Andreas Moritz: Krebs ist keine Krankheit …

… sondern ein Überlebensmechanismus!

Das ist doch eine fast unglaubliche These des Autos, das unser ganzes Bild von Gesundheit und Krankheit verändern könnte!!

Ich liebe dieses Buch …, weil ich vor etwa 20 Jahren schon einmal die gleiche Idee hatte: Krebs ist keine Krankheit, sondern ein Überlebensmechanismus des Körpers.

Damals (als ich mich in der Gesundheitsbranche selbstständig machte), arbeitete ich im Bereich der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapien nach Prof. Manfred von Ardenne. Mir war deshalb auch die Forschungsergebnisse von Otto Warburg bekannt, der erkannte (und dafür den Nobelpreis bekam), dass Krebs in Gewebe entsteht, das Sauerstoff-unterversorgt ist. Darüber hinaus erkannte er, dass die Krebszelle vom aeroben Energiestoffwechsel (mit Sauerstoff) zum anaeroben (mit „Zucker“, der s.g. Glukosestoffwechsel) umschaltete.

Wenn das eine INTELLIGENZ hat (und die Natur IST intelligent!), dann geschieht dieser SYSTEM-WECHSEL in der Energiestoff-Versorgung unseres Körpers zu unserem WOHL und nicht zu unserem Schaden.

Die entscheidende Frage für mich war damals: Was würde denn passieren, wenn der Körper NICHT auf diese andere (primitivere!) Art der Energieversorgung umschalten würde? Die Zellatmung des mit Sauestoff unterversorgten Gewebes würde zum Erliegen kommen, die Zelle „ersticken“ und das Gewebe vor sich hin faulen. Wir würden sehr bald an dieser inneren Vergiftung sterben, SEHR BALD!

Das Umschalten der ZELLE IN PANIK (sie ist dabei zu ERSTICKEN!) auf eine archaische Energiegewinnung des Einzellers – RETTET sie! Sie stirbt nicht, sondern überlebt in einer primitiven Form. Nachteil: Nicht nur ihr Energiesystem ist das eines Einzellers, sondern ihr ganzes Verhalten wird absolut selbstbezogen und sie kommuniziert nicht mehr mit anderen Zellen. Sie ist in einem „egoistischen“ Überlebensmodus und Quasi-EINZELLER. DAS nennen wir dann KREBS und interpretieren dieses Verhalten als BÖSARTIG. Dabei tut die Zelle nur das, was jedes Lebenssystem tun würde: überleben wollen.

Und da ein ganzes Gewebe mit Sauerstoff unterversorgt ist, ist es auch kein Wunder, dass nicht nur EINE, sondern ein ganzer HAUFEN von erstickenden Zellen zu diesem Überlebensmechanismus greift. UND ist es ein Wunder, dass der KÖRPER diese Zellen UNTERSTÜTZT und sie mit Blut versorgt, das Kapillarsystem dafür sogar ausweitet?!

Wie gesagt: Das waren meine eigenen (laienhaften!) Erkenntnisse vor 20 Jahren. Ich schreibe es in eigenen Worten, weil ich so vielleicht die Thematik und Botschaft des Buches klarer vermitteln kann.

Um so dankbarer habe ich dann das Buch aufgenommen, weil es meine AHNUNG von damals jetzt „wissenschaftlich“ bestätigte (ich schreibe „wissenschaftlich“ in Anführungszeichen, weil dies sicher von der Schulmedizin noch nicht anerkannt ist – aber was für ein Zeug hat die Schulmedizin vor 20 Jahren noch über Krebs geschrieben und warum sollte man noch 20 Jahre warten, bis die Schulmedizin auf diesem Niveau ist?).

Andreas Moritz stellt sich die Frage:

Wenn die Bestimmung des Körpers das Leben und nicht die Selbstzerstörung ist, warum sollte er dann auf einmal Zellwucherung erlauben und sich selbst vernichten wollen? Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Das Hauptproblem im Zusammenhang mit der modernen Krebsbehandlung besteht in der Annahme, dass der Körper sich selbst zerstört. … Geht man der Sache jedoch auf den Grund, ist dieselbe Krankheit eine Bemühung des Körpers, sich selbst zu reinigen und zu heilen, oder zumindest sein Leben zu verlängern. (S. 26)

Ich denke an Fieber: Galt es früher als Krankheit, weiß man heute, das es ein Selbstheilungsmechanismus des Körpers ist.

Ist der nächste Satz von Andreas Moritz nicht zutiefst bemerkenswert?!:

Eine Krebszelle ist überhaupt nicht in der Lage,
irgendwas zu töten. (S. 27)

Fürwahr! Was dichten wir dieser Zelle an?! Machen sie zu einem bösartigen Feind, zu einem Monster, das wir bekämpfen müssen. (Kann das gut gehen?!)

Und denken wir an Spontanheilung! Plötzlich wird diese Monsterzelle wieder zu einer Heiligen. Bei unserem Modell der Krebsursache ist eine Spontanheilung natürlich leicht zu erklären! WENN denn die Krebszelle wieder genügend Sauerstoff und Vitalstoffe bekommt, „erinnert“ sie sich daran, dass sie als „gesunde Zelle“ mit Sauerstoff ein viel effizienteres Energieversorgungssystem hat und schaltet wieder auf den aeroben Energiestoffwechsel um!

Was schlussendlich zum Tod eines Organs oder eines gesamten Körpers führt, ist der Verfall von Zellgewebe aufgrund eines andauernden Nährstoff- und Lebensenergiemangels.
Eine dramatische Verschlechterung oder ein Abbruch der Versorgung mit vielen Nährstoffen für die Zellen eines Organs, ist nicht vorwiegende die FOLGE eines Krebstumors, sondern eher seine HAUPTURSACHE. (Hervorhebung des Autors). (S. 27 f.)

Anders als Prof. Manfred von Ardenne, der die Krebsbehandlung nun „eindimensional“ in der Sauerstoffbehandlung sah, schlägt Andreas Moritz eine ganzheitliche Heilung vor, die Körper, Geist und Seele wieder integriert. Denn diese DESINTEGRATION von Körper, Geist und Seele ist die letztendliche Ursache, dass BESTIMMTE Organe und Gewebe (warum DIESE?) ihre Lebensvitatlität verlieren und DADURCH die Sauerstoffversorgung reduzieren.

Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich kein Mediziner bin, sondern ein an meiner eigenen Gesundheit interessierter Laie, der sich selbst Gedanken macht, sich selbst ein Urteil fällt (es geht um meinen Körper!) und sich des GESUNDEN Menschenverstandes gerne bedient.

Mein Fazit: Jeder dem die gängigen Theorien über Krankheit (nicht nur Krebs!) nicht ganz geheuer sind, sollte dieses Buch lesen, um einmal eine ganz andere Perspektive einnehmen zu können. Lesen Sie dieses Buch ganz einfach HYPOTHETISCH: Was wäre, wenn … Krebs keine Krankheit wäre, sondern ein Überlebensmechanismus des Körpers, des Lebens?
Ich denke, das Buch wird nicht nur Ihre Augen öffnen, sonder auch Ihr Herz für die Weisheit der Schöpfung.

Bestellung des Buches bei AMAZON:
Moritz, A: Krebs ist keine Krankheit

Diana & Michael Richardson: Zeit für Gefühle

Glauben Sie, Liebe sei Leidenschaft, das stetige Auf und Ab der Beziehung Ausdruck einer leidenschaftlichen Liebe? Das Buch belehrt uns eines BESSEREN!
Leiden-schaftliche EMOTIONEN zerstören Liebe mehr als alles andere! UND: Wir wissen das! Wir wissen, dass Leidenschaft Leiden schafft. Doch endlich ein Buch, das diesen für die Liebe zerstörerischen Emotionen an die Wurzeln geht!

Die Liebe ist eine zarte und zerbrechliche Blume, die die Giftigkeit emotionaler Streitigkeiten und Auseinandersetzungen nicht lange überleben kann. Liebe zeigt sich in einer Atmosphäre der Stille und Gelassenheit und nicht auf einem Schlachtfeld. (S. 38)

Das Buch kann man gut für sich lesen; es steht für sich allein, ist in sich schlüssig. Und trotzdem empfehle ich, erst das Buch „Zeit für Liebe“ von Diana Richardson zu lesen. So bekommt dieses Buch „Zeit für Gefühle“ einen ganz anderen, viel größeren Zusammenhang.

Schon in dem Buch „Zeit für Liebe“ (>> Meine Buchbesprechung) hatte die Autorin Gefühle und Emotionen (in einem eigenen Kapitel S. 221 – 236) klar voneinander unterschieden, was in dem neuen Buch „Zeit für Gefühle“ jetzt bedeutend vertieft wird.

Es geht um etwas GANZ WESENTLICHES, das unser Bild von Männern und Frauen entscheidend ändern kann. Glauben wir nicht, Frauen seinen  „emotionale Wesen“, ihre „Zickigkeit“ geradezu ein weibliches Wesensmerkmal? Wir sollten von diesem Frauenbild schleunigst Abschied nehmen! In „Zeit für Liebe“ schreibt Diana Richardson im Kapitel „Frauen, Emotionen und das Herz“ (S. 237):

Frauen sind bekannt für ihre scheinbar überwältigenden Emotionen. Die Tatsache, daß ständig Emotionen im Spiel sind, sogar wenn alles wunderbar zu funktionieren scheint, bringt den Mann oft genug zur Verzweiflung. Wie kann er seine Frau lieben und verstehen, wenn die Harmonie plötzlich in Depression umschlägt oder ohne ersichtlichen Grund ein Streit entbrennt? Die irrationalen Launen der Frau, ihr Streiten und Schimpfen, ihre Fragerei und ihr Sticheln sind ein Alptraum für ihn. Es sieht fast so aus, als wäre die Frau, die er liebt, von Zeit zu Zeit besessen.
Der Grund für diese emotionalen Schwankungen liegt im Sex. Tantra lehrt uns, daß der Mann die emotionalen Eigenschaften, die ihn an seiner Frau am meisten stören, dadurch selbst erzeugt, daß er auf Erregung und Orgasmus besteht. Dadurch hält er die Frau auf dem niedrigsten Stand ihrer sexuellen Ausdrucksmöglichkeiten und hindert sie, ihr weibliches Potenzial zu erfüllen. Sie ist jahrhundertelang als Sexobjekt benutzt worden, als Mittel zur Befriedigung des Mannes. Das schmerzt und macht sie wütend. Mit der Zeit sind ihre ungenutzten göttlichen Energien immer mehr eingeschlafen und stagnieren jetzt, so daß eine tiefgreifende Unzufriedenheit, Enttäuschung und ein Mangel an Liebe jede Zelle ihres Körpers erfüllt und sie emotional instabil macht. Konventioneller Sex bringt diese Emotionen im Inneren zum Kochen, weil er (der Mann, JS) hektisch und darauf aus ist, das eigene Selbst zu befriedigen. Und diese Art sexueller Erregung hindert die Frau daran, empfänglich zu sein. (S. 237)

Wir sehen, es geht bei der „Emotionalität der Frau“ um GROSSES, Jahrtausenden Missbrauch durch den Mann – gespeichert in jeder Körperzelle der Frau. Deswegen ist der Umgang mit unseren EMOTIONEN dermaßen wichtig für die Befreiung der Liebe zwischen uns.

Zurück zu dem Buch „Zeit für Gefühle“!

Emotionen sind keine Gefühle! Das ist eine zentrale Botschaft des Buches.

Emotionen sind nicht dasselbe wie Gefühle. Wenn man seine innere Welt erforscht, dann erkennt man, daß sie etwas völlig Verschiedenes sind. Tatsächlich sind sie zwei diametral entgegengesetzte Erfahrungen. Die Erfahrung eines Gefühlös ist Welten entfernt von der Erfahrung einer Emotion. (S. 20)

Emotionen bilden ein Reservoir von Gefühlen, die wir in der Vergangenheit nicht ausgedrückt haben. (S. 20 f.)

Generell fallen Emotionen unter die Schirmherrschaft der Angst, und Gefühle fallen unter die Schirmherrschaft der Liebe. (S. 33)

Emotionen sind ein Aspekt des Egos (S. 70), Gefühle ein Aspekt des Herzens.

Emotionen erschaffen Karma, was wiederum die Zukunft beeinflussen kann. Wenn unsere Beziehungen frei von Emotionen sind und stattdessen voller Liebe, dann wird kein Karma aufgebaut. (S. 102)

Woran erkennt man EMOTIONEN? Diana und Michael Richardson haben 25 Symptome aufgeführt (S. 22 – 23). Wer sich darin erkennt (…), der hat hier ein Buch, diese Emotionen zu heilen:

  1. An dem Gefühl vom anderen abgetrennt oder ihm entfremdet zu sein, so als stände plötzlich eine Mauer zwischen euch.
  2. Der Augenkontakt wird schwierig, du vermeidest, dem anderen in die Augen zu schauen, blickst woanders hin; oder der andere scheint dir weit weg zu sein oder du siehst ihn nur verschwommen.
  3. Du gibst deinem Partner die Schuld an der Situation oder am eigenen Unglück.
  4. Du benutzt Worte wie „Nie machst du …“ oder „Immer machst du …“. Du sprichst über deinen Partner, nicht über dich.
  5. Du ziehst dich zurück und verschließt dich.
  6. Dein Körper ist zusammengezogen, du fühlst dich wie gelähmt, wie taub – manchmal treten auch Schmerzen auf.
  7. Dein Gesichtsfeld verengt sich und ist umwölkt.
  8. Du fühlst dich erschöpft, hast wenig Energie und möchtest am liebsten schlafen.
  9. Du bist auf der Hut, in Abwehrstellung.
  10. Du fühlst dich allein gelassen und abgelehnt.
  11. Du fühlst dich einsam und unvollständig.
  12. Du bist selbstgerecht, nach dem Motto: „Ich habe Recht und ich weigere mich so lange, einzulenken, bis du zugibst, dass ich Recht habe.“
  13. Du fühlst dich falsch verstanden und du hast das Gefühl, dass alles, was du machst, für selbstverständlich gehalten wird.
  14. Du liebst es zu streiten, zu diskutieren, zu kämpfen und den anderen zu provozieren.
  15. Deine Gedanken drehen sich im Kreis, du bist voller Negativität und hast Zweifel.
  16. Was auch immer auftaucht, es folgt demselben Muster und Themen wiederholen sich.
  17. Du fühlst dich hilflos und als Opfer der Situation.
  18. Die Zukunft erscheint dir hoffnungslos und deprimierend.
  19. Du bist angespannt und kratzbürstig, dein Partner kann dir nichts recht machen.
  20. Der emotionale Zustand kann einige Tage bestehen bleiben, bevor er sich löst und wieder Harmonie einkehrt.
  21. Du willst, dass dein Partner sich ändert.
  22. Du willst dich rächen, indem du  etwas Unfreundliches und Liebloses tust oder sagst.
  23. Du reagierst aus dem Ego.
  24. Unbewusste Reaktionen. Du verstehst nicht, warum du so reagierst.
  25. Du beziehst dich auf etwas Vergangenes.

Eine Quelle von giftigen Emotionen hatten wir schon kennengelernt, konventioneller Sex. Die Autoren benennen insgesamt fünf Quellen:

  1. Unterdrückung von Gefühlen in der Kindheit
  2. Körperliche Misshandlungen, sexueller Missbrauch und sexuelle Gewalt
  3. Konventioneller Sex = emotionaler Sex (Erregung und Spannung erzeugend)
  4. Der Verstand – er kann zwanghaft werden
  5. Kollektive Schmerzen und Emotionen

Diana und Michael Richardson zeigen fünf goldene Regeln, wie wir mit emotionalen Zuständen umgehen und sie heilen können. Auch diese seien hier kurz benannt. Im Buch werden diese Schritte natürlich genau ausgeführt und an Beispielen erläutert (S. 68 – 79):

  1. Erkennen, dass man emotional ist.
  2. Drei einfache, alles verwandelnde Worte laut aussprechen: „Ich bin emotional.“
  3. Dem Partner sagen: „Ich gehe jetzt, weil ich eine Weile allein sein muss. Ich komme später wieder.“
  4. Deinen Körper für eine Zeit lang aktiv bewegen (nicht ins Bett legen!)
  5. Zum Partner zurück kehren, wenn die Emotionen vorbei sind und ihn in den Arm nehmen.

Und was ist mit den GEFÜHLEN, mit „Zeit für Gefühle“?

Die alten Gefühle zu erkennen und uns durch Emotionen durchzuarbeiten ist nur die halbe Lösung. Die andere Hälfte ist ebenso wichtig: Gefühle in dem Augenblick auszudrücken, in dem sie aufkommen – im Hier und Jetzt! (S. 92)

Wenn wir in der Lage sind, Gefühle wie Wut, Trauer, Verzweiflung oder Frustration an der Wurzel zu packen in dem Moment, in dem sie aufkommen, dann haben sie keine lange Überlebenschance – etwa acht Sekunden. (S. 93)

Hier sind im Buch auch viele Tipps im Umgang mit authentischen, aktuellen Gefühlen zu finden. Das Buch schließt mit 19 Empfehlungen zur Kunst, miteinander zu reden und sich aufeinander zu beziehen.

Mein Fazit: Dieses kleine Büchlein ist ein wertvoller Schatz, emotionales Gift zu erkennen und uns davon zu befreien. Es lässt traditionelle Psychologie in ihrer Theorie und Praxis weit hinter sich. Wir lernen, selbst VERANTWORTUNG für unsere Emotionen zu übernehmen und in ihrer Heilung nicht nur erwachsen zu werden, sondern auch liebesfähig.

Bestellung bei AMAZON:
Zeit für Gefühle: Die Krux mit den Emotionen in der Partnerschaft

_______________________________

Die deutschsprachige Internet-Seite
von Michael und Diana Richardson

>> HIER

Dieter Broers: Der Glückscode

Es ist schon überraschend, dass ein Biophysiker, der Dieter Broers von Hause aus ist, noch „seinen Senf“ zu der Masse an Glücksbüchern auf dem Markt beitragen muss. Doch es folgen noch eine Menge weiterer Überraschungen. Ich sage es sofort: Dieses Buch gehört zu den Besten zum Thema Glück (-Seligkeit)!

Wie kommt ein Biophysiker dazu, ein so substantielles Buch zum Thema Glück zu schreiben?

Auch ich brauchte viele Jahre, bis ich zum Kern des Glücks gelangte. Bis ich erkannte, dass das Glück utrennbar verknüpft ist mit dem Wissen um jene kosmischen Energien, an die wir vermutlich am wenigsten denken, wenn wir vom Glück im Hier und Jetzt sprechen. (S. 9)

Aha! Kosmische Energien! Für dieses Thema ist ein Quanten- und Biophysiker natürlich prädestiniert. Hoffentlich reduziert er diese Energien nicht auf das Physikalische!

Was ich in diesem Buch zugänglich mache, ist die Quintessenz meiner gesamten Forschungsarbeit. (S. 10) Das Geheimnis des Glücks ist in jedem von uns verborgen und kann entschlüsselt werden – vorausgesetzt, wir kennen den Glückscode. (S. 11)

Das ist doch eine weitere (sympathische!) Überraschung, dass ein Physiker sein Buch über Glück und Liebe zur Quintessenz seiner Forschung erklärt! Was ist also das Geheimnis? Was der Glückscode?

Der Glückscode setzt sich aus 7 Lebensprinzipien zusammen, in den sieben Kapiteln des Buches dargestellt.

1. Prinzip: Wahre Wünsche

Im Einstieg ist schon eine rechte Ohrfeige an die Glücksbücher der „esoterischen Szene“ mit der naiven Wunschbestellung beim Universum, wobei er über seine eigenen Erfahrungen schreibt:

Die Wünsche waren zur Sucht geworden, und wie bei jeder Sucht musste die Dosis unaufhörlich erhöht werden. Befriedigung aber gab es nicht. Die Vorfreude, die ich anfangs noch gespürt hatte, ließ merklich nach. Es waren eher Bestellungen, die ich bei mir selbst aufgab, und ich erwartete das Eintreffen des Erwünschten allmählich nur noch mit lauen Interesse. (S. 24)

Unsere „normalen“ Wünsche sind in der Regel Ausdruck eines Suchtsystems in unserer Suchtgesellschaft (> Anne Wilson Schaef). Auch unsere Sehnsucht, das Glück in einer Partnerschaft zu finden, endet meist im Desaster.

Wünsche, das haben wir gesehen, maskieren oft unser Unbehagen an uns selbst; sie drücken unsere Ängste und unsere Unsicherheit aus. Deshalb entzaubern sich die meisten Wünsche nach ihrer Erfüllung. Sie machen uns nicht glücklich, häufig machen sie uns sogar ziemlich unglücklich. Weil nicht das Glück, sondern, plakativ gesprochen, das Unglück in uns lauert und alles vergiftet, wonach wir greifen.
Diesen Mechanismus zu erkennen, lehnen wir ab, weil wir intuitiv spüren, wie erschreckend diese Einsicht ist. (S. 33)

Im ersten Prinzip geht es Dieter Broers darum, dass wir gegen alle inneren und äußeren Haben-Wollen-Muster „die Kunst des Wünschens“ wieder neu lernen,

die Befreiung von materiellen Gütern als Befreiung der Seele und als Chance ihrer Reifung. Wunschlos glücklich sein heißt: wollen, was wir wirklich wollen. (S.  46)

Es geht also nicht um Glückskonsum, Glücksrezepte, sondern um die Seele und ihre Glückseligkeit. Auch das ist Energie: Seelenenergie.

Der 1. Glückscode sind die HERZENSWÜNSCHE

2. Prinzip: Das Wesen der Seele

Um sich mit seiner Seele verbinden zu können, ist es wichtig zu wissen, „was unsere Seele ausmacht“:

Sie ist Bewusstsein, das sich zwar für eine Weile individuell manifestiert, doch zugleich unsterblich ist. Sie führt ein Eigenleben, das die Anbindung an die Materie nur sporadisch erlebt. Die Seele ist frei, unsterblich und unendlich. (S. 55)

Okay, doch unter „das verlorene Paradies“ entfaltet Dieter Broers ein wirkliches Geheimnis der Seele:

Im Laufe meiner Forschung kam ich zu dem Schluss, dass es am Anbeginn allen Lebens eine „Urseele“ gab. Viele Philosophen, Mystiker und übrigens auch Physiker, darunter geniale Quantentheoretiker und Strophysiker, vertreten dieselbe Ansicht. Sie gehen davon aus, dass der Ursprung aller geistigen und seelischen Phänomene in der Urseele liegt. Sie ist der göttliche Atem, der uns eingehaucht wurde. Sie ist die gewaltige Kraft, die uns Menschen fragen und hoffen lässt. (S. 57)

Die URSEELE ist das Paradies in uns, das im Laufe der Evolution in unzählige Seelen aufgespalten wurde.

Das Massenphänomen der kranken Seele ist nicht die Folge eines falsch gelebten Lebens, sie ist vielmehr die Konsequenz einer fortschreitenden Aufspaltung der Seele. (S. 60)

Dies ist durchaus eine alte Idee im Schamanismus, die Idee der fragmentierten Seele. Dieter Broers entwickelt hier den Kern einer wirklich neuen, modernen „Seelen-Psychologie“ (klingt etwas „doppeltgemoppelt“, doch unserer konventionelle Psychologie ist die SEELE längst abhanden gekommen).

Es kommt darauf an, dass wir Kontakt mit dem kosmischen Prinzip der Urseele aufnehmen, um uns spirituell wieder mit ihr zu vereinigen. Da die Urseele die universelle Grundlage unseres Menschseins ist, ist er der unbewusste Sehnsuchtsort, den wir umkreisen, wenn wir das Glück suchen. (S. 61)

Das Glück bedeutet Selbst-Bewusstsein der Seele als Teil der Urseele.
(S. 62)

Was für ein Satz, was für eine Tiefe! Ja, aus alledem ergibt sich auch eine neue Sicht des „idealen Partners“:

Wenn es gelingt, einen Partner zu finden, mit dem wir glückhaft verschmelzen, so haben wir auch Zugang zur Urseele. Die Zersplitterung wird ein Stück weit zurückgenommen. Im geliebten Menschen sehen wir bestätigt, dass wir nicht isoliert und einsam sind, sondern im spirituellen Sinne aufgehoben und geborgen.
Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass wir den ersten Schritt hin zum Selbst-Bewusstsein der Seele allein tun. Solange wir unsere Unerlöstheit auf jemand anderen projizieren, verdoppeln wir unsere Defizite, statt sie zu überwinden. Am Anfang steht daher die „Alleins-Erfahrung“. (S. 67)

Deshalb ist es so wichtig, dass zuerst Ihre Seele glücklich sein muss, bevor sie bereit sind für einen Partner. Dass Sie das Gefühl einer „gesättigten“ Seele kennen, die voller Licht und Freude ist.
Erst wenn Sie jederzeit in einen Zustand tiefen Glücks gleiten können, untrennbar verbunden mit der Urseele, gelingt es Ihnen im besten Sinne wählerisch zu sein. Sie brauchen dann keine schnellen „Seelentröster“ mehr, die lediglich einen schalen Nachgeschmack hinterlassen. Sie können gelassen und gesättigt auf jenen Menschen warten, den Ihre unsterbliche Seele ersehnt. (S. 72)

Der 2. Glückscode ist das WESEN DER SEELE.

Ich denke, diese sehr ausführliche Besprechung der ersten beiden Prinzipien macht die Tiefe des „Glücks-Ansatzes“ bei Dieter Broers deutlich. Die anderen fünf Prinzipien dann etwas kürzer:

3. Prinzip: Die Kraft der Resonanz

Auch in diesem Kapitel über Schwingung, Schwingungskörper, Resonanz, Anziehung lernen wir von einem „Energie-Experten“ eine Menge Neues.

Schwingung ist ein kosmisch wirksames Kommunikationsmedium – eine spirituelle Energie, die alle Grenzen des Vorstellbaren sprengen.
Hier nähern wir uns einem elementaren Schlüssel des Glücks. Unsere seelischen Schwingungen nämlich sind mit einem universalen Schwingungssystem vernetzt, das wir aktiv steueren können. (S. 76)

Bei dieser Sichtweise wird langsam verständlich, warum uns die Botschaft wahren Glücks über einen Quanten- und Biophysiker vermittelt wird.

Machen Sie sich klar, dass Ihre Seele das Kostbarste ist, das Sie besitzen. Pflegen Sie IHre Seele. Gehen Sie gut mit ihr um. Entdecken Sie, wie Sie sie in Schwingung versetzen. …
Die beste Vorbereitung auf Ihren künftigen Partner ist, knapp zusammengefasst, die Reinigung, Entwicklung und Erweiterung ihrer Seele. (S. 89)

Den Seelenpartner finden nur Menschen, die mit der Seele suchen, sich über die Urseele miteinander in Verbindung fühlen und so den Menschen anziehen, der uns wirklich liebt. Dieter Broers nennt dies „glückhafte Resonanz“.

Der 3. Glückscode ist die (Anziehungs-) KRAFT DER RESONANZ

 

4. Prinzip: Die Heilkraft der seelischen Energie

Schwingung ist Bewegung, und Bewegung setzt Energie voraus. Dieter Broers ist im nächsten Kapitel dieser „höheren Energie“ auf der Spur, die die Schwingungen der Seele verursachen. Hier zitiert er den hinduistischen Mystiker Sri Aurobindo:

„Die Energie, die die Welt erschafft, kann nichts anderes sein als reiner Wille, und Wille ist Bewusstsein, das sich in den Dienst eines Wirkens und eines Resultates stellt.“
(Sri Aurobindo, zitiert S. 116)

Wenn wir uns mit dieser Ur-Energie verbinden, dann verbinden wir uns mit dem DEIN WILLE GESCHEHE. So sind wir im EINKLANG mit der göttlichen Schöpfung.

Die strukturelle Gleichheit aller Energie ist es, die uns physikalisch gesehen mit dem Kosmos verbindet. Denken wir uns nun den kosmischen Willen hinzu, fällt das letzte Puzzleteil an die richtige Stelle: Die Bewegungsgesetze des Kosmos sind auch die unseren und umfassen sämtliche physikalischen und seelischen Prozesse. …
Das betrifft die Seele unmittelbar. Energie ist ihre Nahrung, Energie ist das, was sie ausströmt, und Energie ist es, was sie mit allem verbindet. Fehlt diese Energie, so beginnt ein langer Leidensweg. (S. 117)

Und als Konsequenz:

Seelische Gesundheit, die Voraussetzung des Glücks, ist nur durch Selbsterkenntnis zu haben. Es ist eine energetische Arbeit an der Seele, ungeachtet äußerer Einflüsse. (S. 119)

Dieter Broers beschreibt nun die vielen Möglichkeiten, der Seele energetische Nahrung zuzuführen, sie energetisch zu heilen. Hier kommt auch die Quantenphysik ins Spiel. Wir kennen die zunehmende Bedeutung der Quanten-Heilung. Entscheidend dafür die die Erkenntnis des „formenden Beobachters“ (S. 142) Die Quantenphysik hat erkannt, dass man nicht neutral beobachten kann, sondern durch die Beobachtung selbst verändernd einwirkt.

Berühmt dafür ist das Gedankenexperiment von Schrödinger und seiner Katze, das Dieter Broers hier darstellt, um den Kern der Quantenphysik und Quantenheilung zu verstehen. Und in der Konsequenz für den idealen Partner:

Durch energetische All-Bewusstheit erschaffe ich mir den idealen Partner. Er ist ein Aspekt von mir selber, der noch unentwickelt ist. Der Partner manifestiert sich unweigerlich, damit ich wieder zu mir selbst heimkomme und zu meiner verlorenen Ganzheit. So erfahre ich mich als Teil der Urseele.
(S. 146)

Eine schöne Formel des schöpferischen (kreativen) Dreiklangs:
Beobachten – eingreifen – geschehen lassen.
(S. 147)

Der 4. Glückscode ist SEELISCHE ENERGIE.

5. Prinzip: Durch Hingabe die Glücksverbote überwinden

Dieses Kapitel ist wohl das schwerste, das zu durchleben ist. Es ist die „Arbeit an der Seele“. Denn das Entscheidende, das uns von unserem Glück abhält, sind die inneren Glücksverbote, die Mauern und Schutzwälle, die uns von unserem Glück trennen. Hierzu gehören Schuld- und Schamgefühle und das „Verhängnis der Selbstbestrafung“ (S. 158). Wir können auch unheilvolle Paarbeziehungen  eingehen, asymmetrische Partnerschaften.

Sie beruhen nicht auf Gleichklang und Seelenverwandtschaft, sie sind auf Unglück gebaut. (S. 159)

Solche Sucht-Beziehung liegen vor, wenn (vor allem Frauen) die Sucht haben, gebraucht zu werden und (vor allem Männer) den Retter spielen wollen. Wir gehen solche Beziehungen unbewusst ein, um uns selbst zu bestrafen.

Weitere Glücksverbote sind Unwertgefühle, Selbstentwertung, falsche Anpassung oder Emotionalisierung der Beziehung (Gefühlsrausch statt Seelenfrieden). Dieter Broers zeichnet die Landkarte der inneren Glückssaboteure auf.

Und die Heilung? Wenn wir in das Schwingungsfeld KOSMISCHER LIEBE („Agape“) kommen, dann kommen wir in Hingabe und Demut.

Das Tor zum Glück ist Hingabe. Sie ist gegenwärtig, wenn Sie meditierend Ihre Verbundenheit mit dem Kosmos aufschließen. Dann gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Ihnen und der Welt. Sie geben und nehmen im Gleichklang. Sie spüren echte Freude, die nicht zielgerichtet ist. Sie suchen weder Kick noch Erregung, sondern sind seelisch ganz bei sich. (S. 179)

Sie werden die Gegenwart der Liebe völlig ruhig und gelassen spüren: als Hingabe, Freude, Einssein. (S. 180)

Dass diese „Arbeit an der Seele“ nicht so einfach ist, zeigt Dieter Broers Empfehlung:

Trennen Sie sich von Menschen, die Ihnen eine seelische Unterwerfung abverlangen und Ihren Glücksanspruch unterdrücken. (S. 181)

Es gleicht der Aufforderung an einen Alkoholkranken: Trenne dich von der Flasche.
DAS IST ARBEIT!

Der 5. Glückscode ist HINGABE.

6. Prinzip: Die Liebe beschützen

Die Liebe einer Seelenpartnerschaft wird von außen und innen bedroht und bedarf des bewusstsen Schutzes.

Die Liebeskunst nun besteht darin, das Glück nach innen zu leben, es aber nicht von äußeren Faktoren abhängig zu machen – von Meiningen, Bewertungen, gesellschaftlichen Bedingungen, die man uns aufzwingen will. (S. 189)

Weitaus schwieriger als die „äußeren“ sind die „inneren Feinde“ zu erkennen und zu zähmen wie Respektlosigkeit, Bequemlichkeit, Gedankenlosigkeit.

Der Glückszustand der Seele wird massiv angegriffen von uns selbst, von Ego, Intellekt und Instinkt. Ein Krieg tobt in unserem Inneren. (S. 195)

Wenn Sie schon einmal darunter gelitten haben, dass die große Liebe sich in kleinteiligen Scharmützeln verflüchtigte, so lag es sehr wahrscheinlich auch daran, dass das Ego die Oberhand über die Seele erhielt. (S. 198)

Doch die Zähmung des Egos gehört zu den wichtigsten und zugleich schwierigsten Aufgaben der spirituellen Entwicklung. (S. 206)

Dieter Broers zeigt in diesem Kapitel die verschiedenen Erscheinungsformen des zersetzenden Egos auf wie Besitzanspruch, Eifersucht, Kontrollsucht, Versuchungen des „Fremdgehens“, Stress, Überreizung.

Eine in Selbst-Bewusstsein der Seele ruhende Liebe ist sich dieser „inneren und äußeren Feinde“ bewusst und weiß sich bewusst zu schützen.

Der 6. Glückscode ist SCHUTZ.

Das 7. Prinzip: Wachstum im Einklang

Die große Liebeskunst ist die Balance zwischen Verschmelzung („Selbstaufgabe“) und Selbstentfaltung. Liebe gelingt, wenn BEIDE ZUSAMMEN WACHSEN (im doppelten Wortsinne!)

Wenn Sie Ihren liebenden Seelenpartner gefunden haben, so stehen Sie vor dem noch nicht erwachten Teil Ihrer Seele. Deshalb korrespondieren Sie. Deshalb verfügen Sie über fast telepathische Kräfte für den anderen.
Ihr idealer Partner repräsentiert das, was Sie sind, und das, was Sie noch nicht sind.  Er macht Ihnen zugänglich, was möglich wäre. Und damit schärft er Ihren Möglichkeitssinn. Das gesamte Potenzial Ihrer seelischen Fülle wird geweckt.
Das ist das Geheimnis des Wachstums. Sie verlieren nichts, wenn Sie sich hingeben, vorausgesetzt, es handelt sich tatsächlich um Ihren Seelenpartner. (S. 230)

Erst in der Korrespondenz mit dem idealen Partner sind wir bereit, das gesamte seelische Glück auszuleben: als Hingabe und Entgrenzung. (S. 232)

Der Ur-Wunsch seelischer Balance, der die Liebe ist, verfährt nicht manipulativ. Das Ich und das Du verschmelzen in Freiheit. Und wachsen im Wir. (S. 234)

Statt des gemeinsamen Wachstums im WIR erleben wir in Beziehungen eher das Korrigiert-Werden durch den Partner. Wir kennen alle die SPIRITUALISIERUNG dieser EGO-Manipulation in der

These, der Partner werde uns „karmisch geschickt“. Er sei gekommen, um unsere Fehler zu korrigieren. Viele Menschen hängen der irrigen Vorstellung an, eine Beziehung sei eine karmische Therapie. …

Korrektur ist nur der vorbewusste Wille eines unerlösten Partners, der uns formen möchte.
Sie haben also keinen Anlass, sich demütig zu zeigen, wenn jemand Sie mit aller Gewalt ändern möchte. Hören Sie auf die Alarmsignale Ihrer Seele. Sobald Sie merken, dass jemand Sie mit wortmächtigen Argumenten in die eine oder andere Richtung ziehen will, können Sie sicher sein: Dies ist nicht der Seelenpartner. Er ist nicht der Leuchtturm, dessen Strahlen Sie anziehen. Er ist ein Suchscheinwerfer, der sein gnadenloses Licht auf Sie richtet, auf der Suche nach Ihren vermeitlichen Schwächen. (S. 235)

Gemeinsames Wachstum  vollzieht sich in gemeinsamen Schwingungen.

Die gemeinsame Meditation hilft Ihnen sozusagen, gewaltfrei zu kommunizieren. Schwingungen können niemals Gewalt ausüben. (S. 236)

Glückliche Paare leben in einem Zustand der Synchonisierung. (S. 243)

Sie schwingen immer mehr in der selben Frequanz, sind „ein Herz und eine Seele“. Dieter Broers klammert die SEXUALITÄT nicht aus, auch wenn sie nur ein einziges Kapitel umfasst. Die Bais einer glücklichen Sexualität ist die SEELE und nicht der Trieb des Körpers.

Das ist der 7. Glückscode: EINKLANG.

Fazit: Es ist ein wundervolles Buch. Ausnahmsweise zitiere ich als mein Fazit das Fazit des Buches selbst: „Der Kosmos meint es gut mit Ihnen. Er will, dass Sie den idealen Partner finden und mit ihm vereint bleiben. Das ist Ihre Bestimmung. Sie werden glücklich sein, für immer.“ (S. 256) Dieter Broers gibt uns die sieben Schlüssel als Glückscode dazu in die Hände.

Bestellung bei AMAZON:
Der Glückscode: Die kosmischen Quellen für Selbsterkenntnis, Liebe und Partnerschaft

_______________________________________________

Interview mit Dieter Broers zu diesem Buch:

 

Okay, ich bin nicht ganz so glücklich, dass „Schrödingers Katze“ im Mittelpunkt es Interviews über das Buch steht (im Buch S. 139 – 145 von insgesamt 255 Seiten).
Es könnte der Eindruck entstehen, nur ein Quantenphysiker könne wirklich lieben. Doch ich muss zugeben: Nach einem Dutzend Büchern zur Quantenphysik habe ich dieses Gedankenexperiment von Schrödinger im Glückscode zum ersten Mal richtig verstanden!
Kompliment also an Dieter Broers für seine didaktischen Fähigkeiten!

Deepak Chopra: Wege aus der Sucht

Das Buch „Wege aus der Sucht“ ist ein recht unscheinbares, und doch kraftvolles Buch für den Weg aus der Sucht. Zunächst stellt Deepak Chopra fest:

Meiner Meinung nach sind Abhängigkeiten und ihre Folge das schwerwiegendste Gesundheitsproblem, dem sich unsere Gesellschaft heute gegenübersteht. (S. 9)

Das NEUE an dem Buch: Er behandelt die Suchterkrankung aus einer anderen PERSPEKTIVE als aus einer rein therapeutischen Sicht.

Seine Perspektive ist die spirituelle:

Ich sehe den Abhängigen als Sucher, allerdings einen missgeleiteten. Der Süchtige ist ein Mensch auf der Suche nach Lebensfreude, vielleicht sogar auf der Suche nach einer transzendenten Erfahrung – und ich möchte betonen, daß diese Art der Suche außerordentlich positiv ist. Der Süchtige sucht zwar am falschen Ort, aber er strebt nach etwas sehr Wichtigem …
In meinen Augen hat jemand, der noch nie den Sog eines Suchtverhaltens gespürt hat, auch noch keine ersten zögernden Schritte auf dem Weg zur Erkenntnis wahrer Spiritualität gewagt. (S. 10 f.)

So gesehen kann der der WEGE AUS DER SUCHT nur ein spiritueller sein. Unsere höchsten Bedürfnissen sind die spirituellen Bedürfnisse. Doch unsere materialistisch orientierte Gesellschaft ist spirituell komplett verarmt und leer.

Ich halte Süchtige nicht einfach für schwach oder sogar für kriminell, sondern sehe sie als Menschen an, die mit Selbstzerstörung – in gewisser Weise verständlich – auf die spirituelle Leere mitten des materiellen Überflusses reagieren.
Wir alle spüren die Auswirkungen dieses spirituellen Vakuums. Je nach Charakter und Lebensbedingungen reagieren wir darauf ganz unterschiedlich. Wir müssen erkennen, daß unsere Gesellschaft auf Sehnsüchte, die im Grunde genommen spiritueller Art sind, nur materielle Antworten bereit hat. (S. 16 f.)

Ich will auf die einzelnen Schritte des Weges aus der Sucht hier nicht weiter eingehen. Aufschlussreich ist das letzte Kapitel „Lebensfreude – die wahre Lösung“, in dem Deepak Chopra „Zwölf Schritte zum inneren Gleichgewicht“ aufzeigt:

  1. Haben Sie letzte Nacht ausreichend geschlafen?
  2. Haben Sie den Tag mit „nährenden“ Tätigkeiten begonnen, die Sie körperlich und seelisch gestärkt haben?
  3. Waren Sie bei der Arbeit wirklich zufrieden?
  4. Wenn Sie sich über jemanden oder über etwas geärgert haben, konnten Sie den Ärger auf konstruktive Weise ausdrücken?
  5. Sind Sie heute mit offenen Augen durch die Natur gegangen und haben Sie sich an ihr gefreut?
  6. Haben Sie für angenehme Tätigkeiten oder körperliche Bewegung Zeit gefunden?
  7. Hatten Sie Gelegenheit, einige Zeit alleine in der Stille zu verbringen?
  8. Haben Sie heute von Herzen gelacht?
  9. Konnten Sie sich ausruhen, falls Sie müde waren oder unter Streß standen?
  10. Haben Sie Ihre Mahlzeit in einer angenehmen Umgebung und in angenehmer Gesellschaft eingenommen?
  11. Haben Sie Freunden und Familienmitgliedern gegenüber heute Liebe gezeigt?
  12. Haben Sie Ihrerseits auch die Liebe anderer frei und freudig empfangen?
    (S. 160 – 167)

Das mag ein sehr einfaches Rezept sein, doch der Weg aus der Sucht ist ein Weg in die Lebensfreude – so EINFACH ist das (wenn auch nicht leicht umzusetzen).

Fazit: Wem bei der Überwindung von Suchtverhalten – welcher Art auch immer – die spirituelle, wirklich heilsame Perspektive fehlt, dem rate ich dieses Buch an. Es hilft bei der grundlegenden Umorientierung DER SUCHE und ein Leben nach den wahren, spirituellen Bedürfnissen.

Bestellung des Buches bei AMAZON:
Wege aus der Sucht

Anne Wilson Schaef: Die Flucht vor der Nähe

Das dritte Buch in der „Sucht-Trilogie“ von Anne Wilson Schaef geht an den Kern von Süchten: die Suchtbeziehung.
Im  ersten Buch der Trilogie „Co-Abhängigkeit. Die Sucht hinter der Sucht“ (1986) (> meine Buchbesprechung)  analysiert sie „Co-Abhängigkeit“ als Sucht und erkennt den Suchtprozess auch hinter dieser Sucht.
Im zweiten Buch der Trilogie „Im Zeitalter der Sucht. Wege aus der Abhängigkeit“ (1987) (> meine Buchbesprechung) analysiert sie dieses Suchtsystem genauer. Schon hier hat sie die „Suchtbeziehung“ als Modell aller Suchtsysteme erkannt.

Das dritte Buch „Die Flucht vor der Nähe. Warum Liebe, die süchtig macht, keine Liebe ist“ (1989) unterzieht diesen Suchtbeziehungen jetzt einer genauen Analyse.

Anne Wilson Schaef unterscheidet 3 Suchtbeziehungen:

  • Sexsucht
  • Romanzensucht
  • Beziehungssucht (in zwei Varianten: ständig in NEUEN Beziehungen ODER
    komplett abhängig von EINER Beziehung)

Jede Sucht hat (grob gesehen) 4 Abstufungsgrade:

  1. heimlich und in der Phantasie
  2. einen anderen Menschen (missbräuchlich) benutzend
  3. einen anderen Menschen grob verletzend
  4. offene Illegalität und Gewalttätigkeit einem anderen Menschen gegenüber
    (jede Sucht endet in letzter Konsequenz für Täter/Opfer/beide tödlich)

Alle Suchtbeziehungen sind PSEUDO-Beziehungen. Oberflächlich gesehen scheint das Gegenteil der Fall zu sein: Klammer-Beziehungen z.B. scheinen Nähe richtig erzwingen zu wollen. Sexsucht scheint körperliche Nähe zu fordern, Romanzensucht scheint gar der Inbegriff der (verliebten, vergötternden) Nähe zu sein. In Wahrheit aber sind alle diese Pseudo-Beziehungen (Süchte) eine Flucht vor der Nähe.

Wer süchtig ist, hat keine Nähe zu sich selbst (Authentizität) und kann natürlich auch zum anderen keine Nähe eingehen (Intimität). Pseudo-Beziehungen sind u.a. von Streitsucht geprägt. STREIT ist ein Mittel, um den anderen vom Leibe, auf Distanz zu halten. „Und wenn keine Nähe mehr möglich ist – dann gibt es Krieg.“ (S. 105)

… doch nicht nur, auf Distanz zu halten, sondern auch dem eigenen Prozess selbstverantwortlich aus dem Weg zu gehen:

Wenn ich mich mit meinem eigenen Prozeß nicht auseinandersetzen will (der mir besonders angst macht, weil ich nicht weiß, wohin er mich führt), zettle ich einen Streit mit meinem Partner an (abladen); alsbald steht dieser Streit im Mittelpunkt, und ich bin vom Umgang mit mir selbst befreit. Tatsächlich lenkt der Streit beide davon ab, die Verantwortung für ihre eigenen Prozesse zu übernehmen. Wir brauchen nur einen guten Suchtpartner (selbstbezogen), und schon wird das Spiel laufen. (S. 135)

In Suchtbeziehungen ist weder Authentizität noch Intimität möglich. Beides sind zentrale Merkmale von gesunden Beziehungen.

Sind unsere grundlegenden Beziehungen erst einmal krank, sind wir auch selbst krank. Für denmenschlichen Organismus sind Beziehungen wichtig, aber sie können uns weder unsere Identität noch unseren Eigenwert geben. Felt es uns an beidem, können wir vermutlich niht unseren Beitrag für die Entwicklung der Gesellschaft leisten; so verstanden trägt Beziehungssucht zum Verfall der Gesellschaft bei. (S. 104)

Mit fortschreitender Krankheit treten bei jedem Süchtigen bestimmte Verhaltensmuster auf wie Kontrollieren, Unehrlichkeit, Selbstbezogenheit, Perfektionismus, forderndes Verhalten, Verwirrung, Isolation und Dysfunktionalität. … Ein Süchtiger ist nicht in der Lage, irgendetwas beständig und verläßlich für sich oder die Gesellschaft zu leisten, und welcher Art seine Leistung auch sein mag, ihre Qualität wird sich verschlechtern. (S. 107)

Jede Beziehung, die sich in Form von Abhängigkeit irgendeiner Art definiert, kann nicht intim und vertraut sein. Abhängigkeit tötet Nähe. Die meisten Menschen glauben, man müsse den anderen oder die Beziehung brauchen, andernfalls würde man verlassen werden. Doch gerade dieses Brauchen kommt der Aufforderung nahe, eine Beziehung zu zerstören. Keine Beziheung wird überleben können, wenn Abhängigkeit im Spiel ist. (S. 112)

Dieses dritte Buch der „Sucht-Trilogie“ weist wie kein anderes bisher auf den Weg der „Nähe“, „gesunden Beziehungen“ und „Genesung“ (Kapitel 5 und 6). Die beiden nachfolgenden Bücher „Mein Weg der Heilung“ (1992) und „Leben im Prozess“ (1998) sind dann ganz dem Thema der Heilung gewidmet.

Eine wesentliche Grundvoraussetzung für Nähe und Intimität lautet: Wir müssen uns selbst nahe sein. Solange wir Nähe von außen erwarten, werden wir sie niemals richtig erleben und nicht fähig sein, sie mit anderen zu teilen. Wollen wir anderen Menschen nahe sein, müssen wir zunächst einmal wissen, wer wir sind, was wir fühlen, was wir denken, wo unsere Stärken liegen, was uns wichtig ist und was wir wollen. (S. 129)

Die Beziehung mit dem Selbst ist gleichzeitig eine Quelle der Zufriedenheit und Erweiterung, sie muß jedoch geduldig gepflegt werden, um sich zu entwickeln. Sie erfordert auch Zeit für sich selbst, zur Besinnung, Zeit zur Bereicherung der eigenen Spiritualität. Eine Beziehung mit dem Selbst braucht Zeit. Meiner Ansicht nach schließt sie gleichzeitig die Beziehung zu Gott oder einer höheren Macht ein, wie immer man diese auch begreifen mag. Eine aufrichtige Beziehung mit unserem inneren Prozeß bindet uns gleichzeitig an den Prozess des Universums. (S. 144)

Für den Genesungs-Prozess spielt das 12-Schritte-Programm der Anonymen Alkoholiker (auf die jeweilige Sucht entsprechend abgewandelt) eine große Rolle. Mir gefällt an diesem Buch von Anne Wilson Schaef sehr, dass sie ihr anfängliches Misstrauen diesem Programm gegenüber in aller Ehrlichkeit und Offenheit beschreibt. Und dann erkennt sie daran, dass wir in unserem Genesungsprozess immer auch auf WIDERSTAND (S. 152 ff.) gefasst sein müssen. Unser Suchtsystem ist heimtückisch und leistet Widerstand gegen seine Auflösung. Ein Bewusstsein für diese Mechanismen zu bekommen und sie dann auch wahrzunehmen (Wo leistet ES Widerstand gegen meine Genesung?) ist von zentraler Bedeutung.

Genesung bedeutet auch Abstinenz. Wer beziehungssüchtig ist, braucht auch eine Zeit der Abstinenz vor einer neuen Beziehung.

Abstinenz bedeutet, daß man noch nicht in der Lage ist, sich auf irgendeine echte, wirklich nahe Beziehung in der frühen Genesungsphase einzulassen; Dies ist in der Regel eine Zeit von zwei bis fünf Jahren. (S. 160)

Und?! Gibt es irgendeinen WIDERSTAND gegen diese Genesungs-Empfehlung?

Mein Fazit: Ich glaube, wir leiden am meisten unter unglücklichen Beziehungen, und wir sehnen uns am meisten nach einer liebevollen Partnerschaft. Es gibt in dieser Hinsicht unendlich viele Ratgeber. Doch kaum an anderer Stelle ist das Scheitern von Beziehungen so klar in ihren Wurzeln erfasst wie in diesem Buch von Anne Wilson Schaef. Solange wir in irgendeiner Form abhängig und süchtig sind, finden wir keine liebevolle Nähe zu uns selbst und vertrauensvolle Intimität zum anderen.

Bestellmöglichkeit bei AMAZON:
Die Flucht vor der Nähe: Warum Liebe, die süchtig macht, keine Liebe ist

>> Mehr über Anne Wilson Schaef

Anne Wilson Schaef: Im Zeitalter der Sucht

Nach ihrem Buch „Co-Abhängigkeit. Die Sucht hinter der Sucht“ (> meine Buchbesprechung) geht Anne Wilson Schaef in dem nächsten Buch ihrer Grundthese nach, wir alle sind mehr oder weniger in Suchtbeziehungen verstrickt, so lange wir uns noch nicht von dem Suchtsystem emanzipiert haben.

Das Buch beginnt in der Einleitung mit der erschütternden Wahrheit:

Unsere Gesellschaft zerfällt mit beängstigender Geschwindigkeit. (S. 11)

Unsere Gesellschaft ist KRANK. Sie zerstört sich selbst. Und das ist typisch für jede Art von Sucht: Sie ist selbstzerstörerisch.

In ihrem ersten Buch „Weibliche Wirklichkeit. Frauen in der Männerwelt“ (1981) hatte Anne Wilson Schaef sich international einen Namen als feministische Wissenschaftlerin und Therapeutin gemacht. Sie geißelte dort das „White Male System“, das Gesellschafts-System des weißen Mannes. In diesem Buch „Zeitalter der Sucht“ identifiziert sie das patriarchalische System nun als SUCHTSYSTEM.

Es wird Zeit für eine Umbenennung. Was ich einst als Männliches System – Reaktives weibliches System bezeichnet habe, nenne ich nun das Suchtsystem. Dieses System … läuft dem wirklichen Leben zuwider. Das Aktive Weibliche System nenne ich heute das Lebensprozess-System. Dieses neue Konzept geht über den Männlich-Weiblich-Dualismus hinaus.  (S. 19)

Mit anderen Worten: Es geht nicht um den Geschlechterkampf Mann gegen Frau, Frau gegen Mann. Denn auch abhängige Frauen („reaktives weibliches System“) sind Stützen der Männerwelt. Vielmehr: Auf der einen Seite stehen Männer und Frauen, die in das (männliche) Suchtsystem verstrickt sind und auf der anderen Seite Frauen und Männer, die dieses Suchtsystem verlassen haben und im Lebens-Prozess ein System der Lebensfreude aufbauen.

Was nun ist Sucht?

Sucht ist jeder Prozess, über den wir machtlos sind. Wenn wir Dinge tun und denken, die im Widerspruch zu unseren Werten und Vorstellungen stehen, und unsere Verhaltensmuster einen immer zwanghafteren Charakter annehmen, dann hat sie die Kontrolle über uns gewonnen.
(S. 25)

Eine Sucht beherrscht eine Person und nicht umgekehrt – so lautet die Definition. (S. 142)

Süchte können „stoff- bzw. substanzgebunden“ sein (Alkohol, Nikotin, Kaffee, Drogen, Medikamenten-Missbrauch, …) wie auch „prozessgebunden“. Dazu gehören Geldhorten, Spiel-Sucht, Sex-Sucht, Arbeitssucht, Konsumsucht, religiöser Fundamentalismus.

Wenn so unterschiedliches Verhalten als SUCHT identifiziert wird,  was ist dann das typische Modell für ein Suchtsystem? Anne Wilson Schaef benennt die Beziehungssucht als typisch für ein Suchtsystem.

In unserem Kulturkreis sind Suchtbeziehungen die Regel. Es sind „Klammer“-Beziehungen. Die beiden in sie verstrickten Personen sind der Überzeugung, ohne einander nicht mehr auskommen zu können. Sie verstehen sich als halbierte Menschen, die zusammenbleiben müssen, damit daraus ein ganzer Mensch wird. (S. 33)

Eine Suchtbeziehung stellt per definitionem eine fortgesetzte Eltern-Kind/Kind-Eltern-Beziehung dar.Sie kann nicht weiter gehen, wenn einer der beiden selbstständig oder endlich erwachsen wird und die Verantwortung für sich übernimmt (S. 35)

Der Kern des Suchtsystems sind arrogante Egozentrik und narzisstische Selbstbezogenheit. Hierzu ein längeres Zitat, das den Unterschied zwischen Suchtsystem und Lebensprozess-System auf den Punkt bringt:

Im Suchtsystem steht das Selbst (nicht das wahre, sondern das falsche = EGO, J.S.) im Mittelpunkt. Nichts und niemand darf es unbesehen und ungeprüft passieren, ohne mit ihm verglichen und vom Selbst so definiert zu werden, wie es seiner Wahrnehmung entspricht. Nur unter großen Schwierigkeiten – wenn überhaupt – vermögen die Menschen das Suchtsystem objektiv wahrzunehmen … oder sich in die Perspektive eines anderen zu versetzen. Sie wissen nicht, wie sie dies tun können; Lernprozesse können sie nicht vollziehen, da ihnen ihr Selbst im Weg steht und sie nicht fähig sind, es hinter sich zu lassen.
Im Lebensprozess-System stehen Beziehungen im Mittelpunkt. Wer sich dieses System zu eigen gemacht hat, lebt in einem stabilen Zustand, in dem er mühelos über die Grenzen seines Selbst hinauszugehen vermag. Schon aus der Philosophie wissen wir, das Wesen einer Beziehung liegt darin, daß sie unter Gleichrangigkeit stattfindet … Deshalb eröffnet uns jede neue Bezieheung die Möglichkeit, in sie als gleichwertiger Partner einzutreten. Menschen, die einander als ebenbürtig betrachten, machen es sich zur Gewohnheit, sich und andere zu sehen und die gegenseitigen Standpunkte zu respektieren. (S. 46)

In ihrem nächsten Buch „Die Flucht vor der Nähe. Warum Liebe, die süchtig macht, keine Liebe ist“ (1989) (>> meine Buchbesprechung) vertieft sie die Thematik der Suchtbeziehung und unterscheidet Sexsucht, Romanzensucht und Beziehungssucht.

Wie soll HEILUNG eines Suchtsystems möglich sein?

Die Genesung von einer Sucht läßt sich nur bewerkstelligen, wenn wir uns eingestehen, daß wir süchtig sind. Das Benennen unserer Realität ist ganz wesentlich für unsere Genesung. Solange die Einsicht fehlt, daß unser Verhalten, unter Denken, unsere Aktivitäten wirklich von einem Suchtprozeß in einem Suchtsystem bestimmt werden, haben wir niemals die Freiheit, uns für die Genesung zu entscheiden. Haben wir erst einmal etwas beim Namen genannt, bekommt das einem Bekenntnis gleich. Haben wir uns zu etwas bekannt, dann gehört es uns, geauso wie die Kraft, die wir ehemals auf diese Sache verwendet haben. Gewinnen wir dann unsere persönliche Macht zurück, können wir unsere Genesung in Angriff nehmen – auf keinen Fall vorher. … Es klingt paradox, und doch läßt sich unsere persönliche Kraft einzig und allein zurückgewinnen, indem wir unsere Machtlosigkeit eingestehen. (S. 148)

Fazit: Ich empfehle dieses Buch jedem, der an eigenen Süchten (mit geringerem oder größeren Erfolg) gearbeitet hat, aber intuitiv spürt, das dahinter noch etwas tieferes verborgen liegt: der eigentliche Suchtprozess. Jeder, der das Gefühl hat, keine Macht mehr über das eigene Leben zu haben, die Kontrolle zu verlieren, an Beziehungen zu scheitern, in einer selbstzerstörerischen Abwärtsspirale zu stecken, der findet in diesem Bch die Antwort auf die Fragen WARUM? und den Weg aus der Krise.

Bestellmöglichkeit des Buches bei AMAZON:
Im Zeitalter der Sucht: Wege aus der Abhängigkeit

>> Mehr über Anne Wilson Schaef

Anne Wilson Schaef: Co-Abhängigkeit

Das kleine Büchlein von Anne Wilson Schaef „Co-Abhängigkeit“ ist ein Meilenstein in der Untersuchung von Suchtverhalten und Suchtbeziehungen. Es eröffnet uns den Horizont, die alltägliche SUCHT in uns selbst zu entdecken und zu erkennen.

Als Co-Abhängige wurden früher die Partner(innen) von Alkoholkranken gesehen. Dies ist zu kurz gegriffen! Co-Abhängigkeit SELBST ist eine Krankheit und eine Sucht, die dem Alkoholismus in keiner Weise nach steht. (Manchmal scheint der Witz zutreffend, dass es kein Wunder sei, wenn der Partner des Co-Abhängigen zur Flasche greift, um eine solch verrückte Beziehung überhaupt aushalten zu können.)

Anne Wilson Schaef geht in diesem Buch aber noch einen entscheidenden Schritt weiter: Sie sieht hinter all den verschiedenen Erscheinungsformen der SUCHT den ganzen SUCHTPROZESS, der einen Menschen von seinem wahren SELBST und seinem authentischen Leben entfremdet. UND da, wo der normale Suchtprozess zum Alltag eines jeden einzelnen wird, da ist die Schlussfolgerung naheliegend: Wir leben in einer Suchtgesellschaft! Die privatwirtschaftliche, kapitalistische Gesellschaft BRAUCHT unsere Süchte und nährt sie (denken wir nur an Spielsucht, Sexsucht, Konsumrausch, Medienkonsum).

Hier die aufschlussreiche Liste von typischen Merkmalen des Suchtprozesses:

  • Unehrlichkeit (Verleugnung, Projektion, Wahn);
  • ein gestörtes Gefühlsleben (Gefühlsstarre, abgespaltene Gefühle, verzerrte Gefühle, Ressentiments etc.);
  • Kontrollverhalten;
  • gestörte Denkstrukturen (verwirrtes Denken, zwanghaftes Denken, Überbewertung des linearen, logischen, analytischen Denkens, dualistisches „Entweder-Oder“-Denken);
  • Perfektionismus;
  • Außenorientierung (Fremdbestimmtsein, geringes Selbstwertgefühl, Eindruck-Schinden, Unterwürfigkeit);
  • Abhängigkeitsprobleme;
  • Angst;
  • Rigidität;
  • moralisierendes Verhalten;
  • Depression;
  • Unterlegenheits- / Überlegenheitsgefühl;
  • Selbstbezogenheit;
  • Verlust der inneren Moral, verunsicherte Wertvorstellungen, Verlust der eigenen Spiritualität;
  • Gefühlsstau;
  • Negativismus. (S. 54)

Es geht nicht um Anklage und Pathologisierung, sondern diese versteckten Süchte zu erkennen und uns zu ENT-SÜCHTIGEN, NÜCHTERN zu werden, KLARHEIT zu gewinnen. Hier hat Anne Wilson Schaef ihr „Living-Process“ (Lebens-Prozess) entdeckt (den sie damals noch als „Therapie“ bezeichnet hat, später wurde dieses „Leben im Prozess“ die einzig wahre Lebenskunst).

Das Buch schließt mit 9 Thesen zur Behandlung von offenen und verdeckten Süchten, die sicher auch heute noch maßgebend sind. Das „Zwölf-Schritte-Programm der Anonymen Alkoholiker“ spielt dabei auch eine zentrale Rolle.

Wir haben in diesem Buch einige ziemlich unorthodoxe und sicher auch aufregende Ideen über die Krankheit Co-Abhängigkeit erörtert, wir haben die verschiedenen Theorien und unterschiedlichen Ansätze kennen gelernt, wir haben erkannt, daß Co-Abhängigkeit ein Teil des Suchtprozesses ist und dass ein Hinüberwachsen in ein Living-Process-System möglich ist. Ich bin davon überzeugt, daß mein Konzept der Co-Abhängigkeit helfen kann, ein ganz neues Verständnis vom gesunden und ganzheitlichen Menschen zu erschließen. (S. 112)

Fazit: Das Büchlein führt in die ganze Thematik der SUCHT und der GENESUNG als Prozess ein. Hier sind alle wesentlichen Aspekte konzentriert und im Zusammenhang benannt.
Es ist auch eine gute Einführung in die späteren Werke von Anne Wilson Schaef, in denen sie die hier aufgestellten Thesen in einer Radikalität und Klarheit vertieft, die selten anzutreffen sind. Sie ist schonungslos ehrlich und kennt mit dem ganzen Suchtsystem keine Gnade.

Bestellmöglichkeit des Buches bei AMAZON:
Co-Abhängigkeit: Die Sucht hinter der Sucht

>> Mehr über Anne Wilson Schaef

Paul Ferrini: Denn Christus lebt in jedem von euch

Was würde JESUS wohl sagen, wenn er heute auf die Welt käme?
Wie würde er seine Lehre der Liebe und Vergebung HEUTE darstellen?

Paul Ferrini lässt JESUS in seinem Buch „Denn Christus lebt in jedem von euch“ zu Wort kommen! Das also, wäre seine heutige Botschaft!

Jesus spricht uns in diesem Buch direkt an. Was für ein Wagnis des Autoren Paul Ferrini, Jesus durch sich sprechen zu lassen. Im Vorwort geht er direkt darauf ein. Diese Erklärung ist so beeindruckend, dass ich daraus vorlesen möchte:

 

Elisabeth Kübler Ross hat zu diesem Buch gesagt: „Das wichtigste Buch, das ich je gelesen habe. Ich studiere es wie die Bibel.“

Ich kann die Aussage dieser wunderbaren Frau verstehen, und es scheint mir anmaßend zu sein, als Rezensent mehr dazu zu sagen. Das Buch hat eine dermaßene DICHTE, dass es in den verschiedenen Themen täglich und immer wieder gelesen werden kann.

Ich will hier nur ein paar Sätze „Kostprobe“ zitieren, die MICH besonders beeindruckt haben und anschließend ein Kapitel beispielhaft vorlesen.

Liebe ist die einzige Reaktion, die Angst auflösen kann. Wenn du das nicht glaubst, versuche es. Liebe irgendeine Person oder Situation, die Angst in dir auslöst, und die Angst wird verschwinden. Das ist wahr – aber nicht so sehr, weil Liebe ein Gegenmittel gegen Angst ist, sondern weil Angst die „Abwesenheit“ von Liebe ist. Deshalb kann Angst nicht weiterexistieren, wenn Liebe da ist. (S. 21)

Solange du deine Schuld nicht aufgelöst hast, kannst du deine Unschuld nicht erkennen. Um nichts anderes geht es bei der Vergebung. Es geht nicht darum, anderen zu vergeben, sondern allein darum, sich selbst dafür zu vergeben, dass man sich für schuldig erklärt hat.
Das ist die Ebene der Praxis. Es gibt keine Situation, auf die diese Praxis nicht anwendbar ist. Das ganze Szenario deines Lebens ist ein Feld der Selbsterforschung. Mache dir jeden deiner Gedanken und jedes deiner Gefühle bewusst, und schon bald wirst du den Ursprung deines Schuldgefühls und des daraus resultierenden Leidens gefunden haben.
Niemand kann sich vor dieser Arbeit drücken. Sie ist ein wesentlicher Teil des Lehrplans, dessen Ziel das Erwachen ist. Je schneller du das erkennst, desto leichter wird es dir fallen, die Arbeit zu tun. (S. 25 f.)

Das Leben ist entweder Widerstand oder Hingabe. Das sind die einzigen Möglichkeiten. Widerstand verursacht Leiden. Hingabe führt zur Glückseligkeit. (S. 32)

Nur wenn du andere in dein Herz hineinläßt, wirst du auch fähig, sie freizulassen.
Liebe und Nicht-Verhaftung gehen Hand in Hand. Du kannst nicht jemand lieben und gleichzeitig versuchen, ihn zu kontrollieren. Nur indem du das Beste für ihn wünschst, läßt du deinem Nächsten Freiheit. Und wenn du ihm keine Freiheit läßt, ist das, was du ihm gibst, keine Liebe. (S. 40 f.)

Der Wechsel von Urteil zu Akzeptanz, von der Trennung zum Mitgefühl ist die eigentliche Voraussetzung für Heilung. …

Ein Heiler oder jemand, der Wunder wirkt, hat die eigene innere Fähigkeit akzeptiert, völlig frei von Konflikten, Schuldgefühlen und Werturteilen zu sein. Wenn du diese Fähigkeit in dir selbst akzeptierst, wirst du Wunder in deinem Leben wirken, so wie ich es getan habe.
Ich habe dir viele Male gesagt, dass du dazu fähig bist. Heilung ist nicht nur möglich, sie ist sogar notwendig. Jeder von euch ist ein Heiler seiner eigenen wahrgenommenen Verletzungen und Ungerechtigkeiten, ein Zeuge der Heilkraft des Wunders. Heilung ist euer einziger Daseinszweck auf dieser Erde. Je früher ihr das erkennt, desto besser. (S. 58)

In diesem selbstinszenierten Drama führst du deine Auseinandersetzung nur mit Gott. Es scheint, als führtest du sie mit deinem Bruder, aber das ist nicht wahr. Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse wächst in deinem eigenen Kopf. Und in deinem eigenen Kopf stellst du dir die Frage nach Ungleichheit und Missbrauch.
Es wird eine Zeit kommen, da deine und Gottes Antwort völlig übereinstimmen. Und dann wird sich der Baum von Gut und Böse in den unmittelbaren, ganzheitlichen Baum des Lebens verwandeln. Die Liebe hat dann keinen Gegenpol mehr, sondern dehnt sich frei in alle Richtungen aus. (S. 80)

Das Mangeldenken entspringt deiner Wahrnehmung, daß du es nicht wert bis, geliebt zu werden. Wenn du dich der Liebe nicht wert fühlst, wirst du den Mangel nach außen projizieren. (S. 82)

Der Baum hat tiefreichende Wurzeln und ausladende Äste. Er ist unten fest verwurzelt und oben ganz beweglich. Er ist ein Symbol für Kraft und Hingabe. (S. 93)

Die Gesetze der Welt gelten nicht mehr für den Mann oder die Frau, deren Herz offen ist. Und so geschehen Wunder. Nicht aufgrund irgendwelcher besonderer Aktivitäten, sondern einfach weil die Liebesschwingung sich ausdehnt. (S. 96)

Sobald die Lektionen der Ebenbürtigkeit auf der Erde gelernt und verstanden wurden, wird sich das elektromagnetische Feld der Erde verändern, und die Erde wird einen neuen, glorreicheren Lehrplan hervorbringen. (S. 111)

Deine gesamte Lebenserfahrung auf der Erde ist ein Lernprozeß: Du lernst, auf dich selbst, auf deinen Nächsten und auf Gott zu vertrauen. Im Augenblick des Erwachens, in dem das Vertrauen voll aufblüht, werden diese drei Aspekte des Selbst eins. (S. 156)

 

 

Fazit: Wie immer man Paul Ferrini kennen gelernt haben mag, das ist das SCHLÜSSELBUCH, um seine Lehre (und die Lehre Jesu) zu verstehen. Es enthält den Kern seiner Botschaft. Alle anderen Bücher sind mehr oder weniger Hilfen, diese „einfache Lehre“ im Leben praktizieren zu können.

Bestellmöglichkeit des Buches Bei AMAZON:
Denn Christus lebt in jedem von euch

>> Mehr über Paul Ferrini

Paul Ferrini: Nach Hause kommen

Es ist ein ganz anderes Buch von Paul Ferrini. Fast hätte ich es verpasst! Es ist sehr persönlich, SEHR. Er lässt uns zu ihm „nach Hause kommen“:

„‚Nach Hause kommen‘ enthält einige Inspirationen und Einblicke, die ich erhielt, als eine wichtige Beziehung in meinem Leben endete und der Samen einer anderen gesät waren. Dieses Buch enthält auch einige Gedichte, die, wie ich hoffe, ein emotionales Gegenstück zu meiner Prosa liefern.
Ich habe schon immer in meinen intimen Beziehungen mehr als in irgendeinem anderen Bereich meines Lebens gelernt. Einige dieser Lektionen waren schwierig und schmerzhaft, aber am Ende haben sie mir alle dabei geholfen, mein Herz zu öffnen.“
(S. 7)

Das Buch war für mich eine große Befreiung! Paul Ferrini ist als spiritueller Meister ein Botschafter der Liebe und Partnerschaft, den ich SEHR schätze. Da stellt sich schon die Frage: Und wie „funktioniert es“ bei Paul Ferrini selbst?

Das Buch gibt EINBLICKE auch in SEINE schwierigen und schmerzhaften LEKTIONEN DER LIEBE. Nicht nur offenbart sich Paul Ferrini dadurch selbst zu einem an der Liebe leidenden Wesen. Das eigene Leiden relativiert sich; ich bin nicht so einer, der es wohl nie lernt.

Das Buch – anders als die anderen – enthält jetzt keine „12 Schritte zu …“ oder ein komplettes „Programm für spirituelle Meisterschaft“, auch kein Übungsprogramm.
Es komm leiser, tiefer und persönlicher. In 14 kleinen Prosa-Artikeln und 25 Gedichten berührt es unser Herz „für die Lektionen der Liebe“.
Was mich besonders freut: Ich habe Paul Ferrini bisher immer so verstanden, dass er nicht an die „Seelenpartner“ glaubt. Hier lese ich erste Bekenntnisse von ihm dazu. JA!

Das Büchlein (135 Seiten) darf „eigentlich“ von keinem Ferrini-Freund ungelesen bleiben,
sonst fehlt einem die „Innenseite“. Es eignet sich auch sehr zum gegenseitigen Vorlesen.

Gerne zitiere ich ein Gedicht als Anreiz:

Das Treffen

Ich wusste immer, dass du zu mir kommen würdest
und dass ich dich erkennen würde, wenn du kommst.

Ich wusste, ich würde mich selbst sehen,
wenn ich in deine Augen blicke,
und dein Herz schlagen hören,
wenn ich deine Hand in meine nähme.

Weißt du, für mich bist du keine Fremde.
Ich kenne dich seit Langem schon.

Und nun, durch eine außergewöhnliche Gnade,
kann ich kaum begreifen, dass du vor mir stehst.

Ich grüße dich, meine Liebe.
Ich feiere dieses Treffen von Innen und Außen,
von Herz und Verstand, von Körper und Geist.

Alles, was getrennt und auseinander war
ist nun wieder zusammen gefügt.
Zwei wurden zu Einem.

Himmel und Erde sind vereinigt.
Mensch und Gott berühren sich.
Was immer wahr gewesen ist, ist nun wahr in uns.

Wir danken.
Möge das, was uns segnet,
alle Lebenwesen segnen.

(Seite 133 f.)

Von NIRGENDWO jetzt also NACH HAUSE KOMMEN.

Eine kurze Lesung aus dem Buch:

 


Bestellmöglichkeiten des Buches bei AMAZON: Nach Hause kommen: Unser Herz für die Lektionen der Liebe öffnen

>> Mehr über Paul Ferrini

Paul Ferrini: Unterwegs nach Nirgendwo

Es ist mir ein besonderes Zeichen, dass sich mir bei der ersten Besprechung meines neuen Buch-Blogs Paul Ferrinis Buch „Unterwegs nach Nirgendwo“ angeboten hat!

Das kleine Büchlein (172 Seiten) ist durchaus von der Qualität des Buches JETZT!-Die Kraft der Gegenwart von Eckhart Tolle. Okay, ich werde jetzt nicht weiter vergleichen!
Es geht jedenfalls um das gleiche Thema: ganz und gar im AUGENBLICK zu leben, auf dem Weg nach NIRGENDWO (NOW HERE) zu sein, im JETZT und HIER.

„Ich gehe diesen Weg nur, weil er sich vor mir ausbreitet …
Ich bin mir nicht wirklich sicher, wohin er führt.“ (S. 9)
„Der ‚Weg ins Nirgendwo‘ ist der Weg zu deinem Herzen.“ (S. 11)

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Worte es bedarf (und Paul Ferrini ist dabei noch sehr zurückhaltend!), um den „Weg“ ins Hier und Jetzt zu beschreiben. Ist es wohl doch die „schwierigste“ und vielleicht auch einzig wahre spirituelle Übung, um in den Prozess des Lebens selbst zu kommen. Denn unser oberflächliches Leben spielt sich in der Vergangenheit (Verhaltensmuster, Wahrnehmungsfilter) und in der Zukunft (Befürchtungen) ab, nur nicht gelassen, entspannt und friedfertig in dem Augenblick, in dem das EIGENTLICHE Leben stattfindet.

Das Hindernis, einfach nur im Hier und Jetzt zu leben, ist das EGO, das „falsche“, getrennte SELBST. Das Leben aus dem EGO heraus aber kann nicht funktionieren! (Doch es gibt eine verblüffende Lösung:)

„Nichts funktioniert auf dem ‚Weg ins nirgendwo‘, außer, du gehst davon aus, dass es nicht funktioniert. Dann funktioniert es.“ (S. 20)

Ich habe kaum ein Buch gelesen, dass so sanft und liebevoll mit dem (in der spirituellen Szene so verhassten) EGO umgeht. Ja, Paul Ferrinis Buch kann man auch lesen als Aufforderung: Raus aus dem EGO-Spiel! Raus aus dem Selbstbetrug, der Lieblosigkeit, dem Starrsinn, der Scham, den Schuldgefühlen, der Wertlosigkeit, der Angst, den Urteilen, den (Partner-) Konflikten.

„Liebe dein Ego, dein wütendes verletztes Kind,
deinen inneren Teufel, deine Fähigkeit
zu lieblosen Gedanken und Taten –
sonst wirst du niemals Ganzheit erfahren.“
(Aus dem Kartenset mit Paul Ferrini „IST DIE TASSE VOLL …)

Der Ursprung des EGO ist der Schmerz der Trennung (letztlich von Gott). So ist die Überwindung dieser Trennung (das Ende des EGO als getrenntes Selbst) auch nicht der Weg in die Hölle, sondern ganz im Gegenteil:

„Sobald du die Wahrheit erreichst, stirbt das Ego, weil es nicht mehr Fuß fassen kann. Aber das Ego ist nicht ausgelöscht worden. Es stirbt und wird zur Wahrheit, es stirbt in die Wahrheit hinein. Es gibt auf. Das ist kein schmerzvoller Vorgang, sondern ein ekstatischer.“ (S. 53)

Ich habe eine Sammlung solcher Weisheits-Zitate aus dem Buch erstellt, die vielleicht einen „Geschmack“ auf die Tiefe seines Inhalts geben:

>> Weisheitszitate aus dem Buch (20 Seiten), zusammengestellt von Jürgen Schröter

Doch das Buch ist durch kein Exzerpt in seiner Essenz zu fassen. Es enthält kein Wort zu viel, ist ESSENZ SELBST. Das Buch ist eine Meditation. Jede Seite, jeder Abschnitt offenbart neue Lebens-Impulse für ein Leben im Hier und Jetzt, für den Weg des Lebens im PROZESS DES SEINS. Es ist nicht nur ein Buch in die Mystik des Lebens, sondern auch (nahezu) eine Pflichtlektüre für Menschen auf dem Weg ihrer Berufung:

„Hier sind meine Fähigkeiten.
Nutze sie, wenn du willst,
um dich um unser gemeinsames Wohl zu kümmern.
Ich vertraue dir völlig,
dass du mich fair und respektvoll honorierst.“ (S. 125)

>> Mehr über Paul Ferrini

Bestellmöglichkeit des Buches bei AMAZON: Unterwegs nach Nirgendwo

1 8 9 10