in der Frauenheilkunde
  • ihre biomedizinische Ver-Wendung gegen Progesteron-Mangel
  • ihre spirituelle An-Erkennung als Licht-Wurzel
  • ihr Durchbruch in der natürliche Gesundheits-Vorsorge

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Günther H. Heepen: Hormone natürlich regulieren

Eine grundlegende Einführung in ein sehr wichtiges Gesundheits-Thema

Das Bewusstsein, welche Rolle die Hormone in unserem Körper spielen, wird immer wichtiger. Der Autor ist sogar der Meinung: „Alle schweren Krankheiten beginnen mit einer Hormonstörung, und jede Krankheit ist Ausdruck einer endokrinen Störung“ (S. 21)

Also sollte ein gesundheitsbewusster Mensch ein Grundwissen über Hormone haben: wie sie aus der Balance geraten und vor allem wie sie auf natürlichem Weg wieder ausbalanciert werden können. Es ist auch wichtig, der körpereigenen Selbstregulation nicht unbedacht durch künstlichen Hormonersatz ins Handwerk zu pfuschen. Diesem grundlegenden Informationsbedarf kommt das Buch in Theorie, Praxis und Service in vorbildlicher Weise nach.

Die Theorie 

Das „Chaos im Hormonsystem“ , unter dem vor allem Frauen zu leiden haben, hat nicht nur mit chronischem Stress zu tun, sondern auch mit unserer Nahrung, indem wir Hormone z.B. über Fleisch aufnehmen (künstliche Wachstumshormone der Zuchttiere, ausgeschüttete Stresshormone der Tiere bei der Schlachtung). Auch Kunststoffe (insb. Weichmacher) können herheerende Auswirkungen auf das Hormonsystem haben. Schockierend ist eine wissenschaftliche Erkenntnis, dass das künstliche Östrogen der „Anti-Babypille“ (durch den Urin) schon im Trinkwasser nachzuweisen ist und Krebs verursachen kann. (Wie sehr mag der Anteil des künstlichen Östrogens direkt für den Brustkrebs der Frauen verantwortlich sein, wenn sogar der Prostata-Krebs bei Männern schon indirekt über das Trinkwasser mit darauf zurückzuführen ist?)

Nicht nur, dass wir bereits unwissentlich mit solchen synthetischen Hormonen im Alltag überschwemmt werden, auch die medizinische Verabreichung über einen längeren Zeitraum ist problematisch, da der Körper so verlernt, seine körpereigenen Hormone selbst zu produzieren.

Hormone sind Botenstoffe, die auf Organ- und Gemütsebene das Leben steuern. Viele Organ- und Gemütsstörungen können ihre Ursache in Hormonstörungen haben. Der Autor schätzt sogar bis 90 %.

Die ca. 60 Hormone werden in den Hormondrüsen (wie Hypophyse, Schilddrüse, Nebennieren, Bauchspeicheldrüse, Eierstöcke und Hoden) gebildet. Die wichtigsten stellt der Autor vor wie Cholesterine, Cortisol, DHEA, Estradiol, Estriol, Melatonin, Progesteron, Schilddrüsenhormone und Testosteron.

Die Behandlung

Als natürliche Behandlung arbeitet der Autor selbst mit Homöopathie, Phytotherapie (Planzen, die den Hormonhaushalt stimulieren), Schüssler-Salzen und Reflexionstherapie zur Stimulierung der Hormondrüsen. [Hinweis von mir: Die Energetische Medizin arbeitet sehr stark mit dem Chakrensystem, wobei die östliche Chakren-Kunde mit den Hormondrüsen in Verbindung gebracht wird. Chakren-Theapie scheint mir für das Wohlfunktionieren der Drüsen also auch sehr hilfreich zu sein.]

Ein wichtiger Hinweis des Autoren:

Keine Hormonbehandlung kann erfolgreich sein, wenn die Leber sowie die Ausscheidungsorgane Darm, Nieren und Lymphsystem nicht einwandfrei funktionieren. (S. 56)

Für die Leber empfiehlt er Bitterstoffe und Leberwickel, für den Darm immer wieder eine Kur aus probiotischen Bakterien, für die Nieren Heiltees und Pflanzensäfte, für den Lymphfluss Bewegung, Trampolinspringen, Salzbäder und Wassertrinken (Genaueres im Buch S. 56 – 57)

Als Pflanzen, die den Hormonhaushalt natürlich stimulieren, werden unter anderem genannt: Ginseng, Brennnessel, Hopfen, Rhabarber, Soja (Achtung: Phytoöstrogene), Beifuss, Frauenmantel, Yamswurzel, Bockshrnklee, Ingwer, Knoblauch, Kürbis.

Hormonell bedingte Beschwerden

Um einmal die ganze Bandbreite solcher Beschwerden aufzuzeigen, will ich sie alle alphabetisch benennen, ohne im einzelnen darauf einzugehen. Zu jeder Beschwerde weist der Autor auf die mögliche hormonelle Ursache hin, hat Behandlungsempfehlungen und Hinweise, „was sonst noch hilft“.

Körperliche Beschwerden:

  • Abwehrschwäche
  • Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • Appetitstörung
  • Asthma, Atemnot
  • Augenbeschwerden
  • Bindegewebsschwäche
  • Blasenschwäche und -entzündungen
  • Brustbeschwerden
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Gebärmutter-, Eierstock- und Vaginalbeschwerden
  • Gelenk-, Bänder- Sehnen- und Muskelbeschwerden
  • Haar- und Nagelbeschwerden
  • Hautbeschwerden
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Knochenbeschwerden
  • Kryptopyrrolurie (Stoffwechselstörung)
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Migräne
  • Nasennebenhöhlenbeschwerden
  • Neuromuskuläre Störungen
  • Ohrenbescherden
  • (gutartige) Prostatavergrößerung
  • Schilddrüsenprobleme
  • Schwangerschaftskomplikationen
  • Übergewicht, Fettleibigkeit
  • Wachstumsprobleme
  • Wechseljahresbeschwerden

Seelische und geistige Probleme:

  •  Angst und Panikattacken
  • Ärger, Aggressivität
  • Burnout-Syndrom, Stress
  • Depression, depressive Verstimmung
  • Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörung
  • Konzentrations- und kognitive Störungen, Demenz
  • Müdigkeit, Erschöpfung
  • Schlafstörungen
  • Sexuelle Probleme

Das ist wirklich eine Liste alltäglicher Beschwerden, mit denen man noch nicht unbedingt zum Arzt gehen würde. Doch sie können einen schon wach machen, was da in Disharmonie und aus der Balance geraten ist. Unbehandelt und nicht natürlich reguliert, kann all dies zu sehr ernsten Erkrankungen führen.


Mein Fazit: Für mich ist das Buch zu einem neuen Gesundheitsratgeber geworden. Es hat mir die zentrale Rolle der Hormone für die Gesundheit bewusst gemacht und mir ein solides Grundwissen verschafft, um Störungen und Disharmonien in Körper, Geist und Seele sensibler wahrzunehmen und mit einer natürlichen Nahrung auch auf hormoneller Ebene auszugleichen.
Auch hier trifft wieder die alte Weisheit des Hippokrates zu: Die Nahrung möge unsere Medizin sein! Also Hände weg von allen Nahrungsmitteln, die den Hormonhaushalt durcheinander bringen (sogar Trikwasser!) und genaue Beachtung einer Ernährung, die hormonausgleichende Wirkung hat.

Theodor Dierk Petzold: Gesundheit ist ansteckend

Untertitel: Praxisbuch Salutogenese

Er revolutionäres Buch, das auf leisen Sohlen kommt!

In der Wissenschaft nennt man es: „Paradigmenwechsel“ – wenn sich ein Weltbild plötzlich dramatisch verändert.  Der wahrscheinlich bekannteste Paradigmenwechsel in der Weltanschauung der Menschheit ist der: „die Erde ist der Mittelpunkt“ ZU „die Sonne ist im Mittelpunkt“.

In diesem Buch geht es um den Paradigmenwechsel: „die Krankheit ist der Mittelpunkt“ ZU „die Gesundheit ist der Mittelpunkt“, ein Paradigmenwechsel, der wohl für die Evolution der Menschheit noch grundlegender ist. Weiterlesen

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