Thomas Berry: Das Wilde und das Heilige

Thomas Berry (1914 – 2009) ist einer der Hauptvertreter der „Tiefenökologie“. Dies ist eine spirituelle, ganzheitliche Umwelt- und Naturphilosophie, die ein Leben im Einklang mit der Natur anstrebt. Das Buch „The Great Work“ erschien 1999 in Amerika und ist das geistige Erbe von Thomas Berry. Endlich ist es jetzt 2011 auch auf deutsch erschienen!

Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes. Ich habe beim Lesen das Gefühl gehabt, die „Bibel der Erde“ zu lesen. Es geht nicht nur inhaltlich um das HEILIGE – beim Lesen erfasst es einen auch. Wenn wir durch DAS GROSSE WERK überleben, dann wird der Geist des Buches seinen Beitrag dazu geleistet haben.

Vielleicht das wertvollste Erbe, das wir künftigen Generationen mitgeben können, ist ein gewisser Sinn für die große, vor ihnen liegende Herausforderung, das menschliche Projekt von verwüstender Ausbeutung in ein wohltätiges Miteinander zu verwandeln. (S. 18)

Wir sollten hier feststellen, dass das große Werk eines Volkes das Werk all seiner Menschen ist. Niemand ist ausgenommen. Jeder von uns hat seinen individuellen Lebensrahmen und seine Verpflichtungen. Aber durch diese Beschränkungen hindurch hat jeder Mensch aufgrund seiner persönlichen Leistungen teil am großen Gesamtwerk. Die persönliche Arbeit bedarf einer Anbindung an das Große Werk. (S. 21)

Die Verwirklichung des Großen Werkes ist das Ziel nicht nur der menschlichen Gesellschaft, sondern des ganzen Planeten Erde. Ja, über die Erde hinaus. Es ist das Große Werk des Universums selbst. (S. 194)

Was für eine Perspektive! Es geht nicht nur um den Einzelnen, seinen Berufung in diesen Umbruchszeiten zu finden. Es geht um das „Projekt Menschheit“. Und es ist nicht nur wichtig für unseren Planeten Erde. Es ist der Kosmos selbst, der am Werk und am Wirken ist. Das ist doch HEILIG, oder?

Was ist denn das „Wilde“?

Um die Rolle des Menschen im Funktionszusammenhang der Erde zu verstehen, müssen wir die Spontanitäten erkennen, die sich in jeder Existenzform der natürlichen Welt wiederfinden lassen – Spontanitäten, die wir mit dem Wilden assoziieren, d.h. mit dem, was der menschlichen Verfügungsgewalt entzogen ist. Wir missverstehen unsere Rolle, wenn wir annehmen, unsere historische Mission bestünde darin, den Planeten zu „zivilisierten“ oder zu „domestizieren“, als ob Wildheit etwas Destruktives anstatt die ultimative schöpferische Seinsform jeglichen Wesens wäre. Wir sind nicht hier, um zu kontrollieren. Wir sind hier, um mit der größeren Erdgemeinschaft eine Ganzheit zu bilden. Die Gemeinschaft selbst und jedes seiner Mitglieder hat letztlich eine Dimension der Wildheit, eine kreative Spontanität als tiefste Realität und tiefstes Mysterium. (S. 55)

Wildheit können wir als Wurzel jeglicher authentischen Spontanität jedes Wesens ansehen. (S. 57)

Der Verlust der Seele

Wie können wir die existentielle Krise der Menschheit und des Planeten verstehen?

Die der Erde zugefügte Gewalt liegt jenseits des Akzeptablen. Sie kann nur als Konsequenz einer schweren kulturellen Fehlorientierung angesehen werden. Der Wandel, der vom Ökologen gefordert wird, besteht in einer drastischen Reduktion der Ausplünderung durch das kommerziell-industrielle Wirtschaftssystem. (S. 112)

Die entscheidende Frage hat letztlich mit der Seele der Zukunft zu tun, wie sie ihren Ausdruck im einzigartigen Lebenssystem des Planeten Erde ihren Ausdruck findet. Viel ist über die physikalischen und biologischen Überlebensmöglichkeit nachgedacht worden, aber nur ziemlich wenig über die Seele der Zukunft. Wir befassen uns hier vor allem mit der Seele als den formenden Geist-Prinzip innerhalb jedes Lebensprozesses. (S. 118)

„Störung der biologischen Integrität des Planeten“ lautet die Anklage, die gegen die Ökonomie der Ausbeutung vorzutragen ist. Nur eine Wiederherstellung der biologischen Integrität des Planeten mit seinen verschiedenen Bioregionen kann das ganzheitliche Überleben der erde in Zukunft sichern. Unsere primäre Aufgabe muss in der Wiederaufrichtung der organischen Ökonomie des gesamten Planeten bestehen. Alle werden gebraucht. (S. 149)

Den Menschen neu erfinden

Das ist für mich eines der aufregendsten Kapitel!

Die historische Mission unserer Zeit besteht darin, den Menschen neu zu erfinden – auf der Ebene seiner Art, unter kritischer Reflexion, innerhalb der Gemeinschaft der Lebenssysteme, im Kontext einer zeitlichen Entwicklung, vor dem Hintergrund der Geschichte sowie unter Aufnahme unserer Traum-Erfahrungen. …
Wir müssen den Menschen auf der Ebene seiner Art neu erfinden, da die Aufgaben, die vor uns liegen, über die Kompetenzen unserer gegenwärtigen kulturellen Traditionen, sowohl individuell als auch kollektiv, hinausgehen. Wir brauchen etwas, das unsere heutigen Tradition überschreitet und uns den grundlegendsten Aspekt des Menschseins wiederbringt: uns selbst zu formen. (S. 159)

In solcher Zeit bedürfen wir einen neuen Offenbarungserscheinung, einer Erfahrung, durch welche das menschliche Bewusstsein zum Erlebnis der heiligen und majestätischen Größe der Erde erwacht. Solches Erwachen kennzeichnet unsere menschliche Teilhabe am Traum der Erde, der in seiner Fülle nicht nur alle kulturellen Ausdrucksformen auf der Erde durchwaltet, sondern bereits in den Tiefen unserer genetischen Codierung angelegt ist. Dadurch funktioniert die Erde in einer Tiefenstruktur, die sich unserem bewussten Denken entzieht. Wir können lediglich für das empfänglich sein, was sich uns von selbst enthüllt. Wahrscheinlich haben wir seit uralten schamanischen Zeiten nicht mehr im Traume der Erde mitschwingen können, aber in ihm liegt unsere Hoffnung für unsere Zukunft und die der gesamten Erdgemeinschaft. (S. 164)

Wenn der Mensch der Mikrokosmos ist, dann ist der Kosmos ein Makro-Anthropos. (S. 174)

Thomas Berry spricht von der vierfachen Weisheit und ihren Traditionen:

  • Die Weisheit der indigenen Völker.
  • Die Weisheit der Frauen.
  • Die Weisheit der klassischen Kulturen.
  • Die Weisheit der Wissenschaften.

Es ist augenscheinlich evident, dass keine dieser Traditionen in unserer heutigen Situation ausreicht. Wir brauchen sie alle. Jede von ihnen hat ihre eigenen spezifischen Errungenschaften, Begrenzungen, Fehlorientierungen und leistet ihren eigenen Beitrag zu einer integralen Weisheitstradition, die im beginnenden 21. Jahrhundert Gestalt anzunehmen scheint. …
Zum ersten Mal beginnen wir auch einzusehen, dass das menschliche Projekt der Sorge und Führung von Frauen und Männern in gleicher Weise bedarf. (S. 194)

Und das Heilige?

Es ist das, wozu die Wissenschaft keinen Zugang hat: die GNADE.

Auch heute am Beginn des 21. Jahrhunderts erfahren wir einen Augenblick der Gnade, allerdings einen, dem in seiner Bedeutung kein vorangegangenr an die Seite gestellt werden kann. (S. 196)

Wir erleben nun einen Augenblick von Bedeutungsschwere, der weit über das hinausgeht, was sich irgendjemand von uns vorstellen kann. Es kann festgestellt werden, dass sich die Grundlagen einer neuen historischen Epoche, der ökozoischen Ära, in jedem Bereich menschliche Aktivitäten ausgebildet haben. Die mystische Vision hat stattgefunden. Der fehlgeleitete Traum von einem technologisch-industriellen Paradies oder ersetzt durch einen anderen, eher lebensförderlichen Traum von einem Dasein des Menschen zum Wohle der Erde innerhalb einer sich stets erneuernden, organischen Erdgemeinschaft. (S. 199)

Mein Fazit: Thomas Berry hilft uns nicht nur, uns auf der Erde heimisch zu fühlen, sondern im Kosmos. „Der Mensch ist die Menschheit.“ Dieses geflügelte Wort von Schiller/Goethe wird bei Thomas Berry zur greifbaren Vision des „Großen Werkes“.

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Eckhart Tolle: Eine neu Erde

„Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung“ ist sozusagen das zweite Standbein der Spiritualität von Eckhart Tolle neben JETZT! (> meine Buchbesprechung). Es erschien 2005, im Original also 8 Jahre nach JETZT!

Das Buch „Die neue Erde“ ist „das zweite Standbein“ weil er jetzt den Wahnsinn, die Geistesgestörtheit des Ego in den Kontext der Lage auf dem Planeten bringt.

Kein Zweifel: der menschliche Geist ist hochintelligent. Aber gerade diese Intelligenz ist von der Störung betroffen. Wissenschaft und Technik haben die destruktive Wirkung der Geistesstörungen des Menschen auf die Erde erheblich verstärkt. Darum ist die Störung, der kollektive Wahnsinn, in der Geschichte des 20. Jahrhunderts am deutlichsten zu erkennen. Hinzu kommt, dass die Störung tatsächlich zunimmt und sich beschleunigt. (S. 20)

Die meisten Religionen und spirituellen Traditionen gehen also von der gemeinsamen Erkenntnis aus, dass unsere „normale“ Geistesverfassung durch einen fundamental Defekt gestört ist. Diese Einsicht in das Wesen des Menschseins – wir können sie die „schlechte Nachricht“ nennen – führt jedoch zu einer zweiten Einsicht: der „gute Nachricht“ von der Möglichkeit einer radikalen Transformation des menschlichen Bewusstseins. Im Hinduismus (manchmal auch im Buddhismus) wird diese Transformation Erleuchtung genannt. In der Lehre Jesu ist es die Erlösung und im Buddhismus die Aufhebung des Leidens. Befreiung und erwachen sind weitere Begriffe, mit denen diese Verwandlung beschrieben wird.
Die größte Leistung der Menschheit ist nicht die Kunst, Wissenschaft oder Technik, sondern die Erkenntnis des Störung, das einen Wahnsinns. (S. 24)

Zum Titel des Buches hat mich eine biblische Prophezeiung inspiriert, die heute mehr als zu allen anderen Zeiten in der Menschheitsgeschichte zuzutreffen scheint. Sie kommt sowohl im Alten wie im Neuen Testament vor und sagt das Ende der bestehenden Welt und das Werden „eines neuen Himmels und einer neuen Erde“ voraus. …
„Ein neuer Himmel“ bedeutet das Aufkeimen eines transformierten Bewusstseins im Menschen und „eine neue Erde“ dessen Reflexion auf der physischen Ebene. Da das menschliche Leben und Bewusstsein fest mit dem Leben der Erde verwoben ist, müssen sich synchron zur Auflösung des alten Bewusstseins mannigfaltige natürliche geographische und klimatische Umwälzungen überall auf der Erde vollziehen, deren Zeugen wir heute schon werden. (S. 33)

Die Auseinandersetzung und der Umgang mit dem EGO ist zentrales Thema aller spirituellen Traditionen. Ich habe es an keiner Stelle so differenziert beschrieben gefunden wie in diesem Buch von Eckhart Tolle.

Der Egogeist ist vollkommen von der Vergangenheit geprägt. Seine Konditionierung besteht aus zweierlei: aus Inhalt und Struktur. …
Eine der grundlegendsten Denkstrukturen, durch die das Ego ins Leben gerufen wird, ist die Identifikation mit etwas. „Identifikation“ kommt von den lateinischen Wörtern idem, dass das „gleich“, und facere, das heißt „machen“. Es ist also ein „Gleichmachen“, wenn ich mich mit etwas identifiziere. Gleichmachen womit? Mit mir. Ich verbinde ein Ichgefühl mit etwas, und so wird es Teil meiner „Identität“. Eine der grundsätzlichst Ebenen der Identifikation ist die mit Dingen: Aus meinem Spielzeug wird später mein Auto, mein Haus, meine Kleidung usw. Das ist das Schicksal des Ego. …
Das, womit man sich identifiziert, sind ausschließlich Inhalte, während der unbewusste Zwang zur Identifikation strukturell bedingt ist. Es ist die grundsätzliche Art und Weise, wie der Egogeist funktioniert. (S. 43 – 45)

Wenn Du mit dem inneren Körper in Berührung ist, identifizierst du dich nicht mehr mit deinem Körper und ebenso wenig mit einem Denken. Das heißt, identifizierst dich nicht länger mit der Form, sondern bewegst dich von der Identifikation mit Form zur Formlosigkeit, die auch Sein nennen können. Das ist eine wahre Identität. Das Körperbewusstsein verankert dich nicht nur im gegenwärtigen Augenblick, es ist auch ein Weg aus dem Ego-Gefängnis heraus. Außerdem stärkt das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte des Körpers. (S. 62)

Weitere zentrale Themen des Buches:

  • Nichtreagieren und vergeben
  • Die vielen Rollen des Ego
  • Das Geheimnis des Glücks
  • Arbeiten  – mit und ohne Ego
  • Erleuchtete Kollektive
  • Der Schmerzkörper
  • Die Befreiung vom Schmerzkörper
  • Wer du wirklich bist
  • Die Entdeckung des inneren Raums
  • Das innere Ziel des Erwachens
  • Erwachtes Handeln für eine neue Erde

Mein Fazit: Wer „JETZT!“ sagt, muss auch „Die neue Erde“ sagen. Diese beiden grundlegenden Bücher spiritueller und aktueller Weisheit gehören zusammen und sind unsere Grundausstattung für die eigene Transformation und die Transformation der Erde.

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Ich habe für meinen IMPULS-Brief zwei Textauszüge aus dem Buch erstellt:
„Der Atem“ und „Arbeit – mit und ohne Ego“, die die Tiefe des Buches bezeugen.

Thomas Künne: Die Schwingung der Archetypen

Wir werden uns gerade erst bewusst: Alles ist Schwingung! Wir leben in einem Ozean von Schwingungen: Was wir sehen was wir hören, was wir riechen, was wir schmecken, was wir fühlen, was wir SIND – letztlich alles Schwingungen! Typische MUSTER unterscheiden die Schwingungen voneinander. Der Autor Thomas Künne hat in diesem Buch sinnvolle ORDNUNG in die unterschiedlichen Schwingungssysteme gebracht und sie für Heilungsprozesse nutzbar gemacht.

Der Inhalt des Buches ist umfänglich breit und theoretisch tief. Um in die Tiefe des Werkes zu erfassen, ist nicht nur logisches, sondern vor allem analogisches Denken nötig: das Denken in Bildern, Mystern, Symbolen, Analogien, Metaphern, Archetypen. Das Buch ist eine wunderbare Einführung in das Denken in Analogien: Die Archetypen sind die Urbilder des analogen Denkens. Von hier aus kann sich die Welt, der Kosmos erschließen.

Die 12 STERNZEICHEN (Tierkreiszeichen) gehören (hier in unserem westlichen Denken) zu den Archetypen. Jedes Sternzeichen SYMBOLISIERT ein seelisches Prinzip, einen Seelenanteil. Das Buch von Thomas Künne liefert einen Ansatz, die „alte“ Astrologie (verstanden als kosmische WEISHEIT der Menschheit) mit dem modernen WISSEN zu verbinden. Allein dieser Aspekt des Buches ist schon „atemberaubend“.

Die Sonne selbst und die Planeten des Sonnensystems haben (wie alles!) ihre typische und charateristische Eigenschwingung. Der Kosmos ist KLANG, Sphärenmusik (die Pythagoras wohl wirklich HÖREN konnte). Und auch dieses Schwingungs- und Klangmuster der Planeten symbolisiert archetypische Urprinzipien. Der Autor VERBINDET überzeugend die Prinzipien der STERNZEICHEN mit den Planeten-Prinzipien. So entspricht das Sternzeichen WIDDER dem planetarischen Urprinzip des MARS, oder das Sternzeichen LÖWE dem „planetarischen“ Urprinzip der SONNE. So sind zwei große kosmische Systeme, die Sternzeichen und die Planeten-Schwingungen unseres Sonnensystems in dem Werk von Thomas Künne INTEGRIERT. Der Autor schmückt die Charakterisierung dieser Urprnzipien mit der Mythologie, den Mythen um Mars, Venus, Jupiter und den anderen Gestalten der Antike.

Alles das ist aber nicht nur eine große Integration archetypischer und mythologischer Systeme, sondern dient vor allem HEILUNGSZWECKEN. Krankheit ist letztlich Disharmonie, Ver-Stimmung. Auf diesem Gebiet der Heilung werden heute atemberaubende Erfolge erzielt, indem Menschen durch Schwingungsausgleich wieder in ihre Eigenschwingung finden. So werden der innere Heiler und die inneren Selbstheilungskräfte auf der tiefsten Basis der Schwingungsfelder wieder aktiviert.

Rüdiger Dahlke schreibt in dem Buch im Vorwort:

Die Erkenntnis von der Welt als Schwingung ist also keine Sensation mehr, aber sie wird in diesem neuen Buch des Autors von den Uranfängen bis zu modernsten Ergebnissen der Naturwissenschaft und sogar darüber hinaus verfolgt und nachvollziehbar gemacht. (S. 5 f.)

Mein Fazit: Keine Bettlektüre, doch ein maßgebendes Grundlagenwerk über Schwingungen, Resonanz, Einklang, Oktave (als Urgesetz der Harmonie), Klänge der Planeten und Archetypen, Gesundheit und Seele. Man ahnt in diesem Buch schon, dass mit dieser „Schwingungstherapie“ und „archetypischen Medizin“ ein ganz neues Feld der Heilungsmöglichkeit erschlossen wird. Atemberaubend, oder?

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Die Schwingung der Archetypen: Die Resonanz der Planetentöne in Astrologie, Mythologie und Klangarbeit

Fritz Riemann: Lebenshilfe Astrologie

Das hier empfohlene Buch von Fritz Riemann (1902 – 1979) ist bereits 1976 erstmals erschienen und in meinen Augen heute noch aktuell. Es hat mir geholfen, einen Zugang zur „Königin der Wissenschaft“ zu finden: der Astrologie. Freilich, dieses Titel der „Königin der Wissenschaft“ trug die Astrologie VOR dem Siegeszug der MODERNEN Wissenschaften, die nur noch das kausale Denken als wissenschaftlich zulies.

Fritz Riemann erwartet eine „Renaissance der Astrologie“ (S. 55), weil irgendwann das Pendel der rational-kausalen Wissenschaft wieder umschlagen muss – in das mehr analoge-symbolische Denken. Fritz Riemann hat mit seinem Buch selbst einen ersten Entwurf einer neuen Astrologie dargelegt, die sich von der Vulgärastrologie abhebt und die moderne, sagen wir korrekter: postmoderne Wissenschaft ERGÄNZT.

Das Konzept der Astrologie ist natürlich faszinierend:

Astrologie fasst unser Sonnensystem, letztlich das ganze Universum, als einen gewaltigen Organismus auf, in welchem jedes Teilchen vom Ganzen beeinflusst wird und seinerseits wieder das Ganze beeinflusst in immerwährender Wechselwirkung. (S. 17)

Und in der Tat entwickelt die postmoderne Wissenschaft ein „holographisches Paradigma“, das das GANZE in jedem TEIL vorhanden ist und jedes TEIL das GANZE beeinflusst. Wenn unser Denken über das planetare hinausgeht, wir uns als ein Teil dieses Sonnensystems und der Milchstraße verstehen, dann kann die alte „Königin der Wissenschaft“ aus ihren Exil zurückkehren und ihren Thron wieder einnehmen.

Die Astrologie wirklich zu verstehen, kommt „einer Revolution in unseren Denkgewohnheiten gleich“ (S. 26), denn:

Solange wir in unserem Denken Materie, Energie, Psyche und Geist als völlig getrennte Phänomene sehen, die nichts miteinander zu tun haben, können wir astrologisch-symbolisches Denken nicht verstehen, die von ihm behaupteten Zusammenhänge uns nicht erklären. (S. 27)

Qualitativ Symbolhaftes läßt sich aber nicht mit quantitativen Maßstäben messen, und eine Kritik wird sinnlos, wenn sie an das Kritisierte mit falschen Voraussetzungen herangeht. (S. 31)

Im Grunde geht es um Bewusstwerdung, Umbewusstes ins Bewusstsein aufzunehmen.

Wir müssen also „nur“ annehmen, daß es neben dem persönlichen und dem kollektiven Unbewussten eine noch tiefere Seelenschicht gibt, die wir das „kosmische“ Unbewusste nennen können. (S. 45)

Es ist einfach die Wahrheit, dass es keine so differenzierte menschliche Typologie gibt wie die Charakterisierung der Menschen nach den Tierkreiszeichen. Diese umfangreichen Erfahrungen wieder aufzunehmen und neu zu interpretieren, ist sicher eine große Herausforderung und Chance für unsere Wissenschaft vom  Menschen. So werden wir wohl nicht nur Geno- und Phänothypus unterscheiden, sondern auch den Kosmotypus.

Nach Auffassung der Astrologie zeigt nun das Horoskop in seinen Symbolen diese „primäre Natur“ an; und zwar in einer Differenziertheit, wie sie keine vom Menschen geschaffene Methode oder Typologie erreicht. (S. 46)

Hier liegt auch mein spezielles Interesse an der Astrologie: Wie hilfreich ist sie, seine Bestimmung, seine Berufung, seine Lebensaufgabe zu erkennen?

So schreibt Fritz Riemann:

Die Möglichkeit praktisch-konkreter Lebenshilfe liegen indessen in der Horoskopie. Zunächst darin, daß das Horoskop uns zum Erkennen unserer Bestimmung verhilft. Die  Erfahrung zeigt, daß der Mensch ein nicht weiter ableitbares Gefühl dafür hat, worin seine Bestimmung liegt. In der Übereinstimmung unseres Lebens mit unserer Bestimmung ruht das Gefühl der Sinnhaftigkeit unseres Daseins. (S. 215) …

Die Horoskopie der Zukunft wird zu einer Lebenshilfe auf allen Gebieten der Beratung und Therapie, auch für die Selbsteinsicht und das Fremdveständnis. … Die  wohl wichtigste Lebenshilfe kann uns das Horoskop meines Erachtens geben im Uns-bewußt-Machen des Zusammenhangs on „innen und außen“, im Erkennen, wieweit unser Schicksal sozusagen die Außenseite unseres Charakters ist. (S. 217)

Mein Fazit: Das Buch von Fritz Riemann ist sicher ein Klassiker zur Begründung einer neuen Astrologie, die dieses alte Urwissen der Menschheit über Archetypen des Menschen in die postmoderne Zeit holt. Hierauf lässt sich auf hohem Niveau aufbauen!

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Lebenshilfe Astrologie: Gedanken und Erfahrungen

Marilyn Ferguson: Die sanfte Revolution

Marilyn Ferguson wurde vor fast 30 Jahren mit Ihrem Weltbestseller „Die Sanfte Verschwörung. Transformation im Zeitalter des Wassermanns“ weltbekannt. Ihr Buch wurde zu einem Kultbuch des „New Age“.

Jetzt meldet sie sich mit dem neuen Buch „Die sanfte Revolution. Gelebte Visionen für eine menschlichere Welt“ wieder. Das Buch gehört in die Handbibliothek eines jeden Visionärs – und wir brauchen wahrlich eine „Armee von Visionären“ (S. 242), damit das neue Zeitalter geschaffen werden kann.

Das Buch fordert nicht mit oberflächlichen Appellen zum Handeln, gar zum Aktionismus auf. Die Aufforderung des Buches ist viel subtiler, Knoten im Kopf zu lösen, damit sich eine neue Menschheit und Welt durch jeden einzelnen hindurch gestalten kann.

Wenn wir lernen, aufmerksam auf unsere eigene Aufmerksamkeit zu achten, werden wir zu unseren eigenen Lehrerinnen und Lehrern. (S. 122)

Marilyn Ferguson analysiert die gegebenen Verhältnisse durchaus scharfsinnig und bissig:

Wir haben uns in einen geistlosen Materialismus verrannt, und die Ironie ist, dass dieser unsere materielle Existenz bedroht.
(S. 50)

Oder wenn sie schreibt:

Aus welchen Gründen auch immer scheinen sich Menschen anzuziehen, die es meisterhaft verstehen, aus allem das Beste für sich heraus zu schlagen, und sie machen gemeinsam erfolgreich krumme Geschäfte. Doch die Weisen und Gutherzigen haben sich bislang nicht auf einer ähnlich hohen Ebene zusammengeschlossen. (S. 181)

Wir sind uns bewusst, das nur noch ein radikaler und globaler Bewusstseinswandel unsere Zukunft menschlich gestalten kann. Aber was für eine Art spirituelles Bewusstsein brauchen wir? Und wie kann es von möglichst vielen Menschen möglichst bald erreicht werden?

Die Antwort von Marilyn Ferguson ist durchaus verblüffend wie einfach:

Nur der radikale gesunde Menschenverstand kann das Steuer übernehmen. Das Boot sinkt. Sinkt nicht nur aufgrund realer Stürme oder weil Gott Rache nimmt, sondern weil wir Löscher hinein schlagen. Wir ertrinken – wenn Sie mir den Metaphermix bitte entschuldigen wollen – in der globalen Erwärmung. Wenn wir die Grundlagen für unser eigenes Überleben allmählich zerstören, ist es egal, ob wir am Ende erfrieren oder verbrennen. Tot sind wir auf jeden Fall. (S. 243)

Die Rettung der Menschheit braucht keine Millionen erleuchteter Meister, der rebellische radikale gesunde Menschenverstand ist in jedem angelegt, durch die Intuition jederzeit verfügbar. Der Feind ist eigentlich nur die eigene Bequemlichkeit und Passivität:

Wenn wir zu bequem sind, um (unsere politischen) Freiheiten für uns zu nutzen, könnten wir ebenso gut in einer totalitären Gesellschaft leben. (S. 213)

Sie kritisiert dabei auch die „spiritualisierte“ Passivität:

Manche Menschen vertreten beharrlich die Meinung, es gäbe nichts zu tun, die Transformation der Welt sei bereits im Gange ‚Es passiert sowieso, was passieren soll!‘ Diese Selbstgefälligkeit ist naiv und nimmt uns die Kraft … . Aufwachen ist kein passiver Sport. (S. 203)

Wie dieser „radikale gesunde Menschenverstand“ im wirklich tief verstandenen Sinne geschult werden kann, das beschreibt Marilyn Ferguson in ihrem neuen Buch. Da gilt es ein Bündnis mit den „neuen Helden des SELBST“, den Archetypen des gesunden Menschenverstandes zu schließen: dem Athleten, dem Kundschafter, dem Wünschelrutengänger, dem Feuermacher, dem Künstler und Wissenschaftler, dem heiligen Krieger, dem Narr, dem freien Geist und dem Steuermann.

Das Erwecken des gesunden Menschenverstandes ist auch eine pädagogische Aufgabe:

Ab einem bestimmten Punkt ist alle Bildung Selbstbildung. Wir lernen nur langsam Neues, es sei denn, wir entscheiden uns dafür. Selbst gestellte Herausforderungen sind unwiderstehliche Lehrer. Da er die simplen Geheimnisse eines visionären Lebens einbezieht, kann der gesunde Menschenverstand zum lang gesuchten Gral werden, zum machtvollen Gefäß, mit dem wir uns selbst eine Form geben und geformt werden. (S. 28)

Und vergessen wir nicht: Wie sollte die Gesellschaft sich ändern, wenn wir selbst nicht in der Lage sind, uns zu ändern?

Mein Fazit: Merilyn Fergusonss Buch ein ein wohltuender und erfrischender Aufruf zur „sanften inneren und äußeren Revolution“ mit vielen neuen Perspektiven und praktischen Hinweisen. Es ist ein Handbuch für das Werkzeug jeder Visionärin und jedes Visionärs, die da sind: Vision, Werte, Sinn, gesunder Menschenverstand, Handeln.

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Die sanfte Revolution: Gelebte Visionen für eine menschlichere Welt. Mit einem Vorwort von Franz Alt

Hans Jecklin: Eine Welt oder keine

Hans Jecklins Buch „EINE Welt oder keine“ ist kein übliches Sachbuch mit neuen Fakten über den Zustand der Menschheit auf dem Planet Erde; die Fakten kennen wir. Wir finden in dem Buch kein Katastrophen-Szenario; die wachsende Gefahr für die Zukunft der Menschheit ist uns bewusst.

Es geht um etwas anderes: Lange schon wissen wir, dass nur noch ein globaler Bewusstseinswandel der Menschheit uns eine lebenswerte Zukunft auf dem Planten sichern kann. Die dringendste Frage also lautet: Wie kann sich dieser Bewusstseinswandel vollziehen? Was kann jeder einzelne für diesen Bewusstseinssprung der Menschheit tun? Darauf gibt Hans Jecklins Buch eine herzergreifende Antwort. Deswegen ist es so lesens- und auch erlebenswert!

Die Wende zur EINEN Welt setzt bewussten Wandel voraus. Ein Wandel, der nur geschehen kann, wenn wir sterben lassen, was nicht mehr lebensfähig ist. Also gilt es, schonungslos, aber mit wissendem Herzen zu ergründen, was sterben will, was in uns – individuell wie gesellschaftlich – der Geburt des Neuen im Wege steht. Dies kann kein einfacher Befreiungsakt sein, geht es doch um nicht weniger als um die Verlagerung des Ortes unserer tiefsten Aufgehobenheit und Sicherheit von den äußeren Gebilden zum Urgrund unseres Seins. (S. 12 f.)

Das Einzigartige an dem Buch „EINE Welt oder keine“ ist seine Einladung zu einem PROZESS der Selbsterfahrung und Selbstläuterung. Jeder trägt die Dämonen in sich, hat sich mit seinen eigenen Schatten auseinander zu setzen, um reinen Herzens ein wirklich verantwortungsbewusster Weltbürger zu werden. Hans Jecklin ist diesen Weg der Selbstläuterung gegangen und lässt uns an diesem Prozess teilhaben, lässt uns diesen Prozess selbst erleben. Das Buch öffnet Herzen, alleine schon durch die Ästhetik und Subtilität seiner Sprache. Es schafft Vertrauen aus der Weisheit des Herzens. Das Buch kann auch als Exzerpt einer ganzen Weisheitsbibliothek gelesen werden, Satz für Satz bringt es weise und liebevolle Klärung, ohne an irgendeiner Stelle aufdringlich zu sein. Die subtilen Schätze öffnen sich einem achtsamen Herzen.

Die positive Vision der EINEN WELT entsteht für Hans Jecklin aus einem Tsunami von Liebe und Weisheit:

Was ich dagegenhalten kann, ist – je nach Sichtweise – wenig und viel zugleich: Das Vertrauen in die Intelligenz der Evolution und die Kraft ihres Sogs sowie die ganz normale Vernünftigkeit der Idee einer bewussten globalen Kooperation. In vielen Menschen brennt ein Feuer der Begeisterung für die Vision und die Gestaltungsmöglichkeit der Einen Welt. (S. 163)

Von einem Tsunami der Liebe und Weisheit, des Mitgefühls und der Solidarität träume ist, der – ähnlich dem Tsunami aus dem Meeresgrund – aus der Entladung einer Spannung im Urgrund des kollektiven Unbewussten herrührend, alles wegschwemmt, was die Menschheit an der globalen Gemeinschaft hindert. (S. 164)

Mein Fazit: Jedem, der seine eigene VISION sucht, sei das Buch empfohlen. Jede, die den Weg der Berufung geht, sei das Buch ans Herz gelegt. Denn es gibt für uns Menschen letztlich nur noch EINE Vision: die EINE Welt. Es gibt für uns Menschen nur noch EINE Berufung: unser aller Heilung, damit die Menschheit ihr wahres Potenzial auf dem Planeten Erde entfalten kann. Das Buch von Hans Jecklin ist ein Prozessbegleiter für das Leben der eigenen Vision und der eigenen Berufung – in unserer EINEN Welt. DANKE für dieses wundervolle Buch.

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Eine Welt oder keine: Plädoyer für einen globalen Bewusstseinswandel

Brian Swimme: Das Universumn ist ein grüner Drache

Das hier ist – ehrlich gesagt – eines meiner Lieblingsbücher. Wer ein Bewusstsein hat, das über den „Tellerrand“ hinausreicht, der wird das Buch LIEBEN! Mit „Tellerrand“ meine ich hier sogar unser Menschsein auf dem Planeten Erde: Es geht um den KOSMOS, den belebten Kosmos, unser Dasein im Universum selbst!

Wir erwachen zu einem globalen und planetaren Bewusstsein – und zynische Autoren erkennen die Menschheit dabei erschrocken als Fehlentwicklung, ja Missbildung der Natur. Wir neigen schon dazu, uns als Geschwulst oder Krebsgeschwür auf dem Planeten Erde zu sehen. So tief geht unsere Scham beim Erkennen der von uns verursachten Zerstörung der Biosphäre. Und beruhigen uns schon: Auch wenn die Menschheit sich selbst zerstören sollte, die Natur, die Erde werde überleben.

Brian Swimmes Sicht ist eine wohltuend andere: Wenn der Kosmos Jahresmilliarden gebraucht hat, um die Menschheit hervorzubringen, dann wird er der Menschheit einen Platz in der Schöpfung und Evolution zugedacht und sie einen Auftrag haben. Es gehe darum, unser anthropozentrisches modernes Zeitalter zu verlassen, um in das erwachende kosmozentrische Universum einzutauchen.

Wenn wir das Menschsein als eine Dimension des erwachenden Universums neu erfinden, werden wir entdecken, dass uns eine größere Rolle zugedacht ist. (S.14)

Uns erscheint die Erde wie ein Lebewesen, wir sprechen ehrfürchtig von „Mutter Erde“. Doch nicht nur die Erde lebt, sondern der ganze Kosmos. „Dies ist mit einem Satz das Herzstück unserer kosmischen Revolution.“ (S. 120)

Das Buch beschreibt „ein Gesamtbild der kosmischen Schöpfungsgeschichte“ in Dialogform und macht diese Letztheiten, „die erste und letzte Quelle aller Dinge“, in einer Sprache voller Poesie für jeden verständlich. Das Herz als sich erinnerndes Wissen weiß um diese tiefen Wahrheiten – und Brian Schwimme gelingt es in diesem Buch, sie zum Schwingen zu bringen. Die technisch-wissenschaftliche Weltsicht hat uns den Kosmos entzaubert, nur seine physische Dimension als Realität gelten lassen. Brian Schwimme verzaubert uns und das Leben wieder:

Du bist dieser Stern, in eine Lebensform gebracht, die es dem Leben ermöglicht, sich selbst zu erkennen. … Der Stern weiß um seine große Leistung, um seine Hingabe an die Verlockung, um seinen gewaltigen Beitrag an das Leben – aber nur durch seine nachfolgende Ausdrucksform, durch dich. (S. 51)

Wer das Universum studiert, studiert sich selbst. (S.97)

Brian Swimmes Antwort auf die Frage, was die letztendliche Bestimmung des Menschen auf der Erde sei, ist: „Liebe zu werden – in menschlicher Form.“ Es geht um unser Menschsein aus kosmischer Perspektive, die Aufgabe, zum Menschsein heranzureifen. Das Buch ist eine Liebeserklärung an das All, den Kosmos, das Universum – aber auch eine Liebeserklärung an die Menschheit und ihrer kosmischen Bestimmung.

Den größten Nachdruck legt das Leben darauf, dass du dich auf das Abenteuer einlässt, dich selbst zu erschaffen. (S. 103)

Die Erde braucht dich, um sich auf eine selbstbewusste Art neu zu organisieren, wie es vor dem Auftauchen der Menschheit nicht möglich war. Du bist ein Teil der neuen Selbst-Bildung der Erde.

Mein Fazit: Das Buch behandelt die Grundfrage unseres Lebens im Kosmos und kommt dem Sinn unserer menschlichen Existenz im Universum so nahe, wie ich es kaum woanders gelesen habe. Es ist Wissenschaft, Mystik (Spiritualität) und Poesie (Kunst) in EINEM – wie es einem solchen Thema angemessen ist.

Bestellung bei Amazon: Das Universum ist ein grüner Drache: Ein Dialog über die Schöpfung und die mystische Liebe zum Kosmos

Dieter Broers: Checkliste 2012

Es gibt bereits eine Menge Literatur zum „Schicksalsjahr 2012“. Auch Dieter Broers selbst hat mit seinem Buch (R)EVOLUTION 2012. Warum die Menschheit vor einem Evolutionssprung steht einen wertvollen Beitrag (Buch und DVD) geleistet, um das Thema auf das Niveau aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu heben:

2012 ist weniger ein magisches Datum, sondern eine Übergangszeit von wahrscheinlich mehreren Jahren (Jahrzehnten). Wenn dem so ist, leben wir bereits in dieser Übergangszeit. Jeder spürt diesen immer intensiver werdenden Wandel. Und wer dies noch nicht am eigenen Leib spürt, den sollten die täglichen Nachrichten mit ihrer Botschaft des Zusammenbruchs und der Transformation erreichen. Gott sei Dank haben wir in der letzten Zeit die Angst vor dieser Zeitwende verloren (Apokalypse, Ende der Welt usw., denn Angst ist ein schlechter Ratgeber) und sehen in dieser Wende eher die Chance zu einer individuellen, zwischenmenschlichen und globalen Transformation.

Wie jeder einzelne diese Wendezeit als Chance für sein eigenes spirituelles Wachstum nutzen kann, zeigt Dieter Broers in seinem kleinen Handbuch:

Checkliste 2012. Sieben Strategien wie Sie die Krise in Ihre Chance verwandeln: Wegbeschreibung aus spiritueller Sicht

Er zeigt sieben Strategien, diese wahrscheinlich dramatischste Krise der Menschheit seit ihrem Beginn in eine Chance verwandelt werden kann. „Checkliste“ ist hierbei sehr wörtlich gemeint. Das Buch umfasst 6 sehr konkrete Checklisten mit insgesamt 61 Kategorien und mindestens 300 Einzelpunkten (ich habe sie jetzt nicht gezählt).

Die 6 Strategien:

  1. SOS 2012 – wie Sie sich konkret schützen
    (Es WIRD z.B. mehrere Tage des Stromausfalls geben. Wie kann man sich darauf vorbereiten?)
  2. Selbsterkenntnis – wie Sie die spirituelle Chance nutzen
    (Man kann an dieser Krise zugrunde gehen oder MIT IHR ARBEITEN – z.B. den höheren Energien -, um sich seiner SELBST bewusst zu werden)
  3. Auf dem Prüfstand – wie Sie Beziehungen klären
    (Die Krise wird uns aus der Selbstisolation heraus führen und uns wieder beziehungs- und gemeinschaftsfähig machen. Nur die Beziehungen werden überleben, die sich gemeinsam dem spirituellen Wachstum verpflichten.)
  4. Quelle der Gesundheit – wie Sie heilende Kräfte finden
    (Ein gesunder Körper ist eine wichtige Ressource, um die Krisenzeit vital zu überleben. Es ist noch relativ einfach, sich gesunde Gewohnheiten anzueignen.)
  5. Falsche Systemzwänge – wie Sie neue Freiräume erschließen
    (Die uns bekannten Systeme werden zusammenbrechen. Je mehr wir uns aus der Abhängigkeit dieser Systeme lösen und NEUE Systeme aufbauen, desto weniger wird uns dieser Systemcrash treffen.)
  6. Fokussieren – Wie Sie die Meditation entdecken
    (Meditation hilft uns, in unserer Mitte zu bleiben, für Intuition offen zu bleiben, uns von den höheren Energien führen zu lassen, uns zu unserem AUTHENTISCHEN SELBST zu entwickeln. Es gibt keine Transformation ohne Meditation.)

Noch ein paar Zitate aus dem Buch:

„Der Countdown läuft, doch wir haben genügend Zeit, uns mit dem Unausweichlichen zu beschäftigen. Wir können Maßnahmen ergreifen, die uns schützen und stark machen, stärker und glücklicher vielleicht als jemals zuvor.“
(S. 9)

„Insofern ist 2012 für die Maya kein Super-GAU, sondern eine notwendige Katharsis, eine Reinigung von allem, was den Menschen von seinem göttlichen Potenzial trennt.“ (S. 35)

„Die Sonne sendet uns therapeutische Frequenzen, die uns helfen, unsere gewohnten Denkmuster zu überschreiten.“
(S. 44)

„Alles, was ich anderen angetan hatte, hatte ich zugleich mir angetan. Ich begriff: Die anderen sind ein Teil von mir. Als ich sie verletzte, deformierte ich mich selbst.“ (S. 50)

„Der ’neue Mensch‘ kann von seinen Kontingenten Gebrauch machen – welch ein Geschenk. Packen Sie es aus. Worauf warten Sie noch? Trennen Sie sich von der reichlich naiven Vorstellung, dass Ihnen einfach Dinge widerfahren, die Sie nicht ändern können. Antizipieren Sie ein anderes, besseres Leben, gestützt durch Ihre Intuition. Setzen Sie sich neue Prioritäten: Wie wollen Sie leben? Was ist Ihr Wunschtraum? Was ist Ihr Ziel? Zerstörung? Instabilität? Hass? Oder Glück, Freude und Harmonie?“ (S. 71)

„Spirituelle Praktiken allgemein und Meditation im Besonderen verstärken auch im Alltag die Neigung zur Achtsamkeit, Aggressionslosigkeit und Empathie. Mit einem großen Wort gesprochen, kann man durch Meditation tatsächlich ein ‚besserer Mensch‘ werden.“ (S. 152)

„Das ist unser Auftrag: Wir sollen unsere umfassende Liebesfähigkeit erkennen.“ (S. 188)

Mein Fazit: Wer für die ganze Thematik 2012 sensibilisiert ist (die krisengeschüttelte Übergangszeit in eine neue Menschheitsepoche), der sollte dieses Handbuch von Dieter Broers wirklich durcharbeiten und checklistenmäßig abarbeiten. Es wird uns Leid ersparen und den Weg in die Menschliche Gesellschaft erleichtern.

Bestellmöglichkeit des Buches bei AMAZON: Checkliste 2012. Sieben Strategien wie Sie die Krise in Ihre Chance verwandeln: Wegbeschreibung aus spiritueller Sicht

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