Deepak Chopra: Mit Kindern glücklich leben

Untertitel: Die sieben geistigen Gesetze für Eltern

Wie lange hat es gedauert, bis wir als Erwachsene mit den geistigen Gesetzen (oder Schicksalsgesetzen wie Ruediger Dahlke sie nennt) vertraut geworden sind. Und war wäre, wenn unsere Kinder und Enkel dies schon früh lernten?
Deepak Chopra, der Autor von „Sieben geistige Gesetze des Erfolgs“ hat einen Leitfaden für Eltern geschrieben, der sich dem Ziel widmet, Eltern ein Rüstzeug zu geben, „um ihre Kinder mit einem echten Verständnis dafür, wie Natur und Bewusstsein ‚funktionieren‘ heranwachsen zu lassen.“ (S. 12)

Das Buch ist leider nur noch antiquarisch zu erhalten.

Das Programm des Autors in seinen Worten:

In unserer Zeit der Gewalt und der Verwirrung ist es notwendiger denn je, daß Eltern ihren Kindern als spirituelle Lehrer zur Seite stehen …
Wenn eine ‚kritische Masse‘ unserer Kinder dazu erzogen wird, nach den sieben geistigen Gesetzen zu leben, wird sich unsere gesamte Gesellschaft verwandeln …
Wir sind es der Welt schuldig, so glaube ich, dafür zu sorgen, daß so wiele Kinder wie möglich in Kenntnis der spirituellen Realität aufwachsen.
(S. 14 f.)

Erster Teil: Wurzeln und Flügel

Zunächst geht es dem Autor wieder um die spirituelle Dimension des Erfolgs und weist darauf hin, „daß jedem Baby der Erfolg angeboren ist. … Es entspricht unserem inneren Wesen, mit Freude auf das Leben zu reagieren“ (S. 20) Der bewusste Umgang mit Erfolg ist also nicht erst für Erwachsene wichtig, sondern von Kindesbeinen an.

Wenn wir unser Leben an diesen Regeln ausrichten, befinden wir uns in Harmonie mit der Natur. Jede andere Lebensweise bringt Streß und Kampf mit sich. (S. 21)

In einer vollkommenen Welt könnte man in einem einzigen Satz zusammenfassen, was Elternschaft bedeutet: nichts als Liebe zeigen, nichts als Liebe sein. (S. 31)

Deepak Chopra bespricht die verschiedenen Phasen der Kindheit und wie Erwachsene von diesen spirituellen Wesen auch lernen können. Es sind einfache Worte, die eine so tiefe Wahrheit haben wie:

Ein Kleinkind ist pures geistiges Gold. Wenn wir die Unschuld unserer Kinder liebevoll hegen und pflegen, finden wir auch den Weg zu unserer eigenen Unschuld wieder. (S. 32)

Die Unschuld macht Kinder zu strengen Lehrern der Wahrheit und der Liebe. (S. 44)

Woran erkennen Eltern, ob sie selbst als spirituelle Lehrer den Kindern gegenüber erfolgreich sind?

Am einfachsten läßt es sich daran ablesen, ob Ihre Kinder Inspiration und Enthusiasmus zeigen. Inspiration, Enthusiasmus und Freude sind spirituelle Qualitäten, ohne die geistiges Leben in keinem Alter möglich ist. (S. 47)

Zweiter Teil: Die sieben spirituellen Gesetze leben

Im zweiten Teil des Buches geht es darum, ein tägliches Programm für die Kinder zu entwickeln, die geistigen Gesetze zu lernen. Jedem Tag ist ein anderes Gesetz gewidmet.

  • Es beginnt mit dem Sonntag, dem „Tag der absoluten Möglichkeit“, das Programm der Grenzenlosigkeit und Überwindung aller Grenzen
  • Der Montag ist der „Tag des Gebens“, der natürlichen Energie des Überflusses.
  • Dienstag ist der „Tag des Karma“, also der Tag an dem die Kinder lernen, dass jede Entscheidung ihre Zukunft verändert.
  • Am Mittwoch ist der „Tag des geringsten Aufwandes“, keinen Widerstand zu leisten, sondern sich der Strömung anzupassen.
  • Donnerstag ist der „Tag von Absicht und Wunsch“, bei dem die Kinder lernen, dass sie mit jedem Wunsch ein Samenkorn einpflanzen.
  • Am Freitag ist der „Tag des Loslassens“, an dem die Kinder lernen, die Lebensreise zu genießen.
  • Samstag ist der „Tag des ‚Dharma'“, der Tag der Bestimmung und des Lebenssinns.

Das ist natürlich nicht als das Programm für eine Woche misszuverstehen, sondern ein immer zu wiederholendes und zu vertiefendes Programm, das an einzelnen Tagen einen thematischen Schwerpunkt findet.

Unschuld – die Quelle der Liebe

Das Nachwort des Buches sind die schönsten Seiten. Unsere Kinder (und wir selbst!) sind nicht in Sünde geboren, sondern in Unschuld. Unschuld ist unser Wesen.

Es gibt etwas, das tiefer reicht als die die Liebe und auf das es entscheidend ankommt, nämlich die Unschuld. Unschuld ist die Quelle der Liebe. …
Unschuld ist Offenheit. …
Unschuld ist das Wissen, daß wir Kinder zwar führen, aber niemals kontrollieren können. (S. 153)

Wir können unseren Kindern helfen, die grundlegende Bedeutung ihrer Seele zu erkennen, aber für ihre Reise verantwortlich sind wir nicht. (S. 154)

Unschuld ist das Wissen, daß unsere Kinder uns gehören und doch nicht gehören. (S. 155)

In diesen kostbaren Augenblicken spüre ich das Band der Unschuld, das stärker ist als die Liebe, weil es die Liebe durchdringt und über sie hinaus geht. Eine Familie ist mehr als ein privater Verein mit seinen privaten Triumphen und Fehlschlägen – sie ist eine Gemeinschaft der Seelen. (S. 157)

Was wir als Eltern unseren Kindern vermitteln, unterscheidet sich nicht von dem, was wir uns selbst beibrigen müssen.
Sorgen Sie dafür, daß die Unschuld nicht versiegt. Nur darauf kommt es an. (S. 158)

Mein Fazit: Ein ganz besonderer Chopra! Es geht dabei um mehr, als ein „pädagogisches Programm“, Kindern die geistigen Gesetze nahe zu bringen.

Es hat etwas ganz besonderes, hier einen spirituellen Lehrer zu erfahren, der selbst Vater ist und dem es ein Anliegen ist, seine eigenen Lehre für Kinder erlebbar zu machen. Das ist für mich sehr berührend. Ich liebe dieses Buch sehr und die ganze Vision, unsere oft nur mühsam erworbenen geistigen Erkenntnisse an unsere Kinder und Kindeskinder weiter zu geben. Mögen sie Ihr Dasein auf dem Weg des Glücks erfüllen.

Hier der Link zu einigen antiquarischen Exemplaren bei Amazon:

Mit Kindern glücklich leben: Die sieben geistigen Gesetze für Eltern

Stephen R. Covey: Die 3. Alternative

Untertitel: So lösen wir die schwierigsten Probleme des Lebens

Stephen R. Covey gehört zu meinen Lieblingsautoren. Er ist für mich vor allem ein Maßstab, spirituelles, prinzipien-orientiertes Denken mit der Geschäftswelt zu verbinden. Ich lese ihn über einen Zeitraum von 30 Jahren seit “Die sieben Wege zur Effektivität” (1992) über sein neues Maßstäbe setzende “Vom Beruf zur Berufung” (ein Buch gleichen Titels von Kurt Tepperwein habe ich noch als Lektor bearbeitet) bis hin zu seinem letzten Buch “Die 3. Alternative” (2012). Ich schätze sein klar strukturiertes Denken, das eine Synthese zur Spiritualität erlaubt. Spiritualität verteufelt das Denken nicht. Es ist vielmehr eine „Hohe Schule des Mental-Trainings“.

Gegenüber der oberspirituellen Aussage „Es gibt keine Probleme“ beginnt das Buch mit einem Paukenschlag:

Das Leben ist voller Probleme. Scheinbar unlösbarer Probleme. Persönlicher Probleme. Familiärer Probleme. Beruflicher Probleme. Probleme in unserer Nachbarschaft und in der großen weiten Welt. …
Alle Menschen schlagen sich mit irgendwelchen Problemen herum. Die meisten ertragen tapfer ihr Schicksal und hoffen auf eine bessere Zukunft. Manche stehen körperlich und seelisch unter Dauerstress – einem Stress, der in jeder Hinsicht real ist. Wer das Prinzip, das ich in diesem Buch beschreibe, verinnerlicht und danach lebt, wird seine Probleme meistern und sich seine Zukunft aufbauen, die seine kühnsten Träume übertrifft. Ich habe dieses Prinzip nicht erfunden – es war schon immer da. Aber wer es für sich entdeckt, für den wird es vielleicht die größte Offenbarung seines Lebens. (S. 13)

Die Methode in 4 Schritten

Alles Geniale ist am Ende einfach. Das Prinzip heißt UNSER WEG, das Paradigma (die Denkstruktur) heißt SOWOHL-ALSOAUCH, der Prozess ist der der SYNERGIE, „über den Konflikt hinaus wachsen“ (S. 25). „Vielleicht ist Synergie nur ein anderes Wort für Liebe.“ (S. 27)

  1. Ich sehe mich
    als kreativen Menschen, der sich seiner selbst bewusst ist und sich nur als Vertreter einer Seite in einem Konflikt betrachtet. Ich mag die Ansichten mancher Fraktionen teilen oder zu gewissen Gruppen gehören, aber ich definiere mich nicht darüber. Ich entscheide mich für meine eigene Geschichte.
  2. Ich sehe dich
    Für mich ist jeder Mensch einzigartig. Ich nehme dich als ganzen Menschen mit deinen unverwechselbaren Talenten, Leidenschaften und Stärken wahr. Du bist für mich mehr als nur der Vertreter einer Konfliktpartei. Du verdienst, dass ich dich achte und schätze.
  3. Ich versuche dich zu verstehen
    Ich versuche, dich zu verstehen: Ich betrachte deinen Standpunkt, der sich von meinem unterscheidet, nicht als Bedrohung. Ich bemühe mich aufrichtig, von dir zu lernen. Wenn du anderer Ansicht bist, werde ich dir genau zuhören. Das tue ich, bis ich deine Position voll und ganz verstanden habe.
  4. Ich schaffe mit dir Synergie
    Sobald wir uns  voll und ganz verstanden haben, können wir Synergie suchen und eine Lösung finden, die besser ist als alles, was sich jeder einzelne von uns bislang vorstellen konnte. Synergie ist eine schnelle, kreative und auf Zusammenarbeit basierende Form der Problemlösung.

Die Anwendungsbereiche

Nach der Darstellung der Methode und der 4 Schritte über 100 Seiten folgt die Anwendung in einzelnen Lebensbereichen, die Anwendung der 3. Alternative:

  • im Beruf (S. 109 – 172)
  • in der Familie (S. 175 – 223)
  • im Bildungssystem (S. 227 – 271)
  • im Rechtssystem (S. 275 – 306)
  • in der Gesellschaft (S. 309 – 405)
  • in der Welt (S. 409 – 447)
  • im eigenen Leben (S. 451 – 471)

Vielleicht ist es eine gute Idee, dieses letzte Anwendungskapitel in diesem Teil zuerst zu lesen.

Von innen nach außen

Das letzte Kapitel umfasst nur 5 Seiten, 20 Empfehlungen von Stephen R. Covey, die er uns ans Herz legt. Es ist so etwas wie das Testament seiner Lebens-Ethik – und ich möchte gerne diese Punkte aufführen:

  • Hüten Sie sich vor falschem Stolz.
  • Lernen Sie zu sagen: „Es tut mir leid.“
  • Verzeihen Sie Kränkungen.
  • Geben Sie sich und anderen kleine Versprechen – und halten Sie sich auch daran.
  • Verbringen Sie viel Zeit in der Natur.
  • Lesen Sie möglichst viel über verschiedene Themen
  • Machen Sie Sport, ernähren Sie sich gesund. Der Körper ist das Werkzeug des Geistes und der Seele.
  • Achten Sie auf ausreichenden Schlaf.
  • Phantasieren, meditieren oder beten Sie.
  • Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit für sich alleine.
  • Zeigen Sie den Menschen, die Ihnen am nächsten stehen, Ihre Liebe und Ihre Wertschätzung.
  • Sie haben zwei Ohren und einen Mund: Nutzen Sie sie im richtigen Verhältnis.
  • Lernen Sie anderen gegenüber großzügig zu sein.
  • Vergleichen Sie sich nicht mit anderen.
  • Seien Sie dankbar.
  • Lernen Sie, engagiert nach Wegen zu suchen, um für andere große Gewinne zu schaffen.
  • Wenn die Dinge nicht gut laufen, sollten Sie eine Pause einlegen.
  • „Kein Ergebnis“ kann manchmal die beste Lösung sein.
  • Seien Sie Schwächen anderer gegenüber nachsichtig: „Auch das wird vorübergehen.“
  • Verlieren Sie niemals den Glauben an die 3. Alternative!

Philosophen bringen Dinge auf den Punkt. Ich liebe die schlichte „Definition von Leben“ durch Karl Raimund Popper: Leben ist Problemlösen. Hier ist das Buch dazu. Wir lösen Probleme – dann lösen wir uns von Problemen – und „am Ende“ (im entspannten Bewusstsein) ist das Leben nur noch ein Grund zum Lachen, ein Grund zur Freude, ein Grund zum Lieben, „Liebe in Aktion“.

Mein Fazit: Das Buch ist der Höhepunkt des Lebenswerks von Stephen R. Covey. Trotz seiner 500 Seiten empfehle ich es als Einstiegsbuch für den, der ihn noch nicht kennt. Es ist ein Buch, das einen das ganze Leben begleiten kann. Es ist bewundernswert, wie ein Autor über mehr als 30 Jahren an „seinem Thema“ arbeitet und am Ende seines Lebens sein ganzes komplexes Wissen in einem Werk zusammenträgt. Es ist anspruchsvoll „Die schwierigsten Probleme des Lebens lösen“ und eine umfassende Einführung in ein Neues Denken: statt „entweder oder“ das „sowohl-alsauch“.

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Ken Wilber: Integrale Vision

Ken Wilber gilt als einer der größten Philosophen der heutigen Zeit, vielleicht ist er der visionärste. Seine Leistung besteht daran, die großen Supermächte unseres menschlichen Denkens wieder zusammen zu bringen: Philosophie, Wissenschaft und Religion. Es ist natürlich überaus anspruchsvoll. Doch Ken Wilber ist nicht nur ein theoretisierender Philosoph, ihm ist auch wichtig, dass die integrale Philosophie das praktische Leben erreicht.

Seine bisher veröffentlichten Bücher sind regalfüllend. Sein letztes ist die Anwendung der integralen Philosophie auf die Spiritualität, seine „Integrale Spiritualität“. Hier meine
>> Buchbesprechung dazu.

Es ist eine Tradition bei Ken Wilber, parallel zu Grundlagenwerken auch kurze Einführungen zu veröffentlichen. So ist das hier besprochene Buch „Integrale Vision“ eine kurze Einführung in sein aktuelles Hauptwerk „Integrale Spiritualiltät“.
Das macht die Sache nicht unbedingt leichter. Es ist ein echtes Konzentrat jahrzehntelangen Forschens und will wirklich erarbeitet werden. Doch es lohnt sich. Wir bekommen eine Ahnung über die Komplexität unseres Daseins in der Welt.Es ist nicht mehr und nicht weniger als eine Landkarte mit Anleitung für die Abenteuerreise des Lebens in eine neue Epoche der Menschheit.

Ich will das Buch so besprechen, dass ich die Fragen aufführe, die das Buch verspricht zu beantworten (die Fragen sind dem Buch selbst entnommen):

  • Wie kann ich im 21. Jahrhundert (durch die Stürme des Lebens) navigieren?
  • Wie kann unsere Leben und das, was wir wahrnehmen, Sinn für uns machen?
  • Wie wäre es, wenn ich eine umfassende Landkarte von mir selbst und der schönen neuen Welt besäße, in der ich lebe?
  • Welches sind die wesentlichen Aspekte meines eigenen Wahrnehmungsfeldes in diesem Augenblick?
  • Wie können wir diese Hauptbestandteile unseres Lebens durch eine einfache Führung selbst erfahren?
  • Was sind die verbindenden Muster aller Bestandteile unseres Lebens?
  • In wiefern ist die integrale Philosophie die wahrscheinlich erste umfassende Weltphilosophie?
  • Warum ist die Religion (wo es doch um das EINE GÖTTLICHE geht), in dieser Welt eine solche komplexe, verwirrende Kraft, welche die Geister spaltet?
  • Wie kann etwas, das auf der einen Seite so viel Liebe und Leben lehrt, auf der anderen Seite Ursache für so viel Tod und Zerstörung sein?
  • Wie kann die integrale Philosophie zum Wegweiser im praktischen Leben werden?

Ein erwachender, weiser Mensch ist keine seltsame Ausnahmeerscheinung, alleine in einer Höhle in Indien lebend oder in Tibet auf einem Berggipfel thronend. Der erwachte Weise – oder einfach der erwachte Mensch – ist in Wirklichkeit die Natur unseres eigenen Bewusstseins in seinen tiefsten Formen und höchsten Wellen, selbst hier und jetzt. Das zu erkennen und zu verwirklichen, ist Ziel der integralen Lebenspraxis. (S. 165)

Mein Fazit: In unserer Konsumgesellschaft gibt es viele Wegwerftheorien, Eintagsfliegen. Dies ist die integrale Philosophie und Lebenspraxis sicher nicht. Wenn wir uns nicht ständig im Kreise drehen, sondern ernsthaft einen Beitrag zur Entwicklung der Menschheit leisten wollen, dann ist die integrale Landkarte eine unschätzbare Hilfe. Wir können uns aus verstrickten Einseitigkeiten lösen und zum NEUEN MENSCHEN werden, der zu einem Evolutionsfaktor für diesen Quantensprung der Menschheit werden kann. Es ist eine Landkarte für ein ganzes Jahrhundert, dem Beginn des 21. Jahrtausends.

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Laura Day: Willkommen in der Krise

Untertitel: Ihre Chance für ein neues Leben.

Laura Day ist als intuitive Heilerin bekannt. Sie lehrt praktische Intuition. Dieses Buch ist auch ein sehr praktisches Buch, um Krisen zu überleben. Wenn wir in einer wirklichen Krisen stecken, aus der es kein Ausweg zu geben scheint, dann schwinden die Ressourcen auf ein Minimum. Unser Handlungs-fähigkeit reduziert sich dramatisch. Es kommt einem vor, als müsse man sich selbst am Schopf aus dem Sumpf ziehen. Wie soll das funktionieren? Laura Day beginnt bei ihren „Über-lebensstrategien“ in der Krise bei den kleinen ersten Schritten. Keiner will jetzt hören, dass die Krise ein „Geschenk“ ist, ein „Segen“ – es geht ums platte Überleben und nicht um Sprüche, die man zu Anfang der Krise eh nicht glauben kann.

„Krisen und Katastrophen sind in der Tat furchtbar.“ (S. 11) Ja, die Autorin ist in Krisenbewältigung erfahren genug, um genau an dieser persönlichen Katastrophe anzusetzen. Und auch das ist eine Wahrheit: KRISE „bezeichnet den Wendepunkt im Laufe einer Erkrankung, an dem es diese entweder dramatisch verschlechtert oder sich alles auf dramatische Weise zum Guten wendet.“ (S. 13) Es kann in einer Krise auch endgültig bergab gehen. Die Autorin beschönigt nichts: In der Krise geht es ums Überleben. Wir müssen etwas Fundamentales im Leben lernen.

Lebenskrisen bremsen uns aus. Es kann so nicht weiter gehen. Um eine Krise zu meisten, müssen wir das Beste in uns aktivieren. „Am Anfang scheint es unmöglich, die Person zu werden, zu der Sie werden müssen, um die Krise zu bewältigen.“ (S.48) Und wenn wir es schaffen, dann haben wir uns wirklich neu gewonnen.

Zunächst stürzen  Krisen oft unerwartet auf uns ein. Das scheint außerhalb unserer Kontrolle zu liegen und ist es ja auch häufig so. Die Autorin schreibt ganz ehrlich: „Wir alle sind Opfer von etwas.Wie wir NACH unserem Sturz handeln, bestimmt, ob wir auch Überlebende sind.“ (S. 55) Mit anderen Worten:  „Unsere REAKTION auf Veränderungen LIEGEN jedoch im Bereich unserer Kontrolle.“ (S. 32). Das ist zunächst einmal ein Ansatz, sich bewusst zu machen: Wie reagiere ich überhaupt auf eine Krise? Die Antwort ist der Schlüssel auf den Krisenprozess.

„Eine Krise bringt unsere konditionierten Reaktionen in verstärktem Maße ans Licht.“ (S. 79). Die Autorin unterscheidet „vier grundlegende Reaktionsweisen“: Depression, Angst, Wut und Verleugnung. Es gibt dazu auch einen kleinen Test, um seine typische Reaktionsweise kennen und vor allem verstehen zu lernen. „Wenn Sie mit Ihrem Reaktionstyp einmal umgehen können, haben Sie eine beachtliche Meisterschaft über sich selbst erlangt.“ (S. 93) Alle Lösungsschritte diskutiert die Autorin immer entsprechend dem Reaktionstyp. Das ist in meinen Augen das Einzigartige an dem Buch.

Ich will ein paar Werkzeuge ihrer Krisenbewältigung anführen:

  • Sich beschreiben: Wer bin ich JETZT? Das schafft die erste Distanz, Abstand.
    Die Frage in einem „Krisentagebuch“ am besten immer wieder neu beantworten.
    Das zeigt Entwicklungsfortschritte auf dem Weg.
  • Loslassen. Bei einer Krise handelt es sich meistens um einen Verlust. Uns wird etwas entrissen, mit dem wir uns identifiziert haben (einen gesunden Körper, ein Arbeitsplatz, einen Lebenspartner, …). Es ist wichtig das auch bewusst loszulassen, was sich aus unserem Leben lösen will.
  • Akzeptieren, wo man gerade ist.
  • Sicherheit schaffen. Es geht um „erste Überlebens-Hilfe“: Was brauche ich jetzt zum Überleben? Was sind die wichtigsten Lebensbedürfnisse, die ich jetzt sicher stellen muss? Sinnvolle Rituale, Gewohnheiten einführen, was ohne große Energie zu schaffen ist.
  • Der Krise einen Namen geben. „Meine-Schulden-wachsen-mir-über-den-Kopf-Krise“. So wird die Krise auch begrenzt. Man kann sich mit Selbsthilfe-gruppen vernetzen, um professionelle Hilfe bitten.
  • Entscheidungsnotwendigkeit und Wahlmöglichkeit erkennen. Vor welcher Entscheidung stehe ich? Welche Wahl habe ich?
  • Ein emotionales Sparbuch anlegen. Die kleinen Dinge tun, die der Seele gut tun, wo die Seele wieder auftanken kann (> das Buch von Münchhausen).
  • Methoden der Transzendentation anwenden (wie Meditation, Tanz, Gebet, …). Das schafft Löcher in den Himmel, wodurch die Sonne „durch-scheinen“ kann.
  • Keinen neuen Schaden entstehen lassen. Nein dagegen zu sagen, noch tiefer in die Krise einzutauchen.
  • Verluste wirklich betrauern. Und das Ende der Trauer feiern!

Es gibt drei „Sackgassen“, die uns an der Vergangenheit festhalten, auf die die Autorin genau und „typgerecht“ eingeht:

  • Grübelei (Was habe ich in meinem Leben nur alles falsch gemacht und warum?)
  • Schuldzuweisung (Das schädliche Verhalten es anderen nicht entschuldigen, aber vergeben können.)
  • Rache (Ich will Gerechtigkeit!)

Ein wunderbares Instrument, um mit anderen Menschen wieder ins Reine zu kommen, ist der telepathische Dialog (S. 163 – 166), wo das reale Gespräch schwierig ist.

Okay, und dann sind wir durch das Tal der Krise und es kann wieder bergauf gehen. Wir können das Vergangene hinter uns lassen und das neue Leben erschaffen. Wir können den „Ausbruch aus dem Gefängnis planen“. Auch hierbei will ich die Hauptwerkzeuge der Autorin benennen:

  • Den eigenen Mythos neu erschaffen. Es ist sozusagen ein bestimmtes Set von Glaubenssätzen, bestehend aus: der eigene Mythos, das bestgehütete Geheimnis, die Kernangst und das Kernbedürfnis.
  • Alte Beziehungsmuster durchbrechen. Das sind die Gefängnismauern.
  • Die innere Führung konsultieren. Intuition lernen, im Schlaf wandeln
  • Die Schätze der Krise bergen. Das Potenzial der Stärke erscheint.
  • Die Zukunft heilen.
  • Sich mit dem ursprünglichen Selbst verbinden (dem Zustand der Reinheit und Unschuld)
  • Den Segen teilen. Von der Gemeinschaft gebraucht werden

Wenn wir einmal bewusst durch eine Krise gegangen sind, dann können wir nicht sicher sein, im Leben keine Krise mehr zu erleben. Doch es kann weniger kriesenanfällig sein, weil wir sensibler für seine Signale geworden sind. Wir können Krisen bewältigen, noch bevor sie sich breit gemacht haben.

Mein Lieblingssatz aus dem Buch ist wohl der:

Wir alle sind Heiler, die sich im Prozess der Heilung befinden. Bewusstheit und Verbundenheit sind die Elemente, die zur Alchemie der Veränderung führen. (S. 184)

Mein Fazit: Das Buch ist eine gute Anleitung, wie wir uns selbst am Schopf aus dem Sumpf der Krise ziehen können. Um die Hilfe anderer bitten und sich mit Gleichgesinnten zusammen zu tun, gehören sicher auch zur Krisenbewältigung.

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Deepak Chopra: Die sieben geistigen Gesetze des Erfolgs

Es liegt fast 20 Jahre zurück, dass ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe (1996).
Damals war ich noch komplett eingetaucht in der ganzen Erfolgs-Welle wie „Denke nach und werde reich“ (Napoleon Hill). Ich las alles, was ich über Erfolg in die Hände bekam, so auch dieses Buch von Deepak Chopra. Und ich hatte damals wirklich den Eindruck, nicht alles verstanden zu haben. Spiritualität und Erfolg – passt das zusammen?

Manchmal kann man an einem Buch die eigene Bewusstseins-Entwicklung wiedererkennen: Wir verstehen es besser, haben uns so langsam auf das Bewusstseins-Niveau des Autoren „hoch-entwickelt“. Ich fand damals viele Formulierungen „ver-blüffend“, verstanden hatte ich sie aber nicht, sondern ahnte nur: Erfolg ist etwas ganz anderes als unser normales, egozentrisches „Erfolgs-Bewusstsein“. Heute – beim erneuten Lesen – hat sich mir das Buch in seiner Tiefe erschlossen. Es ist komplett anders als die ganzen Ratgeber-Bücher zum Erfolg. So kommt das Wort „Ziel“ in diesem Buch überhaupt nicht vor.

(Ich zitiere hier aus meiner Ausgabe von 1996, Heyne-Verlag, München;
noch mit alter Rechtschreibung)

Erfolg und Gesetz

Folgen wir dem Autor zunächst, was er unter „Erfolg“ und „Gesetz“ versteht:

Erfolg ist die Fähigkeit, sich alle Wünsche mühelos und leicht zu erfüllen. Doch Erfolg, auch die Schaffung von Wohlstand, wurde immer schon als ein Prozess betrachtet, der harte Arbeit erfordert. Oft glaubt man auch, er könne nur auf Kosten anderer stattfinden. Was wir tatsächlich brauchen, ist eine geistige Einschätzung von Erfolg und Wohlstand, denn Wohlstand ist ein breiter Strom aller guten Dinge im Leben. Wenn man die geistigen Gesetze kennt und anwendet, steht man in einem harmonischen Verhältnis zur Natur und schöpft daraus sorglos, freudig und liebevoll. …
Wenn wir unser Leben als einen wunderbaren Ausdruck von Göttlichkeit betrachten, und zwar nicht gelegentlich, sondern ständig – dann erkennen wir die wahre Bedeutung von Erfolg. (S. 12 f.)

Ein Gesetz ist der Prozeß, durch den das Nichtmanifeste manifestiert wird, d.h. durch den das, was es noch nicht gibt, zu dem wird, was ist; der Prozeß, in dem der Beobachter zum Beobachteten wird; der Prozeß, durch den der Seher zum Betrachteten wird; der Prozeß, in dem der Träumer seinen Traum manifestiert.
Die gesamte Schöpfung, alles, was ist der physischen Welt existiert, ist das Ergebnis des Nichtmanifesten, das sich zum Manifesten umwandelt. …

Die Quelle aller Schöpfung ist Göttlichkeit (oder die Seele); der Prozeß der Schöpfung ist Göttlichkeit in Bewegung (oder Verstand), und das Objekt der Schöpfung ist das physikalische Universum (eingeschlossen der physischen Körper).
Diese drei Aspekte der Wirklichkeit – Seele, Verstand und Körper oder Beobachter, Beobachtung und Beobachtetes – sind grundsätzlich das gleiche. Sie entstammen alle dem gleichen Ort: dem Feld des reinen Potentials, das ausschließlich nichtmanifest ist. (S. 14 f.)

Heute sind wir vertrauter mit der Quantenphysik, Schwingungsfeldern, Quatenheilung usw., so dass uns das Verständnis des Buches leichter fallen wird. Dieses tiefe Wissen ist schon damals die Sichtweise des Buches gewesen, ein KLASSIKER, bei dem jedes Wort von tiefer Bedeutung ist. Ich will hier die sieben Gesetze in Zitaten so kurz wie möglich benennen. Das Gesetz ist nicht immer in einen Satz zu bringen:

1. Das Gesetz des reinen Potenzials
(oder das Gesetz der Einheit)

Reines Bewusstsein ist reines Potenzial; es ist das Feld aller Möglichkeiten und der unendlichen Kreativität. Reines Bewusstsein ist unsere spirituelle Essenz. (S. 19)

Eine Möglichkeit, Zugang zu diesem Feld zu gewinnen, stellt entweder die tägliche Praxis des Schweigens dar, aber auch Meditation und Vorurteilslosigkeit. (S. 24)

Diese kostbare Kommunikation des stillen, grenzenlosen, unendlichen Geistes mit dem dynamischen, gebundenen, individuellen Geist ist das perfekte Gleichgewicht aus Stille und Bewegung, das alles erschafft, was man will. (S. 32)

2. Das Gesetz des Gebens
(oder das Gesetz des Geben und Annehmen,
des dynamischen Austauschs)

Wohlstand ist stets ein fließender Prozeß. Dieses Fließen drückt sich auch in dem Wort Überfluß aus, bei dem alles Gute in reichhaltiger Fülle fließt. Geld ist eigentlich ein Symbol der Lebensenergie, die wir austauschen und nutzen, weil wir dem Universum Dienste erweisen. (S. 40)

Am wichtigsten ist daher die Absicht, die hinter Geben und Annehmen  steckt. Die Absicht sollte stets sein, daß man für den Gebenden und den Nehmenden Glück erzeugt, denn Glück ist lebensunterstützend und lebenserhaltend und vermehrt sich.
(S. 42)

Der leichteste Weg, das zu erreichen, was man will, besteht darin, anderen zu helfen. das zu bekommen, was sie wollen.
(S. 43)

Der beste Weg, das Gesetz des Gebens praktisch umzusetzen – den Prozeß des Kreislaufs in Gang zu bringen -, besteht darin, daß man jedesmal, wenn man Kontakt mit einem andren Menschen hat, die Entscheidung trifft, ihm etwas zu geben.
(S. 45)

3. Das Gesetz des „Karma“
oder von Ursache und Wirkung

„Wir ernten, was wir säen.“ Offensichtlich müssen wir lernen, wie man die Samen des Glücks ausstreut, wenn wir in unserem Leben Glück genießen wolen. Daher bedeutet Karma die Handlung, bewusst eine Entscheidung zu treffen. (S. 53)

Nur das Herz kennt die richtige Antwort. Viele Menschen halten das Herz für ein verschwommenes, sentimentales Organ, aber das ist es nicht. Das Herz ist intuitiv, es ist ganzheitlich, das Herz sieht alles im Kontext. (S. 58)

Ein (vergangenes, JS) Karma transzendieren transzendieren bedeutet, davon unabhängig zu werden. (S. 62)

„Indem man bewusst Entscheidungen trifft, beginnt man Handlungen, die für einen selbst und die Mitmenschen evolutionär sind. (S. 63)

4. Das Gesetz des geringsten Aufwandes
(oder der Harmonie und der Liebe)

Letztlich gelangt man in einen Zustand, in dem man nichts tut und alles erreicht. Das bedeutet, es besteht zunächst nur eine sehr verschwommene Idee, und die manifestation der Idee ergibt sich mühelos. Was man allgemein als „Wunder“ bezeichnet, ist in Wirklichkeit Ausdruck des Gesetzes des geringsten Widerstands. (S. 70 f.)

Die Intelligenz der Natur vollzieht sich mühelos, reibungslos und spontan. Sie ist nichtlinear, intuitiv, ganzheitlich und positiv. …
Man wendet geringsten Widerstand an, wenn alle Handlungen durch Liebe angeregt werden, denn die Natur wird durch die Energie der Liebe zusammen gehalten.
(S. 71)

Akzeptieren: Der Augenblick ist, wie er ist, weil das gesamte Universum so ist, wie es ist. Wenn man sich gegen diesen Augenblick wehrt, wehrt man sich in Wirklichkeit gegen das gesamte Universum. (S. 74)

Verantwortung: Verantwortung bedeutet, nicht alles und jedem die Schuld zu geben für die eigene Situation, auch nicht sich selbst. … Verantwortung (ist) die Fähigkeit, kreativ auf eine gegebene Situation zu reagieren. (S. 75 f.)

Widerstandslosigkeit: … wenn man nicht mehr kämpft und sich wehrt -, erlebt man die Gegenwart voller, und das ist ein Geschenk. (S. 78)
Wenn man für alle Standpunkte offen bleibt – und sich niemals starr nur an einen klammert -, werden die Träume und Wünsche im Einklang mit den Wünschen der Natur fließen.
(S. 80)

5. Das Gesetz von Absicht und Wunsch
(oder die Erzeugung der Zukunft)

Absicht ist die wahre Kraft hinter einem Wunsch. …
Absicht ist ein Wunsch in strikter Befolgung aller anderen Gesetze … Absicht in Kombination mit Loslassen führt zum unmittelbaren Bewusstsein des gegenwärtigen Augenblicks. … Die Absicht zielt auf die Zukunft, aber die Aufmerksamkeit herrscht in der Gegenwart.  (S. 91 f.)

Absicht, die in der Freiheit der Gegenwart verwurzelt ist, dient als Katalysator für die richtige Mischung aus Materie, Energie und Raum-Zeit-Ereignissen, um alles zu erschaffen, was man sich wünscht. (S. 94)

Man überlässt es dem Universum, sich um die Einzelheiten zu kümmern. (S. 98)

6. Das Gesetz des Loslassens
(oder das Gesetz des Abstands)

Um im physikalischen Universum etwas zu erreichen, (muß) man jegliche Bindung daran aufgeben. … Man gibt weder die Absicht auf noch den Wunsch. Man gibt aber seine Bindung an das Ergebnis davon auf und nimmt Abstand ein. (S. 103)

Man kann alles, was man will, wurch Loslassen erreichen, denn Loslassen beruht auf dem bedingungslosen Glauben an die Kraft des eigenen wahren Selbst.
Bindung hingegen beruht auf Angst und Unsicherheit – und das Bedürfnis nach Sicherheit beruht auf der Unkenntnis vom wahren Selbst. (S. 104)

Wenn man seine Bindung ans Bekannte aufgibt und sich ins Unbekannte begibt, dann betritt man das Feld aller Möglichkeiten. (S. 107)

Man erfährt die volle Lebensfreude – den Zauber, die Feier, die Heiterkeit und den Jubel der eigenen Seele. (S. 108)

Glück aber ist nichts weiter als das Zusammentreffen einer Gelegenheit mit der Bereitschaft, sie zu ergreifen. (S. 111)

7. Das Gesetz des „Dharmas“
oder vom Sinn des Lebens

Dharma ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet „Lebenszweck oder -sinn“. Das Gesetz des Dharmas besagt, daß wir eine körperliche Gestalt angenommen haben, um einen Sinn zu erfüllen. (S. 117)

Das Feld des reinen Potenzials ist seiner Natur nach göttlich, und das Göttliche nimmt menschliche Gestalt an, um seinen Zweck zu erfüllen.
Diesem Gesetz zufolge hat man ein einzigartiges Talent und eine einzigartige Art, dies auszudrücken. Es gibt etwas, das man besser kann als alle anderen Menschen in der ganzen Welt … Wenn man seine Talente ausdrückt und damit Bedürfnisse stillt, erzeugt man unbegrenzten Reichtum und Überfluß. (S. 117 f.)

Zusammenfassung

Wenn man schließlich alle oben beschriebenen Gesetze verstanden hat,konzentriert man sich auf den wahren Sinn des Lebens, indem man seine einzigartigen Talente zum Ausdruck bringt und gleichzeitig die Bedürfnisse der Mitmenschen erfüllt. Dann erzeugt man alles, was man will und wann man will. Man wird sorglos und freudig, und das Leben wird zum Ausdruck grenzenloser Liebe. (S. 134)

Faszit: Jeder, der seinen Lebenszweck verstehen und seinem Leben einen Sinn geben will, dem ist dieses Büchlein ein wirklicher „Lebensbegleiter“, das man immer wieder lesen sollte. Das macht ein wirklich gutes Buch, ein Klassiker aus. Es ist zeitlos, und man versteht es mit seinen Lebenserfahrungen immer besser.

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Ruediger Dahlke: Das Buch der Widerstände

Eine der großen Werke, die Dahlke in weiten Kreisen bekannt gemacht haben, waren seine Bücher „Krankheit als Weg“ (1983 zusammen mit Detlefsen) und „Krankheit als Symbol“ (1996), also Krankheitsbilder und Symptome in ihrer (archetypischen) Symbolbedeutung zu verstehen.

Das vorliegende Buch „Das Buch der Widerstände“ setzt diese Nachschlagewerke fort, nun auf dem Gebiet von Widerständen und Hindernissen im Leben. Es ist in seiner Art einzigartig und ein großer Wurf.

Was hat es zu bedeuten, wenn ich immer wieder den gleichen Widerständen und Hindernissen im Leben begegne? Wie kann ich mich von diesen Selbstblockaden lösen? Wie kann ich mein Leben wieder in Fluss bringen (Untertitel) statt in solchen Blockaden zu hängen?

Was könnten solche Blockaden sein?
Hier ein paar wenige exemplarisch vorgestellt, die das Buch behandelt:

  • „Ich habe einfach keinen Erfolg“ (S. 59)
  • „Streit macht mich krank. Lieber sage ich nichts mehr und gebe nach.“ (S.119)
  • „Warum finde ich einfach nicht den richtigen Mann?“ (S. 171)
  • „Mein Mann verwöhnt die Kinder, aber sie werden immer frecher.“ (S. 217)
  • „Alles, was ich anfasse, geht kaputt.“ (S. 266)
  • „Ich habe Panik, wenn ich an das Nichts, an die Unendlichkeit denke.“ (S. 299)
  • „Alles entscheidet er. Er teilt mir sogar das Geld zu.“ (S. 327)
  • „Dieses Gift im Essen, diese Lebensmittelskandale. Ich könnte kotzen!“ (S. 348)

Kurz: eine sehr umfassende Sammlung innerer Blockaden, die den freien Fluss des Lebens hemmen. Es spielt keine Rolle, ob diese Widerstände „moralisch berechtigt“ sind. Es ist einfach typisch für mich, macht meine „energetische Struktur“ aus.

Bei sich selbst anfangen, hat sich im Hinblick auf die Krankheitsbilder-Deutung seit gut drei Jahrzehnten bewährt. So folgt das vorliegende Buch den gleichen Ansatz und der Idee von Krankheit als Symbol, nur statt sich auf Krankheitsbilder und ihrer Deutung zu spezialisieren, nimmt es sich die großen und kleinen Probleme des täglichen Lebens vor, deutet sie und lässt so die darin verborgenen Lernaufgaben deutlich werden. (S. 15)

Ein Buch, das in der Dahlke-Reihe der „Schicksalsgesetze“, Schatten- und Lebens-prinzipien noch gefehlt hat, um die alltäglichen Lebensaufgaben zu meistern und an ihnen zu lernen und bewusster zu werden.

Der Gedanke, ein Leben lang zur Schule, nämlich in die Lebensschule zu gehen und lernen zu müssen, mag für viele modere Menschen eine Zumutung sein. Doch Widerstand ist nutzlos; die wirkende Wirklichkeit hat ihre Regeln, und so lange diese nicht verinnerlicht sind, werden wir immer wieder darauf gestoßen. (S. 16 f.)

Die Einführung des Buches ist eigentlich sehr kurz (bis S. 40). Der Rest (über 320 Seiten) ein Handbuch von Widerständen und ihre exemplarische Deutung.

Doch das Ziel dieses Nachschlagewerks ist es natürlich nicht, immer mehr Ärgernisse zu finden, sondern sie im Gegenteil abzubauen. Ihre Widerstände, die zu Beschwerden an das Universum führen, können sich als Ergebnis der Beschäftigung mit diesem Buch tendenziell auflösen, weil Sie erkennen, wie sich Ihre eigene Verantwortung für Ihr persönliches Leben darin widerspiegelt. (S. 363)

Mein Fazit: Ein praktisches Handbuch und Nachschlagewerk, um mit den Widerständen des Lebens, Klagen an das Universum aufzuräumen, Glück, Erfolg und Zufriedenheit im Leben einziehen zu lassen.

Bestellung bei AMAZON: Das Buch der Widerstände: Wie wir unser Leben wieder in Fluss bringen

Kurt Tepperwein: Erfinde dich neu

Das Buch von Kurt Tepperwein trägt den Untertitel: 12 Chancen zum privaten und beruflichen Neubeginn. Manchmal führt das Leben einen in eine Situation (durch eine Krankheit, den Verlust eines geliebten Menschen, des Arbeitsplatzes), dass man ALLES IN FRAGE stellt und sein Leben VOLLKOMMEN NEU überdenkt: nicht nur das eine und andere verändern, sondern SICH SELBST NEU ERFINDEN!

Was für eine Chance in einer solchen Afforderung steckt: Er-finde dich NEU! Und es hat etwas von FINDEN: die Suche zu beenden und mich finden, wie ich gemeint bin, wie mein Leben eigentlich gemeint ist! Damit ist das Neu-Erfinden auch nicht beliebig.

Letztlich geht es darum, in den Einklang mit sich selbst zu kommen, mit seinem „wahren Wesen“, unseren Seelenplan zu erfüllen. Und so wird der Prozess unserer Neu-Erfindung zu keiner Kopfgeburt, sondern zu einer Herzensangelegenheit.

Das Buch zeigt 12 Perspektiven,
wie wir uns neu erfinden können:

  1. Gehe den königlichen Weg und mache es dir leicht.
  2. Finde deine Sicherheit im Selbstvertrauen
  3. Träume herbei statt weg!
  4. Entdecke die Kraft und den Reichtum in dir
  5. Verwirkliche jetzt deinen Lebenstraum
  6. Befreie dich vom Ballast der Vergangenheit!
  7. Nutze die Kraft der inneren Bilder!
  8. Lerne die Kunst der erfolgreichen Manifestation
  9. Lebe deine Wunschbiographie!
  10. Mache dein neues Selbstbild zum Vorbild!
  11. Gehe den Weg der Freude!
  12. Lebe im Einklang mit dir selbst

Diese 12 Kapitel sind reichlich mit Übungen gefüllt, insgesamt 62 überaus inspirierende Übungen. Wie gesagt: Sich neu zu erfinden ist ein PROZESS, auf den man sich ganz bewusst einlassen sollte. Es ist kein Nebenbei für ein Wochenende.

Eigentlich ist es ein einmaliger Akt des Erwachsenwerdens. Denn so lange wir noch von äußeren Programmen und Anforderungen bestimmt werden, außenorientiert sind, leben wir noch in der Abhängigkeit eines Kindes. Bestimmen wir jedoch kraftvoll unser Erwachsenwerden, dann sind wir auf dem Weg der Selbstständigkeit. Dann wird die Deklaration ICH ERFINDE MICH NEU! zu einer persönlichen Unabhängkeitserklärung.

Für einen solchen Prozess des Erwachsenwerdens und den MUT des NEUBEGINNS kann das Buch von Kurt Tepperwein eine wertvolle Hilfe sein.

Ich möchte Sie zu einer der insgesamt 62 Übungen einladen, damit Sie die Kraft ihrer Veränderung direkt spüren können:

Alles ist IN ORDNUNG, so wie es ist.

Ich habe mit dem Satz „Alles ist GUT, so wie es ist.“ immer ein kleines Problem gehabt. Doch „GUT“ meint dabei keine moralische Bewertung. Niemand kann Hiroschima oder Auschwitz „gut“ finden. Es ist dieses WERTENDE in „gut“ im Gegensatz zu „schlecht“ NICHT GEMEINT.
Schon in jungen Jahren hat mich HEGEL „aufgeregt“, wenn er schreibt „Alles ist VERNÜNFTIG, so wie es ist.“ Was soll an Faschismus „vernünftig“ sein?, habe ich mich gefragt. (HEGEL meinte wohl: Alles, was IST, muss mit der Vernunft erklärbar sein.) Ja, es ist eine schwere Nuss – und nur mit dem HERZEN zu verstehen, was damit gemeint ist.

So finde ich es sehr hilfreich in dem Buch von Kurt Tepperwein, dass die Übung heißt: Alles ist IN ORDNUNG, so wie es ist. Da fehlt das verführerisch Bewertende von „gut“ oder „vernünftig“. Da ist nur das ANSCHAUEN, was IST. So ist auch „Chaos“ IN ORDNUNG, denn Chaos macht SINN, um eine alte Ordnung in eine neue zu transformieren. In diesem Sinne gilt auch: Unordnung ist „in Ordnung“.

Wir können nichts ändern, wenn wir nicht akzeptieren, was IST. Wir leben irgendwo anders, wenn wir nicht akzeptieren können, WAS IST. Welches Werk wir immer beginnen wollen: Wir müssen immer zuerst wissen, WAS IST. Wir müssen uns in den Zustand versetzen, zu sehen und zu erkennen, WAS IST.

Wenn Sie Probleme mit dem Satz haben „Sie leben erst dann in der Wirklichkeit, wenn Sie rundherum mit Ihrem Leben zufrieden sein können.“, dann empfehle ich Ihnen die Übung 7 des Buches von Kurt Tepperwein. Sie will helfen zu erkennen,WAS IST, die HÖHERE ORDNUNG in allem wiederzuerkennen.

>> Tepperwein – Alles ist in Ordnung (PDF, 2 Seiten)

Mein Fazit: Ein wunderbares Buch, wenn man an den Punkt kommt, sein ganzes Leben neu zu überdenken und MUT für einen NEUBEGINN hat. Es kann ein guter Begleiter in diesem Prozess des Neuanfangs sein.

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Erfinde dich neu: 12 Chancen zum privaten und beruflichen Neubeginn

Kurt Tepperwein: Praxisbuch Mental-Training

Was hat Kurt Tepperwein, der Altmeister des Mentaltrainings, NEUES zu sagen – über 20 Jahre nachdem sein Klassiker „Kraftquelle Mentaltraining“ (1989) (>> meine Buchbesprechung) erscheinen ist?

Sein neues Buch über Mental-Training gibt eine Antwort darauf.

Kurt Tepperwein schreibt im VORWORT selbst:

Mittlerweile ist es genau 20 Jahre her, dass mein Standardwerk „Kraftquelle Mental-Training“ erstmals veröffentlicht wurde. Es wurde inzwischen in zahlreichen Auflagen immer wieder bestätigt und ist heute noch genauso gültig wie damals, da es sich letztlich bei den Gesetzen des Geistes um ewige Wahrheiten handelt.
Allerdings hat gerade das menschliche Bewusstsein in den letzten 20 Jahren eine enorme Entwicklung erfahren. Das Mental-Training hat seinen Gang in die Praxis gut bestanden, ist heute weltweit populär und durch eine ganze Reihe von Erfahrungen, Beispielen und neuen Techniken erweitert worden. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen heute, nach 20 Jahren weiterer Erfahrung ein neues Buch in die Hand geben, das Sie auf Ihrem Lebens- und Erfolgsweg unterstützen soll. (S. 9)

Das Buch kennt keine Wiederholungen des alten Buches, sondern ist gut als Fortsetzung zu lesen.  Dieses Mal geht es über 8 Stufen:

  1. Zu sich selbst finden
  2. Annehmen, was ist
  3. Die Aufmerksamkeit steuern
  4. Selbst-Bewusst leben
  5. Konzentrationsfähigkeit entwickeln
  6. Die Kraft der Imagination nutzen
  7. Ziele gestalten und verwirklichen
  8. Mitgestalten

Das Buch vereinigt 49 spezielle Übungen (Auflistung im Anhang S. 157 f.), die auf keinen Fall „Übung für Übung“ durchzuarbeiten sind. Der Autor sieht es vielmehr so:

Als Microsoft vor vielen Jahren das Betriebssystem WINDOWS herausgebracht hatte, war dies eine Sensation. Es war das erste System, das dem Anwender gestattete, auf vielerlei Funktionen und Wegen zu seinem jeweils wichtigen Dokument, Menü oder nächsten Arbeitsschritt zu gelangen. Vielleicht ist dieses Buch vergleichbar mit WINDOWS, da Sie in dem reichhaltigen Menü vor- und zurückblättern können, wie es Ihnen beliebt. Vielleicht ist es aber auch noch aus einem weiteren Grund vergleichbar: Weil es Ihnen möglicherweise Fenster zu einer anderen Wirklichkeit öffnet. (S. 11)

Mit gefällt dieser Vergleich! Unser MIND, unser MENTALES ist wie ein Betriebssystem. Doch wir sind für sein „Update“ selbst verantwortlich! Viele Dateien sind veraltet und nicht auf Erfolg programmiert. Mental-Training ist ja letztlich als Um- und Neuprogrammierung unseres mentalen Betriebssystems zu verstehen. Das Buch ist hervorragend geeignet, unser MIND-Betriebssystem auf den neuesten Stand zu bringen und auf Lebenserfolg zu programmieren.

Mein Fazit: Ein schönes Buch (auch von der Gestaltung her sehr ungewöhnlich ansprechend), um auf die Höhe der Zeit des modernen Mental-Trainings zu kommen, sein MIND-Betriebssystem mit einem ultimativen UPDATE zu versorgen.

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Praxisbuch Mental-Training: Entspannen – Neue Kraft schöpfen – Das Leben gestalten

Kurt Tepperwein: So geben Sie Ihr Bestes

Ich finde das Buch in seiner Idee genial, auch wenn Titel und Untertitel diese Genialität leider NICHT verraten (und so die EIGENTLICHE Zielgruppe des Buches wahrscheinlich nicht wirklich erreicht). Das Buch richtet sich eigentlich an Freizeitsportler (Zielgruppe), um ihnen zu helfen, ihre Leistung durch Mentaltraining  zu steigern (Problemlösung).

Den richtigen professionellen Durchbruch hatte das Mentaltraining ja zunächst im Spitzensport. Gerade hier hat es seine Leistungsfähigkeit bewiesen. Später eroberte Mentaltraining professionell andere Bereiche wie Business oder Persönlichkeitsentwicklung und ist eigentlich die Kernidee des Coachings. (Sporttrainer nennen sich in Amerika ja „Coachs“.)

Mentaltraining ist aber nicht nur etwas für sportliche oder berufliche Spitzenleistungen, sondern ein Instrument für jeden, sein Leben bewusster zu gestalten. Wie könnte man Mentaltraining also für ein breites Publikum in seiner Effektivität erfahrbar machen?

Diese Frage beantwortet das Buch auf geniale Weise! Das Kerngebiet des Mentaltrainings, Sport, wird für Freizeitsportler geöffnet. So heißt der erste Teil auch: Sport als Trainingsfeld für mentale Stärke. Aus der Einleitung des Buches, dem „Warming-up“:

Sie mögen Sport und haben anderen Menschen damit eine wesentliche Stärke voraus: Wo andere noch den „inneren Schweinehund“ überwinden müssen, um sich überhaupt sportlich in Bewegung zu setzen, da haben Sie die erste Hürde schon gemeistert! Sie haben ein gutes, sportliches Verhältnis zu Ihrem Körper. Das ist eine Stärke, auf der Sie ein erfolgreiches Leben aufbauen können! (S. 9)

Das Buch verfolgt im Grunde zwei Ziele: die LeserInnen als Freizeitsportler da abzuholen, wo sie sind und ihnen dabei zu helfen, ihre sportlichen Leistungsfähigkeiten zu verbessern. Ihnen gleichzeitig aber auch über den Sport die Erfolgsprinzipien des Lebens selbst nah zu bringen.

Das Buch arbeitet im zweiten Teil mit 7 Techniken des Mentaltraininigs:

  1. Zielsetzung und Selbstmotivation
  2. Atemtraining
  3. Körperliche Entspannung
  4. Energiemanagement
  5. Affirmationen
  6. Positive Einstellung und Denkgewohnheiten
  7. Visualisierungs- und Imaginationstechniken

Im 3. Teil sind noch einige Tabellen und Checklisten zu finden.

Mein Fazit: Ein geniales Buch für Freizeitsportler, die Mentaltraining lernen wollen, um ihre sportlichen Leistungen zu verbessern und mit diesen Prinzipien ihr ganzes Leben auf Erfolgskurs zu bringen.

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So Geben Sie Ihr Bestes. Ein ganzheitliches Mentaltraining in 7 Stufen (MVG Verlag bei Redline)

Kurt Tepperwein: Kraftquelle Mentaltraining

Die Erstauflage des Buches ist 1986 erschienen und erfährt heute noch Neuauflagen! Es ist das, was man einen „Longseller“ nennt. Auch dieses Buch von Kurt Tepperwein gehört zu den KLASSIKERN. Wenn mich nicht alles täuscht, ist es sogar das erste deutschsprachige Buch über Mentaltraining überhaupt – aus einer Zeit, als Mentaltraining noch zu „esoterischen Spinnerei“ gezählt wurde. … und ist heute noch aktuell!

Heute gehört Mentaltraining zu den zentralen Techniken der Persönlichkeitsentwicklung. Wer sein Leben bewusst in die Hände nimmt, kommt an Mentaltraining nicht vorbei. Dieses Buch von Kurt Tepperwein ist als KLASSIKER eine geeignete Einführung – die QUELLE sozusagen.

Der Kern der in den letzten Jahren so häufig beschriebenen „Schritte der Wunscherfüllung“ sind in 12 klaren Schritten im ersten Kapitel dargestellt und werden in den  weiteren Kapiteln ausführlicher behandelt. Um die Aktualität des Buches zu dokumentieren, führe ich diese 12 Schritte auf:

  1. Sie verschaffen sich Klarheit über Ihr Ziel oder Ihren wichtigsten Wunsch.
  2. Sie legen Ort und Zeit Ihrer täglichen Übung fest.
  3. Sie nehmen die richtige Körperhaltung an.
  4. Entspannen Sie sich körperlich und geistig.
  5. Schalten Sie ab und vergegenwärtigen Sie sich Ihren Wunsch.
  6. Achten Sie auf die richtige Atemtechnik.
  7. Begeben Sie sich in den „schöperischen Bewusstseinszustand“.
  8. Suchen Sie den Ort der inneren Wandlung auf.
  9. Laden Sie Ihr Vorstellungsbild mit Vitalkraft und einem Gefühl der Freude auf.
  10. Identifizieren Sie sich vollständig mit dem Inhalt Ihres Wunschbildes.
  11. Wiederholen Sie Ihren Wunsch immer wieder.
  12. Stehen Sie der Erfüllung Ihres Wunsches nicht im Wege und handeln Sie.

Diese 12 Schritte werden im Buch dann genauer besprochen. Im Abschnitt über die Praxis des Mentaltrainings werden diese theoretischen Schritte auf die 8 Schritte für den Alltag komprimiert und in einen 21-Tage-Plan integriert.

Es ist Zweck dieses Buches, Sie dazu anzuspornen, Meister Ihres Schicksals zu werden. Um jedoch ein Meister zu werden, brauchen Sie nicht Ihre Familie, Ihren Beruf und Ihren Wohnsitz aufzugeben, um sich von einem indischen Guru in die Geheimnisse des Lebens einweihen zu lassen. Wenn dies Ihr Weg wäre, so wären Sie sich in Indien zur Welt gekommen. Meister werden kann man überall, nämlich Meister zunächst über sich selbst – über Ärger, Angst, Neid, Eitelkeit, Haß – und sodann über das eigene Leben. Meister sein heißt, das zu tun, wovon im Grunde jeder Mensch weiß, daß es das Richtige und Wesentliche ist, und dieses Wissen im Alltag praktisch zu leben. (S. 246)

Mein Fazit: Als Klassiker des Mentaltrainings ist dieses Buch heute noch lesenswert, ja eine gute Einführung ist Thema. Sicher ist Kurt Tepperwein selbst derjenige, der das ursprüngliche Mentaltraining inzwischen weiterentwickelt, zentrale Begriffe z.T. umbenannt, das Ganze noch einmal auf das Wesentliche vereinfacht hat. Doch gerade für den Einstieg in die Methodik des Mentaltrainings ist diese Urfassung und in den Kern bestens geeignet.

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Kraftquelle Mentaltraining: Eine umfassende Methode, das Leben selbst zu gestalten

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